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lll. qu. ^niat 1924

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rzeichnit der 1 Nitnai* b- und 3u.

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^.hiergegen mittag^ von Androhung ausgeschios.

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k mit einer vllmacht der-

Qn Ort und erforderlich.

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ndstücke als M Verden Nationen be-

KalhauS. ibclt Norden, 'lenslag den lud Wogen Mglied -er

ier: die 2v ib Mrtlchasl, iteilungsplan r erklärt bat, Zebruir 1924 n beteiligten z getroffenen Bebingungen.

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r -egTIA, eifer Born- red prienec», w «IberS wrstogibedage; «»4 rner^c m tlintb .Atm v>»ch«n t «zvx,preis 70 (ftolbpfennig em» fchlirgstch Iragerlohn, euch i ei 3 id;l<nc en.ee eiwjelwer S.ummere iw- felge Vierer L.«wolt. h <m pt<d)»lnfc liific für die Sd>n|t eueng 112; ffcr 3.erlag nah 6e'd)äftsfteLe 61.

ln|d;ri > lut Trcf)tnad>. 1 d,hn y.njflgtriM<feei. | «MCe IcHio.

frcBli.il A. lu. 11686.

Erster Blatt

V4. Jahrgang

Samstag, 26.3anuar (92-)

GiehenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

üntf »std verlaß: Vrühl'sche Unlverßtütr.Vich' eih Steinöruderei R. tarne In Gietzen. SdfriftlettHng un> GeschZftrßelle: ZchnlVraße T.

Statut m In» ite ferne Iigeteemwer >4 |i«e la g e iug aargei ;ne c»t Jcrö.eni4)«.U

fir lejcieen aoe 27 .u u Sreuc r Ii4>^,du»»jrii lOiBolbpfennig, |<t /it- h.eme».1itjnge io. u n Ixeiu &> *ßoi6p|ennig, Via oni4)c«,iiJ ,A4,' schlag. - ucraeteanli^ für palmhiL JeuUleion: Dr. Jnebr. ü)u().i.*«in,c; Mir »ei dJtigea drnit dlum chein; ar »en Änjeigtnteu >m»4«X |**d. ch 14 4. t je 4

Die Sachverständigen.

Frankreich darf sich nicht tmmbern, baf) bat Interesse des beuifchen Volkes von den unsruchi- baicn BerhanbiunAcn mit Poincarä hinweg sich tingr teilt t«n Panfer Devotungen der inlernatio- nalen Umerfuchang-kornmlfllon zu wendet Cnt Iinb. soweit sie sich mit ber Prüfung einer Sta» tlisierung der deutschen TMbrung unb ehwr Sa- niciu .g des Bubaet» bcfaflen. bereits insofern gu einem gewissen 2kblchluh g kommen. als das Sach- verftänoigeiikvmitee grundsätzlich die Zweckmählg- Ml ber Qrtidjtung einer deuischen (Sol bn oten- ban l anerkannt hat unb f.-rwr befehl h um ein» toanbfrtic Unterlagen sür sein Du lachten zu ge­winnen. Anfang nächster Woche den Schauplatz feine; Tätigkeit nach Berlin zu verlegen. D.e Aotwenb.gkrft dieser Gnquöte an Ort und 6 eile erfrib sich osfenbar schon m einer ber ersten Sit­zungen. in lenen es sich he raus stylte, baf) die vom Sommer der bekannten technischen Studien der Bdg er zur RcparationSlrage durch die wäh» renbbe . gänzlich veränderten Wäh ungsverdalt» Nisse überdolt lind unb einer grundlegenden Re- vilion bedürfen Da» Komitee des General- Da­wed bat bann den deutschen Reichs bankpräfiben- ica Dr Schacht nach Pari- gebeten Dr Schacht Hal dem Komitee seinen, ber beutschm Oesfent- lichkeil In seinen Einzelheiten nicht bekannten Plan zu; Errichtung einer Rutschen Gc-lbnotenbank vor- a legt. Der Plan dal offenbar in den wesentlichen Punkten die Zustimmung der Vachverstänbigeii g'fun en. die die Gvldnr tenbank als e ns ber irc- se.uli < i Momente in einem SlabilifierungSpro- g amm bezeichnet haben. Den DeckungSfonds ber Dank denkt man sich einerseits durch bas Flüflig- machen i-er In deutschem Privatbelih befindlichen Alliallr f.rven unb frembm Dev.sen zu gewinnen, «tnbervrleitJ durch daS Auflegen einer Inter­nationalen Anleibe Bei diesem letzteren Punkt beginnt die Geschichte glücklich wieder in den alten circuluS vitiosuS etnzumünden: obne Stabilisierung der Währung keine Rebarations- yibtung^n. ohne (Solbnolenbanf keine Stabilisie­rung, ohne AuSlandskredit keine Goldnotenbank und - ohne Derzicht aus die Priorität ber Repa- ,a!ions>'.blungen von feiten Frankreichs keine Ka- 2»italbille des Auslandes.

Hier setzt Frankreichs Widerstand wiederum mit der alten Forderung ein, die blsber alle Der- suche zu einer vernünftigen Regelung des Repa­rationsproblem- und damit auch der Frage ber tntciallikrten Schulden von vornherein illusorisch machte PotnoarS hat schon in einer ber ersten Schlingen des UnterfuchungöLruSschufses durch ble französischen Delegierten die damit ihre voll­kommene Abhängigkeit vom Qual) d'Orsay im G;g nfatz zu Ihren amerikan schen und englischen Kollegen schlagend demonstrierten erklären las­sen bah Frankreich verlangen müsse, den gröb:cn Teil der internationalen Anleihe für die Re­parationszahlungen statt für die Gold- noienbanf zu verwenden Auch eine Rückgabe des rh'inisch-westfälischen Industriegeb:e:eS, d.e we­sentlichste Do-.au Setzung für eine Sanierung ber bcuif-ben Wlitlchait und cin:r Wiederherstellung ber tKurfdien Zahlungsfähigkeit wird von Poin- caräS Delegierten als völlig indiskutabel schroff cbg lebit. WB wird sich also jetzt darum handeln müHen. ob es der Autorität der Sachrrnständigen gelingen wird, ihr Dorum vor aller Welt so zwingend darzulegen, baf) auch ein Poincarö sich ang sicht- der kaum zu feinen Gunsten veränder­ten Wel läge scheuen muf). mit einem Wort alle Hoffnung auf endlichen Frieden aus- neue zu ver­nichten Ginge es nach ihm, würden auch d.e Gut­achten Dawes' unb Mac Kenias gleich denen lb er Vorgänger in den Aktcmsä-eänken dw Regie­rungen verschvinden. um einmal dem Geschichls» » ei'»er französi chen DeimichtungZwillens un- schütz'.«res Material zu bieten. DaS zu verbm'e n w.r > im nxlent!i-*i Aufgtl'e der ame ikanischen un?- b ilische i Staatsmi n er fein. Was an Deutsch­land liegt, so wirb es alle- tun. um ben Sach- berftänbig.'n ein klares Dilb seiner wirtsch-istlichen und finanziellen Lage, unb damit ein wahrhaft un- pa.teilsch;s Gutachtens zu ermög'ichen. das allen Veii.rchungs- unb Derschleieiungskünsten ftanb- Halten kann

Man wird bei den spürl chm Q3et(autbarun- g.-n vJLxrc b.e Snchveritänb.grn Beratungen ein t :uncn darüber nicht unter? äden können, baf) fan tg :w »t: n: t Des Ile d r Sachver- ständigen ansch. inend die Golk Notenbank aus bem Gesamtkomplex beS Reparationsproblems Heiausg i. st l<lden Die Reicher^g erung wird nun in Beilin mit möglichster Betonun; die Sta- bilisierungder Währung und denBub- g e t a u s g l e i ch in ben Vordergrund beS 3n- te es'e.r zu rüden hrden Da st eine Her tellung leS Glei^>g Wichts im StaatshauSl'alt u tbenfbar ist, ven t die Def a tzu ngS k o sten forb.^zahit wer- ben hi: mit Recht der Vorstand der Rentenbank in einem Schreib n an die Reichsminister der Fi- nanen und des Aeusteren stark unterstrichen. Ohne tl s- AuSlalanz e.mig der Än.iahnei und Aus­gaben tvä Reiches ist aber eine neue Inflation mit all ib.cn kaum überstandenen Schrecken unoer^ Mei rich Dem &nntc weder Renteinnark noch Geldnöte auf die Dauer mit Grsoig ftanbbaltak Die Gntscheiduirg über un'cr Schick al liegt eben lc;,ten Gudes in PoincareS Hand. Gelingt es F.ankreich -um Verzicht auf seine Prwritätsan- sp ücl-e zu zwingen, unb bamit b.e Voraussetzung für eine internationale Anleihe gro'jen Stils zu jchäsien. bann unb nur bann kann Deutsch­land gerettet werden.

PoincareL letzte Sonntagsrebe die fünfzig ie. wie ausmerksame Statistiker mit Ge- nugtuu g buchen war ein einziger Hohn auf die seit fünf ZahreN vom französi'chen Imperia­lismus gequälte Menschheit. SS mag für thn pt- kuu gewefen sein, sich, ben hemmungslosen T>

Die Finanzdebatte in der französischen Kammer

Der Kampf um die Steuern. PoincarS unb die Opposition. Der Vertrag mit ber Tschechoslowakei. Das serbisch-italienische Bünbnis.

Paris, 25 $an iW'DV) Die Kammer bat beute nachmittag die feit längerem angekün- bigte Debatte über die Gesetzentwürfe der Re­gierung zur Sanierung des f r a n n o 11 * schen Budgets auf genommen Der Bericht- erflattcr Abg BokanowSky erklärt: Die vor­liegenden Gesetzentwürfe verfolgten den Zweck, der Neuerung ein Snde zu letzen, die fett dem Monat Januar da» Land plötzlich bedrohe Die Grundursache für den Sturz des Franken sei der ilebcrfehub ber französischen Ein­fuhr in ben Jahren nach bem «kriege, ber sich auf 60 Milliarden Franken belaufen habe, und wenn ber Franken barnalS nicht tiefer gesunken sei, so sei ba* ausschließlich barauf zurückzusühcen. bah die a»slänbischen Frankenbeützer Vertrauen In ben Kredit Frankreichs gehabt hätten Die Darstellung, dah für das franzöfifche DLHrungluuglück die ausländischen Franken» besitzer verantwortlich seien, sei em Märchen, daS zerstört werden müsse. Richtig sei daS Gegenteil. GS liege ja nur im Interesse dieser Jrankenbesitzer, den Franken zum Steigen zu bringen.

Die Schwankungen deS Franken seien vor allem auf psychologische Umstände zurückzufübren DS müsse also jedermann die Gewistheit gegeben wer­den. dah die französischen Finanzen in vollem Gleichgewicht feien, wenn Frankreich nicht Gefahr laufen solle DaS Iran^o'ifche Budget sei aber tatsächlich Im Gleichgewicht Man habe die Gewissenhaftigkeit soweit getrieben, in dieses französische Budget die Zinsen ber für Rechnung Deutschlands zur Deckung der Reparationen aufgenommenen Anleihe einzustellen

WaS das Wiederaufbaubudget an- lange. |o könne fein Franzose daS Recht bestreiten, dieses deutsche Budget von bem französischen ab­zusondern. ttine ber Hauptursach n ber gegen­wärtigen Krile se aber gerade "bet Je bl be­trag deS Wiederaufbaubudgets. Zahl- re tche Persönlichkeiten des Auslandes hälfen er­klärt. dah der Franken wieder steigen würbe, so­bald es ausgeglichen wäre. Die Freunde Frank­reich- schnitten ihm nicht daS Rocht ab. seine Forderung an Deutschland ernzuzi brn. aber sie verlangen von ihm, dah es eine guSgeglichene Detriebsbilanz vorwe se. Das sei vielleicht grau­sam unb ungerecht, bem man berücksich i^e dabei nicht die hervorragende Leistung, die F ankreich durch ben AuSql.'ich seiner HandelSb.lanz bet- spielSwelle vollbracht habe. Ader es sei eine Rotwendigkei!. sich in diese Forderungen zu fügen. Sämtliche Rationen, bciKH eS gelanget sei. ihre Währung zu stabilisieren, hätten ban Anfang mit dem

Ausgleich ihrer Budgets gemacht. Man brauche im Übrigen mir an die Vorgänge vom 15. Januar zu denken GS habe genügt, bah die Regt rung offen lieh ihren ®nt- schluh bc unbctc, crer Ucbc Mah ahmen zu tre'fei, um den Kurs beS englischen Pfunde- von 98 auf 90 zu drücken. Gs hänge von der Sntscheibunq der Kammer ab. ob da- Vertrauen endgültig wieder h^rstcstcllt und ber Kredit Frankreichs vor den S-'lägen ber Spekulation in S cherbert gebracht werden solle. Da- Parlanrent stehe vor der Alternative, entweder sich zu der von ber Regierung verlangt-n Leistung auszurafsen und die ständigen S^nnaHmen zur Deckung ber stän­digen Ausgaben zu ftibcn oder aber die Ver­leumdung und die Gehässigkeit ber Spekulation weiter am Kredit Frankreich» nagen zu lassen

Der Abg. T a 1111 n g e r erklärt es stehe fest, dah daS Parlament in einer heilen Lage fei Den französischen Steuerzahler e.faffe Besorgnis bei bem Gedanken, bah er für ein Bubget aufkommen solle, dah nach Auffassung der ganzen Welt Deutschland zur Last falle. Sei nicht zu fürchten, bah man. wenn Fran'reich diese 6dbar- niffc machte und diele ne-aen Summen ausbringe, erkläre: Gure verwüste en Gebte esinbwieber- bcrgcftellt, und nun verletzt die ganze Welt nicht in Aufregung mit eueren ReparationenI

Ministerpräsid n: P o i n ca r ö pro e'tm ge­gen diele Änderung, die nach feiner An icht den Feinden Frankreich- als Wrffe d.eeen werde.

rxmnen. den spitzfindigen Advokaten in ber Rolle d?S W.ltbegluckc S. des resi^n e .nb n FiiedenS- apostelS zu gefallen. Der gleiche PorncarS. der nob am Freitag vor der Kammer des nationalen Blocks seine alu Tivabe von dem mangelnden deutsckien Srfüllungrwillen h-rleiene, der btc Stirn hatte, seine, durch SllveS Dencht vor aller W«lt eindeutig b'w^estell e Annerronspvlrtrk rn der Pfalz zu verteid.gen. ber gleich: Potncarö be­sah am Sonntag die Deschmacüo'igkctt. l,ch als Verteidiger der allgemeine' Smtraw'. 8» bius^n. alS Wortführer te» F-,a-.kreich das mchs lehn- licher wünsche, alS unter dem Schutze bei

renen Vertrages in Sicherheit zu leben, das dm Glück der anderen Völker, auch da- feiner ehe- md gen Feinde wünsche, vvrauSgeletzt, fie ihre Vergangenheit auSmer.ten und sich be,fe'tm. Frankreich sei bescheiden, so schloh der witzrze Lothringer. cS wünsche nicht- weiter. alS dah es von niemandem um gebrach! werde. waS ihm versprochen worden sei und dah c8 nicht weder von seinen Rachbarn an der Kehle aepackr werde.

I WaS ist denn eigentlich Frankreich versprochen

Abg. XaUttnger mach' bemMinistcrpräst- benten ben Vorwurf, nicht bamit gmechael zu ha­ben. dah die Deuischen. um ben s.anzö i ch.n Druck im Ruh gebiet zu lodern, ben Versuch machen wür- reich an feiner lch -.üch'ien Stelle zu packen. Rach seiner Ansicht könnten b:e französi­schen Metallinbustistellen unb btc Wiederausb^iu- genossenlchafien g ohe Dollarkiedite erlrnaen was Poiucait bezweiiel«. Abg Tai tingcr su.ch ci. >. ö bie Mahitabmen zur Lln:erbrückung ber Steuer- Hinterziehungen gegenüber den Grvhlapitalisten unwirksam seien unb fragt sich,

ob die Oeffentlichkeit nicht In erster fimte vom Parlament und von der Regierung verlange, selbst zu sparen.

P o t n c a r6 beruft sich barauf. bah er baS Pro­gramm der Regierung noch nich' Im vollen Ilmfange betarnttgegeben habe Gr ht^h* den Red­ner zu befriedigen, aber er werde nicht in bie Ginzclheiten eingehen. bevor er die Vollmacht zum tinlah von Verordnungen in bet Hand habe. Aus diese Aeuherung bin kommt eS zu b« f t i a e n Protesten aus ber Linken und äussersten Lin­ken. von wo aus Pvincar^ ziig.rusen tnirb: .Das ist die Diktatur. baS ist Mussolinist Das gan'.e Haus gerät in Unruhe. 3m weiteren Ver­laus geraten auch Ministerpräsident unb Her - i i o t in einen energischen Wortwechsel, wobei Pvincare es abiebnt. von lrgen>jemanbcm gute Leb «n zur Qkrieibigung ber Repubiik anzuneb- men. Schliehlich fordert Poincarc- die Stummer auf. die weitere Debaüe auf morgen vormittag und nachmittag zu vertagen Die Kammer be» schlicht in diesem Siirnc mit 453 gegen 110 Stim­men, gewährt aber noch bem Abgeordneten Ldon Dau bc t bas Wort, ber erklärt man könne, wenn die RegierungSentwürse angenommen wür­ben. Frankreich lagen: 3st nicht da- Ruhrgebiet nach 3hier Auffassung ein Mittel, um ble 'Bezahlung ber Reparationen z u er- 5 toi n geiv? Heute toerben die Reparationen von den Franzosen bezahlt. WaS nützt uns also daS Ruhrgebiet? Der Ministerpräsibenl möge toen-gltenS die B.-setzung des R-thrgehicteS' in den Augen ber Öffentlichkeit retten. Daudet fdiliebt mit ber Versicherung, bah er bie Regle- rungSenttoürse nur dann annehmen werde, wenn die von ihm geforderten Malarahmen gegen b e- jenigen Annahme fänden, die dnS französische Dc-lk in den besetzten Gebieten auSbeutcten. SS kommt während der Rede deS royalistischen Ab­geordneten zu einer der bekannten Auscinander- fc: ungen zwilchen Poincarö und Lardieu über die Verzüge und Rachteikd deS Fr edenSoertragS.

Pariser Krtsrnskimmung.

Paris. 26. 3an. (WTB.) Die .3 out nee Industrielle" schreibt zu der gestern in der Kammer ausgenommenen Finanzdebatte. eS handle sich darum, ob btc Regier mg Poincarö» ge- stürzt werde ober nicht. Richt mehr unb nicht weniger. GS liege aus ber Hanb, bah. welches iirdtvibuellc Derbienst bickr ober jener auch haben mühte, baS Ministerium PoincarS v o l l - stänbig verbraucht sei. wenn auch nicht in ber Pcrson seines Ministerpräsidenten, so wenig­stens in seinen Mitgliedern, unb bah Poincarö sechst b?n Vogen in gefährlicher Weise über­spannt habe badurch. baf) er zwei Jahre lang sich jeder inneren Politik enthielt. DaS Blatt ist der Ansicht, dah der Stur, Potncar^S ein Unglück für Fransreich wäre, solang: dte Finanzen'.würfe nicht angenommen seien. Poin- carS allein besitze heute ausreichende Autorität, um daS Land zur Uebernahme von Lasten zu bestimmen, die die Srgänzunz der auswärtigen Politik ber Unabhängigkeit datstellten. bie er durch bie Besetzung des Ruhrgebiets eingeleilet habe. Die Linksparteien würden eine fchwevs Enttäuschung erleben, werm sie die Regierung übernehmen wollten, nachdem sie die sinanzielle Sanierung zum Scheitern gebracht hätten und dadurch bie Berantwortung sür Teuerung, Streiks und Wirren übernehmen.

Drr 2d)n6 des Franken am Rstrtn.

Paris. 26 Ian. (WB) Rach einer HavaS- melbung aus Koblenz hat bie Rheinlandkommis- ston durch eine Verordnung jede Grhebung

worden? Hat eS sich nicht gerade fo viel per- fpredien laf'en. als sich nur ein Mann von einem andern versprechen las en tann. den er ben schuh- bervftcn Revvlver vor b.e Stirn halt? Und chit es bann nicht noch von sich aus soviel hinzugenom- men. wie es lern ohnmächtigen Gegner enlreihen konnte? lieber den andere r wahrhaft bescheidenen Wunsch, nicht wieder von Rachbarn an ber Ked'e g-packt zu werden, wird sich gewih reden lassen, fobata Pcincar^ den töllich umklammernden Griff von befen Gurgel nimmt, bamit der Rachbar auch rel-en kann Hoffen wir. dah es in den 'Ber­liner Besprechungen gelingen möge, dem fcham- [f-fen Heuö^er die üble Maske des Frkbcn-cngcls vom Gesicht zu reihen und die wahren Urlachen beutf-<r Katastrophe unb europäischen Unfrieden» vor aller Welt klarzulegen.

Der Untersuchungsausschuif.

Loo hon, 25. Ian lWTB) Mac Äama hat auf ber heute unter seinem Bvrsiy abaehal- tenen ®enei atix dammlung ber Midlanb Bank erklärt, er fd soeben aus Paris zurück-

von Steuern in belgischen unb französischen Franken Derbe en. Durch d ie zweite Vcro.bun g wird die Ausfuhr fianzöstfcher und twlui äxr Banknoten auS dem Ixfetzten nach dein un­besetzten Deutschland unterlagt. Die an der Grcn c zwilchen dem beletz'en und dem unbelebten Oet ict befd>k.a idbrnten Banknoten loden forfiodeit. in die PfänderkaNe abgefübrt unb dem b<lgt!chen bzw franzölilchen Staate anheimfallen.

Herabsetzung brr französischen Kolsienpreise.

Paris. 26. Ian. (WTB ) Auf Ersuche,^ be# Ministerprälide.t.n Potncare haben meh­rere Mitglieder des FentralauSIchul'ez bc» fran- |i|chen Kohlengruben verbände s. die eftem von ihm enwlanavn wurden, verlpi ochen. bem Verband eine Herab!etzwrg ber franzölilchen Kohlenpreile zum I. Februar um 3 Franks pro Tonne unter bem Dorbehalt etwaiger wirtlchaft- licher Rückwirkungen anzucmpf.hlen. D.e fran- zolllchen Kohlenpreise ftchai zur Jet erheblich unter bem Weltmarktpreis unb lind etwa 30 Prozent niedriger als die englllchen.

Das französisch-fschechische Dündn s.

Paris, 25. Ian. (WTB.) Der französisch» tschechoslotoakifchr VündniSvcr'.rgg ist heute vormittag von dem TPiniftcrbtüfibpnlen Poincarö nnb dem tsch'.ckoslotoakifchcu Auhenminrster Denefch im Kabinett deS ersteren unterzeichnet wo.den Die Der» ösfentlichung seincs Wortlauts wirb für Sonn» tag angekünbigt und fall m Paris und Prag gleichzeitig erfolgen. GS wird aber heute schon burch HavaS folgende offizielle Mitteilung deröjfentlicht: Der Vertrag fei ein DundniS» und FrermdfchaftSvertrag. Geleitet von dem Grvnbfah, den der Völkerbund h'.nfichtlich ge­genseitiger mtematioaaler Garantien aufge» stellt habe, erklärten die beiden Länder, sich u:n die Aufrechterhaltung des Frie­dens in Europa bemühen, sowie der ge» genwättgen rechtlichen und poltt'fchen Ord­nung Europas, wie fic durch die Friedens­verträge festgelegt fei, treu blriben zu wol­len. Die beiden Mächte geben di« Erklärung ab. dah sie bereit feien, sich über die au!» wattigen Fragen, die dazu angetan, ihre Si­cherheit ht Desahr zu bringen, in# Denchmen zu sehen und sich über die im Falle der Gefahr zu t effendcn Mahnahmen zu verstLndigcn. Sie bekundeten, da- sie drn in Artikel 88 deS Vertrages von 6t Germain au besprochenen politischen Drundföhen treu bleiben wollten und eine gemeinsame Haltung gegen jeden Versuch einer RestaurationderHohen- zollern und der Habsburger einzu- nehmeu wünschten. Der Vertrag werde gemäh Alt ke l 18 der Dölkerbundfatzung dem Völ­kerbund mitgeteilt werden.

Paschitschs Besuch in Nom.

Rom, 25 Ian. (WTB) Der jugoslawish« Ministerprälident Paschi t sch traf in 'Beglei­tung des Ministers des Acuhern Rintschltsch heute hier ein. Beide mu hen von dem Minister­präsidenten M u f I o l i n t Untei staatSseb etär 21 ( c r ut>, ben Spitzen ber Behörbcn. bem jugo- flavischen Gcneralkvnlul unb ben Gesandten Ru­mäniens unb ber Tfchehoslowakei empfanacn. Rach der Bcgrühung beyaben sie sich u iter Bei- snllskundgebungen ber Menge inS G andhotcl. AbendS wc den die jugollavilchen Minister an einem F Hessen teUnebmcn. da- ber König ihnen zu Ehren bn Qulrinal veranstaltet.

England und die Sowjets.

Lon bon, 25 Ian (WTB) Reuter erfährt zu ben zahlreichen Berichten, bie über bie Hal­tung ber Reg erung gegenüber Ruhlanb ver­breitet toerben. bah baS einzige, was mit Stcher-

gefommen unb er freue sich, sagen zu können bah bie in Paris getane Arbeit seiner Anlicht nach e r s v l g r c i ch lein werde unb bah baS SrgebniS bc« De ichteS beS Untersuchungs-Aus­schusses. wenn sich seine Öffnungen erfüllen soll­ten. zu einer Aenberung der Mentalität In der Behandlung ber Reparationssrage füh­ren werbe, waS unentbehrlich sei, um einen bauernben Frieden zu schassen

Der Generalsekretär bet europäischen Ellen- Union, Le Bcrve und ber englisch? Sachter» ständige für internationale Si len bahn fragen, Sir William Acwo r t h . haben sich heute im Komi­tee DaveS be# längeren über bie deutschen Eilenbahnen, il a über die Be'ö.dealng#» tarife unb die Berwcndunq bc# PelonalS. die Bcfeitigung be# Defizits u.ib bie etwaige 2kr- wallung durch eine private Gelelllchaft ausge- lprochen. Das Komtt« reist zulammen nrit bem Ccnttaffeftx'tär ter Reparatümsko nmifsion Max Fad Yen am Montag abend noch Berlin ab.