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Wirtschaft.

An des Jahres Wende, i.

Wenn einmal ein Wirtschaftshistoriker

.oyt Dr Nebel-Friedberg ('Bariton), Pws. Dr Schmidt-Fttedberg (Orgel), MuMi- rektor Ros en meyer- Bad-Nauherm (Bw line) sowie eines von ihm zusammengestellt^t Streichorchesters hiesiger Musikfreunde wurde durch geschickte Zusammenstellung von Men- velsohn-BartholdhS .Arie <ms PauluS. Gott sei mir gnädig", von Deckers Largo für Dio line Getto und Orgel und entsprechenden Tei- l-7'°u7 Ä^d-ls s°°>i- R-g--s

Mancis Wiegenlied- und^ den wechevvllen KirchenchörenStille Nacht ."Ehre sei Gott (mit Orchester) undO du fröhliche gleich am die Ankunft des WeltheikuweS m wun^r- voller Weise verherrlicht. Die felnstnn.ge B^ aleituna der Gesänge durch Professor Dr. Schmidt, die mit so reiner, prächtiger So­pranstimme seelenvoll vorgetragenen Sologe­sänge der Frau M ü l l e r - Da n ge r t und die virwosen Diolinvortrüge des Musrkdtrel- tors Aosenmeyer seren besonders hervor- ^^Reichelsheim (Wetterau), 30. Dez. Ende Januar findet h er erns Tagung derVer- elnioung der Freunde der Dorfkirche für K i r ch e n v o r st e h e r statt- Referate Werder halten der V zepcäf dent d s Landesurchcnamls, Geh. Oberlonsistorialrat Dr. De rnh e^ck über die Finanzlage der Landeskirche und oer Gmzel gemeinden, und der Land^slugerropsarrer Zent­graf.

Bischer Gesandter In Berlin: 23. General R. ivelle, ehem. franz. Oberkommandieren- n Rhein.

April: 10. Hugo StinneS, Grohinbustrieller: 22. August Brust, M- d. Pr. L., Gründer der christlichen Gewerkschaften; Eleonore Düse, ital. Schauspielerin: 23. Hans v. Weber, Münchner Aerlagsbuchhändler: 24. Dr. Karl Helfferich. M. b. R., ehem. Staatssekretär und Vizekanzler.

Mal: 8. G. v. Schoch, General b.3.; 13. Geh. Rat Prof. H. Kretzfchmar, Musikge­lehrter-, 15. Prof. Dr. phil. h. c. F. Roeder, Direktor der Düsseldorfer Äunftalabenue; d'Estournelles de Constant, Demokrat. Senator, franz. Diplomat: 20. Prinz Alerander zu Hohenlohe-Schi! lingsfür st! Dr. h. c. Georg Hirzel, Leipziger Derlagsbuchhandler-, Sir William Goschen, ehem. britischer Bot- schafter in Berlin: 29. Paul Dambon, ehem. franz. Botschafter in London: 30. Prof. Dr. Alb. Köster, Leipziger Literarhistoriker.

Juni: 3. Friedrich Kallwegen, ehemal. Direktor der Berliner Akademie der Künste: 6. Dr. F. v. Schloer, Bischof von Würzburg: 12. Beldimau, ehem. rumänischer Gesandter in Berlin: 22. P. Mank iewitz. Direktor der Deutschen Bank. w

Juli: 1. An ton Ohorn, Schriftsteller: 2. D. de Jouvenel, franz. Radikalsozmust: 3. M a t s u k a t a , japanischer Staatsmann: 10. Dr. A. Zreih. Mumm von Schwarzen st ein, deutscher Botschafter a. D.: 14. Geh. ^ommerzien- rat G. W. Büxenstein, Berliner Druckerel- besrtzer: 16. Dr. M- Palagyi, Professor der Biologie in Darmstadt: 17. Ricciottl Gari­baldi, italienischer General: 22. Sir George Buchanan, ehem. britischer Botschaster in Pe­tersburg: 23. Exz. Dr. A. Bücklin. ehemal. Karlsruher Generalintendant und natwnallive- raler Politiker: 27. Ferruceco Dusoni, Kom­ponist: 30. W. Marx, ehem. Oberbügermeister von Düsseldorf.

August-, 12. Geh. Baurat Schwcchten, Berliner Architekt: 15. Alexander Eliasberg: Schrift- Lteller: 16. Geh. Rat Professor Dr. A. R a r a t h, Heidelberger Chirurg: 17. Geheimrat Prof. Dr. P. R a t o r p , Marburger Philosoph: 29. Dr. O. Oöhliuger, Ministerialrat und Journalist.

September: 1. Freiherr K. v. Perfall, Schriftsteller: 2. Dr. QI. Düringer, M d.R., ehem. badischer Justizminister: 14. Geh. Rat Prof. Dr. W. R o u x , Anatom in Halle: 22. Feldmar- rnarschall Hermann K 5 veh v. Kövehhaza, österreichischer Feldherr.

Oktober: 3. Prof. Dr. Cl. Baeumker, ka­tholischer Philosoph in München: 13. Anatole 'Franc e, französischer Dichter: 16. Prof. Hans S ch a d o w , Maler: 18. Dr .jur. Rob. Faber, Ehrenvorsitzender des Vereins Deutscher Zei­tungsverleger: Sir Percy Scott, britischer Ad­miral: 20. Freiherr Hugo von Freytag- ' Loringhoven, General d. 2.: Professor Dr. Koch-Grünberg, Ethnologe und Geograph: Dr. F. G r ü n f p a ch , be annter Berliner Rechts­anwalt: 23. Rechtsanwalt Dr. Osann, volls- parteilicher Politiker. M.d.Hess.L.: 29. Dr. W. Boveri, schweizerischer Großindustrieller.

November: 7. Hans Thoma, deutscher Maler: 14. Professor Ludo Moritz Hart­mann, ehem. österr. Gesandter in Berlin, Histo- rriker: 15. Ernst v. Hehdebrand und der Lase, konservativer Politiker: 20. Sir Lee ßffld, britischer General, Sirdar der ägyp­tischen Qlrmee: 22. Frau Harding, Gemahlin ses verstorbenen Präsidenten der Vereinigten Staaten: 29. Giacomo Puccini. italienischer Komponist.

v Dezember: 8. Xaver Scharwenka, deut­scher Komponist: 13. Samuel Gompers, ame­rikanischer Gewerkschaftsführer.

Kreis Schotten.

)( Ruppertsburg, 28. Dez. Wie all­jährlich. so fand auch in diesem Jahre am heiligen Abend unsere Christ vesper statt. Die Kirche war überfüllt. Schristverlesungen und Ansprache des Ortsgeistlichen Pfarrer D. Fritsch und De­klamationen der Konfirmanden waren umrahmt von Gemeinde- und Chorgesängen und Posaunen­chören. Wie immer üblich, wirkten die Chore Der beiden Schulklassen, der Mannergesangverein Sängerbund" und ein gemischter Chor, gebildet aus den Mitgliedern des Männerchors und Den Kindern der 1. Schulklasse, mit. Alle gaben ihr Bestes zur Ehre Gottes. - Für den Abend des 2. Weihnachtsfeiertages hatte der Gesang- v e r e i nS ä n g e r b u n d" seine Mitglieder und deren Familien zu einem F a m i l i e n a b e n d rm Saale des Gastwirts Schlörb eingeladen. Die üeier wurde durch einen Weihnachtschor eröffnet. Der langjährige Vorsitzende des Vereins, Jakob Bocher, begrünte die Erschienenen, kennzeichnete die Veranstaltung als 35jähriges Stiftungsfest und gedachte dankbar der zum Teil schon verstorbenen Gründer. Der Dirigent, Lehrer Debus, sprach über die Bedeutung und Geschichte der Wmh- nachtslieder. Sieben Mannerchöre und zahlreiche Volkslieder wechselten miteinander ab. Nicht un­erwähnt dürfen bleiben die drei heiteren Dar­bietungen des Vorsitzenden Bocher und des Mitglieds Hch. S ch u ch a r d, die manche Lachsalve auslösten. 3m Mittelpunkt des 1. Teils des Pro­gramms stand ein L t ch t b i l d e r v o r t r a g überThüringen. Der 2. Teil brachte heitere Bilder von Dusch. Die Feier dehnte sich bis gegen 12 Ühr aus und war sehr gut besucht. Am heu­tigen Sonntagabend hielt der Landiugend- bund für seine Mitglieder und deren Angehörigen eine Weihnachtsfeier im festlich geschmück­ten Gemeindesaale ab. Cingeleitet wurde die Feier durch eine Ansprache des Vorsitzenden W. H u s - s e l. Pfarrer D. Fritsch wies auf die Bedeu­tung der- deutschen Weihnachtsfeiern und aus die Wirkung sogar auf unsere Feinde hin und er­mahnte Die Jugend zu frommem, deutschem Sinn. Nach dem Gesang der schönen Weihnachtslieder im Glanze des strahlenden Christbaums folgte die Vorführung Der LichtbildserieAlm Ruhr und Rhein und deutsches Sein". Gin Hoch auf das deutsche Vaterland, dem dasDeutschlandlied folgte, beschloß Den ersten Teil. Der zweite brachte eine Weihnachtsverlvsung, die Deklamation mehrerer Gedichte in Wetterauer Mundart und den Gesang schöner Volkslieder.

Hessen-Nassau.

bl. Dillenburg, 29. Dez. Bei Arbeiten am Kühlapparat in dem Betrieb des Metzger- rneisters Zimmerschiedt löste sich eine zu dem Qlpparat gehörige Ammoniakflasche, Deren Inhalt Dem Besitzer in das Gesicht spritzte. Schwere Brandwunden waren die Fol­gen. Auherdem fürchtet man, daß der Bedauerns­werte das Augenlicht verliert.

bl. H a i g e r , 29. Dez. Sicherem Vernehmen nach Plant Die Saigerer Hütte für Mitte Januar Die Wiedereröffnung des Hoch­ofenbetriebes. 100 Arbeiter würden damit Der Haigerer Abteilung wieder zugewiesen wer- Den können, während die oberhessischen Gruben erneut 50 weitere Bergleute ein stellen können. Auf Dem Werk wurde seither der größte Teil unserer Erwerbslosen beschäftigt, die somit wieder Beschäftigung finden werden.

Ausland verschleudert, daß man auch im Inland grobe Teile des Volksvermögens für em Trink­geld in ausländische Hände gespielt hatte. Die ersten Monate des Jahres 1924 täuschten noch über den wahren Grad unserer Armut hrnweg. Die Börsenkurse, Die in Den letzten Monaten Der Inflationszeit Durch Die Flucht aus Der Mark um jeden Preis künstlich heraufgeschraubt waren, hatten noch einen StanD, Der bei vielen Papieren weit über Den inneren Wert, hinausging. Die plötzliche Rückkehr zu kleinen Ziffern weckte im großen Publikum Die Idee von auherorDentlicher Billigkeit aller Waren und einen Warenkauf­hunger. Der Erfolg war ein ratender Absatz von Konsumtionsgütern. Die Reaktion auf diese Scheinblüte Der Konjunktur, die zunächst von Der Reichsbant durch allzu freigebige Kreditbewilli.- gung unterstützt worden war- konnte Denn auch nicht lange auf sich warten lassen. Die Reichs­bank erkannte, namentlich an der Bewegung auf dem Devisenmarkt, Die auherorDentlich große Ge­fahr für Die Aentenmark, und sie kehrte einer« seits zu einer auherorDentlich scharfen Devisen­politik zurück, in Deren Folge wiederum Repar­tierungen von geringen Bruchteilen der AnsorDc- rungen vorgenommen wurden, andererseits führte sie Die berüchtigten Kreditrestriktionen durch, Die ein gewagtes Experiment waren, Da sie leicht hätten Dazu führen können, Dah Die Wirtschaft um Der Währung willen getötet würde. Wenn man auch heute sagen Darf, dah das Experiment trotz Der vielen Opfer, die auf Der Strecke ge­blieben sinD, gelungen ist, so muh man Doch Der Kritik, Die an ihm geübt worden ist, insofern recht geben, als Die Kreditrestriktionen in allzu schematischer Form durchgesührt wurden, indem Die Reichsbank sich ohne Rücksicht auf Den inneren StanD Der Kreditnehmer auf Den Standpunkt stellte, dah Der Kredit vom 5. April nicht über­schritten werden dürfe. Die Folge davon war, Dah neben Den vielen Inslationsblüten auch in­nerlich Durchaus gesunDe Unternehmen in Schwie­rigkeiten gerieten, woDurch Der deutschen Volks­wirtschaft weitere schwere Verluste entstanden, die hätten vermieden werden können. Die Folgen Der Maßnahmen Der Reichsbant zeigten sich Dann weiter Darin, Dah, um Die nötigen Betriebsmittel

Mutschler aufs beste ausgenuht uud auch von den Schülerinnen fleißig gearbeibrt wor^m war. Ein Kaffee mit Kuchen, dessen Gute sowohl von Der Liebe, mit Der er bereitet war, als auch von Dem Können der Schülerinnen, Zeug^S legte unD au Dem Die Eltern u^> me Orts ^Hor­den eingeladen waren, beschloß hi« Ä - Nach Der Statistik wurden im 3af>r 1924 tn n ( a h e i m 15 Kinder geboren, 12 Knaben und 3 Mädchen. 2 Kinder «in Zwillingspaar sind bereits wieder gestoben. Konfirmiert wurden 28 Kinder, 16 Sohne und 12 Tochter- Ge traut wurden 12 Ehepaare Von Den im Jahre UB3 cirgefeßn ten Eheleuten k imten noch 8 Paare Die silberne Hochzeit feiern, und von den Ehepaaren. Die im 3atfre 1874 Den Bmid Hir baä Leben geschlossen hatten, konnten noch zwei Die goldene Hochzeit begehen, tmd d to ar Äon» raö Grieb IX. und Dorothea geb. Klotz.,und Konrad Jung XHL und Margarete geb. Saget. Es starben 15 Glieder der ZsmAws, 12 Ei wachsene und 3 Kinder. 3n Dorf-Gill tourJen 1924 10 Kinder geboren, 7 Knaben und 3 Mädchen. Konfirmiert irurDen 7 KuÄ^r, 4 n. und 3 Töchter. Getraut wurden 6 Ehepaare, wo­von 2 Paare nach auswärts zogen. Ein Ehepaat konnte Die silberne Hochzeit feiern. Es starben 3 Glieder Der Gemeinde.

Ober-Horgern, 28. Dez. Auch in unserem Dörfchen macht sich in der letzten Zeit eine gröhere vaterländische Be­wegung bemerkbar. Vor einigen Tagen lud der Jungdeutsche Orden die Einwohner zu einem Lichtbildervortrag des Schriftstellers Hatnz Wendel von Dietzen m den Saal des Gastwirtes Aug. Durmger ein. Der Redner sprach über die Schuldige. Für seine Ausführungen erntete der Vor­tragende reichen Beifall. Gestern veranstaltete die Gefolgschaft des Jungdeutschen Ordens im Saale des Ordensbruders Aug. Düringer eine kleine Weihnachtsfeier. In dem festlich oeschmückten Raume hatten sich eine größere Anzahl her Ordensbrüder mit ihren Famitten eingefunden. Nach Eröffnung der Feier und Begrüßung der Erschienenen hielt Studien­assessor Dr. Ratz eine Ansprache, in welcher er auf die Bedeutung des Weihnachtsfestes ur die Deutschen hinwies. Seine Ausfüh- :ungen endeten in einer Ermahnung, am Christentum und an den alten Sitten und Gebräuchen Der Väter festzuhalten. Als zwei­ter Redner sprach Großmeister Essinger. Dieser forderte in einer längeren Ansprache auf nickt Namen-, sondern Tatchristen zu sein. Er bat die Anwesenden, sich stets die Grund­lagen des Christentums,Gottesfurcht und Nächstenliebe", vor Augen zu halten. Die CugelsbotschaftFriede auf Erden" könnte erst dann Wirklichkeit werden, wenn das deutsche Volk in allen seinen Stämmen und Ständen einig sei. Er ermahnte die Ordens­brüder, DenIungdeutschen Gedanken" auch nach außen hin in Die Tat umzusetzen. Beide Redner ernteten reichen Beifall. Allzurasch verging Den Teilnehmern Der Abend, den Ge­sang von Chorälen und der Vortrag von Weihnachts- und vaterländischen Gedichten verschönern halfen.

Kreis Büdingen.

Aus der Provinz.

is. Steinbach, 31. Dez. Der hiesige -K r-j e g e r v e r e i n b-c.dsicht gt, sein fünfzig- jäh riges Best ehe n im Jahre 1925 festlich zu buchen.

st. Reiskirchen, 30. Dez. Am heiligen Abend erstrahlte unsere Kirche zum erstenmal im Glanz Des elektrischen Lichtes. Die Anlage war ein Bedürfnis, zumal auch an an­dern Abenden bei passenden Geleg nr)citen Licht- bildervorträge oder andere entsprechende Ver­anstaltungen geboten werden können. Die Kosten so'.len durch eine H a n s s a m m l u n g aufgebracht werden.

's G r ü n b e r g, 30. Dez. 3m Lause der Woche 'haben zwei auswärtige junge Männer viele hiesige Geschäftsleute besucht mit der Be­gründung, dah sie im Interesse Der Geschäftsleute zwecks Aufstellung eines ADrehbuches kämen. Ihre Anwesenheit, die zum Teil recht Dreist war, benutzten sie, um Den betr. Laden in Augenschein zu nehmen und Die Adresse des Laden- besitzcrs aufzuschreiben. Zum Schluß verlangten sie noch 5 Mi., Die ihnen natürlich nicht bezahlt wurden. (Die Grünberger Geschäftsleute haben gut Daran getan. Dah sie Diese Leute abbliyen liehen. Adreßbücher, wie auch andere wirklich nutzbringende Retlamemittel werden im allgemei­nen ausschließlich von örtlichen ober Provinz,eilen Unternehmungen gewährleistet. Man muh immer wieder Davor warnen, mit unbekannten aus­wärtigen Reklameagenten Verbindungen einzu­gehen. und dringend dazu raten, nur bekann­ten Firmen Vertrauen zu schenken. D. Red.)

L W i r b e r g, 30. Dez. Aus Dem Jahres- bericht Dec Pfarrei Wirberg für 192 4. ES fanden 28 Taufen statt, und zwar in BelferShain 6, Harbach 10, Göbeln­rod 6, Reinhardshain 6; hier gab es auch Die erste Taufverwetgerung, d. h. ein Kind wurde von einem sektiererischen Laien getauft. (1923 38, 1922 36 Taufen.) Konfirmiert wurden 34 Kinder, aus Bellershain 12, Göbelnrod 5, Harbach 8, Reinhardshain 9. Trauungen waren 15 (gegen 1923 13, 1922 16). Auf dem Wirberg fanden statt 8, Göbelnrod 5 und Reinhardshain 3. dazu 1 in Der Kirch in Reinhardshain. 3n der Kirche zu Harbach 4. in Bellershain 2 Trauungen. Beerdigungen fanden statt 13 (1923 15, 1922, 22), in Belters­hain 3, in Göbelnrod 2, Harbach 5 und Rein- hardshain 3. Nebertritt und Austritte von und zur Landeskirche fanden in 1924 nicht statt.

> Holzheim. 30. De- Nach 4jährig Pause hielt hier die Kreishoushaltungs- schule wieder einen Kursus ab, an dem » c«;. 20 Mädchen, Darunter 6 aus Dors-E I" . - ligten. Dm sechswöchentlichL Lehrzctt wurde > vor Weihnachten nut einer Prüfung gc,chl ' Dabei zeigte es sich, dah Die kurze llnterndj^ zeit unter Der trefflichen Leitung von Fräulein

zu erlangen, gehamsterte Devisen zum Vorschein kamen, Auslandguthaben zurückgezogen, Börsen­papiere auf Den Markt geworfen wurDen, und man schliehlich Daran ging, Die überfüllten Lager zu verändern. Infolgedessen wurde Die Reichs­bank nach und nach in Den StanD gesetzt, Die verloren gegangene Herrschaft am Devisenmarkt zurückzuerobern, währenD auf Der anDeren Seite ein nachhaltiges HerunterDrücken Des Preis­niveaus nicht gelang, an Der Börse aber eine schwere Deroute eintrat, Die schliehlich zu Der be­kannten Stützungsaktion Der Banken führte. Durch ©rünDung Der GolDDiskontbank schuf Die Reichs­bank für Die ExportinDustrie eine Möglichkeit Der KreDitbefchaffung, Die bei Der UeberwinDung Der schwersten Krise gute Dienste geleistet hat, wah- renD auf Der anDeren Seite Die zeitlich mit Den Maßnahmen Der Reichsbank zusammenfallenDc übertriebene Spekulation in französischen Franken nach ihrem Zusammenbruch Daß Ihrige zur Ver­schärfung Der Krise beitrug.

Mit Den Mahnahmen der Reichsbank zur Durchführung und Aufrechterhaltung der neuen Währung parallel liefen Die Schritte Der Re­gierung, zu einer Balancierung ihres BuDgets zu kommen, und ohne einen Erfolg Der Regierung Wären auch alle Bemühungen Der Reichsbank vergeblich gewesen. Bei der Beurteilung Der Finanzpolitik DeS Reiches sollte man Diesen Ge­sichtspunkt niemals auS Den Augen verlieren. Denn DaS A unD O Der gesamten Stabilisierung war unD blieb, Dah das Reich mit der Schulden- Wirtschaft ein Ende machte und Ausgaben nut aus laufenden Einnahmen Deckte. Erreich! werden konnte Dieses Ziel nur Durch rigorose Sparsam- keitsmahnahmen einerseits und Durch schärfste Anziehung Der Steuerschraube anDercrfci'8. Die Sparsamkmtsmahnahmen gipfelten in Dem be­kannten Beamtenabbau unD Den Ermäßigungen Der Gehälter unD Löhne. Die Anziehung der Steuerschraube konnte bei der Erfassung Der nor= malen Steuerquelle nicht Halt machen, sondern sie mußte tief in Die Substanz eingreifen, und leider geschah Dies, Da für Den Aufbau eines neuen Steuersystems keine Zeit blieb, in außerordentlich roher Form Durch schwere Belastung Des ilm=> sahes, sowohl Durch eine Umsatzsteuer selbst, Die schon unter normalen Verhältnissen über Das er­trägliche Maß hinausging. unD Durch eine Ein­kommensteuer. Die nur noch Den Namen mit einer wirklichen Einkommensteuer gemeinsam hat. Die Finanzverwaltung hat hierDurch nicht nur ihr Ziel erreicht, sondern bereits in Den ersten Drei Vierteln des Finanzjahres betrug Das Aufkom­men an Steuern und Zöllen soviel, wie bei Der Aufstellung Des Etats für Das ganze Finanzjahr voraeseben war. Ein weniger scharfer Eingriff in das Bolksvermögen hätte Darum auch gereicht. Den Etat zu balancieren, und es wäre nicht der ungefunDe Zustand eingetreten, daß Reich und öffentliche Körperschaften einen Ueberfluß an Mitteln haben, Die Der Wirtschaft Dringend fehlen. Die Erkenntnis, daß auf steuerlichem Ge­biete in übergroßer Vorficht Des Guten zuviel geschehen ist. ist auch in den Regierungskreisen schon längst g'-f mmen, ohne Daß man über kleine Ansätze zur Besserung Der Verhältnisse gekommen wäre. Die GrünDe hierfür sind im wesentlichen aus politischem Gebiet unD im Wesen unseres parlamentarischen Systems zu suchen.

Es lag im Wesen Des Uebcrgangsstadiums, in Dem wir uns bef-nden, daß das vergangene Jahr eine außerordentliche Regsamkeit aus dem ; Gebiete Der Gesetzgebung mit sich brachte. Auf Der einen Seite muhte eine positive Grundlage für die neuen Verhältnisse geschaffen werden, aus der anderen Seite muhte die llcberfü.le der Gesetze, Die die Inflationszeit bedungen hatte, verschwinden. Letzteres geschah leider nur sehr zögernd, was nur verständlich ist. wenn man berücksichtigt, Dah alle Maßnahmett von Der Furcht vor einem Rückfall begleitet waren. Von Den posit ven Verordnungen sind in erster Linie zu erwähnen Die Bestimmungen Über die Gold- markbilan en und die D itto S euerno ve vrdnu-'g, Durch welch letztere die Allgemeinheit erst über ihre Berluste an Kap lal und Vermögen gründ­lich aufgeflärt wurde. Obwohl s.e er ft eine '! Grundlage für Die verschiedenen vermö entrecht' 6 lieben Verhältnisse geschaffen hat, Haf en ihr Doch soviel Mangel an, dah man an ihre End ültig- keit nicht recht glauben mag. ganz abgesehen davon, dah sie das wichtige Problem der Auf­wertung Der öjfentlichen Schulden noch unbeanb I teertet läftt.

Das wicht gste Ereignis Des Jahres war der - Abschluh Des Lodoner A^ommnts auf Grund des , Dawes-Gntachtcns. Nach jahre angen fruch losen 5 Bemühungen auf Deutscher Seite, unse.-e biS-

Wirt'chaftsgeschichte DeutschlanDs schreibt, wirD er Das Jahr 1924 als Das größte Krisenjahr bezeichnen, Das je Die Wirtschaft eines Landes durchgemacht hat. Bei Beginn Des Jahres waren wir mitten in Der Stabilisierungskrife, es kam Dann Die KreDitkrise, Die wir auch heute noch nicht überwunDen haben, unD Die schließlich zu einer Vertrauenskrise ausartete. Da aber Das Ergeb­nis einer Krise stets eine Reinigung ist unD sie einer Neuentwicklung, einem Neuaufbau Die Wege ebnet, Darf man das Jahr 1924, wenn auch noch in bescheidenem Maße, das Jahr des WieDerauf'- baus nennen. Die Ereignisse Des Jahres 1924 waren so zahlreich,- Die Fülle Der Geschehnisse so vielseitig, Daß es sich lohnt, sie nochmals, wenn auch nur schlaglichtartig, an Dem geistigen Auge vorbei passieren zu lassen.

Gegen EnDe Des Jahres 1923 hatte die In­flation ihren Höhepunkt erreicht, und es war enD- lich gelungen, Der Markentwertung Durch Die ge­niale Idee Der Schaffung Der Rentenmark Ein­halt zu gebieten. Damit kam aber auch Die Er­kenntnis von Der verheerenDen Wirkung der In­flation auf Das gesamte Deutsche Wirtschaftsleben, eine Verheerung, Die niemals Das entsetzliche Ausmaß hätte erreichen können, wenn nicht bis nahezu zum letzten Augenblick an Der krankhaften Hydothele 'Marl gleich Ma k festgehalten worden wäre. Man tarn zu Der Ertenntnis. dah Die Blüm der Exportindustrie nur scheinbar war, Dah man durch den Export Die Deutschen Güter an Das

nD. Nidda, 28. Dez. Arn 1- Weihnachts­feiertag fand abends hier in der Kirche ein Krippenspiel statt, das von Dem Jung­frauenverein unter Leitung von Frau Pfarrer Leut gespielt wurde. Die Kirche war von Zuschauern so überfüllt, dah eine große Zahl von Besuchern wieder urnkchren mußte. Heilte fand eine Wiederholung Der Aufführung statt, die ebenfalls sehr stark besucht war, ein Beweis, dah das Spiel großen Beifall gefunden hat. Heute nachmittag führten Die Schulkinder Der hief.gen Vo'köschul? in der Kirche das Weih­nachtsmärchenDie F-reuDe" auf. Di- Kinder erledigten sich ihrer Aufgaben mit großem Ge­schick und Verständnis. Die zahlreichen Zuhörer waren auch von dieser Feier voll befriedigt. Pfarrer Laut unD Frau haben sich dadurch großen Dank bei Den Evangelischen unseres Kirch­spiels erworben.

gN. Bellmuth, 27. Dez. Heute fand hier im Saale bei Gastwirt Karl^ der Diesjährige Dertretertag Des Sängerbundes .,G e i ß - N i D D a und Umgegend" statt. Die Ver­sammlung war außerordentlich gut besucht, so Dah Der Raum Dicht besetzt war. Nicht nur die Vertreter Der acht VunDesvereine und deren Dirigenten, sondern noch zahlreiche Sänger und Sangesfreunde der Umgegenb waren zugegen. Der Vorsitzende stellte m seiner 'Begrüßungs­ansprache fest, das; Der BunD seinem alten Ziele, der Pflege des Volksliedes, immer noch obliege und zeigte, daß Gesangvereine, Sängerbünde und Gesang heute ein noch weit w-tchiigerer Faktor der Dolkserziehung und Volkserneuerung feien wie früher. Damit fand er begeisterte Zustim­mung. Der launige zweite Teil feiner Rede war der kleinen G.m hbe Bellmuth und ihrem (feinen, aber rührigen Gesangverein gewidmet. Das be­geistert auigenommene Hoch auf beide zeigte dm Widerhall Der Worte in den Herzen der Sänger. Gerührt dankten Der Bürgermeister des OrteS, sowie der Vorsitzende des Bellmuther Gesang­vereins. Aas Den Verhandlungen war zu ent­nehmen, daß die Zahl der Dundesveveine durch Neuaufnahme Dcä Gesangvereins von BorsDorf auf neun gestiegen ist mit nunmehr Im ganzen 300 Sängern. Jahresbericht unD Rechnung er­gaben keinen Anlaß zu Bemerkungen und wurden einstimmig genehmigt. Das Bundesfest für 1925 findet am Sonntag, Dem 25. Mai, alfo am Sonntag vor Pfingsten in Dauernheim statt. Bei den Wahlen wurden einstimmig wieder­gewählt: 1. Vorsitzender, Lehrer Lentz, Geih- OiibDa, 2. Vorsitzender und Schriftführer, Stein- bruchbesitzer Nickel, Ob.:r-WiDDersh.im. 3. Rech­ner, Lehrer Meyer, Dauernheim. Außerdem ernennt jeder Dundesverein ein Vorstandsmit­glied aus seiner Mitte. Die VerhanDlungen ver­liefen in schönster Harmonie. Der Gesangverein von Bellmuth umrahmte das Ganze mit dem Vortrag verschiedener ausgezeichnet gelungener I Volkslieder.

Kreis Friedberg.

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