Ausgabe 
23.10.1924
 
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fort Dem hiesigen Krankenhause zugesuyvr wer­den muhten. Wieder tauchen in Nassau, Hessen und der Rhernprvvinz Nachbildungen von Donteirbankschemen zu 10 Rente» rrnark auf. Der Versuch, das Wasserzeichen durch -Aufdruck aus der Rückseite, bei einigen Scheinen- auch auf der Vorderseite, nachguahmen, ist durchaus erkennbar. Oie Beschriftung iveicht an verscs>iedenen Stellen erheblich von der der echten Scheine ab.

spd. Aus dem Westerwald, 22. Oft. 2n der Nacht zum Dienstag fiel auf den Höhen des W e st e r w a l d e s der erste Schnee, nahezu drei Wochen früher als im vergangenen 9cchre.

Schöffengericht.

* Gießen, 22. Oft. Der Schlosser H. G. von Kelkheim, der hier bei einer Frau zur Miete wohnte, hat die Abwesenheit feer Vermieterin dazu benutzt, um nach und nach Lerr Wäscheschrank auszuräumen. Die Wäsche hat er verkauft. Wegen weiter Entfernung seines derzeitiMn Aufenthalts­orts vom Gerichts.itz war er von ixr Verpflichtung zum Erscheinen in der Hauptverha ndlung entbun­den. Strafe: Wegen Diebstahls vier Mo­nate Gefängnis unter As rrechirung der älntersuchungshaft. Die Helfer, dis das gestohlene Gut angetan st ho.ben, sind bereits In einem frühe­ren Verfahren bestraft worden.

Hinter verschlossenen Türen verhandelte das Gericht gegen den Gelegenheitsarbeiter H. K. von Alsfeld wegen Sittlichkeitsverbrechens in zwei Fällen uird Erregung von öffentlichem Aergernis. Er hat ein anständiges Mädchen, das er nur dem Ansehen nach kannte und zu dem er keinerlei Beziehungen hatte, avf der Treppe seiner des Mädchens Wohnung zweimal .angefallen und mit Gewalt strafbare Handlungen an ihm verübt, fermer in einer Anzahl von Fällen auf offener Straße angesichts von Frauen und Mädchen unzüchtige Handlungen vorgenommen. Nach dem Gutachten des Medizinairats Dr. Sriba ist er durchaus zurechnungsfähig. Das Gericht berücksichtigte rnildernd s.Än Geständnis, erschwerend kam aber in Betracht die Brutalität und ausgesuchte Schamlosigkeit seines Vorgehens. Die Strafe lautete auf ein Jahr zwei Mo­nate Gefängnis, abzüglich der älnter- suchungshast. Der Angeklagte und die Staatsan­waltschrft erkannten das Ärteil uls rechtskräf­tig an.

Wirtschaft"

Lage und Aussichten des Kapitalmarktes.

Zweifelsohne hat der Kapilcvkmarkt in der letzten Zeit eine Erleichterung e fahieen. Die Spar­einlagen bei den deutschen Sparkassen, sowie die Depositen bei den Danken belaufen sich jetzt zur Zeit auf je 1 Goldmilliarde, d. ü ein CBehxsg, der zwar nur einen geringfügigen Bruchteil der Depositengelder der Vorkriegszeit ausmacht, der immerhin aber gegenüber den Beständen der letzten Wochen des Jahres 1923 ungefähr eine Verzehnfachung bedeutet. Allerdings darf nicht vergessen werden, daß es sich bei dÄsen Depositen vielfach nur um ganz kurzfristige Ankcsgen (vor allem der öffentlichen Betriebe) handelt, e'm Um­stand, der ihre Verwendung in der Praxis natür­lich außerordentlich beschneidet. Außerdem ist wesentlich, daß die Einlagen zum größten Teil aus solchen Kreisen stammen, die d,rr ©liierter» teilung dienen; dieser älmstand zeigt, daß die eigentliche Produktion, d. h. der eigentlich werte­schaffende Teil der Volkswirtschaft, noch immer unrentabel arbeitet, während der bk Werte nur bewegende Teil relativ günstig dazustehen scheint. Auch der Zufluß von ausländischem Kapital hat sich in der letzten Zeit gebessert. Immerhin ist nicht zu übersehen, daß von ihm nur die bedeu­tendsten und angesehensten deutschen Firmen pro­fitiert haben, während die kleineren und mittle­ren Unternehmungen Fast sämtlich bisher ohne Auslandkredite arbeiten mußten. <Iehr wichtig sist die Frage der Zinsen. Diese Ifliben endlich den schon Längst notwendigen Abbau erfahren. Allerdings ist auch jetzt unter 2025 Prozent jährlich einschließlich aller Spesen nicht anzukom­men, ein Umstand, der das deutsä^e Gewerke gegenüber dem ausländischen, das höchstens mit dem fünften Teil dieser Zinsen zu rechnen hat, erhoblich vorbelastet. Die Kredite auP dem Aus^ land sind bedeutend billiger zu haäirn. Sie be­laufen sich auf durchschnittlich. 910 Proz Auch dieser Satz ist relativ hoch, da. im Ausland nicht mehr als 35 Proz. zu erzielen sink». Bedauer- slich ist, daß für die Reparationsanleijfue ein Zins­fuß bewilligt werden muhte, der unter Berück­sichtigung des Ausgabekurses beinah« - 8 Prozent beträgt; bei den amerikanischen Zeichnern ergibt sich sogar eine Verzinsung von über 8 Prozent. Dieser Zinsfuß ist für eine lange Reih? von Jahren festgelegt; seine Höh: wird aatürlich auf die Verzinsung der in Zukunft zu gewährenden Kredite von erheblichem Einfluß fein.

In Zukunft wird auf dem Kapi tai.Inarkt höchst­wahrscheinlich die Erleichterung toei'of.-r langsame Fortschritte machen. Die günstige psychologische Rückwirkung der Zeichnung der ReparativnscM- leihe wird nicht ohne Einfluß auf d-irs Interesse des Auslandkapitals an Deutschland.bleiben. Da­gegen wird für längere Zeit noch mit Bereitstel­lung von genügendem Jnlandkapitatl kaum zu rechnen fein. Dir Neubildung von JirlandkaPitU wird sehr langsam vor sich gehen^ zumal die Rückzahlung der bisher aufgenomnnmen Aus­landkredite, die nur zu sehr hohen Zinsen ge­währt wurden, dem Inland große Kapitalien entziehen wird. Eine Kapitalneubildfung größe­ren Sttls kann in Deutschland mir agf dem Um­wege über den Warenexport vor sich gcehn. Die­ser wird aber wegen der Höhe d«c deutschen Produktionskosten, wegen der Abspei rung des Auslands gegen deutsche Waren. w.g> m der aill- gemeinen Uebersättigung des Welttnrrrk^s ulw. großen Schwierigkeiten begegnen. Im übrigen ist nicht zu übersehen, daß die Ansprüche an den Kapitalmarkt nach wie vor sehr groß sein wer- den. In der Vorkriegszeit stand bar deutschen Wirtschaft ein Kapital von insgesamt rund 125 Goldmilliarden zur Verfügung, das in Gc-statt von Hypotheken, Obligationen, Anleihen tirrz- fiistigen Schulden, Wechseln, Depo r ienöeldern Sparkasseneinlagen usw. in d r Wirt säg fi arbeiten konnte. Gerade dieses Kapital ist burJi) die Mark­entwertung zum größten Teil aufg ze t w rden es beläuft sich hrule auf günstigenfalls! 25 Gold- milliarden Auch wenn man die Abtrei inuug gro­ßer deutscher Gebiete und den Leer lau j de. d .ru­schen Wirtschaft mit berücksichtigt, er gtbt sich bei einem Bedarf von rund 60 10 Mil.s.wrden ein Fehlbetrag von mindestens 20 Milliarden.

DieGemetnscyaftsgruppe Deur- scherHhpvthekenbankenunddieland- wirtschaf tlichen Genossenschaften. Man schreibt uns: Zu diesem in der letzten Zeit vielbesprochenen Abkommen schreibt dieFrank­furter Zeitung" (1. Morgenblatt vom 13. Oft): In welchem Umfang der Kreditbedarf der Land­wirtschaft durch diese Verbindung befriedigt wer­den kann, wird natürlich ganz von dem endgültigen Erfolg der Bemühungen um den Absatz der Gold- Pfandbriefe im Ausland abhängen, defien Maß wohl heute noch nicht zu übersehen ist." Von unter­richteter Seite wird uns hierzu mitgeteilt, daß man über Vorverhandlungen für den Pfandbriefabsatz in Amerika noch nicht hinausgekommen ist, daß also die kürzliche Meldung, wonach die Unter­bringung von einigen 100 Millionen Goldmark be­reits gesichert fei, nicht zu trifft. Es ist weiter zu bedenken, daß allein der Raiffeisenorganisation un­gefähr 9000 Genossenschaften mit insgesamt über 800 000 Mitgliedern angehören. Hiernach müssen die Landwirte vor übertriebenen Hoffnungen auf dieses Abkommen gewarnt werden, so sehr ihnen die dringend notwendigen langfristigen Kredite zu gönnen wären. Denn selbst wenn es demnächst ge­lingen sollte, einen größeren Posten Pfandbriefe im Ausland abzusehen, wird es nur möglich fern, einen ganz geringen Bruchteil der Kreditgesuche zu befriedigen.

* D i e Zuteilung der deutschenAn- leihe in London ist jetzt erfolgt. Entgegen der Ausgabe größerer Anleihen find diesmal alle Zeichnungen unter 200 Pfund nicht berücksichtigt worden. Die geringste Zeichnung, welche Berück­sichtigung fand, war 300 Pfund. Diese Zeichner erhalten 100 Pfund, die Zeichner von 1000 bis 2900 Pfund erhalten 200 Pfund. Nur die größe­ren Zeichner werden zu 7 Prozent ihrer Zeich­nung berücksichtigt. Die Anleihe wird bereits vier Prozent über dem Ausgabekurs gehandelt.

* Die Lage der sächsischen Jndu- st r i e. Wie aus Dresden gemeldet wird, Haien die Betriebsstillegungen in Sachen auch in der ersten Hälfte des Oktober ihre rückläufige Be­wegung beibehalten, und zwar sind beim Ar­beitsministerium in der Zeit vom 1. bis 15. Oft nur Berichte über 21 Stillegungen eingegangen (vom 16. bis 30. September 40). Davon entfallen 7 auf die Industrie der Maschinen, Instrumente und Apparate, je 3 auf die chemische Industrie und die Textilindustrie, je 2 auf die metallver­arbeitende und die Papierindustrie und je 1 auf den Bergbau-, Steinbruch- und Steinhauereibe- trief), die Industrie der Holz- und SHnitzswffe und die der Nahrungs- und Genußmittel.

* Verhaftung beim Stahlwerk Decker. (Gelegentlich einer gerichtlichen Ve.neh- nrung wurde das frühere Vorstandsmitglied des Stahlwerks Becker, Dr. Mundt, der Schwieg r- sohn des verstorbenen Generaldirektors Reinhold Becker, in Haft genommen.

Frankfurter Abendbörse.

Frankfurt a. M., 22. Oft. (Tendenz: lust­los.) Bei recht stillem Geschäft und lustloser Hal­tung setzten sich die an der heutigen Nachbörse auftretenden Abschwächungen weiter fort. Für Anleihewerte hielt die Nachfrage bei lebhaften älmsähen an, kwch war auch hier Abgabeneigung zu beobachten. Der amtliche Kurs für Preußische Konsvls 'wurde auf 1375 festgesetzt. Im Verlaufe aber mit 1350 angeboten. 5proz. Reichsanleiho lagen'sehr ruhig mit 520 Ve minus 41/2 Milliarden. Sonst kamen hämische Renten nicht ins Geschäft. Nur 1914er Schätze wurden zu 825 umgefetzt. Das Interesse für ausländische Renten hat bereits wieder stark nachgelassen. Notiert wurden Zvll- türfen mit 10 minus 0,25. Am Jndustriemarkt, der weiter vernachlässigt blieb, trat faum ein Papier durch lebhafteres Geschäft hervor. Zumeist setzten sich die Abbröckelungen fort. Nur der Danken­markt zeigte sich widerstandsfähiger. Gehandelt wurden Brau bank mit 1,5, Berliner Handels­gesellschaft 23,5, Kommer^ank 4,5, Darmstädter Bank 8,75 plus 0,25, Dresdner 7, Mitteldeutsche Kreditbank 4,55, Rheinische Kreditbank 2,3 Billio­nen Prozent. Von österreichischen Werten zogen KrÄ>itaktten um 0,15 auf 0,330 an. Don Schiff-- sahrtswerten notierten Nordd. Lloyd 4,4. Am Mon a m rkt lamen älmsätz' kaum usta de Rhci- nische Braunkohlen 27 minus 0,5, TAlus 2,55. Anilinwerte erlitten neue geringe Abbröckelungen. Badische Anilin 183/i minus 0,2, Chemische Gries­heim 165A, Elberfelder Farben 163« minus 0,15, Th. Goldschmidt 12 minus i/g, Höchster Farben 16,7, Holzverkohlung 6,6, Rütgerswerke 16. Sonst kamen noch zur Notiz: Maschinen Mönus 2,5, Pokorny und Wittekind 45/8, Lokomotiv Kraus 3,9, Aschaffenburger Zellstoff 19, Heidelberg Ge­ment 20, Jnag 1,3 plus 0,1, Gebr. Junghans 10ys, Zuckerfabrik Waghäusel 2,5 plus 0,1, Zucker Heil­bronn 2,4. Der freie Verkehr hatte Umsätze nicht aufzuweisen. Die Börse schloß bei stillem Geschäft unter starker Zurückhaltung.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger".) Berlin, 22. Oft. Das Börsengeschäft neigt mehr und mehr zu einer gewissen Stagnation. Die Aussicht auf eine Störung des gesamten Wirtschaftslebens durch einen erbitterten Wahl­kampf wächst in dem Maße, in dem sich die Auf­lösung einzelner Landtage im Reiche vollzieht. Hinter dcn innerpolitischen Besorgnissen treten alle wirtschaftlichen und sonstigen Erwägungen zurück. Der Börsenverkehr wird gekennzeichnet durch allgemeine Lustlosigkeit. Selbst am Anleihemarkt hat das G schü tt in deü letzten Tagen eine wesentliche Einschränkung er­fahren. Dir Spekulation wendet sich von Reichs­anleihen mehr und mehr ab und zeigt vorläufig nur noch ein starkes Interesse für Preuh. Konto! von denen wiederum die 3tt.,prozentigen in den Vordergrund treten. Der bereits gestern sehr leb­hafte Verkehr in älngarischen Goldrenten gePallete sich auch heute wieder sehr rege. Vor Festsetzung der ersten amtlichen Notierung handelte man sie mit 9,4. Die Gründe für diese Bewegung sind bekannt, nämlich angebliche Verhandlungen über die tUebernahme der Anleihestücke durch die Nachfolgestaaten. Am Markt der In dü­st riepapiere war das Geschäft sttll, obwohl 'die günftigen Berichte über den Beschäftigungs­grad der Industrie und die Belebung, die ziemlich unvermittelt am westdeutschen Eisenmarkt eintrat, zu einer günstigeren Beurteilung Veranlassung ge­ben könnten. Man befürchtet jedoch nach wiev or durch die innerpolitischen Vorgänge eine Er­schwerung jeglicher Kredit- und Geschäftsverhand­lungen mit dem Auslande und einen gewissen Konjunkturrückschlag im Warenhandel. Der Geldmarkt lag unverändert. Tägliches Geld war angeboten mit/« bis 3/4 pro Mille. Am D e | vifenmarkt ist das Geschäft still. Die Kurs-

fchwanlungen Vielten ficy aus oen einzelnen Märk­ten in engen Grenzen. Am Montanmarkt lagen schwächer Deutsch-Luxemburg minus 1, Harpener minus 1, etwas befestigt Bochumer Guß plus V/e- Chemische Aktien verkehrten fast unverändert auf Höhe der gestrigen Schluhkurse. Abschwächungen waren nur in Ausnahmefällen in ungefährer Höhe von 0,25 zu verzeichnen. Elektrowerte größ­tenteils unverändert. Der Markt der Metall­und Maschinenbau-Anstalten war fast durchweg gut gehalten. Textilwerte etwas schwächer. Pe­troleum unverändert. Banken unterlagen gar kei­nen Schwankungen. Schiffahrtswerte nur verein­zelt etwas gedrückt. Am ausländischen Renten­markt begegneten nur älngarische Goldrenten grö­ßerem Interesse. Zu den bereits bekannten Ver­sionen tritt jetzt noch eine neue hinzu, wonach die in Deutschland abgestempelten Stücke denjenigen, die im Auslande sind, vollständig gleich gestellt werden sollen. Außerdem will man wissen, daß die Einlösung der Coupons in Gold geleistet wer­den soll

Börsenkurse.

(Ohne ^eiDdbr.)

vn Simonen Prozent

Frankfirrt a. M.

Berlin

Schlutz Kur»

Schluhk. Abend» börse

Schluh- stu »

Schlutzk. Mittag- börje

Ditnm:

21. 10. | 22 a

21.10.

22.10.

6% Deutsche RetchSanlethe .

0,-30

0,52Ju

0,530

0,523

% Dcuüche ReichSanleiöe

1

0,990

S'///° Deutsche Reichvanleihe 3% Deutsche Retchsanleide . Deutsche L-varprairuenauleihe

-

,983

0,940

_

1.450

0,100

1,430

0,38

<®/o Preußische KonsolS . . .

1,075

1,090

<% Hessen ..........

1

1,1

3V,e/o Hessen..........

3% Hessen...........

1.2

1,1

1,125

1.1

Deutsche Wertb. Dollar-Slnl.

4.2

4,2

dto- Döll-Schatz-Amretlng.')

87,8

87,4

<°/o Zolltürleu.........

-

10

9,60

10,1

5% Goldmextkaner.....

-

40,5

40,5

Berliner HandelSaesellschast Commerz- und Privat-Bank

24

4,50

23,5 4,50

24,13 4,3

8,8

24,4 4,5

Darmst. und Nartonalbauk -

8,l0

8,75

8,8

Deutiche Bank........

10,10

10,1

Deutsche Becetnsbank ....

»

Disconlo Commandit ....

12

12

Metallbank...........

Mitteldeutsche Creditbank. .

1,6

1,55 C,330

1,50 0,325

1,5

Lcste,reichliche Kreditanstalt

0,325

0,3

Westbank............

0.375

0,4

Bochumer Guß .......

-

47.25

9.35

47,5

Buderus............

8,5

Caro .............

9 93

9,13

Deutsch-Luxemburg......

51,25

50,90

Gelsenktrchencr Bergwerke. .

52,00

1,5

harpener Bergbau......

Kaliwerke Aschersleben. . . .

83

80 50

11,2

11,40

Kalstverk Westeregeln.....

15,75

17,25

Laurahütte...........

4,50

4,60

Oberbedarf......... .

9,60

9

tHiebed Montan........

38,5

37,50

35,13

35

»

34,3

33,9

TelluS Bergbau...... .

2,85

2,65

Hamburg-Amerika Paket. . .

Norddeutlcher Llovd.....

4,4

25,25

4,60

25,50 4,6

Cheramische Werke Albt» . ,

Zementwerk Heidelberg . .

20,60

20

Pbilipv Holzmann......

fi

5

Anglo-Cont -Guano .....

9,5

9,65

9,50

Badische Anilin........

Chemische Mayer Alapstt . .

18,90

18,75

19

18,75

Goldschmidt..........

11,75

12

12

12

Griesi eimer Electron ....

16,65

16,5

16.25

Höchster Farbwerke......

16,8

16 7

16,90

16,50

Holzverkohlung . . ......

6,50

6,60

ötütgerswerke .........

16

16

16,40

16,25

Scheideanstalt.........

Allg. ElektrtzitätS^Sesellschaft

8,4

11%

Bergmann...........

11,5

Mainkraftwerke ........

Schudert............

97,4

37,13

Siemens & Halske ......

45,5

45,5

Adlerwerke Kleyer ......

1,95

2

2

Daimler Motoren. ......

2,80

2,8

Hevligenstaedt.........

Megmn.............

_

8,6

8,6

Frankfurter Armaturen . . .

Konservenfabrik Braun . . .

1

0,87

Metallgesell'chaft Frankfurt.

*

Pet. Union A -G. . .....

1.4

1,4

Schuhfabrik Herz.....

'

2,7

2.7

Sichel..............

3,20

3,25

3,13

Zellstofl Waidhof.......

8,50

8,25

Zudenabrik Frankenthal . .

Zuckerfabrik Waghäusel . . .

2,40

2,50

) Dom Rüctzaylungswert.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

(In Billionen Mark ouSgedrückt. Bueno»-«treS, London, Neu« York, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit. Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung.

(06ne Gewähr.)

Banknoten.

21. Oktbr.

22 Oktbr.

Restart.

vmlliche Dotierung

Amttt he Ototiern r i

Geld

Brief

Geld

«rief

21.

22.

104,59

1115.41

165,49

166,31

voll

voll

Brss. Antw

20,0 i

20,15

20,20

20,30

voll

voll

Christiania.

69,75

59,95

59,95

60,25

voll

voll

Kopenhagen

71,745

52,105

72,12

72,48

voll

voll

Stockholm . HelstnyforS. Italien. . . London. . . Neuyork ..

111,37

112,93

111,37

111,93

voll

voll

10, 0 18,26

10, 6 1t,36

10,54

18,24

10,60

18,34

voll voll

voll voll

18,62

18,911

18,89

18,98

voll

voll

4,1 >

4,21

4.D

4,21

voll

voll

Paris. . . .

11,81

11,91

80,90

$1,95

22,05

voll

voll

Schwei» . .

80,70 de, 16

80/0

81,10

VoU

voll

Spanten . . Wien in D.«

16.44

66,21

66,49

voll

voll

£?eft ibgess

6,915

5,045

5,915

5,945

voll

voll

Prag . . . .

12,49

12,55

12,37

12, 7

voll

voll

Budapest. . Bu'n. Äires

5,46

5,48 1^5

6,49

1,63

8,51

voll

voll

1,54

1/4

voll

voll

Bulaarien

3,04

8,66

3,04 1/05

3,CG

voll

voll

Japan . . . Mo de Jan

1,606

1,616

1,616

voll

voll

0,465

0,475

0,465

0,475

voll

voll

Belgrad . .

6,075

6,105

6,105

6,135

voll

voll

Lissabon .

15,96

16,04

15,96

16,04

voll

voll

(Ohne Gewähr.)

FrrHn, 22. Oktbr.

(9e(b

1 Briet

Re^arr.

Amerikanische Noten . . . 4» Belgische Noten ........

4,1)

20,15

72,02

18,875

4,21

20,25

72,38

18.975

voll voll voll

Dänische Noten........ Englische Noten «

FrauwsischeJ.oten ...... Holländische Noten......

21,97

105,31

18,24

59,85

12,09

1'6,,3 19,^8 60 1-

voll voll voll hnl(

Italienische llioten......

Norwegische Noten......

Deutsch Vicflcrr .äioo Äronctt Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

5,905 2,40

111,27 80,65 66,06 12,47

5,45

6,925

2 42 111,83 80,95 f 6,24 12.53

5,47

voll voll voll Voll voll voll voll

Svanische Noten.......

Tschechchlowakische Noten . . Ungarische Noten......

Frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger".) Frankfurt a. M., 22. Oft. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer- 2325 bis 24,25, Roggen, inlänh 23 bis 24, Sommergerste für Drauzwecke 25 b.s 28,75 Hafer, inländ. 20 big 23 Mais (gelb, 20.25 bis 20,75. Weizemnchi, inländ.^ Spezial 0 35 bis 37,50, Roggenmehl 32 75 bis 35,50. Weizenkleie 12,50, Roggenkleie 12 25 Mk. Tendenz befestigt.

Frankfurter SchlachLdtehmarkt.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger".) Frankfurt a. M.. 22. Oft. Austrieb: 751

Rinder, darunter 244 Ochsen, 25 Dullen. 482 Kühe und Färsen, 197 Kälber, 185 Schafe, Es wurden

bezahlt Pro Zentner LÄxnvgewicht: va»en: voa- flerfchige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 50 bis 54, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 44 bis 48, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 36 bis 42; Bullen: vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 42 bis 48, vollilerchige jüngere 38 bis 42; Färsen und Kühe: vollfleischige aus- gemäftete Färsen höchsten Schlach Werts 46 bis 53, vollfieischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 40 bis 46, wenig gut entwickelte Färsen 38 bis 45, ältere ausge­mästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 30 bis 39, mäßig genährte Kühe und Färsen 22 bis 29, gering genährte Kühe und Färsen 12 bis 20 Mark. Qliatrflixrlauf schleppend und etwas Üleberstand. Kälber- und Schafe-Notte- rungen erfolgen mit den Do nnerstag-Nvtie- umgen.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 22. Oft. Getreide leicht erholt auf Chicago, aber ein in Rotterdam angekommener Roggendampfer wurde wieder billig mit 13,50 Gulden angeboten. November fester 14,50. Hei­mische Märkte lustlos für nahe, fester, für lange Sicht. Dezemberroggen 227. Mehl besonders flau, die zweite Hand war stark im Markte. Es wur­den notiert für je 1000 Kilo: Weizen, mark. 218 bis 223, Roggen, märf. 214 bis 18, Gerste, märt. 240 bis 270, neue 215 bis 230, Hafer, märf. 182 bis 190, Raps 390 bis 400, Leinsaat 400 bis 410; Ur je 100 Kilo: Weizenmehl 31 bis 34,25, Roggen­mehl 30 bis 34, Weizenkleie 13,50, Roggenkle'.e 12,50 bis 13,30, Diktoriaerbsen 34 bis 38. kleine Erbsen 24 bis 26, Futtererbsen 19 bis 20, Pelusch­ken 17 bis 19, Ackerb-ohnen 20 bis 22, Wicken 18 bis 20, Lupinen, blau 14 bis 15, gelb 16 bis 19, Serradelle, alt 14,50 bis 16, neu 20 bis 24, Rapskuchen 16, Trockenschnitzel 18,80, Torfmelasse 9,10, Kartoffelflocken 19.

Büchertisch.

Eduard Korrodi, der mitten im literarischen Geben der Schweiz steht, gibt in dem kürzlich erschienenen Bändc^nSchweizer Dichtung der Gegenwart" der Sammlung Die Schweiz im deutschen Geistesleben" ein Bild der vielgestaltigen Bewegung in der deutsch- schweizerischen Literatur. Das kleine Büchlein, das im Verlag von H. Haessel, Leipzig erschienen ist, ist keine Sammlung von literarischen Por­träts, sondern lediglich eine Darstellung der lebendigen Kräfte, die am Werke sind und die das Kraftlinienfeld der Schweizerdichtung der Gegenwart bestimmen. 1026

Oft erriet b, Patentrecht. (Jeder- mann-Dücherei, Frrd. Hirt in Breslau.) Der Ver­fasser will mit dieser Schrift eine Einführung in das Verständnis des Patentrechtes geben und damit die allgemeine Aufmerksamkeit auf eine der jüngsten Schöpfungen unseres Rechtlebens hinlenken, im Hinblick auf die wirtschaftliche Be­deutung und den fesselnden Reiz, die eine genaue Beschäftigung mit dem Stoff eigentlich verdienen.

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JuliusDab, Das LebenGoethes. (Deutsche Derlagsanstalt, Stuttgart.) Dem Ver- faffer ist es darum zu tun, Goethes Leben in ferner einzigartigen inneren und äußeren Spann­weite und in seiner vollkommenen, alle Gegen­sätze überwindenden Spannkraft barzustel'.ea und so die Botschaft, welche uns die Gottnatur in diesem Menschen gesandt hat, auch denen ver­nehmlich zu machen, die so keinen weiten Seh- winkel besitzen, um die ganze Riesenlandschaft des Goetheschen Lebens und Schäftens zusammenzu- schauen. Unter den zahlreichen Versuchen, die in dieser Richtung gemacht worden sind, darf man das Werk dieses Verfassers, ber auf knappem Raum die Fülle dieses Lebens anschaulich zu- fammengebrängt hat, als glücklich gelungen be­zeichnen. Das biographisch wertvolle Buch ist mit gutausgcwählten Goethebilbnissen reichlich aus­geschmückt. 1232

Carl Barth, Das Wort Gottes und die Theologie. Gesammelte Vorträge. Chr. Kaiser Verlag, München 1924. (3,80 Mk., geb. 5 Mk.) Carl Barth, früher schweizerischer Pfarrer und jetzt Profeftor der reformiertem Theologie in Göttingen, hat unter obigem Titel acht Vorträge erscheinen lassen, die auf ein mehr als theologisches Interesse rechnen dürfen. Be­sonders der dritte und ber sechste Vortrag (Der Christ in der Gesellschaft" bzw.Das Problem der Ethik in ber Gegenwart") wenden sich an weitere Kreise der sozial und regiliös Ergriffenen unter den Gebildeten, denn Barth kann nur auf Geier rechnen, die über ein gehöriges Maß von Kenntnissen und Krifik verfügen. Diesen sind aber bei Ablehnung und Zustimmung im einzelnen wie im großen die Ausführungen! des Vortragenden ein Ereignis. 990

Wilhelm Goew: Goethe als reli­giöser Charakter. Chr. Kaiser, Verlag, München 1924. In sechs Abschnitten behandell der Verfasser fein Thema, Goethe als religiöfen Charakter zu zeichnen. Der vierte Abschnitt:Geist und Form" führt besonders deutlich in die reli­giöse Gedankenwelt Goethes ein, die eine christ­liche Orientierung zeigt, ohne jedoch mit dem Christentum identifiziert werden zu können. Auch auf dem religiösen Gebiete war Goethe Eklek­tiker. 992

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der

Schriftleitung.)

G. W. 2. Aus Ihrer An finge ist nicht er­sichtlich. mit welchen Waren Sie zu dem Markt wollen. Wegen diefes Mangels können wir Ihnen auch feinen einwandfreien Bescheid verschaffen. Am besten wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen an das Kreisamt Gießen oder an das Kreisamt Büdingen. Dort erhalten Sie umgehend Bescheid, wenn Sie Ihr Vorhaben mit genügender Klar­heit anbringen.

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

Das demokratische Wahl­programm.

Berlin, 21. Oft. (WTB.) Die demokra­tische Reichstagsfraktion hat eine Kundgebung er­lassen, in der gesagt wird, daß die Deutsche Volks­partei allein dafür verantwortlich sei, daß jetzt ber Aufbau des Reiches und der Wirtschaft durch Neuwahlen gestört werde. Die Kundgebung schließt: Wir rümpfen dagegen, daß die Nation durch innerpolitifche Kämpfe zerrissen ober ge­schwächt wird. Für das Reich, für die Republik, für das Rheinland und die besetzten Gebiete, für die wahre Volksgemeinschaft, für ein freies Deutschland unter den freien Völkern Europas!