glaube aber nicht, daß eine solche Politik die Ansicht des französischen Volkes wiedergäbe. Der Senator sagte weiter, es sei an der Zeit, daß ein Freund Frankreichs ihm klar mache, daß der gegenwärtige Kurs ein Fehler sei, selbst vom eigenen selbstsüchtigen Standpunkre aus. Degen Frankreichs Rü° stungsausgaben gegen eine Invasion sei nichts einzuwenden. 2wer wenn die Invasion kommen sollte, brauche Frankreich auch Geld. Es würde aber unmöglich Kredit erhalten, wenn es seine Verpflichtungen nicht erfülle.
Der Völkerbund eine Farce.
Kapstadt, 29. Dez. (WTD.) Sir Wey Bailey, der lange Zeit ein entschlossener Anhänger des Generals 6 m u t S war und eine führende politische Rolle spielte, sagte in einer öffentlichen Erklärung, der Völkerbund sei eme Farce, solange Amerika und Deutschland nicht eingelchlossen seien. Bailey erklärte sich weiter gegen die Annahme des Genfer Pro- tottills, wobei er betonte, daß es nur Sache des südafrikanischen Parlamentes sei, zu entscheiden, b Südafrika Krieg führen solle oder nicht.
ehemalige Wrangelarmee.
Belgrad, 29. Dez. (WTD.) Die 3 meldet: Auf der letzten Konferenz
ihnnhto, Pafchitsch und Rint- ^■»5 wurde beschlossen, die ehemalige
larmee zu reorganisieren und
————1 i g zu machen. Zu diesem Zweck o'Z’S «l3 Mobilisierung der in Dul» 3 5 Züdslawien befindlichen Kosaken und Bussen angeordnet.
Slftl-f'^rung des Hessischen ^A^^^Zrandtages.
7)-»LZ 29. Dez. (SM.) Die Mit-
-schen Landtages traten
Z | § § - ,<^"0. ZiU.hr unter dem Vorsitz des 3-^5£3-3- 2. lrich zusammen. Der bis- S's 3 5 2 8" cf"ol 1 elung wurde mit 65 Stim- 2, <03;'s 3 g. 3 ** Die 4 Kommunisten stimm- o 0^2 2-0-5 ^Dr. Greiner. Zu Vizepräsi- - Abg. Ruh (Ztr.) un>> Dr. 'Nbunb) gewählt. Präsident «T c 3'35 52-1 den Vorsitz und verlas nach £5 g = q-3-Schreiben des Staatspräsi- Z 3 rZ^crch das die Mitglieder des G 2'ro 2.“ium« ihre Aemter in die Hände
irücklegen, aber die Geschäfte bis cö « 33 weiter führen werden. Die Re-
§ wurde auf bie nächste Sitzung Termin aber noch nicht vor-
" 2.:
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ceLne ReichsmitLel für unsere Lustfahrt.
O Berlin, 29. Dez. (Priv.-Tel.) Wie wir hören, können mit Rücksicht auf die verfügbaren geringen Reichsmittel DerkehrSbeihilfen an innerdeutsche Luftverkehrslinien . in absehbarer Zeit nicht gewährt werden. Die Gewährung von Beihilfen für diese ßtnien muh t dccher den Landesregierungen, Kommunalverbänden und Interessentengruppen überlassen bleiben. 7 Das internationale, mit Reichsbeihilfe unterstützte Luftverkehrsnetz verteilt sich zur Zeit auf die zwei bereits bestehenden arohen Konzerne (Aero-Lloyd und Junkers).
Aus aller Welt.
Schnee im Schwarzwald.
Freiburg i. Br.. 29. Dez. (WTD.) Rach wochenlanger Trockenheit ist nunmehr bei Regen in der Ebene auf den Schwarzwaldhöhen zwar nicht der erste Schnee, wohl aber der erste reichlichere Schn ee fall niedergegangen, der das Ingangkommen des Wintersportbetriebs ermöglichen wird. Aus dem F e l d b e r g beträgt die Schneehöhe neun Zentimeter. Der Schnee ist Licht und satt. Die Kälte liegt bei 4—5 Grad.
105 000 Mark geraubt.
Köln, 29. Dez. (WB.) Zwei junge Burschen haben heute mittag einen Kassenb 0 - tenderEhemischenFabrikKalk, der Lohngelder von der Bank geholt hatte, Überfällen. Sie schlugen ihn zu Boden und raubten lOSOOOQRarL Die Täter sind unerkannt entkommen. Der Bote wurde ins Hospital übergeführt.
Der Schaben der Preußischen Staatsbank.
Berlin, 29. Dez. Die „BZ." meldet: Der Preußischen Seehandlung soll durch die .Untreue des Staatsbanldrcktors Dr. Ruehe ein Schaden von 15 M.ll.onen Mark erwachsen sein. Diese 15 Millionen seien Gelder, die Kulis k e r aus der Seehandlung auf Grund seiner zweifelhaften Wechsel zog.
Der „Lokalanz." teilt zu dieser Angelegenheit K u t i s k e r mit, daß die Amtsführung des am 1. April in den Ruhestand getretenen Präsidenten der Preußischen Staatsbank, v. Dorn- b 0 i s, einer Rachprüfung unterzogen werden solle. Allerdings glaube man ihm höchstens Fahrlässigkeit vorwerfen zu i nnen. Rach einer weiteren Meldung des „Lokalanz." soll Finanzrat H a l l w i g, der bis vor einiger Zeit in der Preußischen Staatsbank in leitender Stellung tätig war, Kutiskers dunkle Machenschaften bei der Preußischen Staatsbank unterstützt haben. Rach dem Aufenthalt Hallwigs, der sich kurz vor Weihnachten auf Reifen begeben habe, werde von der Staatsanwaltschaft geforscht.
Gin internationaler Falschmünzer verhaftet.
Berlin, 28. Dez. lWTD.) Der von den Beamten der Reichsbankfalschgeldabteilung lang- gesuchte russischeFalschmünzer Mamonow wurde in Berlin verhaftet. Mamonow war nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Staaten schon lange als Hersteller und Vertreiber falscher Banknoten bekannt. Aus der Schweiz und aus England lagen Steckbriefe gegen ihn vor. Mamonow ist ein Freund und Landsmann des vor einigen Wochen wegen Herstelli, > und Verbreitung falscher englischer B zu drei Jahren Zuchthaus üenirtcilten Falschmünzers Miassojodow, den er feiner?,? durch einen Brief an die Staatsanwaltscha». u .entlasten suchte, dem er aber letzt alle Schuld »«schiebt.
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 30. Dezember 1924.
Die nach uns.
Ich fand dieser Tage unter einem Stoß von Ansichtspostkarten Schriftzüge, die mich an einen
Sine Massendiebin verhaftet.
Berlin, 29. ®ej. <WTB^> Fr-m Luise Reumann, die in den letzten fahren in,Groß Berlin, Hamburg, LerpAlg und D^sden und vermutlich noch in vielen anderen Sta^m stch unter falschem Ramen als Hausmädchen, Köchin oder Wirtschafterin vermietete und zahlreiche H aush altsdie b stähle verübte, wobei chr im Laufe der Zeit ungeheure Werte in die Hände fielen, wurde in einer Laubenkolonie bei Berlin fest genommen.
Der schlesische Haarmann.
Breslau. 29. Dez. (WTB.) Oberstaatsanwalt Blümel aus Glatz, der zur Unter- suchung der Münsterberger Morde am Tatort weilt, äußerte über das V rb.echen Den- kes folgendes: Die Oesientlichkeit steht den Polizeibehörden mit einem gewissen VorurteU. gegenüber. Sie wird es nicht verstehen können, daß in einem so kleinen Städtchen wie Munsterberg unerhörte Verbrech?n jahrelang unentdectt bleiben konnten. Soweit s.ch der Tatbestand überblicken läßt, trifft die Münsterberger Polizei ten e Schuld. Daß Denke s. in grausiges Werk drZh.ute ausüben konnte, hat verschiedene Grunde. Einmal stand er bei der Bevölkerung in dem denkbar besten Rufe. Zum andern konnte niemand in seine Lebensweise einen Einblick erhalten, da er von jeher ein zurück gezogenes Dasein führte. Die Hausbewohner erklärten sich Denkes großen Fleischverbrauch damit, daß er Hunde und Katzen schlachtete. Rach den weiteren Aeuße- rungen des Oberstaatsanwalts stehen, nach den vorgefundenen Papieren zu schließen, f ü n f Morde fest. Einige weitere können g:mutmaht werden. Denke begann vermutlich sein verbrecherisches Treiben erst in der Inflationszeit, da er bis dahin über genügend Geldmittel verfügte.
Eine ganze Familie wahnsinnig.
In P r e b e n d o w im Kreise Stolp in Pommern wurde eine ganze Familie von religiösem Wahnsinn br fallen. Ein Förster, fein Sohn, der Schwiegersohn und zwei erwachsene Töchter gaben auf die Einwohner des Dorfes 28 Gewehrschüsse ab, zum Glück, ohne jemand zu treffen. In einer Stube des Hauses hatten sie einen Scheiterhaufen errichtet, auf dem sie die Frau des Försters, die seit zwölf Jahren fast erblindet ist, verbrennen wollten. Auch ein zweijähriges Kind sollte geopfert werden. Die gesamte Familie wurde von einem Gendarmeriekommando fest- genommen und nach Lauenburg in die Landes- irrenanstalt gebracht.
Don der engli'chen Luftsch'ffahrt.
L o n b o n. 29. Dez. (WTB) Das britische Luftschiff R.33, das wiederhergestellt wurde, soll in drei Wochen aufsteigen. Das Luftschiff wird zunächst vom Flughafen Pulharn in Ror- fork aus Versuchsflüge ausführen. Diese werden die ersten englischen Luftschiffflüge seit 1921 sein, als die englische Regierung sich aus wirtschaftlichen Gründen entschloß, ihr Programm „leichter als Luft" aufzugeben. Dies bedeutet die ersten praktischen Schritte zur Aufnahme eines regulären Luftschiffdienstes zwischen England und Indien.
Großer Bankraub in Italien.
Rom, 28. Dez. (WTD.) In der hiesigen Filiale der Danca Eommerciale di Genua wurde am 27. Dezember ein großer Ginbruchsdiebstahl entdeckt, der während der Feiertage verübt wurde. Die Diebe waren durch das Kanalshstem in den Panzerkassensaal eingedrungen, hatten drei Reihen von Kassen gesprengt und den Inhalt von 25 Kassetten mit sich genommen, wobei sie alle Ramenspapiere liegen ließen und nur Barwerte Mitnahmen. Die liegen» gebliebenen Papiere befanden sich in einem Sack, der dem Gericht übergeben wurde. Der Wert des Raubes ist noch unabschähbar. Man glaubt, daß er mindestens 10 Millionen Lire beträgt, weil die erbrochenen Kassetten Firmen der Stadt gehören, welche, wie z. B. ein Wechselagent, unmittelbar vor den Feiertagen bedeutende Summen für das Monatsende hinterlegt hatten.
Brand in einer Irrenanstalt.
Reuyor k, 29. Dez. (WTB.) Durch Funkspruch. Wie aus Tokio gemeldet wird, sind bei einem Brande in der dortigen Privat- irrenanftalt, die 343 Geisteskranke beherbergte, viele Personen verbrannt. Bisher wurden 13 Leichen aufgefunden: 108 Insassen werden als vermißt gemeldet. Das Feuer griff auch auf die benachbarten Häuser über, von denen 50 eingeäschert wurden.
stehen, und es wrro sich erweisen, daß sie recht bebalten, nur weil sie jung sind, wie wir recht behiellen, und weil wir jung waren, als wir es für eine Selbstverständlichkeit hielten, daß bas das Richtige war, was wir als solches erkannten.
Es mag schön sein, im Kreise einer großen Familie, die sich immer mehr ausbreuet, an zu werden; aber man muß bann jene letzte Liebe haben, die immer größere Opfer brmge^ lernt und sich mit einem immer kleineren Winkel bescheidet. Richt, als ob es die anderen an Pietät fehlen ließen - Pietät ist eben schon ein Stück Mitleid! — sondern weil wir selbst unsere ■Unzulänglichkeit immer deutlicher einsehen lernen: das eherne Gesetz, daß die einen gehen, wo die andern kommen und wir nun an der Reche sind.
Hier ist das Erdreich für alle tiefen fragen und Gedanken, hier beginnt der religiöse Mensch. Die Antworten, die dir der Weltweise gibt, genügen nicht, sie sind weise nach der Well Art, und Vergänglichkeit haftet ihnen an. Rach was du suchst, das ist Unvergängliches, das ein Menschenleben überlebt. Es ist schon richtig, daß man sich verlieren muh, um sich zu finden, daß man sich opfern muß, um sich zu gewinnen^ daß man sterben muh, um zu „leben“. So lehrt uns Alter und Todesahnung, so lehrt uns das Drängen derer, die nach uns kommen.
Das Alter grüßt die Jugend! H. 21.
Reichsbeamte und Einheitskurzschrift.
Der Reichsminister ps Innern hat nach Verhandlung m.t den Sp tz norgan sationen folgende Richtlinien für bie Verpflichtung der Reichsbeamten zur Erlernung der Einheitskurzschrift bk n.it- gegeben-
1. Don den am 1. Oktober 1925 ober spattr in den Reichst) enst eintretenbzn Dramten, d e ihre E ngangsstesiung von D soldungsgruppe IV an aufwärts haben, ist bei E.ntrckl in ben Dor- bere.tun-'sdienst die Kenntn.s ber Einheitskurzschrift (Rr. 5) zu verlangen.
2. Für die am 1. Oktober 1925 vorhandenen Beamten gilt folgendes: a) Die Beamten, die eine Kurzschrift auf Grund e-ner bereits bestehenden dienstlichen Verpflichtung beherrschen, haben sich bis zum 1. Oktober 1925 die K nntnis der E nhe tskurzfchr ft (Rr. 5) cwzueign n. Trelen die Beamten nach dem 1. April 1925 in den Reichst) enst ein, so haben sie zur Erlernung eine halbjährige Frist, b) Die Beamten, die zur Beherrschung einer Kurzscheift bisher dienstl ch nicht verpflichtet sind, haben sich, sofern sie am 1. April 1926 das 30. ß bensjahr noch nicht vollendet haben, b s zu d 'fern Tage b e Kenntnis der Ei he Nlu zsck.r ft (R..5) a zungn n haben sie am 1. April 192o bas 30. Lebens, _h b reits vollendet, so ist ihnen b'e Erlernung der Ein» he.tskurzschrift anzuenps hl n.
3. Die Angestellt n, nsbesondere d e Kanzlei- räte, s.nd darauf aufmerksam zu machen, b.ß vom 1. Oltober 1925 ab im Behord nb tr eb die (Sin» heitskurzschrift verwendet und ihre Kenntnis (Rr. 5) insbesondere bei den Angestellten des Kanzleidienstes vorausgesetzt w rd.
4. Die obersten Reichsb Herden oder b'e von ihnen ermächtigten nachg.ordneten Behörden können Ausmhien und Erleichterungen von den Vorschriften zu 1 bis 3 zulasfen. S e können insbesondere Gruppen von Beamten und Angestellten, die nur wenig zu schreiben ober Ak en usw. zu lesen haben, von der Erlernung der E nheits- kurzschrist. befreien. Aus die Kriegsbeschädigten ist angemessene Rücksicht zu nehmen.
5. Unter „Kenntnis der E nheitSkur^schr'ft" ist die Fähigkeit zu verstehen,' in der Ginhnts- kurzfchrift gut l serlich zu sehre ben und in dieser Handschrift Geschriebenes zu les n; en? bestimmte Schreibgeschw ndigkejt wird nicht g forb.rt.
6. Soweit bie b enstllchen Bedürfnisse es er» forbern, bleibt es den obersten Rechsbehörden oder den von ihnen ermächtigten nachgeorbneten Behörden unbenommen, we tergehende Anforderungen in der Kenntnis der E nheitslurzschrist an bie Beamten unb Angestellten ihrer Geschäftsbereiche, insb sondere für Reueinstellungen im Kanzleidienst zu stellen.
7. Die Behörden haben die Bestrebungen der Beamten und Angestellten, d e E.nheitskurzschrift zu erlernen, möglichst zu fördern.
Gießener Wockenmarktvreise
am 30. Dezember 1924 (Händlerpreise).
Es kosteten: Butter Psd. 220 Pf., Matte 40, Käse 70, Wirsing 12, Weißkraut 8, Rotkraut 12, gelbe Rüben 12—15, rote Rüben 12—15, Spinat 30—50, Unter-Kohlrabi 6—8, Grünkohl 20, Rosenkohl 50, Feldsalat 100, Zwiebeln 15—18, Meerrettich 40—50, Schwarzwurzeln 60—70, Kartoffeln 5, Aepfel 10—20, Birnen 8—10, junge Hahnen 90, Gänse 100 bis 120, Russe 80, Sier Stück 18—20, Blumenkohl 120—200, Endivien Pfd. 80, ßauch Stück 10—20, Sellerie 10—40.
Bornotizen.
Menschen erinnerten, der mir ehedem nahestand. Wir famen auseinander: er ist bann gestorben, ohne bah ich es wußte. Ich erfuhr hernach nur, wo sein Grab ist.
Wie seltsam mich nun dieser Gruß von ihm berührte, geschrieben in einer Zeit, wo unsere Herzen noch im gleichen Takt schlugen. Wie ein seiner Dust breitet sich Wehmut im Zimmer aus. Ich vergesse einen Augenblick die Menschen unb halte meinen Sonntag in Gemeinschaft mit einem Abgeschiedenen.
Je länger unb je tiefer ich mich in das Frühere versenke, um so leichter wird es mir: als wären bie anderen Jahre nicht gewesen. Damals fühlten wir uns ganz als die Herren des Lebens, die nur mit sich unb ihrer Hoffnung beschäftigt waren, nichtachtenb der bunflen Zeichen, bie an Lebenswege aufgerichtet sind, und nicht empfänglich für bie Worte der anderen, daß alles Glück sein Ende finde.
Heute denkt eine andere Generation diese Gedanken und kümmert sich nicht um das, was w i r sagen von der Vergänglichkeit, von ben Enttäuschungen unb von ben bunflen Zeichen, bie wir jetzt kennen, seit ims die Augen geöffnet sind.
Es rücken andere nach. Wir werden herausgehoben aus dem Erdreich unb langsam von ben Rachwachsenden dahin gedrängt, wohin wir gar nicht wollen' in Einsamkeit unb Vergehen. Wenn ich in bie Augen eines der Kinder schaue, b-e zu meinen Füßen spielen, dann beschlich mich der Gedanke, daß diese Kinder, die mir so lieb sind Platz brauchen für sich und ihre anderen I Anschauungen Roch gehorchen sie meinem Wort I unb füg<*n sich meinem Willen, aber einmal 1 wir? Wott gegen Wort und Wille gegen Willo
— Tageskalender für Dienstag. Stadttheater 7Vs Uhr: „Mutterlegende".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Hellmuth Ungers „Mutterlegend e“, die am heutigen Dienstag im Abonnement wiederholt wird, begegnet erfreulicherweise stets steigendem Interesse, was für den tiefen Eindruck spricht, ben das Werk in den bisherigen Aufführungen gemacht hat. — Die Vorstellung des Mittwoch (Silvesterabend) bringt im Abonnement ben ausgelassenen Schwank „Mein Vetter Eduard", der mit seinem tollen Durcheinander an Eharleys Tante erinnert unb der Silvesterstimmung vorzüglich Rechnung trägt - Auch aus die beiden letzten Aufführungen des diesjährigen Märchens „Schnützelbu hhäusel oder die Abenteuer des Lachhannes und des Mucken schnappens" am 1. und 3. Januar
Is nachmitlag« von 3V2-5-7, Uhr, fei noch: mal« ausdrücklich hingewiesen. Die dem Kinder- verständnis angepahte Handlung, die sehenswerte Ausstattung unb bie vorzügliche Darstellung durch unsere ersten Kräfte haben nicht nur das Entzücken von Groh unb Klein hervorgerufen Indern auch die Aufmerksamkeit auswärtig^ Theaterleiter erregt. ü
Wettervoraussage.
^elli bewölkt, stärkere westliche b s südliche schlägt ** CC totcber IäUer- stellenweise Ried^-
7(V)
Verein ehemaliger 116er.
Landkreis Gießen
Ochsen, 4 Bullen, 11 Färsen und Kühe. Kälber, 264 Schafe, 71 Schweine.
Weihnachtsfeiern in Giesten.
die Ehrengäste in den Räumen der Turnhalle, Den Abend leitete ein weihevoller Prolog ein. In seiner Begrüßungsansprache fand der Vor« sitzende tief empfundene Worte von Kamerad«
Plandecken erfolgt, nicht g .nlgenb w d rstand«- fäh'p ist, oder dem Druck der an Bord über- einanberg l. gerten Paketsäcke nicht sta idhäli. Hauptsacyl.ch g hen solchr P rk.te b sch^d g: ein, die in Packpapier eing.schlagen sind, wahrend solche, die in Kisten verpackt sind, ausn hmslvs gut ankommen. Es ist hiernach den in Betracht komnienben Absrndern zu empfahlen, zur B.r- packung von Sendungen, die durch Druck, Dwtz oder Reibung leicht Sch.iden le.ben, nur Kisten zu verwenden.
** Auf dem Frankfurter Schlachl- viehmarkt waren heute aufgetrieben: 36
i kr Teilnehmer mit I I «letzt, während einen j gtl in den Oberarn Me ist aus Aab« dürste für die (Beteilig Hspiel haben.
Kreis, Dad-Aauhi Thrisimette j -ii ersten Fnerkge lei Die Lieder der ÄMHnachtsweisen bei IWbrchors unter Le
UnDechnachtsanst «O&toaU. anfe Nette g die v ÜS Greins wie
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•r ssora-DM, bie, WHviel ihren Utitglii !chr Unterhaltung e ^Turnverein : -n Platze, konnte seine e" Feiertag nur für ^d^e weiten Wume
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§§Lürkenkneg jricgs- und Pestis 8". Auherdem M Ablieferung und L «.gebrach °>er Erstellt wurde, ha ck« auch die ^w«> and
Namen vch heute vohlbekar an wissen, leine Gb- iahnhosstroße hatte, U? abgelieferte Mall einer alten, -Ä46ar get»*en ^September 18o ei idtic mit der roten 211 r den Festtagen in 3 rn kommenden Jahre Ulken.
Z Hungen, 28 Wen am ersten De »des Pfarrers
in der Kirche 4 velches den Gottes «sOnte. - In juge ’jj balgten sich am Kvchbarten Dodhe^ I4en, bis Mich I die Keilerei entst
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t Grünberg, 29. Dez. Die Aufführungen des Turnvereins am zweiten F-iertage unb am gestrigen Sonntag waren, wie vornuszusehen, außerordentlich interessant. Der Besuch war recht gut, besonders am zweiten Feiertage. Die Musik stellte das Stadtvrchester. Die sehr exakten turnerischen Darbietungen der verschiedensten Art fanden bei den Zuschauern lebhaften Beifall In einer Ansprache wies der 1. Sprecher Lehrer Wenzel auf die Ziele der Deutschen Turnerschaft hin unb stellte hierbei die hohe Bedeutung der körperlichen und sitllichen Erziehung, der Erweckung unb Betätigung des Volksbewuhtfeins und der Vaterlandsl ebe lede- einzelnen gebührend in den Vordergrund. Er ermahnte, stets im Geiste Jahns zu wirken und schloß unter starken Zustimmungskundgebungen mit den besten Wünschen für bas weitere Wachsen und Gedeihen der deutschen Turnsache. Den' zweiten Teil der Dortragsfolge, der Au führung beS nationalen Dolksstückes in lebenden B ldcrn ,, S r i s ch a u f m e i n V 0 l k" folgte alles in feierlicher Ergriffenheit. Reicher Bsiflll belohnte die vortreffliche Darbietung. Mit dem gemeinsamen Gesang des Deutschlandlieds fanden die dankens, werten Veranstaltungen ihren Mschluß.
D L i ch, 29. Dez. Einen schönen Brauch fyv unser Bürgermeister Völker seit einige; Jahren hier eingeführt. Gegen Ende jeden Jahres, um die Weihnachtszeit, versammelt sich der Stadtvor stand zur Schlußsitzung. Ss wäre aber verfehlt, die Herren bei dieser Gelegenheit im Rathaus zu suchen. Au?nahm weise versammeln sie sich ganz im stillen iw Redenzrmmer irgendeines Gasthauses. Di« Satzung hat den Vorzug, dah sie keine T^g-soi'd nung hat unb baß ein Protokoll nicht geführt werben barf. Von dem wenigen, was über ein Derartige Sitzung an die Öffentlichkeit durch nckert, sei erwähnt, daß es eigentlich kein« Sitzung, sondern eine Feier ist: ein Dersöh' nun gsfest nach all dem Kamps des ver- Hoffcnen Jahres, so ganz der Stimmung dck Weihnachtsfestes entsprechend. Es to:rbca au” teme arohen Reden gehalten, Rur der Vorsitzen»
** Das Weihnachtsgeschäft tn auch in unserer Stadt fast durchweg so ausgefallen, dah unsere Geschäftswelt damit zufrieden ist. Alle Branchen, mit Ausnahme der Luxusartikelgeschäfte, hatten den erhojften Geschäftsgang zu verzeichnen. In den Luxuswarenhandlun^en er« streckte sich die Rachfrage der Käufer fast aus« schließlich nur auf die billigeren Sachen, bi< hinsichtlich des Ruheffekts für ben Geschäftsmann natürlich erheblich hinter den besieren Waren zurückblieben. In dieser Gestaltung bei Weihnachtsgeschäfts kam eben auch der weitverbreitete Geldmangel deutlich zum Ausdruck, ’* D i e Zahlung der Invaliden- und alnfallrenten. Das Postamt teilt uns mit, daß bie Zahlung bet Invaliden- unb .Unfallrenten am Freitag, 2. Januar 1925, erfolgt Amtliche (Beglaubigung der Quittungen ist erforderlich.
Ein Autvunfall ereignete sich in bet Rächt zum Montag in der dritten Morgenstunde in der Ostanlage-Ecke Senckenbergstraße. Das Auto, das einem hiesigen Herrn gehört, war mit mehreren Personen beseht. Als es in die ©enden» bergstrahe einbog, versagte anscheinend die Steu« eiung und es rannte mit starker Wucht gegen einen Daum. Dabei wurde einer der Herren in die Schuhscheibe und weiter aus dem Auto her- ausgeschleudert, wobei er durch die berstende Glasscheibe schwere Schnittwunden am Kopf unb durch ben Sturz einen Bruch bes linken Unterschenkels erlitt. Die übrigen Insassen kamen mit leichten Hautabschürfungen, eine Dame mit einer Hand» Verstauchung davon. Rach der ersten ärztllchen Hilfe wurde der Schwerverunglückte von der rasch herbeigerufenen Freiwilligen Sanllätskolonne in die Klinik verbracht. Dort stellte sich heraus, dah die Verletzungen glücklicherweise nicht lebensgefährlich finb; das Befinden des Mannes ist den Umständen entsprechend gut. Das Auto trug bei der unsanften Anrempelei des standhafteren Baumes natürlich allerlei Beschädigungen davon.
*• Bessere Verpackung der Postpakete nach Amerika. Rach R^chr chten aus Amerika mehren sich in letzter Zeit die Fälle, in denen Pakete mit D.ldern aus Deutschland in beschädigtem Zustand eing hen. Die Untersuchung hat erg?b?n. diß die D schädigun- gen meist darauf zurückzuführen finb, daß bie Verpackung für die Beförderung an und von Bord, die mit W.nden. Tauen oder Ketten unb
fchaftlichkeit, Einigkeit und deutscher Treue. Auf den Ernst der Zeit wies hin ein Weihnachtsspiel: der heiteren Unterhaltung trug Rechnung ein „Weihnachts-Lebensbild" und eine Tanzvorfüh» »..1^ "" u-iuni
rung. Die Mitwirkeirden verdienten für ihre Lei- ®ar°idungen
ftungen uneingeschränktes Lob. Der starke Beifall -
bewies dem verdienstvollen Dergnügungsausschuß, daß er auch diesmal das Rechte getroffen hat. Auch den Darbietungen der Kapelle Topv gebührt volle Anerkennung. Zur Verlosung stand eine hübsche Auswahl teilweise recht wertvoller Gegenstände bereit. Ein Tanzvergnügen beschloss den genußreichen Abend.
* Grohen-Buseck, 30. Dez. Unsere gestrige Nachricht bett, dte g 01 d e n e H 0 ch - zeit Bonarius ist dahin richttg zu stellen, -llnx daß nicht dieses Ehepaar, sondern das Ehe- V'8 Ä paar Wilh. Rühl dieses seltene Fest be- ‘ 0|
gehen konnte.
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Man berichtet uns: Eine stimmungSvoM tiruZefln ^en Weihnachtsfeier vereinigte am Sonntag zahlreiche°Dlm oer Mitglieder des Vereins ehern. 116er und 8
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