des Senats eine scharfe ? r ttlt' oeren Führer General Giarbino war. betont, ^aß ntan augenblicklich keinen -öenxK? in der Heeresotganifation machen könnte, Dl)nc Die nationale Sicherheit zu gefährden.
Türkisch-griechischer Konflikt.
Ausweisung des ökumenischen Patriarchen aus Konstantinopel.
Athen. 31. San. (Agence d'Athenes.) Amtliche Rach rich ten aus Konstantinopel bestätigen t^re Ausweisung des ökumenischen Patriarchen. Trotz der Entscheidung der gemischten Kommission, das; sie dem Patriarchen keine Pässe zustellen Dürften, schichten die türkischen Behörden zwei Prflizeiagenten nach dem Patriarchat, die den P'älctten u m B a h nh o f S i kedj abführten und ihn zwangen, in den ersten nach Grieche iland ab'cchrenden Zug einzusteigen. Der Patriarch befindet sich bereits auf griechischem Boden. Dieser türkische Grwaltftreich verursachte in allen Kreisen der öffentlichen Meinung Griechenlands c ne äußer ft lebhafte Aufregung. Sn der Nationalversammlung brandmarkten alle Parteiführer die Haltung der türkischen Regierung und verkündeten anläßlich dieser außerordentlich ernsten nationalen Frage den Burgfrieden. Abg General PangaloS. ehemaliger KriegSminister. erklärte, daß die Türkei nur durch Waffengewalt zur Vernunft gebracht werden könnte. Die Erregung der öffentlichen Meinung ist um so lebhafter, als ein Mertel der gegenwärtigen Bevölkerung Griechenlands aus Griechen besteht, die früher in der Türkei w o b n t c n und den Patriarchen nicht nur als geistliches, sondern auch als nationales Oberhaupt betrachten. während übrigens für die ganze a nechffche Bevölkerung der Patriarch das Oberhaupt der orthodoxen Kirche ist. Die durch den türkischen Gewaltstreich geschaffene Lage wird als sehr ernst betrachtet.
Starke Erregung in Athen.
Paris. 2. Febr. (WTD. Funkspruch.) Havas meldet aus Athen, daß die Erregung über die Ausweisung des Patriarchen aus Konstan-- tino-el durch die türkische Regierung unter der griechischen Bevölkerung sehr groß ist. Alle Arbeiter-Ve bände, alle Vereine v n K usleuten und Berufsorganisationen, foto.e Körperschaften und Stadtbehörden haben an das Volk und an die Regierung Proteste gerichtet und fordern Genugtuung. Auch Frauen-Verbände haben Protest erhoben. Die Llniversität Athen hat an alle ilnioerfitäten und an den Völkerbund Proteste gerichtet.
Amtliche Unterstützung des Attentats auf Dr. Kraft.
Berlin, l.Febr. (T.U.) Die „»tue Tag- liehe Rundschau" meldet aus Belgrad: ES ist setzgestellt worden, baß der Angriff auf den Führer der Deutschen Partei SüdflawienS von amtlichen Organen durchgeführt wurde. Der serbische Rotar deS deutschen SrteS Aeu-Siwah, Stanko, hat den Aeberfall per- fötüich geleitet.
Krupps Dampfkessel.
Das Londoner Abkommen verlangt zwar theoretisch höchste Steigerung der Leistungen un- lerer Exportindustrie, um durch sie die für die Abtragung der Reparationszahlungen nötigen Gummen hereinzubelommen, die Kruppschi Dampfkesselaffäre, von der Havas und Deuter soviel Aufhebens machen, zeigt, daß die Praxis Doch ganz anders aussieht, vor allem, wenn englische oder französische Unternehmungen sich durch die deutsche Konkurrenz stark in Die Enge getrieben fühlen. Bei der jetzt bean- 'ftanbeten Kessellieferung für argentinische Torpedoboote handelt es sich doch schlichthin nur um Treibereien jener Firmen des Auslandes, die von der argentinischen Regierung abgewiesen wurden, dafür aber jetzt die Botschafterkonferenz auf Krupp Hetzen. Daß es sich hier keineswegs um die Herstellung verbotenen Materials handelt, stört die Gegenseite wenig. Die Hauptsache ist doch, Krupp die Ausführung des Auftrages zu verbieten, daneben aber noch die Kesselllieferung politisch auszumünzen. Was heute Krupp geschieht, kann morgen jeder anderen deutschen Firma passieren, wenn sie ausländische Aufträge entgegennimmt, die der englischen oder französischen Industrie entgangen sind. Beanstandungen lassen sich nach den Erfahrungen der letzten Jahre und auch dieser neuesten stets rasch konstruieren. Nebenbei bemerkt. befindet sich bei Krupp eine ft ä ndige ”fe0ntrJ>IIEomin.i^ion’ die die Betriebe zu überwachen hat. die aber bis heute noch nicht baß es sich bei der.Lieferung der Eisatzkessel um die Herstellung verbotenen Kriegsmaterials handelt, obwohl sie sicherlich von dem Angebot in Kenntnis gesetzt übrigens Herrn Krupp kennt, dürfte wohl wissen, daß er in seinem Unternehmen nichts duldet^ was nur irgendwie gegen den Buchstaben des Versailler Vertrages verstößt.
D:e argentinische Presse.
Buenos Aires, 31. San. (Wolff.) Funk- Aruch. Die Entscheidung des alliierten Bot- schafteirats. wonach die Lieferung von Kesseln für argentinische Torpedoboote aus der Kruppschen Fabrik den Versailleer Vertrag verletzen soll, habet zahlreiche sarkastische Kommentare in der argentinischen Presse Sara- zon erklärt, die Entscheidung sei anscheinend em Handels Manöver, wofür der Ver- trag ä u m D e ck m a n t e l d i e n e n müsse. Englische wie deutsche Firmen hätten seinerzeit Angebote emgereicht. Die Anaebote seien am 1 OE- tober geöffnet worden, und das Marineamt beschloß, die von Krupp eingereichte Offerte antu- Htßmtn, weil sie die billigste und vorteilhafteste war. Weder der argentinischen Regierung. noch Krupp wäre seinerzeit irgendetwas davon mitgeleilt worden, daß die Beschränkungen des Versailler Vertrages auf diese KesseNieferung ^ntoenbung finben. Falls der Botschafterrat die Kessel alL Kriegsmaterial betrachte, könne er ebenso gut alle möglichen Dinge als Kriegsmaterial ansehen, z. D. die Knöpfe an der Saae eines Kesselheizers auf einem mit Kanonen versehenen Schiff. Wenn Krupp diese Lieferung
nutzt gestattet würde, so würde bie8_ nicht nur eine Verzögerung in der Reuausrüstung der argentinischen Torpedoboote bedeuten, sondern auch einen höheren Preis zum Schaden Argentiniens.
Die Wohnstätten-G. m. b. h.
Der Arbeitsminifter im Haushalts- ausschuh.
Berlin, 31. San. (WTD.) Der Haus- haltsausschuß des Reichstages nahm die von sozialdemokratischer Seite eingebrachte Entschließung an. in der die Reichsregierung ersucht wird, dafür zu forgen, daß zur Durchführung der Ausgaben der Betriebsräte genügend Kräfte aus der Arbeitnehmerschaft h e r- angebildet werden, und daß die hierfür bestehenden Einrichtungen aus Reichsmitteln unterstützt werden. Für das Schlichtungswesen und die Arbeitsgerichtsbarkeit wurden für 1925 insgesamt zwei Millionen Mark bewilligt. Bei der Erörterung des Wohnungsund Siedlungswesens machte Reichsarbeitsminister Brauns über die Angelegenheit der Wohnftätten-G. m. b. H. Mitteilungen. Die Wohn- stätten-G. m. b. H. sei im Herbst 1921 unter Beteiligung der Reichsbank gegründet worden Ihr wesentlicher Zweck war der Bau von Siedlungswohnungen für Beamte. Die Gesellschaft verfügte Ende 1923 über flüssige Mittel in Höhe von etlichen hunderttausend Goldmark. Die beiden Geschäftsführer, die Regierungsräte Bretsch neider und Dr. Wenzel, liehen, um die Gelder möglichst nutzbringend bis zum Wiederbeginn der Dauperiode anzulegen, im Februar 1924 die Gelder gegen einen Monatszins von 4 Prozent der Trianonfilm -A. °G. Als die Wohnstätten-G. m. b. H. ihr Darlehn, das Ende April 1924 etwa eine Million Goldmark betrug, zurückhaben wollte, war die Filmgesellschaft
zur Rückzahlung nicht in der Sage.
Um bas Geld zu retten, schoß die Wohnstätten-G. m. b. H. gegen Sicherungshypotheken auf das Grundeigentum der Trianon-A.-G. und weitere Pfandsicherbeiten immer weiteres Geld vor. Ende Mai 1924 legte der Geschäftsführer Wenzel seine Stellung nieder. Anfang September 1924 machte Dretschneider nach seiner Angabe dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Geheimrat Dr. Glaß, von dem Kreditgeschäft die erste Mitteilung. Glaß wurde von der Filmgesellschaft vor die Alternative gestellt, entweder weiteres Geld zu leihen oder einen großen Teil des bisher Geliehenen zu verlieren. Er hielt es kaufmännisch für richtig, weiteres Geld hinzugeben. Mitte Dezember 1924 betrug die Höhe des Darlehens rund 3*/o Millionen Mark. Erst im Januar bekam das Ministerium die erste Kenntnis von der ganzen Angelegenheit. Es wurde sofort gegen die drei beteiligten Beamten ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Bisher hat die Voruntersuchung keine Anhaltspunkte dafür ergeben, daß einer der drei beteiligten Beamten anläßlich des Dar- lehnsgeschäftes finanzielle oder sonstige Vorteile gezogen hat. Das Ergebnis des Disziplinarverfahrens vor dem Disziplinargericht muß ab- gewartet werden. Die Beamten sind sofort von ihren Dienstleistungen im Ministerium enthoben worden. Bretschneider ist schon feit dem 1.6. abgebaut. Das Vermögen der Wohnstätten- G. m. b.H. beträgt jetzt etwa IS1/, Millionen. Dabei sind die Guthaben an die Trianonfilmaktiengesellschaft nicht berücksichtigt. 1
Ein Kommunistenkomplott in Bayern.
München, 31. Jan. CSU.) Die Münchener Polizei hat ein kommunistifchLs Komplott auf- gedeckt, das sich mit dem Ausbau eines „Orb- nirngsdienstes für Bayern" beschäftigte. Dieser „Ordnungsdienst" sollte die Leute für den Bürgerkrieg in technischer und militärischer Hinsicht schulen. Am 17. Januar wurde der 25jährige Monteur Karl Mayer, der Leiter des „Münchener Ordnungsdienstes", beim Verlassen des Landtages Derhaftet. Umfangreiches Material, das er bei sich führte, und das er gerade ah einen sicheren Ort bringen wollte, wurde beschlagnahmt, und es ergab sich baraufc, daß die Organisation sich auch für die Beschaffung von Waffen interessiert«. Die Stärke des Ordnungsdienstes beträgt bis jetzt 655 Mann. Die polizeilichen Ermittlungen über das Wesen dieser Organisation haben ergeben. daß sie als kommunistische Schule f ür n Bürgerkrieg zu betrachten ist. Die KPD. will sich mit dem Ordnungsdienst eine traff organisierte Kerntruppe schaffen, welcher die Aufgabe zukommt, bei einem bewaffneten Aufstand die Führung der Massen zu übernehmen, und den Grundstock für die Rote Armee bilden. Dem Ordnungsdienst angegliedert ist ein Ver bindungs dien st.
Der Kommunismus in Mitteldeutschland.
Die von kommunistischer Seite nach Halle etnberufene Betriebsrätekonferenz für den mitteldeutschen Bergbau, zu der 66 Personen, darunter 30 Betriebsräte, erschienen waren, wahrend der mitteldeutsche Bergbau 255 Cöetncfee mit mehr als 2000 Betriebsräten umaßt, wurde von dem kommunistischen Reichstags- abgeordncten Rosenbaum eröffnet. Reichstags° al>geor&ncter Koehnen betonte in seinem Oie- erat die Rotwendigkeit, die Gewerkschaftsbewegung den kommunistischen Par- weckendien ft bar zu machen und die Führung in die Hande kommunistischer bringen, um so die von der KPD. aufgestellten Forderungen durchzufetzen. Dis zum 8. Februar müßten die Kampfmaß. naßmen vorbereitet sein. Im Ruhrgebiet ei alles vorbereitet, und man warte nur auf per mitteldeutschen Bergarbeiter. Zunächst muffe die Forderung einer 40prozentigen Lohnerhöhung gestellt werden. Eine von der Kon,erenz angenommene Entschließung fordert die Herausgabe von angeblich 7000 Inhaftierten.
Die Geschäfte
des Ministers Böttcher.
Dresden, 2. Febr. ($1L) s>er seibere kommunistische sächsische Finanzminister Böttcher hatte eine Anzahl 2lm>rvnunaen getroffen, die si nV v konnten. Der vom Landtag eingesetzt« U ^uß kam zu folgen-
nur» ® r n t 8: Die Forderung eines 800»
Bilttonen-Liquiditäts-Krebits, bic im Oktober
1923 geschah, bedeutete eine bewußte Täuschung deSReichSfinanzmini steriums für die Böttcher allein verantwortlich ist. Die Verwendung dieser Gelder war gefefc- und zweckwidrig. Weiter wurde die Zuwendung eines doppelten Gehalts für einen persönlichen Vertrauensmann und auch die befohlene frühere 'Einstufung mittlerer Beamten in höhere Besoldungsgruppen, die Böttcher aus parteipolitischen Gründen an- geordnet hatte, verurteilt.
Aus der Deutschnationalen Dolkspartei.
Berlin. 2. Febr. (£11.) Die Deutsch- nationale Dolkspartei wird für den 21. Februar eine Tagung ihrer Vertreter einberufen. Aus dieser Tagung soll endgültig der Partei- Vorsitzende gewählt werden. Es ist damit zu rechnen, daß der bisherige Vorsitzende Dr. Winkler endgültig gewählt wird. Am Dienstag soll die Wahl des Vorsitzenden der deutschnationalen Reichstagsfraktion stattfinden. Das Amt des Fraktionsvorsihendei, wird in Zukunft von dem des Parteivorsihenden getrennt sein.
Kleine politische Nachrichten.
Im Alter von 77 Jahren ist der General Ulrich Wille, Kommandeur der schweizerischen Truppen während des Weltkrieges, gestorben.
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Der „Mcttin" erfährt aus Moskau, daß die Tscheka gleich nach der Abreise Trotzkis in seiner Wohnung eine gründliche Haussuchung vornehmen ließ. Alle dort gefundenen Bücher, Briefe und Dokumente wurden beschlagnahmt und Stalin übergeben.
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Die Russin Dickfon Ergeniewa. die bereits vor einigen Wochen auf Krassin ein Attentat versuchte, hatte Prof. Einstein in mehreren Drohbriefen m tgeteilt. daß sie auch auf ihn ein Attentat verüben werde. Freitag abend versuchte sie nun, sich gewaltsam Einlaß in die Wohnung Einsteins zu verschaffen, um auf ihn ein Attentat zu verüben. Da ihr dies nicht gelang, entfloh sie. Heute Mittag wurde sie von der Kriminalpolizei fest genommen. Allem Anschein nach ist die Russin geisteskrank.
Aus aller Welt.
Das Schicksal einer Familie.
Vom Schicksal hart verfolgt wird die Familie des Berliner Professors Wechsler. Vor einiger Zeit wurde sein ältester Sohn, bei) Gymnasiast Wechsler, bei abendlichem Heimgang von einem Auto überfahren. Jetzt hat ein tragisches Verhängnis dem Professor Wechsler auch seine beiden letzten Kinder entrissen. Seine 19 Jahve alte Tochter und der 10 Jahre alte Sohn erstickten infolge E i n- atmens von Kohlenoxydgasen, als sie nur 10 Minuten im Badezimmer weilten. Heber die verhängnisvollen Umstände, die zu biefem erschütternden Unglück geführt haben, erfährt man folgendes: Die Familie Wechsler hatte den ftarf beschädigten Dadeapparat erst vor kurzem reparieren lassen und das erste Bad für die Kinder deS Hauses gerichtet. Die Tochter sollte das Bad zuerst benutzen und dann das Baden des Knaben überwachen. Fräulein Wechsler muß die Gasvergiftung im Wasser überrascht haben. Man fand sie als Leiche in der Wanne, während ihr junger Bruder im Baderaurn selbft tot aufgefunden wurde. Es war nur ein Zufall, daß er früher als beabsichtigt den Daberaum betrat, sonst wäre er vielleicht verschont geblieben. Wie angegeben wird, trifft an dem überaus tragischen Unglück den Installateur, der den Badeofen eben erst repariert hat. die Schuld. Er hat das Abzugsrohr des Ofens herausgenommen und, wie behauptet wird ausb^-icklich erklärt, baß es überhaupt nicht nötig fet. Die Kriminalpolizei hat ihre Ermittelungen ausgenommen. Von einer Verhaftung des schul- 'digen Installateurs wurde, da Fluchtverdacht nicht besteht, Abstand genommen.
Erdbeben in Ungarn.
Erlau, 31. San. (Wolff.) Kurz nach 8 Ahr wurde in dem östlich vom Matragebirge liegenden Teile des Komitats Heves ein heftiges tektonisches Erdbeben verspürt. Die rasch aufeinander folgenden Erdstöße versetzten die Bevölkerung in große Aufregung. Die Leute flüchteten sich meistens auf die Straße. In Erlau wurde in den Aemtern die Arbeit sofort eingestellt. Aus den Schulen wurden die Kinder heimgeführt. Das Erdbeben stürzte za hlreiche Feuermauern um. MehrereSchornsteine und Dächer sind eingestürzt,' die Mauern erlitten Risse. Der Turm der alten Minoritenkirche ist schief geworden. In der Kirche der Zisterzienser wurde der Hauptaltar beschädigt. Auch die Gebäude des Gymnasiums und der Oberrealschule erlitten Schaden. AbgestürzteS Gemäuer hat mehrere Personen verletzt. In Erlau beläuft sich der Schaden auf mindestens eine Milliarde Kronen. In den umliegenden Dörfern wurde noch größerer Schaden verursacht. Am 8.35 llfrr wiederholte sich das Beben in Erlau; doch nahm eS bereits einen viel milderen Verlauf.
Äochosenexploslvll.
Auf der Dillinger Hütte ereignete sich heute morgen eine Ho chofenexplosion. Fünf Arbeiter wurden getötet und mehrere verwundet.
Eisenbahnunfall durch Wirbelsturm.
Sn der Rahe von London wurde ein aus zwei Wagen bestehender Gisenbahnzug durch einen plötzlichen Wirbelsturm vom Eisenbahndamm h e r u n tergeschle u de rt. Der Zug stürzte 40 Fuß hinab. Vier Personen wurden getötet und zehn verletzt.
Dom Tanz in den $öb.
'Aach einer Meldung aus Efchwege ist dort die 20jährige Fmeda Heukrvth aus Dem Rach^ir^rf Hauerode auf der Dorfsttaße mit burä)f<bnittener Kehle aufgefunben toor- ben. Sie Hatte vorher eine Tanzfeier mitgemacht. Der Tater ist noch nicht ermittelt.
Die Frau zum Fenster hinavsgeworfem - . in pÄann^eim wohnende Taglöhner Heinrich Michael warf freute früh um 3 llfrr etnc., ® £ f £Q u. aus dem Fenster seiner rm vierten Stock gelegenen Wohnung auf die Straße, wo sie tot liegen blieb. Der Grund ift in Familienzwistigkeiten zu suchen.
Der Täler wurde verhaftet.
Aahrplarranderunaeu ab I. Februar
Personenzug 2551 Londorf — Gießen
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Gießener Woche«: m<-rktvreise
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Personenzug nach Frankfurt a. M. um 9.42 v
Pz. 503 von Hungen kommt Gießen an 9.37 v. und erhält ebenfalls Anschluß an beschl. Personenzug nach Frankfurt a. M.
um Mitternacht voll sichtbar: diese Zeiten ver- 'l in einen* frühen sich im Laufe des Monats um etwa & zwei Stunden. Von den Wandelsternen tft cm " Abendhimmel Mars zu sehen, der langsam 4ub*
größere und größere Dogen beschreibt, und daher 3** *** ' ^mgel trotz der Annäherung der Sonne noch längere vtts>
Seit sichtbar bleibt, so daß er den ganzen Mono* auj
hindurch erst kurz vor Mitternacht untergebt. {
A*n 8. Februar ist eine Teilmondfinfter- ilsE- «.ftnrin nid, die um 9 llfrr 9 Minuten beginnt und ° "em. I 15 Minuten nach Mitternacht endet. Gegen »All rentwjib Ufrr liegen knapp 3/t des Mondburchmessers im jtfüfrrt® aw
Aahrplanänderunaeu ab I Februar, wrfe be> ^ner
Zersetzung zum Lirkung vom 1. Schöndorf z* )tr Universität Birhing vom ;mtoärtet Audo Metzen, zum Le
Perfonenzug 2551 Lon do r f —Gieß en ^Dor*
verkehrt werktags, wie bisher, Londorf ab 4.47 6., QUwh Gießen an 5.29 v. An Sonntagen sowie am 10.4., 11.4. und 21.5. fahrt dieser Zug Londori ab 7.29 v., Gießen an 8.11 v. Der Gegenzug 2-552 fährt werktags auch wie bisher Gießen ab 6.13 v. E
An Sonntagen Gießen ab 9.48 v.
Personenzug 409 von Koblenz trifft Jtnetber bereits um 9.37 v. (statt bisher 9.43) in Gießen ein und bekommt Anschluß cm beschleunigten . rJ/rL Personen-ua nach Frankfurt a. M. um 9.42 v ;ienmflßüiMio
öollsschule zu § ich Sitiri($ tr Mifäuk tu
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uni<
Pz. 797 Fran kfurt —Gießen , in Gießen an 6.37 abends, verkehrt nur Werktags.
Pz. 781 von Frankfurt verkehrt täglich bis nach Marburg. Gießen an 7.50 n., ab 8.00 n., in Marburg an 8.50 n. -
Pä-1649 Gießen-Dillenburg fäßrt Gießen ab 10.30 n. (statt bisher 10.23).
Aus Stabt und Land.
Gießen, den 2. Febr. 1925.
Der Sternhimmel im Februar.
Der kürzeste Monat des Jahres ist der Sterw
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beobachtung wegen der noch kurzen Tage uns <0 - dunklen Rächte im allgemeinen günstig. Der noch ziemlich späte Aufgang der Sonne gestattet, datz Mol sogar mancher nicht ausgelprochene Frühaufsteher $ i einen Blick auf den Morgenhimmel wirft. Fall- '
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20, gelbe Rüben 10, rote Rüben 15, Spinat 50, Unter-Kohlrabi 10. Grünkohl 20. Rosenkohl 80, Feldsalat 100. Endivien 100, Tomaten 150, Zwie- i beln 15, Meerrettich 40 bis 80, Schwarzwurz üi? i 70, Kartoffeln 5, Aepfel 12 bis 20, Honig 35, junge Hahnen 150, Suppenhühner 130, Gans« 100 Pf.; Eier das Stück 16 bis 17. Blumenkohl 120 bis 200, Lauch 5 bis 20, Sellerie ?0 bis 100 Pf.
Vortwtizen.
— Lageskalender für Montage Literarische Gesellschaft und Gießener Thc.ologen- schaft: 8> Llhr Reue Aula der ülniversität Vortrag Graf Hermann Keyserling. — Gießener Srerwrllige Feuerwehr: 8 Uhr Stadt Kassel Oliv, natsversammlung. — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Die Ribelungen 1. Teil. — Aftoria- Lichtspiele. „Die Sintflut".
Wettcvvyrarlssaqe.
Rachts Temperaturen um ben Gefrierpunkt, ^orgennebel, auch tagsübwr meist bedeckt, Winde tn)^k '^^icher Richtting zurückdrehend, vorwiegend
Rachdem auch geftern noch auf der Rückseite » L abziehenden Tiefdruckwirbel einzelne kräftige Regenschauer bei insgesamt sehr unruhigem Witterungscharatter niedergingen und die Temperaturen gleichzeitig weiter fielen, so daß die nächtlichen Minima bei Rull lagen, ist heute morgen in unserem Bezirk völliges Aufklavei, eingetreten. Heule morgen wölbt sich von der Discaya bis nach Rordskandinavien ein Hoch- bruefrüden auf, der aber vor dem Angriff neuer Rordmeerstörungen ostwärts ausweichen dürfte. Aussicht auf Anhalten der eingetretenen Aufbesserung oder Eintritt längerer Frostperiodni ind damit nicht gegeben.
lUkl
» ohne Macke
*e Schriftgießereibesiher Wilhelm Kling spor-Ofsenbach f. Sm Alter von 54 Jahren ist der Mitinhaber ein® weltbekannten und hochangefehenen Llnterneh- mens in Offenbach, der Schriftgießereibesitzea Wilhelm Kl ingspor, plötzlich verschieden. Der Heimgang dieses Mannes, eines Bruders des Kommerzienrats Klingspor in Gießen, ruft auch in unserer Stadt in weiten Bevvlkerunaskreisev herzliche Teilnahme hervor. Man kannte den Entschlafenen auch frier als einen ausgezeichneten Menschen. Sein vornehmer Efrarakter, sein unübertreffliches Pflichtgefühl, das ihn auch über em persönliches älnglüd infolge sehr schwere-- Verwundung im Kriege immer wieder sieg er ließ, seine kaufmännische ßautetfeit und Energie mit der er an dem Aufstieg des Hauses Kling, por mittotrtte, und sein umgängliches Wffen icherten ihm nicht nur in seinem Wohnsitz Offen, bach einen großen Freundeskreis, sondern machten auch seinen auswärrigen Geschäftsfreurber' >en Menschen und Geschäftsmann Klingspor sehr chahenswert. Richt nut in den Offenbacher Freundes- und Bekanntenkreisen des Verstör- öenen wird sein Andenken in frohen Ehren fort- leben sondern auch weit darüber hinaus, insbesondere auch in der Duchdruckerwelt, wild bas treffliche Persönlichkcttsbild Wilbeftr Sfilna lvorS stets voröilblick bleiben
das Wetter am Anfang des Monats günstig ist. kann man im Südosten den bei uns so seltenen Himmelsgast Merkur wahrnehmen und in seiner Rähe Venus als Morgenstern. Etw- am 3. des Monats eilt der schnellere Merkur an Venus vorüber und nähert sich der Sonne so stark daß er bald unsichtbar wird. Auch der Riesen, planet Jupiter ist am Morgenhimmel recht« über Venus zu sehen, und noch weiter rechts in dem Sternbild der Wage, der Planei Saturn. Roch eindrucksvoller fteilich als bei Morgenhimmel ist der Abendhimmel, wo gerabc m Februar die herrlichsten unserer Sternbilder in vollem Glanz erstrahlen. Sofort »rach Eintritt der Dunkelheit wirb Orion mit seinen Sjunben dem großen mit bem Hauptstern Sirius uni? dem kleinen mit Prokyon sichtbar. Dazu kommen die schönen Tierkreisbilder des Löwen und der Jungfrau: der Lowe wird am An fang des Monats um 7 ilfrr, die Jungfrau ettoai
am 31. Januar (Händlerpveise). Ich Hedoertch
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt. J 25KL Butter das Pfund 190 bis 200. Matte 40, Käse r. S t6S 65 bis 70, Wirsing 15, Weißkraut 15, Rotkraut l“®r *- ®1
20, gelbe Rüben 10. rote Rüben 15. (Sbinat SO. Fe tu v°*ip(
< Der beschl. Personenzug Kassel- m
® t e ß e n — 5 r a « f f u r t a. M., bisher Gießen ” ^.^,bcinlich an 9.26 v., ab 9.34 v., trifft ab 1. Februar 9.26 v. ein und fährt 9.42 v. ab.


