lt*$ ÖUJ längere ^jca werverym zur -öerrugxn^ ^H«Ht werden fönnen; es wird deshalb bei der Relchsvegierung beantragt werden, die Weiter- fletoa'tjrung dieses Kredits davon abhängig KU machen, daß der Kredit dem Darlehensnehmer nur zu einem bestimmten billigen Zinsfuß zur Verfügung zu stellen ist.
Wirtschaft.
* Grvhhandelsindexziffer. Die auf den Stichtag des 26. August berechnete Groß» handelsindexKiffer des Statistischen Reichsamtes ist mit 120,9 gegenüber dem Storche vom 19 Au.^ (121,2) nahezu un verändert. Die tZndex- -risfern der Hauptgruppen lauten: Lebensmittel 111,5 (Vorwoche 111,9), davvn die Gruppe Getreide und Kartoffeln 99,1 (99,5); Industriestosfe 138,4 (138,5), davon die Gruppe Kohlen und Eisen 129,5 (129.5), Nnlandwawn 113,6 (113,8), Einfuhrwaren 157,4 (158,1).
* Frankfurter Abendbörse ab 1. Oktober. Der Frankfurter Dörseiwvrstand hat bo?d)Ioffen, vom 1. Oktober an die Frankfurter Abendbörse wieder zu eröffnen. Die Abendbörse soll von 5.15 älhr bis 6 älhr abaehalten werden.
' Rorddeutscher Lloyd. Wie „Times" nrelden. hat der Rorkcheutsche Lloyd einen auf 10 Jahre laufenden Kredi t mit einer e ng - l i s che n Versiche rungsgruppe abge-- schlossen. Der Zinssatz betragt 8 Proz«, ferner ist graduelle Amortisation vereinbart. Gesichert ist die Anleihe durch eine erftflelCtge Hypothek auf die Flotte des Rorlcheutschen Lloyd.
• Zur San ierung des Stahlwerks Decker. Die Verhandlungen wegen der Sanierung des Stahlwerks Decker sind soweit fortgeschritten, daß in den nächsten Lagen die entsprechenden Abmachungen getroffen werden können. Der Verwaltung der Geschäftsaufsicht soll es gelungen fern, eine linksrheinische Braunkohlen- gruppe, die sich in der Hauptsache aus der Gewerkschaft Reurath u. Viktoria bei Grevenbrück zusammen seht, für das Unternehmen zu interessieren. Diese würde neben der teilweisen Befriedigung der Gläubiger auch die Mittel für die Miederinbetriebsetzung des fett Wochen still- -liegenden Werkes zur Verfügung stellen. Die Stadt Krefeld soll mich int Interesse der Entlastung ihres Arbeitslosenmarktes sich bereit erklärt haben, finanziell an der Reuordnung des Stahlwerks Decker mitzuwirken. Die Gesellschaft würde weiterhin die Form einer Aktiengesellschaft behalten. Der Einfllttz der Familie Decker dürfte mit der Reuorganisation des Unternehmens ' völlig zum Erlöschen kommen.
* Stinnes übernimmt die Rogler- werke in Düsseldorf. Die Aktienmehrheit der Roglerwetcke in Düsseldorf ist an die Firma Hugo Stinnes übergegangen. Wie die Rheinisch- Westfälischc Zeitung hort, soll die Artlage den der Stinnesgruppe gehörenden Werken angegliedert werden. Die Familie Rogler scheidet aus.
* Der Londoner Goldpreis beträgt nach amtlicher Vekanntmachung für eine Anze Feingold 92 sh 3 d, für ein Kilogramm Feingold demnach 35,5909 Pence. Dieser Preis güt für die Zeit vom 27. August bis 2. September 1924.
Frankfurter Börse.
(Eigener Drcchtbericht des „Gießener Anzeiger".) _-§ranffurt a. M., 28. Aug. Die Börse ist in bezug auf die Annahme des Londoner Abkommens im Reichstag pessimistischer geworden, nachdem der bisherige Verlauf der Parlaments» debatte zu unerfreulichen Vorgängen geführt hat. Die SpÄulation, die sich aus diesem Anlaß bereits gestern zurückhaltend zeigte, verschärfte heute noch diese Zurückhaltung, so daß der Verkehr bei Eröffnung ein stilles und geschäftsloses Aussehen r.hatte. Die Stimmung war gedrückt und unsicher und die Kurse gaben auf der ganzen Linir^mehr oder weniger nach. Richt nur deutsche Krie^anleihe, sondern auch alle Staats und Städteanleihen waren heute überwiegend schwächer Am Geldmarkt macht sich verstärkte Rachfrage bemerlbar. ORonatSgeld 1 bis l1 Prozent, tägliches Geld 1/4 vro Mille. Der Geldmarkt ’.eigte keine wesentliche Veränderung. Das englische Pfund wurde im Frühverkehr mit 4,48V» bis 4,4811 genannt. Der Pariser Frank stellte sich in Pfundparität auf 83,30. Die Mari hat
ncy gevesiert und nrrnrnt erneut ihren Höchststand mit 4,166 Billionen für den Dollar wieder ein. Arn Kassamarkt der Jndust riepapiere machte sich etwas Angebot bemerkbar. Die Kurse gaben aber nur wenig nach. Der Freiverkehr war geschäftslos. Api 3-/e, Becker-Stahl 17h. Benz 3‘A, Krügershall 83/i, Ufa 717. Im weiteren Verlauf änderte sich die Tendenz in feiner Richtung. Das Geschäft schrumpfte eher noch mehr zusammen.
Börssnrur»«.
nn Tinionen Prozent
ffronffort a. M.
Berltn
SchlUh« flurs
Schluh. flure
Schluh- Rur»
Schlutz. Kur«
Datum: I
N7. 8.
28. 8.
>7.8.
88. 8.
*) Dom Rückzahllmgsw-ert.
6% Deutsche RetchSanlelh« . 4®/0 Retchtianlcihe .
8'/i0/n Deutsche Relchsanleihr 3% ‘©cntfcije Rcichsanleiye . Deutsche Svarprämienanleihr 4°/o Preußische Konsuls . , . 4% Hessen .......... 3‘/.% Hessen..........
8% Hetzen...........
Deutsche Wertb. Dollar-Nnl. dto. Doll-Schntz-Anwetsug.')
4% Zolltürken 6% Goldmeftkaner......
Berliner Handelsgesellschaft. Kommerz- und Prlvat-Bank. Darmst. und Staitoualbank . Deutsche Bank....... .
Deutsche Bcceinsbank .... DtSconto Comuiandit .... Meinllbank...........
Mitteldeutsche Kreditbank. - Oesterreichische Kreditanstalt. Weltbank............
Bochumer Guß .....
BndernS............ Earo
Deutsch-Luremburg...... Gelsenkirchener Bergwerke. . ßavpencr Bergbau.....
JialnuerEe üschcrsleben. . .. Jldlittjcrf Westeregeln.....
Laurahiitte.......
Oberbedars ........ Pyönir Bergbau ...... öil-etnitabl...........
Riebcek Montan ..
Tellus Bergbau .....
Hamburg-Slmerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd.....
Cheramischc Werke AlbM . . ^emeniwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann......
Anglo-Cont -Guano «... Badisch ' Anilin........
Cbciniiche Mayer Alaptn . . Goldscbnüdt , , . Gries! ebner Electron .... Höchster Farbwerke ..... Holzverkohlung . . ...... t'iülgerslvrrke ......... E-chcidcanstalt.........
«llg. ElektrizitütS-Sesellschaft Bergmann Mainkraftwerke ........
Schlickert.......
Siemens & Halske ......
SIdlerwerke Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt. .......
P.'cglNN.............
frankfurter Annatnren . . . Konservenfabrik Braun . . . Metaligeseil'chaft Frankfurt. Pel. Union A--Ä Schnhlabrik Herz ^-üsioi' Wäldhof' ^ultersabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .
0,8525
0,750
i.,851
0,749
1.85
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4,90
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4,60
8,75
C
9,40
8,8
4,20
4,cs
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3,45
3.30
3,6
3,25
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Oieffener Anzeiger.") Be rlin. 28. Aug. Die Börse läßt sich durch die Tatsache, dah das Cisenbahngrsetz gestern tn zweiter Lesung nicht die erforderliche Zweidrittel- Mehrheit gefunden hat noch wicht ganz die Zuversicht rauben. Allerdings hat sich die Lage sehr z u g e s p i tz t. Größere Amfähe kamen nicht vor. Von dem Publikum liegen eher Verkäufe statt Käufe ivor. Auch das Ausland bleibt sehr zurückhaltend und tritt nur für einige Spezialwerte als Käufer auf. 3m allgemeinen zeichnete sich der Markt durch mangelnde Aufnahmefähig- feU und Unternehmungsluft aus. Die K irfe bröckelten ziemlich b trächtlich ab. Besonderen Hntevesses erfreuten sich nur Kaliwerte. Der Geldmarkt zeigt im Hinblick auf den Ultimo eine lleine Anspannung. Tägliches Geld 3/4 pro Mitte. Auch 2er Anleihemarkt wurde von der 'Geschäftslosigkeit in Mitleidenschaft gezogen.
rrj::.j.Li_L __T niiiii imm r. .........................
es doch immer gut mit Elisabeth meine und ihr alles leicht mache!
Die junge Rätin, für die Frau Cornelia betete, lag unterdes oben in der engen Kammer nach dem Hof hinaus wach in den Kissen, lachte der Mutter froh entgegen.
„Ra, der Herr Tater und mein strenger Rat können's Wb hl alleweil nicht abtoar :? Hab ihn vorhin schulte gehört. Das Kind la fit sich sein Zeit und will gebete fein. Alles geht ebe nicht nach der fthc und der Schnur des Caspar. Heul hab ich ihn noch gar nicht gesehn; er traut sich getoib nicht zu mir herauf, der liebe, alte, treue Bär. — Ach, ich sind es gar nicht so langweilig im Bett, Frau Mutter, und — ehrlich! — ich freu mich auf die Wochen. Da braucht eins doch bei seinem Manne fein Klaviers Piel und 3talie- nisch zu fernen, keine Städte aufzusagen und überhaupt. nicht alles nachzubeten, was er vorplärrt. Such er sich nur so lange einen andern Schuler, wird keine so geduldige Seele finden."
Die braunlockige junge Frau im Bett lachte, verzog ab. sogleich das Gesicht und schrie auf. Grad kam die Wchnu.tler mit ihrer Tasche.herein, die [angertomeh Frau Wamtold. „Mutter, vei- laßt mich nicht!" bat Fvau Elisabeth mit flehendem Blick, unb beide Hände bot ihr die Tex- torin, harrte aus an dem 'Lette. Aber als Stunde um Stund? die Wehen aichielfen, Minute für Minute aufs neue einsetzten und das junge Weib, in Schwoiß gebadet, zuletzt wie tot auf seinem Bette lag. da sank die Stadlschultheiß in ohnmächtig hin. Dir Wehmutter mußte sie schier hinaus» tragen.
Augenblicks stand die einundachtzigjährige Frau Cornelia Goethe am ihrer 6latt. Alnb hiät
aus. Ihr wollte vor Weh und Mitleiden das Herz zerreißen, doch sie gelobte sich einen festen Mu^ 3ch hab' mit zweiundvierzig Fahren den Hans Caspar geboren, und es war eine furcht» bar; 2:acht, so nahe beim Tode — ich will auch dies erleben, meines Sohnes Sohn sehen. Dann kann ich in Ruhe dahinsterben und droben mcinem Seligen sagen: Das Geschlecht Goethe lebt — ich selbst sah den Enkel geboren werden.
Die Mutterschreie schallten durchs Haus. Ain» ten sahen die Lextvrs beim Tisch und rührten feinen Dissen an. Der Rat war wieder zurück, er stocherte auf seinem Teller herum. Die Stunden schlichen. Es ging gegen Mittag. Eine drückende Augusthitze. Ab und an schlich der Stadtschulthrih aus der Tür zum Hofe, guckte beim Brunnen in die Ecke, kramte herum und brummelte etwas dabei. Dann kehrte er wieder um und trat verstohlen in die Stube.
„Vater, was baff du denn?" Die Textorin fragte vergebens. Hätte sie ihn belauscht . . . er sah nur immer mal nach einem kleinen ranken und kerzenschlanfen Bimenstarnm, der famt voller Wurzel und reichlich nasser Erde daran im Brun- neneck lehnte. Den will ich beut’ pflanzen, an der Bockenheimer Straße draußen bei unserem Garten, sobald das Kind am Geben ist. Spähte hinauf nach der Kammer und streichelte das Bäumchen. Wachse, werde und wachse durch deine achtzig Jahr — trage reife, süße Frucht und speiide Schatten, den Müden wie den Liebenden, träume in mondhellen Rächten und sei Las Sinnbild des Enkels. Schneider, Schmiede und Dauern sind seine Ahnherrn g?toe en. Das gibt ein festes Gewebe von gutem Halt. Wir Textors w)ben auch das unsere hinein. Meine liebste und schönste,
Devisenmarkt Berlin—Aron kftirt a. Ar.
(yn Billionen Mark auSqedrückl- YuenoS-Sirr». London, «eu- York, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit Wien und Budapest für 101)000 Einheiten, alle» übrige für 100 Einheit»».)
Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gewähr.)
27. Ang.
Amtliche Notierung
Geld ! Brief
Amst'Nott
162,39
163,21
Brss.-Antw.
21,00
21,10
Christiaiitn.
57,61
.Ifopetitiagen Stocklwlm . HelsingforS. lltaltcn. . .
67,83
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London. . .
18,825
4,1
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Neuyork . .
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Poris. . . .
22,766
2085
Schweiz . .
78,65
18,95
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5,015
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Brno . . . .
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Bncn.-Aires
1,401
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Jovan . . .
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Belgrad . .
6,26
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Lissabon . .
11,97
12,03
28. Aug.
Repart.
27. | 28.
Amtlich- 'Jlolittir n
Geld
Brl-.f
162,89
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voll
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Banknoten.
Frrffw, 28. Aug.
Geld
I Dries
Repart. °/°
ymerifnnifchc Vtoten ..... Belgische Noten........
Dänische "toten....... Englische ’Jlotcn ...... Französische Noten ...... Holländische Noten...... (TfnHcntfibe Noten ...... Norwegische Noten......
Deutsch O slerr .ä 100 Kronen Rumänische Noten ...... Schwedische Noten......
Schweizer Noten.......
Spanische Nölen.......
Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten......
4,1» 20,875
67,0H 16,00 22,62 162,24
18,65 67,51
5,92 .2,055 111,17 78,60 55,16 12,55
5.39
4,21 20,976 C8.02 16.96 22,74 163,06 18,75 57,79 Ä 111,73 79,00 55,44 12,61
5,41
voll doll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll
Märkte.
Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".)
Frankfurt a. M., 28. Aug. ES worden notiert: Weizen, Wetterauer 22,50 bis 23, Roggen, inländ. 17,50 bis 18,50, Sommergerste für Brau« zwecke 22,50 bis 23,50, Hafer, inländischer, alte Ernte 20 bis 20,50, 2Nais (gelb) 17,90 «Bis 18,25, Weizenmehl inländ., Spezial 0 32,75 bis 33,75, Roggenmehl 26,50 bis 26,75 Weizen- und Rvggenkfeie 11,25 bis 11,50. Tendenz feft.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M, 28. Aug. Auftrieb: Rinder 17 Stück; darunter 4 Ochsen, 11 Färsen und Kühe, 2 Fresser, 865 Kälber, 479 Schafe, 1159 Schweine. Es wurden bezahlt pro Zentner Lebendgewicht: Kälber: feinste Mastkälber 65 bis 70, mittlere Mast- und beste Saugkälber 60 bis 65, geringere* Mast- und gute Saugkälber 54 bis 58, geringe Saugkälber 42 bis 50. Schafe: Rwstlämmer und Masthämmel 40 bis 42, geringere Masthämmel und Schafe 30 bis 38. Schweine: dollfleischige von 80—100 Kilo 70 bis 75, unter 80 Kilo 60 bis 70, von 100—120 Kilo 75 bis 77, von 120—150 Kilo 75 bis 77, Fettschweine über 150 Kilo 75 bis 77, unreine Sauen und geschnittene Eber 75 bis 77. Marktverkauf: Kleinvieh- marit bei langsamem Handel geräumt, am Schweinemarkt gedrückter Geschäftsgang mnd großer äleberstand.
Berliner Produktenbörse.
Am Pvoduktemnarkt war die Stimmung fest. Die Preise für Weizen, Roggen und Hafer waren etwas höher, für Gerste behauptet. Die Deftrrch- tungen über eine Beeinträchtigu ng 6er Ernte infolge des schlechten Wetters nehmen zu. Gs notierten: Weizen mark. 205 bis 210, Roggen märf. 161 bis 168, Gerste märf. 205 bis 216, neue 182 bis 187, Hafer märf. 158 bis 167, Weizenmehl 28,25" bis 31, RvMenmehl 22,25 bis 25,50, Weizen f leie 12,20, Roggenkleie 11 bis 11,10, Raps 315 bis 325, Leinsaat 415 bis 425, Diftvriaerbsen 29 bis 33, kleine Erbsen 18 bis 20, Futtererbsen 14 bis 16, Peluschken 13 bis 15, Ackerbohnen,! 15 bis 17, Wicken 14,50 bis 16,50, Lupinen blau 10,50 bis 11, Sevadella alt 11 bis 11,50, Rapskuchen 12,50 bis 12,60, Leinkuchen 22 bis 23, Trockenschnitzel 11,60, Torfmelasse 8,30 bis 8,40, Kartoffelflocken 20 bis 20,50 Mark.
1 1 ■ 1«
heiterste Tochter wird diesem Kinde Mutter sein. Wachse, Däumchen, blühe — einig!
So wünschte des Sladtschultheißen Exzellenz, und das ranke Däumchen im Druninenwinfel wie der noch ungeborene Enkel waren ihm schon eins.
Die Textorin saß stricfefid am Tisch, nie konnte sie untätig fein. Wird schon werden mit dem Kind . . . ist doch sogar des Kaisers Majestät bemüht, daß es als ein Ratssohn auf die Welt komme, hat dann keinen Schneidermakel mehr, mag freilich auch selbst was Ordentliches werden und nicht so ein Rutz loser wie sein Herr Vater. Ra, die Elisabeth wird sich schon dazu halten, und 'vir sind ja auch noch da.
So drunten die Texdors, und der Rat Goethe zählte die Minuten bis Mittag. Zn der Kammer oben war feine Zeit zum Sinnieren. Cs warf die Wöchnerin aus einer Wehe in die nächste. Ihr Bewußtsein schwand. Schon stand der kleine Erdenbürger ein und trat wieder zurück. Die Wehmutter selbst kam in Schweiß, sie hals mit allen Kräften und Handgriffen.
„Es stirbt uns doch nicht etwa? Das darf es nicht!" flüsterte sie Frau Cornelia zu, die starr und aufrecht zu Haupten Elisabeths stand, den Bettknauf umklammert hielt und mit bebenden Lippen betete.
„Das darf es nicht, älm Gottes willen nicht!" « Die Wehmutter nickte.
„Roch einmal. Frau Rat . . .. si> . . so da!"
Elisabeth schrie, als risse es ihr die Sprache weg. Grad Hub es vom Turme zwölf zu schlagen an.
»Da ist das Kind!" Beim zwölften Mittags» schlage. Die Wehmutter hielt einen schwärzlichen
Turnen, Sport und Spiel.
Das Frankfurter Stadion.
Die Arbeiten am Stadion auf dem Gelände der ehemaligen Militärschießstände nehmen einen rrüfiigen Fortgang, so daß mit der Eröffnung des großartigen Sportplatzes bestimmt für das Frühjahr 1925 gerechnet werden tarnt Auch die Straßenbahn nach dort — es handelt sich um die Verlängerung der Linie 15 — ist dann fertiggestellt. Die Erdarbeiten dieser neuen Straße ftnb bereits größtenteils vollendet.
Eine Rhön-Fluggesellschast.
Zur Forderung des Flugwesens in der Rhön wird eine Rhön-Fluggesellschaft gegründet. Die Gesellschaft erhält ihnen Sitz in Frankfurt am QUain. Mitglieder tonnerir nur Reichsdeutsche werden.
' Büchertisch.
— Der Heimatwart. Monatsschrift für Dolfserziehung, Volksbildung und Heimatschuß. Dei-bandsorgan des Reichsbundes »HeimaHchufe". Herausgegeben und gefettet von Felix Heuler- Würzburg. Verlag den ülniversitätsdeucfevö E. 3. Decker in Würzburg. — Der Reichsbund Heimatschule, über dessen Tagung in Lauterbach wir a»S-- führlich berichteten, wendet sich mit seinem Verbandsorgan an alle HÄmatfreunde in Stadt und Land. Wer die Heimat liebt, wer die auf den Heimatschuh hinzielenden Bestrebungen unterstützen ttnll, der lese die schon ausgestattete Monatszeitschrift, die für den vierteljährlichen Bezugspreis von 1,50 Mk. bei der Post oder beim Ver lag bestellt werden kann. Das uns vorliegende Heft 2 des Jahrgangs 1924/25 war als Festschrift zur Tagung des ReichsbundeS Heünat- schufe in Lauterbach gedacht. Das 100 Seiten! fassende Heft enthält wertvolle Beiträge zur Heimatkunde unserer ober hessischen Heäinal. a. a. Aufsätze von F. Como über Lauterbach und den Vogelsberg, von H. Werner über Schlitz, du Sammlung Vogelsberger Sagen und einige prächtige Stimmungsbilder von H. Eidmann unter dem Sammelnamen „Heimatlrche Äfeimgfletten“. Das Lauterbacher Heft kann auch einzeln zum Preis, von 1 Ml. bezogen werden.
— Carry Brachvogel, DaS Glück d e r E r d e. Engelhorns RomanbibÜothek. Drosch 1,50 Goldmark; in Ganzleinen gebunden 2,50 Gvld- marf. — Dieses Werk der bekannten Dersasierin, die in diesem Jahre ihreli 60. Geberrtstag feiern durfte, zeugt wieder von ihrer ungemein starten Begabung, Menschen zu gestalten. Wieder spielt die Handlung in die Münchener Boheme» und Lfteratenkreise hinein, die den Romanen Earrh Brachvogels das eigenartige Gepräge geben, das den Leser so stark an den Stoff fesselt. Vier Geschwister ziehen aus, das Glück zu suchen, und nehmen den Kampf mit dem Leben auf. Die einen bleiben ihrem Zdeal auch in Einsamkeit und Tod treu, während die anderen nach kurzem Streben das Glück der Weltkinder dafür eintauschen. Ein wertvoller Roman.
Kirchliche Nachrichten.
3fr. ReligionSgemeinde. GotteSd.i. d. Synagoge (Süd-Anll). Samstag, den 30. August, Dorabd. 7.00. morg. 8.30, abds. 7.20 u.,8.00.
Jsr.ReltgionSgef ellschast. Sabbatseier, 30. Aug. Freitag abd. 6.45, Samstag norm. 8.00, Predigt, nachm. 4.30. vabbatausgang 8.15. — Wocheugottes» dienst: Morg. 6.15, abds. 6.30.
Verantwortlich für Politik und Fruillet»:
3. D.: Heinz Gvrrenz.
Höchste Zeit
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Klumpen Leben in den Armen, stieß ihn an und schüttelte den Kopf.
„Ein Knabe. . . aber tot, meiner <3eelT
Ohnmächtig, bleich wie eine Tote lag Elisabeth mit fahlen Wangen.
Ein Blick auf sie, einen auf das ceglofe Geborene stürzte Frau Cornelia auf die Knie und entriß der Wehmutter den Enfel.
„Tot? Rein . . . nicht tot! Zörgs Enkel muß leben! Caspars Sohn I. Das Geschlecht kann nicht tot sein. Der Stadtschultheiß Hot doch einen strahlenden Stern gesehen Tüt doch alles . . wir müssen . . . Wenn es erstickt wäre! — Fvcw . . . Frau . . .!“
„Ach, es ist ja schon ganz,schwarz!" jammerte die Hebamme.
»Aber sein Herz ... sein Herz schlügt 1“ Di« alte Frau Cornelia hob verklärt ihr greises AnV lih von des Kindes Brust und griff mit beiden Händen zu, rieb und bewegte ihm die Aermchen. Die Wehmutter tat das gleiche mit den Beinchen. Run hoben sie beided en kleinen, ganz schwarzen Leib auf und ab, immer auf und ab.
Frau Elisabeth auf ihrem Lager atmete tief und schwer Es war ein Stöhnen und ein Jauchzen zugleich.
Da . . . wie von seiner Mutter gerufen, tat der Knabe seine Aeuglein auf — liebe, große, braune Augen und blickte der Großmutter Cornelia eine lange Weile staunend in die ihren. Seine braunen Augen leuchteten dunkel vor Tränen. Gr schrie auf.
„Rätin!" rief Frau Cornelia überlaut und überglücklich in das Kinderquarven: „Rätin, hör doch! Er lebt!
Elisabeth Goethe, dein Sohn lebt!"
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