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preise zu den GewetbepveHen und noch b*d mehr S den Karioftelpvetsen jetzt Dtel günstiger ist oL8

l Jahre 1913.

Um die Rentabilität einer künstlichen Dün- mmg voll zu erfassen, müssen weiterhin n)ch die Meyrerträge berücksichtigt werden, die durch die oben angegebene mittelstarke Shmgung erhielt wer- derr, rurd schließlich müssen auch diese Meh.ertrage wieder in Vergleich gesetzt werden zu den Dün- gungskosten. Hierbei ist es natürlich notwendig, zu wissen, welche Mehrerträge durch oben angegebene mittelstarke Düngung in der Regel erzielt werden v>nnen. .Unter normalen Verhältnissen werden durch obige Düngung pro y4 Hektar rund 3,50 Ztr. Körner mit dem entsprechenden Stroh, an Kar-- löffeln rund 15 Ztr. Knollen und an Runkelrüben rund 18 Ztr. mehr geerntet. Der Geldwert der erzielbaren durchschnittlichen Mehrertcäge beträgt für 3,50 Ztr. Getreidekvrner (1 Ztr. gleich 11 Mk.) 38,50 Mk. und für 15 Ztr. Kartoffeln (1 Ztr. gleich 3,50 Mk.) 52,50 Mk.; das durch diese Düngung erzeugte Stroh ist hierbei überhaupt nicht in Ansatz gebracht worden. Wir sehen also: Durch einen Düngungsaufwand im Betrage von rund 18,50 QRarf, wie er durch oben angegebene mittelstarke Düngung verursacht wird, wird bei Gelrerbe ein Mehrertrag im Geldwert von 38,50 Mark, oder pro i/4 Hektar ein Gewinn von 20 Mark, und bei Kartoffeln ein Mehrertrag im Geldwert von 52,50 Mark, oder Pro 1/4 Hektar ein Gewinn von 34 Mark erzielt.

Aus diesen kurzen Berechnungen wird Wohl jeder Landwirt ersehen Eonnen, Daß künstliche Düngung mehr wie früher rentabel und vermehrte Anwendung der künstlichen Düngemittel jetzt das Gebot der Stunde ist.

Ueber die Anwendung vo nKalk.

(Rachdruck verboten.)

Rezepte gibt es in der Landwirtschaft nicht. Daher können für die Anwendung von Kalk auch nur Richtlinien maßgebend sein. Ebenso wie es an Stickslosf-, Kali- und Phvsphvrsäuredüngern die verschiedensten Formen gibt, welche entsprechend verschieden zu verwenden sind, so hat man auch Kalkdünger, deren Anwendung die Berücksichti­gung mancher Momente erheischt.

Handelt es sich um sehr schweren Boden, so wird man im allgemeinen gebrannten Kalk oder, wie man ihn gewöhnlich nennt, Aetzkalk, verwen­den. Er kommt entweder in gemahlener Form oder in Stücken als Stückkall in den Handel. Ersterer hat den Vorzug, daß er sich mit dem Dünger­streuer leicht und gleichmäßig verteilen läßt. Wenn er mit der Krume durch die Bearbeitung vermischt ist, löscht er sich mit der Bodenfeuchtigkeit ab. 3n diesem Vorgang liegt seine spezifische Wirkung auf die Bodenstruktur. Er macht den Boden krüme­lig, luftzugänglich und warm, so daß die chemische und die Baklerientäligkeit angeregt wird. Bei der Anwendung des gebrannten, gemahlenen Kalles ist jedoch Vorsicht geboten, da er stark ätzt. Er darf daher einerseits nicht unmittelbar mit dem keimenden Samen oder den jungen Trieben von Pflanzen in Berührung kommen, deren zartes Ge­webe er leicht zerstören würde, andererseits kann er auch für den Menschen schädlich werden beim Ausladen aus dem Waggon u. Dgl.; denn wenn der seine Kallstaub auf Augen-, Rasen- und

Mundschleimhäute rommt, so ruft er leicht sehr lästige Entzündungen hervor. Der Stückkall ist da­her angenehmer zu verarbeiten. Da dieser aber erst in Haufen auf den Acker gesetzt und mit Erde bedeckt werden muß, damit er sich ablöscht und da­bei zu feinem Staub zerfällt, um so erst schaufel­verteilungsfähig zu werden, so kostet seine An­wendung mehr Zeit und Arbeitskraft, als die­jenige von direkt streubaren Kalkdüngern. Der Stückkalk läßt sich naturgemäß nicht so gut mit der Schaufel verteilen. Cs kommt vor, daß die mit Erde bedeckten Katthaufen infolge von Aegen- perioden, wie z. B. in diesem Jahre, vollständig durchnäßt werden, so daß der Kalk teils schlam­mig, teils krümelig wie Erde wird. Solcher Kalk hat an seinem Wirkungswert sehr eingebüßt, weil er sich erstens zum großen Teil schon zu kohlen­saurem Kalk zurückverwandelt hat und damit schwer löslich geworden ist, und zweitens sich nur sehr schlecht und ungleichmäßig verteilen läßt.

Die beste Streuzeit für Aetzkalkformen ist ent­weder unmittelbar nach der Ernte aus die Schäl­furche (für Winterung), oder zu Ausgang des Winters (für Sommerung), nachdem der Acker ge­schleift ist. Muß infolge besonderer UmftänDe Die Kalkung später vorgenommen werden, so empfiehlt es sich, Kalkmagnesia zu verwenden, deren Aeh- wirkung geringer ist und die daher noch bis [,u acht Tagen vor der Aussaat gegeben werden kann. In gemahlener Form ist Kalkmagnesia maschinen- streufähig und hat den Vorzug, nicht zu stauben. Kohlensaurer Katt ist infolge seiner Schwerlös­lichkeit zweckmäßig als Dorratsdünger zu verwen­den. Bet allen Kalkungen ist darauf zu achten, daß der Kalk nicht zu tief untergebracht wird. Zur intensiven Vermischung mit dem Boden eignen sich am besten Grubber und Egge.

Die Höhe Der Kalkgabe richtet sich nach der Kattbedürftigkeit des Bodens. Zu schweren Böden gibt man im allgemeinen 1015 Ztr. gdxaniucn Katt oder 810 Ztr. Kalkmagnesia je V-t Hektar. Auf sehr leichten Böden ist Aetzkalk nicht empfeh­lenswert; dagegen wird man vorteilhaft 56 Ztr. Kalkmagnesia geben. Auch ist gemahlener kohlen­saurer Kalk für leichte Böden geeignet, besonders auf Vorrat. Für hochprozentigen Mergel gilt das­selbe wie für kohlensauren Kalk. Da Mergel ein Gemisch von Kalk und Boden ist, so sind die Frachtkosten für Mergel me.st, besonders auf grö­ßere Entfernungen, unverhältnismäßig hoch. Kalk als Kopfdünger zu geben, kann nur als Aus­nahmefall geraten erscheinen. Als Aetzkalk schä­digt er leicht die Pflanzen, ferner vermischen sich alle Kalkformen nur ungenügend mit dem Boden, da meist eine ausreichende Bearbeitung zwischen den Reihen nicht ftattfinöen kann. Zu Kartoffeln kann Kalk in Reihen nach dem Auslaufen vor der ersten Hacke oder dem ersten Häufeln gegeben werden; Die Dämme erhalten dadurch eine gut krümelige Struktur.

Bei allen Kalkdüngergaben ist streng darauf zu achten, daß sie nicht unmittelbar mit Stallmist, Ammoniak oder Superphosphat in Berührung kommen, da in solchen Fällen sowohl Die Kalkwir­kung, als auch Diejenige Der anderen Dünger auf­gehoben wird. Da der Kall nicht nur im ersten Jahre, sondern auf längere Zeit wirksam bleibt, so kalkt man gewöhnlich alle Drei bis vier Jahre.

Dr. Eh.

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Ueber das Einwinrern Der Vlumenpflanzen.

(Rachdruck verboten.)

Wenn Der Oktober zu EnDe geht und mit dem Eintritt stärkerer Fröste gerechnet werden muß, holt Der Blumenfreund Die letzten Gewächse, welche er Durchwintern will, aus dem Freien ins schützende, vorher vorbereitete Winterquartier. Geranien und Fuchsien, die auf Beeten oder in Fensterkästen ausgepflanzt waren, werden aus dem Boden genommen, ihre längsten Wurzeln etwas eingekürzt und Dann in Töpfe mit sanDgemischter Erde eingepflanzt. Alle vergilbten Blätter und die langgetoocDenen, mastigen Triebe werden auf Die Hälfte ihrer Länge zurückgeschnitten. Aehnlich ver­fährt man, was Reinigen und Schnitt betrifft, auch mit Den in Töpfen gebliebenen Geranien und Fuchsienstöcken. Rach Dieser Vorbereitung, zu wel­cher auch Das Reinigen der Töpfe, wegen der an­haftenden Schneckeneier gehört, stellt man sie in einem kühlen, frostfreien Zimmer oder Hellen Keller auf. Ein zu warmer Raum, wo der Trieb vorzeitig angeregt würde, ist schädlich. Das gilt besonders von Fuchsien, die im nächsten Jahre um so besser blühen, je gründlicher und länger die Ruhezeit war. Don Hortensien werden nur die al­ten, unansehnlichen Blütendolden und schlechten Blätter entfernt, ehe sie eingewintert werden; Die Zweige läßt man unbeschnitten. Sie können dunkel stehen, müjsen jedoch von Zeit zu Zeit gegossen werden. Ein zu hoher Grad von Trockenheit ist schädlich. Das gleiche gilt vom Oleander, Lorbeer, Kirschlorbeer, Aucuben und ähnlichen Balkon­pflanzen. Wenn auch ihr Wasserbedarf im Win­ter nur ganz gering ist, so bedeutet Trockenheit dennoch eine Schädigung, die den Verlust bedingt, wenn sie längere Zeit anDauert. Dies ist besonders da zu beachten, wo die Zentralheizung im Keller liegt. ------------ 2t

Frogekasten.

Frage 57: Ich ha.be eine Dreijährige Spargel­anlage, von welcher bisher noch nicht geerntet wurde. Wie muh ich Düngen, um bald und gu e Erträge zu haben? Soll man im Herbst oder Frühjahr und mit was düngen?

Antwort: Spargel im Herbst zu Düngen, hat keinen Zweck. Wohl aber kann man den Boden durch Aufbringen und Untergraben von Sand, Holzasche, Sägespäne und Kompost ver­bessern. Auch gofieib.er Kalkschutt ist von Dor­teil. Da das Rahcungsbedürfnis des Spargels kein großes ist, genügt es. wenn Sie im zeitigen Frühahr auf 100 Quadratmeter Fläche 2 K lo Th masmchi oder Superphosphat und di? gl iche Menge 40prozenliges Kali alz streuen. Kleinere Stickstofsgaben gibt man erst in der Zeit von Juni bis Mitte August, wenn das Kraut grün ist. Andernfalls bleiben sie ch e Wirtung Wird die Altlage aus gut gedüngtem Boden angeführt, so ist eine Stalldüngung nicht unbedingt nötig. Im vierten Jahre nach Der Pflanzung kann mit dem Stechen begonnen werden. Doch empfiehlt es sich für junge Anlagen, mit dem Stechen bereits Mitte Juni wieder aufzuhörem Damit Die Stocke sich zunächst kräftigen. Das Spargel­kraut wird erst dann im Herbst abgeschnitten, wenn es gelb geworden. Um den Spargelläser nicht aufkommen zu lassen, verbrennt man es.

Frage 58: Im vergangenen. Jahve waren Die Preise für junge Obftbaume wieder auf Die

Der4>ormeg8aett juruagegongen. In diesem Herbst aber kosten sie fast vas 'Dreifache. Durch welche Umstände wird Die,e Teuerung veranlaßt?

Antwort: Der letzte ftrenge und la ge Win­ter hat in den jungen Beständen der Tau.i'.schulen großen Schaden angerichtet und von dem, was nicht erfroren war ist viel durch Wckdlchaden unverkäuflich geworden. Da der Winter aber auch in den Gärten und Baumftücken großen Schaden anrichtete, ist die Rachfr.ige nach jungen Ersatz­bäumen gleichzeitig eine rege. Auch Darf nicht vergessen wer.en, daß Die Daumschu en mit h her Belastung durch (steuern und Abgaben rechten müssen.

Frage 59: Beim Kauf eines Alpenveilchens wurde mir von Der Verkäuferin ge ogt, man solle das Gieße» aus das Allernotwendig.e beschrän­ken. Diesen Rat D.-folgcnD, gehl meine Pflanze - mehr und mehr zurück, läßt Knospen und Diü en hangen und bietet einen traurigen Anblick. Wie ist die richtige Behandlung?

Antwort: Die Wasserversorgung bei Alpenveilchen richtet sich nach ter Zim nertempe­rn tur. Ist der Standort kühl um) u.tge>izt, tonn tritt bei unvorsichtigem D g.ehen, te-on£cr3 tre n es von oben h.r in die Pf.anze gesch eht'' Fäulnis der Knolle und Abfaulen der Knolpen ein. 3n diesem Falle sollte man das Gtetzwas er sei.l.ch über Den Topfrand so verabfolgen, daß Kn ole und Knospen nicht benetzt wer e i, auch nur spar­sam, d. h. so gießen', daß das Wallen gerade vermieden wird. Anders Dagegen im g?hegten Raume. Hier muß mindestens alle zwei LU drei Tage reichlich g :g >ftvn w.rden, wenn i ie Knrfpen sich entfallen und die Pflanze gesund b.eiben soll

Turnen, Sport und Spiel.

Fußball.

Morgen ©onrrtag findet auf Dem Trieb daS zweite KreisligaverbandssPiel in Gießen statt. Cs treffen sich die beiden Ortsrivalen Spielvg. 0 4 und V. f. B. In Anbetracht des Flugtages findet das Spiel Pünktlich um 2,33 ft alt. Damit istd enjenigen Fußballanhä gern, die nicht, schon den Vormittag zum Besuch Der Flugver- xmftattung bei acht haben, Gelege heil ge e.'tn, an­schließend an das Spiel Den Flugplatz vom Phllo- sophenwald aus zu erreichen.

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findet erst am

Zreitag, dem 3s. Oktober, im Gasthaus Doller statt. 0M9 Der Vorstand.

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12 6 Uhr abends 8372D Bäcker-u.Metzger-Zmnmg VetaiWen-verein E. v. DDDODOD□□□□□□□□□□□□□□□□□a üÄsWöet

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Der Verdingungstermin findet statt am 10. November 1924, nachm. 37, Uhr, im Bürgermeisteramt zu Wittelsberg.

Die Angebote sind verschlossen mit der AufschriftWafferleitungsbauarbeiten Wittelsberg" an das Bürgermeisteramt einzusenden oder spätestens im Verdingungs­termin abzugeben. 8349D

Wittelsberg, den 24. Oktober 1924.

Der Bürgermeister: 91 auch.