Ausgabe 
25.2.1924
 
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Hat man Ttrti funge, mit gefütterte Hühe»er, denen es an warmem Stall, Q3en»gung in frvfb- freier leit, (otoie Ltchit nicht mangelt, so ist damit die L) unWage für fleißiges Tierlegen gegeb-.n. Und doch fehlt gewöhnlich erntä: im Winter gibt es eine zwei- viermonatige Legepause. Bisweilen fallen wohl cn einigen milden Winter­tagen von Fruhbruthühnern einzelne Eier. Aoer das bleibt meist Ausnahme. Me.ne Hühner hör­ten in früheren Jahren gewöhnlich im Oktober oder September völlig mit Legen auf und s.ngen im Feberlar (ober März oder, bei mildem Wetter, Ende Januar) wieder an zu legen. 6eit zwei Jah­ren legen meine Hühner im Winter und Sommer ohne eigentliche Lege pause, nur wahrend der Zeit der Mauser nachlas end und bei sehr starker Mau­ser einige Tage aussehe >ö 3n Sommermonaten erziele ich von 15 bis 17 Hühnern 250 bis 300, in BÄntermonatrti 100 Gier (im Sep.ember Oktober etwas weniger). Das erstrebenswerte Ziel des sich über das g n^e Hahr erstreckenden Eierlegens habe ich durch syst.-ma i che Fütierui.g von Bohimve.o! an meine Hühner erreicht.

Vohimvetol erweitert die zu den Gier- stbcken teä Huhnes führenden Blutgefässe und be­wirkt dadurch, dass den Eierstöcken mehr Mut. so­mit auch mehr Nahrung zugeführt wird. Die Folge hiervon ist, bah von den zahlreichen in den Eier­stöcken vorgebildeten Eifollileln mehr alS sonst zu Giern heranwachsen. Systematisch verfüttere ich vas Vvhimoetol im Weichfutter, nicht planlos oder pausenlos wahrend des ganzen Jahres. Ich gebe es wählend der Mauser für 7 bis 8 Wochen, höre auf, wenn das Legen befriedigend in Vang gekommen ist, gebe erneut im Winter, höre aus zu Beginn des Frühjahres, vx-nn allgemein die Hüh­ner legen. Gelegentlich schalte ich im Sommer eine kurztägige Darreichung ein, wenn sich die Hühner .müde gelegt" haben. Auf je zehn Hühner gebe ich täglich eine graue Vohimvetvl-Tablette. Nach je drei bis vier Tagen sehe ich einen bis zwei Tage aus. Die Kosten des Verfahrens sind gering im Vergleich zu dem erzielten Rutzen. Denn die Mehr­leistung der Hühner an Giern beträgt erweislich 30 biS 40 Prozent.

Bei Huhnetn, die fleihig Eier legen, besteht die Gefahr, bah die Gier weichschalig und damit wertlos Werden. Das darf nicht Vorkommen. Reich­liches Fressen von K a l k s a l z e n beugt solchem ilebelftanb vor. Selbstverständlich werden die Schalen der verbrauchten Eier nach Trocknung den Hühnern zum Fressen gegeben. Das genügt nicht. Man kann deshalb weiter Kalkpulver dem Weichfutter beimischen. Doch wird das Futter bann hxn per gut gefressen. Vorzüglich bewährt haben sich bei mir gestobene Muschelscho- l e n. die den Hühnern täglich vorgeworfen und von ihnen aufgepickt werden. Auf jedes Huhn kommt bei mir täglich je nach der Intensität deS LegenS eine halbe bis ganze Sübroasfer- mu sichel.

Turnen, Sport und Spiel.

Turngau Hessen (D. $.).

v- Giehen. 25. Febr. Am gestrigen Sonntag vormittag trat hier im .Felsenkeller" der Turngau Hessen (D. T.) au seinem diesjährigen (92.) Gauturntag zusammen, auf dem die Gauvereine mit runb 150 Stimmen vertreten traten.

Der 1. Gau Vertreter Arthur Pfeiffer (Wehlar) leitete die Verhandlungen und gedachte zunächst in ehrenden Worten des Ablebens des langjährigen Vezi.ksturnwarts K. Hoffmann- (Gedern). Der Gau hat in finanzieller Hinsicht ein schweres Hahr hinter sich, aber die idealen Kräfte, die in dem deutschen Turnen lebendig sind, trugen ihn mit 16 000 Mitgliedern in 170 Ver­einen durch die Wogen der Zeit. Dank und An­erkennung wurde dem Gaurechner Hermann P o st (Alsfeld) für seine mühevolle Arbeit ausgespro- d?<n die er immerhin mit einem Guthaben von rund 1100 Gold mark halte abschliehen können. Ttoh vielfacher eigner wirtschaftlicher Bedrängnis in den Reihen der Turner wollen sie nach altem Brauch allein aus eigner Kraft ihre Sache wieder aufbauen, und so wurde für die übergeordnete Organisation einstimmig ein Hahnes beitrag von .1,80 Goldmark pro Mitglied bewilligt.

In turnerischer BezreHung gab der Bericht des GauvberturnwartS Wilh Will (GieHen) ein sehr erfreuliches Bild von hingebender He­bung »arbeit und siegreichen Wettkämpfen. Dah die Schalung innerhalb des Gaues gut war. zeigte sich in den Erfolgen der Hefsenturner bei ihrer Beteiligung in gröberen Verbänden, bis hinauf zum Münchener Turnfest. Sowohl der Gau oberturnwart als auch der 1. Gauvertreter brachten zu erhebendem Ausdruck, welche Be­geisterung daS Münchener Turnfest, ein Höhe­punkt, wie ihn die Deutsche Turnerfchaft leit einem Hahtzehnt nicht erlebt hat, in die deutschen Gaue trug. Am 13. Juli wird das übliche Gauturnfest die Wetturner diesmal in Biedenkopf zu- sammenführen. und anfangs September wird man sich, zur Gauturnfahrt in Butzbach treffen. Als vrlkstümliche Hebungen lind Gtabhvch Kugel- stohen, Lauten über 100 Meter und Weitsprung vorge'ehen. Für 1925 Hal Friedberg das Gau- turnfeft übernommen für 1926 hat sich bereits Kirchhain gemeldet und Butzbach sein« Mel­dung in Aussicht gestellt. Die di.-sjährigen ^ve- zirksseste fo'lcn am 15. Hunt stattfinden. Auf An­trag der Wetzlarer Turner werden Lehrgänge zur Ausbildung von Kampfrichtern auf genommen werden damit den Wettkämpfern eine sachgemähe, geiechte Werbung ihrer Leistungen gewährleistet wird. Das diesjährige ®auFrauenturnen wird am 1. Hunt in Alsfeld ftattfinöen. zum eistenmal unter Leitung des Gaufrauen tu rnwarts Her­mann Fischer. Die Fechter haben ihren lang­jährigen Führer Roll durch Wegzug verloren' für Ersatz wird alSbald gesorgt werden.

Das abgelaufene Hahr hat endlich nach langen Verhandlungen die enbgül ige Auseinander­setzung mit d.m ÖDortDerbäuben gebracht. Infolge der reinlichen Scheidung werden nun auch unter Leitung des GausportwartS Luck Hardt die sportlichen Alebungen im Rahmen des Gaues stärker zur Geltung kommen. Der 22. Huni wird ein Gausportfest in Wetzlar bringen. Das Schwimmen wird durch einen Unteraujf4xib unter Leitung hes Gauschwimmwarts Freitag weiter ausgebaut werden. Ebenso werden die Spieler unter Führung von Gauspi Iwart Paul (©leben) ihre erforderliche Entwicklung uxitersüh ^n können.

Eine lebhafte Aussprache löste der Belicht des Gauwarts für das turnerische Geistesleben Schuchmann (Friedberg» aus. zumal es auf diesem Gebiet gilt, neben der körperlichen Aus­bildung die seelischen Werte des deutschen Tu mens wieder neu zu beleben.

Büchcrtisch.

3m Industrieverlag Spaeth u. Linde, Berlin C 2. sind erschienen. 1. Die Gold­markbuchhaltung von Professor Dr. Hein­rich' Sommerfeld. Die von Praktikern und Theo­retikern längst geforderte, jetzt aber doch über­raschend gekommene völlige Umftellung der ge­tarnten Wirtschaft auf @oR>ma rfredj ming er­heischte eine Anpassung der Buchhaltung an die neuen Verhältnisse Die technische Dulchführung solcher Goldmarkbuchführung bringt zwar Um- ständlichkeiten, aber keine Schwierigkeiten. In klarer und erschöpfender Art zeigt der Verfasser, dast der letzte Zweck der Buchhaltung die rich­tige Erfassung des Geschäftsersolges sein must. Deshalb dürste es dem Praktiker nicht schwer fallen, an Hand des Buches auch jene Teil» probleme zu meistern, die das wirtschaftliche Le­ben täglich von neuem stellt. Das Buch ist sehr zu empfehlen. 2 Die Reuregelung der Körperschafts st euer 1 92 4 von Dr Rich Rvsendorff. Da die Steuernotvervrdnung auch die Körperschaftssteuer auf völlig neue Grundlagen stellt, fo erwachsen damit den Erwerbsgesellschaf- ten neue Aufgaben, deren Lösung um so schwie­riger ist, als das Gesetz für den Laien kaum ver­ständlich ist und eine Anzahl von Zweifelsfragen in sich birgt. Unter diesen Umstanden ist es zu begrüben, oah der Verleger sofort nach Publi­kation des Gesetzes eine für die ersten Bedürfnisse der Praxis bestimmte Erläuterung herausgcgeben hat. 3 D i e Reuregelung der Ver­mögens st euer 19 2 4 von Rechtsanwalt Dr. Koppe und Dr. Deuck. Im Hinblick auf die unmittelbar bevorstehenden Steuerpsllch en unter­richtet das Buch über den neuen Stoff in kurzer

und allgemein vertländlicher Weife Etwaige Aus- führungsanweifungeu und Mmtstcrialerlaffe will dec Verlag in einem Rach:rag liefern. Die Ver­fasser duckten sich in den Ausführungen be­schränken, weil sie vielfach auf den^ ausführlichen Kommentar von Kuppe.B.uck .De.rnögenSsteu<r- gesetz" verweisen konnten.

.Der Falke", .Der Adler", Blätter für junges Deutschtum, für Hug.n)sreud.' und Hugendwand.m. Heran '-g.b r. Wtlhel.n Koh «. (Preis des Sinzelheftes 0.20 ML Kanzlei der Apler und Falken i i Tübingen.) Die Avter und Falken, einer der führenden Lände der Hugend- bewegung, geben durch den Dich.er Wilhelm Kotzk^ nun im 5. Jahrgang eine Dop.elzeit- fchckft heraus, welche die Aufmertsamkeit aller Hugendbeweglen, wie auch aller S tern, und Er­zieher verdient. Der .Zacke". das Blatt der gereiften Hugmd. bringt kefgrerente Aufsätze über Volk uno Ralfe, deutsche Kunä und Heimat, wie sie den jungen Wanderern aui ihren ja Le­ien entgegen! leien, über Fragen einer wer dm- den Jugend uckur. die sich in sozialer Gestnnung, m Tanz, Mulik und Saiel äuÖ.Tt; das al.es immer in Beziräung gefetzt zu den Kräften, die sich in einer stMca Ueberlieierung unse es Bal­kes äuhern. Der .Adler" b.ingt füe die Hün- gcren, für Buben wie für Mädel, Schilderungen von frohen Fahrten, die die Lust zum Wandern wecken uno unsere Jugend gewih dem Kino- und 3igarettcngciU entreißen werden. Ein frischer, stacker, tiefgründiger Geist, der aus diesen Blät­tern weht! Freuen wir uns der Hugend, die Wilhelm Kotzde folgt!

Deutsche Rassenbilder Der durch ferne Verölffentlichungen auf dem Gebiete der Rasfenforschmng wohlbekannte Verlag H. F. Lehmann in München hat soeben ein neues, sehr dankenswertes Aufklä ungsmi tel heraus- gegeben, nämlich ein Plakat, das 32 besonders bezeichnende RassenDpse uab eine Tabelle zur Dergl.ichung der körperlichen RasseniEckmale in sich vereinigt. (Preis 1.10 Mk.) Die Bilder sind dem befaun en Wecke von Hans itber, Rassen­kunde des deutschen Volkes, entnommen. Getreu dem Güntherschen Gru.idatz der Sachlihkeit ver­meidet auch diese Rassentafel jede; Arbeiten mit -lagworten ebenso, wie jede politische oder ge­fühlsmäßige Stellungnahme Sie zeigt lediglich, wie typische Vertreter der in Deutschland heimi­schen Rass.n aussehen und schärft dadurch den Blick für dir charakteristischen CRaficn nevfmale. Erst wer auf diese Weise und dann durch Stu­dium des Güntherschen Buches sichere Kennt­nisse und Erfahrungen gesammelt hat, kann auf dem überaus schwierige i und so viel mibi^crftan- benen Gebiet der Rassenfvage Stellung nehmen.

Ein Meilenstein auf dem Wege zur neuen Volksgesundheit und Volks kraft ist die soeben erschienene 4. erweiterte und verbesserte Auflage des bekannten Buches .Deutsche Gym­nastik, Leibesübungen von Hans Surßn, bro­schiert 2., gebunden 2.50. (Gerhard Statlina, Oldenburg i. O.) Die .Deutsche Gymnastick' will uns den Weg zur wahren Körperkultur zeigen, wurzelnd in engster Harmonie von Körper und Seist nach griechischem Dorbilde. Was Sur'm uns hier als langjähriger Praktiker gibt, ist das Ergebnis ernsten Schaffens. Sein« Gymnastik, physiologisch wohldulchdacht, seine unter strengster Beachtung der neuesten wissenschaftlichen Ergeb­nisse aufgebaute Atemschulung und seine wert- wollen Mitteilungen über Massage zeigen den Weg zur deutschen Dolkskvaft.

Handel.

Berliner Dorfe.

Berkin, 23 Febr (Wolff.) Am Devisen­markt bewegte sich die Rochfrage auf der gestri­gen Höhe. Die meisten Kurie Fairnten daher bei unveränderter Zuteilung wie gestern festgesetzt werden. Von dm Hauptteoien stellten sich Am­sterdam und London etw.»s niedriger, roogegen Budapest noch dem gestri jen Sturz eine kräftige Erholung z Ijte. Im fre'WN Gffestenveikehr waren seitens der nur m geringer Zahl verstunmeltm Händler woni \ Kurse zu hören D e abgegebenen Schätzungen bewegten sich aus dem gestrigen Sch uhstande. G sucht toaren Ka.'iakt en.

Dediseamsrkt Derli«Frankfurt a. HL («SciegraPOH*»«

(Ohne Gewähr.)

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Devisen-Zuteilungen: Holland 1 Brüssel 5. Ehristiania 5. Kopenhagen 5. Swckholm 5, Hedingsors 5. Italien 5. London^S, -Reuyort 3. Paris 3. Schwei; 3, Spanien 5. Wien 50, Prag 3 Prozent, Budapest voll Buenos-AireS 5 Pros- Belgrad voll, Lissabon 50 Prvz.

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Banknoten.

(Ohne Gewähr.)

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J'ruifÄ Cffterrrtd». 4 IM *rtmta Bm.-rüinHttif -Poien......

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BetfllfAt Voten ....... Niioai-tlch, Roten......

2*4 <t)ol(oiTüfifd)t Hotte.....

9ionoeui(<t)r Noten ........ Stumontlchk 9iotea...... .

DvanNLe 'Moten .......

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Roten-Zu teilungen: Amerika 2 Prvz.. Kleine Stücke 1 Proz., Belgien voll, Iänilch 10, England 3. Kleine Stücke 5 Prvz., Finnland voll, Frankreich 5. Holland 5 Prvz, Italien voll. Ror- tixgen 10, Oesterreich 10, Kronenstücke. Ru­mänien, Kleine Stücke. Schweden 10, Schweiz 5 Prvz., Spanien voll, Tschechen 10. Klein« Stück« 10 Proz., Ungarn voll, Hugoslavien voll, Sofia voll.

(3n einem Test der 21ufloae wiederholtZ

^rifenftimmung

im hessischen Kabinett.

Darmstadt, 23 Febr. (Priv.-Tel.) Ernst­liche Mrinungsverschiedenheiten innerhalb der hes» fischen Regierung machen sich zur Zett zwischen dem Ministerium für Arbeit und Wirtschaft und dem Ministerium des Innern geltend. Der sozial lislische Arbeitsminister Raab zeigt feit kurzem das ernstliche Bestreben, da- gesamte hessische WohlfahrtSwefen von dem Ministerium deS Innern abzutrennen und seinem Mini­sterium für Arbett und Wirtschaft anzu gliedern. Die Ursache dieses Desir»- betrs wird m dem Antrag der Deutschen Volks- Partei erblickt, die bekanntlich die Auflösung des Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft fordert, da dessen sämtliche Abteilungen vor bem Kriege auch von anderen Mtnisieriei, mit versehen wurden. Die Deutsche Volks­partei hat gegen das Vorgehen des Ardens- Ministers schärtsten Protest erhoben. Man er­fährt jetzt, das) auch der Bauernbund und die Mehrzahl der Demokraten and der ZentrumSmltglteder auf dem Standpunkr der Deutschen Voltspartei stehen.

Annahme der französischen Steuer aesctze.

Parks, 23. Febr. (WTB.) Di« Jtmmnet hat den Finanzgrsehentwurs der Regierung im ganzen mit 334 gegen 218 Stimmen an­genommen.

Behördliche Anzeigen

(Brunen- n. WUMniWn Oer Slaöt Gießen.

Nachstehend verzeichnetes Gruben- und Bauholz aus den Waldungen der Stabt Dietzen (Forstwarteien II und Hl) soll auf dem Suvmissionsweg verkauft werden:

A. Grubenholz (Iops 10 cm und mehr).

Los

1: 235 Kiefernstämme

60,48

Im

2: 311

= 93,25

3: 157

= 43,67

4: 221

= 75,11

5: 319

= 76,51

6: 271

- 89,79

7: 253

= 83,03

8: 170

= 55,40

9: 191

= 55,72

B. Bauholz.

ßoelO: 33 Rlefern-St. 4. a. 5.fll.== 16,74 fm 11: 40 3. - 5. , = 20,52

w 12: 287 3.-5. ,106.06 ,

, 13: 187 , 3. - 5. 68,20 ,

, 14: 183 , 3. - 5. , 79,00 ,

, 15: 295 , 3. - 5. , - 98,62 ,

16:206 , 3.- 5. , =101,14 ,

17:245 , 3.-5. , =10i >,26 ,

18:272 , 3.-h. ,=121,63 ,

19: 183 , 3. - 5. , = 76,64 .

.. 20:2'0 3.-5. , = 90,57 ,

21:151 3.-5. ,= 60,53 ,

Angebote auf den Festmeter in Gold­mark, getrennt nach Klagen und*1 jedes Los besonders, sind verschlossen mit der Aufschrift Lubmissionsholzoerkauf * bis spätestens

Samstag, den 15. März 1924, norm. 11 Utir an den Herrn Oberbürgermeister der Stadt Gietzen einzureichen. (Eröff unq im Stadt­haus Derystratze in Gegenwart etwa er­schienener Bieter. Zahlung des Kaufpreises innerhalb 14 Tagen nach Zuscblagserteilung, die l Woche betragt. Vorherige Beiichtigung empfohlen. Nächste Bahnstation 5-7 km entfernt. 12908

Gietzen, den 23. Februar 1924.

Der Oberbürgermeister. 3. D.: Dr. Rosenberg.

Holzsttbmission.

d. IS., nachmittags 3V4 Uhr, werden aus den Waldungen der Gemeinde Geilshausen folgende HoUfortimente vergeben:

Eichen-Stärnrne:

2. «laste I Stück = 1,37 Fstm.

3,1,-- 1,31 ,

4. 5 , = 2,40 ,

5. , 23 , =10,14

6. 19 = 5,36 ,

20,58 tzstm.

FlchteN'Stämme:

3. Älaffe 1 Stück = 1,51 Fftm.

4. 5 , - 4,68

5a- 34 , --21,26 ,

5b- , 109 =31,21 ,

58,66 Fstm.

Kiefern.Stämme:

3. «laste 5 Stück = 5,93 Fstm.

4 . 12 = 9,12

6. 26 , =11,52 ,

26,57 Fstm.

Die Anoebote sind verschlosten, mit der Aufschrift ^Holzsudmi sion-, bis zum obigen Termin bei der unterzeichneten Bürger­meisterei eiuzureichen, woieldst in Anwesen. Helt der erschienenen Dieter die (Eröffnung erfolgt. Die tDerhaufebebingungen werden vor dem Termin bekannt egeben. Nähere Auskunft erteilt Förster Kalberlah hier.

Rüddingshausen, 22. Februar 1924.

(Poft Londorf)

Bürgermeisterei Rüddingshausen

Müssig. 12840

Holzverfteigcrnng im Fürstlichen Forstrevier Hungen, Distrikt Tiergarten am Mittwoch, den 27. Februar d. F». Zusammenkunft vor. mittags 9V, Uhr am P annekuchenweg auf der Strane HungenSchotten.

Buchen Rm.: 18 Scheiter, 17 Knüppel, 4 Stöcke, 309 Stammreifer, 26 .Nstreiser Eichen Rm.: 2 Scheiter, 3 Knüppel, 2 Stöcke. Fichten Rm.: 6 Knüppel, 10 Stödic Weichhol; : 24 Stommreiser. Fichten Fstm.: 254 Stück Reisstangen und 760 Stück Bohnenstangen. 12970

Fürstliche Rentkammer.

Beknrrntttmchntt^.

^essentlicherJittpfterulitt

Am Mittwoch, dem 27. Februar 1924, nachmittags 3 Uhr, wird in der Turn- halle der Stadtrnüdchenschule, Schillerslr. 8, ein öffentlicher Impftermin abgehalten, in welchem diejenigen Ange, hörigen von Impfpflichtigen, die in den letzten Wochen eine Ausforderuna durch die Polizei erhalten haben, ihre Kinder kosten­los der Impfung unterziehen lasten können. Die Aufforderung ist mitzudrinqen.

Zu dem Termin haben nur solche impf- pflichiigen Kinder zu erscheinen, die im Jahre 1922 und früher geboren sind. Rück» ständige Imp'pflichtige, deren Zurückstellung aus gelundheill.chen Gründen oowünscht wird, können in dem Termin dem Impjarzt vorgestellt werden.

Die Kinder müsten rein gewaschen oder gebadet und mit frischer Leibwäsche zur Impfung gebracht werden.

Am Mittwoch, dem 5. März, findet zur selben Stunde am gleichen Ort die gesetz- liche Nachschau und Aushändigung des Impfscheines statt. 130413

G etzen, den 21. Februar 1924.

Der Oberbürgermeister. I D.: Krenzien.

holzverfteigerung.

Frettag, den 29. Februar d. 3 , von vormittags 10 Llhr ab, wird in Distrikt Hain versteigert:

Stämme Fstm.: Eiche Schnittholz 3 Kl. 1 6i. 0.66. 4 XL 1 et. = 0,32. Bauholz 4 Kl 9 öt. =3.42, 5. Kl. 16 6t. 5.33, 6. Kl. 85 6f =3.17. Buche Schnittho z 3.Kl. 2 et =1.42, 4. Kl 1 6L = 0.68, Hainbuche 4. Kl. 2 6L = 0.75. 6 Kl. 1 6t 0,14. Olche 6 Kl. 2 St.--0.25, Lärche Schnitt- Holz 3 Kl. 1 6t = 0,87, Bauholz 5. Kl. 2 St. = 0.65. Fichte Schnittholz 2. Kl. 3 et.-2.79, 3. Kl 3 6t. = i,84. Bauholz 3. Kl. 2 6L- 1.84. 4. Kl. 7 8t = 5.69, 5 -Äl 9 St. =2 98. 5 -Kl 5 6t = 1,22; Ruyfcheit Rm: Siche 1 Kl- 12. 2 Kl. 28. Hainbuche 1 Kl. 7. 2. Kl. 13. Rutzknüppel Rm: Siche 16, Fichte 1. Ruhknüppelreifig in Schichten Rm: Fichte 43.3, Derbstangen

8 6t =0,11, Lärche 2. KI. 12. 6t. = 0.23, Bohnenstangen Fichte: 100 St. Rutzreifig in Schichten Rm: Fichte 36, Scheiter Rm: Buche 1. Kl. 105, Eiche 1 Kl. 40, 2. Kl 1, Hainbuche 1. Kl. 6. Fichte l.Knüpvel Rm: Buche 1. Kl. 33, Hainbuche 1. Kl 77,Eiche 1. Kl 47, Esche 1. Kl. 1. Fichte, 1. Kl. 1, 2. Kl. 3. Knüppelreifig Fichte 4 Rm. Gew. Reisig Rm: Buche 153, H'buche 161, Eiche 237, Lärche 1, Fichte 21, Stöcke Rm: Buche 1. Kl. 22, H'buche 1 ÄL 6, Eiche 1. Kl. 37, 2. KL 7, Fichte 1. KL 2, 2. KL 2.

Zusammenkunft am Waldeingang von Ridda aus Da nicht alle» Holz vorgezeigt werden kann, empfiehlt es sich, das Holz vor der Versteigerung anzufehen, da nach­trägliche Reklamationen nicht berückfichttgt werden können. Rähere Auskunst erteilt Herr Forftwart Roth zu Michelnau und die unterzeichnete Stelle. 1289D

Hefsifche Oberförsterei Ridda.

vau- undNutzhoszvcrsteigerung im Cang«(Dönfer (BvmelnbetDalb, Distrikt Heide und Hardt.

I. Distrikt Heide am 26. Februar 1924:

Eichen-Stärnrne 4.KL 8Stück = 4,25Fstm.

, 5. , 24 , = 7,75 ,

. , 6. . 2 , = 0,47 ,

Kiefern- , 2,4, = 2,81 ,

, 3. , 78 , = 39,71 ,

, , 4. . 169 , = 71,88 ,

, . 5. , 94 , = 30,82 ,

Fichten. . 3. , 1 , = 1,45 .

, , 5i , 15 , = 6,08 .

. , 5b. 98 . = 18,81 .

Lärchen. . 4. , 3 , = 2,i 1 .

. . 5.5,= 2,06 .

Fichten-Derbstangen 1. u. 2. KL 132 Stück

5,38 Fstm.

Fich en-Reisstanoen 1 u. L Kl. 221 Stück

= 2,74 Fstm.

Eschen Reisstangen 1 u. 2. Kl 104 Stück 15 Rm. Kiefern.Rutzscheiter, 3 m lang 32 , . Rutzknüppel, 2,5 m lang

Zusammenkunft vormittags 9 Uhr an der Kreisstratze Lang-Göns - Holzheim an

Fstm: Fichte 1. Kl. 55 6t. = 3,32, 2. KL der Landhöhe

II. Distrikt Hardt am 27. Februar 1924:

Lichen-Stamme 3.Kl. 5Stück l,42Fstm , 4 . 22 , 10,01 .

, , 5. . 30 , = 9,39 _

, . 6. . 133 . = 17,02 ,

Buchen» , 4. , 3 . 2,16 ,

Fichten- . 5d 5 , = 2,21 ,

, , 5b. 52 , = 9,91 .

. Derbstangen 1. u. 2. ÄL Stück = 1,99 Fstm.

Zusammenkunft vormittag, 9 Uhr ai der Blankenwiele am Biadukt. Die Be­dingungen werden vor Beginn der Ser« fteigerungen bekannt gegeben.

Lang-Göns, den 23. Februar 1924.

Hessische Bürgermeisterei.

Müller. 12500

In der Strafsache

gegen die

GbsthSndlerin wilyelmlne $H(f

von (Sieben wegen Preistreiberei

hat das Wuchergericht bei Hessischen Land gerid)t* in Gietzen am 12. Januar 1924 für Recht erkannt:

Die Obsthändlerin Wilhelmine Fstck geb. Schneider, Ehefrau des Arbeiter» Friedrich Flick in Gietzen, geb. am 9. September 1869 zu Hörnsheim, wird wegen eines Vergehen» gegen § 3 der Preistreiberei-Verordnung vom 13 3 ein r Gefängnis,

strafe von 2 Wochen und einer Geld, strafe von 100 Martz, die im Falle der Uneinbringlichkeit mit 10 Tagen Gefängnis zu oerbützen ist und zu den Kosten de» Der» fahrens verurteilt.

Der übermäßige Gewinn im Betrage von 60 Goldp ennig wird emgejogen.

Zuqleich wird die BeröfientUchung bei entscheidraden Teil» durch einmalige» Ein- rücken im Gietzener Anzeiger und der Oder- hessischen Volkszeitung sowie durch Snheften eines Anschlags an den Marktlauben in «Bienen für die Dauer einer Woche auf Kosten b-r Angeklagten ungeordnet.

D-e Rlchii k it der Abschrift der Urteil,, form.-! wird beglaubigt und die Dollstreck­barkeit des Urteils bescheinigt 12860

Gietzen, b<n 19. Januar 1924.

Hillenbrand

Gerichtsschreiber des Hessischen Landgerichts