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Änüevdem beb^Sten wie uns vor»- wertere geeignete Pbvtvgeavhren zu evweeben.

Oie mit Preisen bedachten und käuflich erworbenen Lichtbilder gehen in das ausschließliche Lienutzungs- und Verlagsrecht des Gießener Anzeigers über.

Zeder Bewerber kann eine unbeschränkte Zahl von Photographien einreichen. Oie unaufgezogenen Lichtbilder können auch von früheren Aufnahmen stammen, dürfen aber nicht irgendwie öffentlich benutzt sein. Oie Einsendungen find mit Kennwort und mit der BemerkungBilderwettbewerb des Gießener Anzeigers" versehen an die Redaktion des Gießener Anzeigers zu richten. Kennwort und genaue Angaben über den Gegenstand des Lichtbildes (Ort, Haus, Straße, Schloß, Ruine usw.) sind auf dessen Rückseite anzugeben. Oie genaue Anschrift des Ein- senders ist in geschlossenem Briefe beizufügen, dessen Umschlag das Kennwort trägt. Derr äußevste GirMeferrrmssLerrmw iff derr 15. Sept. d. Ls.

Die Preiszuteilung wird im Gießener Anzeiger veröffentlicht.

Oie Rücksendung der nicht preisgekrönten und nicht käuflich erworbenen Lichtbilder findet nach Schluß der Ankäufe statt.

Verlag und Redaktion des Gießener Anzeigers.

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für das ganze Iahr 1914 um

Bitderwettbewerb des GießenerAnzeigers für die besten Lichtbilder aus ganz Oberhessen, sowie aus den Gießen benachbaften preußischen Gebietsteilen. Die Aufnahmen sollen möglichst bildartig sein.

Folgende Ausnahmen Kommen in Betracht:

Von interessanten Bauten in Städten und Dörfern, von Häusergruppen, von schönen Sttaßenansichten, von Häusern, Kirchen und Denkmälern mit schönen Baumgruppen, von Burgen und Schlössern, von malerischen, charakteristischen Landschaften, von besonders prägnanten, typischen Persönlichkeiten.

Die Bewertung wird durch ein Preisrichterkollegium erfolgen, dessen Zusammen­setzung noch bekünntgegeben wird.

ein QEontterung£fef>[er gemacht tt»rben a>ar. Es wurde beschlossen bei allen Motoren die be­treffenden Schrauben zu verstärken. Der nächste Probeflug, dec heute stattfinden sollte, wird daher Mittwoche kommender Woche verschoben. Die

Aüs Stadt und Land.

Greben, den 29. 2lug. 1924.

Allgemeine Ortskrankenkasse Mehen-SLadt.

Qluf Einladung des Vorstandes der Allgem. Ortskrankenkasse Dießen-Stadt tagte am 25. ds. Mts. imPostkeller" der A u s s ch u h der Kasse. Die zur Beratung stehenden Punkte umfaßten den Geschäftsbericht mit Rechnungsablage für dqs Iahr 1923 sowie Aenderungen der §§ 17, 19 (Abs. 2), 25, 42, 52 h der Satzung.

Aus dem von der Verwaltung vorgetragenen Geschäftsbericht für das abgelaufene Iahr konnte mit Befriedigung festgestellt werden, daß trotz der Schwere der Zeit und trotz teilweisen Versagens der Gesetzgebung die hiesige Ortskrankenkasse sich behauptet hat und diejenige Einrichtung geblieben ist, die den erkrankten Mitgliedern nach besten Kräften Schutz gewährte. Der Rechnungsabschluß für 1923 zeigte denn auch eine erfreuliche M ehr­et n n a h m e ; allerdings sind alle früheren Re­serven durch den Währungsverfall aufgebraucht. Anders gestaltete sich das Bild des Abschlusses für das erste Halbjahr 1924. Die immer geringer werdenden Verdienstmöglichkelten der Arbeitneh­mer haben sich gerade bei den Trägern der Sozial­versicherung einerseits durch älebernahme enor­mer Lasten und andererseits durch Ausfall ent­sprechender Einnahmen zu deren Llngunsten be­merkbar aemacht. Oft es doch eine nicht abzu-

6000 Goldmark übersteigen. Diese Feststel­lung gab sowohl den Vertretern der Arbeitgeber wie der Arbeitnehmer Anlaß zu einer regen Aus­sprache über die Arztfrage, die einheitlich in der Forderung an den Vorstand ausklang, alle Mit­tel anzuwenden, um ein unberechtigtes Krank­schreiben seitens der Kassenärzte zu verhindern. Auch die anderen hauptsächlichsten Ausgaben im 1. Halbjahr 1924, wie Krankenhauskosten, Kran­kengelder, Wochen- und Stillgeld sowie sonstige Ausgaben haben teilweise die jeweiligen Aus­gaben für das ganze Iahr 1914 erreicht. Alle diese Umstände haben es mit sich gebracht daß die meisten Kassen zur Zeit finanziell stark bedrückt sind und der Abschluß für das 1. Halbjahr 1924 zeigte, daß die Ortskrankenkasse Gießen ganz ge­waltig gelitten hat; die Ausgaben übersteigen die Einnahmen um ca. 18 000 Goldmark. Da nach den Ausführungen der Verwaltung keine Aussicht be- steht, daß diese unerträglichen Zustände in ab­sehbarer Zeit sich ändern, war zu beschließen ob die Leistungen der Kasse gegenüber den Mitglie­dern beschränkt, oder ob die Mehrausgabe durch entsprechende Erhöhung der Beiträge gedeckt wer­den solle. Mit Befriedigung war festzustellen, daß die Vertreter der Arbeitgeber sowohl, wie die der Arbeitnehmer sich ganz entschieden für Beibe- h a l t u n g der jetzigen Leistungen aussprachen und bereit sind, lieber eine kleine Belastung in Form höherer Beiträge zu tragen. Dem- zufolge wurde einstimmig beschlossen, die Beiträge um 1 Prozent zu erhöhen. Diese Entschließung war getragen von vollem sozialem Verständnis für die Rote der Kranken und ein Beweis dafür daß die Mitglieder des Ausschusses Arbeitgeber so­wohl wie Arbeitnehmer gewillt sind, der Kran­kenkasse auch über diese schwere Zeit hinweazu- helfen und die Kasse als soziales Institut zu er­halten. Oßö.

Gichenec Sportklub von 1900: Zusammenkunft bet Doller. Hessischer Polizei- und Schuhhunde- Derern 1914, 8 Mr, bei Hopfeld: Mitglieder­versammlung. Rundfunkhaus, Löbecstrahe, 8V2 Ufr: H iterec Ab.nd. - Licht PielhauS Dahn- hofstraße:Die grüne Manuela". Astoria- Lrchtspreie:Der große Sensationsprvzeh".

KZettervorausjage

Etwas wärmer, wollig bis bedeckt, südliche bis westliche Winde, wieder Regenfälle.

Dw heute morgen eingetretene geringe Auf­besserung der Wetterlage wird nicht lang an- oauern. Ein langgestrecktes Fallgebiet rückt schnell 8^en Westeuropa vor und bringt erneut schlechtes Wetter.

Die H e s si sch e L i ch tb i l d b ü h n e a m Lrndenplah hat für ihre Eröffnungsvorstel­lung am Sonntag mit demBerg des Schick­sals" einen Film gewählt, der bei seiner Der-

Verwundeten beläuft sich auf 52, darunter 35 Passagiere. Sieben Verletzte wurden in das Ho­spital eingeliefert. Der gleichfalls der White- Star-Linie angehörende DampferHonreric" wurde ebenfalls durch den Orkan beschädigt. Die Zahl der Verletzten aus diesem Dampfer beträgt acht. Andere Schiffe wurden ebenfalls beschädigt.

Das Ergebnis des Probefluaes des Z. R. 3.

Bei der ersten Probefahrt des Z. R. 3, die die Leitung des Luftschiffbaues sehr zusneden- gestellt hatte, ergab sich, daß bei einem Motor

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kwer Uraufführung im Mai dieses Iahres einen beispiellosen Erfolg und eine glänzende Kritik der gesamten Berliner Presse hatte. Der Film ist die Schöpfung der Freiburger Sport- und Bergfilm­gesellschaft, die sich bereits durch die auch hier schon bekannten FilmeDas Wunder des Schnee­schuhs" undFuchsjagden im Engadin" einen Ramen in der Filmwelt gemacht hat. Eine Hand­lung von seltener Schlichtheit erfüllte den Re­gisseur Dr. Franck mit Höchstleistungen film­technischen und Alpinistischen Könnens. DerTag" schreibt u. a. darüber:Der Film behandelt eigent­lich nichts, denn daß zwet Dergsteigecgenerationen den Kampf um eine für unersteigbar geltende' Felsnadel aufnehmen, daß der Vater abstürzt, der Sohn aber, um der Liebe willen, sich siegreich zu behaupten vermag und sein Ziel erreicht, das ist eigentlich alles andere als ein Spielfilm im herkömmlichen Sinne. Ein Film wie der ..Berg des Schicksals" läßt sich eigentlich nicht kritisieren, denn das Spiel mit dem Tode steht außerhalb jeder Kritik. Denn was an bergsteigerischen Lei­stungen hier gezeigt wird, dos erscheint so unfaß­bar, so phantastisch in der kühlen Ruhe der Aus­führenden, daß den Zuschauer ein Gruseln über­läuft, wenn er sich etwa in die Situation hrn- eindenkt."

**EinePrügelei zwischen jungen Leuten und Sicherheitsbeamten, bei denen leyterk, tote man uns mitterlt, in sehr wertgehendem Maße von ihren Gummiknüppeln GÄrauch gemacht haben sollen, hat in der Stadt zu lebhaften Erörte­rungen Veranlassung gegeben. Da. tote wir hören, Anzeige ber der Staatsanwaltschaft erfolgt ist, wird man gut tun, das Ergebnis der behördlichen älntersuchung abzuwarten.

** Die Septembermiete berechnet s.ch wie die Augustmiete, da die prozentualen Zu­schläge für den Monat September unverän­dert geblieben sind.

** Erledigte Stellen i m Schul­dienst. Erledigt sind: Vier Schulstellen für drei evangelische Lehrer und eine evangelische Lehre­rin an der Volksschule in Groß-Gerau. Dienstwohnung ist nicht vorhanden, Mietwohnung für einen verheirateten Lehrer ist zunächst nicht erhältlich. Drei Schulstellen, je eine für einen evangelischen Lehrer, eine evangelische Lehrerin und eine katholische Lehrerin an der Volksschule in Rüsselsheim. Dienstwohnung ist nicht vorhanden, Mietwohnungen für verheiratete Lehr­kräfte sind nicht erhältlich. Eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in D 0 r n h e i m. Dienstwohnung ist nicht frei, Mietwohnung nicht erhältlich. Eine Lehrer- stelle für einen katholischen Lehrer an der Volks­schule in Oppershofen, Kreis Friedberg. Eine Lehrerstelle für einen Evangelischen Lehrer an der Volksschule in Heu chelheim, Kreis Büdingen: Dienstwohnung ist vorhanden, aber noch nicht frei. Eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an dec Volksschule in Röd­gen, Kreis Friedberg. Eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Messel; Wohnung für einen verheirateten Leh­rer zur Zeit schwer zu beschaffen. Eine Lehrer­stelle für eine evangelische Lehrerin an der Volls- schule in Ober-Ramstadt. Eine Lehrer- stelle für eine evangelische Lehrerin an der Volks- -fcf)ule in Riedei-Ramstadt. Eine Lehrec- stelle für einen freireligiösen Lehrer an der Volks­schule in Mörfelden, Kreis Groß-Gerau.

' Personalien. Auf Grund des § 1 des Gesetzes über die Altersgrenze der Staatsbeamten treten in den dauernden Ruhe st and: der Rektor im einstweiligen Ruhestand Heinr. Köh­ler zu Watzenborn-Steinberg; der Leh­rer im einstweiligen Ruhestand Albert G u n - drum zu Eudorf, Kreis Alsfeld, beide mit Wirkung vom 1. Oktober 1924 ab; der Leh:er im einstweiligen Ruhestand Iosef Ricvlai zu Ruhlkirchen, Kreis Alsfeld, mit Wirkung vom 1. August 1924 ab. <

** Fortfall vo n Schnellzügen. Die im Sommer zwischen Frankfurt a. M. und Berlin (Potsd. Bhf.) über Gieren, Kassel, Magdeburg g sahrmm Schnellzüge: D. 27, Fcanl- surt a. M. ab 11,46 B.. Berlin iPotsd. Bhf.) an 10,23 Ä., und D. 28, Berlin (Potsd. Bhf.) ab 8,05 B.. Frankfurt a. M. an 6.48 R., fallen mit Ende August ds. Is. wieder fort. Letzter Der- kehrstag ist der.31. August ds. Is.

** Ist ein Gärtnereibetrieb ge­werbesteuerpflichtig? Die Landwirt­schaftskammer hat für die Entscheidung, ob ein Gärtnereibetrieb der Gewerbesteuer unterliegt, folgende Anhaltspunkte jetzt gegeben: Obst- und Gartenbau zählen zu den landwirtschaftlichen Be­trieben. Dagegen liegt bei dem Handel mit Obst von gepachteten Baumstücken ein Gewerbe vor. Beim Gartenbau, zu dem man das Pflanzen und den Verkauf von Blumen, Ge­müsen, sowie die Baumschulen rechnet, liegt ein Gewerbebetrieb erst dann vor, wenn auch fremde Erzeugnisse gewerbsmäßig (d. h. ständig) zugekauft werden, wobei es einerlei ist, ob diese in rohem Zustande oder verarbeitet ver­kauft werden, älnbedingt zu den Gewerbebetrie­ben rechnen die Kunst- und Handels­gärtnereien, deren Merkmale, die aber nicht alle gleichmäßig vorhanden sein müssen, folgende sind: Technische Vorbildung des Be­triebsinhabers, seiner Angestellten und Gehilfen, ungewöhnlich große Anzahl von Frühbeeten, größere Gewächshäuser und Treibhausanlagen, kaufmännische Betriebsformen, wie Behandlung der Erzeugnisse als Waren, Aufstellung von Preisverzeichnissen usw. Hier wird die Entschei­dung wohl häusig Schwierigkeiten bereiten. Die zur Landwirtschaft einschließlich des Obst- und Gartenbaues zählenden Betriebe unterliegen le­diglich der Grund st euer (vor 1924 war das Betriebsvermögen ebenfalls steuerpflichtig). Die als Gewerbebetriebe anzusehenden Betriebe sind auch gewerbe steuerpflichtig. 3n Zwei­felsfällen dürfte es sich empfehen, die Entschei­dung des hessischen Finanzministeriums anzu­rufen.

Aus aller Welt.

Schwerer Sturm im Atlantik.

52 Fahrgäste auf einem Amerikadampfer verletzt.

In der Rähe der amertkamschen Küste hat vorgestern ein zhklonartiger Sturm die auf dem Ozean beftndlrchen Schiffe in große Gefahr ge­bracht. Die Wellen gingen nach Reuyorker De» richten bergehoch und man erwartet Rachcichten über zak-lceichr Anglückssälle. Der frühere deutsche DampferBerlin , der unter dem Ramen 9irn» btc" der White-Star-Lime gehört

Reuhork, es mochten acht Am b u lan z wa a e n am Pier die Ankunft des Dampfers erwarten um P a sa g icre aufzunehmen, die durch den tropischen Orkan ernsthafteVerletzun- gen davongetragen hatten. Der Funkspruch teilte mit. daß das Schiff durch einen Orkan beschädigt worden 1., der um 9 Mr gestern abend heim­suchte. Dieser Orkan hat entlang der ganzen atlan­tischen Küste gemutet und alle auf See befind­lichen Schi,se waren genötigt, in Reuyork und anderen Häsen Zuflucht zu suchen.

Reuyork, 28. Aug. Die Zahl der auf dem PostdampferAvabic" infolge des Orkans

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übrigen Flüge sollen dann Zug um Zug folgen. Die amerikanischen Herren zngei sich gerade d^cch die Bewährung des Lustschi ses in schweren Wet­tern außerordentlich befriedigt.

Zwei amerikanische Millionärssöhne znm Tode verurteilt.

Rach einer Meldung aus Chicago sind die beiden jugendlichen Knabenmörder Leopold und Loeb zum Tode durch den Strang verurteilt worden.

Schupobeamte wegen schwerer Beleidigung vor Gericht.

In dem Proze ßgezen die Schutz Polizei be­amten Domei, Dumke, Ma zttnkewi > und Hau ck- mann von Dube, die angeklagt wrven, 5..i einem Zusammenstoß in Berlin im Roveinber 1923 in der Linienßraße eine Anzahl sestgen 0 m - mene r jüdischer Frontsoldaten belei big t und mißhandelt zu haben, wur­den Dube und Maczimkowih freite Prochen. Do­me i wurde zu 200 Mark Geldstrafe verurteilt; und Dumke zu 3 Monaten Gefängnis. Außerdem wurde dem letzteren auf dr -i Iahre die Be­fähigung zur Bekleidung öffentlicher Acm.ec ab­gesprochen.

leugnende Tatsache, daß leider viele Versicherte, bedingt durch die große wirtschaftliche Rot und aufgedrungener Erwerbslosigkeit, die Kran­kenkassen als Einnahmequelle benutzen, um für sich und ihre Familie überhaupt diejenigen Mit­tel zu bekommen, die zur Bestreitung des aller- notwendigsten Lebensunterhaltes nötig sind. Der Abbau der Erwerbslosenunterstützung bedeutet also im gleichen Umfang die Mehrbelastung der Krankenkassen auf Kosten der Beitragszahler. Ie- doch ist der angeführte Umstand nicht der einzige, der die Ausgaben der Krankenkassen in ein un­bestimmtes Verhältnis zu den Einnahmen brachte. Aus den vorgelegenen Zahlengegenüberstellungen vom 1. Halbjahr 1924 und dem ganzen Iahre 1914 war z. B. zu ersehen, daß die Ausgaben für ärztliche Behandlung vom 1. Ianuar bis 30. Iuni 1924 die Ausgaben für Arztkosten

Landkreis Gieren.

L, W i e s e ck, 28. Aug. Bei der Aufstellung des Voranschlags für 192 4 konnten die einzelnen Positionen nur schätzungsweise ange­geben werden. Ieht ergibt fich ein klarer Lieber- blick, so daß sich die gestrige außerordent­liche Gemeinde ratssihung mit einer (Nachprüfung und Reufestsetzung beschäftigen mußte. Das Gesamtbild ist wesentlich günstiger, da sich auf der einen Seite Einnahmen erhöhten, auf der andern Seite die vorgesehenen Ausga en ermäßigten. Es ergibt sich demnach folgendes B ld: die Einnahmen aus Holz verkauf er­höhten sich um 10 000 Mk., aus den Reichs- fte leranteilen um 4000 Mk. Dadurch, daß fich vom Iahre 1923 ein Rechnungsüberschuh von 23 000 Mk. ergab, konnte das für 1924 vorae-

Die Schlacht im Wahllokal.

Stuhlbeine und Revolver alsgeistige" Waffen.

Beul hen ,'28. Aug. (WTB.) Heute abend fand im großen Schützenhaus eine von der Deutsch­völkischen Freiheitspartei einberufene Wahlver­sammlung statt, die von linksradikaler Seite ge­stört wurde. Die Auseinandersetzungen arteten schließlich in eine regelrechte Prügäei aus. Stöcke, Tischbeine und Stühle sausten auf die Köpfe der Gegner nieder und Revolverschüsse fielen. Alles stürzte über Tische und Stühle dem Aus­gang zu. Wiederholte Versuche, die Versammlung weiter tagen zu lassen, scheiterten an dein Wider­stande des Saalpächters, dec das Licht verlöschen ließ. Schließlich schritt die Schupo ein, leerte den Saal und zerstreute die auf den Straßen ange­sammelte Menschenmenge.

Goethe-Gebuttstagsseiern.

In Weimar.

Weimar, 29. Aug. (WTB.) Die offizielle Feier von Goethes 175. Geburtstag hat heute mittag um 12 Uhr im großen Armbrustsaale begonnen. Der Präsident der Goethegesell- schaft, Professor Roethe-Berlin, entwarf in seinem Festvortvag ein umfassendes Bild von der gewaltigen Persönlichkeit Goethes. Mit einem Licdervortvage des Lehrergesangvereins fand die schlichte Feier ihr Ende. Abends fand auf dem festlich geschmückten Frauenplan vor Goethes Wohnhaus eine Feier statt. Alle Häuser des Platzes waren reich mit Blumengewinden und Girlanden geschmückt und alle Fenster illumi­niert. Kurz nach 8 Uhr ertönte von der Treppe des Goethehauses ein Hornsignal, worauf der Seminarchor Goethes ßieb vom Heideröslein über den Platz in die Rächt hinaus ertönen ließ. So­dann betrat der Oberbürgermeister Dr. Müller die Rednertribüne und feierte in kurzen Ausfüh­rungen die Bedeutung von Goethes Persönlich­keit für, die Stadt Weimar. Ihm fei es in erster Linie zu verdanken, daß Weimar der Wvhlfahrts- ort fjxr alle Gebildeten nicht nur Deutschlands, sondern der ganzen Welt geworden sei. D^für tocrbdF Weimar der Persönlichkeit des großen Dichters unauslöschliche DanLarkeit bewahren, und deutsche Art und deutsches Wesen, das ec vertrat, zu Ehren bringen. Mit dem Gesang des Thüringer Nedes von demselben Chor erfolgte die Uebecleitung zum Dortrag des Festgedichtes von Friedrich Lienhard, das der Schau­spieler I l l i g e r vom Rationaltheater zu Gehör brachte. Dec Gesang vonWanderers Rachtlied" beschloß -die kurze, aber außerordentlich eindrucks­volle Feier.

In Frankfurt.

F r a n k f u r t a. M., 28. Aug. (WTB) Das Freie Deutsche H 0ch stif t hatte i.n Verein mit] der Stadt Frankfurt heute die Bürgerschaft zu einer würdigen Feier von Goethes 175. Ge­burtstag in die weiten Räume des Saalbaaes geladen, nachdem schon in den späten Rach- mittagsstunden viele Tausende sich am das Goet^deniMal geschart hatten, um dort musika­lischen und gesanglichen Darbietungen za lau­schen. Die Feier im Saalbau, die so stark besucht war, daß ihr eine zweite am Montag folgert soll, wurde durch Orgelspiel eingeleitet und fand ihren Höhepunft in einem tiefangelegten Vor­träge von Prof. Dr. Korff-Gießen über die Frage, was uns Goethe heute bedeutet. Beatrice S u 11 e r - K 011 l a r, feinsinnig von Fritz Altmann begleitet, gab hohe Proben ihrer Kunst in den Suleila-Äwern in der Vertonung von Schubert. Ein starker Sprechchor, zusammen­gesetzt aus Schulern und Schülerinnen höherer Lehranstalten, erzielte unter der Leitung von Hermann S ch e r ch e n einen starken Eindruck in dem Vortrag von Mohamets Gesang.

mitgeteilt hätten, daß sie für den englischen Aus­fuhrhandel Schuh gegen eine Steigerung der deut­schen Ausfuhr verlangten. Hierdurch sei die Ar­beiterregierung, die bisher für den Freihandel cingetreten sei und die die Mac-Kenna-Zölle mit Hilfe der Liberalen abschaffte, vor schwierige Streitfragen gestellt worden. Die Frage Frei­handel oder Schutzzoll könne zu einer Spaltung innerhalb der Partei führen.

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DerStar" übt bittere Kritik an der Haltung der englischen Bergleute gegenüber dem Dawes­plan und an dem Protest ihres Sekretärs, daß politische Erwägungen das Wirtschaftsleben in England nicht beeinträchttgen dürften. Das Blatt führt aus, daß dieses Gerede über die politischen Erwägungen bedeute, daß die Bergleute, deren Führer wie Cook und Smillie so viel über den Frieden Europas und die Ver­treibung des Militarismus gespro­chen hätten, bereit seien, die poli­tische Regelung Europas zu verhin­dern, weil sie fürchteten, daß die Kohlenaus- fuhc dadurch leiden könne. Es würde wirllich eine Tragödie sein, wenn Smillie und seine Freunde an dec Seite der Diehards gefunden würden, die nicht wünschten, daß Deutschland auf die Beine konnne. Es würde ein bitteres Ende all der Ströme von Resvluttonen über internatio­nalen Frieden und die Solidarität sein, die von ihnen ausgegangen sind. Das Blatt rät dem Bergarbeiterverband dringend, seine Bedingun­gen und vor allem seinen Don nochmals zu er­wägen, bevor seine Vertreter mit dem Premier­minister zusammentreten.