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entworfene und ausgemalte Hintergrund

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Abend. Das sehr zahlreiche Publikum war

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einzelnen Kulissen. Chorgesänge und andere recht unterhaltende Darbietungen verschönten den

-ist wissen, seine Glockengießerei in der jetzigen Dahnhofstraße hatte, keine weitere Inschrift, litte abgelieferte Glocke war seinerzeit aus dem Ute all einer alten, durch einen Sprung un-

heute wohlbekannten Glockengießers -ilo-Gicßen, der. wie ältere Gießener Dür-

rt-Diederbefsingen ,29. Dez. 3n einer «»einsamen Sitzung des GemeinderatS und des MchenvrstandeS wurde gestern di« Anschaf­fung einer neuen dritten Glocke als

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beifallsfreudig. Der hiesige Raiffeisen- verein nahm in diesem Jahr eine glänzende Entwicklung. Dem Verein gehören fast 100 Mit­glieder an, die fast alle hier wohnhaft sind.

A Kohden, 27. Dez. Am 2 Weihnachts­tage feierte der hiesige Kriegerderein sein 25jähriges Bestehen. Der Verein hat dank des guten Korpsgeistes der Mitglieder die schwere Zeit nach dem Kriege glücklich über­standen. Der Vorsitzende. Landwirt Heinr. Koch, eröffnete die Feier mit einer herzlichen Be­grüßungsrede und einem geschichtlichen Rück­blick über die Entwickelung des Vereins. Die Festrede hielt der Dezirksvorsteher des Krieger-

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^rah für die im Jahre 1917 an die Heeresver- ^»cl'ung abgelieferte endgültig beschlossen. Die tlc Glocke, die man etwa an Ostern einweihen jU können hofft, soll als Inschrift nicht eine von fier jetzt vielfach in Mode gekommenen Reime- aän erhalten, sondern den uralten, schon in der -di der Türkenkriege üblichen und auch in der - rcg8- und Pestzeit des 17. Jahrhunderts oft gsbauchten VerS: .Verleih und Frieden gnädig- "4'- Außerdem sollen darauf die Jahreszahlen -3t Mlieserung und der Reuanschafsung 1917 AJ25 s«gebracht werden. Wie jetzt nachträglich teslzestsllt wurde, hatte die abgelieferte Glocke. 2 stauch die Atoei anderen, außer der Jahreszahl Ramen der Gemeinde und den Ramen des

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Deneyr in der Stadt war nicht oevemend da altem Brauche gemäß ja We hnachten das traute Fest der Familie ist. Verschiedene Gaststätten hatten für die F.'iertage alle möglichen Vorbe­reitungen getrosten, größeren Zuspruch f^nd aber nur das KurhauS, wo das staatliche Kur- orchester mit dem Koedelfchen Tongemälde Fröhliche Weihnacht" seinen sämtlichen Konzerten an beiden Feiertagen echte Wcih- nachtsstimmung gab. Die Geschäftswelt klagt über das schlechte Weihnachts­geschäft vor den Frierlagen, was damit zu­sammenhängt, daß unsere Dadestaüt von den Landbewohnern der Umgebung, auf de Fried­berg von jeher mehr Anzi, hungskraft ausübt, nut wenig zu Einkäufen ausgesucht wird.

Sf. Friedberg, 28. Dez. Am 2. Weih- nachtsfeiertag veranstaltete Musikdirektor M ü l - ler in der Stadtkirche eine kirchenmusika» lischeWeihnachtSseier, welche gleichzeitig eine Ehrung des am 24. September 1824 zu Mainz geborenen Dichterkomponisten Peter Cor­nelius durch Vortrag seiner sechs WeihnachtS- lieder bilden sollte. Mitwirkende waren außer dem Veranstalter Frau Müller-Armendinger (Sopran) auS Frankfurt a. M. und Frau Marie Pfuhl-Flöring (Violine) aus Darmstadt. Das Weihnachtsgeschäft, das anfangs etwas schleppend war. hat sich in den letzten Tagen des Festes noch ziemlich belebt, so daß die Geschäftsleute im allgemeinen zufrie­den waren. Man muß eS der Friedberger Ge­schäftswelt zur Ehre anrechnen, daß sie bemüht ist, durch geschmackvolles Ausstellen und reiche- Lager der früher sehr drückenden Konkurrenz der benachbarten Großstadt Frankfurt zu begegnen, und man kann nicht leugnen, daß ein Dang durch die beleuchteten Straßen ein erfreuliches Bild dieses Strebens bietet. Bei der zu Darmstadt stattgefundenen Prämienverlosung fiel der erste Preis (2000 Ml.) auf das hiesige Mathil- denstift: der glückliche Gewinner wohnt in Bad- Rauheim. Außerdem fielen noch auf den Anteil dieser Kasse 6 Prämien zu je 1000 Mk., 31 Prä­mien zu je 40 Mk., 24 Prämien zu je 20 Mk., im ganzen also 62 Prämien.

Kreis Büdingen.

nb. Ridda, 29. Dez. Die Beteiligung bei der gestrigen Bürgermeister-Stichwahl, über deren Ausgang schon berichtet wurde, war außerordentlich rege. Von 1430 Stimmberech­tigten gaben 93 Proz. ihre Stimmen ab. Abends brachte die Feuerwehrkapelle dem neugewählten Ortsoberhaupt, Bürgermeister Ringshausen, einen Fackelzug und ein Ständchen.

Aus dem Riddatal, 29. Dez. Die Hohe der staatlichen und kommunalen Hunde­steuer ist jetzt an der Jahreswende vieler Hunde Tod. In der Rachkriegszeit wuchs die Zahl der Hunde auf dem Lande ungeheuer­lich und in manchen Dörfern gab es fast kein Haus, wo nicht einer gehalten wurde. Die Hundesteuer war immer leicht erschwinglich, wie hoch auch die Jnslationszahlen waren. Jetzt über­legt sich mancher, ob er sich den LuxuS er­lauben Farm, seinen Hund zu behalten, wie sehr er ihm auch ans Herz gewachsen sein mag. Ein großer Teil der Hunde ist bereits abgeschafft, und bis zum 1. Januar, dem Stichtage, wer­den noch weitere sterben müssen, weil die Hunde­steuer nicht aufgebracht werden kann. Der 2. Weihnachtsfeiertag stand allgemein im Zeichen der VereinSsestlichke iten. ilebcrall Bälle oder Abendunterhaltungen, die reibungslos verliefen. Dem aufmerksamen Be­obachter konnte aber die merkliche Zurückhal­tung im GeldauSgeben nicht entgehen. Auch ein Zeichen der Zeit, die der ländlichen Bevölke­rung Entbehrung auferlegt.

)( Ortenberg, 27. Dez. Einen schönen älnterhaltungsabenb bot gestern abend im Saal des Herrn Hirzel der Gesang­verein Frohsinn der Gemeinde. Der Abend wurde durch den ChorSonntag ist heut" von K. Hirsch und durch ein kurzes Begrützungs- und Dankwort des Dirigenten, Lehrer Roß, eröffnet. Cs folgte dann die Aufführung der bekannten Lokalposse RiebergallsSer Datterich", die die Darsteller, soweit das unter den raumbeschränkten Verhältnissen möglich war, gut und wirkungsvoll herausbrachten. Sehr ansprechend wirkte die neue Bühne, besonders der von Kunstmaler Fries

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Cannes ist Iteall einer alten, durch einen Sprung un- $ Auto trug k »rauchbar gewordenen Glocke gegossen und am ndhaiteren Ja».6^»tember 1875 eingeweiht worden, gleich- mgen batxm. i eitig mit der roten Altarbekleidung, die noch jetzt ig bet Dy,, am den Festtagen in Gebrauch ist: sie wäre also -ach H Arth!* 1,1 kommenden Jahre gerade 50 Jahre alt ge- lchter k ,üothcn-

imau6 5eutf4Ir Z Hungen. 28. Dez Etwa 60 Kinder eina bm. am ersten Weihnachtsfeiertag unter der

)te 2 '2rilung des Pfarrers Göckel und des Lehrers t finö jL9* -4a 0 in der Kirche ein Ch r i st f e st s p i e l an' M welches den Gottesdienst in f-ierlichster We se )der ri ^^önte. In jugend'ichem Liebermut neckten nd tu b balgten sich am ersten Weihnachtstage im an^Ä^wd^rten Rodheim einige junge Dur- nitfit bis plötzlich der Scherz ausartete und

, Seilerei entstand. Dabei wurde einer

' Teilnehmer mit dem Messer im Gesicht

h « 4 während einem Llnbste ligten eine K u -

Lu ln den Oberarm geschossen wurde. Der

out tn BäratzZ Phe ist aus Rabertshausen. De Sache rW eÄMMe?CteiIi8t'n Cin umi,«Mef>mea ben, nur We

Kreis Friedberq.

er Schlacht £ Dad-Dauheim, 28 Dez. E-ne we'he- tfnetriebeir Thristmette in der D nkeskirche leitete

ersten Feiertage die Weihnachtsfeier uw AWjt. Qieber der Gemeinde wechselten mit

ML. Weihnachtsweisen dcS Mädchmchors und dcS

. L<McrchorS unter Le.tung von Lehrer Diehl. (Niesten. R ich. nrat Wiffia verkünd.te die Weihnacht> irtföaft Die Weihnachtsfe ern der Vereine ' .Hauten sich großen Zuspruchs. Am zweiten ptmmun«!W;ag holen der Männerturnverein rntag zaMt-te . §lora-Dalast, dieConcordi a im Spru- 5 ihren Mitgliedern und Freunden bei

belmUtn*a gurtet Unterhaltung ein frohes WrihnachtSfest. et Turnverein 1860, der größte Verein

fand der -DoNm^laQe, konnte feine Weihnachtsfeier am zwei- von Äamtrai-ee geiCrtag nur für Mitglieder veranstalten, her Treue. b.e weiten Räume der Turnhalle bis zum ISeifaaqjtai^ füllten. Auch hier war ein reiches

Rechnung 0))»ogramm an gesanglichen, theatral'fchen und ne 2an|MrMimBcrcn Darbietungen g boten, d e s ch an die en für 4« ^ärg.te Weihnachtsanspnachr d^s 2. Vorsitzenden, er starke ^!^e-hnr' Oßwald, anschlossm. Der Gesungver in ügungsausichr, H^hs j n n" f ierte gestern abend W ihnach en e getroffen b" , btr Turnhalle, die von M tglieber.i und Ver­weile Topp £1- em des Vereins wieder bis zum letzten Platz Verlosung si^n'Mt war. Im Vordergrund der Unterhaltung recht toerWtmb ber deutsche Gesang. Drr Chor bot unter rgnügen bt'irj<>-.tang seines bewährten Dirigenten, Lehrer § »ch to l s h e i m e r, P rl n deu schen Männer-

»«ft in 'vnche. nachdem er die -Jkrfammlimg willkommen 0 VhÄhen hat, in kurzen Worten von der Bedeu-

tiefen? des Tages und dann gibt man sich einer un- L^Utui<irti!ri < Mtuungenen Fröhlichkeit h n, wobci die An-

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Dicr und einem entsprechenden Essen (die Frauen ixr StadtvorstandSmitgl eder waren auch mit 1*45et) ganz vorzüglich verlausen sein. Es ist er- 'temllch, daß sich von dieser Sitzung ohne zwin- tfiOben Grund niemand der B:te l gten aus- Mieht, .unversöhnliche" Raturen g bt es augen- klcheiitlich bei unserem Stadtvorstand nicht.

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XcFcuigÄ. Auch die be den TheaterstückeChristfest- ten. 3-rvlcr" und's Ciefcrl fanden tr ffl ch-Wieder- Mflfata x Eine wirklich schöne We.hnachtsfcier bot w- **6" . nachmittag der Turnverein 1860 noch- )Ibene^naÜ der Jugend und zahlreichen 3ug?nbfreun- id^ig ZU ' <u>ac- Die Knaben- imb die Mädchen'.bte lung des »nöern M'Kcr.nt zeigten durch turnerische Vorführungen, seltene Fest Ile im Laufe des Jahres unter Leitung yri» Turnwarte gelernt; für ihren Fle'h wurden _ nt,.MnüO^Mrauf durch eine We hnachtsb.scyerung ubn* auJdagt 2eder der etwa 103 kl stnen Tumerslcute itpl , ^-rM'i eine reiche Gabe. Freunde und Gönner Greins hatten durch hochherzige Spenden r 2Mittel für die Bescherung zur Verfügung iertage- 2in£>cre Vereine haben We hnachtsfeiern

sehr 2t Reuj^hr und den Sonntag nach R ujahr Allies in allem ist das Weihnachtssest lcbhast, -nreÄn »lerer Stadt schön und still verlaufen. Der » ______i i _ ---

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veremsveztrts Mvva. AmtSgerichtSra: Muyi von Rtdda. Er übermittelte auch die Glückwünsche der Kriegerkameradschaft Hassia in Darmstadt und überreichte dem Verein sowie den beiden Vorstandsmitgliedern Bürgermeister K r o m m und Landwirt Friedrich L e h m e r unter ehren­den Worten Ehrendtplome für ihre Tätigkeit als Schrtstsuhcer bzw. Rechner des Vereine feit seinem Bestehen.

Kreis Schotten.

* Schotten, 29. Dez. Der Bäcker- geselle aus Ulfa, dessen Derhastung und Verbringung nach dem hiesigen Llmtsgericht am Samstag gemeldet wurde, ist von dort wieder entlassen worden, da der Vorfall noch nicht genügend geklärt ist und Fluchtverdacht gegen den jungen Mann nicht vorliegt.

Ra in rod, 27. Dez. Als am heiligen 2lbend das harmonische Geläute unserer Glocken -arm Gottesd.enste einlud, blieben die wenigsten Einv ohner unseres Dörfchens zu Hause, älns.re geraum,ge Kirche, welche zum erstenmal im elektrischen Lichte erstr.chlle, war über­füllt. Alle Ersch enenen waren ergriffen von der durch Lehrer Le Hiner veranstalteten Feier, bei der ein packende- Weihnachtsspiel durch die Schäler der Oberklasse zur Aufführung kam. Obwohl Herr Lehmer erst Anfang d.eseS Monats von Dufenborn h.erher versetzt wurde, war eS ihm doch gelungen, trotz der Kürze der Zeit das Stück in meisterhafter Vollendung zum Vortrag zu bringen. Richt zum m ndesten waren auch die Gesänge mit großem F^eiß eingeübt und wurden vollendet vorg.tragen. E.ne von Herzen kommende und zu Herzen gehende Ansprache bildete den Schluß Der erh.b nden Fe er, für deren Veranstaltung Lehrer L.hmer sich s.hr verdient gemacht hat. Auch ein am 1. Weih­nachtsfeiertag im PredigtgotteSdienst von dem Männergesangverein, dessen Leitung Lehrer L hmer ebenfalls erst seit kurzem übernommen h tt. sehr schon und korrekt vorgetra­genes WeihnachtSlied fand großen Anklang und zeugte von der Tüchtigkeit und dem unermüd­lichen Fleiß des Dirigenten und der Dereins- mitglieber. Mögen uns -rer Gemeinde noch recht viele derart g.' Darbletungen vergönnt se n. Daß sie Anklang s.nden, beweist die W.ihnachtsseier; auch dec starke D.such unserer jetzt w eder r gel- mäßig abgchaltenen Lesegottesdienste läßt erkennen, daß der kirchliche Sinn unserer Be­völkerung noch vorhanden ist, wenn er nur die richtige Anregung findet.

)( Rupperts bürg, 28. Dez. In er­schreckendem Maße vermehrt sich die Zahl der obdachlosen Wanderer, Korbmacherusw., die bei hiesiger Bürgermeisterei Unterlunft ver­langen. In letzter Rächt muhten 18 Per­sonen beherbergt werden. Unter ihnen waren auch solche, die erst 8 Tage vorher da waren.

§ Ulrichstein, 28. Dez. Am 1. Weih- nachtsseiertag erfreute ein Dläser chor mor­gens die Bevölkerung durch Blasen von Weih- nachtsliedern vom Schlohberg herab; der Dläserchor wirkte auch im Gottesdienst am Weih­nachtsabend mit. Am Weihnachtsabend ist in der Kircke ein W e i h n a ch t s s p i e l aufge- sührt worden; am 1. Feiertag abends wurde die Aufführung wiederholt.

§ Bobenhausen II, 28. Dez. Hier ist die Maul- und Klauenseuche aaSge- brochen; Dodenhausen ist Sperrbezirk.

Kreis Lauterbach.

hml. Lauterbach, 28. Dez. Zur Weih­nachtsfeier war daS hief.ge Kranken­haus, von dem schon so viel Segen auf Stadt und Kreis ausgegangen, in seinem Innern voll­ständig neu hergerichtet. Die Säle und die Einzel­zimmer hatten ein helleS, freundliches Ausf h^»n bekommen. Die Küche und der Operationssaal sind in jeder Beziehung mustergültig hergestellt und eingerichtet. Wie von der Stadt und der näheren Umgebung, so wird auch von weither fcm Vogelsberg die Pflege und Hllfe deS Kran­kenhauses in Anspruch genommen. Die Le tung des Hauses durch Fcau Lina Rap polt sowie die langjährige umsichtige, liebevolle und treue Führung der Oberschwester Marie und der Schwester Dora haben unser Krankenhaus auf die jetzige Höhe gebracht. Daß das Haus in seinem Innern so schön und vorb ldlich her­gestellt werden konnte, ist einem diesigen be­kannten Wohltäter zu danken, der schon immer für unser Krankenhaus und unsere Kleinkinder- schule. aber auch für sonstige Wohltätigkeit ein warmes Herz und eine offene Hand hatte.

Starkenburg unv Rheinhessen.

Darmstadt, 29. Dez. (Eig. Bericht.) Ein 70jähriger Insasse deS Armen­hauses war, als er sich im Aufenthaltsraum neben dem Ofen allein befand, eingeschlafen. AIS man in das Zimmer kam, mußte festgestellt werden, daß der alte Mann an der rechten Seite vollständig verbrannt undverkohlt war. Er wurde sofort nach dem Krankenhause verbracht, wo jedoch der Tod bald eintrat.

Hessen-Nassau.

fpd. Frankfurt a. M., 29. Dez. Zu den schon gemeldeten schweren Einbrüchen

der We,-icayl,f«,er,aa« ge!eilen sich noch wettere, die erst letzt nach bet Rückkehr der Wohnung-mhaber bekannt werden. Ar allen Fällen wurde da« West end besonder« schumm heimgesucht. Die Räuber drangen aus­nahmslos vom Garten au« tn die Wohnung, verschlugen die Fenster, brangen dann in die 3immer ein, tn denen sie entseuch hausten. Sie zertrümmerten die Möbel in der schändlichsten aDeUe und warfen die SinrichtungSgegenstände. die sie nicht mimahmen. wüst durcheinander. All­einer Wohnung stahlen sie zwei Gobelin- von ouherordenUich hohem Wert. In allen Fällen aber tragen die Wohnung-Inhaber selbst Schuld an dem Einbruch, da sie entgegen aller War­nungen die Fensterläden verschlossen hielten und dadurch die Einbrecher geradezu anlockten. Bi« jetzt fehlt von der Bande jede Spur.

fpd. AuS dem TaunuS, 29. Dez. Im HochtaunuS herrscht feit Tagen eine fast sommerliche Witterung. Am Sonntag zeigte das Thermometer aus dem Feldberg 10 Grad über Rull, eine Erscheinung, die seit langen Jahren dort oben um die Jahreswende nicht beobachtet worden ist. Von Schnee und Rett ist nirgend- eine Spur zu entdecken.

Turnen, Sport und Spiel.

Das Frankfurter Ltadion.

F r a n k f u r t a. M., im Dezember 1624.

Das neue Stadion an der Wörfelder Land­straße wird z. Z. um eine große Schwimm­bahn bereichert, deren Gesamtfläche 55 000 qm umfaßt. Davon sind 11 000 qm für die Schwimm­anlage, 44 000 qm für da- Lichtlustbad gedacht. Beide Anlagen bieten Raum für 6000 Besucher, für deren leibliche- Wohl Restauration-betrieb, Büfetts, Kioske, Trinkwasserversorgung eingerich­tet werden. Eine terrassenförmige Zuschauertri­büne bietet Platz für 3000 Zuschauer, 1000 Sitz­plätze sind vorhanden, die Tribüne gewährt einen guten äleberblick über die weite Schwimmbahn, den 10 Meter hohen Springturm und da« sich hufeisenförmig anschließende Luftbad. Zuschauer- raum und Schwimmbecken sind durch Barrieren getrennt, damit Unbefugte von derGesahrzone* ferngehalten werden. Unnötig hinzuzufügen, daß für die Unterbringung des Sportarztes, Schieds­richters, der Pressevertreter und Photographen die nötigen Vorkehrungen getroffen sind. Sport­massage findet der Stadionsbesucher auf den Massage-Arbeitsplätzen für geprüfte Ma'feure und Masseusen. Daß es sich bei dieser Schwimm­bahn um eine ganz großzügige Anlage handelt, erhellt die Tat'ache, daß das Schwimmbecken neun Millionen Liter Leitungswasser saßt, daß seine Füllung aus einer 100-Millimeter-Leitung neun Tage erfordert. Um das zu tief temperierte Lei­tungswasser auf die nötige Temperatur zu brin­gen, sind Vorkehrungen getroffen, welche eine na­türliche Erhöhung der Wassertemperatur ermög­lichen. Das Schwimmbecken, in Eisenbeton aus­geführt, hat eine Länge von 115 Meter bei 22 Meter Breite. Die geringste Wassertiefe beträgt 1,80 Meter, die tiefste Stelle vor dem 10-Meter» Spring-Turm für Turm- und Kunstspringen 4,50 Meter. DaS Schwimmbecken wirb nach den neuesten Erfahrungen auf badetechnischem und sportlichem Gebiet ausgesührt. Die Beckensohle hat auf 89 Meter ein Gefälle von 0,55 Meter. Dann böscht die Sohle steil ab, um in zwei Ablaufrinnen, die eine gute und schnelle Entleerung sichern, an der tiefsten Stelle zu münden Längs der steilen Beckenwände läuft ein 0,12 Meter breiter Absatz auf 1,20 Meter Tiefe, um ein Ausruhen im Wasser zu ermöglichen. Eine Haltestange, nur an den 23 Ueberlaufschächten unterbrochen, zieht sich knapp über dem Wasserspiegel hin. Der obere Beckenrand liegt 0,30 Meter über dem Wasser­spiegel. Für eine gute Reinigung bürgen die Ze­mentplatten, womit Sohle und Beckenwände be­legt sind. Ebenso ist, um ein Ausgleiten auf den doch stets nassen Umgängen zu verhüten, gut ent­wässerbare- Zementpflaster gelegt. Bei Wasser­festen wird eine eigenartige, feenhafte älnter- wasserbeleuchtung die Zuschauer verblüffen. Künstliche Lichtreflexe werden die Spiele iw Wasser überaus reizvoll gestalten.

Die Kosten der gesamten Schwimm- und Dadeanlagen sind mit 465 000 Mk. veranschlagt. Man hofft, abgesehen von dem Aufwand für Ver­zinsung und Tilgung des Anlagekapitals, nach Berechnung ber voraussichtlichen Einnahmen, ohne Zuschuß auszukommen. Die Rentabilität ist einmal von dem guten Sommerwetter abhängig, nicht zu­letzt von der geschickten Werbearbett gut vor­bereiteter Konkurrenzen. Da jedoch gerade die Er­richtung der Schwimmbahn im Stadion von Frankfurter Sportkreisen aufs lebhafteste begrüßt wird, dürfte schon jetzt der Erfolg gesichert sein, wenn nicht wieder einmal der Wettergott unter chronischer schlechter Laune leidet!

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