Aus Stadt und Land
auf die Rutzangs
entrichten:
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3725 ML
berechtigten umzutegen.) Es sind demgemäß
Die Kommunisten im Reichstag.
Ein abgelehnter Mihtrauensantrag gegen Wallraff
Die Parteiführer beim Reichskanzler.
‘Berlin, 23. Juli. (WTD.) Der Reichskanzler empfing gestern nachmittag die P a r - teiführer des Reichstags, mit Aus- nahmederAativnalsvzialisten und Kommunisten. Der Reichskanzler unterrichtete die Parteiführer vertraulich über die zum DaweSgutachten ausgearbeiteten Gesetzentwürfe. Wie verlautet, wurde in dieser Besprechung, an der u. a. außer dem Reichskanzler die Reichsminister Luther und ZarreS teilnahmen, vertraulich auch die parlamentarischeLage besprochen, wie sie sich in den nächsten Lagen gestalten kann.
Sitzung des Auswärtigen Ausschusses.
Berlin, 22. Juli. (Wolff.) Der Auswärtige Ausschuß nahm heute mittag in Anwesenheit fast aller Ausschußmitglieder längere Ausführungen des Ministers des Aeußern über die außenpolitische Lage entgegAr. Die Verhandlungen. bei denen u. a. Graf Westarp, Müller-Franken und Dr. Wirth das Wort ergriffen, waren reicht öffentlich.
Eine weitere Meldung besagt, daß nach den Ausführungen Stresemanns der Reichsbankpräsident Schacht Darlegungen über den Dankgeseh- entwurf, Staatssekretär Trendelenburg über das
slowakei zu der ihr gebührenden Macht im Staate auf allen ©ebieten. Ohne die Arbeit der 31/? Millionen Deutschen gäbe es keine Tschechoslowakische Republik. Die Deutschen würden sich auf die Dauer nicht mit einer zweitklassigen Stellung begnügen. Die Deutschen in der Tschecho- slotoakei suchten ihre Rechte auf dem Wege der Vernunft und der parlamentarischen Verhandlungen zu fördern; wenn aber durch Verhandlungen und Leistungen nichts zu erreichen sein werde, würden die Deutschen in der Tschechoslowakei ihre Rechte auch anders vertreten.
Industrieobligationsgesetz und Reichsverkehrsminister Oeser über das Reichsbahngesetz gegeben haben.
Nachklänge zur Separatiftenzeit.
Duisburg, 22. Juli. (Wolff.) Ein Nachspiel der Separatiftenzeit hat das hiesige Schöffengericht beschäftigt. Der Wächter Müller hatte im Rovember einen Stadtsekretär derart mit dem Sabel mißhandelt, daß der Verletzte in das Krankenhaus gebracht werden mußte. Der separatistische „Oberbürgermeister Engel, der als Zeuge geladen war, sagte aus, daß er sich auf Einzelheiten nicht mehr besinnen könne. Der Staatsanwalt beantragte gegen den achtzehnmal Vorbestraften eine Gefängnisstrafe von einem Jahr und drei Monaten. Das Gericht ging über den Antrag hinaus und erkannte auf ein Hahr sechs Monate Gefängnis. '
Zum Schutz der deutschen Arbeiter.
Berlin, 22. Juli. Der Volkswirtschaftliche Ausschuß des Reichstags hat den deutschnationalen Antrag angenommen, der die Beschäftigung ausländischer Arbeiter nach Möglichkeit einschränken will. Ferner wurde dem sozialdemokratischen Anttag zugestimmt, der eine Be- schäfttgung von Wanderarbeitern in der Landwirtschaft nur zuläht, wenn keine einheimischen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.
Forderungen der Deutschen in der Tschechen.
Prag, 22. Juli. (Wolff.) Der deutsche Abgeordnete Krepek forderte in einer Rede die Zu - lassung der Deutschen in der Tschecho
Eine neue Hetzpropaganda Poincarss.
Paris, 23. Juli. (WTD.) Dir Pariser Ausgabe der „Daily Mail" wird nach dec „Information" heute einen Propagandaartikel Poincarss über die Vorbeveitangen Deutschlands „zur Zerstörung des an g - lischen Handels" veröffentlichen, die nach Poincarö beginnen wird, sobald Deutschland das Ruhrgebiet wieder in der Hand haben wird.
ist die Iulimrete, Zusammenstellung Friedensmiete:
30.- Mb
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vorletzt worden. Wenn der Antersuchungsrichter Vogt tatsächlich von der Justizbehörde als tüchtiger, fähiger Beamter betrachtet wird, dann bleibe für sein Verhalten nur die Erklärung, daß er bewußt die Verfassung und Strafprozeß- vrdnung verletzt hat. Aus dem Vorgehen des Antersuchungsrichters Vogt spreche der Haß gegen die Republik und den Reichstag. (Ruse rechts: und ßdnert ?) Der Landtagspräsident Leinert sei vom Antersuchungsrichter Vogt ebenso getäuscht worden wie Präsident Wallrafs.
Präsident Wallraf w'.derpricht der Meinung, daß der Reichstagspräsident nur mit den Zentralinstanzen zu verkehren hätte. Ich habe mich des alten deutschen Rechtssatzes erinnert, daß man dem Angegriffenen die Freiheit in der Verteidigung lassen soll, und habe es darum für eine vornehme Pflicht gehalten, alle gegen mich gerichteten Angriffe zu überhören. Das bedeutet aber nicht, daß ich künftig weniger schwere Angriffe gegen Beamte und Behörden durchgehen lasten würde.
Abg. v. Graefe (Nat.-Soz.) äußert große Bedenken gegen das hier von Justiz und Polizei eingeschlagene Verfahren. Der Präsident habe vielleicht im guten Glauben gehandelt. aber seine Zustimmung zu der Durchsuchung sei bedauerlich. Es sei ein Hohn auf die Verfassung, trenn Reichskanzler und Reichsminister des Aeuheren nicht das ganze Parlament, sondern die Parteiführer unter Ausschluß bestimmter Parteien über ihre Politik informieren. (Hört! Hört! bei den Rativnalsozia- listen und Kommunisten.) Die Rativnalsoziallsten würden sich bei dem Mihtrauensantrag gegen den Präsidenten der Stimme enthüllen und d.n übrigen' Anträgen zustimmen.
Rach einem Schlußwort deS Abg. Katz (Komm.) wird der Antrag auf Vers assungs- änderung dem Rechtsausschuß überwiesen. Der Mißtraue nsantrag gegen den Präsidenten. Wallraff soll dem Geschäfts- vrdnungsausschuß überwiesen werden.
Abg. S ch u l z - Dromberg (Dntl.) beantragt dagegen sofortige namentliche Abstimmung. Die Mehrheit entscheidet sich gegen Sozialdemv- Irakn und Kommunisten für sofortige Abstimmung. Darauf erllärt Abg. Levi (Soz.), daß die Sozialdemokraten sich der Sttmme enthalten würden.
In namentlicher Abstimmung wird der Miß- trauensantrag mit 196 gegen 49 kommunistische Stimmen bei 106 Stimmenthaltungen abgelehnt.
Abg. Graf v. Westarp (Dntl.) berichtet dann namens des Auswärtigen Ausschusses über die Frage, ob im Interesse der Wahrung der Vertraulichkeit der Ausschaßver- handlungen eine Aenderung der Geschäftsordnung nötig sei. Im Auswärtigen Ausschuß wurde mit Rücksicht auf die An Weisung der Moskauer Kommunisttschen Internationale an die kommunistischen Abgeordneten die Frage gerichtet, ob sie die Vertraulichkeit der Verhandlungen wahren würden. Darauf erklärten die Befragten, sie würden die verfassungsmäßig gebotene Vertraulichkeit wahren. Diese Erklärung hielt die Mehrheit des Ausschusses nicht für ausreichend. Sie beantragt die Aebeiweisung der Frage an den Ge- fchäftsordnungsausschuß, ob eine Aenderung der Geschäftsordnung nötig sei.
Abg. Rosenberg (Komm.) wendet sich scharf gegen den Ausschußantraa.
Abg. Dreitscheid (Soz.) halt den Standpunkt der Mehrheit des Ausschusses für falsch und erklärt, seine Freunde würden sich im Geschäftsordnungsausschuß dagegen wenden.
Abg. Fehrenbach (Ztr.) bezeichnet eine Beratung der Frage im Ausschuß als nötig.
Die Angelegenheit wird dem Geschäftsord- nungsausschuh überwiesen.
Rach debatteloser Erledigung einiger kleiner Vorlagen vertagt sich um 8 Ahr das Haus au Mittwoch 2 Ahr.
Am Freitag politische Aussprache.
Der Aellestenrat des Reichstags hat sich heute vor den Plenarsitzungen nochmals mit den Dispositionen über den Beratungsstoff in dieser Woche beschäftigt. Am Freitag wir d im Anschluß andenRotetateineallgemeine politische Aussprache auch über die Außenpolitik stattfinden.
erhobenen Sondersteuern des Landes oder der echten Scheinen nicht der Fall ist. Die Reihen- G-mÄni>-n v°m b-b^utM Dese fini> bezeichnung lautet H «-34, 6er Unterbind
von dem Grundstücksbesitzer ntuh-tn.i«« l 0 J ö J
Rußland sucht Anschluß in der Tscheche»
Prag, 21. Huli. (Wolff.) Der neue Prager Svwjetvertreter AntonovOwsejenko sprach sich in einer Anterredung mit dem Vertreter des Prager Legionsorgans „Rarod.ry Oswoboshenie" sehr entschieden für eine t schech i sch- russi - sche Annäherung aus. Als Voraussetung für die feste politische Annäherung betrachtet ec die innige Fühlungnahme zwischen b:n russischen tschechischen wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und künstlerischen Kreisen. Owsejenko regte zu diesem Zwecke die Gründung einer „Gesellschaft der tschechisch-russischen Freundschaft" an. Das wirtschaftliche Interesse müsse, die Völker, auch die tschechischen, die soviel litten, in jenen rechtlichen Formeln suchen, welche dir Sowjets befriedigten. Die Moskauer Regierung beschäftige sich mit keinerlei Propaganda wie Die kommunistische Partei. Die englische Regierung, in der sich jetzt Sozialisten befanden, sei für die Propaganda Der zweiten Internationale ebenfalls nicht verantwortlich zu machen. Owsejenko leitete das Gespräch mit einigen sehr starken Komplimenten sü die tschechischen Legionäre ein, mit De.ien er während der russischen Revolution mehrmals in Berührung gekommen ist.
Berlin, 22. Juli.
Als Präsident Wallrafs um 3^4 Ahr die Sitzung eröffnet, rufen die Kommunisten: Heraus mit den politischen Gefangenen, Amnestte, Am- neftie! Rach einigen Minuten Lärm werden die geschäftlichen Mitteilungen of^ne weitere Störung angehört. Der Reichsminister des Innern ersucht ;iu. a. um Genehmigung zar Verhaftung und : Strafverfolgung des kommunistischen A b- geordnetech Katz wegen Hochverrats. Die Angelegenheit wird dem Geschästsordnungs- ausschuß überwiefen.
1 Aus der Tagesordnung steht zunächst die Interpellation der Kommunisten, die sich gegen die Durchsuchung der kommunistischen Frakttons- Rimmer wendet. Die Reichsregierung hat dazu erklärt, daß sie eine Beantwortung Der Interpellation ab lehne, da es sich um eure richterliche Maßnahme handelt. (Rufe der Kommunisten: Frechheit!) Außerdem liegen zu dieser Angelegenheit kommunistische An- träge vor, die dem Präsidenten das Mißtrauen aussprechen und eine Verfassungsänderung dahin verlangen, daß Artikel 38, Absatz 2 der Reichsverfassung sol- gende Fassung erhält: „Eine Durchsuchung oder Beschlagnahme darf in den Räumen des Reichstags oder eines Landtags nicht vorgrnommen werden.
r Präsident Wallrafs
gM zur Einleitung der Debatte eine Darstellung des bekannten Schriftwechsels und der Verhandlungen, die der Durchsuchung der Fvaktions- zimmer vorausgrngen. Als er erklärte, er habe dem Anters uchungsrichter die Zustimmung erteilt, brechen die Kommunisten in stürmische Pfuirufe aus. Präsident Wallrafs rechtserttgt sein Verhalten und erllärt zum Schluß unter großem Lärm der Kommunisten, ein Staat, der sich nicht gegen gewaltsamen Amsturz wehrt, gibt sich selbst auf. 1
Abg. Katz (Komm.) wendet sich bei Begründung der kommunistischen Anträge scharf gegen den Präsidenten Wallrafs. Dieser habe geflissentlich mtt seinem Rechts- und Berfas- sungsbruch gewartet, bis der Reichstag nicht mehr Äufammen war. Den Verfassungsbruch habe der Präsident bewußt verfügt. Der Präsident habe in leichtfertiger Weise ine Kommunistische Partei verleumdet und beleidigt.
Abg. 5j5I fein (Komm.): Der Staatsanwalt sei mir das ausübende Organ der heutigen Schieberregierung, die politischen Mörder seien bei den Deutschvölkischen und den Deutschnationalen zu suchen. Das von Spitzeln gegen die Kommunisten zusammen getragene Material habe sich als eitel Schwindel erwiesen. In der Partei habe noch niemals SpihelgesindÄ stärker fein Wesen getrieben wie unter Jarres und Severing. Der Antersuchungsrichter beim Stacttsgerichtshof zum Schuhe der Republik, Landgerichtsdirektor Vogt, sei ein abstrakter Deutschnationaler, der aus seinem Haß gegen die Republik nie ein Hehl gemacht hat. Vogt hat die Durchsuchung ohne jeden Qhiftrag und jeDe Kenntnis des Reich sjustizministeriums ober des Staatsgerichtspräsidenten aus seiner eigenen politischen Leidenschaft heraus vor gen Immen. Der Präsident des Staatsge- gerichtshvfs hat das Verhalten Vogts bei Der Durchsuchung durchaus mißbilligt. Präsident Wallraff habe bewußt die Verfassung gebrochen und das Gesetz verletzt. Präsident Wallrafs habe gezeigt, daß er unfähig sei, Gesetze zu lesen. Er sei unbrauchbar und gehöre vor den Staatsgerichtshof.
Abg. Gras Westarp (Dntl.) bezeichnet die Rede des Abg. Katz als einen total mißglückten Verteidigungsversuch der Kommunisten. Den Mißtrauensantrag gegen den Präsidenten würden die Deuffchnationalen sofort ablehneni. Die übrigen Anträge Knuten dem Geschäftsordnungsausschaß überwiesen werden.
Abg. Levy (Soz.) beantragt A^rrweisung der Anträge an den Gefchäftsordnungsausschuß. Der Präsident sei bei dieser Gelegenheit leider m- sofern von der bisherigen Hebung abgewichen, als er mtt dem Antersuchungsrichter direkt in Verkehr trat, statt die Verhandlungen mit der zuständigen Zentralinstanz, dem Reichsinnenminister, za führen. (Widerspruch und Anruhe rechts.) Der Präsident habe offenbar den Artikel 38 der Verfassung mißverstanden. Die Immunität der Abgeordneten sei hier tm Wider- i sprach zur Verfassung und Stvafprozeßordnung
ermitteln: wurde zu gleicher Zeit derselbe Stoff unter
Iulimtete: gang gleichen Bedingungen diktiert. Das
12 — G.-Mk. Wettschreiben fand eine Beteiligung von » 10 942 Bereinsmitgliedern und stellt damit das
—----------- bei weitem größte Wettschreiben dar, das bis
$ 14.90 G.-M jetzt überhaupt stattgefunden hat. 9432 Ar--
. beiten konnten mit Preisen ausgezeichnet wer-
Dornotizen. Den. An diesem erfreulichen Ergebnis waren
~ <T e 81 ? V n«? CutJ Urm die Vereine des Kreises Gießen mit 95 Prei-
Radclub „Germania : 8 Ahr Monatsversamm- - hing. — Rundfunkhaus Löbersttaße: 8l/2 Ahr | !en detemgt. Kammermusik. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: "DieöffentlichehöhereHandels-
,So sind die Männer". schule ist, wie man uns schreibt, von einer neun*
— Reichsbanner Schwarz-Rot- tägigen Studienfahrt an die Rvrdsee unter Füh- Gvld. Zur Gründung einer Gießener Orts- rung des Leiters der Schule, Dr. Feld, zurückgruppe wird in unserem heutigen Anzeigenteil gekehrt. Reisezweck war das Studium der Hanaus Freitag abend in das Kath. Vereins Haus ein- dels- uni» Derkehrseinrichtungen des deutschen geladen. Roheres in der Anzeige.. Außenhandels. Dank dem Entgegenkommen ciniaer
— Abonnements - Konzerte Der Reichswehrkapelle. Man schreibt uns: Für das 7. Abonnementskonzert morgen abend auf der Liebigshöhe hat Kammervirtuos Kümmel-Darmstadt feine künstlerische Mitwirkung zugesagt. Das musikliebende Publikum wird der Kapelle hierfür sicherlich dankbar sein und durch starken Besuch dieses Konzert unterstützen. Außer der Fantasie „Lucrezia Borgia" wird Herr Kümmel die Variationen „Der Karneval von Venedig" auf dem Kornett ä Piston bringen. Aus dem übrigen Teil d's Programms ist die Bce.hooen-Ouve.t ire von E La scn l,e .v)r. useben. Das Programm hat Obermusikmeister Suber wieder sehr geschickt gewählt, so daß jeder Besucher voll auf feine Rechnung kommen wird.
— G. S. C. von 1900. Samstag abend bei Boller Jahresversammlung. Siehe Anzeige.
— Dom Wartburg-Verein. Der angesagte Lichtbildervvrtrag wird verlegt, dafür finbet ein Ausflug nach Runkel statt. Siehe Anzeige.
Wettervoraussage
Noch wolkig, westliche bis nördliche Winde ohne Niederschläge von Bedeutung, mäßig warm. -
Die Tiefdruckstörungen ziehen langsam nach Osten ab, eine Besserung des Wetters stehl bevor.
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*• Erleichterung fürden Zahlungsverkehr durch die Po st. Wie die Berliner Zeitungen erfahren, wird gemäß einem Beschlüsse der leitenden Stellen mit Ende der Woche die Vorschrift aufgehoben, daß auf Zahlkarten und Reichsmarkpostanweisungen nur mit Rente n rn a r k gezahlt werden kann. Es sollen fortan bis zum Betrage von 50 Mark alle zugelassenen Zahlungsmittel angenommen werden.
** EineMedaillesürdenZ. August. Im Auftrage der Reichsregierung wurde eine . , „ _ r. . Medaille zum 3. August 1924 aus Anlaß der
Gießen, den 23. Iuli 1924. 10jährigen Wiederkehr der Tage des Eintrittes Deutschlands in den Weltkrieg geprägt.
* ** Die Hundstage beginnen heute,
Nach Anhörung von Intevefsentenverlretun- 23. Juli, und Dauern bis zum 23. August. Sie gen und Sachverständigen hat das Hess. Mini- I ihren Namen nach dem Sternbilde des terium für Arbeit und Wirtschaft für die De- großen Hundes, Der ostwärts v>m Orion steht rechnung der Miete für Den Monat Juli fol- un£> siebzig Sterne enthält. Der Landwirt schätzt gendes bestimmt: es, teeren das Wetter während Der Hundstag«
Die Miete für Den Monat Juli beträgt in vorwiegend trocken ist, und eine Wetterregel lau« ämtlichen Gemeinden des Landes, einschließlich tet: „Hundstage hell und Har, zeigen an eir Derjenigen des besetzten Gebietes, 40 v. H. der gutes Jahr." Rach einer anderen Wetterregel Friedensmiele. In dieser Summe sind 12 sollen hie Hundstage ausgehen, tote sie ange- v. H. für laufende. 8 v. H. für große Instand- sangen haben. Die Hundstagehitze, Die wir vor ehungskosten, sowie 20 v. H. für Betriebskosten einigen Tagen schon tüchtig zu spüren bekamen, und Ztnssteigerung enthalten. ist im Volksmund nicht gerade beliebt, namentlich
Im übrigen wird an Dem Inhalt der Br- ptcke Leute betrachten sie als eine Zeit des be« kanntmachung vorn 28. Mai 1924 über die Fest- sonderen Anbehagens.
Aach " Weitere falsche Eisenbahn. Dem Schlußsatz dieser amtlichen Bekanntmachung I Dollarscheine. Neben den Ende Mai m bleiben also folgend» Bestimmungen in Kraft: der Presse bekanntgegebenen Fälschungen von DLtriebskosten sind Steuern, Gebühren unD off ent» i/2> 2 und 5 Dollar sch einen der Reichsbahn
IW Abgaben also insbesvnbc« Sruadsteu-rn. jft . it ^niger Zeit eine neue Art von Fäl- s-hung der 2 Dollarnoten in größerem Arn. Pflichtversicherung, Treppen- und Flurbeleuchtung fang in den Verkehr gekommen. Sie weicht usw. und Deraxrltungskosten. Wassergeld ist je- von den früheren wesentlich ab. Die Stücke sind doch mir bis äu2^/»v. H. der^ Friedensmirte in auf Papier mit Wasserzeichen hergestellt, das dem Sah für Die Betriebskosten enthalten. In ’
Denjenigen Gebäuden oder Gebäudeteilen, in denen denen Der echten Scheme in dorm und Au^ Der Verbrauch 2V2 v. H. der Friedensmiete über- führung gleicht. Die Schrift ist jedoch schwach steigt, kann die Mehrausgabe auf Die Ruhangs- jm Druck, in dem Wort „Gedeckt" unter der berechtigten nach den bisherigen Grundsätzen um- Zahl 8,40 fehlt das „e“ vor dem „ck", und in gelegt werden. Richt einbegriffen sind ferner in ~ .f. ..
Dem oben genannten Sah für die Betriebskosten $cr Anterschrlft Oeser ist das „s Mit dem die auf Grund der dritten ©t>uernott>erori)-nang nachfolgenden „e" verbunden, was bei den
mit dem Wertausdruck „2“ ist schwächer, als bei den echten Scheinen.
RDV. Besucht das Rheinland! Während der Rhein früher das Ziel Taufender war, läßt der Fremdenbesuch jetzt viel zu wünschen übrig. Das infolge der langen Besetzung schwer geb lüfte Land erleidet dadurch weitere wirtschaftliche Schäden, die um so mehr zu bedauern sind, weil, wie die ..Reichszentrale für Deutsche Der- kehcswerbung" mitteilt, die Reifen an den Rhein zumeist aus unnötiger Besorgnis unterlassen werden. Der Bewohner des unbesetzten Gebiets begegnet bei einer Rh-rinreife keinerlei Erschwernissen. Er kann sich dort bewegen: wie zu Hause und bedarf neben dem Perfonalaustveis nur eines Geleitfcheines für die Einreise, der auf leichteste Weise durch die Köln-Düsseldorfer Rhrindampf- schiffahrtsgesellschaft in etwa ein bis zwei Tagen beschafft wird. Der Antrag ist an die Direkttvn der Preutzisch-Rhcinischen Dampffchiffahrtsgesell- schaft in Köln, Thurnmarkt 26, zu richten Ihm sind beizufügen: a) für die englische Zone: ein Personalausweis mit Lichtbild (ausgestellt von der Polizeibehörde deS Wohnorts), zwei Paßbilder (Brustbild), eine Gebühr von 5 Goldmark <ausschl. Porto und Spesen), b) für die fran» zösische Zone: Personalausweis und Paßbilder wie vor, eine Gebühr von 7 Goldmark (ausschl. Porto und Spesen) und eine schriftliche Grllärung, haft der Antragsteller aus dem besetzten Gebiet nicht ausgewiesen,ist. Bei Beantragung eines Geleitscheines für die englische und französische Zone zugleich genügt die Einsendung nur eines Personalausweises. Für Vereine und geschloffene Meisegesellschaften sind die vorerwähnlen Anter» lagen gesammelt mit einer namentlichen Liste, enthaltend Vor- und Zunamen, Wohnort. Staatsangehörigkeit und Ort der Einreise einzureichen.
Ist der genaue Tttetbetrag, MUMM« I „ ** D" deutsch« Stenographen-
37,25 Mt., in Der Tabelle nicht enthalten, so bund Gabelsberger veranstaltete im "' " " wie folgend erläutert, durch Mai ein Fernwettschreiben. An allen Orten
Monatliche
Fliedensmiete:
Hulimiete:
Mk.
G.-Mk.
-.25
—.10
—.50
—.20
-.75
—.30
. 1 —
—.40
2.—
—.80
3.—
1.20
3Vs
1.40
4 —
1.60
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2 —
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2.40
62/3
2.70
7 —
2.80
8 —
3.20
9.—
3.60
10 —
4.—
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6 —
20.-
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