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^etigen Feinde von der totrtfchaftlichenBegrenzt- heil unseres ZahlungSvermögenS zu überzeugen, war es endlich gelungen, ein Sachverständigen- KoÜegium. das von den Feinden anerkannt war. zum Studium der deutschen wirtschaftlichen Ver­hältnisse zu veranlassen, unö so die wrrtschaft- lrchen fror die politischen Fragen zu schieben. Wenn es auch ohne weiteres klar war, daß die Sachverständigen nach Deutschland kamen mit einer sestumrissenen Ausgabe, und daß sie alles, was sie sahen, unter dem Gesichtspunkte dieser Ausgabe sahen, und daß die 3eil. die sie zur Verfügung hatten, viel zu kurz war. um sich einen einwandfreien Einblick in dir tatsächlichen wirtschaftlichen DerhSltnisie Deutsch ands zu dc*- schaffen, so War die Tatsache dieser Wandlung an sich schon grob genug, um dem unter dem jahrelangen 5>*ud lebenden Volke den Schimmer einer Hoffnung auf schließlich endgültige Be­freiung von dem Drucke zu geben. Le dec ist es in den Verhandlungen selber nicht gelungen, die teilweise recht schiefen Bilder des Gutachtens zu berichtigen und ein für die deutsche Wirtschaft erträgliches Abkommen zu erreichen ES ist he^ie noch zu früh, den Rachweis zu l.efern. daß das Abkommen in allen feinen Punkten für die deutsche Wirtschaft untragbar ist. Sicher ist aber, daß der Gang der Geschehnisse in den nächsten Jahren diesen Aachwe s führen wird. Wir müssen uns heute damit bescheiden, festzustellen, daß die Tat­sache des Londoner Abkommens als solche ein Wesentliches da^u beigetragen hat, den Wieder­aufbau der deutschen Wirtschaft zu ermöglichen. 3n erster Linie denken toir hierbei an di« D.utsch- land gewährte sogenannte Reparationsanleihe, die, wenn sie auch nicht unmittelbar den vom Laien erwarteten Goldstrom nach Deutsch'and ge­bracht hat, so doch mittelbar die Wirtschaft be­fruchtet, indem sie ntcht nur der Veichsbank die Grundlage des Geldumlaufes erweitert und ver­stärkt. sondern auch dem Reiche bic Mittel ge­währt, die deutschen Sachlieferungen zu finan­zieren. Ihre wichtigste Wirkung aber ist, daß sie durch ihren großen Erfolg das Vertrauen zur deutschen Wirtschaft wieder herstellt und den so dringend notwendigen unmittelbaren Aus- landskredit an dte deutsche Wirtschaft nach sich zieht.

*

Weinbrennerei Scharlachberg A.-G, Bingen. Die außerordentliche Gene­ralversammlung genehmigte die Papiermarkbilanz per 31. März 1924. Eine Dividende gelangt nicht Zur Ausschüttung. Die Versammlung beschloß, das Aktienkapital in der Weise umzustellcn, daß je eine Papiermcrrk-Aktie von 1000 Pm. auf 60 Gm. umzustempeln sind. Dabei sollen Stamm- und Vorzugsaktien gleich behandelt werden. Das vergangene Geschäftsjahr litt unter den Folgen der Inflation und der Ruhrbesetzung. Das neue Geschäftsjahr weist bessere Erfolge auf und soll ,zu günstigeren Erwartungen berechtigen.

* Gerichtliche Bergleichsbestäti-- gung bei dem Stahlwerk Becker. Wie aus Krefeld gemeldet wird, ist der vom Stahl­werk Becker mit seinen Gläubigern getroffene Aus­gleich bei dem Termin durch das Amtsgericht Kre­feld bestätigt worden. Das Stahlwerk auf der Reinholdhütte soll bereits in Betrieb genommen worden sein. Die Sanierungsgruppe verzichtete bei dem Vergleich darauf, datz Indvbank und Er- mag ihre Regretzansprüche fallen lassen, und wei­ter auf die Forderung, daß für einen bindenden, Vergleich die Rechtskraft der Generalversamm­lungs-Beschlüsse unbedingte Voraussetzung wäre. Aunmehr laufen also die Fristen für die Aus­zahlung der Vergleichsquoten sofort, was im Hin­blick .auf die anhängig gemachten Aniechtungs» und Richtigkeitsklagen von besonderer Bedeutung für die Gläubiger ist.

Frankfurter Abendbörse.

Frankfurt a. M., 30. Dez. (Abendbörse.) 2m Einklang mit der Erholung, die an der heuti­gen Rachbörse sich durchzufetzen vermochte, ver­kehrte auch die Abendbörse zu weiter gebesserten Kursen. Das Geschäft war sehr gering und die Umsätze erreichten auf keinem Gebiet größeren Umfang, was wohl in der Hauptsache darauf zu­rückzuführen ist, daß die Spekulation sich zurück­haltend verhüll. Etwas lebhafter wurden Mon­tanwerte umgesetzt, von denen Buderus die Füh­rung hatten. Die Kursgewinne waren im all­gemeinen bescheiden. Etwas Rachfrage bestand für chemische Werte. Zu nennenswerten Kursbesserun­gen ist es aber auch hier nicht gekommen. Elektro­werte lagen ruhig und wenig verändert. Am Dankenmarkt erlitten Berliner Handelsgesellschaft eine neue Einbuße von 2 Prozent. Die übrigen Werte dieses Gebietes verkehrten zumeist zu un­veränderten Kurien. Der Anleihemarkt lag lust­los und neigte zum Rachgeben. Die Börse schloß bei ruhigem Geschäft in befestigter Haltung. Deutsche Anleihen: 5proz. Kriegsanleihe 872 bis 887 , 3proz. Preußische Konsols 1200, 23er K.° Schätze 250. Montanaktien: Buderus 21,65, Har­pen« r 126, Marisfelder 4,45, Earo 12,13, Otavi- Minen 28,50, Phönix 57,50 bis 57,75, Rheinische

Braunkohlen 42,75, Stinnes-Riebeck 45, Tellus 3, Laurahütte 6,50, Kali-Aschersleben 19,12, Salz Dethfurth 25.5, Westeregeln 23,75. Ehemiscke Al- lien: Dad.sche Anilin d2. Ehemische Griesheim 25,87, Scheideanstalt 22,75, Elberfelder Farben 27, Th Goldschmidt 22,50, Höchster Farbwerke 27 bis 27,12, Holzverkohlung 9,62 bis 9,75, Rütgcrswerke 19. Bankaktien: Allgemeine Deutsche Kreditanstalt 3,25, Berliner Handelsgese.lscbast 155, Commerz­bank 6,62, Darmstädter Bank 13,10, Deutsche Bank 12,75, Disrontoge'ellschaft 17,45, Dresdner Bank 8,75, Metallge'e.lschaft 19,10 bis 19,30. Oesterteich. Kreditaktien 9,80. Sonstige Werte: AEG. 12. Licht und Kraft 8,40, Kleycr 2,60, Deutscher Eisenhan- bei 6,25, Dyckerhofs & Widmann 4,25, Holzmann 5,70, Deutsches Erdöl 54,50, HeddernHeimer Küp­ser 9,80, Inag 1,475, Gebr. Iunghans 12,20, Me- tallgelellschaft 18,50 biS 18,75, Rheinmetall 10, Reckarwerke, Skammaltien 7,70, Peters Union 1,70, Voigt & Häffner 1,90, Hchantungbabn 3 30, Bagdad II 8.

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Zur Rotiz: Die Berliner Wertpapier­börse notiert nach folgenden Grundsätzen:

1 . für Aktien und Al te le. a) D.c noch nicht auf Goldmaik umgestellt sind in ,Reichsmai-k für 100 Papiermaet", b) die bece.ts auf Gcld- mark umgestellt sind, inReichsmark für loo ©otbmarr;

2 . für festverzinsliche We-te, a) soweit sie nach der bisherigen Rot orungsart ü 5er 15 M l- liarden Prozent notierten, in ^Reichsmark für 100 Papieimark", b) soweit sie b i S 15 Mill arten Prozent nach der bish.i-igen Rot.erunqSart notiert sind, inReichSma.k für eine Million Papier­mark". c) ü15 Prozent Aeichsschatzanweii ungen ,K" von 1924 in uReichsmark für eine M.ltiarde Pupiermark":

3 für die festverzinslichen wertbeständi en Anleihen, die bisher in »Mark für eine Gold­mark" notiert touroen, inReichsmark für KO Godmarl";

4 . für die Anleihen, die auf Dollar lauten. In Prozenten;

5 für die nach Sachwert v^rzfnsl'chen Pfand­briefe und Schuldv-rfchreibungei, dis bisher in Billionen notiert tmir vn in .Reichsm» k'

Derliuer Börse.

(Wgener Drahtbericht deS .Gießener Anzeiger*.)

Berlin, 30. Dez. Die verhältnismäßig große Widerstandskraft, die sich gestern an der Dbrse zeigte, gab dem heutigen Verkehr einen gewissen Rückhalt, so daß die Tendenz mehr in einer aroßen Zurückhaltung, alL in einer au#- gelvrvchenen Schwäche zum Ausdruck kam. Immerhin kam naturgemäß auch heule etwas Material auf den Markt, das jedoch bei ncr- hältnismäß g kleinen Abschwächungen Aufnahme fand. Am Montan-Aktienmarkt konnten teilweise sogar die gestrigen Echlußlurse ge­halten werden. Etwas mehr Material kam am Alarlt der Farbwerte he.aus. Danken wa en im allgemeinen gut gehalten, nur mußten Handels- gntcile einen Leit ihres gestrigen Gewimies wie­der hergeben. Am Markt der Kaliwerte hält das Interesse für einzelne Papiere des Frsi- verkehrs an, namentlich für Krügershall, die für rheinisch-westfälische Rechnung gelacht waren. Heimische Renten, die groß enteUs In­fo ge der Lausch - Operativ cn gestiegen toa en, verkehrten heute ruhig, konnten aber zunächst ihre gestrigen Stetgerungrn aufrechterhalten. Am Geldmarkt macht sich infolge der gc= steigerten An o derungen zum Iahreswechsel eine leichte Dersteiiung geltend. Tägliches Geld hörte man mit 10 bis 13 Prozent, Monatsgeld mit 11 bis 15 Prozent v. a., Geld über den Monat hinaus mit 12 bis 14 Prozent. Am internatio­nalen Devisenmarkt blieb das englische Pfund gegenüber dem Dollar sehr fest.

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SranFfurier Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht des o®ieDener Anzeiger".) Frankfurt a. M., 30. Dez. CS wurden notiert: Weizen, Wetterauer 21,50 bis 24,50, Aoggen, inländ. 22 bs 24.25, Sommergerste für Brauzw?cke 25 bis 30.50, Hafer, inländ. 18 b s 2250. 2Nais (g?Ib) 21,50 b S 22.50, Weizenmehl, inländ.. Spezial 0 39 bis 41.75. Roggenmehl 34,50 bis 38,50, We zenklele 13 75 dis 14 Roggen- klete 12,75 bis 13 Mk. Tendenz stetig.

Frankfurter EchlachtoiehmarkL (Sigcner Drabtbericht desOlcbener Anzeiger*.)

Frankfurt a. M.» 30. Dez. Auftrieb: 51 Rinder, darunter 36 Ochsen, 1 Bullen, 11 Färsen und Kühe, 700 Kälber, 264 Schafe und 71 Schweine. Es wurden bezahlt für 100 Pfund Lebendgewicht: Kalber: F nste Mastläloer 74 bis 80, mittlere Mast- und beste Saugkälber 65 bis 73. geringere Mast- und gute Saugkätb.r 56 bis 61, geringe Saugkälber 45 b s 54. S ch a s e: Mastlämmer und Masthämmel .35 bL 40, ge­ring >re Masthämmel und Lchtfe 23 6 d 31. mäß g genährte Hämmel und Schafe (Mcrzlchafe) 20 vis 25 Mk. Marktverkauf: Bei mäßig regem Handel w'.rd der Markt geräumt.

Derliner Produktenbörse.

Berlin, 30. Dez. Am Prvduklenrnarkt trat heute eine geringe Abschwächuag en. DasMehl- gefchäft hat nachgelaif-n. baber g'r.nger Am sah auch in Körnerfrüchten. Es notierten pro 1000

Kilo: Welzen, märt 231 btl 238. Wat 281 He 280'/,. Roggen, märt 228 bi» 231. März 261. Mai 270 bts 271. Gerste, märf. 252 tns 230, neue 200 bis 215, Hafer, märt. 177 bii 187, pomm. 170 bi« 1»D. Wat 217 bis 218 Mais (La Plata) 219 bii 222. Raps 400, Lcinfaat 420 M 425; pro 100 Kilo: Weizenmehl 32 bis 35. Roggen- mehl 32 bi« 35. WeizLnklcic 15.20 bi» 15,40. Rnggenllele 14^0 bi« 14.30, Diktoriaerbsen 29 bis 31, kleine Erbsen 21 biS 22, Futtererbsen 19 bis 20, Peluschken 15 bis 16, Ackerbobnen 19 b'ti 20, Wicken 16 bis 17,50, Lupinen, blau 11,50 bl« 13. gefb 15 bi« 16, Serradelle, alt 10 bis 12, neu 16 bA 17, Rapsluchen 17,80 b.s 18, Lein­kuchen 26, Trockenschnitzel 9,40 b.S 9,50. Tors- melasse 9^0 biS 9,40. Kartosselfiocken 18,50 bis 18,90 Mk.

Rundfunk-Programm

dcS ivrniiffnttfr Lend?rS.

(Aus der .Radio-Llmschau".) Donnerstag, den 1. Januar:

121 älhr: Reujahrsfeier. veranstaiiet vom Wartburg-Verein. 4- 6 Ihr: R^uiahrs-Rach mittags-Konzert. 8.30 Uhr. FelertagSkonzen. 1. Weihnachtslieder (ein ZykluS von sechs Ge» sängen), Peter Eornelius; 2. Partita D-Moll für eine Solovioline. I. ö. Bach: 3. drei biblische Gesänge. A. Dvorak: AuSführende: IohanncS Willy (Bah), Gustav Lenzewski (Violine): am Flügel: Di. Reinhold Merten non der Frani- surter Oper. Anschließend Rachrichienbienft, Wet­termeldung, Sportbericht.

Freitag, den 2. Januar:

1 1.55 Uhr: Zeitangabe. 12 Uhr: Rachrichten­dienst. 4.306 Uhr: Rundfunknachmittag in Musik und Wort. 6 Ihr Wirtschaft-Meldungen 66.30 Uhr: Die Lelestunde: Aus .Soll und Haben" von Gustav Freytag (Fortsetzung). 6.30 Ubr: Der Dichter Kiabund liest aus eigenen Werken. 77.30 Uhr: Esperanto-Unterricht. 7 30 Uhr: Voctrag von Karl Albert: .Aus dci Frankfurter Ehronik". 88.30 Uhr: Die Be­sprechung (Theater und Kino). 8.30 Uhr: Ka barett-Abcnd. Mitwirken unter anderem Hane. Rerking (vom Frankfurter Schauspielhaus), die Haus-Iazz-Band. 9.30 Uhr: Rachrichiendienst, Wettermeldung, Sportbericht. 9.40 Uhr: Die SpätankÜndigung:Verzee Dechder iS c Seeje". 9.55 Uhr: Zeitvorbereitung. 9.56 Uhr: Drei Mi nuten der Hausfrau. 10 Uhr: Zeitangabe. 1011 Uhr: Operettenabend. Aus führende: Lifa 'Rado. Trude Koch, Strauß (sämtlich vom Reuen Ope- retten-Theater, Frankfurt). Am Flügel Dc. Me» ten vom Frankfurter Opernhaus. Das Haus­orchester,

Aus dent Amtsverkündigunosblatt.

" Das Amtsverkündigungsblatt R r. 91 vom 30. Dezember enthält: Pslegegeld- sätze in den Landes-Heil- und Pslegeanstalten. Rundgänge der Feldgeschworenen. - Bläschen ausschlag des Rindviehs. Ausführung des Reichsviehseuchengesetzes. Schulinventar. - Verkehr mit FcuerwerkSkörpern. Dienstnach richten.

Geschäftliches.

Wiederkehr alter Gewohnheiten. Lange entbehrungsreiche Iahre liegen hinter uns. in denen wir bei allen F.'sten die leiblichoii Genüsse aufS äußerste beschranken muhten. Zu einer Silvesterfeier gehörten früher immer Pfannkuchen. In diesem Iahre können die meisten F imilien wieder daran denken, nach über­lieferten Familienrezepten dies leckere Gebäck her­zustellen. Der b II ge Preis der Fcmlostmargarine Schwan im Blauband" ist es. der diesen be» fcheidenen Luxus gestaltet; diese kommt stets frisch gekirnt in den Handel, hat ein besonders seines Aroma und ist nicht nur zur Herstellung feiner Backware, sondern auch zum Roh essen, Braten und Kochen besonders zu empfehlen.

Osi- Werke, Hanno ver64

gegen Qthr uma, Qlchi, "Hexenschuss, nervöse ^Kopfschmerzen und <7rost.

Teneriffa A.-G., Cigarettenfabrik, Gießen