Pom französischen Militärgericht wegen Veröffentlichung eines Zeitungsartikels zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden war. ist. nachdem er drei Wochen seiner Strafe verbüßt hatte, aus Grund einer Eingabe aus der Haft entlassen worden.
Preußen.
Dillkreis.
WEN. Dillenburg, 2. Noo. Die hiesige kn« tholische Pfarrkirche ist jetzt wieder im Besitze eines oollständigenGeläutes. Zwei dieser Tage von der Glockengießerei Rinker in Sinn eingetroffene Glocken wurden von Domkapell- meister Hartmann-Frankfurt a. M. einer Prüfung unterzogen und in jeder Hinsicht als einwandfrei erachtet.
Frankfurt a. M. und Umhegend.
WSN. Frankfurt a. M., 2. Roo. Im abgc- laufenen Vierteljahr sind in Frankfurt a. M. insgesamt 222 Neubauten fertiggestellt worden, darunter 136 reine Wohngebäude. Die Zahl der Wohnungen in diesen Neubauten beträgt 501. Durch Um- und Anbauten sind 41 Wohnungen entstanden. Nach Abzug von Abbrüchen und Verlusten bei Umbauten ist ein Reingewinn von 479 Wohnungen zu verzeichnen.
WSR. Frankfurt, 2. Rov. Anläßlich des tödlichen ülnglücksfalles des Rennfahrers Weiß auf der Stadionrennbahn am 25. Oktober, haben der Vorstand der Landes- grupp^ Hessen und Hessen-Vassau des Deutschen Motorradfahrerverbandes und der Wettsahraus- schuß des Veranstalters der Motorradrennen unter Hinzuziehung der beteiligten Fahrer und Augenzeugen eine Llntersuchung der Angelegenheit vorgenommen . Sie sind zu dem Urteil gekommen, daß der Fahrer Schäfer durch u n - vorschriftsmäßiges Fahren gegen die Wettfahrbestimmungen verstoßen habe. Schäfer sei dem Vorstände des D. M V. zur Bestrafung gemeldet worden. Der tödliche Ausgang des Unfalles des Fahrers Weiß sei jedoch auf die fehlerhafte Konstruktion der Dahn- e i n f a s s u n g zurückzuführen, da Weiß durch daS Ausbiegen vor dem gestürzten Schäfer hoch- getragen und durch die unzulängliche Zementmulde der Dahnabsassung nicht abgewehrt wurde, sondern auf die Dahnbande zu laufen kam und erst von der eisernen Einfriedigung aufgefangen wurde. Die Zementmulde müsse deshalb entsprechend erhöht bzw. entsprechend umgeformt werden. — In Gegenwart der staatlichen und städtischen Dehörden hat gestern hier die Grundsteinlegung des neuen Hand- Werkerhauses stattgefunden, das von dem Frankfurter Architekten Paravicini erbaut wird. Die Festrede hielt Stadtrat a. D. Schanz. Für die Regierung sprach Dr. Hartmann, Dezernent für das Handwerk, für die Stadt Frankfurt Stadtrat Dr. Schlotter. — Heute mittag 12 Uhr geriet auf der Mainzerlandstraße ein junges Mädchen unter dte Straßenbahn, wobei ihm der Fuß abgefahren wurde.
Wirtschaft.
Der Handel
an den deutschen Viehmärkten.
3n der vorigen Woche war der Handel an den deutschen Viehmärlten fast ausnahmslos unbefriedigend, vielfach sogar ausgesprochen schlecht. Rur bei Schweinen war — allerdings auch nur ganz vereinzelt — besseres Geschäft festzustellen. Dabei sind die Auftriebsziffern nicht sehr erheblich gestiegen. Die Preise gaben für Rinder, Kälber und Schafe allgemein nach, wahrend sich für Schweine in der Hauptsache kleine Preissteigerungen ergaben. Cs kosteten:
Rinder
Kälber
Schaf« (
Schweine
Berlin
15—52
38—95
24-40
83—99
Bremen
23—52
40—95
30—55
75-88
Breslau
16-54
50-75
25-52
75-94
Chemnitz
20—58
60—90
20—50
75—96
Dortmund
20—55
50—100
28-50
76—88
Dresden
20—59
52—86
25-55
75-104
Düsseldorf
20—61
60—95
40-45
78-92
Elberfeld
20—58
60-95
30—55
80—94
Essen
26—58
50—110
26—50
76-90
Frankfurt a. M. 15—62
45—86
20-50
70—91
Hamburg
12-57
30-98
22-52
76-95
Hannover Husum
15—54
20-55
30-90
20-50
37-47
75-88
Karlsruhe
20—60
80-85
35—45
80—92
Kassel
20-58
50-68
29—34
68—83
Kiel
14-54
27—82
24—52
52-87
Köln
18—60
33-95
34-48
76—92
Leipzig
20—57
35—72
20-»-57
80—96
Magdeburg
15—56
30-70
15—42
76—95
Mannheim München
17—57
18—64
40-84
65—90
26-38
72—92
66-92
Stettin
10-53
35—90
15—50
80-97
Stuttgart
12—57
63-89
12-41
71—93
Zwickau
20-54
55—80
25—48
78—97
• Erhebliche Steigerung der Kon- kursziffeö imOktober. Da die Verfügung der Geschäftsaufsicht nur noch in seltenen Aus- nahmefällen erfolgt, ist es nicht erstaunlich, daß die Konkursziffern sich in steigender Richtung bewegen. Es sind, nach einer Zusammenstellung der Finanzzeitschrift „Die Dank", im Oktober 1152 Konkurse gegen 896 im September und 725 im August eröffnet worden. Die Zunahme im Oktober ist immerhin so groß, daß sie mit dem Wegfall der Geschäftsaufsicht allein nicht erklärt werden kann, sondern als Ausdruck der verstärkten Krisis gewertet werden muß.
" Zahlungsschwierigkeiten im be - nachbarten Getreide handel. Dei der altbekannten Getreideimportfirma Ferd. Baer in F r a n k f u r t a. M. ist eine Zahlungsstockung eingetreten. Dem Vernehmen nach soll dieses bisher in großem Umfange arbeitende und in weiten Kreisen des Fachhandels bekannte Haus einer stillen Liquidation zugeführt werden, wozu die Unterstützung der Gläubiger benötigt wird. — Die Getreidehandelsfirma 3ean Heymann in Gelnhausen hat in diesen Tagen ebenfalls ihre Zahlungen cingelellt.
• Kabelwerk Rheydt A.-G., Rheydt. Die ordentliche Hauptversammlung, in der 5 243 000 Reichsmark Stamm- und 60000 Reichsmark Vorzugsaktien vertreten waren, genehmigte den Abschluß und setzte die Dividende auf 15 Prozent fest. Die Verwaltung machte darauf aufmerksam, daß man in diesem Jahre den zwanzigfachen Steuerbetrag von 1914 habe zahlen müssen. Das Werk sei außerordentlich befriedigend beschäftigt, obwohl sich im Herbst gewöhnlich ein Nachlassen der Aufträge tn der Branche
zeige. Wenn man auch nicht glaube, im neuen Iahre, wie im abgelaufenen, wieder in Tag- und Nachtschicht beschäftigt zu sein, so hoffe die Verwaltung, wenn leine besonderen Umstände eintreten, auch im neuen Geschäftsjahr wieder ein befriedigendes Ergebnis vorlegen zu können.
* D ie Lage bei der Aga. Don der Verwaltung der Aga nahestehender Seite hört das WTB., daß auch dort die Situation des Werks nach dem negativen Ausgang der Verhandlungen mit den stützenden Danken des Stinneskonzern« als sehr ernst angesehen wird. Allerdings besteht, abgesehen von der durch die Ablehnung der Danken hervorgerufenen finanziellen S ation im Augenblick kein Grund zu weiteren Detriebseinschränkungen. Die Produktion wurde so gestaltet, daß sie sich den momentanen Absatzverhältnissen jederzeit anpaßt. Sie betrug diesen Monat 178 Wagen. Der Verkauf besserte sich gegenüber dem Vormonat leicht. Der Betrieb wurde auf das Lichtenberger Werk konzentriert. In Tempelhof befindet sich nur noch die Reparaturabteilung und der Erfahteilverkauf. Lieber die Verwertung der Lempelhoser Anlagen werden gegenwärtig mit ausländische Auro- mobilinteressenten Verhandlungen geführt. Die Mittel zur Fortführung des Betriebs und zur Beschaffung der zur Fertigstellung der Wagen erforderlichen Materialien wurden aus dem Cb erlauf glatt aufgebracht. Die Arbeiten auf dem Gebiete der Rationalisierung wurden auch während der Zeit der Geschäftsaufsicht gefördert.
* Abbau der Stinnes-Interessen in O e st e r r ei ch. Wie dem DHD. aus Wien gemeldet wird, sind Verhandlungen über die Aenderunq des Wiener Interessenkreises des Hauses Sannes am Freitag abgeschlossen worden. Don dem Geschäftsumfange der Wiener Hugo Etinnes A.-G. werden das Kohlen-, Roheisen-, landwirtschaftliche Maschinen- und das Oel- geschäft ausgeschieden und in zwei Gesellschaften übergeleitet, in denen der Industrielle Dr. R e t - t e r aus Ludwigshafen maßgebenden Einfluß haben wird. Es dürften aber noch weitere Beteiligungen namhafter deutscher Industrieller folgen. Die Geschäftsführung übernimmt der bisherige Bevollmächtigte des Hauses Hugo Stinnes, Direktor Hans Busch. Für diese neue Unternehmung wird vorläufig die Form einer G. m.b. H. gewählt, für spätere Zeit ist die Errichtung einer Aktiengesellschaft geplant. Die Wiener Stinnes A.-G. wird vorwufig ihre Beteiligung bei den Eisenhandelssirmen Szallay und Iuhosz beibehalten, sofern die lOOprozentige Beteiligung bei der Häusergesellschaft Stella, der Gesellschaft Krema und der Montana Romana bestehen bleibt. Wie verlautet, dürsten diese Interessen ebenfalls schrittweise abgestellt werden, so daß in absehbarer Zeit mit der endlichen Liquidierung der Wiener Hugo Stinnes A.-G. zu rechnen ist.
* Katastrophale Verschlechterung des Valutenvorrates der Bank Pol- s l i. In der zweiten Oktoberdekade hat sich die Lage der Bank Polski, nach dem Rechnungsausweis vom 20. Oktober, katastrophal verschlechtert. Der Retto-Devisen- und Dalutenvorrat, der am 10. Oktober 21,6 Millionen Zloty betrug, ist um 12 Millionen zurückgegangen und betrug am 20. Oktober nur noch 9,6 Millionen Zloty. Der Goldvorrat hat sich um 45 Millionen Zloty erhöht, das Wechselportefeuille verringerte sich um weitere 5 Millionen auf 281,8 Millionen, die Lombarddarlehen verringerten sich von 24,1 auf 20,2 Millionen, die Girorechnungen fielen von 111,6 auf 105,6 Millionen. Der Banknvten- umlauf betrug am 20. Oktober 371,4 Millionen und der Kleingeldumlauf 307 Millionen Zloty.
Börsenkurse.
Datum:
5®/o Deutsche RcichSanleibe • 4% Deutsche ReichSan leihe .
3'm®/. Deutsche RrichSanleihe 8% Deutsche ReichLanlethe . Deutsche Lvarorkmienanlclhe 4°/e Preußische flonfdlS . . .
4% Hessen ......
2'///, Hessen
3% Hessen ...
Deutsche Wertd. Dollar-Lnl. dto. Doll.-Schatz-Antreilng.')
4°/e Zolltürken 5% Goldmerikaner ....
Berliner Handelsgesellschaft. Commers« und Prtvat-Bank
Tonnst, und Nalionalbcmk . Deutsche Bank.........
Deutsche BereinSbank .... DiSconto Commandit
Metallbau?..........
Mitteldeutsche Crcditbank. . Oesterreichische Trrditanstalt. Weltbank ....... .
Lochumer Guß ....... BodcruS * Caro .......... >
Dcutsch-Luremburg Gelsenkirchener Bergwerke. . aener Bergbau verke Aschertlebrn...» Kaliwerk Westeregeln. .... Laurahütte - . . Cbcrbebarf Phönix Bergbau Rhcinitahl ....... Niebeck Montan TelloS Bergbau
ifranffurt a.M.
Berlin
Schlvv- Klirr
Schluß^ Ubenö. jfrrle
Wu». f.nt»
Mittag tSrh
31.11
2 11.
31. 10.
2 11,
0 22
0 216
0.222.3
>.2175
—
*
0 285
0 2775
0.245
0.25
0,2725
0.4473
0.265
0.415
0,4
0,44
0,144
—
0,142
0,13
0,24
0.25
i,z575
2.2325
—
0,22
0 25
0.25
—
0 -11
0,23
—
•
0.22
0.17
90.25
90.25
97,1
91.75
91 75
97,1
97.4
97.4
7 23
7.325
7.3
7.4
44.25
44,25
1?2.5*
133,2*
132.7*
i)4*
94*
95*
103,5*
104*
104*
(03.7*
— w
104.4*
105,2*
104,4*
68
65.5
-
-
1 '3*
102.4*
102,5*
(02,7*
76,5
76 5
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6 8
6,9
6.1
0.03
0.03
—
—
•
[69,75»
70.62*
39,2
30,75
40
40 1
37,5*
37.5*
36.8’
68.25*
68,5*
17.75*
69.62*
— ■
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77 5»
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102,5»
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103*
107 5
106,75
.08,13
107,5
410
112
110.75
111.5
35.25
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35,5
35
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69.5*
55
56,4’
56,5
50.62»
(8,5
67,13
68 L
68
47
48
Hamburg-Amerika Paket. . . I .Norddeutscher Llolld . . . . | Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Pbilivv Holzmann ..... Snglo-Eout.-Guauo . . .». Badische Arriltn Tbemische Maver Slapdi . . Goldschmidt Gri-2beimer Electron ....
Höchster Farbwerke ..... Holzverkohlung.......
NütgerSwcrke Scheideanstalt ......
Allg. Elektrtsftätr-Gesellschaft Bergmann .......
Mainkrastwerke ...... Schocken . . . , Siemens & HalSke .....
Adlerwerke flieget ..... Daimler Motoren . Henligenstaedt.....
Meguin...... .....
Motorenwerke Mannheim .
Frankfurter Armaturen . , Konservenfabrik Braun . . . Metallgesell chaft Frankfurt. Pet. Union Schuh'abrtk Herz Sichel. . Zellstoff Daldbof..... .
Zuckerfabrik Frankenthal .. Zuckerfabrik Vagbäulel . . .
271
95
55 I
25,
2.62, 80 25!
54.8
49
27,9
2..3
30
25,5
55
25
2.25
80.5
50,5
I 68»
171.62*
49,25
<5.5 119.5*
I
| 118*
62'
65.5'
82.4'
28
27
1.5
79 75
57.5
50
Frankfurter Abendbörse
Frankfurt a. M.. 2. Rov. Die Abenb- börfe hatte bei nahezu völliger Umfahtäti^eit gehaltene Kurse. Sproz. Reichsanleihe wurden im
freien Derlehr zu 0,216 genannt. ®ie Abendbörse schloß bei behaupteter Haltung geschäfts- los. Deutsche Anleihen: SchutzgebietSanleihe 4,900. Bankaktien: Commerzbank 94, Darmstädter Bank Medio 104. Deutsch? Dank 104.50, Dresdner Dank 100, Mitteldeutsche Creditbank 89,50, Oesterreichische KrÄütaktien 6,75. Mcmtanakl'en: Rom- bacher 28,25. Chemische Aktien: Th. Goldschmidt 60, Höchster Farbwerke 117,50. Schissahrtsakticn: Rordd. Lloyd Medio 71. Industrieaktien: Adlerwerke Kleyer 27,75, Aschaffenburger Zellstoff 48, Elektrisch Licht und Kraft 91,75, Spinnerei Ham- mersen 99,87, Lahmeyer Medio 76,50, Schuckert 65,50.
Berliner Dorfe.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Berlin, 2. Olt. Der heutige Markt stand, wie dies bei Wochenbeginn feit einiger Zeit üblich ist, unter dem Zeichen einer kaum noch zu übertreffenden G e s ch ä f t s st i l l e. Der Or- derseingang war minimal, und allgemein legte man sich größte Zurückhaltung auf. Besondere Anregungen lagen zur Zeit nicht vor, wenn man von dem deutsch-italienischen Handelsvertrag absieht, dessen Einzelheiten aber noch nicht bekannt sind. Auf der anderen Seite lösten dagegen die Meldungen über weitere De rschlech- tcrung der ArbeitsMarktlage in den maßgebenden deutschen Wirtschaftszentren eine stärkere Verstimmung aus. ebenso die Zunahme der Konkurse im Monat Oktober um 20 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Börse neigte daher zu Rückgängen. Eine weitere Unsicherheit wurde dadurch in das Geschäft getragen, daß heute weitere 22 Papiere zum Terminhandel per Medio Rovember zugelallen werden. Am Geldmärkte hörte man für tägliches Geld 10 bis 12 Prozent, Monatsgeld 10 bis 11 Vs Prozent. Am Sebifenmarlt waren keine nennenswerten Veränderungen zu verzeichnen. Die Reichsmark notierte in London 20,34, Amsterdam 59,17.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
Banknoten.
31 Oktbr-
2. Novbr.
Amtliche Notierung
Amlliche Dotierung
(Selb
Briet
«t(b
Briei
Amft-Noii
(68.79
IM,21
168,80
1 M.2-2
Buen.-vircs
1.724
1.128
1.726
1.730
Brss.-Hntw.
19,02
19,06
19 02
10,06
CljrifHania.
>2,74
85,96
85,59
85,69
fl open (tagen
101,02
103,28
104.95
(03,21
Stockholm .
HellingsorS.
112,29
112.57
113,24
112,52
10.55
10.59
10 555
10,59..
Italien. . .
London. .
16.605
16,64>
30,374
16.60
16.44
20,321
20,321
20.311
Wem)ort . .
4.103
4,2)5
4.195
4.20'
Paris...
17.6-2
17/6
17,6(1
17,70
Schwei; . .
80,81
dl,04
80 80
81,00
Spanien. .
60.07
60.23
60.0?
00,63
Japan . . .
1,734
1,738
1.743
1.747
»io de Jan.
0.628
0.630
0 628
J.630
Wien tn D-. Ceft. abgest
59,12
60,*20
69,13
69,^7
Prag .... Belgrad . .
12.42
12,46
12.425
12,465
7.41
7,45
7.43
7,45
Audapeft. . Bulaarien. Lissabon .
5,88
0,90
6,845
5,85
8,035
21.175
3.015
-0,225
3,0:15
ZI 175
3,045
21,225
Danftg. . . Konstantin.
80.63
80.80
80,59
80.79
2,865
2,375
2,165
2,375
Athen. . .
5 54
5.56
5.54
5.56
Canada. . .
4.197
4.207
4,197
4,207
Uruguay. .
4,255
4,26 >
4,255
4.265
Berlin, 2. Novbr
(Selb
Brief
Amerikanische Noten .....
4.176
4.198
RelßisHe 97ctert ......
18,66
19,06 11)5,23
20,3.8
17,71
169,25
1 >,68 85.81 69,27
Tänileje Noten . .......
1'14,71
EnglisLr Rote«........
Franiostsche Notea......
HollLndische Noten......
Italienische Noten......
Norwegische Noten......
Demsch.Oesterr., 5100 Arenen
20,28
17,63
168,41
16,60
85,39
58,97
Rllmönii'che Noten......
—
—
Schwedische Noten .....
111.99
112,65
Schweizer Norm.......
80,60
81,60
Svonische Noten.......
59.85
>0.L>
Tschechoslowakische Noten . .
12.685
12,4»
Ungarische Noten.......
5,83
5.87
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 2. Nov. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 23,50, Roggen, inländischer 17,25, Sommergerste für Brauzwecke 23 bis 24, Hafer, inländischer 19 bis 21, Mais, gelb 18,50 bis 18,75, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 37,50 bis 38, Roggenmehl 24,75 bis 25, Weizenkleie 10, Roggenkleie 10,25 bis 10,50, Erbsen 30 bis 36, Linsen 40 bis 70, Heu, süddeutsches, gut, trocken 9,50, Weizen- und Roggenstroh 5, Treber, getrocknet 18 bis 18,50. Tendenz: Abgeschwächt. Amtliche Notierungen für Speisekartoffeln hiesiger Gegend: Industrie 2,60 bis 2,70, weißschalige 2,20. Tendenz: Ruhig.
Frankfurter SHlachtbkehviarkt.
Frankfurt a. M., 2. Rov. Auftrieb: 1032 Stück Rinder, darunter 244 Ochsen, 39 Dullen, 749 Färsen und Kühe: 406 Kälber, 345 Schafe, 3634 Schweine. Es wurden bezahlt für 100 Pfd. Lebendgewicht: Rinder: Ochsen: Dollfleischl^r ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 58 bis 6o, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ällere ausgemästete 48 bis 57, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 40 bis 47; Bullen: Vollfl. ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 52 bis 58. vollst, jüngere 43 bis 50; Färsen und Kühe: Bollfl. auSqemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 56 bis 63. vollfl. ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Iahren 50 bis 58, wenig gut entwickelte Färsen 45 bis 55, ältere ausgemästete Kühr und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 40 bis 49, mäßig genährte Kühe und Färsen 26 bis 38, gering genährte Kühe und Färsen 16 bis 25. Kälber: Feinste Mastkälber 75 bis 82, mittlere Mast- und beste Saugkälber 65 bis 74. geringere Mast -und gute Saugkälber 58 bis 64. geringe Saugkälber 50 bis 55. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 48 bis 52. geringere Masthämmel und Schafe 38 bis 45, mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzschafe) 25 bis 33. Schweine: Dollfl. von 80 bis 100 Kg. 91 bis 93, unter 80 Kg. 86 bis 90, von 100 bis 120 Kg. 92 biß 95, von 120 bis 150 Kg und Fettschweine über 150 Kg. 92 bis 94, unreine Sauen und geschnittene Eber 76 bis 87 Mk. Markiverlauk: Bei Rindern ruhiger Handel, bei Kleinvieh lebhaft, bei Schweinen nach lebhaftem Geschäft Abflauen, Schweine nicht ganz ausverkauft.
Derllner Produktenbörse.
Berlin, 2. Rov. Der Produktenmarkt hatte anfangs behauptete Tendenz, fväter aber nachgebend. Heute wurden die Rotierungen pro Mai ausgenommen. Es notierten pro 1000 Kg.: Weizen «mark.) 215 bis 218, Weizen (Dezember) 233 bis 233.50, Weizen (März) 238 bis 236 bis 237, Roggen (märt) 142 bis 145, Roggen (Dezember) 164-50 bis 163.50, Roggen (März) 174.50 bis 173.50. Roggen (Mai) 178, Gerste (märk.) 188 bis 212, Futtergerste 150 bis 162,
Hafer (mäti.) 162 bis 172, Hafer (Dezember) 181, Hafer (März) 186; für je 100 Kg.: Weizenmehl 26.75 biL 30.75. Rvggenmehl 20.75 bis 23. Weizenklcie 11.20 bis 11.30, Roggenkleie 9 bis 9.30. Diktoriaerbfen 26 bis 32, kleine Speise- erbsen 25 bis 27, Futtererbsen 19 bis 22, Peluschken 18 bis 19. Ackerbohnen 20 bis 22, Wicken 22 bis 25, Lupinen (blau) 12 bis 12.50, Rapskuchen 14.20 bis 14.30, Leinkuchen 21.30 bis 21.40, Trockenschnihel 8.30, Torfmelasse 9.40 bis 9.50, Karto'lclllocken 13.10 bis 13.50, Soya-Schrot 20.20 bis 20.50.
Turnen, Sport und Spiel.
Das grohe Berliner Herbstturnier.
Der Gelünberttt für ländlich« Reitervereiae. der am Freitag ausgewogen wurde, hatte folgendes Ergebnis:
1. Graunkes Liselotte «Pommern); 2 W. Westphals Rönne VI (Holstein?); 3. GerthS „Wildling" «Hannover); 4. Boes „Wandervogel" (Holstein). Die acht ersten legten den Ritt ohne Fehler zurück.
Sie Ergebnisse des ersten TageS in der Autohatte.
Materialprüfung für Reitpferde. Oien lingSfl affe: Leichte Pferde: 1. Tattersall Dennanns Gladiator; 2. Tattersall Dermanns Manus. Mittlere Pferde: 1. Prinz Fr. Sigismunds Cis; 2. Stall Westens Cherubim Schwere Pferde: 1. Wilh. Liedtkes InvictuS; 2. Leopold Weigands Kobold.
Einspänner (Eignungsprüfung für Wagenpferde): Bis 1.60 Meter Bandmaß groß: 1. Reit- und Fahrschule Elmshorn- Pampa; 2. Desselben Holfat. Ueber 1,68 Meter Bandmaß groß: 1. Wolsf-Wietzos Rorm; 2. Desselben Dämon.
Dressurprüfung für Reitpferde der Klasse L: 1. O. Leidloffs Sultan; 2. Tattersall Bermamrs Bolt.
G ruppe n spr i ng e n, paarweise zu reiten: 1. Prinz Fr. Sigismund und Gräfin Almassy; 2. Graf und Gräfin W. Hohenau.
Eignungsprüfung für Damen- pserde, welche an solchen Prüfungen schon tell- genommen, aber noch nicht gesiegt haben: Leichte Pferde: Major Gottschalks Abeick>sonne; 2. Frhr. v. Schierstedts Herz-Bube. Schwere Pferde: Pferde: 1. Zeilers Decan; 2. Fr. Reichmanns Melona II.
Rundfunk-Programm
deS frankfurter Senders.
(Aus der „Radio-Umschau".)
Mittwoch, 3. Rovember.
4,30 bis 6 Uhr: Rachmittagskonzert des Haas- Orchesters: Tschaikvwky ({• 6. Rovember 1893). 6 bis 7 Uhr: Die Stunde der Iugend. Aus dem Buch der Sage und Geschichte, vorgetragen von Rektor Wehrhan. Dollrad und Ilse, eine Geschichte aus der Zeit nach der Römerschlacht im Teutoburger Walde. (Für Kinder vom 10. Jahre ab.) 7 bis 7,30 Uhr: Stenographischer Fortbildungskursus für alle Systeme (Diktat von 150 Silben ab aufwärts). 7,30 Uhr: Uebertragung von Hamburg (Aufführung der „Rvrag"). „Götz von Derlichingen mit der eisernen Hand". «Sin Schauspiel von Goethe.
Büchertisch.
— 21 ei ne Fresse! Eine Ladung Frontwitze. Herausaegeben von Sigmund Graff. Mit einer Titelzeichnung u. zahlreichen Illustrationen von Karl Prühäußer. Mit einem Anhang enthaltend das berühmte .Lied vom „Etappenschwein" und dessen Antwort. (Preis 2 Mk., Eulen- spiegel-Derlag, Leipzig, Talstr.2/3.) Köstlich« Laune in Wort und Bild zeichnet diese auch kulturhistorisch hodjbebeutjamc Sammlung aus, die den unverfälschten Humor der Front in allen seinen Spielarten und Wesenszügen aufs glücklichste erfaßt hat, und von dem bekannten ,Iugend"-Mitarbeiter Karl Prühäußer mit „überwältigenden" Karikaturen geschmückt wurde. 636
— „Klang e". Gedichte von August Kruhm. Verlag W. Stromer & Co., Frankfurt a. M. Ein schmales Bändchen Gedichte, vornehm ausgestattet, mit einer Radierung von Fried Stern versehen, vermittelt besten Eindruck von dem dichterischen Wollen eines jungen Frankfurter Autors. 627
— E. Sellin, Einleitung in das Alte Testament. 4., neu bearbeitete Auflage. Leipzig, Quelle & Meyer. Diese „Einleitung" in die Entstehung des Alten Testaments und feine einzelnen Schriften hat die große Verbreitung, die sie gewonnen hat, bestimmten Vorgängen zu danken: ihrer großen Knappheit, Uebersichtlickkelt, sowie der Zuverlässigkeit in Darstellung uno Urteil. Sie zeigt, wie heutzutage die konservativere Strömung in der alttestamenllichen Wissenschaft di« Probleme ansiebt. In der neuen Auflage sind besonders die Abschnitte über die großen Propheten, Psalmen und Sprüche neu durchgearbeitet worden, aber auch sonst ist die neue Forstung sorgfältig beachtet. Zur Orientierung auch für nichttheologische Interessenten ist dos Büchlein gut zu brauchen. 567
— Professor Dr. Heinrich Herne r: D i e Fabrik in Wirtschaft und Technik. Wissenschaft und Bildung Nr. 215. Verlag von Quelle & Meyer, Leipzig. — Wir alle wissen heute, von welcher ausschlaggebenden Bedeutung die Organisation eines Fabrikbetriebes für feine Rentabilität ist. Das Taylorsystem ist ihr höchster Ausdruck. Aber immer noch gibt es eine Menge, insbesondere kleinerer Betriebe, die sich um diese Dinge nicht kümmern zu müssen meinen. Sie alle sollten zu diesem lehrreichen Buche eines erfahrenen Praktikers greifen. Schematische Zeichnungen. Muster für Kartotheken usw. erleichtern das Verständnis und sind für die Praxis besonders wertvoll. 562
(In einem Teil der Auflage wiederholt.)
gum Lohnkampf
in der chemischen Industrie.
TB. 5. K. Frankfurt a. 2TL, 2. Nov. Wie wir hören, hat das R «l ch s a r b e i k s m ln ifl«- rium die streitenden Parteien der chemischen Industrie auf Donnerstag, 5. November, zu einer Aussprache nach Berlin eingeladen.
Für Biervenkranke u. Nervös-Erschöpfte. Bpeztelkuranitilt Hob beim !. Tauen bei Frankfurt a M Behagl. eingerichtet. vormJaliehe Verpflegung (auch Diät-Kuren). Mäßige Preise Prospekt durch Dr. H. Schulze - Kahley«», Nervenarzt


