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steigenden Kursen zustanüelamen. Qlian rechnet Godma-rk"

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lNachdruck verboten.)

29 Fortsetzung.

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Rehmen Sie Platz. Herr Graf," sagte er. ich habe eine ernsthafte, eine recht unan­genehme Angelegenheit mit Ihnen zu besprechen."

Gert wußte sofort, um was es sich handelte. Er lieh sich in dem großen, mit behaglicher Kost­barkeit ausgestatteten Raum auf einem Sessel nieder.

»Hoffentlich bin ich in der Lage, die Unart» nehmlichkelt ausklären zu können, Herr Minister", erwiderte er.

»Sie sind mit Fräulein Savarh bekannt, der Erzieherin der Kinder des Vicomte Kodama und Jugendfreundin der Gräfin?"

Jawohl. Sie verkehrt ja in den meisten Ge­sandtschaften."

»Rur nicht bei uns. And ich kann Ihnen heute auch sagen, weshalb ich sie hier nicht zu sehen wünschte. Weil mir initgcfcei.it worden war. daß Sie ein Verhältnis mit ihr unterhielten."

Gert biß sich auf die Lippen. ..Ich muß widersprechen. Herr Minister", entgegnete er.Ich kenne Fräulein Savart) von Berlin her. habe aber nie anders als gesellschaftlich mit ihr verkehrt."

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.Ich will er und füllte

hier damit, bah bet den noch ausstehenden Werten die Llmstellungen nicht lo scharf öor= genommen werden, wie bei Deutsche Kali.

Markt der heimischen Renten blieb fest in Erwartung des baldigen Zustandekommens der neuen Regierung. Auch tragen Deckungskaufe zu der festen Haltung bei. Der G e l d m a r k t blieb unverändert leicht bei stillem Geschäft. Tägliches Geld war zu 9 bis 12 Prozent und Mo­natsgeld zu 11 bis 14 Prozent p. a. angeboten. 2lm internationalen Devisenmarkt schwächten sich die europäischen Nielvaluten leicht ab.

Börsenkurse.

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Mercedes Welatjrannaralen Fehrbach-Stuttgart. Vertreter: Lösch <L Tränfcner, Giessen, Neustadt 57, Telephon 851.

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Die rote Kaschgar. i

Roman von Fedor von Zabeltitz

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Zur Rotiz: Die Berliner Wertpapier­börse notiert noch folgenden Grundsätzen:

1. für Aktien und Anteile, a) die noch nicht auf Goldmark umgestellt sind, in »Reichsmark für 100 Papiermark". b) die bereits auf Gold- mark umgestellt sind, in ---'

Alls Elektrtzttäl6-Se1ells(-ast Bergmann . . . . Matnkraft werke ...... Schuckert............

Siemens & HalSke .....

Adlerwerte Klever ..... Daimler Motor«. ..... Heyltgenstaedt. . ...... Megmu- .....

Frankfurter Armaturen , , . Äonservenfabrik Braun . . . MetaNgesell chaft Fraotfl«. Pe» Union A.-Ä........

Vchubtadrik Herz ...... Sichel .........

Zellstoff Dal-hof ..... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Raabäufel .

Kirche und Schule.

Kirchliche Di enstnachr icht. Am 22. Dezember I. Is. wurde Superintendent Geh. Oberkonsistorialrat D. Waldemar P ete rsen zu Darmstadt auf sein Rachsuchen unter Anerken­nung seiner langjährigen ausgezeichneten Dienste mit Wirkung vom 1. Januar 1925 in den Ruhe­stand verseht.

»Ich verstehe, daß Sie den Rus der Dame zu schützen suchen. Aber man hat sie eines Rachts

Goldmorr';

2. für festverzinsliche Werte, a) soweit sie nach der bisherigen Rotierungsart über 15 Mil­liorden Prozent notierten, inReichsmark für 100 Popiermark", b) soweit sie bis 15 Milliarden Prozent nach der bisherigen Rotierungsart notiert sind, inReichsmark für eine Million Papier­mark", c) 815 Prozent Reichsichatzanweisungen K" von 1924 inReichsmark für eine Milliarde Popiermark";

3. für die festverzinslichen wertbeständigen Anleihen, die bisher inMark für eine Gold» mark' notiert wurden, inReichsmark für 120

Frankfurter Getreidebörse.

lEigener Drahtbericht desGietzener Anzeiger".)

Frankfurt a. M., 29. Dez. Es wurden notiert: Weizen, Wettcrauer 21,50 bis 24.50, Rog­gen, inläud. 22 bis 24,25, Sommergerste für Drau- zwecke 25 bis 29,50, Hafer, inländ. 18 bis 22,50, Mais (gelb) 21.50 bis 22,50, Weizenmehl, inländ.. (Spezial 0) 39,50 bis 42, Roggenmehl 34,50 bis 38,50, Weizenkleie 13,75 bis 14, Roggenkleie 12,75 bis 13, Erbsen 30 bis 38, Linsen 45 bis 50, Heu, süddeutsches, gut, trocken 10, Weizen und Roggen­stroh 6 bis 6,50, Treber, getrocknet 21,25 bis 21,50. Tendenz: fest.

Frankfurter Schlachtviehmarkt (Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger*.!

Frankfurt a. M., 29. Dez. Auftrieb: 1276 Rinder, darunter 346 Ochsen. 45 Bullen. 885 Färsen und Kühe, 648 Kälber, 381 Schafe, 2943 Schweine. Es wurden bezahlt für 100 Pfund Lebendgewicht' Rinder: Ochsen, vollfleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 50 bis 56, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 30 bis 40; Dullen, vollsl. ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 43 bis 47, vollst, jüngere 37 bis 42; Färsen und Kühe, vollfl. ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 48 bis 55, vollfl. ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerfcs bis zu 7 Jahren 38 bis 46, wenig gut entwickelte Färsen 36 bis 46, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 30 bis 37, mäßig genährte Kühe und Färsen 20 bis 28, gering ge­nährte Kühe und Färsen 10 bis 18. Kälbe r, feinste Mastkälber 75 bis 80, mittlere Mast- und beste Saugkälber 65 bis 72, geringere Mast- und gute Saugkälber 56 bis 64, geringe Saugkälber 48 bis 54. Schaf e: Mastlämmer und Mast- hämmel 35 bis 40, geringere Masthämmel und Schafe 26 bis 34, mäßig genährte Hammel und Schafe (Merzschafe) 20 bis 25. Schweine: vollsl. von 80 bis 100 Kg. 80 bis 82. vollst »unter 80 Kg. 75 bis 80, von 100 bis 120 Kg. |81 bis 83, von 120 bis 150 Kg. 80 b.s 82, F ttschweine über 150 Kg. 80 bis 82, unreine Sauen und g schnittene | Eber 70 bis 80 Mk. Marktverlauf.' Rinder bei

Rundfunk-Programm

des frankfurter Senders.

(Aus derRadio-älmschau".) Mittwoch, 31. Dezember.

11.55 Uhr Zeitangabe. 12 älhr Rachrichten- dienst. 4.30 bis 6 älhr Rundsunknachmittag in Musik und Wort. 6 Ülhr Wirtschastsmeldungen. 6 bis 7 Ahr Märchenstunde für große und Heine Kinder. 7 älhr Stenograph scher Fortbildungs­kursus für alle Systeme (Diktat von 80 Silben aufwärts). 7.30 Ähr Vortragszyklus des <5t<xöt- aesundbeitsamtes, Kreismedizinalrat Dr. Ascher Das Impfen". 8älhr Die Besprechung (lite- rarischer Teil. II). 8.30 älhr Iahresfchlußfeier 9.30 älhr Rachnchtend enst. Wettermeldung. Sport. 10 älhr Zeitangabe. 10.30 Uhr Fortunios Lied. Operette in einem Akt von I. Offenbach. Per­sonen: Fortunio. Advokat und Rotar (Sprech rolle): XXX; Marie, seine Frau: Lena Boß- nicker- Schreiber bei Fortunio: Valentin: Elisa­beth Friedrich, Paul Friguet: Mar Riedel, Edu­ard: Agnes Werninghaus, Max: Charlotte ©en- dorf. Louis: Mary Hahn, Karl: Emmy W^er; Babett. Fortunios Köchin: Marie Wellia-Ber- tvam (sämtlich vom Frankfurter Opernhaus). Em Orchester aus Mitgliedern des Frankfurter Opern­hausorchesters. Musikalische Leitung: Dr. Rein- hold enterten vom Frankfurter Opernhaus. 11.3k bis 12,15 ilfcr: Silvesterkonzert und Begrüßung des neuen Jahres. ___

schleppendem, Kleinvieh und Schweine bei Uft» hastem Handel auSverkauft.

Berliner Produktenbörse

Berlin, 29. Dez. Der Produktenmarlt war zum Schluß sehr fest, aber ohne größere Um- sähe. Durch die zweimalige während der Weitz- nachtspause eingetretene amerikanische Steigerung toar der Produktenmarkt zum Teil beeinflußt. Er hielt sich bei Beginn des Verkehrs unter der Parität. Es notierte die Tonne Weizen (man.) 235240. Weizen (März) 276276,5, Weizen (Mai) 282-283,5. Roggen (mark.) 232235, Roggen (März) 265. Roggen (Mai) 271274. ®erftc (märf.) 252280, Gerste (neue) 200215. Hafer (märf.) 1Z9189, Hafer tpomm.) 171181, Hafer (Mai) 218-218,5, Mais (La Plata) 220 bis 223. Mais (Mai, 212, Raps 400, Leinsaat 420425' der Doppelzentner Weizenmehl 3235, Roagenmehl 3235, Weizenkleie 14,8015. Roaaenkleie 13,9014,20, D:ktoriaerbsen.,2931. kleine Erbsen 2122. Futtererbsen 1920, Pe­luschken 1516, Ackerbohnen 1920. Wicken 17 bis 18, Lupinen (blau) 11,5013, Lupinen (gelb) 1516 Serradelle (alt) 1012, Serradelle (neu) 1617* Rapskuchen 17,5018, Leinkuchen 26. Trockenschnitzel 9,339.40, Torfrnelasfe 8,909.20. Kartofselflocken 18,7018,90.

aus Ihrem Hause kommen sehen. Graf Hora, man muß in der Fremde doppelt vorsichtig sein."

Gert schwieg, und der Gesandte fuhr fort:

»Auch in der letzten Rächt toar Fräulein Savarh auf verbotenen Wegen. Der Kanzleivor- steher der japanischen Gesandtschaft scheint sie schon seit längerem beobachtet zu haben. Er hat sie heut in den Morgenstunden abgefangen, als sie in chinesischer Tracht sich von der Seite des Hotel Peking aus in das Haus ihres Brotherrn Kurückschleichen wollte. Es ergab sich, daß sie einen von Ihnen aus die Hongkong-Schanghai- Bank ausgestellten Barscheck bei sich trug und eine größere Anzahl beschriebener Blätter, dir sofort als englische ilebertragungen der Tage­buchnotizen Seiner Erzellenz des ehemaligen Hof- marschalls Ehing Shan eruiert werden konnten. Der Sekretär Ehing Shans, ein gewisser Sho- r>in. ist nämlich gestern abend toegen Spionage verhaftet worden, und man hat bi? fremden Ge­sandtschaften unverzüglich über die Einzelheiten des Vorgangs unterricht. Fräulein Savarh aber hat zugestanden, daß sie die fraglichen Blätter von Ihnen erhalten habe."

(Fortsetzung folgt.)

Wo $enrtä)e RelchSauIeyo </, Deutsche Neichranleih« .

Deutsche Reich »an leih« 3°/r Dcuffch« Reichsauleide . Deutsche svarprauneuau leihe <°/0 Preußische ÄouiolS . .

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Berliner Handel-qeseMchaft Commerz und Prrvat-Baut $armft und Naltonalbank - Deutsche Bank.........

Deutsche BerelnSbank . . . DiLconro üommanbit .... Metallban!........... Mitteldeutsche Lredtthank. . Oe stelle ich ische Eredtlaustall Westbani .......

Bochumer Sb8 ....... BuderuS........ . ..

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trchener Bergwerk« . . Harpener Bergbau.....

Zralnverke Aschersleben. . . . Kaltwerk Westeregeln. .. . . Laurahülte......

Oderbedarf . . Phönix Bergbau ....... Roeitmabl...... . ..

Rtrbeck RiorUan......

Lellus Bergbau ....... Hamburg-Amerika Pake». .. Norddeutscher Llovd.....

Theramlsche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . Philivv Holzmann ...... Nnglo-Tom -Guano . ... Badische Aitilin . . Chemische Malier Alaptu . . Goldschmidt . . Gri-«i eimer Electron . ... Höchster Farbwerke

ir noch Reisegeld geben", nen Scheck aus.Ich sitze aber ich kann mir schon 6

Gert zuckte mit den Achseln.

Es regt mich nicht auf. Ich begreife nur nicht . . . Er riß das Schreibtischfach auf und nahm das Manuskript Sho-hins heraus . . .Er war am Rachmittag noch hier und hat Li seine letzte Arbeit für mich übergeben."

Die Verhaftung soll gegen Abend erfolgt sein, und zwar auf direkte Veranlassung des alten Ching Shan."

Vielleicht ist er unvorsichtig gewesen. Mich kann er nicht kompromittieren, denn er hat nichts von mir in der Hand."

Aber von mir, Gert . . ." Sie richtete sich auf und faltete die Hände im Schoß. In dem Blick, den sie Gert zuwarf, lag weniger Furcht als ein eigentümlicher träger Schmerz . . .Lieb­ster, ich tat ja alles nur für dich", fuhr sie sanft und klagend fort.Ich tat es, weil ich dich liebe"

ilnb weil es dir klingenden Lohn brachte", fiel er ein. Der Ton kam hart von seinen Lippen.

Sie neigte den Kopf.Gewiß," sagte sie, du hast dich immer freigebig erwiesen und ich nahm an, was du mir gabst. Denn ich mußte an meine Zukunft denken. Ich spare für meine alten Tage. Gect mein Leib ist noch jung, aber das Herz ist schon alt geworden. Es sehnt sich nach Ruhe. Ich erzählte dir zuweilen von meinen Hoffnungen. Ich habe in den letzten fünf Jahren mehr erlebt als eine brave Bürgersfrau in fünf­zig. Es toar eine aufregende Komödie, doch das Ende soll ein Idyll sein. Ich habe das kleine Haus in Asni^res geerbt"

Das Haus deiner Tante, ich weih. Dein Lieblingswunsch und dein Gebet. Ich gratuliere, ilnb nun möchtest du nach Frankreich zurück."

Ja und ich muß die Reise beschleunigen. Vielleicht sehen wir uns heute zum letzten Male."

Aus den ummaltcn Augen traf ihn wieder ein Wirbel von Gefühlen. Aber Gert blieb kalt. Er suchte nach Lieblosigkeit. Es sollte eine Tren­nung ohne Empfindelet werden.

4. für die Anleihen, die auf Dollar lauten, in Prozenten, ^nslichM Pfand­

briefe und Schuldverschreibungen knsber m Billionen notiert wurden, mReichsmark.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

lyn B-'.tonen Mark au^edmckr Buen°6.^S. 8on^vw York. Japan, Rio de Janeiro für tint rtett. wren mw tzudavest für 100000 Lindenen, alle» übrige für iw ^moeiren.)

Telegraphische Auszahlung.

Wirtschaft.

* Die ReichSindexziffer für die Lebenshaltungskosten Ernährung, Wohnung, Heizung. Beleuchtung, Bekleidung beläuft sich nach den Feststellungen des Statisti­schen Reichsamts für den 23. Dezember auf 122,8. Sie ist gegenüber der Vorwoche um 0,2 v. H. ge­stiegen.

Die Krupp- Anleihe in Amerika. Wie das Bankhaus Goldmann, Sachs & Co. in Reuyort mit teilt, wurde die 7proz. Zehnmil» livnen-Anleihe für die Firma Krupp, die zum Kurse von 99', Prvz. angeboten war, über­zeichnet.

* Kündigung des Arbeitszeit- abkommens im Ruhrgebiet. Einer Blättermeldung aus Ellen zufolge haben die vier Bergarbeiterverbände beschlossen, das Ar­beitszeitabkommen vom 28. Februar 1924 zu kündigen.

Frankfurter Abendbörse.

Frankfurt a. M, 29. Dez. Die Abend­börse zeigte gegenüber dem Mittagsverkehr ein unverändertes Bild. Das Geschäft vertief still und die Zurückhaltung trat im Hinblick auf die Kölner Räumungsfrage noch schärfer hervor, so daß die Umsätze sehr bescheiden blieben. Im allgemeinen setzten sich die Rückgänge weiter fort. Dagegen hatten deutsche Anleihen einen angeregten Markt. Das Interesse verstärkte sich aus neue Auswertungshoffnungen. 5prvzentige Kriegsanleihen konnten auf 0,900 ansteigen. Die Börse schloß in stiller und lustloser Haltung. Deutsche Anleihen: 5prozentige Kriegsanleihe 0,9, Z.öprozentige Preußische Konsols 1362, Iprvzen- tige Preußische Konsols 1200, Zwangsanleche 0,130, 1923er K-Schätze 0,28, 1924er K-Schätze 0,41. Bankaktien: Berliner Handelsgesellschaft 159, Kommerzbank 6,50, Deutsche Bank 12,70, Darm­städter Dank 13,10, Diskontogesellschaft 17,50 bis 17.37, Dresdner Bank 8,75, Metallbank 20, Mittel­deutsche Kreditbank 1,95, Oesterreichische Kredit­aktien 9,90, Reichsbank 62,37. Montanaktien: Buderus 19,90, Mannesmann 65, Phönix 58,5 bis 57,75. Rheinstahl 54, Stinnes-Riebeck 46, Dellus 3, Kali Aschersleben 20, Westeregeln 24,5. Chemische Aktien: Badische Anilin 32,12, Che­mische Griesheim 2625,75, Scheide,.ustalt 22,45, Elberfelder Farben 27,3727.12, Th. Goldschmidt 22,25, Höchster Farbwerke 27,627,3, Holzver­kohlung 9,62. Elektrowerte: AEG. 11,9, Reiniger Gebbert & Schall 2,7, Schnckert 63. Sonstige Industriewerte: Kleher 2,7, Cement Heidelberg 24, Dyckerhoff & Widmann 4,12. Holzmann 5,75, Lechwerke 18,25, Gebr. Iunghans 12, Peters Union 1,6751,7, Rheinmetall 9,8, Julius Sichel 3.1, Wayß & Frehtag 3,25, Zucker Heilbronn 3,5, Zucker Rheingau 3,25.

Berliner Börse.

.(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger" ) 1 Berlin, 29. Dez. Die Zuspitzung der außenpolitischen Lage wurde an der heutigen Vöcse eifrig besprochen. Sie löste Bedenken in- jofern aus, als man damit rechnet, daß nicht nur die seitherigen Auslandskäufe aufhören, son­dern daß auch das Aus land zu Verkäufen übergehen könnte, namentlich mit Rücksicht darauf, daß nicht nur Käufe zu Anlagezwecken, sondern auch vielfach Kaufe der Auslandöspekulation ge­tätigt worden sind. Die Börse wurde in ihrer pessimistischen Haltung dadurch bestärkt, daß in Reuhork Verkäufe sowohl in deut­scher Reparationsanleihe wie auch in französischer Anleihe getätigt wurden. Die Ten­denz gestaltete sich daher auf nahezu allen Märk­ten heule recht matt, bei teilweise nicht unerheb­lichen Kursrückgängen. So gingen beispielsweise Harpener um nahezu 5 Prozent zurück. Eine Ausnahme machten Kaiiwer e wo namentlich im Freiverkehr recht lebhafte Umsätze zu leicht

Rmerttantfdje SRoten . . ... Belgische Noten..«.««« Dänische Noten. ..... Englische Noten ....... Französische Note» ..... Holländische Noten Italienische Noten ..... Norwegische Noten......

Denisch-Ocsterr-, ä 100 Jtrottea Rumänische Noten Schwedische Noten ..... Schweizer Noten , Spanische Noten Tschechoslowakische Note» . . Ungarische Roten

Die Uhr auf dem Schreibtisch zeigte auf Wenige Minuten vor zwn. Mit einem leisen Fluch erhob sich Gert, nahm den Schlüssel zu der kleinen Pforte an sich und trat ohne Kopf­bedeckung in den Garten. Der Lichtschein in der Eingangshalle des Hauptgebäudes war längst er­loschen. es toar ganz Dunkel. Gert spürte ein ärgerliches Herzklopfen, aus ülnbewutztem kam ihm das Gefühl einer verbrecherischen Dumm­heit. 3m Wachhause flimmerte hinter einem Fenster ein gelblicher Schein. Geräuschlos öffnete er die kleinste der Mauertüren, und sofort huschte eine schattenhafte Gestalt an ihm vorüber, duckte sich flog vorwärts und verschwand.

Erst in seinem Arbeitszimmer fand er sie wieder. Cl'mence hatte sich in einen fußlangen Mantel gehüllt, den sie nun fallen lieh, wahrend sie sich selbst erschöpft auf den Diwan warf.

Herrgott," rief er, sie erstaunt musternd, toic sieh'» du aus! Kommst du von einer ver­späteten Maskerade?"

Sie trug den Anzug einer mandschurischen Dame mit fächerförmigem Haarputz und sah mit dem weiß angestcichnen Gesicht, den rotgefärb» ten Wangen, den schwarzen Augenstrichen und den Kirl f .nlippen in der Tat toic eine jener kleinen Sa, neu aus, die man überall in den Straßen Pekings trifft.

Gib mir einen Likör", bat sie mit matter Stimme.

Er tat es. Ihre Leidenschaft für gebrantuen Süßwein kannte er.

Ich bin entsetzlich abgehetzt", sagte sie.Do- ,ort nach dem Rout habe ich mich um gekleidet unb geschminkt und bin davongerutscht."

Wohin und weshalb?"

Wohin kann ich dir sagen. Zu den Singsang­mädchen am Hataman."

6a. aber um Himmelswillen"

£afj mich aussprechen. Ems der Mädel ist bte Bevorzuate Sho-hins. Er ist jeden Abend : und soupiert mit ihr. Das erfordert die Sitte. Hnb ich mutzte ihn sprechen Frag md>t c. weshalb, frag überhaupt nicht. Ich mußte tim sprechen. Aber heut war et nicht da. Er ift ötr- haftefc worden."

Er riß sich los und schlug den Vorhang am Fenster auf.Es dämmert, Clemence. Sei ver­ständig. Ich führ' dich hinaus."

Er trat nebenan in das Schlafzimmer und griff nach einer Mütze. Als er zurückkehrte, hatte sich Clemence schon wieder in ihren Mantel ge­hüllt. Roch einen Augenblick hielt sie ihn zurück.

Vergiß mich", flüsterte sie.Schaufle alle Erinnerungen an mich in ein Grab. Von nun ab bin ich tot für dich."

Das waren ihre letzten Worte. Er führte sie wieder durch den Garten, mit einer sorgenvollen Fröhlichkeit: glücklich über das Ende dieser Epi­sode und, darüber hinaus, doch beschwerten Her­zens. Morgendämmer kroch in kotigem Dunkel- grau über Rasen und Buschwerk. In wenigen Minuten konnte es hell sein. Aber es waren nur ein paar hundert Schritt über die Straße zur japanischen Gesandtschaft und sie hatte den Pförtner bestochen. Sie hatte auch immer Glück.

Die kleine Tür schloß sich hinter ihr. Er lauschte noch einen Augenblick und kehrte so­dann zurück, bIic-5 wieder stehen, weil er über einer Bastion der Riesenmauer, die sich südlich des Gartens um die Tatarenstadt zog, zwei große Vögel im Kampfe sah, und trat endlich in sein Arbeitszimmer.

Jetzt spürte er Müdigkeit in den Gliedern, auch eine Erschlaffung im Hirn. Es war Zeit, das Bett aufzusuchen. Das Scheckbuch lag noch auf seinem Schreibtisch. Er warf es in das Schub­fach Aber wo toar das letzte Manuskript Sho- Yins? Er stöberte nach und wurde unruhig. Er überlegte. Er hatte es Clemence gezeigt. Hatte er es dann auf der Schreibtischplatte liegen lassen oder wieder verschlossen? Er suchte. Seine Rerven gerieten in Aufruhr. Unb jäh schoß brr Gedanke ihm durch den Kopf: konnte Clemence es ent­wendet haben? Vielleicht in dem Augenblick da er in das Rebenzimmer gegangen war. um sich eine Mütze zu holen? Sic hätte das Schriftstück leicht unter ihrem Mantel verbergen können. Aber welchen Zw:ck konnte sie mit dem Diebstahl P-<äL'n gabelt- - und seine Finger

sich langsam zu Fäusten . .

i . l^lgenden Mittag wurde er zu

! i*tncm Gesandten befohlen. Das toar ein sehr I klrÄ'Eaus altem westfälischem De- !$«&*. schlank und elegant, mit gewinnenden

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