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einer Denz i npum pe Gelegenheit jur De- triebSstofsaufnahme gegeben ist.

(!) Stumpertenrod, 31. Oft. Hier hat man sich auf einen Wahlvorschlag ge- etntgt. Drei Vertreter sind den Großbauern out- nommen, drei Kandidaten repräsentieren den Mittelstand und drei Bewerber vertreten den geringen Stand. Beigeordneter wurde bei der letzten Wahl der frühere LandtagKabgeorönete Landwirt Friedrich Stein.

Kreis Alsfeld.

N i e d e r - G o m ü n d e n , 31. Oft. Zur be­vorstehenden Gemeinderatswahl wurde hier nur eine Liste aufgestellt, die nach Berufen ge­gliedert ist. Es sind darauf verzeichnet 6 Landwirte, 1 Arbeiter, 1 Gewerbetreibender und 1 Kaufmann; 5 der Vorgeschlagenen waren Mitglieder des seit­herigen Gemeinüerats.

O Lehrbach, 1. Noo. Zu den bevorstehenden Gemeinderatswahlen ist hier nur e i n Wahlvorschlag cinaereicht worden. Man hat sich dahin geeinigt, die seitherigen Gemeinde- ratsmitglieder wieder aufzustellen und als Ersatz­mann für den durch seine Versetzung nach Alten­burg aucgeschiedenen Lehrer Ludwig Stoll den Landwirt Konrad Faust vorzuschlagen. Eine schwarze Wolke wogte dieser Tage über un­serer Gemarkung, in einer Höhe von etwa 200 m. Es war dies keine Gewitterwolke, sondern, wie man an dem Gekrächze erkennen konnte, ein noch selten tn einer solchen Stärke gesehener Schwarm non Krähen. Es mochten ihrer wohl 4500 sein. Da sie sich in zwei allem Anschein nach ein­ander beiehdende Parteien getrennt hatten und sich in schnellem Fluge befanden, war ihre zahlenmäßige Schätzung sehr erschwert. Wenn sich nur ein Bruch­teil einer solchen Wolke auf unsere Aecker nieder- lößi, richten die Vögel großen Schaden an. Und das ist hier vielfach der Fall. Ob sie sich an der Vertilgung der anderen Landplage, der Schnecken, mte man vermutet hat, beteiligen, ist vielleicht an- zunehmcn, aber von uns noch nicht beovachtet worden.

(!) Ermenrod, 31 .Oft. Jetzt rüstet sich der hiesige Männergesangverein für das nächstjährige Bundesfest des Schwalm- Antriste-Felba-Sängerbunbes, das unfern Verein übertragen wurde. Das ganze Dorf steht hinter dem Dundesfest und wird alles zu einem guten Gelingen einsetzen.

Kreis Lauterbach»

* Ber mut? Hain, 31. Oft. Die am 28. Juni hier Dorgenommene Bürgermeisterwahl, bei der Otto P f a n n st i e l 162, sein Gegenlandidat, der seitherige Dürgermeister I o st 123 Stimmen er­hielt, wurde vom Kreisausschuß in Lauterbach wegen Unregelmäßigkeiten bei der Wahl für ungültig erklärt. Mit den Kosten des Verfahrens wurde die Gemeinde belastet.

Preußen.

LountaaszügL

auf der Strecke Wetzlav Lollar.

T Von der Dahn WetzlarLollar, 2. Noo. Seil dem gestrigen Sonntag verkehren auf unserer Strecke im Sonntagsverkehr wie­der drei Züge nach folgenden Abgangszeiten: Wetzlar ab 6.26 vorm., 2.22 nachm., 6.38 nachm.; Lollar ab 4.40 porm., 12.50 nachm., 5.06 nachm. Es liegt nun am Publikum, von dieser Einrich­tung hinreichend Gebrauch zu machen, da­mit das Entgegenkommen der Dahn gelohnt wird und dadurch Die Züge für die Dauer erhalten bleiben.

.Kreis Wetzlar.

I ü Wetzlar. 31. Oft. Auf Einladung des Bürgermeisters Dr. Kühn hatten sich gestern f abend etwa 40 Personen in der Gastwirtschaft Zum grünen Laub" eingefunden, die zu einem Vorschlag des Bürgermeisters auf Gründung eines De riehrsvereins Stellung nehmen sollten. Bei der Wichtigfeit, die der Hebung des Fremdenverkehrs gerade in unserer Stadt mit ihren reichen Erinnerungsstätten zukonnnt, hätte man einen weit größeren Besuch, besonders aus den Kreisen des Handels und Gewerbes er­warten dürfen. Bürgermeister Dr. Kühn legte in längeren Ausführungen die Wichtigkeit eines solchen Vereins gerade für unsere Stadt dar und zeigte an Hand von Beispielen, was in anderen Städten nach dieser Dichtung hin alles geleistet wird. Auch die Verbesserung der Zugverhältnisse, die Ausgabe von Sonntagsfahrkart.cn nach Wetz­lar, die Propaganda durch Presse und Lichtbild gehörten zu diesem Gebiet. 3n der Aussprache wurde allseits die Aotwendigkeit intensivster Arbeit zur Hebung des Fremdenverkehrs an­erkannt und beschlossen, der Gründung des Vereins grundsätzlich zu zu stimmen. Die in erster Linie hieran interessierten Kreise, wie Handelskammer, Handelsverein. Handwerker- Verein, Taunusklub und Wandervereine, sollen aufgefordert werden. Delegierte aus ihren Reihen zu ernennen, die dann zu einem Ausschuß zusammentreten sollen. Eine weitere Versamm­lung soll später über die weitere Ausgestaltung beschließen. A. a. soll durch Besuch anderer Städte die Arbeit von Derkehrsvereinen studiert und deren Erfahrungen zunutze gemacht werden.

Streid Marburg.

Warburg, 31. Oft. (WSN.) Der Bau eines Kunstinstituts in der Stadt Marburg scheint jetzt gesichert zu fein. Für die Ausführung des Baus sind bereits 850 000 Mk. aufgebracht worden. Die noch zum Bau benöttgten 150 000 Mk. hofft man sich noch sichern zu können. Wahr­scheinlich wird ein allgemeiner Wettbewerb aus­geschrieben werden.

Streik Biedenkopf.

Biedenkopf, 31. Oft. (WSW) Der kürzlich vom Kreistag zum L a n d r a t gewählte Regierungsrat Coßmann aus dem preußischen Handelsministerium hat jetzt die Bestätigung durch den Minister des Innern erhalten.

Frankfurt a. M. nnb Umgegend.

Frankfurt a. W.. 31. Oft. (WSA.) Ts hat sich jetzt herausgestellt, daß die Erschie­ßung des Chirurgen Dr. Seih durch die Krankenschwester Wilhelmine Plessa nicht als ein Eisersuchtsakt aufzufasfen ist, sondern einen glatten Mord darstellt. Die Flessa glaubte, daß ihre vor einiger Zeit erfolgte Entlassung als Krankenschwester auf Dr. Seitz zurückzusühren sei, und richtete deshalb zahlreiche Bttt- und später Drohbriefe an den Erschossenen, auf die dieser jedoch nicht antwortete. Am Mittwoch ist dann die Katastrophe eingetreten. Dis jetzt hat die Täterin noch kern Geständnis über ihre Be­weggründe abgelegt.

DHD. Hanau. 31. Oft. Die im letzten Som­mer hier veranstaltete A u s ft e 11 u n g fürHand- irerf und Gewerbe hat mit einem Rein­st b e r s ch u ß von 13 200 Mk. abgeschnitten.

Bad Honrburgs wirtschaftliche Znirnlft.

WSA. B a d - H o m b u r g v. d. H ö h c, 31. Oft. Auch hier ist inan jetzt, nach dem Bei­spiel anderer Kurorte, zur Gründung einer Ar­beitsgemeinschaft zu r Förderung des Kur- und Fremdenverkehrs und der Wirtschaft geschritten. Eine Abordnung der Arbeitsgemeinschaft verhängte mit der Eisen- bahndireftion Frankfurt und trug dieser eine Anzahl Wünsche vor. wie: halbstündiger Verkehr mit Frankfurt, bessere Anschlüsse an oie O-Züge, Schaffung eines Eilzuges nach Gie­ßen, Pendelverkehr mit Gießen, Bei­behaltung der Däderzüge, Vorortstarife sowie die Forderung, daß die fast fahrplanmäßigen

Zügverstxätungen endlich aufhören. Die Eisen­bahndirektton sagte die Berücksichtigung der ver­schiedenen Wünsche, soweit es in ihren Kräften stehe, namentlich bezüglich der Anschlußfrage, der Verspätungen und der Bäderzüge zu, verhielt sich aber in der Fahrpreisfrage sehr zurück­haltend. Auch stoße eine Zugvermehrung nach Frankfurt infolge der .Ueberlastung der Strecke bei Dockenheim auf Schwierigkeiten. Weiter ist die Einrichtung von Autobuslinien, dar­unter eine Linie von Homburg nach Eppstein und Köppern-Friedberg, in Vorbereitung, wäh­rend die Verbindung HomburgVilbel bereits demnächst in 'Betrieb genommen werden dürste. Schließlich beabsichtigt die Arbeitsgemeinschaft, dafür Sorge zu tragen, daß das unschöne Dahn- Hofsbild mit seinen häßlichen und zerfallenen Gartenzäunen und seinem unkulttviertem Land eine Besserung erfahren wird.

Turnen, Sport und Spiel

Der erste November-Sonntag im Sport.

Der erste November-Sonntag brachte zwar rege sportliche Betätigung im ganzen Deich, war aber arm an größeren Ereig­nissen. Lediglich das Fußballspiel der Landes­verbände Aorddeutschland und Westdeutschland, das in Hamburg ausgetragen wurde, sowie einige Städtespiele im Fußball und Handball, die zum Teil schon am Reformationsfeiertag stattfanden, verdienen eine besondere Erwähnung. Der sommerliche Sport ist eben vorbei, und auch die letzte Meisterschaft hat schon ihren Inhaber ge­sunden. Jetzt beherrschen die Winterspiele das Feld, und da wird jeder Sonntag gebraucht für den Gewinn von Punkten, der die Sieger immer näher heranbringen soll an das erstrebte Ziel des Meistertttels. Die Schwimmer hatten ihre größte Veranstaltung in dem leider nicht allzu stark besetzten Fest des Reuen S. V. Breslau. Wenn auch einige andere Vereine im Reich noch Verbandsoffene ausgeschrieben hatten, so blieben es doch mehr oder weniger lokale Wettkämpfe. In Gelsenkirchen hat Samson Körner einen schnel­len Sieg über den tschechischen Schwergewichts­meister errungen. In Leipzig hat eine Jubiläums« sportwoche des 'Verbandes Leipziger Kegelklubs begonnen, in Kiel wurde eine Ausstellung Tur­nen Sport Spiel Wandern eröffnet. So wie die Leichtathleten von der Betätigung auf der Aschenbahn vertrieben worden sind und die Sommersaison mit Herbstwaldläufen be­schließen. deren Zeit jetzt beginnt, so hat auch der Radsport die offenen Bahnen verlassen müssen und wartet auf Betätigung in den leider nicht allzu reichlichen Hallen. Lediglich die Olympia-Dahn in Berlin hat noch schnell ein allerletztes Rennen unter Dach und Fach gebracht. Eine Veranstaltung verdient aber doch noch be­sondere Erwähnung: das große Berliner Herbst- immer am Kaiserdamm. Wieder war das Harrs ausverkauft. Höhepunkt war diesmal neben der Oldenburger-Fahrquadrille und der Vorführung der Wiener Hofreitschule das erste Auftreten und der Ginzüg' der ländlichen Reitervereine, vo.

Fußball im Metzsner Bezirk.

ö. Gestern fanden im Gießener Bezirk nur kleinere Fußballspiele statt.

Hessen" 1.Laubach 1. 2:0;Hessen" 2. Daubringen 2. 0:3; 1900 1. Igd. Sp. Dg. 04 1. Igd. 9:2; V. f. D. 2. Igd. F. C. Wetzlar 2. Igd. 3:1; Heuchelheim 1. Sp. Vg. 04 (Liga) 1:0; 1900 2. Igd. Aiedergirmes 1. Igd. 2:0; älniversitätsmcmnschaft 1900 komb. 4:3.

Hessen I gegen LaubaH I.

Auf dem früheren B. f. D.-Plah trafen sich die Mannschaften zum fälligen Berbandsspiel. Da man Laubach in dieser Saison hier noch nicht gesehen hatte, war man auf deren Spiel­starke gespannt. Es ist eine ausgeglichene Mann­schaft, die, abgesehen von einigen Minuten der 2. Halbzeit, ein faires Sprel vorführte.Hessen" spielte mit 4 Mann Ersatz, konnte aber trotzdem das Spiel stets überlegen gestalten, so daß Lau- bach nur selten bis an Den Strafraum der Ein­heimischen kam. Die beiden Tore erzielte Gießen durch schönen Schuß feines Mittelläufers und durch eine vom Ersatz-Rechtsaußen direkt ver­wandelte Ecke. Wäre im Hessensturm noch etwas mehr plazier.er geschossen worden, so hätte das Ergebnis leicht höher ausfallen können. Gießens Aufstellung war: Schenke; Herzog, Buß; Lang, Wagner, Rtttel; Frank, Lücke, Schneider, Hen­richs, Hofmann.

Die 2. Mannschaft schenkte Daubringen die Punkte und verlor in einem Gesellschaftsspiel mit nur 9 Mann spielend 3:0. Daubringen ist eine flinke Mannschaft, der die Meisterschaft der L-Klasse wohl nicht zu nehmen ist.

Heuchelheim I gegen SP. Dg. 04 (Liga).

04 überließ im Berbandsspiel Heuchelheim die Punkte, lieferte dieser aber dafür ein Propa­gandaspiel mit seiner Liga-Els. Bis auf Offenbacher war die Mannschaft komplett, hatte dafür aber int Sturm eine Neuerwerbung aus Metz eingestellt. Ein Durchbruch Heuchel­heims sollte genügt haben, dos Endergebnis her- zustellen. Ein schmeichelhaftes Resultat für den Spitzensührer der B-Klasse.

Westdeutscher Fußball.

Sportclub Cassel Gießen 1900 7:0; Turn- unü Sport-Club Bochum Dortmunder S. C. 95 0:1; Essener Sport-Bereinigung 99 S. C. Gel­senkirchen 07 1:1; Fußball-Vereinigung Duis­burg 08 S. V. Meidrich 2:1; Llnion-Krefeld Fußball-Verein Beeck 1:5; V. f. D. Bottrop S. V. Oberhausen 2:1; Hamborn 07 Union« Hamborn 3:4; S. u. S. Elberfeld Schwarzwald- Barmen 5:0; S. C. Kronenberg Fortuna-Düssel­dorf 0:3; Ball-Club 05 Düsseldorf V. f. B. Remscheid 3:3.

Fußball in Süddeutschland.

vo. Im Bezirk Aiederbcchern geht der Kampf um die Spitze Wetter. Beide Anwärter. Bayern München und der 1. F. C. Nürnberg, haben sich wieder die Punkte geholt, so daß an der bisheri­gen Lage nichts geändert ist. Aach Verlustpunkten: steht der deutsche Adttster allerdings mit einem Punkt Vorsprung nach wie vor an der Spitze. Das Ergebnis Bayern München gegen die Spiel­vereinigung Fürth, den Süddeutschen Pokalsieger, läßt daraus schließen, daß der Siegeswille der

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Bayern in keiner Weise nachgelassen hat. Aach- stehend die Ergebnisse:

Bayern:

Bayern MünchenSpielvereinigung Fürth 3:2. 1. F. E. Nürnberg Wacker München 2:0. Schwaben Augsburg D. f. R. Fürth 1: 3.

Württemberg-Baden:

S. C. Stuttgart Kickers Stuttgart 0:0. D. f. R. Heilbronn S. C. Birkenfeld 2:0. Karlsruher F.D. D. f. D. Stuttgart 5:1.

Rheinbezirk:

Phönix LudwigshafenV.f.R. Mannheim 3:2. Pirmasens Mannheim 08 4:1.

Mainbezirk:

Eintracht Frankfurt A. S. V. Nürnberg 1:4. (Ges. Sp.)

Norddeutscher Futzballverbaud - Westdeutscher Spiewerband 3:3 vo. Da es schon lange her ist, daß Hamburg ein großes Fußballspiel erlebte, so war der Besuch des gestrigen Spieles Westdeutschlandgegen Norddeutschland sehr gut; man schätzt die Zahl der Zuschauer auf rund 20 000. Pünktlich 3 Uhr traten die Mannschaften in der vorgesehenen Auf­stellung an. Nur bei den Norddeutschen war Carlsson durch Opitz ersetzt, da ersterer noch in Schweden weilt. Nach Anstoß blieb das Spiel zunächst ausgeglichen. Auch mußten sich die Spie­ler erst an den durch einen dünnen Regen schlüpfrig gewordenen Rasen gewöhnen. In der 18. Minute wird ein guter Durchbruch des westdeutschen Links­außen Rudolph vom Mittelstürmer in ein siche­res Tor verwandelt, nachdem Harder vorher ver- geblich auf das westdeutsche Tor geschoßen hatte. Nun wird das Spiel lebhafter. Es folgt ein zweiter gleicher Durchbruch, doch fängt 23 I u n cf das Leder sicher ab. Die Norddeutschen sind zunächst im Nach­teil, da die Westdeutschen eine weit größere Schnel­ligkeit entwickeln, die in der 38. Minute den Gästen, oorgelegt durch die Mitte, durch Rudolph den zwei­ten Erfolg bringt. Nun kommen die Norddeutschen etwas auf, und in der 42. Minute bringt War­necke einen guten eigenen Durchbruch sicher ins Netz. So steht das Spiel bei Halbzeit 2:1 für West­deutschland. Nach Wiederanstoß gibt es viele auf­regende Momente vor beiden Toren, bis in der 57. Minute ein Angriff vor der westdeutschen linken Flanke durch Rudolph abermals an Blunck vorbei, der zu weit herauslief, ins Tor geht: 3:1. Die Norddeutschen entwickeln sich mehr uno mehr, und in der 60. Minute schießt Harder eine Vor­lage von links sicher ein. Hierdurch.angefeuert, wird das Spiel immer schneller, und es fehlt nicht an auf­regenden Augenblicken. Beide Torwächter bekom­men viel Arbeit. 10 Minuten später befördert Har­der den von links kommenden Ball durch sicheren Kopfstoß ins gegnerische Tor und schafft so den Ausgleich mit 3:3. Dieses Ergebnis sollte bis Schluß bestehen bleiben, so daß der Kampf unentschieden endete.

Ueberraschungen im Berliner Futzball

Die Spiele in der Berliner Oberliga brachten gestern allerhand Dleberraschungen, deren größte die Niederlage £>eS bisher ungeschlagenen und an der Spitze stehenden Spandauer Sport­vereins gegen Uni on-P ots d am mit 2:3 war. Nutznießer dieser Niederlage ist in erster Linie der Meister Hertha, B. S. C., Der sich von Union, S. C. C. zwei weitere Punkte holte und jetzt pünktlich mit den Spcmdauern steht, aber ein Spiel weniger ausgetragen hat. Hertha be­sann sich allerdings erst in letzter Minute auf sein Können; der Endspurt brachte die Tore. Tennis-Borussia ist wohl für die Tabelle end­gültig erledigt, bei Mannschaft tft deprimiert, sie verlor auch gestern wieder, und zwar gegen den 1. F. C. Neukölln. In der Ateilunz B hat sich, Norden-Nordwest von Union-Oberschöneweide auf eigenem Platz schlagen lassen. Allrmannia 1890, der vorjährige Abtellungsmeisier, hat eine weitere Niederlage, diesmal von Union 92, ein­stecken müssen. Die Ergebnisse:

Abteilung A:

Union Potsdam Spandauer S. V. 3:2. Union S. C. C. Hertha B. S. C. 0: 4. Vorwärts B. S. V. 92 4:3.

1. F. C. Neukölln Tennis-Borussia 4:2. AUemannia Haselhorst Nordwest 6: 3 (Gsp.). Weißensee 1900 Kickers 1:2 (Gsp.).

Abteilung B:

Norden Nordwest Union Ob.Sch. 1: 2. Tasmania Meteor 1:0.

Allemannia 1890 Union 92 4: 5. Preußen Wacker 04 1:3 (Gsp.).

Kreisliga:

Liberia Concordia Wilhelrnsruh 2:1. Corso Niederschönhausen 4: 3.

Wacker 1900 Teutonia 2:2. Wedding 23. f. 23. Hermsdorf 5:0. Hansa 07 23. f. 23. Pankow 2:0. 1910 Hertha Weißensee 2: 2. Ostend Viktoria Frankfurt 1:6. Burgund Lichtenberger B. C. 09 2: 3. Brandenburg Steglitz Ballspielverein Lucken­walde 0:1.

Lichterfelde 1912 Cherusker 3:4. Stern 1900 Amateure 3:2.

Nowawes 03 Brandenburg B. S. C. 4:0. Minerva 93 Westen 8:0.

Brandenburg, Charl. Spandauer B.S.C. 0:5. Spvg. Rathenow Hellas 04 3:5.

VeremsftädLekampf im Geräte­turnen Hannover - Frankfurt -

Kaffs! - Nürnberg.

Kassel, 1. Nov. (LU.) Hier kam heut« der Vereinsstädtekampf im Wett-Turnen zwischen den Vereinen: Turnverein Nürnberg von 1846. LurngemeindoEintracht" Frankfurt. Lurnklub Hannover und Kasseler Turngemeinde von 1844 zum Austrag. 4000 Personen wohnten den inter­essanten Kämpfen bei. aus denen Turnverein 1846 Nürnberg mit 1146 Punkten, vor Ein­tracht Frankfurt mit 1092, Lurnklub Hannover mit 1065 und Kasseler Turngemeinde- von 1844 mit 1022 Punkten als Sieger hervorging.

MeisterMaffe Der Berliner Turnerhandballer.

Die Meisterschastsspiele der Turner im Hand­ball führten recht ebenbürtige Gegner zusammen, so daß die Ergebnisse meist recht knapp ausfielen, Die Berliner Turnerschaft Leichtathletik-Abteilung konnte sich gegen M. T. V. Adlershof gerade noch mit 2:1 die Punkte holen, und auch die Berliner Turnerschaft 4. M. A. vermochte Deff^JL T. 23. Martendorf nur" mit 3:2 zu schlagen. Die Berliner Turnerschaft hat jetzt die erste Serie erledigt und steht an der Spitze der Tabelle. Auch die 2. M. A. der 23. T. wußte sich mit 3:2 vorn Turnverein Wilmersdorf die Punkte zu holen. Ueberlegen spielte Turn- und Sportverein 1860 Spandau gegen T. V. Tegel 5:0. Friesen Spandau schlug den M. T. V. Eberswalde 7:2.

In den Turnerinnenspielen brachte der 2:1-Sieg des T. S. 23. Schöneberg über die Berliner Turner­schaft eine große Ueberraschung. Die Turngemeinde schlug Jahn Neukölln 2:0, der 23. f. L. Charlotten- bürg die Berliner Friesen 1:0. Die Berliner Zum- genossenschast, der deutsche Meister, ging aus einem Gesellschaftsspiel mit M. T. 23. Buchholz mit 2:1 als Sieger hervor. Im Uebungsspiel der Berliner Städtemannschaft gegen die Tumgeminde i. 23. Miet» die Städtemannschaft 7:0 siegreich.

Hockey in Frankfurt.

Frankfurt a. M., 1. Nov. (TU.) Dis Damen-Elf des Spvrtclubs 188 0 Franks furt hatte heute Die Damen-Elf beS 1. F.*T< Nürnberg zu Gast und schlug sie 2:0,

Rugby in Frankfurt.

Frankfurt a. M., 1. Nvv. (TU.) Bor einer stattlichen Zuschauermenge tarn heute auf dem Platze des Sportklub 80 ein Privatspiel zwischen SP. -Cl. 3 0 und Viktoria -Hanno­ver-Linden zum Austrag. Sp.-Cl. 80 konnte dies­mal, nachdem er in den letzten Jahren stets gegen die spielstarken Hannoveraner unterlag, mit 8:3 einen knappen, aber sicheren Sieg heraus hole«,

Samson Körner schlägt Frank Rosse k. o.

In Gelsenkirchen fanden am Samstagabend in der großen Ausstellungshalle Boxkämpfe statt. Das Haupttreffen lieferte der deutsche Ex-Schwer- gewichtsmeister Samson Körner, dem man den tschechischen Schwergewichtsmeister Frank Rosse zum Gegner gegeben hatte. 10 000 Zu­schauer waren Zeuge eines schnellen Sieges, denn schon in der zweiten Runde muhte Rosse schwer getroffen au Boden und wurde ausgezählt.

Audi Wagner, Duisburg, hat Samson Körner herausgefordert. Dieser nahm an, der Tag deS Kampfes steht noch nicht fest. , Boxkämpfe in Frankfurt c. M.

Im Frankfurter Hippodrom fanden am Samstagabend vor zahlreichen Zuschauern Be- rufsboxlämpfe statt. Dreh köpf, Düsseldorf. (122) schlug Rothe, Frankfurt. (122) in der fünften Runde k.o. Höhl, Köln, (123) siegte über Behnke, Frankfurt, (129) nach Punkten. Lenz II., Frankfurt, (118) wurde in der dritten Vnnde ausgezählt, er mußte sich der Technik des Exmeisters Beherling, Köln, beugen» Im Schwergewicht schlug Mehling, Würz­burg, (172) den Belgier Rogiers (180, bec sich wie ein hilfloses Kinb benahm, schon in bec ersten Runde k. o.

Europameisterschaft im Federgewicht.

Die Europameisterschaftim Feder­gewicht, die in Madrid zwischen dem Spanier R u i z und dem belgischen Meister H e b r a n S ausgetragen wurde, ergab einen Sieg des schlag­kräftigen Spaniers, der damit den Titel gewann.

Kehraus auf der Berliner Olympia-Radrennbahn.

Die Berliner Olympia-Bahn wartete trotz der vorgerückten Jahreszeit am gestrigen Sonn­tag noch einmal mit einer Veranstaltung auf, und zwar kam ein Zweistirnben-Dauervennen zur Abwicklung. Am Start waren Wittig, Sawall, Krupkat, Möller und Bauer. Das Reifen be­gann recht ansprechend, und navrentlich in der ersten Stunde gab es Kampf auf Kampf. An­fangs führte Krupkat, wurde aber durch Mo­tordefekt zurückgeworfen. Im Kampf um die Spitze blieb schließlich Wittig Sieger. Nach der ersten Stunde waren 65,250 Kilometer zurückgelsgt. Dauer, der bis dahin ein ausgezeichnetes Ren­nen geliefert hatte, hatte sich wohl etwas zu stark ausgegeben und fiel nun ins Hintertreffen ebenso wie Krupkat, der auch weiterhin mit Motorschäden zu kämpfen hatte und schließlich deswegen aufgab. Langsam schob sich Möller in Den Vordergrund, und es gab spannende, teil­weise ganze Runden dauernde Känrpfe. Leider endete daS Nennen mit einem Mißklang. Dauer gab gleichfalls wegen Mvtordefekten auf, und feinem Beispiel folgte, als er von Möller über­rundet wurde, auch Sawall. Als bann gar noch Wittig, der bis bahrn führte, von einem Radschaben betroffen wurde, ging auch er von der Dahn, so baß Möller nun 20 Minuten lang ganz allein seine Kreise zog. Erst 10 Aw nuten vor Schluß konnte Bauer sich ihm zu­gesellen. Möller blieb demnach überlegener (Sie­ger. In zwei Stunden legte er 122 460 Kilo­meter zurück. Zweiter wurde Dauer mit 98,370 Kilometer, Krupkat, Sawall und Wittig auf­gegeben.

Das grotzeBsEnerHerbstturnrer

Das große Berliner Herbstturnier nahm am Fei- tcitz auf der Grünewald-Rennbahn seinen Anfang mit einem Gelände ritt für Angehörige ländlicher Reitervereine. Von 32 Teil­nehmern, die sich der Prüfung unterzogen, kamen