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schalt zu werden.

Bad-Nauheim, 22. Dez. Erne toool- gehmgcnc Weihnachtsfeier veranstaltete der trvanael. Jugend« undMännerverern im Sprüdel-'Hotcl, das b s aus den letzten Platz ge­füllt war. Einer weihevollen Ansprache von Lic. Euler folgten Gesänge. Gcdichtvorträge ernsten und heiteren Inhalts. Auch eine Posse, dre dre Heiterkeit zu ihrem vollen Recht kommen heo, kam zur Aufführung. Rechte Weihnachtsstunniung wurde durch den schönen Abend bei Mttwirtenden und Gästen erweckt. Für die katholischen Kinder fand eine Weihnachtsfeier in der -Turn­halle statt. Lehrer Winkler hatte sich mit Km dern verschiedensten Alters viel Mühe gegeben und tonnte so ein Programm bieten, das den Bci« sall aller Anwesenden fand. Ganz reizend war u a. ein Weihnachtsmärchen von Robert Reimck. An den Feiertagen veranstalten die Vereine ifjve größeren Weihnachtsfeiern.

x$. Bcerckschen Aoricyungsstütte, ver rn oaakenS» werter Weise einen regen Verkehr mit anderen wissenschaftlichen Instituten. Körperschaften unfr Gelehrten zu fördern bestrebt ist."

gegen Ghcuma, Qlcht, 'Hexenschuss, nervöse Kopfschmerzen und (frost.

, Osi(l-Werke, Hanno ver64

Hochschulnachrichten.

Don der LandesuniversitLt Gießen.

L. U. Der Direktor der Merckschen F ibrik in Darmstadt, Dr. Phil. Wilhelm Eich Holz wurde ehrenhalbei zum Doktor der Vete­rinärmedizin an unserer Land suniversität ernennt. Die Beter närmeüizinische F lultät ehrt hierdurchden tatkräftigen und weckblickenden Fvi schein der besonders der Tiermedizin neue und aussichtsreiche Wege gewiesen hat; den bewähr­ten und umsichtigen Leiter der bedeutsamen

Kreis Friedberg.

nto. Butzbach. 23. Dez. Die beiden Bereit­schaften der hiesigen Schutzpolizei hatten sich am Mittwoch bzw. Freitag in dem schön hergerich- 1cten Brcuntenheim zu stimmungsvollen Weih- nachts feie r n vei sammelt. Konzertstücke einer , Privattävelle wechselten mit Ansprachen seitens 'c der Bereitschastshauptleute. Vorträgen und den E vrääitigen Liedern eines aus Angehörigen der - Schutzpolizei gebildeten Mäimerchvrs ab. Der be­sorgte Kantmier hatte für jeden Beamten eine Xleberraschung bereit, und der Ueberschuß einer Verlosung von meist nützlichen Gegenständen deckte

' die Unkosten. Am Sonntag veranstaltete die Werk schule der Megu in werke eine

. hübsche Weihnachtsfeier mit abwechslungsvollem Programm. Konzertstücke der Hauskapelle wech-

' selten mit zuerst ernsten Vorträgen von Dich­tungen. Die das imrige deutsche Weihnachtsfest verherrlichten und dann solchen heiterer Art in

L obr hessischer Bkundart und der Vorsührung eines wundervollen Films:Die weihe Welt" ab. der uns in die glänzende Winterwelt der bayerischen Alpen führte. - In der städtischen Turnhalle boten uns die Turnschüler des hiesigen Turn- u n d Sportvereins eine Weihnachtsfeier, deren Programm sie allein bestritten. Gewandt angeführte Turnübungen und hübsche Reigen wechselten mit zu der Weihnachtsfeier passenden Musikstücken der jugendlichen Hauskapelle, Ge­längen unö Alärchenspielen ab. Unb die jugend- li-che Schar, geführt von ihren tüchtigen Turn- toorten, bot wirklich ganz vorzügliche Leistun­gen imb erfreute die zahlreiche Zuhörerschaft durch natürliche Frischs wie sicheres und gewand- > les Auftreten. Dabei bewies sie. dah sie sich dLS Ernstes unserer Feit bewußt ist und versprächt, einstens achte, warm fühlende deutsche Burger-

Wirtschaft.

Die Bedeutung der Kohlenwirtschast.

Der Versailler Friedens vertrag hat uns mit den Kolonien, mit Posen, Westpreuhen und Oberschlesien werwolle Rohswffgebiete ge­nommen. Die NahrungSmitreldecke ist Verner geworden. Auch an Bodenschätzen sind wir ärmer. Zink lieferte zumeist Oöerschlesien. Mi-> netteerz Lothringen. Was wir an Steinkohlen­gruben in Oberschlesien und im Saargebiet verloren haben, ist durch die Ausdehnung des Braunkohlenbergbaus in etwas unsäglichen. Mit dem Elsaß haben wir umfangreiche Kali- elder verloren. Geblieben ist uns Im großen und ganzen nur der Steinkohlenbergbau, dessen wichtigstes Gebiet das an Ruhr und Rieder rhein ist. Hier lagern noch Kohlenschätze aus Jahrhunderte hinaus; ja, man schätzt die noch unerschlossenen Kohlenfelder in der Münster länder Bucht und am linken Aiederrhein so groß, daß sie für mehr als tausend Jahre reichen.

Die Bedeutung der Kohle wird immer mehr erkannt. Sie liefert nicht nur Brenn­stoffe, sondern weit wertvollere Dinge. Dr. Otto in Dahlhausen bei Bochum war es, der zuerst erkannte, welch werwolle Zngredkzien beim Verkoken der Kohle nutzlos, ja schädigend

Kreis Lauterbach.

hml. Lauterbach. 23. Dez. Die Reihe der kirchlichen Weihnachtsfeiern wurde am Freitagaberü) mit der Christfeier des Jungfrauen Vereins eröffnet Der Kon- firmanbcnfaal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Das reichhaltige Programm, bei dem Ernstes und Heiteres miteinander abwechselten, war aufs sorgfältigste vorbereitet. Es^ war eine schöne und würdige Feier, die die Teilnehmer in jeder Weise befriedigen mußte. Für den Sonntag war die Weihnachtsfeier der Klein­kinderschule vorgesehen. Die große Zahl der Kinder sowie der zahlreiche Besuch der Feier in früheren Jahren ließen es rätlich erscheinen, die Feier nicht wie sonst in der Kleinkinder­schule. sondern in der Kirche abzuhalten. So wohnten auch viele Hunderte, vor allem die Angehörigen der Kinder, der schönen Feier bet Schwester Charlotte, die mit großer Ge­duld und Liebe dieses Weihnachtsfest ihrer Kleinen aufs Sorgfältigste vorbereitet hatte, zog mit ihrer Schar unter Gesang ins Gotteshaus ein. Wie strahlten die Augen der Kleinen unter dem Christbamn und wie schon haben sie alle ihre Sachen gemacht. Am meisten erfreute sie aber wohl unter all den Gaben des Christkindes das schöne Eimerchen, das ihnen die hiesige Blech« toarenfabrit in freundlicher und dankenswerter Weise zum Geschenk gemacht hatte. Am Montag war die alljährliche Weihnachtsfeier der Kinder, die den Kindergottes­dienst besuchen. Auch diese Feier in der Stadt« tirche nahm einen schönen Verlaus und erfreute sich eines guten Besuches. Am Abend versam­melte sich der I ü n g l i n g s v e r e i n mit sei­nen Freunden zu seiner alljährlichen Weihnachts­feier, die ebenfalls einen recht befriedigenden Verlauf nahm. Musik- und Gcdichtvorträge sowie zwei von Mitgliedern gespielten Theater aufsüh- rungen füllten den Abend aus. Am Mittwoch­abend wird die eigentliche Christ feier in der Kirche gehalten, wobei Kirchengesang­verein und Kinderchor mitwirken werden. Im Anschluß daran wird nach alter Sitte droben auf dem KirchturmeDas Christkind gewingt".

Starkenburg und Rheinhessen.

-!- 'Offenbach a. M., 23. Dez. Die Stadt hat kürzlich beschlosien, die Sonder­st euer vom bebauten Grundbesitz, die nur bis zu einem Ertrag von 900 000 Mk. von der Regierung genehmigt war, in zwei wei­teren Zielen zu genehmigen, um aus dem Er­trag ein g r o ß giges Bauprogramm zu finanzieren. Cs sollen sofort 121 Wohnungen neugebaut werden. Das Ministerium des Innern hat die Erhebung dieser Steuer soeben ge­nehmigt. ,

* Darmstadt, 23. Dez. (Eigener Bericht.) Auf Veranlassung des Verkehrsvereins Linden­fels wird eine Motor-Omnibus-Li nie zwischen Lindenfels und Darmstadt ein- gcrichtc.. Es werden die nachstehenden Orte be­rührt: Lindenfels, Kolmbach, Gadcrnhnm, Dran- bau, Hoxhol, Ernsthofen. Ober-Modau. Ober- Ramstad! und Darmstadt. Der Verkehrsverein Lindenfels verhandelt auch mit der Oberpost­direktion Darmstadt wegen Wiedererrichtung der Motor-Omnibus-Derbindung Lindenfels--Bens­heim.

Kreis Wetzlar.

i; Wetzla r, 23. Dez. Wie derWetzlarer

Kreis Brwingen.

, Ridda, 23. Dez. 3n der jüngsten Ge­rn e i n d e r a ts s i tz u n g wurden folgende -öe= schlüsse gefaßt: Die durch den Sturm im letzten Sommer entstandenen Lücken im G emeinbfc= wald sollen mit Bucheckern emgefat und Der untere Liebholzweg hergestellt werden. - Tie Feldlomw.i'sion wird beauftragt, emc Beslcy- tigung der Feldwege vorzunehm«i und in der nächsten Sitzung Vorlage zu m<*<$^n. Die Gemeindehunde st euer für das pa­lender) abr 1925 wird auf 8 Rm. pro Hund fest­gesetzt und beschLossen, von der Er^bung von Zuschlägen für Den mehrfachen Hundebesitz ebenso wie in früheren Jahren Abstand zu nehmen. Die Hundesteuer für das Jahr 1925 betragt in Ridda einschließlich der Staatsabgabe, die nach eingc- zogener Erkundigung unverändert geblieben ist für den Hund '20 Rm. Einige Besitzer entlegener Gehöfte tour bei auf Antrag von der Zahlung der Gemeindehundestcuer in Ansehung des elften Hundes befreit. Gelegentlich der Beratung über die Revifionsbemerlungen zum Voranschlag für 1924 wurde die Weite rerhebung D e r vorläufigen Gewerbesteuer m!^r bis­herigen Höhe für unbedingt notwendig erachtet. - Einem Antrag des Otto Straft um Gewährung eines Baudarlchens wird ftattgegeben: die Stadt stellt den gleichen Bettag wie der Staat a.s Darlehen zur Verfügung. ^e Vergütung der beiden Schtoestern wird nut Wirkung vom 1. Dezember 1924 auf je 60 RM pro Monat festgesetzt und außerdem eine einmalige Wirtschaftsbeihilfe von je 25 RM. be­willigt. Entsprechend dem Vorgehen anderer Gemeinden beschließt der Gemeinderat die Standesamts gebühr en für die Folge Dem Standesbeamten zu überlassen. Rachemem Gutachten des Forstamtes kann das Gesuch der Holzhauer um Erhöhung Der H o l z h an er­lös) n e nicht berücksichtigt werden. Die Ver­legung eines Feldbereinigungs­amtes von Friedberg nach Ridda ist wiederholt Gegenstand der 'Beratung un Ge­meinderat gewesen. Die Verlegung des Amtes erfordert die Erbauung eines Dienstgebaudes und die Bereitstellung einer Anzahl Wohnungen für Beamte. Es soll angesichts Der ungünstigen Fi­nanzlage der Stadt zunächst versucht werden, zur Erbauung eines Dienstgebäudes sowohl als auch zur evtl. Erbauung eines Miettoohngebaudes Staatsmittel zu erhalten. Die Bürgermeisterei wird ermächtigt, für den Bezug von vaat- gut und Düngemitteln die Gemeinde­bürgschaft zu übernehmen, vorausg-.seht, daß die einzelnen Schuldner der Stadt gegenüber einen

Anzeiger" berichtet, ist jetzt auch beim Postamt Wetzlar der Fernsprech-Rachtdienft ein geführt worden. Mit dieser Einrichtung hat man einem Bedürfnis weiter Bürgerkreise Rechnung getragen.

Hessen-Nassau.

bl. Dillenburg, 23. Dez. Die Sladt beabsichtigt. Las Altersheim, welcher allen, alleinstehenden und hilfsbedürftigen Personen Ausiiahme und Pflege bietet, zu vergrö­ßern. Die Bettenzahl soll von 12 auf 20 ge­steigert werden.

in die Luft entweichen. Gas hatte man vm ihm schon aus der Kohle gewonnen, auch Teer. Aber nun erst wurden Koksöfen gebaut, die die Abschöpfung der sogenannten Nebeuprv- dukte saft restlos ermöglichte. So gewann man ans der Kohle beim DerkokungSprvzeß Am­moniak, Benzol, Tenttalol, Schmieröle, Raph- tha, Teer, Pech, Gnmeronharz, Wellfette. Die Wissenschaft arbeitet rastlos weiter, besondere Verdienste erwarb sich das Kohlenfvrfchungs- institut in Mülheim a. d. Ruhr. 2llS der Krieg ausbrach und wir bal'O von aller Zufuhr aus dem Auslande abgeschnitten wurden, da stell­ten die großen chemischen Werke das künst­liche Salpeter her, und an Sprengstoffmweln trat kein Mangel ein.

Heute wissen wir, daß die Kohle eigent­lich viel zu werwoll ist, um auf dem gewöhn lichen Wege verbrannt zu werden, wobei 40 Prozent und mehr verloren gehen. In Volks wirtschafllichem Interesse liegt es, die Kohl - zu verkoken oder zu verschmelzen. Auf dem letzten Wege wird sie gewissermaßen W Oel umgewandelt; die auf der Zeche König Lud­wig gemachten Versuche haben gute Erfolg? gezeittgt. Eine mustergültige Kokerei besitzt der Bochumer Verein auf der ZecheKaro- linenglück". Diese Kokerei umfaßt 350 Koke Öfen; sie kann täglich 2300 Zentner Koks her stellen. Die neuen Koksösen erzeugen in der selben Zeit etwa das Doppelte dessen, war Oefen älterer Art produzieren. Alles geschieht auf mechanischem 'Wege. Die beim Verkoken erzeugten Gase werden restlos ausgenützt Sinnreiche Vorrichtungen scl)öpfen alle Neben Produkte ab. Das Benzol 'ist so vorzüglich, daß wir kein Benzin mehr vom Auslände zu bc ziehen brauchen. Das gewonnene schwefelsaure Ammoniak macht den Bezug von Chilesalpeter überflüssig. Aus dem Teer werden 50 Proz. Pech abgeschieden. Das Naphthalin ist unent­behrlich für die Farbenfabriken. Aus der Kohle werden auch werwolle Fette gewonnen, die zu Bohnerwachs, Lederfette, Schmierfette, Schmier- unD Waschseife verarbeitet werden. Cumeronharz ist stör kostbar; Ammoniakwaffer. Schweselwasser und was sonst noch aus der Kohle gewonnen wird, ist erstaunlich. Auch die Anilinfarbe, das Mottenpulver, das Saccharin werden aus ihr gewonnen. Je mehr wir die Kohle so auSnuhen, je unabhängiger werden wir vom Ausland. Millionen bleiben dem VollSvermögen erhalten. Das Ziel muß sein: die Kohle von der Stelle, wo sie ge­wonnen wird, in Kokö, in GaS, in elekttische Energie, in wertvolle Produkte umzuwandeln Hier eröffnen sich ungeahnte Perspektiven. Di> Zechen werden so zu rheinische.i Fabriken; die Kohle ist kein Brennstoff mehr im alten Sinne, sie ist ein wertvolles Gut, das in fid; kostbarste Schätze birgt.

Zur Zeit tft die Lage im Bergbau schwie rig. Es mangelt an Absatz. Es mangelt an Geld, an Krediten. Der wte Punkt kann nur überwunden werden, wenn der Bergbau in die Lage versetzt wird, seine Einrichtungen zu vervollkommnen, um den KohtenpreiS niedrig zu halten und auf unsere Gisenindusttie und die weiterverarbeitende Industrie solchergestalt belebend einzuwirken. Dazu bedarf es der Verbilligung der Produktion durch erhöhte Förderleistung und der restlosen Ausnutzung der Nebenprodukte. Ist erst die gegenwärtige Krise überwunden, arbeiten Kops und $anö mit größter Anstrengung, um über den toten Punkt Hinwegzukommen, dann wird die Koh­lenwirtschaft zu einem nationalen Wirtschafte-

Bürgen stellen.

Kreis Schotten.

cb. Sichelsdorf, 22. Dez. Gestern abend veranstaltete unsere Schule im Lehrschau öaalc eine toohlgelungeue Weih n a chtsfeier. Der Andrang war so groß, baß viele umkehren muß­ten. Die beiben Klassen boten zunächst Weih­nachtslieber und Gedichte. Dann würben von den Kindern vier Weihnachtsspiele aufgeführt, die einen tiefen Einbruck hinterließen. Zum Schlüsse brachte der Weihnachtsmann jedem Kinbe ein Paketchen als Lohn für bie fleißige Arbeit.

A Ruppertsburg, 21. Dez. Ein frecher Diebstahl wurde in der hiesigen Herberge von einem Handwerksburschen ausgesührt, jedoch auf ungewöhnliche Weise entdeckt. Einem Lehrer zu R i e b e r e m s im Taunus verkaufte ein Hanb- werksbursche eine Anzahl von Akten aus dem 30jährigen Krieg und beu folgeichen Jahr­hunderten, unter dem Vorgeben, sie seien ihm in Ruppertsburg bei Laubach vom Ortsbiener auf ber Herberge zum Feueranmachen übergeben worden. Der Lehrer meldete diesen Vorfall an den Geschichtsforscher Prof. Waas in Mainz, der das Staatsarchiv in Darmstadt benachrichtigte. Dieses betraute den B^zirks-llrkunden- und Denl- malpfleger Prof. Dr. Roesch e n mit der Unter« suchung. Dieser stellte fest, daß weder den die Herberge überwachenden Ortsdiener, noch den Ver­trauensmann der Urkundenpflege, Lehrer D e b u s in Ruppertsburg ein Vorwurf treffen kann. Jener freche Kerl hatte bie Freunblichkeit. bie ihm von der Gemeinde durch Gewährung des Nachtlagers erzeigt wurde, badurch gelohnt, baß er heimlich aus der im Nebenraum stehenden Aktenkiste jene Archivakten stahl. Man ist dem Diebe auf der Spur und hat auch Aussicht, jene wertvollen Archivalien wiederzuerhalten. Der Vorfall lehrt jedoch, tote mißtrauisch man solchen Stromern ge­genüber sein muß, und welche Vorsicht bei der Ausbetoahrung der Bestände des Archivs zu be­obachten ist.

tz Ulrichstein. 23. Dez. Am 2. Januar wirb in hiesiger Kirche ein Film über bie von Bvdelfchwinghschen Anstalten in Bethet gezeigt werden. DaL Interesse baffic ist naturgemäß rege, da in unsere Gegend wenig derartige Darbietun­gen kommen.

B Burkhards, 22. Dez. Für bie Eltern und Freunde der Schule veranstalteten die bei­den hiesigen Schulllassen zwei getrennte Weih­nachtsfeiern im Saale von Schmidt. Die Kleinen (unter Leitung ihrer Lehrerin Fräulein Frankl und die erste Klasse brachten mehrere von Lehrer Loos einftubiertc Weihnachts­märchen zur Darstellung, wie die Schneekönigin, die Tannenelfen, LottchenS Reise ins Wunder« lanb. Die lebenswahre Darstellung, bie Farben­schönheit der Kostüme und bie mit besonderem Geschick erfolgte Ausstattung der Bühne fand den ungeteilten Beifall ber Erschienenen. In einem Schlußwort stattete Lehrer i. R. L u b to i g den Kollegen den Dank der Gemeinde ab.

Aus dem Vogelsberg. 23. Dez. 3n

ber Stille und Abgeschiedenheit unserer gebirg» lichen Welt haben sich biß auf ben heutigen Tag eine Fülle von Sitten und Gebräuchen er­halten. bie ber Bewohner dec Ebene, bie im Banntreis ber Großstadt liegt, nie gekannt ober schon längst vergessen hat. Frommer, gläubiger Sinn weckte sie, unb noch heute werben sie tief empfunben, weil sie im VollSgemüte wurzeln. Auch an den bevorstehenden Feier­tagen machen sie sich bemerkbar unb geben ihnen gcmz besondere Weihe unb Feierlichkeit. Vieler­orts leiert man noch bie lange Rächt vom 23. aus ben 24. Dezember. Mag sich auch das Julsest unserer Heidnischei, Vorfahren in dieser Feier widerspiegeln, ber tiefe Sinn ist nicht zu verkennen: Man freut sich, daß mit dem nun wachsenden Tag eine lichtvollere Zukunft anvricht. Arn Bescherabend, in anderen Orten im Früh rot des ersten Weihnachtstages, versammelt sich bie börsliche Jugend auf der Straße.. Weih­nachten anzusingen An Straßenkreuzun­gen unb freien Platzen Hingen des Christfests stümmrugsvollste Lieder .Stille Nacht, heilige Nacht" unb ,0. du fröhliche, o, du selige, gnaden« bringende Weihnachtszeit", während in den Häu­

sern bie dichter bes Tannendaums ausitamme., unb heiße Kinberherzen hinaushorchen m ben von Weihnachtsstimmung verklärten D^ttravenb. In ber Silvesternacht wieberhvlt sich das Sin­gen. Mit den.alten Kirchenliedern »Das alte ^>ahr vergangen ist" unbTum danket alle Gott . grüßt bie Jugenb bas neue Jahr. Anschliehenb wünscht derSprecher" in wohlgefehter, von Jatzc zu Jahr gleichbleibenber Ansprache Der Gemeinde im neuen Jahre alles Gute. Bürgermeister Ge- meinberat, Pfarrer und Lehrer werben mit beson- beren Wünschen bedacht. Es ist zu wünschen, baß diese schönen Bräuche erhalten bleiben unb nicht ein Opfer des Zeitgeistes werden: Das Dorf muß reich sein an H e i m a t e r l e b n i ff« n, soll es auch weiterhin Der NährboDen bodenständigen und wurzelfesten Wachstums sein.

zrrcis -llsseld.

to AlsfelD, 23. Dez. Gin nicht alltäglicher Kunstgenuß wurde uns am Samstag zuteu. eln W e i!) n a chtsi o nzer t Der vollzähligen 5xa» pelle ber Fuldaer R e i chs a r t ill er, e unter persönlicher Leitung von Musikmeister H e - wers, das in Der hiesigen neuhergerichteten Ton­halle ftattfanb. Die musikalischen, von hohemi Lin­nen zeugenden Darbietungen des ^rompeteriorps sanden den lebhaften Beifall der zahlreich erschie­nenen Zuhörerschaft. Es wäre dankbar zu oe- grüßeii, wenn die Konzerte ber Fulbaer ^^Eerre- tapelle zu einer ständigen Einrichtung in Alsselb werden toütb*'n. Der goldene Sonntag hatte auch nach unferer Stabt eine große Zahl Der näheren Landbevölkerung gezogen, welche in Den reich unb geschmackvoll beforierten Laben ber Hauptgeschäftsstraßen. Obergaffc und Mainzer« gaffe, ihre Weihnachtseinkäufe machten. Wie man hörte, war bas Geschäft im allgemeinen sehr de« friebigenb. Die hiesige Kasino-Gesell­schaft Concordia feiert am 26. unb 27. De­zember die Feier ihres h u n ber t j ä hri gen Bestehens in ihren neu hergerichteten Gesell­schaft sräumen. Am 26. Dezember findet ein Theaterabend mit einem vieraktigen Theaterstück statt, am nächsten Tage ist Militärkvnzert unb abends Festball.

mittekawtttichen Glaubens. Denn es nmß doch etwas Großes, ein Etwas, das wir auf den roten Polstern des römischen Schnellzuges nicht mehr so iies empfinden, in jenen gewesen sein, die unter der Vision der fernen PeteEippel. hinstarben am Wege.

Aus der Provinz.

Landkreis Gicszen.

* D a u b r i n g c n, 23. Dez. Am ersten Weih­nachtstage find es 40 Jahre, daß Karl Schäfer als P o l i z e i d i e n e r im Dienste unserer Gemeinde stehl. Während dieser lang« formen Dienstzeit hat Der Jubilar sich das aucu der Bürgerschaft erworben. Aus An­latz jetzigen Jubiläums beschenkte ihn Die Gemeinde mit einem Sessel.

Bg. Großen-Bu seck. 22. Dez. Gestern abend ' fand eine Weihnachtsfeier der beiden Mittelklassen Der hiesigen Volls- i" d) u 1 c statt. Der stark überMte Saal legte Zeugnis ab von dem regen Interesse, das Eliernhaus und Verwandtenkrcis den Dardle- iunc.cn der Kinder entgegenbringen. Gesänge. Gedichtvorträge. IBeirdeBüder und Darstellun- qen von Weihnachtsmärchen sullten den Abend aus. Dem flotten, überzeugungsvollen Spiel der Kinder und der großen, mühevollen Arbeit der Lehrer wurde reicher Beifall gezollt. Eine kurze Ansprache des Rektors gab der Hoff­nung Ausdruck, daß Derartige Veranstaltungen Schule und Elternhaus immer mehr einander näher bringen möchten, beiden zum Segen. Voickräge des Pofaunenchors trugen zur Ver­schönerung wesentlich bei. _

Leihgeltern, 24. Dez. Am Wechnachts- jest feiern die Eheleute Kaspar Väth, Poll« -.ewiener i. P.. in voller korperlichec und gciftigcr .Fr.scho das Fest bei goldenen H o H 3 eiü

ckl. Allendorfa.d. Lahn, 23. Dez. Unser Dorf Hal nach Der letzten Personenstands- auknahme 851 Emwohner. Dei^dei letzten Volkszählung waren es nur 784, atfo id)t rm Mehr von 67 Personen. - Die Piehzah- r.ung am 1. Dezember 1924 ergab Wlgend^ Resultat: Pferde 22, Rindvieh 377, Schafe 26, Schweine 449, Ziegen 135, Gänse 299, Enten 18, Hühner 1446, Federvieh im ganzen 1446 Stuck. Bei der Viehzählung am 1. Oktober 1923 Waren vorbanden: Rindvieh 372, Schafe 122, ed)toeine 163, Ziegen 145 Stück. Mithin in 1924 an Rindvieh 5 Stück mehr, an Schafen 96 Stuck, an Schweinen 14 unb an Ziegen 10 Stück weniger.

f Grünberg, 23. Dez. Vom Kieiscnnt Dießen waren ber Stabt Grünberg für bie Wohlfahrtswoche 679 Macken un Werte von 200 Mk. 8um Verkauf überwiesen. Davon wurden 536 Marken im Werte von 155,80 Ml. verkauft. - Am ersten Feiertag sind et in ber Kleinkinberschule Die diesjährige Weih­nachtsbescherung ber Kinder statt. Dre Zahl der Kleinen dieser Anstalt betragt 63. Schwester Charlotte, die die Stiemen m vor­bildlicher Weise betreut, ist seit dem >.>ahre 1877 Errichtung der Kinderschule) hier tätig.

ri. Lich, 21. Dez. Des lieben Christtests Vdrspiel bildete hier, wie jedes Jahr, die Weih­nachtsfeier ber Kleinkknderl d)ule. Die Diesmal mit Rücksicht auf die gvoße Zahl der Kin­der, Die zur Zeit diese Schule der Kleinsten be­suchen, in der Marienstiftslüche abgefxrften wurde. Die Lichter des im Altarraum ausgestelitm Christ« bamns, vor dem der reich bedeckte Gabentisch stand, spiegelten sich in ben froh erwartungs­vollen Aeuglein von etwa 80 Kinbern, die unter Schwester Lina Rebelings Leitung herzlich ihre Liebchen unb Derslein hersagten und gc« huiDig, ja sogar aufmerksam der kurzen An­sprache des Stistsdechanten Lenz zuhörten. Die Angehörigen der Kinder, die Mitglieder bes städtischen Wobliahrtsausschuckes unb eine große . Zahl von alten unb jungen Kinderfreunde.i aus her Gemeinde wohnten der Feier bei.