,^™3KcOto^n ’”TOm unv zwei {ferneren)
JJ-£uncIe rg <rlso um einen erheblichen Schntt weitergegangen und hoi ein
Flugzeug für fünfzig Passagiere, das von vier groben Motoren getrieben werden sott, un Konstrukttoiisbureau geschaffen und auch nu Modell fertiggestellt. Ms es fertig war. fand Cer Erfinder in technischer Hinsicht allerlei daran auszufechei,, es war ihm nochzusehr Körper und zu wen i g Flügel. Von dem Prinzip des < ä olugel und s o wenig wie m ö g = lrch Körper“ verspricht sich Prof. Junckers die besten Ercherheits», Fortentwicklungs-- und wirt- schcrftlichen Auhmöglichkeiten, denn die Flligel sind ja von entscheidender Bedeutung am Augzeug. Vicht voll befriedigt von seiner Füufzigsiher-Flug- .'.eugerfindung lieh er diese im Modell stehen, go- bvut wird sie nach Direktor Greh' Worten nicht. Dafür ging Prof. Junckers erneut an's Projektieren, und nun gelang es ihm,
ein Flugzeug zur Aufnahme Don achtzig Passagieren
zu konstruieren, das ebenfalls bereits im Modell hastest. Dieses Flugzeug hat mit den jetzigen nur noch geringe Aehnlichkeit; vom Körper ist nur noch verhältnismäßig wenig, von dem Schwanz überhaupt nichts mehr geblieben: es ist eigentlich
ein fliegender Flügel.
Hier hat her Erfinder fein Prinzip von der überragenden Bedeutung der Flügel voll zur Geltung gebracht. Die Motoren sind natürlich in der Mitte ungeordnet, die Passagiere mit ihrem Gepäck aber fällen in den Flügeln untergebracht werden, die Atoei Meter Höhe haben, so daß ein erwachsener Mensch getrost aufrecht darin gehen kann: nur in den Flügelenden wird die Höhe geringer. Dieses
fliegende Hotel für achtzig Gäste
soll nach den Plänen Junckers nicht nur Aufent- faltsräume für die Passagiere, sondern auch richtiggehende Schlafräume, Speisezimmer, Spielsaal '.rsw. enthalten (die letztgenannten sollen in dem verhältnismäßig nicht sehr großen Körper eingerichtet werden), die Passagiere unb die Besatzung sollen auch während des Fluges im gan= ^cn Flugzeug umhergehen, ja sogar Reparaturen und Auswechslungen von Teilen an den Motoren tollen vor genommen werden können, während das Flug-zeug getrost weiterfliegt. (Vielleicht wird mancher geneigt fein, diesen Ersinderplan als etwas phantastisch zu bezeichnen. Wer die Sache f-o ansieht, erinnere sich nur mal der Geschichte der Zeppelin-Luftschiffe, ebenso denke er an das Werben der Eisenbahn, und daraus kann er dann allerlei Folgerungen ziehen.) Natürlich käme, so erklärte der Vortragende, ein solches Flugzeug nur für den großen internationalen Verkehr, etwa von London bis Wien, Wien—Konstantinopel, in Betracht. Die Pläne zrtr Erbauung dieses gewaltigen Verkehrsflugzeuges seien fix und fertig, wir dürften es aber in Deutschland nicht bauen, weil die Versalller Bestimmungen im Wege ständen. 6s werde ja hoffenllich bald dazu kommen, daß diese Fessel falle, trete dieser Fall aber doch nicht ein, dann werde
dieses gigantische Flugzeug im Ausland, und zwar >n der Iunckers-Flugzeugfabrik in Moskau, gebaut.
, Gebaut werde es be st immt. Belegten schon diese hochinteressanten, von dielen Lichtbildern ergänzten Ausführungen des Vortragenden, daß es im deutschen Verfehrsslugwefen kräftig voran» trotz aller Hemmnisse eine» rachsüchtigen
. Feindes, so Dofumcntierte ein im Anschluß an den 7 Vortrag gezeigter Film den heute schon riesigen
Aufschwung der SunckerS-VerkehrSflicgerei. Von 7 Genf biS Helsingfors, von Berlin bis Persien
über Rußland, nach London, Wien, Budapest usw. Serail ziehen Junckers-Flugzeuge im Dienste lg» Verkehrs ihre Dahn durch den Aether, geleitet von dem stolzen Bewußtsein ihrer Erbauer und der Führer-, daß für die Sicherheit der Passagiere und der Besatzung die allerweitgehend- sten Vorkehrungen getroffen sind. Dieses Verbauen der Erbauer und der Führer ist vom Publikum bisher auch in glänzendster Weise gerechtfertigt worden, denn die am Schluffe des Filmstreifens gezeigten graphischen Darstellungen bekundeten nicht allein einen gewaltigen Unter» nehmer-Crfolg Der Junckers-Werke, sondern auch erneu überzeugenden Beweis für das öffentliche Vertrauen, das sich in der außerordentlich stark emporgeschneNten Passagierziffer der Sunckers- flugzeuge deutlich ausspricht.
>) Von befoiiDcrcm Sntereffe waren werter oic n interessanten Aufschlüsse über Die Flugplatz- anlagen der verseh ebensten Städte des Sound Auslandes. Daß das Ausland uns in dieser Beziehung noch überlegen ist, kann natürlich nie» ? mand wundern. Dort |inh eben keine Versailler $ Fesseln, dort werden diese Anlagen in hervor- ° ragendem Maße auch unter militärischen Ge- n sich.spuntten mit betrachtet und dort ist^name.it- r lich viel, viel mehr Geiv als bei uns. Trotzdem ° Dürfen wir nicht rasten, um auch nach dieser " Richtung hin im Rahmen des uns Möglichen c das Aeuß erste zu leisten. Wie Diee Plätze ein» r wandfrei beschaffen fein müssen, legte Der Redner in kurzen, instruktiven Worten dar.
- Der Abend war ein seltenes Erlebnis für - unsere Stadt. Daß Dem Vortragenden Be fall in reichem Maße gespendet wurde, ist natürlich felbfl» verständl ch. Wir möchten aber auch Dem Verein für Luftfahrt in Gießen Anerkennung aus--- , sprechen, der diese sehr wertvollen Stunden jedem Bürger kostenlos zugöngl ch gemacht und sich , dadurch ein besonderes Verdienst erworben har.
Aus der Provinz.
Landkreis Gießen.
t ® rün ber g , 24. Rov. Aus Der jüngsten Gemeinde ratssitzung ist zu berichten: Rach Erklärung des Vorsitzenden wollen die Faselviehhalter die Tiere unter den gegenwärtigen Bedingungen weiter halten. Der Gemeinderat stimmt zu: für den Eber werden 50 Mark mehr bezahlt. — Für die Pfarrer- b e s o l d u n g für das Jahr 1923 werden nachträglich für die erste Pfarrei 319,86 Mark, für die zweite Pfarrei 162,85 Mark angefordert. Die Forderung wird dem Finanzausschuß überwiesen. — Abgegeben wird Kiefernbauhvlz 3., 4. und 5. Klasse, das Meter 511 21 Mark, zahlbar rn drei Zielen. — Der Gemeindevat ist der Ansicht, daß der Quadratmeter des Bauplatzes Der Gendarmeriewohnung nicht unter 4 Mk., tote bereits früher beschlossen, gerechnet toerden kann. Festgesetzt wird, bei gutem Grabge- lande 3 Pfennig für Den Quadratmeter, bei schlechterem Gelände entsprechend weniger zu verlangen, ferner wird beschlossen, daß, toenn die Pachtzeit einzelner Grasstücke abgelaufen ist, sie nicht wieder verpachtet werden sollen, sondern das Goas jährlich zu verkaufen sei. — Es hat sich herausgestellt, daß bei Der Eintragung in das Grundbuch bei verschiedenen Grundstücken, die Der Gemeinde gehören, Verwechslungen vorgekommen sind. Die Richtigstellung soll sofort veranlaßt werden. — Rach einem Schreiben des Kreisamts soll die Vergütung des Feuer Visitators vom 1. Oktober 1924 ab neu festgestellt werden. Es wtrd einer Vergütung von 8 Mark täglich zugestimmt. Sn einem weiteren Schreiben wird vorgeschlagen, Der Hebammc 200 Mark jährlich zu bewilligen. Hierüber soll zunächst Der Finanzausschuß be» raten. — Eine langfristige Anleihe ist der ©tobt von der Bezirks-Sparkasse angeboten worden. Der Stadtrat beschloß, eine größere Summe, jedoch unverbindlich, anzumelden.
5 Saasen, 25. Rov. Seit Beginn dieser Woche haben die Main-Weser-Dasalt- werke hier ihren Betrieb völlig geschlossen. Dadurch sind viele Arbeiter arbeitslos geworden. Die Werke wurden zur Schließung dadurch gezwungen, daß zu viel Wasser an der Stelle, wo die Steine gebrochen werden, auftrat. Das Pumpen des Wassers machte den Betrieb unrentabel. An eine Wiedereröffnung des Werkes ist nicht zu denken. Die Firma yat vor, demnächst ein neues Werk in Kesselbach zu eröffnen. Wegen der Umstellung des Betr ebes in Saasen auf irgendeine andere Industrie sind Unte. Handlungen im Gange. Zur Zeit läßt sich jÄ>och nicht vovaussehen, wann die geplante und im Sntereffe der Arbeiter dringend erwünschte stlmstellung möglich fein wird. Hoffen wir, daß durch die Erleichterungen im Gefolge des Dawes planes auch die Wieder- eröffnung dieses Wertes in anderer Form baldigst möglich fern wrrd. Die Gemeinde Saasen ist insofern an der Sache interessiert, weil der Bahnanschluß der Firma von ihr zu Der- und Entladung von Waggons benutzt wurde.
ne. Bellersheim, 25. Rov. Ein hier beschäftigter Dachdeckergeselle brach am
Die rote Kaschgar.
Roman von Fedor von Zobeltih.
2. Aussetzung. (Rachdruck verboten.)
„Sch muß offen fein,“ sagte er. „Das alles “>mnt mir natürlich nicht überraschend, man jprtd>t ja auch schon zur Genüge davon. Smmer» Din mochte ich noch um wenige Ta je Bedenkzeit bltfen. Die Ehri.nwortsklau et hatte ich für fc b t= verständlich, und sie ist um so llichter ein Mi bar afe ich im Begriff stehe, einem Kornm-mdo nach Ehina zu folgen, und schwerlich vor Ablauf von drei Sah-ren wieder heimkehren werde . . "
Flüchtig fuhr seine Hand über die Stirn gleichsam plötzlich aufkveuzende unliebsame Ge- dwnfen verscheuchend.
, sonst “ fuhr er fort, „ja natürlich —
tonst bietet diese Verbindungsaktion in der Tat
-Porteile in Fülle. Zugestanden, sie ist etwas absonderlicher Ratur oder wird es durch Die begleitenden Umstände. Aber es ist ein Vertrag ber dem alle Teile gewinnen. Sch schließe Thedei ®? ll'J> i» doch To, bat) zw-i alte Ge chtechter, bur«.-Nicheo S>c r mnieni unb »bitten ©eblütSJbren wahren, ni.6 ci utb ge e"
'Malle Der Zukunft verteidigen wollen. Thedr tat Einsicht genug, das verständig zu heißen. Sch bin ihr fein Fremder, ich bin ihr verwandt Och bin kein Heilig>r, aber bin auch fein Lump' Sch werde ihr .-in guter und sorglicher @atte fein - toenn c6 .rst so weit ist. Sn diesem Rach. loh liegt eine gewisse trag komische Ruan . ?as ist nicht zu lermeiDrn. Sn des en gab es nick' rnich Heiraten durch Prokuvation? Sst cs in fürstlichen Häusern ni:U häufig voig kmimen, d ß Minderjährige miteinander vermähl murden u ö Dorui noch Sabic . ergingen, cfe üj sich anci>- hören Durften? Sch 11? m Die "ec Send 1
nur ein durch ei' V i bift.üife g c es miß, das iveder l e hre noch D e Mo: Ditte ich um eine . vi tu.,- fchiehi dies aus äußeren 6r 1 noch ein paar Fragen Auch i> ce.V o''--Po
Die Äilig rüden erschlossen Den nach Der Berg' ite zu. Alles i e 1 1 landwirtschaftlichBetoi tschastung £< Onkel Ernst hat recht, es ist si viel ix- .i
worden — und Du selbst bist kein Fachmann, bist doch auch bei Jahren. Du muht für einen tüchtigen Administrator sorgen."
„Sst schon gescheh.-n," erwiderte Graf Hora. „Afexe Mehding war neulich bei mir, um für ihren verkrachten Bruder ein gutes Wort einzulegen. Hellmut hat auf seiner Klitsche tatsächlich nur Pech gehabt und wurde von einem schuf jgen Gläubiger maßlos betrogen. Alle Welt rühmt seine landwirtschaftliche Tüchtigkeit. Hast du etwas Dagegen, wenn ich ihn als Verwaller annehme?"
Gerhart schüttelte den Kopf. „Rein - gar nichts," antwortete er. „Sm Gegenteil. Vor allem ist Hellmut zuverlässig, dos ist er. Onkel Ernst, Deinem Generaldirektor würden auch Die Groh- Vonarer Werke unterstehen, nicht wahr?"
„Die techni che ßettwng — naturgemäß. Warum frag ft Du?“
„Tu lieber Gott — c8 könnte vielleicht einmal die Zeit kommen, da ich mich selbst aus Sn» tereffe zur Sache in die SnDuftrie etmrbeitc — es wird zweifellos eimnal Die Rottoendigkeit eintreten, daß ich den Besitz übernehme, die Diplomatie al'o auf geben muß. Unb Dann treten neue Anforderungen an mich Heran, Denen ich mich erst gewachsen zeigen soll. Doch darüber wvlen wir uns nicht heute schon den Kopf zerbrechen. Wichtiger dünkte mich ctuxi-S anderes, Onkel Ernst. Rach Der Hochzeit mit Theda werde ich sie vermutlich Drei Jahre lang nicht sehen. Das erwähne ich schon. Drei SaHre find eine geraume Zeit Da. kann auch für Tifeda eine nachträglich' lieber» fegung Ecmmen >i> kann bereuen, sie kann Den innersten Herzenswunsch hoben, Den Eheschluß 1 ckgängig zu machen alles ist denkbar, wir llnD leine Maschinen. Rimm an, The da Dränge - meiner Rückt. br oder schon vorher auf erre Cö ung d<)8 Eh v rhiltri'ies, wird Dann die
। .. nv tzcn ,'a die Werke ja auch
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Aber der Fall
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oamätag, abends 6 Uhr, vei oem Kaufmann Müller ein, öffnete die Ladenkasse gewaltsam, nahm sämtliches Geld an sich und ging alsdann flüchtig. Die Tochter des Bestohlenen sah Den Einbrecher bei seinem Weggänge am Tor und schlug sofort Lärm, aber die Verfolgung war bei Der Dunkelheit ergebnislos. Die übrigen Familienmitglieder waren alle beim Füttern beschäftigt, und so konnte Der Einbrecher ungesehen Die Türe, in Der Der Schlüssel stak, aufschließen und Den Einbruch verüben. — Der Altbürgep- meister Georg Bopp VJI. und Ehefrau feierten das Fest Der goldenen Hochzeit. Das allseitig hochgeachtete Paar erfreut sich noch einer beneidenswerten guten körperlichen und geistigen Rüstigkeit.
Kreis Friedberg.
•4 Bad-Rau heim, 25. Rov. Auf Der Tagesordnung Der h.utigen ös.e .tlichen Stadt- verordne ten ) itzung staiDei nicht ireau er als 17 Puatte. Heber die wichtigsten Beichlüs e sei nachfolgend kurz berichtet. Unter Mitteilungen gab Der Bürgermeister eine Einladung Der Vereinigung ehemaliger 116er bekannt, die am nächsten Samstag einen Unterhaltung salbend zugunsten eines Kriegerdenkmals veranstaltet. Ein städtischer Reu bau in der Mit.elftraße wurde beschlossen. Ange egt tourte, Die Eingänge zu trennen, Da es sich um sechs Wohnungen handelt. Bei späteren Bauten soll Darauf Rücksicht genommen werden. — Wegen (Steuerermäßigung a) Der Sondersteuer vom bebauten Grundb.-sitz, b) der vorläufigen Gewerbesteuer, c) der Fremdeiwbgabe) lagen zwei Anträge vor. Der der Mitte lautet auf 3 Halle Ziele, Sferabe^u g Der vorläufi.en Gewerbesteuer auf 40 Pr ?z., Aussetzung der Fremdensteuer für Den Winter. Der Antrag, Den die Linke und Die Rechte gemeinsam einbrach den, fordert, das 5. Ziel zu erlassen, 20 000 Mk. für wei.ere Be- freiungsgeiuche bereitzustelfen, über das 6. Ziel Die Be,chluhsassu:lg auszufetzen bis zum Februar, alle rieberschüsse für Bau-wecke zu verwenDen. Angenommen wurde Der letztere Antrag in vollem Umfange, ferner vom Antrag der Mitte Die Herab,etzung Der Gewerbesteuer auf 40 Prozent.
Die Rieder legung eines alten städtischen Hauses in der Dorngase wurde beschlossen. — Zum Punkt „Bedingungen für erweiterte Dau beichilfsda riehen" wurde vorgeschlagen, einen Reubau bis zu 60 Prozent einschließlich des Beihilfedarlehens zu beleihen (Zinsfuß 8l/2 Proz.). Ein weiterer Vorschlag wollte den Zinsfuß von Fall zu Fall nach den wirtschaftlichen Verhältnissen des Antragstellers festgesetzt und die Objekte bis zu 80 Prozent 6c» liehen haben. Der Punkt wurde vertagt. — De Erbauung von Schornsteinen in der Markthal le wurde genehmigt. Eine neue Straße wurde nach Dem Schöpfer der deutfchen S-tenographie Gabels berge r benannt. — Heber Besprechungen regte S adtv. Ehr. Schäfer Die baldige Einberufung Der für Die Errichtung eines Kriegerdenkmals ernannt cn Kommission an, Da in Der Angefegenheit balD etwas Positives getan werden müsse.
ss. Friedberg, 25. Rov. Die von Dem Wetterauer Geflügelzuchtverein in der Turnhalle veranstaltete Ausstellung nahm einen über alle Erwartungen glänzenden Verlauf und gab einen Beweis Dafür, wie sich trotz Der Schwere der Zeit die Geflügelzucht unter der zielbewußten Leitung des Vereins wieder gehoben habe, ileber 700 Tiere waren ausgestellt, durchgängig nur ganz vorzügliches Material: bei Den Hühnern waren besonders Whan- dvttes hervorragend vertreten, aber auch in Tauben waren besonders schöne Exemplare ausgestellt. Don besonderem Sntereffe war eine Spe- zialschau für Kröpfer, Die mit mehr als 100 Exemplaren vertreten waren, Da diese Zucht gerade in Der Wetterau als Spezialität betrieben wird. Ileber 100 Ehrenpreise, Darunter auch ein Preis Der StaDt Friedberg, stanDen zur Verfügung: den 1. Ehrenpreis erhielt -Karl Horn, Der sich mit Ernst Riederhof um Das Zustandekommen der Ausstellung besonders verdient gemacht hat. Eine Tombola, bei Der 120 lebende Gewinne zur Auslosung kamen, war rasch ausverkauft. — Der Evang. Kirchengesangverein veranstaltete am Sonntag unter Leitung Des Dirigenten, Lehrer Reinheimer, eine geistliche Musikaufführung, lvelche ein ausgewähltes Programm von Chören, Solls und Orchestervorträgen brachte.
gekauft?“
x g«nz gleichgültig ist, wo und
!L *r. to.,r>nt. Wenn er nur Das hat. was er ;tne eigenen vier- Pfahfe nennt. Sn Hannover
beh.lltsgut Thedas U ibt, Du abcT unbeschränktes Eigentum über Grvh-Ponar behälft, also mit Einschluß Der Kalilager, auch toenn jie mit meinen Kapitalien erschlossen und ausgebeutet worden fenD. Das Barvermögen auf b.iden Seiten untersteht allgemeiner Gütergemenschaft. Es würde im Sche-idui'.gsfalle geteilt werden. Mitbaer, wir wollen Darüber noch einen unanfechtbare r Para- gmbfxcii einfilgen, beim, wie gesagt, man muß an alles denken, obwohl ich für ausgeschlossen lieber Gerhart. Daß Theda in Ddrer Abwesenheit sich eines andern besinnen wird. Lind ich hasse, Du wirst ebenso fest bleiben.“
Geisberch hatte sich bei Den letzten Worten erhoben, und nun stand auch Gerhart auf
„Sch wäre ein großer Tor. Onkel Emst, wollte ich gegen meine vitalsten Sntereffen verstoßen" entgegnete er. '
scheidu^?" ^rC deine dessnitive Eiit-
Gerhart überlegt? einen Augenblick. „H»ute ift QHontag also bis spätestens am Sonnabend." Wisss^vn bfe Vorbesprechung e ledigt.
□ßüttft Du über den Herratsantrag noch> irgendeine h-<^r^?5IaxUn?f t ttX3ti:e dich a-i Mildner. Der AÄ uun, meine Lieben, seid nur
"l<r^ <ofe. ich mutz fort, und zwar Dampfertia Lind muh mich noch umziehen . . .“ Er schob feine ^^engestall curch Das Zimmer Der Tür fiu und brüllte fenaud: „Gllsecke — den schwanen fcH cire ®ro,*k d-kn. h. sich msch. Vor der Haus-
v Xd> Ä Suftiaoat von Den beiden k gemächlich Die Straße hinabsch'enber- ten. Gerhart liebte ein kräftigeres Ausk?breiten gichtischen Fuß Des al en Herrn Rücksicht nehmen. De. Regen hatte nachgelassen, Die Luft war milde geworden
De’- ®?rt- »daß man we
"" <^r2IGn 11 '$•' ->bm brt Onkel Ernst roch , c]ne* 5Ne ntinderbewahranstalt. Das rid)i nötig, daß sich indirter ?■ , ,U;G ,ul}2 * * * * * * 9 ciMistet, wenn er mal in Be.- - l'L bat er sich nicht ein anständiges
Kreis Schotten.
b. Echotten, 25. Rov. Dom ®emeinöe* rat: Die Erhebung Der Gemeindesteuer- ziele ist auf den 25. Rov. 1924, 25. San.. 25. März und 25. Mai 1925 hinausgeschoben worden, die Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz wird am 1. Der Monate Dezember' biS Mai 1925 erhoben. Weidegeld und Sprunggeld wird auf je 2 Mk. für jedes Stück Rindvieh festgesetzt, für Die von Der Stadt eingerichtete Sungviehweide ^ca. 30 Morgen) werden 15 Mk. für Den Morgen berechnet und auf die auf getriebenen Tiere ausgeschlagen. Die Sungvieh» weide hat sich außerordentllch bewährt. Sn den neu angelegten Straßen am Hohenwiesenweg, Pfarrgasse, Lohgasfe und VogelSbergstraße werden erhöhte Fußsteige angelegt. — Don Der’ Erhebung der städtischen Grunderwerbsteuer wird bei Errichtung von neuen Woh- nun gebauten abgesehen. Für die neuer schloss enen DaukompseL.2 wird ein genauer Ortsbauplan ausgestellt, Die ersordeclichen Veinnessungen und Austeilungen des Geländes werden alsbald Dorgenommen. — Bei der statt- gehabten HandelSkammerwahl wurde das seitherige Mitglied Georg Ro ckeme r einsllnnnig wiedergewählt.
Kreis Büdingen.
A Ridda, 25. Rov. Die hiesige Ortsgruppe Der Deutschen Volkspartei hatte gestern abend zu einer öffentlichen Wa hlversamm- lung eingeladen, Die sehr stark befudjt war, und von Amtsgerichtsrat Muhl von hier geleitet wurde. Als Hauptredner des Abends sprach Dr. Lohmann, Amts^erichtsrat in Weilburg. Seine von großer Sachkenntnis zeugenden Ausführungen, frei von Phrasen und Schlagwörtern, machten auf die Versammlung einen starken Eindruck und fanden stür-mischen Deisall. Hierauf erhielt Frl. Birnbaum, Landtagsabgeordnete aus Gießen, das Wort. Sie beschäftigte sich u. a. mit Dem Wahlrecht Der Frauen und Den daraus entstehenden Pflichten Der Frauen in Staat, Gemeinde und Familie, durch Förderung alles dessen, das zur Staatserhaltung und sittlich-religiösen Erziehung Der Kivdcr beiträgt. Auch diese Rednerin erntete großen Beifall. Unter den Zuhörern befanden sich etwa 120 Frauen. Sn der Diskussion sprach Der Sozialdemokrat Dickert aus Drlbel, Dem Dr. Lohmann im Schlußwort entgegentrat. Die Versammlung nahm einen würdigen Verlauf imD hat sicher Der Deutschen Dolkspartei hier manchen neuen Freund erworben.
Ridda, 25. Rov. Die aus dem besetzten Gebiet ausgewiesenen Eisenbahner, die in großer Zahl hier Unterfunft gesunden, sind bis aus linihreHeimatzurückgekehrt. Bei den Zurückgebliebenen handelt es sich um solche. Deren Wohnung noch nicht frei ist, so Daß sich die Einreise verzögert.
)( Ortenberg, 25. Rov. Der hiesige Frauenverein eröffnete seine Winter- t ä t ig fe i t mit einem sehr gutbesuchten Vortragsabend. Die Leiterin Der Dem Diakonissenhaus Elisabethenstift angeschlofsenen .Zuflucht" in Darmstadt, Schwester Margarete, erzählte von der schweren, aber doch so notwendigen und segensreichen Arbeit ihres Heinrs an Der gefährdeten und gefallenen weiblichen Sugend. Ss waren erschütternde Bilder leiblichen und seelischen Elends, Die vor dem geistigen Auge der ergriffenen Zuhörer erstanden, aber auch zum Abschluß erfreuliche Bilder dessen, was wahre christliche Siebe vermag. Der Frauenveretn konnte der unermüdlichen Leiterin einen schönen Betrag für die Arbeit mitgeben. — Am Totensonntag sand zum Abschluß des Gottesdienstes ein f e ie r » sicher Gedenkakt für die Gefallenen statt, an dem die Vereine mit ihren Fahnen teilnahmen. Die Feier war umrahmt von einem schön vorgetragenen Schulerchor und einem prachtvoll gesungenen Chor des Gesangvereins „Frohsinn" unter Der Leitung des Dirigenten Lehrer Roh. Die Gedenktafel war mit Sannen» gewinde sinnig geschmückt, mehrere Kränze waren niedergelegt, die Verlesung Der Romen Der Gefallenen war von dem feierlichen Geläut De** Glocken begleitet.
)( Selters, 24. Rov. Zu einer eindrucks» vollen Feier gestaltete sich die am Totensonntag in unserer schön geschmückten Kirche morgenommene Enthüllung Der Gedenk täfel für Die Gefallenen Der Gemeinden Selters, Konradsdors 'und Wippenbach. Das Gotteshaus konnte kaum die von nah und fern besitzt er ein Palais, in Braunschiveig ein tounöer- schönes alles Patrizierhaus. S.ine Villa in Stzwichelde kennst Du ja Geschmackskultur hat er nicht für einen Pfifferling. Aber nun sag' mal. Sunge, was redest du Denn immer noch von Bedenkzeit? Bist Du nicht fest entschlossen?"
Gerhart pfiff leicht Durch Di: Lippen. „Versteht sich," erwiderte er. „Sch halte cs nur nicht für nötig, Dem Onkel zu zeigen, daß wir Gründe im ileberfluf} hib.m, auf feine Vorschläge hin gewissermaßen blindlings zuzugreisem"
„Du hörtest vorhin. Daß er selbst äußerte, toie dankbar er uns sein müsse. Du führst feinen Flamen in Verbindung mit dem Grafentitel weiter."
Ein spitzfindiges Lächeln bog die RkUndwinkeln Gerts.
„Wundervoll," sagte er. „Lieber Papa, Der Onkel ist aus viel zu zähem Mebejerhvlz geschnitzt, um sich aus der neunzinttgen Krone auch nur einen Deut zu machen! Qla Gott ja - Der Wunsch, Den Romen Geisbach nicht oussterb 'u zu lassens läßt sich erklären. Man will Den sllbs! erworbenen Ruhm noch über Den Tod hinaus konservieren. Aber die Beschleunigung dieses Eheschlusses ha! doch wohl ihre tieferen Gründe Er Hot Angst vor feiner Th:da. Sie kann genc en, ich wünsche es ihr, und dann ist eine Herzeusdummheit nicht ausgeschlossen. Da bindet er sie lieber r-echtzeitig, soweit das möglich ist. Daitz seine Wahl auf, mich fiel, ist auch verständlich. Sch st<h? ihm am nächsten. Deine Schwester lebte in sehr' glücklicher Ehe mit feinem verstorbe.reu Bruder. Er hat ein gewisses Verwandtschsstsge^ühl, das Hai er. Du bist für ihn gelegentlich Die Zielscheibe seines harmlosen Spotts. Mich bespottest er nie — er hat mich aufrichtig gern. Warum? Weil ich mir alle Mühe gebe, nicht äußerlich Den Ari- ftofraten herauszubeißen. Weil ich das Figurieren nach fertiggestelltem Muster haste. Weil ich zuweilen liberale Anwand u gen habe Viel we- ! Niger aus innerster ileLxrjeugurg als aus Aerger \ über immer toieDcigefaute Phraen von Zweifel- : taftcr Wahrheit. Daim schlagt mir der Onkel mit feiner großen Tatze auf die Schulter und freut • flch über Den Demokratischen Ker.r meiner Seele.
er Hal mich gern, weil ich nicht Der gespreizt» j Olffc der Meinung anderer fein will. Das bucht : er mir als Gesinnung." (Fortsetzung folgt)
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Siri» deklamierten. AiederW qer- und W Itan Segen» derSeM^ jfen. Äachde Wirkung der eine feierug nn den ®raf ruhenden Kr 109 aus M' 20 den M dem Jriedh o beigeseyt, va statte sandet Sandstein na ntls Eisest der Kanzel c schwarzen, 0 trägt über d „•Senft stets (fevicht vor steiler, ber ' alle Ehre. KvMe er;
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