Ausgabe 
27.10.1924
 
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ördon-f an 'Jteicfydbontrroten fbiuK stch um 800 Millionen henre^rcn, wenn das Reich nach und noch den Gegenwert der bei der Reichsdank ein* gezahlten Devisen für Sachlieferwrgen. Tes<rtzungs- kosten usw. aufwende. Eino solche Cöcrmcf.ning um 800 Millionen könne zwar, aber sie müsse Glicht chrtveten. Wenn die Sachlieserungsrndn» sttien vom Reiche Barzahlungen, erb.eiten, bann könnten diese Industrien mindestens einen Teil -der dis dahin bei der Reichsbank in Anspruch genommenen Kredite abdecken, und ein entspre- chender Gegenwert an Zahturrqsmitteln würde aus dem Verkehr zuriickflietzen. Äuherdem werde der Zahlungsmittelumlauf zweifellos noch «ine gewisse Erweiterung über den jetzi­gen Stand hinaus vertragen können, wenn beispielsweise die De Visen z ahlu n g s m i t- tel restlos aus dem innerdeutschen! Verkehr gedrängt würden. Ferner sei zu Ledenken, daß der Renten markumlanf sich in nächster Zeit nach und nach vermindern werde. Diesen Rentenmariumtauf werde er, der Reich s- hankpräsident, auch weiterhin wenigstens roch- nungsmahig als den jeinigen betrachten, auch wenn das Paket an 'Rgrarwechseln an bu Renten- hanllreditanstatt abgetreten sei. Die Re'ichsbank würde nämlich in kurzer Zeit ihre Schuld an die Rentenbank in Höhe von 800 Millionen Mk. durch Abtretung der 800 Millionen Mark land­wirtschaftlicher Wechsel tilgen. Da die Landwirt­schaft aber diese Wechselschuld nach dem Gesetz 'über die Liquidierung des Umlaufs an Renten- ibankscheinen in drei gleichen Jahresraten liqui­dieren müssen, so würden allein dadurch pro Jahr -etwa 2Z0 Millionen Rentenmark aus dem Verkehr verschwinden.

3m übrigen Hürden dir Grundsätze der Bank- u* Kreditpolitik grundsätzlich die gleichen sein wie bisher. An der Politik der Kredit Rationierung werde nichts geändert werden. Ausschlaggebend für die Art der Kreditpolitik, für das Mast künftiger Einengung oder Erweitern^ der Kre­dite werde immer der Stand der Waren­preise in Deutschland und die Entwicklung der Devisenkurse sein. ES müsse zugegeben wer­den, daß eine diskretionäre Kreditpolitik beson­dere Anforderungen an die Leiter der Reichs- Bankaustalten stelle, es sei auch zuzugeben, dah Isich daraus gewisse Schwierigkeiten ergeben. Das Hauptkvntingent der Reichsbankkredite liefe aber bei den grohen Reichsbcrnkanstalten, deren Leiter -auch den schwierige,! volkswirtschaftlichen Auf­gaben, wie sie eine solche Politik der Kveditaus- wahl bedingt, durchaus gewachsen seien.

Was die A n l a ge des hereinfliehenden Gegenwertes der 800-Millionen- Anleihe betreffe, so würde die Reichsbank auch weiterhin Geldherbeischaffen. Die Reichs- bank würde die Käufe, dis sie bereits feit 3uli tätige, voraussichtlich in noch stärkerem Umfange als bisher fvrisehen, um den Goldbestand so zu verstärken, dah er in Einklang mit den Erfordeo- iniffen der Esfoktivgolddeckungsvorschrift des neuen Bankgesetzes auch bei einem künftig erweiterten Banknotenumlauf kommt. Der Reöchsbankpräsi- dent sähe überhaupt in der Verteilung der Welt- Holdvorräte ein wichtiges Mittel nicht nur zur Stabilisierung der internationalen Wäh.ungsver- hältnisse überhaupt, sondern namentlich auch zur Stabilisierung der Kaufkraft des Geldes gegenüber den Warenpreisen. Wenn auch andere Länder noch Goldkäufe in Amerika tätigen würden, dann mürben die aus der dort vorhandenen Gokbakkumubatiivn möglicherwei e ent­stehenden 3nflationsgefahren (d. h. in diesem Falle die Gefahr einer Entwertung der Kauf­kraft des Goldes) am leichtesten gebannt werden

übrigen werde der Reichsbankpräsident darnach trachten, in Zukunft das Schvergew cht der Tätigkeit der Reichsbank auf ihre eigentliche Ausgabe als Zen t ral n o te n ban f zurückzn- fühven, d. h. weniger Kreditinstitut zu fern, als vielmehr in erster Linie die Sorge für die Rege­lung des Goldumlaufes im Lande zu träger eine Aufgabe, wie sie schon im allen Bantgesetz niedergelegt sei. Die kred i t p o li t i s che n Au fgaben der Reichsbank, die nach Abbruch der Inflation und auch jetzt noch so sehr im Vordergründe ihrer Tätigkeit gestanden hätten, seien eine llebergangserscheinung, die mit der Zeit ganz von selbst abflmgen würde.

kein

öi<rnt bat tau der Handel»- und Gew erb e bank AG., Fr anks u rt. DieG.-D. beschloß die Auflösung deS Unternehmens. Dre vor einiger Zeit beschlossene llmsteil'urg wurde zurückgezogen. Eine nochmalige Umstellung er­übrigt sich. .

Stinnes und di e chemische In­dustrie. Zu den Pressemeldungen, wonach Stinnes ein großes Aktienpaket der Farben­fabriken Franz Ras quin in Köln-Mülheim und der Farbwerke Hipp A G. erworben haben soll, erführt dieDeutsche BergwerlSzeilung" von zu­ständiger Selle, dah die Frrma Stinnes an den FarbweÄen Franz Rasquin in Köln-Mülheim Interesse genommen habe.

Buntes Merlei.

Die Elektrisierung der Eisenbahn.

Heber die Aussichten der elektischen Zug­förderung auf den Eisenbahnen hielt Baurat Psörr auf der Eisenbahntechnischen Tagung einen interessanten Vortrag, in Dem er von der Tat­sache ausging, dah der Heizwert unserer Brenn­stoffe in der Dampflokomotive schlechter aus­genutzt wird als irgendeiner anderen Ma­schine. Sie braucht im Durchschnitt etwa 20maI so viel Kohle, als theoretisch erforderlich wäre. Ortfeste Maschinen sind in dieser Hinsicht viel besser daran. Sie haben Raum genug zur Ver­fügung, um alle Fortschritte auf dem Gebiet der Wärmeausnutzung mitnrachen zu tonnen, und ein gutes neues Braunkohlen-Kraftwerk braucht unter gleichen Bedingungen nut etwa halb so viel Wärme für dieselbe Leistung wie eine Dampf­lokomotive. Roch besser wird die Wärme m der Dieselmaschine verwertet, deren Verbrauch sogar nur ein Viertel der Dampflokomotive beträgt. Aber die Dteselmaschine benutzt einen teuren Brennstoff, das Dieselöl. Dieses ist bei uns etwa zehnmal so teuer wie Braunkohle, wenn man den Heizwert beider Drennstosfe beachtet, so dah die Diesellokomotive für deutsche Ver­hältnisse den Wettbewerb mit der Dampfloko­motive nicht aufnehmen kann. Beim Kraftwerk liegt es anders. Braunkohle kostet nur halb so viel wie Steinkohle (wieder auf den Heizwert bezogen). Ein Drauntohlenkrastwerk, das die Wirme noch einmal so gut ausnutzt unb halb so teuren Brennstoff verbraucht, kann also viermal so billig arbeiten wie eine Dampflokomotive. Leider sind aber die Beschaffungskosten der elek­trischen Ausrüstung sehr hoch. Es sind Kraft­werke, Fernleitungen, .Untertoerfe und Fahr­leitungen erforderlich ehe die elektrische Loko­motive auf der Strecke arbeiten kann, und ihre Verzinsung und Unterhaltung verschlingen die Ersparnisie an Drennstvfs, es sei denn, dah sich diese Kosten auf eine verhältnismähig grohe Anzahl gleichzeitig fahrender Lokomotiven ver­teilt. Psörr berechnet, dah auf jedes Kilometer Eisenbahnst recke mindestens 250 000 Kilowatt­stunden verbraucht werden müssen, ehe sie für die elektrische Zugförderung reif wird. Solche Strecken sind aber in Deutschland so häufig an­zutreffen, dah mit einer umfangreichen Ein­führung dieser Betriebsweise schon in aller­nächster Zukunft gerechnet werden mühte, wenn die Mittel dazu aufgebracht werden können.

Die Frau als Beherrscherin des AutvS.

Das moderne Auto ist dem Dienst der Frau gewidmet. Das zeigt die zukünftig Entwicklung' der Autvmobllindustrie, wie sie fiq> in der Inter­nationalen Automobilausstellung in Paris dar­bietet. Frauen sind es, die hier nach genauer Untersuchung ihren Urteilsspruch über die Eig­nung der Wagen fällen. Weißbehandschuhte Frauenhände hatten das Steuerrad umfaßt, zier­liche Füßchen in Atlasschuhen berühren den Gas­hebel, während ein gehorsamer Mann, ergebe^ des Urieilspruches harrend, Daneben steht und sich der höheren werblichen Einsicht beugt. Dieser Wechsel im obersten Richteramt bedeutet eine folgenschwere □Teuerung, die eine Einstellung der gesamten 3nbuftrie auf die Wünsche der weib­lichen Kundschaft zur Folge haben muh. In frü­heren Zellen war es stets der Mann, der dis Prüfung eines Autos vorn ahm. Er hob die Haube, prüfte den Motor, versuchte die Bremse, während die Frau sich mit der Rolle einer stum­men Zuschauerin begnügen muhte. Heute, da die

Frau daS Auto wählt, tst ihre Forderung nach Schönheit der Linien und der Farben das erste Gebot. Die neuen Wagen erstrahlen in leuchten­dem Zitronengelb, in Blau, Orange, Rot und Grün. Im Innern sind sie ein molliges Rest von Kissen mit vernickelten Behältern für Kleider­bürsten. Ein Hauch des Bouroirs schwebt über dem Ganzen. UeberaU sind verstellbare Spiegel angebracht, bamit die Dame sich immer wieder übecfrzugen kann, ob ihre Frisur in Ordnung oder ihr Teint einer Ruance von Rot bebürftig ist. Entgegenkommende Erzeuger erklären sich auch bereit, das Innere des Wagens in jeder von seiner Besitzerin gewünschten Farbe auszustatten. Die moderne Limousine hat bie Bestimmung, bte Frau deutlich dem Beschauer sichtbar zu machen; die wellen Fenster sollen ungehindert den Blick ins Innere bringen lassen, um, wie in einer Thoaterloge, die Besucherin gegen die tauben­grauen Kissen gelehnc zu zeigen. Kleine rosa Lichter sind an der Decke befestigt und in Reich­welle der Hand sind silberne Flacons für Parfüm, eine silberne Zigarettendose, ein Keiner Behälter für einen Lippenstift und für die Puderdose an­gebracht. So kommt also das moderne Auto den lebensnotwendigsten 'Bedürfnissen der Frau ent­gegen, und cs ist daher kein Wunder, dah sie sich mit Leidenschaft ihrem neuen Richteramt hmgrbt.

Die Zunahme der Langlebigkeit.

Wie sehr das Leben des Menschen durch­schnittlich im Laufe der Jahrtausende sich ver­längert hat, geht aus Statistiken hervor, die von Pariser Blättern veröffentlicht werden. Danach war die durchschnittliche Ledenslänge eures Men­schen im Rom der Kaiserzeit 18 Jahre. Diese kurze Lebensspanne wurde hauptsächlich durch die sehr grobe Kindersterblichkeit hervorgerufen. Das durchschnittliche Lebensalter in Fnantteich vor der Revolution belief sich auf 28 Jahre, im Jahve 1800 auf 32. 1850 auf 37 und 1880 auf 40 Jahre. Dor dem Kxiege war das durchschnlltliche Lebens­alter auf 46 Jahre gestiegen. Der Weltkrieg hat diese Entwicklung naturgemäß unterbrochen, aber eine andere Statistik, die das Alter der berühmten Männer berücksichttgt. zeigt eine fort­laufende Zunahme der Langlebigkeit. Es wird im 15. Jahrhundert auf 521/2 Jahve berechnet» im 16. auf 63 Jahre, im 17. auf 5472 Jahre, im 18. auf 67l/s Jahre, im *19. auf 681/3 Jahve und für die Gegenwart wird es mit 71 Jahren ange­geben. Die Zunahme des durchschnittlichen Lebens­alters ergibt sich auch zweifellos aus den Zahlen der groben Lebensversicherungsgefellschaften.

Briefmarken für daS heilige Jahr.

Die italienische Regierung gibt zur Feier des heiligen Jahres eine Serie von 6 Erinnerungs­marken im Werte von 20, 30, 50, 60 Centesirni und 1 und 5 Lire hercms, die wah^md des ganzen Jahres 1925 für das l1/2fadje ihres Rorninalwer- tes verkauft werÄen sollen. Die älebsrschüfte sol­len dem Komitee für die Feier des heiligen Jahres zuflieben. Die Zeichnungen stellen die vier groben Kirchen Roms, St. Peter, Santa Maria Maggiore, San Paolo-suori-le-rnure, San Giovanni in Latevano ft>wve die beiden Szenen der Oeffming und Schließung der Iubilämnstür dar.

Die Devolkermrg der Welt.

In dem letzten halben Jahrhundert ist in der Bollszahl der einzelnen Kulturländer eine gewal­tige Veränderung vorgegcrngen. Damals stand Frankreich mit 38 Millionen als das volksreichste Land Westeuropas an der Spitze. Dann kam Deutschland mit 37 Millionen und Grvhbritannien mit 30 Millionen, während die Vereinigten Staa­ten eine Bevölkerung von 36 Millionen besahen. Rach den neuesten Statistiken ist Frankreich well zurückgeblieben. Es hat nur 1 Million Einwoh­ner mehr als vor 50 Jahren, während Deutsch­land trotz seiner Verluste durch den Versailler Vertrag mit 64 Millionen angefetzt ist, das Ver­einigte Königreich von Grvhbritannien mit 49 Millionen. Die Bevölkerung der Bereinigten Staaten ist auf 110 Millionen gestiegen, hat sich seit 1800 verzwetunbzwanzigfacA, seit' 1850 ver- sechSeinhalbfacht. Die Bevölkerung der ganzen Welt wird auf 1800 Millionen geschätzt, von de­nen 500 Millionen auf Europa kommen, 900 Mil­lionen auf Asien, 200 Millionen auf Rord-> und Südamerika, 150 Millionen auf Afrika. Austra­

tten yat nur ntn MrqcpMtz oer **iuent ne» onaue OMonS etwa 7 Millionen.

Büchertisch.

Deutschland 1914 1924. EinDvch der Gröhe und der Hoffnung in Bildern. Heraus- gegeben in Verbindung mit dem Reichsarchiv Otto Stollberg & Co., Verlag für Politik und Wirtschaft, Berlin SW 48. In bunter Reihen­folge ziehen hier Bilder des Schicksals unseres deutschen Vaterlandes in dem letzten Jahrzehnt vorüber. Mit Stolz und Freude, Ernst und Trauer betrachtet man die hier zusammengestell- ten Zeugen unserer deutschen Schickung. Als Weg­weiser und Kamerad auf dem schweren Schicksals­weg des deutschen Volkes sollte ein jeder Deutscher das Buch sein eigen nennen. 1102

Martin Luther, vom unfreien Willen, nach der Aebersehung von Justus Ionas herausgegeben und mit Rachwori versehen von Friedrich ©ogarten. Ehr. Kaisers Verlag, München, 1924. 6,50 Mk., geb. 8 Mk. Dah Ge- garien, der Vertreter des gläubigen Radikalis­mus, gerade diese Schrift des Reformators herausgab und mit einem Rachwori versah, ist zu verstehen. In diesem Rachwori sucht ©ogarten nachzuweifen,bab nur die Vindung durch di« Wirklichkeit, und das kann nichts anderes briben als durch Sott, die Welt aus dem Chaos ihrer Schrankenlosigkeit retten kann. Der auch heute noch klaffende Gegensatz zwischen Erasmus und Luther tritt uns in den Ausführungen Gogartens entgegen. 993

Musikalische Bildung. Don Prof Dr. A. Schering. (Wissenschaft und Bildung Rr. 85.) Preis 1.60 Mk. Es ist ein erfreuliches Zeichen für das in weiten Kreisen lebendige Inter­esse für die musikalische Bildung, dah von die»' fern vorzüglichen Ratgeber in kurzer Zeit mehr als 15 000 Bände in Umlauf gelangen. Ein Duch wie dieses ist geradezu ein Schlüssel zum Verständnis der Musik. An Hand einer Fülle charakteristischer Beispiele werden die rnusikali- schen Elementarformen und Wirkungen sowie die zusammengesetzten Formen erörtert. Eine Reihe ästhetisch fein empfundener Analysen musikali­scher Meisterwerke geben im zweiten Teil ge­wissermaßen die Anwendung der Theorie auf Vie Praxis.

Pflanzentafeln. Don Prof. Dr. O. Schmeil. 88 farbige und schwarze Tafeln nebst 90 Seiten erläuterndem Text. Preis in Leinen­band 3.60 Mk. (Derlag von Quelle & Meyer fn Leipzig.) Die bekannten meisterhaften far­bigen Tafeln des Schmeilschen UnterrichtswerkeS nebst den zahlreichen prächtigen Raturaufnahmen sind hier zum Ruhen aller Raturfreunde in einem stattlichen Dande vereint. Jede farbige Tafel ist das Ergebnis eingehender wissenschaftlicher Be­obachtung. Durch die Zusammenarbeit des Ra­turforschers und Künstlers entstanden, zeigen sie feinste künstlerische Durcharbeitung und technisch vollendete Darstellung. Der Schule ist hier em glänzendes Arbeitsbuch geboten, an Hand dessen Die Schüler im Sinne des ArbeitsunterrichtS selbsttätige Beobachtungen anstellen und sich bo­tanische Kenntnisse erarbeiten können. Der schmucke Band wird Raturfteunde, Lehrer und Schüler in gleicher Weise begeistern.

In Derbindung mll der vergangemetz Herbstmesse hatte das Frankfurter Mehcmll im> Rahmen der Kunstmesse im Römer eine Aus­stellung .Das Saarland" veranstaltet. Um die Erinnerung an die Saar- Ausstellung festzu­halten, hat das Metzarnt in seiner bekannte.,, Schriftenreihe als 15. Heft eine Sammlung von Aufsätzen erscheinen lasten, die sich mit der Ge­schichte, mit Handel und 'Industrie des Saar- gcbietcS usw. beschäftigen. Wer sich über das Saarland zii unterrichten wünscht, «findet hier reichen Stoff zur Orientierung und für gründliche Studien. 1282

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hatte der Mann mll dem Revolver Duvall, der über den crusgestvecften Wann gebeugt war, schon einen Schlag auf den Kopf verhetzt; dann ergriff er feinen Genossen beim Arm und sie eilten zum Zimmer hinaus.

Richard I Richard!" rief ©race und schlang die Arme um ihren besinnungslos baliegenben Mann.

Stapleton, der eingetreten war, sah sie be­stürzt an.

Was tun Sie?" rief er aus.

Grace erhob sich, schmerzlich bleichen Gesichts.

Einen Arzt! Schnell! Er ist verletzt Gott im Himmel, sehen Sie beim nicht, dah er verletzt ist?"

Im Sprechen fiel sie ohnmächtig zu Boden.

Zwölftes Kapitel.

Als Richard Duvall eine Stunde später wie­der zum Dewuhtsein kam, lag er aus einem Sofa in der Bibliothek. Ein rasch h.nbngerusener Arzt beugte sich über ihn. Stapleton sah grimmig dreinschauend in einem Lehnstuhl. Sonst war nie­mand im Zimmer.

Ist meine Frau hier?" rief der Detektiv, indem er sich auszurichten versuchte.

Der Arzt druckte ihn sanft zurück.Fassen Sie sich, Monsieur," sagte er besänftigend.Sie sind nicht schwer verletzt. Rur vorübergehend be­täubt. Ein leichter Schlag das ist alles. In einer halben Stunde sind Sie wieder ganz wohl."

Aber meine Frau!" Er sah sich traurig im Zimmer um.

Was meinen Sie, Duvall?" fragte Stap­leton ruhig«Warum glauben Sie, daß Ihre Frau hier ist?"

Seltsame Uitterwochen.

Roman von Arnold Fredericks.

30. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.)

Rasch Ramvnd! schrie er,nichts wie fort! Da war Grace schon im Zimmer. Sie wusste, bab sie das Ausreiben der Leute verhindern michte, aber wie wie? Sie sahen sie unheil­verkündend an. Der jüngere der beiden zog einen Revolver hervor. Riemand hatte nur Zeit ge­habt, ein Wort zu sprechen, als die Dienerin zum drittenmal erschien. Ihr Gesicht war b.ech wie der Tod ihre Knie schlotterten vor Schrecken, als sie den Revolver funkeln und den Mann am Boden liegen sah.

Herr Duvall ist hier," stich sie hervor und blieb schweigend stehen.

Der am Boden liegende Mann kam zu sich pnd "begann, mit den Füben um sich zu schlagen. Da drang Duvall hinter der erschrockenen Die­nerin ins Zimmer ein.

Rasch, Herr Duvall!" rief der Kerl mit dem Revolver.Ich bin von der Präfektur. Ich habe einen der Räuber gefesselt. Der andere er deutete auf den sich abmühenden Mann am Boden will mir ausreiben. Helfen Sie mir sofort!"

©oace war durch das plötzliche Erscheinen ihres Mannes und über des Schurken Worte so ^erstaunt, bab sie die Sprache verlor. Duvall warf sich aus ben Mann am Boden und packte ihn am Kvagen.

Richard! Richari)!" kreischte Grace und ver­gaß Lesevoe und ihre Derlleibung.Paßauf I"

Sie hatte die Worte noch im Mund da

Eine Spur von Delirium. In einigen Mi­nuten fühlt er sich wieder ganz wohl. Gewöhn­liches Symptom in diesen Fällen," flüsterte der Doktor.

Ich hörte ihre Stimme. Sie rief mich Beim Damen, gerade als der Schurke mich traf.

Mein lieber Herr, Ihre ©ebanfen gehen irr. Bleiben Sie ruhig liegen, bitte." Der Arzt versuchte seinen Patienten in die Kisten zurück­zubrücken.

Duvall fuhr sich völlig verwirrt mit der Hand über die Stirne.Ich könnte schwören, ihre Stimme vernommen zu haben," rief er aus.

Es war Fräulein ©oncourt, die junge Dame von der Präfektur, die Sie gehört haben, Duvall, bemerkte Stapleton ruhig. Er sagte dem De­tektiv nicht, bab ©race, als sie zu sich kam und vom Arzt horte, Richarbs Wunbe sei oberflächlich und gar nicht ernst, sie beide beschworen hatte, über bas Geheimnis StillschweiMn zu bewahren, bie Sache sei eine rein persönliche unb könnte ihr nur viel Unannehmlichkeiten bereiten, falls sie verraten würde. Stapleton war darauf nur unter der Bedingung eingegangen, bab sie der Polizei inchts von fernem Vorhaben für den folgenben Abend mitteiton würde

Sie hatte plötzlich eine heftige Erregung gegen diese Schurken empfunden, die nicht nur sie beide, ihren Mann und sie getäuscht, sondern ersteren noch zum Opfer eines gefährlichen An­griffs gemacht hatten. Sie war entich'o^sen, mit verzweifeltem Ernst den Versuch zu machen, die Verbrecher zu fasten oder das Kind vor dem folgenden Abend ausfindig zu machen.

Sie hatte Stepteton versprochen, Lefevre nicht in den Plan der Rückgabe des Kindes, den der

schwarz bärtige Mann Vvrgeschlayen hatte, ein- zu weihen. Die Lage der Dinge feuerte sie an. Sie beschloß, der ganzen Sach« auf den ©rund zu gehen, ehe toeüere vierundzwanzig Stunden verloren wären. Rachdem sie das Haus ver­lassen hatte, rief sie einen Wagen an und hieß den Chauffeur an den Punkt der Versailler Straße fahren, wo sie nach Valentins Aussage das Auw bestiegen hatte, nachdetn sie bei den Entführern gewesen war. Hier, glaubte sie, lag der Aus­gangspunkt der ganzen dunklen Geschichte.

Als Duvall zu vollem Bewußtsein kam, be» stand er darauf, sich vom Sofa zu crh-ben und mit gleicher Bestimmtheit ans Werk zu gehen. Tie Art, wie er bei Der ganzen Sache genarrt worden war, brachte ihn nahezu zur Verzweif­lung. Seine berufliche Geschicklichkeit, in die der Bankier so großes Dertvauen h.i te, schien ihn verlassen zu haben. Er fühlte sich erniedrigt.

Staptetons Erklärung !einer Sinnestäuschung betreffs seiner Frau schenkte er ©tauben. Die Ähnlichkeit des Fräulein ©oncourt mit ©race, in Verbindung mit feinen fortwäh enden Gedan­ken an sie, war, so nahm er an, Dafür verant­wortlich. Der Schlag auf den Kopf hatte feine Erinnerung an die Begebenhn'en der Augen^icke vor und nach dem Angriffe sehr verdunkett. Er schlug sich die Sache aus dem Kopf und ging mit erneuter Tatkraft zu Werk.

Dis'jetzt hatte er, wie es ihm schien, nur eine einzige Spur von einiger Bedeutung ent­deckt: die Zigarette mit Goldrand, die er im Bois de Doulogne gefunden hatte Er wollte dieser Spur folgen, bis er zu einem endgültigen Crgebms gelangt sein würde.

(Fortsetzung folgt)

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