So ändern sich die Zeilen!
M. M.
Die Marokkopläne de Riveras.
zum
Wettervoraussage.
Der Prozeß gegen die Organisation Consul.
vom über Ge
la g. S-tadtlHeater: 6Vr -Uhr „Kreuzfeuer". — Rundfunkhaus, Löberstrahe: 8,30 Hf>r Die Ko- loramr Qllo^art und Strauß. — Lichtspielhaus. .Bahnhofstraße: „Ausgerechnet Wolkentrazer". — Hessische Dilderbühne: „Auf afrikanischen 3agd- Pfaden".
Angesichts der Vorgänge in der spanischen '3one~ Marokkos ist die Stellungnahme des । französischen Kriegsministers Rollet während der Verhandlungen der Finanzkommission der Kammer über das französisch? Hee.esbudget außerordentlich interessant. Herr Aollet mache nämlich auch verschiedene Angaben über dieS ä.ke der französischen Besahungst.uppen in Marokko. 2m ganzen hält Frankreich in Marokko zur Zeit 64 500 Mann unter den Massen, was aber im Hinblick auf den Aufstand der Rifkabylen in der spanischen Zone notwendig sei. Da besannt ist daß Frankreich die Aufständischen mit' Massen und Kriegsmaterial reichlich unterstützt und auch in letzter Zeit in der Aähe des Kampfgebietes zahlreiche Truppen zusammengezogen hat, darf mar: wohl annehmen, daß es nur auf die vollständige Viederläge der Spanier wartet, um dann sofort auch die spanische Zone, die ihm schon seit langem ein Dorn im Auge ist, besetzen zu können. Interessant ist aber auch, daß Herr Rollet sich zwar theoretisch für die Einführung der einjährigen Dienstzeit aussprach, diese Dienstzeit aber im Augenblick für un-angebrachl hielt. Aus stirer gleichzttlig.n Forderung, die Landesverteidigung einer ilm= £rÄfati,Dn unterziehen, ist zu entnehmen, daß Frankreich heute mehr denn je nrit der Möglichkeit kriegerischer Ereignisse rech- net und auf keinen Fall den ersten Schritt für die allgemeine Abrüstung unternehmen will.
Paris, 22. Okt. (TU.) Das „Journal" veröffentlicht eine Unterredung feines So.rderbericht- erslatters mit General Primo de Rivera. Dieser erklärte unter anderm auf die Furage, woher die
— Aus dem Stadttheater-Vureau wird uns geschrieben: Als erste Operette im Freitag-Abonnement wird am 24. Oktober Emmerich Kalmans „H o l l a n d w e i b ch e n" gegeben. Der Komponist — am meisten bekannt durch seine „Csardasfürstin" — Hal auch in diesem Werke sich als vornehm empfindender Musiker erwiesen. Inszenierung und Ausstattung sowie die gesanglichen Leistungen unseres Gastensembles haben schon bei einer auswärtigen Aufführung des „Hollandweibchens" außerordentlich lebhaften Erfolg erzielt, so daß der Besuch der Vorstellung am Freitag warm empfohlen werden kann. Beginn der Vorstellung um 6 st'z Uhr. Herr Richard Riedel vom Frankfurter Opernhaus wirkt in der Partie des „Prinzen" als Gast mit.
— Der Edang Arbeiterverein feiert am Sonn'ag sein Stiftungsfest. Vormittags findet ein FestgotEsdienst in der Stadtkirche unter Mitwirkung des Evang. Kirchen g >san^vneins nab eines Dläserquartetls statt. Die Festpredigt hat
Bornotizen«
— Tageskalenöer für Donners
Publuum t]i offensichtlich günstig sur deutsch» land gestimmt, aber in den Kreisen des Flug- d i e n st e s und der Armee ist die Meinung über diesen Punkt ziemlich geteilt.
Der neueste amerikanische Zeppelin.
L o n d v n, 22. Okt. (TU.) Eine „Times"-Mel- ENg aus Reuyork berichtet, daß die Absicht der Goodyear Zeppelin Company in Acren in Ohio, einen Zeppelin mit einem Rauminhalt
. 5 Millionen Kubikfuß zu bauen, nunmehr offiziell durch den Direktor der Gesellschaft an- gekündigt worden ist. Das Luftschiff wird be- so n ders für den transatlantischen Dien st konstruiert werden. Die Pläne werden sofort nach Ankunft des Konstrukteurs der deutschen Zeppelinwerke, Dr. Karl Arnstein, begonnen werden. Kapitän Ernst Lehmann, der Vizepräsident der amerikanischen Zeppelin- gesellschast, der an Bord des Z. R. IIl den ttans- atlantischen Flug mitgemacht hat, wird sich ebenfalls an der Konstruktion des Luftschiffes beteiligen. i
Rußlands Anerkennung durch Frankreich.
. Paris, 22. Okt. (Täl.) Die französische Re- gierung hat ein Telegramm an die Regierung in Moskau gerichtet, in dem die de jure-Anerkennung der Sowjetrepublik zum Ausdruck gerächt wird. Das Telegramm betont jedoch, daß von einem Aufgeben der Rechte der französischen Staats- bürger keine Rede sein könne, soweit das beschlagnahmte Eigentum oder die dadurch entstandenen Verluste in Betracht kämen. Die alten Erträge werden bestätigt, ihre Durchführung ledoch zeitwellig ausgesetzt. Bevollmächtigte der i russischen Regierung werden gebeten, nach Paris | Su kommen, um über die Revision der Verträge zu verhandeln.
Wie man in §owjetrutzland Streiks bekämpft.
London, 23. Ott. (MTB. Funkspruch) Die Radro-Agentur erfährt aus Helftngfvrs, daß 60 000 Metallarbeiter im älraQistrikt in denSlrttk getreten waren, weil ihre Forderungen auf Erhöhung der Löhne und Einstellung gewisser kommunistischer Beamter in denBetrieben abgelehnt wordenwar^n Da durch diesen Streik die Fabrikation von Waffen für Lie Rote Armee unterbrochen wurde, verhängte die Regierung den Kriegszustand über den Bezirk. Die entsandten Truppen zwingen die Streikenden, die Arbeit bei Todesstrafe wieder aufzunehmen.
Die Beisetzung Leos XIII.
Rom, 23. Ott. (WTD. Funkspruch.) Gestern abend 8 Llhr wurden die sterblichen äleberreste Papst Leos XIII. ohne jedes Gepränge von der I emstwelligen Beisetzungsstätte in St. Peter nach ! der Kirche San Giovanni im Lateran verbracht. Der Feierlichkeit wohnten u. a. der Kardinal Merrh del Val sowie hohe kirchliche Würdenträger bei, die dem Sarge bis nach der Kirche San Giovanni das Geleit gaben. Dieser bleibt dort einstweilen in einer Kapelle, bis die feierliche Beisetzung erfolgt.
Hessischer Landtag.
(Don unserer Darmstädter Redaktion.)
Die Abgg R u ß (Ztr.) und Hager (Bbd) tlmmen dem Vorredner bei.
W Dr- Werner (Dtschntt.) weist auf die Smneswaill>lung des demokratischen Abgeordneten SÄ *51 vor den Wahlen träten die Demokraten für Schutzzoll ein.
Die beiden ersten Anträge werden durch die Regierungsantwort für erledigt erklärt und der Antrag Dmgeldey angenommen.
Eine Regierungsvorlage, wonach der Ter- Min der Landtagswahlem auf den -_?Ezember, den ^og der Reichstagswahlen, est gesetzt wird, wrro ohne Debatte einsttm- mig a n g e n o m m e n. Rach dieser Vorlage wird »ertönt *** ^Eags bis zum 14. Dezember . Das Haus bewilligt hierauf für die Vorarbei-
3ur Regulierung der Ridda und Ridder die von der Regierung verlangten 10 000 Mk
Erzberger-Moro vorgenommen worum war, alles zerschlagen sei. Alles, was mit der O. C. zusammenhängt, sei für ihn erledigt gewesen.Er habe nie wieder ein Stück Papier der O. C. in Händen gehabt. Sämtliches Material des Angeklagten sei von der Behörde beschlagnahmt worden. Der Präsident stellt darauf die Frage, ob Erhardt Ehrenvorsitzender des Bundes gewesen sei. Hoffmann bejaht diese Frage. Darauf gibt der Präsident von einem Schreiben Erhardts vom 26. Rovember Kenntnis, das an den bayerischen Regierungspräsidenten gerichtet war. 3n diesem bittet Erhardt den bayerischen Regierungspräsidenten, pfälzische Zndustriekreise anzuweisen, die Gelder, die für die nationalen Organisationen zur Verfügung gestellt seien, an die Adresse des Herrn Dr. P i t t i n g e r einzusenden. Hoffmann antwortete darauf, daß das Schreiben zu einer Zeit entsandt sei, zu der er sich noch in Haft befunden habe. Präsident: „Das deutet doch darauf hin, daß die O. C. noch bestand." Darauf stellte der Vorsitzende fest, daß die Ansicht, daß die Organisation an dem Erzberger-Mord beteiligt zu sein schien, nicht aufrechterhalten werden konnte und daß sich nunmehr die älntersuchung nur noch auf das Vergehen der Geheimbündelei erstreckt. Bei den Rachforschungen nach dem „Waffenring" ist man auf Ortsgruppen der O. C. in München und Offenburg gestoßen. Die älntersuchung gegen die Ortsgruppen wurde in den einzelnen Ländern getrennt vorgenommen und später in München vereinigt.
Das französische Heeresbudget.
Das sozialdemokratische Wahlprogramm.
Berlin, 22. Okt. (Täl.) 3n der gemeinsamen Sitzung des sozialdemokratischen Parteiausschusses und der bisherigen sozialdemokratischen Reichstagsfraktion erstattete Abgeordneter Hermann Müller- Franken den Bericht über öre Fraktionstätigkeit ab. Der Sozialdemokratie sei es zu danken, daß der Versuch mißglückt fei, die Regierung einseitig nach rechts zu erweitern. Das Ziel des kommenden Wahllampfes sei für die Sozialdemokratie, den Besitzbürgerblock, den außer den Demokraten alle bürgerlichen Parteien errichten wollten, zu verbinde rn. Es gelte zunächst, die Republik zu sichern und die durch die sozialdemokratische Außenpolitik eingeleitete Befried ungEuro- p a s herbeizuführen. 3m Mittelpunkt des Wahlkampfes stehe auch der soziale Schuh aller Klassen, für den die Sozialdemokratie mit aller Kraft einsehen werde. Die Fraktion und der Parteivorstand billigten einmütig die Haltung des Parieivorstandes.
Die Deutsche Volkspartei hinter ihren Führern.
Berlin, 23. Oft. (Täl.) Die Reichstags- j svaktion der Deutschen Volkspartei hielt gestern I im Reichstag noch eine Sitzung ab, zu der auch die Mitglieder der Landtagsfraktion hinzugezogen waren. Von einer offiziellen Veröffentlichung des Ergebnisses dieser Sitzung wurde auf Wunsch des Vorsitzenden, Abg. Dr. Scholz, Abstand genommen, wir erfahren- jedoch, daß die Frattions- I Mitglieder ohne besondere Aussprache einmütig in der Billigung der politischen Führung durch die Parteileitung gewesen sind und die Führung mit Dank anerkannt haben.
Die Auslösung des Preußischen Landtages beschlossen.
Berlin, 22. Oft. (S.il) Der Preußische Landtag nahm zu Beginn der Mittwochsthung den Lttrtrag auf Auflösung des Landtags einstimmig an.
i Aus Stadt und Land.
Gießen, den 23. Oft. 1924.
Die Ansichtspostkarte.
Familien, wo man alles auf heb t, kann man mitunter auch Stöße von alten Ansichtskarten finden. Riernand schenkt ihnen mehr Beachtung, nie- mand hat ihnen je eine besondere Beachtung g.?= |ct)enft. Sie wurden eben geschrieben und empsan- gen als Ausdruck einer Höflichkeit, die sich überlebt hat.
Wir schreiben zwar heute auch noch Post- karten, aber längst doch nicht in dem Umfange tote Trutjer. Man erinnere sich, welche Verpflichtungen man mitnahm, wenn man für länger oder ui-^er verreiste. 3a, das Ansichtöposttaitenschrtt- ben war ein wichtiger Teil der Reisetätigkeit. 3ch fand Elich unter alten Briessachen auch einen öettel, auf dem ich mir alle Adressen notiert hatte, an die ich schreiben mußte. Das war im Jahre 1912. tfaft kommt es einem etwas lächerlich vor, mit welcher Gewissenhaftigkeit man sich dieser Post- tartenschuloen entledigte und wie' geistlos der ganze Betrieb wurde, wenn man die zaxrnzigste hatte. Es muhte doch immer ein bißchen originell fein, um den andern zu zei- | 6en. daß, man wirklich großartige Tage verlebte, und durfte auf der andern Seite doch nicht allzuviel Zeit kosten. So kam es denn zu den klischee- artigen Ausdrücken, die alles und nichts besagten, und die einen hinterher ärgerten, wenn man ferne eigenen Karten wieder in die Hände bekam 3ch habe Karten mit Gefühlsausdrücken erhalten dvn Leuten, die mir gegenüber niemals Gefühl gezeigt hatten, und geistreiche Bem^kungen gesunden bei solchen, denen sich jeder Geist abslcht- llch mit Recht fern hielt. Wie war des Rätsels Losung?
Die Glücklichen waren Besitzer eines sogenannten Kartengrußbüchleins, auf dem gereimt und ungereimt alles Mögliche durcheinwiderstand, manchmal sogar säuberlich geordnet, so daß man nufjt lange zu suchen brauchte. War man auf dem Brvcken, so schlug man das Wort „Brocken" oder auch „Berg" nach und schrieb lustig ab. So tonnte es denn freilich vorkommen, daß auf dem Brocken die Leute immer dieselben geistreichen Einfälle hatten, was nicht einmal Anstoß erregte, denn man bekam oft so viel Ansichtspostkarten, daß man gar keine Zeit hatte, sie mit besonderer Aufmerksamkeit zu lesen, älnd auch das würde niemand übel genommen haben, wenn er es erfahren hätte, denn es kam ja nach der Anschauung der damaligen Zett nur daraus an, auf diese Art ein Lebenszeichen von sich zu geben.
Wahrhaftig, da sind „wir Wilden von heule" doch bessere Menschen! Wir arbeiten auch hier weniger, sparen dabei aber Geld und fühlen uns deshalb genau so wohl, wie die ansichts- postfartenwittige Zett vor dem Kriege.
And wenn wir wirllich einmal eine Postkarte bekommen, dann freuen wir uns von Herzen über das hübsche bunte Ding, daß man so selten zu sehen kriegt.
Landtagswahl und Reichstagswahl an einem Tage.
Der Landtag hat laut heutigem Landtagsbericht in feiner gestrigen Sitzung beschlossen, die Reuwahlen zum Hessischen Landtage auf den Tag der Reichs tags Wahl en
Darmstadt, 22. Oft. Präsident Adelung zu verlegen. Die Wahlen ftnden also nicht am Äe4n„^6k8Un9 Eintritt 16. OtotiemBer, fonton am 7. Dezember statt,
in die Tagesordnung werden einige Kleine Anfra- t
gen gestellt und beantwortet; u. a. fragt Abg. .r Reichsmiirister des 3nnern hat bestimmt,
Kaul (Soz.), ob der Regierung bekannt sei, daß Stimmlisten und Stimmkarteien für die
an einem sog. Deutschen Tag auf dem Reichstagswahl vom 16. Rovember bis noÄl™3 ,inb-
widert, nach den bisherigen Informationen sei $rcu$2n werden die Listen nut Rücksicht auf die dies nicht der Fall gewesen. Regelung im preußischen Wahlverfahren
Der erste Punkt der Tagesordnung sind An- 15- bis 22. Rovember ausgelegt. Räheres träge zum deutsch-spanischen Handels- Ort und Zeit der Auslegung geben die ve r tr a g die Zollschuh für den rheinhessischen meindebehörden bekannt. Weinbau verlangen; der Antrag Dingeldey außer- ,
dem, daß bei künftigen Handelsvertragsverhand- Reichsrnrnifter des 3imevn hat „
langen dem auswärtigen Staate nicht das Mei st- -Reichswahlletter den Präsidenten des Statistischen b e gün st i g u n g s r e ch t zugesichert wird, wenn Reichsamtes Geh. Regierungsrat Dr. Rage- es nicht auch von ihm zugestanden wird. mann und zu seinem Stellvertteter das Mitt ±^tattTcn $ei^aT@e6- delsverttags einzusetzen; der (Bertrag sei der ! ruTT9^rnt Meisinger ernannt Ruin des rh e i n h e s s i sche n Weinbaues, die Industrie sei an dieser Frage nicht so sehr interessiert.
Leipzig, 22. Oft. (Täl.) Vor dem Staatsgerichtshof in Leipzig begann heute der mit lebhafter Spannung erwartete Prozeß gegen die Organisation C. unter dem Vorsitz des Senatspräsidenten Riedner. Der Andrang des Publikums und der Pressevertteter war außerordentlich stark. Die Eintrittskarten waren in wenigen Minuten vergriffen. Sächsische Polizei übt den Sicherheitsdienst aus. Unter den Mitgliedern des Senats bemerkte man den Reichskanzler a. D. Fehrenbach, den Reichsminister a. D. Wissel. Da die Zahl der Angeklagten 26 beträgt, nahmen sie auch auf den Sitzen Platz, die sonst der Presse Vorbehalten sind.
Die Angeklagten sind alle mehr oder weniger jugendlichen Alters und fast sämllich Angehörige der ehemal. kaiserlichen Marine und des Land- heeves. Die Vernehmung der Angellag en beginnt -mit dem ehern. Kapitänleutnant Alft^d Hoffmann. Er war einfacher Sturmsoldat in der Brigade Ehrhardt, dann Student der Rechtswissenschaften. Es wird festgestellt, daß sich ibie_ Brigade Ehrhardt an den Vorgängen in ^.München beteiligte. Es seien dort zur Aufrecht- __________ _____
^erhaltung der Kameradschaftlichkeit drei Vereine aufständischen Marokkaner ihre Geldmittel ^gegründet worden. bezögen: „Teilweise haben wir ihnen selbst
Während seiner Ausführungen über die ^eld geben müssen, und zwar Löse gelb ^Gründung der O. C. wird die Oeffentlichkeit aus- für unsere Gefangenen. Außerdem hat geschlossen. Kurz nach 1 Mr wurde die Oesfe:tt- eine englische Gesellschaft, die aber lichkeit wieder hirgestellt. Rach drec kurzen Aus- unabhängig von der englischen Regierung getan» emandersehung über das Zustandekommen der bett hat, ihnen 150 000 Pfund Sterling zur Var- O. C. geht der Vorsitzende eingehend auf die Fügung gestellt." lieber seine Absichten erklär'« -ergentlichen Satzungen ein. de Rivera: „3ch will die Posten, die Tioch be-
Zu den Ausführungen des Vorsitzenden gibt l^ert werden, befreien und eine Säuberungs- der Angeklagte Hoffmann noch die Erklärung ab, aktion vornehmen. Das wird allerdings nod) baß es sich bei den angeblichen Satzungen nur einige hundert QUann an Toten und Verwundtten um einen Entwurf gehandelt habe, der erst noch tosten/ Von besonderer Wichtigkeit ist dir Aeure- besprochen und angenommen werden sollte. Der ntn9 des Generals, daß er keinesweg s &e Sn5.efto9te bDn Killinger wird vorn Präsi- Absicht habe, mit Abd el Krim in Ver- denten gefragt, ob er an der Gründung dey Handlungen zu treten. Primo de Rivera Sil" beteiligt gewesen sei. Killinger bejaht die meinte, von einer Anerkennung eines Rifstaates Frage. Auf die Frage des Präsidenten, wer die könne keine Rede sein.
Atzungen aufgestellt habe, antwortet Killinger: ßtEü V ' ---------- . r—rn
Wüller Diel Lärm um nichts.
äußerte sich über die Entstehung der Satzunaen I er. ■ '
unb sagt, daß sie auf rein militärischen r • Paris, 22. Oft. (2-H.) Die heutigenDlättrr Grundsätzen aufgebaut seien 3m Vrinttv dringen in großer Aufmachung die Meldung, daß bestehen die Satzungen aus zwei Teilen ^eil I • ctn am.. ®.a_m^ag in St. Cloud aufgefftegener Politische Satzungen. Teil!!: Satzungen über die sicher Freiballon in der Rahe
innerpolitischen Ziele. Auf eine Frage des Prä- Emden, wo er landete, von den deutschen sidenten äußerte der Angeklagte Kautter daß er ^Hürden konfisziert worden sei. Die Be- denselven Standpunkt wie der Angellagte Maler erkennen übereinstimmend die korrekte, ent» vertrete. Den Satzungen war ein Vorwort voran- gegenkommende Haltung sowohl der Bevölkerung gesetzt, das sich mit den politischen Zielen befaßt K auch der lokalen Behörden an. Die von den Er selbst habe rein Geistiges im Sinne der Gattern daran geknüpften Kommentare g^beni Einleitungen der Satzungen ausaearbeitet durch i^och ihrem Erstaunen darüber Ausdruck, daß die Beerr.flusfung der Presse und der tceitde.i I beutsche^ Regierung die Beschlagnahme eines Oessentlichkeit. Darauf verliest der Präsident ein x<5191[t$ Sportzwecken di mnden ftan- Werbeflugblatt zur Herausg-abe der Zeit- Freiballons angeordnet habe, wenige
schrift „W i ckin g". Dieses Flugblatt hat einm ^uge nachdem der Z. R. lll nach ausdrückl cher ausgenommen regierungsfeindlichen Z^hmigung der französischen Regierung ganz Charakter. Kautter: „Diese Zeitschrift ist ^^ankr?-ch überflogen habe.
öffentlich erschienen, keinem Mitglied s ^.elegraphen-Anion zu dieser Mel-
ä 8” Pslich' g-macht wordrn. das Ä,.™ Emdm am Sonntag, dem
Dlatt zu halten." | J2- Oktober tatsächlich ein französischer Frei
ballon notgelandet. Der Führer, ein Mitglied des Pariser Aeroklubs, nahm zunächst an in Holland gelandet zu sein. Als er von fettem S 3ntum unterrichtet wurde, schien er sta r k v e r - ä.n 3 st i g t, beruh.gle sich aber sofort wieder, als die Haltung der Bevölkerung und der Behörden durchaus freundlich blieb. Der Flieaer- befindet fiefc auf freiem Fuß. Dagegen wurde em deutsches Flugzeug, das sich in Belgien öerirrte und notlandete, beschlagnahmt und die
3M Sfcfragen des Verteidigers Dr. Sack er» t;geklagten Hoffmann, Müller und Kautter übereinstimmend, daß sie die Aoffnunn ber ihnen übertrage? PF1 ^bulgaben m Oberschlesien auf Amnestie ihre« Führers Erhardt durch die Regi" S.m«> Rechtsanwalt Lüdg^
brune erklärte, daß die endgültige Form der Satzungen erst am 15. September f?ftgerefft bav sollte, und behält sich vor, Zeugenvernehmuna I ----- ui ___
»u beantragen. Der Angeklagte Koppe stellt dann ©efangnid getoorfen. Auf
Zufalls fest, daß die Satzungen noch nicht als *** yor ernem Fahre beschlagnahm-
bestehend anzusehen sind. Der Oberreichs- 1 Flugzeuges wird heute noch gewartet
Amerika und die Friedrichs- unb erttto’ Hafener Werftanlagen.
. Wiederaufnahme der Verhandlung weift Herchd" meld??' Sn 5?" U ) »J^^Vork ?r.afl?entdie Eingriffe der Staatsanwalt- nicht amerikanische Reglerilng
schäft m der Angelegenheit des Erzberger-Mor- der Ausiaef^n^ baden, offiziell zugunsten des hin. Damals hatte sich der Verdacht auf die ^5 Friedrichshafener An-
O. C. gelenkt. Das Verfahren, das gegen den An- fo H i x ^glich, daß
geklagten v. Killinger eingeleitet wo?d?n war, fand Punkt U MeÄr" ^Nchen Stand- ledoch mtt dem Freispruch Killingers ein Ende h>irb (Xr P e unterstützen
Der Angekl. Hoffmann erwidert darauf, daß mit die öffentliche Metti!^
Haftung, d>- in D-rbindnng''mit"b-m | Ä
Abg. Dingeldey (D. Vp.) billigt dieHal- nachts kalt (leichte Frostgefahr) tags
tung der Hess. Regierung, die gegen den Vettraa &***& heiternd nördliche Winde spater in dieser Form ist. Die Meinung des Abg. Schrei- langsam zuruckdrehend, vorwiegend trocken, der sei unzutreffend, denn die 3ndustrie habe ein Wir liegen auf der Rückseite eines kräftigen großes 3nteresse an dem deutsch-spanischen Han- Tiefdruckwirbels, der gestern bettächtliche Regen- delsvertrag. Dieser habe mit Recht in den wein- lalle verursachte, und kommen zunächst unter den bautreibenden Kreisen der Devöllerung Besttir- Einfluß eines von Rordwesten nachrückenden zung hervorgerufen. Richt allein würden durch schmalen Zwischenhofes, unter dessen Einwirkung diesen Vertrag die 3nteressen des deutschen toir vorübergehend Aufheiterung bei niedrigen, Weinbaues hintangeseht, sondern es wäre auch in der nächsten Rächt nahe an 0 liegenden Tem- nvch nicht einmal erreicht worden, daß Spanien beraturen erwarten dürfen. Die Besserung dürfte Deutschland die Meistbegünstigung ve bürge, wäh- | jedoch nur von kurzer Dauer sein, rend Deutschland sie ihm biete. Für künftige Verhandlungen müsse die Reichs reg ierung mit größtem Rachdruck darauf h'.ngewiesen werden, daß dem an und für sich in schwerer Rotlage lebenden deutschen Weinbau weitere Belastungen unter keinen ülmständen auferlegt worden können. Es müsse grundsätzlich gefordert werden, daß Deutschland sich nicht von auswärtigen Staaten das Recht der Meistbegünstigung abfordern läßt, ohne gleichzeitig für sich selbst die Meistbegünstiguna zu erzielen. y


