Ausgabe 
24.7.1924
 
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Börsenkurse.

Berliner Börse.

6850C

Soßen

Man verlange ausdrücklich Maqgi's Würze.

Der Bibliothekar

5854 D

Fritz No wack

Wäschefabrik und Ausstattungshaus

Vorteilhaftester Bezug in großen Originalflaschen zu Gm, 5.. Man achte auf unversehrten Plombenverschluß.

Korpulenz ist unschön und ungesund. Wir raten Ihnen in Lhrer Apotheke 30 g echte Toluba-Kerno ah kaufen, die unschädliche Stoffe von fett-ehrender Wirkung enthalten. 5362ss

Die Bibliothek des Gesell- fchaftsvereins (Klub) ist vom 1. August bis 15. September l. I. geschlossen. Sämtliche ent« liehenen Bücher bitte ich bei Meidung der Kosten der Abholung bis spätestens zum 15. August zurückzugeben.

Gießen, 21. Juli 1924.

Prinzeßröcke

in Trikot und reiner Seide

Viele Ausführungen inallen Modefarben Nur beste Qualitäten zu mäßigen Preisen

* Kruppsche Inl eressen in Spanien. Wie man erfährt, sind die Verhandlungen, welche die Friedrich Krupp QI. G. seit längerer Zeit mit spanischen Interessentongruppen und der spani­schen Regierung führte, soweit zum Abschluß ge­bracht worden, daß unter der Beteiligung der Firma Krupp dieUnion Naval Levante" gebil­det worden ist. Die Union schließt eine Anzahl spanischer Schiffahrtsunternehmungen. Schiffs­werften und Metallwerke zu einer Gruppe zu­sammen, um durch Neubauten von Schiffen und

Von über 20 MDivnvn Tonnen besteht. Anderer­seits hat die Ausfuhr nach Deutschlcmd und dem Saargebvet keine 3 000 000 Donnen mehr erreicht, wovon schon für das Saargebfet 2 733 000 Ton­nen abgehen. Man sieht also daß nach dieser Seite hin Frankreich sich stark im Nachteil oe- findet. Auch erkennt man hierin die Bemühun­gen Deutschlands, lothringische Minette durch an­dere aus Schweden, Spanien und sogar Kanada zu ersetzen. \

Bei dem für Frankreich so wichtigen Koks ist die Lage umgekehrt. Frankreich verbrauchte 1912 ca. 6 660 000 Donnen mit einer Eisenge-

Rückgang der Großhandelsziffer.

Tie auf den Stichtag des 22. Juli berechnete Grohhandelsindexziffer des Statistischen Reichs­amts ergibt gegenüber dem Stande vom 15. Juli (117,3) einen Rückgang auf 114,5 oder um 2,4 Prozent, der vor allem durch die Senkung der Getreide- und Kohlen-<Braunkohlen--Preise her­beigeführt wird. Bon den Hauptgruppen sanken Lebensmittel von 104,7 auf 102,0 oder um 2,6 Prozent, davon die Gruppe Getreide und Kar­toffeln von 94,2 auf 90,1 oder um 4,4 Prozent, Industriestoffe von 140,8 auf 137,8 oder um 2,1 Prozent (davon die Gruppe Kohle und Eisen allein um 3,4), Inlandwaren gaben von 109,2 auf 106,0 oder um 2,8 Prozent und Einfuhrwaren von 158,1 auf 157,1 oder um 0,6 Prozent nach.

anderen Betriebserweiterungen der spamscyen Seeschiffahrt einen größeren Anteil an der Welt­schiffahrt -u geben. Darüber hinaus sollen mit weiteren deutschen Industriegruppen aussichts­reiche Verhandlungen auf stärkeren Anteil der deutschen Industrie in Spanien angeknüpst wor­den sein. Auch in der chemischen Großindustrie sollen Verhandlungen zum Zweck der stärkeren Betätigung im Gange fein.

Große Betriebs st illegungen in Pvlnisch-Oberschlesien. Gestern mittag sind sämtliche vstoberschl^ischen Zink- und Eisen­hütten stillgelegt worden, da die Belegschaften! entgegen der Regierungsverordnung nur 8 Stun­den Arbeit leisteten. Mit Rücksicht auf die De­monstrationen, die vor den Werken stattfinden, wurden starke Pvlizeikräfle aufgeboten.

* Grubenschliehungen im kongreß- polnischen und we st galizischen Koh­lenrevier. Die kleineren Kohlengruben in Kongrehpolen und Westgalizien sind in letzter 3ett wegen älnrentabilität von ihren Eigen­tümern unter Wasser gesetzt worden. Die polni­sche Regierung hat nunmehr bei Androhung schwerer Strafen das Üleberschwemmen von Gru­ben verboten.

Im weneren Verlauf bltev die Stimmung lich und die Kurse setzten vereinzelt die AaswärtA- bewegung fort

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

(Sn Billionen Mark auSgedrllckt. BuenoS-ÄtreS, London, Ren# York. Japan, Rio de Sandro für eine Einheit, Wien mm Budapest für 100000 Einheiten, alle« übrige für 10Ö Einheit«« Telegraphische Auszahlung.

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So- für ®e

Brmrkfwt, 6,08} 2. Ocfl5& Heflen^Preuyen Kassel, ;7,01 Sek.; 3. Rausch, Hessen-Pveunen Kassel, 7,02 Sek. Weitsprung aus dem Stand: 1. Pinter Sportfreunde Siegen, 2,30 Meter; ;2. Glöckner, Gintracht Frankfurt, 2,35; 3. Heilmann, jGießen 1900, 2,10 Meter. Schlagballweit­wurf: 1. Pinter, Sportfr. Siegen, 59,95 Meter; 2. Hemmerich, Eintracht Frankfurt, 56,75 ; 3. Mar- gard, Hessen-Preußen Kassel, 51,47 Meter. 4x50 -Meter-Staffel. 1. Eintracht Frank­furt 29; 2. Gießen 1900 30 Sek.; 3. V. f. R. Butz­bach. Jahrgang 08/09. 100 Meter: 1. Ples­sow, Sportfreunde Siegen, 12,4; 2. Feil, Ein- !tracht Frankfurt, 12,5; 3. Dickel, Gießen 1900, 12,7 Sek. Weitsprung: 1. Stille II, Sportverein Offenbach, 5,50 Meter; 2. Lüster, D. f. B. Wei­denau, 5,33 Meter; 3. Ptessow, Sportfreunde Sie­gen, 5,29 Meter. Hochsprung: 1. Stille II, Sportverein Offenbach, 1,52 Meter; 2. Lüster, V. f. B. Weidenau, 1,48 Meter; 3. Bender, D. f. B. Weidenau. 1,48 Meter (berührt). Speer­werfen: 1. Hubert, Sportfreunde Siegen, 42,62 Meter; 2. Schlosser, V. f. B. Weidenau, 38,12; 3. Plessow, Sportfreunde Siegen, 37,93 Meter. 4x100 Meter-Staff ei: 1. Sportfreunde Sie­gel, 51,4; 2. Gießen 1900 (1. Mannschaft). 51,6: 3. Eintracht Frankfurt 52 Sek. Jahrgang 06/07. 100 Meter: 1. Marschall, Borussia Frankfurt, 12,00; 2. Schab, Gießen 1900, 12,02 ; 3. Gldracher, D. f. R. Butzbach 12,03 Sek. 1 5 0 0 Meter: 1. Leunig, Eintracht Fran Hurt; 2. Rathke, Hessen- Preußen Kassel; 3. Rohckbach, Gießen 1900. Hochsprung: 1. Stille, Sportverein Offenbach, 1,50; 2. Hell, V. f. R. Butzbach 1,45; 3. Scho­llig, Eintracht Franffurt, 1,40 Meter. Weit- fprung: 1. Marschall, Borussia Franffurt, 5,80; 2. Lathendorf, Sportfreunde Siegen, 5,37; 3. Jucht, Sportverein Offenbach, 5,24 Meter. Diskus­werfen: LJPfeiffer, T.- u. Sp.-V. Ndr.-Erlen­bach. W 39 Meter; 2. Freh, Gießen 1900, 33,20; 3. Rathke, Hessen-Preußen Kassel, 32,62 Meter. Speerwerfen: 1. Marschall, Borussia Franffurt, 45,63 Meter; 2. Vöh, V. f. D. Wei­denau 38,53 Meter; 3. Barthel II, Hessen-Preußen Kassel, 38,30 Meter. 4x100-Meter-Staf­fel: 1. Hessen-Preußen Kassel, 50 Sek.; 2. Bo­russia Frankfurt 50,2; 3. Gießen 1900 50,4 Sek. 3xl000-Meter-Staffel: 1. Eintracht Frank­furt; 2. Gießen 1900 ; 3. Hessen-Preußen Kassel.

Gesamtbestleistung (einM. Jugend): 1. Gießener Sportklub 1900 38, 2. Hessen-Preußen Kassel 22, 3. Eintracht und Borussia Frankfurt, Sportfreunde Siegen je 20, 4. Kölner Ballspiel­klub 16 Punkte.

Wirtschaft.

Wie denkt Frankreich über ein neues Handelsabkommen mit uns?

Don Fabrikant Walter Frowein -Osanrp, Vorstandsmitglied des Eisen- und Stahlwarrn- Industriebundes, Elberfeld.

Daß es trotz der politischen Verhältnisse $u einem neuen Handelsabkommen zwischen Deutschland und Frankreich tommen muß, ist eine Notwendigkeit der sich auch auf der anderen Seite wenigs verschließen. Daß wir einem solchen Handelsabkommen mit Frank­reich aus eigensten Interessen heraus unsere größte Aufmerksamkeit widmen müssen, ist ebenso feststehend. Am 1. Januar nächsten Jahres wer­den die uns durch den Friedensvertrag aufer­legten Fesseln fallen. Deutschland hatte sich in diesem Vertrage verpflichtet, die Einfuhr der alliierten Staaten mit feinen höheren Zollsätzen gbelegen, als wie sie für andere Länder gehand- t wurden. Einfuhrverbote durften nur in dein­en Maße und für die gleichen Erzeugnisse erlassen werden, wie anderen Staaten gegen­über. Die absolute Meistbegünstigung wurde u. ar besonders festgelegt für die Dauer von fünf Jahren. Während dieser Zeit mußten die un f«heren Elsaß-Oothringen hergHtellten Erzeug­nisse sowie dessen Naturprodukte nach Deutsch- Idnb hereingelassen werden ohne jeden Zoll, unter dem einzigsten Vorbehalt, daß bte eingeführten Mengen der betreffenden Warennummern den jährlichen Durchschnitt der während der Jahre 19111913 eingeführten Ges amtmengen nicht über­schritten.

Schon vor Wochen las man in den franzö­sischen Zeitungen, daß dre französische Regie­rung bk am 1. Januar 1925 durch den Fortfall all dieser Vertvagsvergünstigungen entstehende Lage prüfe und überlege, wie die sich hrer- durch ergebenden ungünstigen Folgen für Han­del und Industrie in Frankreich vermieden wer­den könnten. Man wies selbst darauf hin. daß in kürzester Zeit Verhandlungen mit Deutschland statffrüden sollten, um ein Handelsabkommen zu treffen und daß Lou cheu r die großen Linien eines derartigen Abkommens schon festgelegt hätte. Tatsache ist aber, daß man vor allem die > An­wendung des Sachverständigengutachtens abirar- ten möchte, um zu sehen, welche Folgen hier­durch für die französische Industrie herberge­führt werden.

Ganz besonders befassen sich mit der Be- bandlung des ganzen Problems längere Aufsätze Der für die Eisenwirtschaft Frankreichs bedeu­tendsten Zeitung2Ufine, indem fte das Für und Wider eines Handelsabkommens mit Deutsch­land sowobl nach der Lage der eisenschaffenden, als auch der eisenverarbeitenden Industrie prü­fen. Man muß hierbei zunächst sich vor Augen halten, daß die französische Dorkriegserzeugung in Eisenerzen 21918 000 Donnen im Jahre 1913 betrug, wovon die Hälfte ausgeführt wurde, und hiervon ungefähr 3 800 000 Tonnen nach Deutsch­land einschl. Luxemburg. In demselben Jahre betrag die Erzeugung des Meh-Thionville- Becfens, damals noch deutsch, ungefähr 21 365 000 Donnen, die fast ganz durch elsaß-lothringische und luxemburgische Fabriken und dem Saarge­biet aufgenommen wurden. Wenn diese Angaben mi den Zahlen von 1923 verglichen werden, so ergibt sich, daß aus dem Briey-Longwy-Nancy und Mch-Thionvtlle-Becken ungefähr 21000 000 Donnen herausgingen, demnach heute ein Defizit

auf 14 000 000 Tonnen schätzM, während mit einer Kolserzeugung von mehr als 4 000 000 Tonnen in Frankreich augenblicklich nicht zu rechnen ist. Bei voller Aus nutz urig würden deshalb der fran­zösischen Eisenwirtschaft ungefähr 10 000 000 Ton­nen Koks im Jahre fehlen. Selbst wenn man ainrimmt, daß die französische Produktron nach und nach auf das Doppelte erhöht werden könnte, und hierzu werden alle Anstrengungen gemacht, so würden immerhin 500 000 Tonnen im Mo­nat vom Auslande hereinzuholen sein. Gerade durch diese älmftänbe hat sich dann auch in Frankreich der Gedanke eines Austausches mit Deutschland von Koks mit französischen Erzen festgesetzt.

Bei Halbfertigfabrikaten und Gußeisen ist cS so, daß durch die Aufsaugung der lothrin­gischen Gebiete die französische Leistungsfähigkeit so gestiegen ist daß sie bet wertem die 'Auf­nahmefähigkeit des französischen Marktes, Kolo­nien einbegriffen, überstergt. Noch dringlicher er­scheint die Notwendigkeit einer Verständigung, wenn man die Erzeugung der Halbfertigfabrikate vergleicht. Während die französische Stahlprodu- tion 1913 ungefähr 4 713 000 Tonnen erreichte ist die Herstellungsmöglichkett ungefähr auf 10,5 Millionen Tonnen inzwischen gestiegen. Die Er­zeugung der lothringischen Hütten kann allein schon auf 4 Mill. Tonnen Eisen und 2 300 000 Tonnen Stahl geschätzt werden, welche, da sie zu der bisherigen Erzeugung des alten Frank­reichs zugeschlagen werden müssen, ein Mehr darstellen, das der französische innere Markt un­möglich aufzunehmen in der Lage ist. Dte lothringischen Werke hatten hauptsächltch ihren Absatz in Westfalen und im Saargebiet. Hierzu kam die Lieferung des für diese Gebiete nötigen Thomas-Materials. Man kann also damit rech­nen daß vor dem Kriege Lothringen ungefähr 1 Million Tonnen Halbfertigfabrikate aus Stahl in Deutschland unterbrachte. Unter diesen jlm- ständen ist es verständlich, daß die lothringischer Industrien einen Handelsvertrag mit Deutsch­land begrüßen würden, der ihnen die Möglichkeit bieten könnte, den früheren Stand ihrer Ausfuhr wieder zu erreichen. Aus der anderen Seite würde die Schwerindustrie in Frankreich selbst nicht ohne Befriedigung ihren schärfsten Konkurrenten im eigenen Lande hierdurch verschwinden sehen, oder diesen wenigstens bedeutend weniger zu fürchten haben.

Die Situation, wie sie augenblicklich für die französische Schwerindustrie besteht, ist nach Mei­nung vieler direkt unhaltbar. Die französische weiterverarbeitende Industrie wird niemals in der Lage sein, ihre ganze Erzeugung auf zu neh­men und so ergibt sich für sie eineiavsolute Not­wendigkeit, neue Absatzgebiete zu schaffen für di« 6 000 000 Tonnen Eisenerzeugnisse, die sie in der Lage ist, abzugeben. Ganz anders wird vteses Problem beurteilt vom Standpunkte der französischen eisenverarbeitenden Industrien, und besonders der Eisen- und Stahlwaren-Indu[trte. Der Äriep hat dazu «beigetragen, daß diese In­dustrien sich wesentlich vergrößerten und auch ihre Hilfsmittel vervollkommneten. Gerade die Maf- sLnfabritation, die vor dem Kriege sehr wenig in Frankreich entwickelt war, macht von Tag zu Tag Fortschritte. Dadurch, daß Clsah-LothrinHeii an Frankreich siel, wurde nicht allein feine Schwerindustrie gestärkt, sondern auch seine eisen­verarbeitenden Industrien gewannen einen star­ken Rückhalt für ihre Hilfsmittel, wie Werk­zeugmaschinen Textilmaschinen, elektrische Ma­schinen, Ei.enbahnmaterial usw. an Konstruttions- finuen von Weltruf. Wenn sich die Lage der Eisen- und Stahlwarenindustrie im allgemeinen in Frankreich bedeutend gebessert hat, so bleibt sie doch gegenüber der deutschen Konkurrenz viel­leicht verwundbarer als der Maschinenbau. Der größte Widerstand gegen ein für uns günstiges Handelsabkommen, bzw. das sich auf niedrige Ein­fuhrzölle stützt, wird deshalb wohl von der fran­zösischen Eisen- und Stahlwarenindustrie zu er­warten fein. 1

Derlin 23. Juli. (Drahtbericht des »Gieß. Anz.".) Die Aussichten für eine Verständigung in London wurden heute an der Berliner Börse etwas günsttger beurteilt. Man glaubt, daß der neue amerikanische Vorschlag in der Sanktions­frage auch die Billigung Frankreichs finden werde. Demgemäß entwickelte sich heute bereits am Aktienmarkt ein lebhaftes Geschäft bei anziehen­den Kursen. Die Käufe gewisser Danffirman er­folgten angeblich für Rechnung ausländischer Auf­traggeber. Das inländische Publikum hielt sich aber noch von der Börse fern. Ein Teil der Spekulation hielt den Augenblick noch nicht für gekommen, um größere Kapitalien zu investre- ren. In diesen Kreisen verweist man auf bte gestrigen Ausführungen des ReichSfinan^> Ministers Dr. Luther und auf die neuesten sehr ungünstigen Nachrichten über die Vage des Ar- beitSmarktes. Allgemein kann man sagen daß sich das Interesse der Börse mehr dem Aktien-, als dem Anleihemarkt zuwendet. Kriegsanleihe und Dchutzgebietsaktien liegen stark vernachläs­sigt. Tagesgeld i/4 bis 5/= pro Tag. Am «Devisen­markt verfolgt man mit besonderem Interesse die Aufwärtsbewegung des englischen Pfunds an der internationalen Börse. Im übrigen ist aber auch hier die Lage unverändert.

Märkte.

Araukfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 23 Juli. (Drahtbertcht des Gießener Anzeigers.) Es wurden notiert: Wetterauer Weizen 19 bis 19,25, Roggen, fnl. 17 bis 17,25, Sommergerste für Drauzwecke 17,50 bis 18, Hafer, inländ. 17,50 bis 18, WaiS, gelb 17 bis 17,25, Weizenmehl, inländ., SpeziÄ 0 30,50 bis 31,50, Roggenmehl 24,75 bis 25,75. Weizen- und Roggenkleie 9,75 bis 10,15 Mk. Tendenz: Ruhiger.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 23. Juli. Am Produktenmarkt werden die Käufer der Zahl nach immer kleiner. Die Preise wichen allmählich, voran die für Rog­gen. Gute Ernteaussichten einerseits und der weiterhin bestehende Geldmangel dürften die Hauptgründe für den Rückgang der Preise sein. Cs wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen, märf. 171 bis 178, Roggen, märf. 127 bis 134, ©erfte, märt 153 bis 163, neue 147 bis 152, Hafer, märt 133 bis 144, Raps 270 bis 280, Leinsaat 350 biS 360; für je 100 Kilo: Weizenmehl 24 bis 27,50, Roggenmehl 20,25 bis 22.75, Weizenkleie 9,50 bis 9,60, Roggenkleie 9,50 bis 9,60, Diktoria- erbsen 20 bis 21, kleine Erbsen 14 bis 15, Futtep» erbten 14, Peluschken 14, Ackerbohnen 14 biS 15, Wicken 15 bis 16, Lupinen, blau 9,20 bis 10, gelb 16,50 bis 18, Rapskuchen 10,50 biS 10,60, Leinkuchen 19 biS 20, Trockenschnitzel 8,80 bis S' Karlosfelflvcken 21.

Verantwortlich für Politik und Feuilletou: I. V.: Heinz Gvrrenz.

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Ob dieser abzutoarten. zi es polnischerse sehen wird, d Leihen der K Weise die Fro Wie bem auch aussichtslosen dat wird man Arbeiter für i lei" zu gewinn genügt ein A die, was die beiterschaft ai wir seitens bt Mnisten sonst ollerdings Maiwahlen i vvnderRe panischen usichen batte -was betreffs des 7 natic an dm blesbezügiichr Mn im banisch-drutsi ^ozialdemokrt cm ist len Krampfes Dberschicsj^ Zrenne", der Kampsweit aI? der dorh im tm Reiche di

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Banknoten.

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Deuüchc Wertb. Dollar-Anl. dto. Doll.-Schatz-Anlretlug.') *°lo Zolltürten ........ 6®/, Goldmexttaner ...... Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Prlvat-Bank. Darmst. und Raiionaldank . Deutsche tßonf.........

Deutsche Bereinsbank .... DiSconto Eonnnandit .... Metall bank...........

Mitteldeutsche Credilbank. . Oesterreichische Creditanstalt. Weltbank............

Bochumer Guß ...... Budern-............

Caro Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke. . Sarpener Bergbau......

Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln..... Laurahütte......

Oderbedarf Phönix Bergbau . Ryeinnahl .......... Riebet Montan ....... Tellus Bergbau........

Hamburg-Amertka Paket. . . Norddeutscher Lloyd.....

Lheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holjmann......

Auglo-Cont -Guano ..... Badische Anilin Chemische Mayer «lavtn .. Goldschmidt..... .

Gri«S> ebner Electron .... Höchster Farbwerke ..... Holzverkohlung.....

Rütgerswerke ......... Echetdeanstalt ........

«llg. SlektrüttätS-Eesellschafl Beramaun........

Mainkraftwerke ........ Schuckert.......... .

Siemens k HalSke ..... vdlerwerke Älener ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenfiaedt . ...... Megutn..... . .....

Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgesell>chast Frankfurt. Pet Union Ä.-G Schuh'abrtk Her; . . .... Sichel .........

Zkllstchs Waldhof ...... Zuctenabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .

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. Frankfurter Dorfe.

Frankfurt a. M., 23. Juli. (Drahtbericht des®ie6. Anz.".) Tendenz. Fest. Die gestern tm Verlauf der Börse durch Realisierungen ein- fletretenen Abschwächungen dürsten bereits als wieder überwunden gelten. Der Marit eröffnete auf nahezu allen @ebicten erneut in fester Hal­tung, da die Börse an der optimistischen Auf­fassung über die Aussichten der Londoner K)n- ferenz fest hält. Angelegt durch kiese Mot.ve konnte sich ein ziemlich lebhafter Kauf vor kehr entwickeln, wodurch neue Gewinne zu verzeich/ien waren. Das Geschäft spielte sich aber immer noch unter der be­rufsmäßigen Spekulation ab und bemerkenswerter Weise hielt sich das Publikum immer noch von der Börse fern, obwahl die zuversichtlichere Stim­mung schon einige Tage das Börsengeschäft gün­stig beeinflußt. Infolg:dessen hielten sich auch die älmsätze weiter in engen Grenze i. Am Geld­markt ist eine neue Entspannung eingetreten. Mv- natsgeld ist mit H/a Proz. angeboten, tägliches Geld wird aber etwas mehr gefragt. Bei dem seitherigen Sah mit 1/4 pro Mille kann der Be­darf voll befriedigt werden. Im Devisenverkehr sind alle europäischen Devisen gegenüber Neu- hork fest. Die Hausse des englischen Pfundes macht weitere große Fortschritte. Am heutigen Markt wurde das Pfund Sterling mit 4.3P/4 dis 4,42 Dollar genannt. Der französische Frank hielt sich ungefähr auf seinem Stande. Die Mark ist geringfügig abgeschwächt. Der Bankaktienmarkt zeigte nur geringe Veränderungen, do chneigt Sie Stimmung nach oben. Der Kassaindustriemarkt lag ziemlich ruhig. Ausländische Renten kaium verändert. Der heimische Rentenmartt verkehrt in ruhiger, aber behaupteter Hallang. Am Marckt der unnotierten Werte stellte sich heute etwas Nachfrage ein. Die Kurse zogen leicht an. Api 27s. Becker-Stahl 1,5, Becker-Kohle 3,75, Krü- gershall 2,25, Petroleum 11, Ufa 4,25, Benz 2,25.

2-. Juli

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Italienische Noten ...... Norwegische Noten......

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Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

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Tschechoslowakische Noten .. Ungarische Noten . . .. '

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1,85

1,90

1,10

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0,3

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0,3

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7,8

9

9,75

8,65

9,90

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46

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4

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9

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8

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21

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33

82

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13

1

1,1

9

9,60

8,1

9

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12

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12

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9,9

12,4

1C

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5,95

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10,50

9

10,50

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W

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7

7

-

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29

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40

40

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2

2,1

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*

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2

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»

2,37 k

237I

2,4

2,5

1