Ausgabe 
2.9.1925
 
Einzelbild herunterladen

Interview besonders gedachte, sei ihm vor allem gedankt. Mit einem gewissen Stolz verzeichnete auch die brasilianische Presse, daß Hindenburg Verwandte in Brasilien besitzt. Der ver­storbene Staatspräsident vvn Minas Geraech, Dr. Raul S o a r e s, Hut die Tochter eines Vetters der verstorbenen Frau v. Hindenburg, eines Frrrn von Sperling geheiratet, ihre Kinder sind Vettern und Kusinen der Hindenburgschen Kin­der. Der Vater der Frau des verstorbenen Staats- Präsidenten hat seinerzeit in Deutschland studiert und dabei im Hause des Hauptmanns v. Hinden­burg gewohnt. Solche Familienbeziehungen wir­ken bei dem starken Familiensinn der Südameri­kaner verbindend und schaffen eine günstige At­mosphäre.

Äolonialpokitik und Volksvermshrung.

Von Wilhelm Föllmer.

Die Menschen haben die Tendenz, sich in geometrischer Progressive zu vermehren, während die Rahrungsmittel nur in arithmetischer Reihe zunehmen können. Die drohende Hebervölkerung mutz verhütet werden durch Herabminderung der Geburtenziffer". Das ist das Kernstück der Malthusschen Vevölkerungstheorie. Dieser eng­lische Rationalökonom lietz vor 127 Jahren sein Hauptwerk erscheinen. Seine Irrlehre findet auch heute noch unter den Gleichgültigen und Be- quemen, die die Ehe scheuen und Kindersegen als zu kostspielig ablehnen, viele Anhänger. Ihn die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert beein­flußten diele falschen Theorien Malthus' die ge­samte englische Politik und das Wirtschaftsleben des Inselreiches. Die Kontinentalsperre und die Rachwirkungen des Rapoleonischen Krieges schienen in ihrer Wirkung dem Stubengelehrten Recht zu geben.

Die Geburtenziffer ließ sich nicht in kurzer Zeit abdrosseln. Hm England vor der drohenden Hebervölkerung zu bewahren, wurde als Ausweg die Auswanderung mit allen Machtmitteln ge­fordert. Australien. Reu-Seeland. Kanada, kurz, der gesamte englische Kolonialbesitz erhielt einen starken Zustrom englischer Bevölkerung. Sein eng­lischer Charakter wurde damit besonders stark betont, der politisch durch List und Gewalt er­worbene englische Heberserb esitz wurde durch diese Wanderungswelle national erobert. Hm erfolgreich Kolonialdolitik treiben zu können, ist Bevölkerungs über schuß notwendig. Hört er auf, zeigt sich diese Ohnmacht zuerst in den Kolonien, um dann auch im Mutterlaude wahr­nehmbar zu werden.

Die griechische Kolonialpolit.k d-s Altertums befruchtete die gesamten Mittelmeertänder. Ihre Kraftlinien waren bis Indien wahrnehmbar. Ver­hältnismäßig schnell verlandete b:efe Bewegung, weil die griechische Bevölkeruna in kurzer Zeit zusammenschrumpfte. Sparta stellte in den Perser­kriegen (500 bis 449) noch 8000 waffenfähige Spartiaten, bei Leuktra 371 nur noch 1500, im Jahre 244 nur noch 7001 Der Peloponnes stellte bei Platäa 479 noch 74 000 Krieger (obwohl große Teile der Halbinsel nicht mitzogen), konnte 300 Jahre später nur noch 3040 000 aufbringen und wurde, abermals 300 Jahre später, um 120 n. Ehr., nur noch auf 3000 geschäht. (Dgl. SeeckGeschichte des Untergangs der antiken Welt".)

Denselben Dorgang mit denselben Wirkungen, nur um einige Jahrhunderte verschoben, können wir im alten Rom beobachten. Die Bevölkerung Italiens sank von 22 Millionen im Jahre 220 v. Ehr. auf 10 Millionen um 150 n. Ehr. und schrumpfte bis zum Jahre 350 n. Ehr. auf 5 Mil­lionen zusammen.

Die Ohnmacht, die diese Verhältnisse im Ge­folge hatte, trat zunächst in der Peripherie des Römerreiches, im Kolonialgebiet, in Erscheinung.

Die sogenannten Siegerstaaten des Welt­krieges, die den deutschen Kolonialbesitz geraubt haben, gehen den gleichen Weg, wie die alten Kult urvölker.

In Frankreich begann der Geburtenrückgang bereits vor' etwa 100 Iahven. Weite Gebiete guten französischen Ackerbodens können heute schon nicht mehr bestellt werden. In manchen Gegenden, besonders in Cotrntin. findet man schon verlassene und verfallene Dörfer. Die Bour- gogne wird, wenn das Zwejikrndershstem dort fo beibehalten wird, wie bish-rr. in weniger als Der gefesselte Strom.

Roman von Hermann S fc e g e m a n u.

i. Fortsetzung. (Narhdruck verboten.)

Als Ingold sich nach oben gekämpft hatte, lag dieStadt Brüssel" schwerOllig stampfend, mit starker Schlagseite im Wasser. Ockergelb braute der Rebel, und die Schornsteine qualmten schwarze Rauchmassen, die sich tote Tintenströme in die gelben Dünste fraßen. 3n den Ventilen zischten schneeblasse Dämpfe.

Eine dichte Menschenmenge st»nd zusammen­gepreßt wie eine Herde Schafe auf dem Pro­menadendeck, und ihr Schreien und Fluchen klan^ seltsam schwach und erstickt in das Brausen der Röhren und das Schlagen der Wellen.

Wir schwimmen noch," sagte Gheude, ver­lor den Halt auf dem nassen, schienen Deck und siel, um dann auf der glatten gezeigten Fläche ins 'Rutschen zu kommen.

Mir scheint, Sie wollen wirklich schwimmen," rief Ingold ihm lachend nach.

Der Belgier hatte schon einen Halt erwischt. Jetzt ließ die Sirene wieder ihre Stumme tönen, und gleich darauf begann das Schiff sich langsam aufzurichten.

Die Offiziere gingen umher und riefen, es bestände keine Gefahr. Die Musik begann zu spielen, und dann gellte die Dampfpßeife, bliesen die Kessel mit Orgeltönen den Dampf ab, daß weiße Wolken über das Schiff rollten nnb sich mit Rauch und Rebel phantastisch mischten

Ein Kohlendampfer er hat uns ein Schott eingedrückt und ein paar Platten weggerissen. Es hat keine unmittelbare Gefahr,"

Der dritte Offizier gab Ingold hastig Bescheid.

Der Postdampfer lag allein, der Heine Eis en - tahn, der ihn angerannt hatte, war schon lange im Rebel verschwunden.

Hnd der andere?" fragte HannL unwill­kürlich.

O, diesen Kanalwanzen tut es nie etwas," versetzte der Offizier und bat dann bqn Inge­nieur, wieder hinunterzugehen, um ein Beispiel zu geben.

120 Jahren menschenleer sein. Bcrtillon bat bei 445 hervorragenden Franzosen insgesamt nur 575 Kinder festgestellt. (Dgl. ThomsenDer Völker Werden und Vergehen".) Die Kolonialkämpfe in Marokko, die Frankreich schon nicht mehr mit eigenen Volksgenossen, sondern nur mit Söld­lingen führen kann, zeigen zunächst den kolonial- politischen Riedergang Frankreichs, der in den nächsten Jahren noch stärker in Erscheinung treten wird.

In Amerika erzeugt die altanfässige Be­völkerung nicht genug Kinder', um 'hren Bestand zu erhalten. In 45 Häusern der reichen 5. Avenue Reuyorks fand eine Kommission zusammen nur 17 Kinder. Der Rückgang der Vankees ist nur nicht so bemerkbar, da er noch durch den Ge­burtenüberschuß der vorwiegend aus Ost- und Südeuropa Zuwandernden verschleiert wird.

In der englischen Kolonie Südafrika haben die Duren im letzten Wahlkampf gesiegt, weil ihre Volksvermehrung stärker ist als die englische plus englischer Einwanderung. Das na­tionale und damit politische Schicksal dieser Kolonie ist damit entschieden, wenn auch die praktische Auswirkung dieser Verhältnisse nicht sofort in Erscheinung tritt.

Rur wenn sich das deutsche Volk frei halt von diesen Riedergangserscheinungen der Kultur­völker. sie bekämpft und seine Bevölkerungs­zunahme beibehält, wird es zu gegebener Zeit mit vollem Erfolge seine gewaltsam unterbrochene Kolonialpolitik wieder anfnehmen können und müssen.

Turners, Sport und Spiel. MeisteTleistungen in Leipzig. Die Meisterschaften der D. T. in dcn volks­tümlichen Hebungen. Mehrere neue Höchst­leistungen.

vo. Die ''üeistsrschaftskämpfe in den volks­tümlichen Heb'ingen der deutschen Tümer in Leipzig haben Ergebnisse gebracht, wie man sie nicht besser erwarten konnte. W'hvere neueHöchst- (eiftungen bezeugen dies auf das eindringlichste, Höchstleistungen. ö:c sowohl in den Wettbewerben der Turner wie der Turnerinnen aufgestellt wur­den. Richt immer erwartet kamen die Ergebnisse, nicht immer holte sich der den Meistertitel, den manvoransgefehen" hatte. Das ist jedoch ein Zeichen dafür, daß bauernd und überall an der Verbesserung des Könnens gearbeitet wird.

Am Samstag kamen vornehmlich die Vor- und Zwischenkämpfe zur Entscheidung, die bei der großen Zahl der Meldungen notwendig geworden waren. Die Entscheidungskämpfe brachte der Sonntag, und zwar vor einer unübersehbaren Zuschauermenge, die die Leistungen mit Span­nung und Begeisterung verfolgte. Bei den Tur- narinnen wurden im Speerwerfen und Weit­sprung neue deutsche Höchstleistungen ausgestellt, bei den Turnern bedeutet die Bestleistung im Stabhochsprung eine Verbesserung der bestehen­den Höchstleistung. Rachstehend die Ergeb­nisse: w ,

Turner: Zehnkams: 1. Lhymm-Rudol- stadt 1135 P. 2. Schäfer-Rheinhausen 1039,5 P. 3. Münch-Warburg 998 P. Sechs­kampf: 1. Thymm 696 P. 2. Regener-Dort- mund 627,5 P. 3. Kantorowicz B.T. 622,5 P. 4x 100-Meter-S taffel: 1. Ludwigs­hafener T. K. 44 2 M. T. D. Braunschweig 44,1. 3. A.T. D. Reuß 44,6. 3X1 0 0 0 Meter: 1. Ak. T.V. Berlin 8:16,3. 2. T.D 17 Mainz 8:28. 3. T. V. Vorwärts, Breslau 8:29,2. Hochsprung: 1. Rüter-Hannover 1,83Meter. 2. Kneller-Reufahrwasser 1,75 Meter. 10x250- Meter-Kreisstaffel: 1. Kr. 3b (Bran­denburg) 4:57,3. 2. Kr. 8b (Rheinland) 4:58,5. 3. Kr. 8a (Westfalen) 5:3,5. 5000 Meter. 1. Prowaike-Dresden 16:22,6. 2. Bräsecke-Peters- hagen 16:23,1. S teinst oßen, beidarmig: 1. Münzhube-Lauingen 15,63 Meter. Kugel­st o ß e n. bestarmig: 1. Lingnau-Hannover 13,32 Meter, beidarmig: 1. Schwald-Kottern 21.96 Meter. Weitsprung: 1. Hornberger-Kreuz­nach 7,23 Meter. 2. Köchermann-Hamburg 7.13 Meter. Dreis prung: 1. Bennig-Drake i. W. 13.39 Meter. Schweden staffel: 1. Ludwigs­hafener T.K 2:5.7. 2. A.T.D. Reuß 2:6,4. 3. B.T. 2:9,2. 8 00 Meter. 1. Oel-Essen 2:5,1. 2. Luh-Meuselwih 2:7,3. 110-Weter-Hür- den: 1. Anton-Berlin 16. 2. Dahms-Osnabrück 16.1. Speerwerfen: 1 Prelle-Osnabrück 52,10. 2 Hochrein 49,19 Meier. 200-Meter-

Sie haben recht. Aber die Maschinen stehen still. Wenn Sie uns brauchen können, wir sind"

Taufend Dank, ich werde den Kapitän daran erinnern."

Ingold warf einen langen Blick auf das Schiss, das keine Fahrt mehr machte und schwer­fällig zu schlingern begann.

Gheude trat zu ihm.

Das Leck sitzt hoch über der Wasserlinie. Wenn die Maschinen wieder arbeiten, hat es keine Gefahr."

Ingold sah den Offizier zur Marconistatton eilen.

Keine Gefahr? Wir liegen still mitten im Kanal. Jeden Augenblick fann ein Schiff aus dem Rebel tauchen und den unbehilflichen Kasten überrennen.

Die Dampfpfeife riß ihm die Worte vont Mund. Hnd plötzlich, als sie unwillkürlich hor­chend stehen geblieben waren, tönte aus der Ferne ein Rebelhom. Es schien vom Himmel zu kommen, von rechts, von links, aus einer Ent­fernung von dreitausend Metern oder hundert Schritten, klang erstickt und dumpf und schrie doch bis ins innerste Ohr. Dann brüllte die Sirene derStadt Brüssel" verzweifelt auss neue, und die Matrosen begannen die Boote auszuschwingen.

Kommen Sie zum Kapitän, Gheude. Er ist Ihr Landsmann, und Sie wissen mit den Kolbenmaschinen besser Bescheid als ich."

Ra, wenns wirklich ans Schwimmen geht, sind Sie als Meisterschwimmer am besten dran." scherzte Gheude.

Zehn Minuten später standen sie in den heißen, feuchten Maschinenräumen, und der Schweiß lief ihnen über die nackte Brust. Es roch nach verbranntem Kautschuk und glühendem Oel. Wasserdampf zog in Schwaden durch das blitzende Gestänge.

Hnd während Ingold mit harten Händen die Schraubenschlüssel drehte und keuchend die mächtigen Kolbenstangen herausheben half, ver­gaß er, daß er im Maschinenraum des Schiffes arbeitete, das ihn nach Europa, in die Heimat zurückbrachte und nun ohnmächtig, wie ein schwer-

Lauf: 1. Lammers-Old-nburg 22,9. 2. Lehncr- Göttingcn 23.5. 4 0 0 Meter: 1. BräunNch- Dresden 50,7. 1 5 0 0 Olle ter: 1. Oel-Essen 4:18,2. 2. Thiele-Diesdorf 4:25. Steinsto ßen, bestarmig: 1. Schwald 9,21 Meter. Kugel- schocken: 1. Wittig 19,67. Diskus: l.Dörr- Bornheim 42.19 Meter 100 Meter: 1. Lammers-Oldenburg 10,8; 2. Leßner-Göttingen 11. Stabhochsprung: Gossow-Rathenow 3.69 Meter R. H.; 2. Iung-Ilmenau 3.60 Meter. Schleuderballwerfen: 1. Heynen - Olden­burg 65 Meier. 2. Kraskewski-Mar- burg 60,54 Meter. Olympische Staffel: 1. A. T.D. Berlin 3:50.4; 2. Tv. Ludwigshafen 3:51,2. Schlagballweitwerfen: 1. Schulz 115,10 Meter; 2. Sirrenberg-Osnabrück 105,10 Meter. .

Turnerinnen: Kugelstoßen: 1. Hopf­ner-Krefeld 8.93 Meter; 2. Grasfe-Riederlehme 8.93 Meter «durch Stechen). Speerwerfen: 1. Schumann-Essen-Altendorf 36,88 Meter R. H.; 2. Richter 30,82 Meter. S ch l a g b a l l w e r f en: 1. Schumann 72,24 Meter; 2. v. Waldeher-Harh 64.62 Meter. Hochsprung: 1. Junkers-Kassel 1.46 Meter; 2. Sommer-Kiel 1,45 Meter. 100 Meter: 1. Junkers 12.4; 2. Schmidt-Bremen Handbreite. Vierkampf: 1. Junkers-Kassel 471.5 P.; 2. Müller-Mainz 431 P.; 3. Saake- Hannover 410 P. Weitsprung: 1. Furch- heim-Reukölln 5.505 Meter R.H.; 2. Müller- Main,; 5,29 Meter. 4x100- Meter-Staf­fel: 1. Tk.-Hannover 52,6; 2. Tv. Dorwärts- Breslan 52,7: 3. Iahn-Reukölln 53,4.

Der Marathonlauf, der zum ersten Male in der Deutschen Turnerschaft (über 41 480 Meter) durchgeführt wurde, brachte den Sieg von Theuerkauf-Derlin in der ganz vorzüg­lichen Zeit von 2:37:37.4.

Vom Arbeiter-Turn- und Sportbund.

ch Mit ihren leichtathletischen Wett­kämpfen. die am Sonntag im Wetzlarer Stadion stattsanden, traten die Arbeiterturner in diesem Jahre zum letzten Mal in größerem Verband vor die Öffentlichkeit. Ein wunder­hübscher Spätsommertag begünstigte die in allen Teilen zur Zufriedenheit verlaufene Veranstal­tung. Die Beteiligung war außerordentlich stark, bemerkenswert und erfreulich war die hohe An­teilnahme des jugendlichen Elements. Von Frank­furt (Abteilung 10, Riederwald, der Freien Turnerschaft) war eine größere Anzahl Turner und Turnerinnen anwesend, die sich mit ihren recht guten Leistungen an den Wettkämpfen außer Konkurrenz beteiligten. Eine zahlreiche Zu- diavermenge harrte vom frühen Morgen bis in die Abendstunden aus und bekundete ihr Interesse durch lebhafte Zurufe. Mit hoher (Snergieentfaltung wurde bei den einzelnen Wett­kämpfen um die Führung gerungen, es ging manchmal recht knapp her. Die Leistungen waren im großen und ganzen anerkennenswert, dies um so mehr, wenn man berücksichtigt, daß kein Verein im Besitz eines geeigneten Hebungsplatzes ist und sich beim Laufen durchweg mit Straßen behelfen müssen.

Die ersten Sieger in den einzelnen Wett­kämpfen sind folgende:

1. Sportler.

Fünfkampf (Weitsprung, Speerwerfen, 200-Meter-Lauf, Schleuderballwerfen, 1500-Me« ter-Lauf): 1. Richard Drohs. Wetzlar, 342 P., 2. Gustav Göbler, Gleiberg, 283 P., 3. E. Ruppin, Frankfurt, 278 P., 4. Otto Wandler, Heuchelheim, 270 P., 5. Otto Klinkel, Lollar, 245 P.

4x1 00-CQZe ter-Staffel: 1. Freie Tur­nerschaft Launsbach, 50 Sek., 2. Freie Turner­schaft Frankfurt (Abt. 10), 50 Sek., brustbreit zurück, 3. Freie Turnerschaft Heuchelheim, 5PA Sekunden.

Schweden st afsel (400, 300, 200, 100 Meter): 1. Freie Turner Frankfurt (Abt. 10), 2,23:4 Ulin., 2. Freie Turner Gießen, 2,32:3 Win.

Olympische Staffel (800, 200. 200, 400 Weter): 1. Freie Turner Frankfurt 4,26:2 Win., 2. Freie Turner Heuchelheim, 4,35 Win., 3. Freie Turner Gießen 4,36 Win.

3X1000 -Meter-Staffel: 1. Freie Turner Gießen. 10,0:2 Min. Frankfurt gab nach dem letzten Wechsel auf.

100-M c t e r-L auf: 1. Karl Römer, Launs­bach, 11,3 SeL, 2. Josef Binder, Alsfeld, 11,4 Sek., 3. Gustav Lust, Gleiberg, 12,1 Sek.

Hin i

wundes Tier, im engen Fahrwasser des Kanals trieb, jedem Zusammenstoß preisgegebcn.

Die Hämmer dröhnten, aufgeregte Stim­men riefen durcheinander, aus den Kesselräu- men Hang Surren und Zischen, rote Lohe warf ihren WÄerschein in die Zyklopenschmiede, aber Hanns Ingold war es, als sei er wieder der Mechaniker, der in den Werkstätten von Escher Wyh & Co. gearbeitet und sich Horn und Schwielen hatte wachsen lassen, bis der Vater ihm erlaubt hatte, die technische Hochschule zu beziehen und Ingenieur zu werden.

Er hörte den Rhein rauschen und in den Felsentöpfen kochen, er sah die Lachse vor den Strudeln stehen und mit jähem Schlag aus dem Wasser schnellen und wie ein funkelndes Messer jenseits der Klippen wieder in den Strom fal­len, er roch nicht mehr das verbrannte Oel und die hergelaufenen Zylinder, sondern den Iräftigen Duft, der von den gefällten Wald- bäumen aufstieg, und hörte die Säge orgeln und brummen, die sich mit blankem Eisen durch die gelben Tannen fraß.

Hanns." rief eine weiche Stimme, und noch einmal, jetzt ängstlicher,Hanns, wenn wir ins wilde Wasser kommen!" und Ruth rückte un­ruhig auf dem Fischkasten im Kahn hin und her und blickte bang auf das rinnende grüne Wasfer, das schon weiße Schaumkrönlein auf» setzte, und dann auf Hanns Ingold, der auf­recht hinter den Stehrudern stand und den Einbaum quer über den Strom trieh. Von k«n Schnellen stieß ein weißer Dunst in die Höhe, und die Sonne malte einen bunten Regen­bogen hinein. Heber die Stromenge ^ing^l die Häuser deS Städtchens Rheinau von den Felsen, und dahinter stand der hohe Schwarzwald . . .

Mit gewaltiger Anstrengung warf Ingold das beschädigte Zahnrad aus dem Lager und half den Monteuren die zweite Schraubenwelle freimachen. .

Hnd immer wieder rief die Helle weiche Stimme der Heinen Ruth ihm ins Ohr:Müs­sen wir bann ertrinken, Hanns?"

Wir sind ja schon gleich drüben," antwor­tete er lachend, atemlos vom Ruderziehei:.

..Qfbcr wenn wir doch ertrinken, dann muht

400-Meter-Lauf: 1. Gustav Lust, Glei­berg, 60 Sek., 2. Otto Klinket, Lollar 60' , Sek.

800-Meter-Lauf: 1. A.So mre *, Frank­furt, 2,18:3 Min., 2. Hans Dorsches, Gießen, 2,27:3 Min.

5000-Meter-Laus; 1. Otto Balser, Gießen, 17,20:3 Win., 2. Otto Rüspe er, Gießen, 17,40 Min., 3. Wilh. Söhnchen. Wetzlar, 17,48 Min.

1 10-Weter-Hürdenlciuf. 1 (5. Rup­pin. Frankfurt, 20l/5 Sek.. 2. Ernst Mandler, Heuchel beim, 21 Sek., 3. Robert Wandler, Heuchel- heim. 21' -. Sekunden.

Hochs prung: 1. Otto Bach. Heuchelheim, und Karl Wutch, Annerod, 1,45 Meter, 2. Ro­bert Mandler und Otto Mandler, Heuchelheim, 1,40 Meter.

Dreisprung: 1. A. Sommer, Frankfurt, 11,25 Meter. 2. C. Ruppin, Frantfurt, 11,10 Meter, 3. Wilhelm Jahres, Daubringen, 10,95 Meter.

Diskuswerfen: 1. Wilhelm Schwarz- Annerod, 28,5 Meter, 2. Josef Binder, Alsfeld, 25,25 Meter, 3. W. Bergens, Frankfurt, 21.85 Meter. -

Hammerwerfen (7,25 Kilo): 1. Josef Binder, Alsfeld, 21,45 Meter, 2. Wilh. Schwarz, Annerod, 18,20 Meter, 3. Robert Mandler. Heuchelheim, 16,20 Meter.

Kugelwerfen (5 Kilo): 1. Wilhelm Schwarz, Annerod, 13,72 Meter, 2. Wilhelm Zecher, Staufenberg, 13,62 Meter, 3. Robert Klingelhöfer, Marburg, 11,39 Meter.

Kugelstoßen (7,25 Kilo): 1. Wnchelm Schwarz, Annerod, 9,63 Meter, 2. Wilhelm Zecher, Staufenberg, 8,88 Meter, 3. Robert Klingelhöfer, Marburg, 8,38 Meter.

Stein stoßen (15 Kilo): 1. Wilhelm Schwarz, Annerod und Gustav Göbler, Gleiberg, 6,75 Meter, 2. Robert Klingelhöfer, Marburg, 6,10 Meter, 3. Willi Gebhardt, Wetzlar, 5,60 Meter.

2. Sportlerinnen.

Drei kam Pf (100-Meter-Lauf, Hochsprung, Speerwerfen): a) Heber 18 Jahre: 1. Frieda Schmauderer. Frankfurt. 197 P.. 2. F. Stapf, Frankfurt, 184 P., 3. Emma Mandler, Heuchel­heim. 127 P. b) Unter 18 Jahren: 1. Emilie Lindenstruth, Heuchelheim, 157 P., 2. Anna Jung, Krofdorf, 116 P., 3. Elise Diehl, Gießen, HOP.

4x75-Meter-Staffel: 1. Frankfurt, 47V4 Sek., 2. Heuchelheim, 48 Sek.

Kleine Olympische Staffel (200, 50, 50, 100 Meter): 1. Frankfurt, 1,07 Min, 2. Heuchelheim 1,08:3 Min.

100-Meter-Lauf: 1. Frieda Stapf und Frieda Schmauderer, Frankfurt, 143/ä Sek., 2. Anna Jung, Krofdorf, 15*/., Sek.

75-Weter-Lauf: 1. Frieda Schmaude­rer, Frankfurt, 11,4 Sek. 2. Emma Mandler, Heuchelheim, und Gretel Schmidt, Marburg, 12 Sek.

Weits brung: 1. Frieda Stapf. Frank­furt, 4,28 Meter, 2. Eva Fuchs, Warburg, 3,90 Meter, 3. Frieda Schmauderer, Frankfurt und Elise Diehl, Gießen, 3,70 Meter.

Kugelstoßen (5 Kilo): Emma Wandler, Heuchelheim, 6,57 Meter. 2. Frieda Schmauderer. Frankfurt, 6,51 Meter, 3. Slise Mandler, Heuchel- heim, 5,10 Meter.

Schleuder ball: 1. Frieda Schmauderer. Frankfurt, 27,10 Meter, 2. Käte Fuchs, Marburg, 24,80 Meter, 3. Elise Mandler, Heuchelheim, 24,20 Meter.

3. Jugendlich« Sportler.

Vierkampf (Speerwerfen, Weitsprung, Kugelstoßen, 100-Meter-Lauf): a) 16 bis 18 Jahre: 1. W. Diehl, Frankfurt, 299 P., 2. Franz Krämer, Heuchelheim, 288 P., 3. Albert Pfaff, Launsbach, 283 P., 4. Otto Schleenbecker, Heuchel­heim. 275 P-, 5. Artur Kröck. Heuchelheim. 274 P. b) 14 bis 16 Jahre: 1. Karl Klinkel. Lollar, 412 P 2. Heinrich Dill. Raunheim, 397 P., 3. Georg Kraft. Alsfeld. 375 P., 4. Albert Leib. Gleiberg, 341 P-, 5. Emil Gaul. Oppenrod, 336 P.

100-Meter-Lauf: 1. W. Diehl, Frank­furt, 12*/s Sek., 2. Otto Schleenbecker, Heuchel­heim, brustbreit zurück, 3. Artur Kröck, Heuchel­heim 13 Sek. .

1500-Meter-Laus. 1. Franz Cramer. Heuchelheim. 4,50 Min., 2. Wilh. Steiß. Oden­hausen. 4,52 Min., 3. Otto Eckstein. Alsfeld. 4,54 Min.

Dreisprung: 1. Franz Grämer. Heuchel­heim, 10.90 Meter. 2. August Schäfer, Dav-

du mich ganz fest halten und ich dich auch« Ganz fest. Hanns!"

Du bist verrückt. Dann kann lch ja md)t schwimmen."

Du mußt es- aber können. Wenn wir un6 heiraten sollen, mußt du das können," rief die Kleine heftig, und die feinen blonden Haars fielen ihr im Eifer über das blasse Gesicht, im dem die braunen Augen trotzig blickten.---

Hanns Ingold lachte leise auf.

Der Chefingenieur streckte ihm die zcrschun- dene Hand hin und sagte:

Wenn wir jetzt mit einer Schraube in Gang kommen, dann danken wir's Ihnen, Herr: Kollege."

Da sank die schöne Erinnerung an öie Ju­gendzeit ins Bodenlose, und Ingold fand sich im Maschinenraum der -^lle öc Bruxelles wieder, die vom gespannten L-ampf und dem Rotschreien der Sirenen geschüttelt und von wü­tenden Pumpenstößen keuchend steuerlos im Ko- nalnebel trieb und ihre Funkensignale nach allem Richtungen der Windrose ausgehen ließ.

Sie stiegen auS den dunklen Schächten oc die Oberwelt.

Als Ingold sich umgekleidet hatte, ipiirt; er in seiner Kabine am sanften Schüttem beü Schiffsleibes, daß die Maschinen wieder arbeite­ten. und als er, von hundert Glückwünschem umdrängt, das Verdeck gewann, sah er die Rebel, in Klumpen geballt, wie äbziehendiS Gewölk auseinanderstreben. Gin orangefarbener Schein leuchtete im Osten, ein purpurblauer Fleck glühte im Zenit, rosig und lila schimmerte die See, und Goldperlen sprühten in der Kielspur, Rauchsäulen fleckten die Ferne, Segel blühten wie blasse Blumen auf dem perlenstäubenden Wasser, und in langsamer Fahrt steuerte die Stadt Brüssel" dem Heimathafen zu.

Eine herbe Brise wehte auS der Äordsee herüber und frischte zu einer starken Kühle auf. Das Schiff lief schwerfällig mit einer Schraube, ein wenig aus dem Gleichgewicht ge­drückt. lehnte aber die angebotene Schlepper- Hilfe ab und schallte von fröhlichem Lärm im Zwischendeck, wo die überstandene Gefahr nrti Ziehharmonika und Gesang verspottet wurde.

(Fortsetzung folgt)

58,1 j 54 %>

i 1»' 5*2

I " Ä!1« i««f e®o. 5^' fSÄ Ltait war

I-vilSließ.ohü iine we.'L

Ijtolonne ®u das -

-Beide wuri« fl Hie Arbeüer j 7 Unfälle" 1 Inonuncn.

Aich-

»Lidda itogenfr zu de Je an- Lungen und Zugendabiciu 2lidda ongi Präsidenten, gen gut, W rvlkstümliche: gute Lciflun! hinausgingen fen von new Mädchen ifi. hatte auch d l Mda vorbc sämtliche Ka (19 in den Mallung fi. lauf, die nac Koch II. Do lieb .Ach le | vurde. - 3 . hielte der 6 gangenen 5oi putschen Fu * war unser? 'S geteilt Word irrte der Kd ' Sp.R Eich er mit 12:C dörser geint

w

Zefu&t tdjrenbe Xit, Hein wird h schritte ins l deshalb brgrr olk Destimir fei einer 3

SS«

.Dünnen.

1. Jur erforderlich daß ober l biet befonbt Kein an ?ültig. (1 nügen nicht.) lauten @efa/j Kaution in b Der Pah ode bets mitgesüh ön Desahunl

2. Aad ebne jede E chen. insbesc cn Fahrrad M auch 5 he Klubabr lDlg. Deuts Wafina Ifta

3. Das nijen muh öchaube, mil ^.einzelnen Sfr erlc J« unb't ®fraufDf| ymiflung.

Ä ^4 frnig

Ma fr^rfähn.

,ert fdta EJ«. bti ^arz-lvej

ite36i5

leder 5