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4

Wähler merkt aus!

Zur Entscheidung steht am 4. Mat

nur eine Frage

Will sich Deutschland in langsamer friedlicher Entwicklung mit schweren Opfern wieder frei machen

oder

will es den Weg unverantwortlicher KatastrophenpolM geh« und in Unvernunft daö Letzte aufs Spiel setzen?

Fragt die 23 Parteien wie sie dazu stehen.

sür Ruhe u

1 lratischen Wch'al- der

Auswertung

Wie stellt sich dis Demokratische Partei dazu?

Die Deutsche Demokratische Partei hat in ihrer Fraktion stets für die Aufwertung Stellung genommen. Sie hat sich von vornherein der Absicht der Regierung widersetzt, d.e Auf- wertunaöfrage durch Verordnung zu regeln, toeU auf diese Wrife keine volle Rechtssicherheit zu schaffen war; es war vorauszu­sehen, daß die Rechtsgültigkeit einer suchen Verordnung bestrlt- ten werden würde. Es hat.sich^ gezeigt, daß eme rasche Erled.- gung der Aufwertungsfrage im Reichstag nicht möglich war, ms besondere nicht eine Erledigung,mit hett, wie sie nötig gewesen wäre, um volle Rechtssicherheit zu schaffen. Die Schuld dafür tragen Deutschnatio­nale und Sozialdemokraten. Die Sozialdemokraten lehnten bekanntlich jede Aufwertung ab' verlangten also ange­sichts des entgegenstchenden Reichögericht^rteiles em gefetz liches Verbot der Aufwertung. Ueber das Maß der Ausartung bestehen innerhalb der deimchnationalen Fraktion derschiedene Auffassungen, welche die Führung der Partei am liebsten dahm vereinigt hätte, daß man für die Auswertung eme Dttndest. und Höchstgrenze mit möglichst großem Spwlraum aufsteüt, in dem die einzelnen Fälle individuell zu behandeln waren. -Ware die dritte Notverordnung, so wie die Regierung sie er la ff en hatte, aus- gehoben worden, so hätte sich für eme Neuregelung keine Mehr heil mehr gesundem Die Folgen wären wirtschaftlich ganz uner­träglich gewesen, da die ganze Wirtschaft dann un unklaren ge­wesen wäre, welche Lasten sie zu tragen hatte.

Die De m o k r a 1 i s ch e P a r 1 e i hat durch ihre Verttetcr im Fünfzehnerausschuß, nachdem der Gedanke der gesetzlichen Re­gelung gescheitert war und nachdem auch eme Aufhebung her Re gienmgsverordnung nicht in Frage kam, dahin gestrebt, di Regierungsverordnung zu verbessern. In fol­genden Punkten hat sie erhebliche Verbesserungen erzielt.

1. Die Deutsche Demokratische Partei hat als erste den dann auch von der Regierung angenommenen Vorschlag gemacht, die Aufwertung von 10 Prozent aus 15 Prozent zu erhöhen.

2. Der Kreis der für die Aufwertung in Betracht kommenden Vermögensanlagen wurde dadurch erweitert, daß Schuldverschreibungen, wenn sie von öffentlichen Körperschaften als Unternehmer wirtschaftlicher Be­triebe ausgegeben sind, der Aufwertung ebenfalls unter­liegen.

3. Die Aufwertung der S p a r g u 1 h a d e n und der Ansprüche der Versicherten aus Lebensversicherungsver­trägen wurde dergestalt mit eingeschoben, daß hier die schuldenden Institute unter Leitung eines Treuhänders einer Art Teilliquidation unterworfen werden, wobei die Liguidationsfnmme zu Gunsten der früheren Gläubiger aus den Vermögensbestandteilcn des Schuldners gebildet wird, die durch die Aufwertungsverordnung aufgewertet sind (Hypotheken usw.) und auS sonstigen Beiträgen auS dem allgemeinen Schuldnervermögen.

4. Die gesetzliche Schrank« gegen eine Auf-» wertungder öffentlichen Anleihen tstbesei- tigt insofern- als nur seilens des Gläubiger- das Recht auf Aufwertung bzw. auf Tilgung und Verzinsung auSge- schloffen ist, dagegen für später« Zeit eine EntschädigungS- leistung der Anleihegläubiger nicht ausgeschloffen ist.

5. Hinsichtlich der Gemeinden, also der Städteanlethen, kann in Einzelfäüen auf Anordnung der obersten LandeS- behörden eine für den Gläubiger günstiger« Regelung ge­troffen werden.

Die Deutsche Demokratische Partei ist sich darüber klar, daß diese Zugeständnisse ungenügend sind. Sie darf aber mit Genugtuung darauf Hinweisen, daß sie eS gewesen ist, die, nach- dem eine günstigere Gesamtregelung auS den schon angegebenen Gründen nicht möglich war,

wenigstens diese praktischen Verbesserungen erreicht hat. Im übrigen steht sie auf dem Standpunkt, daß d a S letzte Wort in dieser Sache noch nicht gesprochen ist. Die Deutsche Demokratische Partei wird auf dem Wege der inneren Reparation«n. d. h. der Wiedergutmachung der ungeheueren Ungerech- tigkciten, die durch die Geldentwertung be- gangen worden sind, fortschreiten. Sie hat diesen Weg schon bisher mit Erfolg beschritten. Sie hat sich von rein agitatorischen Forderungen, die undurchführbar sind, ferngehal- ten und stets dem allgemeinen Interesse (keine neue Inflation!) und der außenpolitischen Lage (die Entente betrachtet die Auf- wertungsgesetze mit großem Interesse!) Rechnung getragen

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Ein politischer Stammtisch

In der früherenHessischen liberalen Wochenschrift" wurde regelmäßig über die Unterhaltung an dem poli­tischen Stammtisch berichtet, an der sich der Lehrer des Ortes, der Bahnvorsteher, der Sch m ie da k o b, der bauernbündlerische E ck - W i l h e l m und der M ül- ler-Anton beteiligten. Dieser Stammtrsch ist nicht mit der Hess. lib. Wochenschrift eingcschlasen, aber wir hatten bisher keine Gelegenheit, über ihn zu berichten. Henle bietet sich dazu eine günstige Gelegenhett, und wir wollen nicht versäumen, unsere Leser.davon zu unterrichten, was die Männer am Stammtisch über die diesjährige Reichs- tagswahl zu sagen haben.

Die nicht vollzählige Tafelrunde hatte schon geraume Zeit ziemlich einsilbig beisammen gesessen und machte ichon Miene, aufzubrechen, als in später Stunde die Ture aufgenffen tourbe und der Eck - Wilhelm, gefolgt von ernrgen anderen Dorf- heto°&e,tn@Äem/n,r^f «hm der Schmied-J°,°b ,u. wir" glaubten schon, du hättest heut zum fünftenmal Metzelsupp und kämst net. denn einlade tust du uns doch net

Dumm äeug, Metzelsupp!" entgegnete ärgerlich der Ange­redete;du denkst aach an nix annersch als an Metzelsupp. Ra, ich komm aus der Versammlung, in der der Dr Werner ge- redt fiat. Da hälfst was hörn könne. Awer ihr habt ja kern Sinn fürs Höhere, ihr habt kei nationales Gefühl.

Wieviel Iudde Hal er denn zum Abendesse verspeist, euer Doktor Werner," frug spöttisch der Schmied-Jakob zuruck.

Tie Judde scheine euch ja arg am Herz liege," replizierte der Eck-WilhelmAwwer kei Angst. Diesmal hat er wirklich fein geredt. Er Hot mit dem Marxismus abgerechnet, der uns in des Schlamassel gebracht Hot."

Was ist dann das, Marxismus"? frug schelmisch der Ba^nvorstchcr.

, Ach was, mich fange Sie net", rief der E ck - W i l h e l m vorsichtig aus.Vom Dr. Werner hätte Se hörn könne, wer de Krieg verlorn gemacht hat, daß wir gewönne hätte, wenn wir ausghalte hätte r, "

Wir und de Ludendorsf, ja, wann is ka Keeskorb," warf der Müller-Anton dazwischen. ..

. wann die deutsch Regierung ka Schlapp,chwanz warn, dann hält' sie die Franzose schon längst zum Land nausgeworse. Der passive Widerstand im Ruhrkampf mußt' cn aktiver scm. Ter Versailler Schandvertrag muß zerrisse Wern. Un wer des neue amerikanisch-englische Sachverständigegutachte annimmt, der gehört aus m Land gejagt. Do hctt'r cmol hörn solle, was das für en Bravo gäb." . < -

Das glaub ich schon," bemerkte der Lehrer,aber hat Herr Dr. Werner auch gesagt, wie man das macht, aktiven Wider­stand zu leisten und die Franzosen aus dem Land zu jagen?"

Wie mer des macht? Hawwe mir net Leut genug, die c Flint trage könne? Un die Jugend, die brennt druf, mitzu- marschicrn. Mer muß nur Kurasch hawwe, dann gibt sich vieles von selbst." , ,,

Ganz recht, die Hitlergarde in Minche hawwe s uns ge­zeigt," lachte der Schmied-Jakob.

Es ist ein Jammer," seufzte der Lehrer,wie die heilige Flamme des Vaterlandsgefühls durch verantwortungslose Schwätzer mißbraucht wird. Jeder halbwegs verständige Mensch weiß, daß Deutschland jetzt und für lange Zeit so ziemlich alles fehlt, was zum Kriegführen gehört und daß wir sofort wieder die ganze Welt gegen uns haben, wenn wir einen Krieg an­fangen wollten. Alan braucht sich ja über diese P h a n t a st e - rei und das Maulheldentum gewisser Leute nicht weiter aufzuregen, wenn derartige unsinnige Reden und das Ge­schreibsel gesinnungsverwandter Blätter den Franzosen nicht immer wieder Material für ihre Behauptungen lieferten, die Deutschen seien kriegslustig und müßten deshalb unter schärfe­rem Druck gehalten werden. Jede Kraftprobe mit dem Mundwerk nrüssen unsere Brüder im besetzten Gebiet büßen. Und das ohne Zweck. Diese Menschen sind, selbst in bester Absicht, nachgerade gemeingefährlich."

Nu, Wie wett stn' mir dann bis jetzt mit'm Nachgewwe geye die Franzose gekomme?" frug der Eck-Wilhelm kmnpslusttg zurück.Was hawwe mer denn erreicht? Is es net mit jedem Jahr schlechter worn?"

Freilich ist's mit jedem Jahr schlechter geworden," gab der Lehrer zurück.Hat denn das Volk begriffen, was es heißt,

Die Frauen tmb die Neichstagswahlen

Für die Frauen wird die Mitarbeit bei den Wahlen dkeS- wal schwerer werden als sonst. Selbst in der Revolution bei den Wahlen zur Nationalversammlung war das ChaoS tn der Wählerschaft nicht so groß. Waren damals Hundert- tausende nickt bei Verstand, so sind es heute Millionen. Die Gegenrevolution stürzt wie ein mächtiger Strom über dar Land mindestens so unbesonnen, verblendet und wirklichkeitsfern, wie einmal die Revolution, eine neue leidenschaftliche Reaktion eines von neuem gequälten und zermürbten Volkes.

In der völkischen Bewegung ersteht verkennen wir cs nicht auch eine Reaktion gegen daS Frauen­stimmrecht. Der alldeutsche Verband ist schon vor dem Krieg der Sitz der Feindschaft und deS Kampfes gegen alle Frauen- reckte gewesen. Dem kitschigen Ideal deS teutschen ManneS, das er vertrat, entsprach eine ebenso kitschige Vorstellung holder und ergebener Weiblichkeit, angesichts derer die germanischen Frauen sich im Grabe umdrehen würden vor zorniger Empö- rrmg. Die Völkischen sind für denmännlichen" Staat sie stellen keine weiblichen Kandidaturen auf, und sie lehnen den Ein­tritt der Frau in Staatsämter ab. In der chaotischen Unklar­heit ihres politischen Programms spielt die Reattion gegen die Frauenbewegung eine genau so stimmunghaste Rolle wie die gegen die Demokratie.

Auch sonst ist die politische Atmosphäre von Feindseligkeit gegen die Frauen erfüllt: die Konkurrenz der Geschlechter ist heftiger als je, die Reaktion gegen Verfassung und Demokratie trifft ihre staatsbürgerliche Gleichberechtigung, die Verschärfung des ParteihaderS kehtt manche Spitze gegen sie, die Angst be- drohter Parteien um ihre Mandate gefährdet die weiblichen Kandidaturen, und da es nun einmal Mode ist, daß jeder vom Versagen" de§ anderen spricht, so geht natürlich mrch die Rede vom polttischcn Versagen der Frauen.

Und trotzdem sollen wir in den Hexenkessel dieser Wahlen? Ja, gerade deshalb!

Denn eS steht soviel auf dem Spiel, für dessen Schutz gerade die Frauen ihr« ganze politische Energie einsetzen sollten.

In der Diskussion über die gefühlsmäßige politische Ein- stellung der Frauen herrschen Meinungsverschiedenheiten dar- über, ob die Frauen in der Polittk ein ausgleichendes oder ein fanatisierendcs Element sind. Nimmt man ihre Wahlbeteiligung im allgemeinen, so ergibt sich das erste. Wo eine Sonderstatistik über die weiblichen Stimmen gesühtt ist, hat sich bis jetzt gezeigt, daß die Frauen nicht den extremen Patteicn zuneigen. Sie baden sich zwar als ein konservatives, aber als ein mäßigendes Elenicnt gezeigt. Bei der Demokratischen Pattei hat durchweg die Stimmabgabe der Frauen dem Zahlenverhältnis von Wab- lern und Wählerinnen entsprochen, die Partei hat sich gleich­mäßig auf Manner und Frauen gestützt und msosern die ge- sundeste Geschlechtermischung gezeigt. Man kann im allgemeinen sagen, daß von ihr aus nach rechts hin die Frauen und nach links hin die Männer an Zahl überwiegen. Wenn man also wohl eine gewisse Abneigung der Frauen gegen extreme und wilde Politik fcststellcn kann, so giltt es doch zweifellos auch solche, die der Kaiserin Eugenie des alten Soldatenliedes von 1870/71 gleichen:Und die Kaiserin Eugenie ist besonders noch diejenige, die ins Feuer bläst hineinMir hat cur Augen­zeuge erzählt, daß beim Eingreifen der Reichswehr gegen die Hitler-Banden in München eine Dame einem der Reichswehr- osfiziere entgegengetreten sei und ihm ins Gencht gespuckt habe. In den fränkischen Städten hat eine Frau als geichatzte agita­torische Kraft der Nationalsozialisten die wüstesten antisemitischen Reden gehalten. Es scheint also, als ob die Leidenschaften, die heute D e u 1 s ch l a n d z u e i n e m I r r e n h a u s m a ch e n,, auch die Frauen nicht unberührt lassen. Um so entschiedener muß gesagt werden, daß in der Hingerissenheil von diesen Leiden­schaften der Sinn des Frauenstimmrechts nicht liegen kann. Dieser Sinn ist am vollendetsten ausgesprochen in dem schonen, vom Kriegsleid zitternden Lied Richard Dehmels, von dem ja auch der lebhafteste Völkische nicht behaupten wird, daß erfeminin" gewesen sei:

O, Völker o dürften dock endlich Frauenbünde euch lenken Helsen?

dich, wie reich, Vaterland, ständest du m Blute, Hielten die Mütter die Hand

Ueber dein Leben."

I Daß die Mütter die Hand über dem Leben des deutschen Volkes halten, ist heute nötiger als je. Und darum müssen sie auf- F gerufen, beschworen werden, sich dem blinden und gefährlichen

Fanatismus entschlossen entgegenzustellen, der heute viele Wähler beherrscht. Sic haben das Opfer ihrer Sohne im Weltkrieg heldenhaft getragen um so höher müßte ihr Verantwortungs­gefühl sein gegenüber einer Bewegung, die den reinen Willen der Jugend in einen politisch sinnlosen und verhüll gnisv ollen Radau-Militarismus h i n e i n h e tz 1, der die denkbar schlechteste Vorbereitung unserer Jugend für den uns jetzt auscrlegtcn Existenzkampf ist. Sie - gerade müßten wissen, daß die sittliche Erziehung des deutschen

Volkes für den kommenden Wiederaufstieg die fugend ganz andere Wege führen muß: zur Volksgemeinschaft, zur stetigen aufbauenden Arbeit, zur Selbstbeherrschung - und vorallen Dingen: zum nüchternen Erkennen der Wirklichkeit. Das deutsche Volk ist in seinen Illusionen, seiner Leichtgläubigkeit, feinem treuherzigen Draufgängertum zugrunde gegangen. Wir lieben cs um seines Glaubens, seiner Phantasie, seiner beweglichen Her-

ein Gefühl dafür haben, daß Stetigkett und Festigkeit der fried­lichen Arbeit, des Miteinanders, die unerläßliche Bedingung der nächsten deutschen Zukunft ist. Die Mütter sollten ihre Hand halten über dem bißchen testen Grund, denwirbis jetzt haben: der Verfassung, der Reichseinheit, der Demokratie, die allein gewaltsamen Erschütterungen vor beugt, indem sie jedem vorhandenen politischen Willen das Recht und die Möglichkeit der Auswirkung gibt. Sie sollten diese Hand ent­schlossen und ruhig eingreifen lassen in einem Augenblick,.in dem d r Ausgang der Wahlen uns möglicherweise die Fortsuhrung brT kleinen inner-politischen und außenpolitischen Anfänge zur Gesundung zerschlagen und mindestens urteilslose, wahrschein­lich ober auch verantwortungslose Phantasten ans Steuer bringt.

Der Dolchstoß. Humoristisch verlief eine Wahlversammlung der D eutschv o lki sch en F r e i h ei ts p a rt e i in Olden­burg, wo der Spitzenkandidat, ein Major, sprach. Aus der richti­gen Erkenntnis, daß der Zusammenbruch von 1918 nicht zuletzt auf die Aushungerung des deutschen Volkes zurückzuführen ist, tönte dem Redner aus die pathetische Frage:Was ist die Ur­sache des Dolchstoßes?" die drastische Antwort aus dem Saale entgegen:Die Marmelade!" ______________

für die Deut tninifler Dr.

Deutschen Bo Mer der > «alige Bich toter des Ich ..Der Hif und Ihm schln Das ist flb6 fern D"Nch tv fl r Fraktion, tonsgeuieinsch Storbiefiiflc t

Maul i ^ummheii an - »No, ich 2 gesunke, rechtgetviesene Ml g Up. Das if pto des Vo tokanlag, ist, , . bQ5 den Wchg?

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einen Weltkrieg verloren zu haben? Und haben eS immer die Regierungen richtig begriffen? War es richtig, dem Drängen der Schmettndustric nachzugeben und die Leistungen zn beschränken? Hat man im Ernst alles, versucht, den Ruhrein­bruch abzuwendcn? Und nachdem das Unglück geschehen war, hat man den Ruhrkricg so ungeschickt wie nur denkbar geführt. Viele Goldmilliardcn hat der verlorene Ruhrkneg zwecklos ver­schlungen und heut stehen wir ärmer da als nie zuvor. Ist da nicht des Nachdenkens wert, wie kommen wir am besten und sichersten aus Vieser fürchterlichen Lage heraus?

Sagen Sie einmal, Eck-Wilhelm, wie denken Sie sichS denn, wenn die Deutschnationalen und die Deutschvolkischen an die Negierung kommen?" frug der B a h n v o r st e h e r.

Das warte Se nur ab," antwortete ausweichend der Eck- Wilhelm:kerndeutsche Männer werde schon e kräftigeres Wort zu redde wisse ..." . . -

So etwa wie die bayerische Regierung und der Herr von Kahr," warf der Lehrer lächelnd dazwilchen.

Uewrigens," fuhr der E ck - Wi l h e l m sott,verstehe ich net, wie Sie sich für die Schlappschwanzpolitik ins Zeug lege könne, Herr Bahnvorsteher, Sie sin doch Volk SP ar teil er und hawwe doch immer auf die Erfülumgspolitik geschimpft. Un jetzt könne Se net rasch genug nachgewwe und bezahle

Ich bin auch heute nach Gegner der E r ll u n g s p olt- tll," entgegnete etwas spitz der ^nhnVorsteher.Aber jeder vernünftige Mensch, der sein Vaterland liebt, bringt jede« Opfer, das nötig und geeignet ist, sein Voll wieder stet zu machen.n^er^ § auc§ Dr. Wirth nicht gemeint," bemerkte lackend der Lehrer,also nennen wirs Befreiungs­politik, wenn Ihnen das schöner klingt als Erfüllungspolittk."

Der Eck-Wilhelm is auch für Erfüllungspolttik, nur darf Je nix koste, jedenfalls kei' Steuem", neckte der Schmieds a 1 u scheinst ja e besonnerer Freund vom Steuerzahle |tt sei," "bemerkte eifrig der Eck-Wil Helm.

Des grad net," gab der Schmied-Jakob zurück.Mir sind die Steuern hoch genug und ich weiß wahrhaftig net, von was ich die neue Gewerbesteuer bezahle soll. Awwer ich waatz net, och der pgtxiotijch is, che; w M M des PMlynd mtt

SfiÄÄBÄÄS'ÄS W3Ä8«ÄS' SS tot, als Sklave" verlernt. Sicher aber weist heute di« geschickt- Ilche Lage einen anderen Weg zrnn AuMeg - gm, gleich. °d man ibn nur als Vorarbeit oder ob man ihn als den Weg schwchlbw anfteht. Dieser Weg ist weniger interessant und drmnatisch als jugendliches Waffenspiel lliit dcm bösen Hintergrund hochverräterischer Gesinnungen aeaen Staat und Volksgenossen, er ist hart und mühsam und undramatisch. Aber die Frauen sollten

Beamte! Beamtinnen!

Der Reichsparteitag der Deutschen Demokratischen Partei hat am 6. April in Weimar sämtliche Beamtensragen be- handel, und einstimmig folgende Enlschliehung gefaßt:

In Uebereilistimmung mit der bishettgen Haltung der Reichstagsfraktion der Deutschen Demokratischen Pattei be­tont der Patteitag erneut, daß ohne Aufrechterhaltung eines auf öftcnttich-rechtlicher Grundlage beruhenden Berufs- beamtentiims ein Wiederaufbau Deutschlands unmöglich ist. Der jetzige systemlose Abbau und seine mechanische Durch­führung, der die verfassungsmäßig verbürgten Rechte der Beamtenschaft nicht achtete, hat bei ihr die Befürchtung er­weckt, daß eine Beseitigung des Berufsbeamlentums die Folge sein würde. Der Parteitag fordert daher in Ueber- einftimmung mit der Beamtenschaft, nachdem 'M Reiche der Abbau tatsächlich dvrchgeführt ist, für das Reick d»e sofortige Aufhebung dieser Personalabbauvcrordnung und die Wieder­herstellung der bisherigen Rechtsstellung der Beamten durch unverzüglichen zeitgemäßen Ausbau des Beamtenrechts, zumal auch für das Dleustftraf- reckt und die B e a m t e n v e r t r et u n g. ^nsbeiondett sind auch die auf Grund des Artikels 14 ausgesprochenen Entlassungen lebenslänglich angestellter Beamtinnen rück­gängig zu madjen und ihr Abbau ist nur nach den Grund­sätzen vorzunehmen, welche für männliche Beamte maß­gebend sind. Zur Aufrechterhaltung des Berussbeamten- tums ist ferner eine auskömmliche Besoldung unerläßlich, eine Verminderung, wie sie im besetzten Gebiet an Stelle der letzten Gehallserhöhung erfolgte,^ ist untragbar. Auch die Wattegeldempsänger und Pensionäre muffen den erfolgenden Gehaltserhöhungen entsprechend aufgebeffett

Alle'Versuche, die Reichs- und Staatsbetriebe in Privat­besitz zu überführen, lehnt der Parteitag mit Entschieden- ^'T?e^ mühsam gewonnene Einhett auf dem Gebiete deS Verkehrs darf pattikularistischen Bestrebungen auch nicht zum Teil geopfert werden.

Beamte! Beamtinnen! Diese klare Einstellung zu den Lebensfragen der Beamtenschaft zeigt unzweideutig, daß der Beamte die

Deutsche Demokratische Partei wählen mutz wenn er seine Interessen gewahrt wisien will.

Darum am Wahltage alle Beamtenstimmen der Deutschen Demokratischen Partei!