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Heute entschlief sanft nach schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Großmutter, Schwester und Tante
Frau Emilie Stiehl
geb. Eckstein
im 64. Lebensjahr.
Für die Hinterbliebenen:
Hermann Stiehl.
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Am 21. Januar verschied sanft und unerwartet nach langem, schwerem Leiden unser Vater, Schwiegervater und Großvater
Herr August Hofmann
Schreinermeister.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Emma Möh! geb. Hofmann
Offenbach a. M, Bettinastr. 71.
Auf Wunsch des Verstorbenen fand die Beerdigung in aller Stille statt. olloo
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Heute nacht 1 Uhr entschlief plötzlich und unerwartet unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Ludwig Hainer im 71. Lebensjahre.
Die trauernden Hinterbliebenen: Heinr. Oestreich und Familie Lud. Hainer und Familie Heinr. Unger und Familie.
Heuchelheim, Kinzenbach, den 24. Januar 1924
Die Beerdigung findet Samstag, 26. Januar nachm. 3 Uhr, vom Sterbchause, Gießener Str. 63, aus statt.
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4 . Fortsetzung (Rachdruck jzrboten.)
Auf der Rordostecke der Landungsplattform erhob sich etn eiserner Turm pad ragte noch einmal fünfzig Meter in die Höhe. 3n seinem obersten Teil, dicht unter dem Dach, von dem die russische Posts kagge wehte, lagen die Diensträume für den Stationschef und dir Telegraphisten. HLr l esen Telegvaphenleitunken von allen Teilen bc5 Flugplatzes zusammen hier standen die Wellentele^h.iv, durch welche die Station jederzeit mit de^ Flugschisfen verkehren konnte.
Der Stationschef trat in den Telegraphisten- raum.
,WaS Reues, Gregor Iwanowitsch?"
, Alles in Ordnung, Fedor Fedorotvitsch"
Der Chef blätterte in dem Stationsbuch, das aufgeschlagen auf dem Tisch lag. Rotizen über den laufenden Dienst. Telephonat« aus den Schiffen der verschiedenen Limen.
Orenburg war ein Knotenpunkt für den Luftverkehr. Die arvhe europäische Linie Berlin— Moskau—Orenvurg spaltete sich hier in drei Zweiastrecken. Die sibirische Linie nach Omsk und Tomsk, die Südostlinie nach Ferghana und die persische Linie nach Teheran.
Der Chef überflog die Aufzeichnungen . . . Das sibirische Schiff hatte vor einer halben Stunde zwei Zimmer tm Hotel bestellt . . . Das persische Schiff hatte vor zwanzig Minuten gesprochen. Rom Moskauer Schiff war vor einer Stunde daS letzte Gespräch gekommen. Es meldete
arten zu rauschen und zu pfeifen. Dem erfahrenen Beamten war es klar, datz eine andere starke Station mit der glr.chwi Wellenlänge wie Rümmer achtzehn gab. Offensichtlich, um die Rot rufe des Schiffes zu übertönen und unwirksam zu machen. Heber seine Apparate gebeugt, versuchte er durch schnelle Mmflintmung der Wellenlängen die Verständigung weder herzu stellen.
Als es ihm nicht gelang, nahm er die Der- bindung mit den Städten im älmkreis auf. Der Reihe nach sprach er mit Kasan und Saratow, mit Perm, Tobolsk und Omsk. Er rief Kamlinsk und Gurjew an und hatte keinen Erfolg. Wohl hatte man aLch auf diesen Stationen bei Hilferuf von Rümmer achtzehn vernommen, aber es waren auch dort keine Polizeischisfe zur Verfügung. Viertelstunde aut Viertelstunde verstrich, ohne datz sich eine Mögl.chkeit bot, dem Postschtsf Hilfe zu senden.
Der Tel?graphist legte seinen Apparat wieder auf die Wellenlänge von Rümmer achtzehn um. Hetzt herrschte Ruhe tm Hörer. Das Zwischensprechen der Störungsstation hatte aufgehört. Aber auch das Postschiff meldete sich nicht. Vergeblich rief der Telegraphist es an. Der Zeiger auf der Rormaluhr rückte inzwischen unaufhaltsam weiter. Schon war die Ankunftszeit, zu der es hier in Orenburg erntreffen sollte, um zehn Minuten Überschritten.
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Queckborn, den 23. Januar 1924.
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Krofdorf, den 24. Januar 1924.
Der Bürgermeister.
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Der Stationschef verglich feine älhr mit der Rormaluhr über dem A^pa-.atetifch.
.Roch fünfundvierziz M.nuten bis zur Ankunft des Moskauer Schiffes . . . Starke Besetzung heute . . . Rach den Listen hundert>ch;ig Passagiere . . . Gregor Dimidow ist dn belieb:« Kapitän ... Die Reisenden benutzen fein Schiff mit Vorliebe. Obwohl (Hummer achtzehn längst nicht mehr das neueste Schiff ist . .
Das plötzliche Ansprechen etned der Tclephon- apparate unterbrach die Worte des Stationschefs.
»Achtzehn ... tick tick tick, tä tä tä, tick ttck tick, tä tä tä . .
Achtzehn war die Rümmer des Schiffes Moskau—Orenburg, das hier In fünfundv.erzig Minuten erwartet wurde. Die Morsezeichen, d:e danach im peitschenden Rhythmus in je drei Kürzen und drei Längen gegeben wurden, bedeuteten den internationalen Rotruf für höchste Gefahr.
Was war geschehen?
älnaufhörNch schrillten die Rotrufe weiter durch den Raum . . . Keine telephonische M-.t- teifung, die nähere Aufklärung gegeben hätte. War die Telephonanlage an Bord von Rümmer ad-tzehn in Anordnung geraten? Arbeitete nur noch die Telegraphenanlagr und schrie in höchster Rot die ominösen Morsezeichen in den Raum? Hatten die Telegraphisten an Bord den Kopf verloren?
Mit einem Ruck schaltete der Telegraphist die eigene Sendea^lage e n Er wollte rückfragen . . . Auskunft über die Art der Gefahr ein- fordern. Aber er kam nicht dazu.
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Stunde hatte e6 Ober Samara btt letzte Post ad» gegeben und empfangen. Roch fünfundvierzig Minuten, und cs sollte in Orenburg landen. Mit zweihundert Kilomercr in der Stunde strich ber mächtige, in den russ.schen Farb.n blau und weih gestrichene Dau durch den Aether.
3m groben Salon und in de:i DesellschaftS- räumen vertrieben sich d'e Passagiere die Zeit in der bei solchen langen ‘Keifen üblichen Manier. Hier sahen |i? beim Kartenspiel. Dort las einer, dort schlief ein dritter im bequemen Sessel. An anderer 6k{le wieder verkürzte man sich in sorglosem Gespräch die Stunden.
3n der Zentral: des Schiffes stand der Kommandant Gregor Dimidow neben dem wacht hoben» den Offizier. . . und her war die Sorge zu Haats. Schart und angestrengt spähte der Kapitän w>ch Süden. Hetzt griff er -um scharfen Glas. Ein einziges Wort fiel von innen Lippen: .Wo?"
Der Wachthabende wies mit dem Finger bk Richtung.
.Dort!"
Mit dem Glas untersuchte der Kapitän den Himmel in der angedeuteten Richtung Sah und suchte, wahrend die Falten auf seiner Stern sich vertietten.
.Schneller als wir! . . . Keine Flagge?! . . . Kein Zeichen? . . . Was ist . . .“
Während der Kommandant die brtden letzten Worte sprach, war das fremde jSAiff verschwunden. 3n dieser Entfernung über Haupt nur ein winziger grauer Schemen, war es in eine Wolke getaucht und im gLiAn Moment den Blicken der hier so scharf Ausspähenden entrückt.
Der Kommandant l^ietz das Glas sinken.
(Fortsctzan^ folgt.)
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Der Dorsihendedes Vorstandes.
Heute vormittag entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante
Frau Susanne Weller
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im 75. Lebensjahre.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Konrad Weller, Schaffner i. R.
Gießen (Neustadt 4), den 24. Januar 1924.
Die Beerdigung findet Samstag, den 20. Januar, nachmittags 2‘/, Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. tl24M
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