Einzelbild herunterladen

Aus Stadt und Land

auf die Rutzangs

entrichten:

M

3725 ML

berechtigten umzutegen.) Es sind demgemäß

Die Kommunisten im Reichstag.

Ein abgelehnter Mihtrauensantrag gegen Wallraff

Die Parteiführer beim Reichskanzler.

Berlin, 23. Juli. (WTD.) Der Reichs­kanzler empfing gestern nachmittag die P a r - teiführer des Reichstags, mit Aus- nahmederAativnalsvzialisten und Kommunisten. Der Reichskanzler unter­richtete die Parteiführer vertraulich über die zum DaweSgutachten ausgearbeiteten Ge­setzentwürfe. Wie verlautet, wurde in dieser Besprechung, an der u. a. außer dem Reichs­kanzler die Reichsminister Luther und ZarreS teilnahmen, vertraulich auch die parlamentarischeLage besprochen, wie sie sich in den nächsten Lagen gestalten kann.

Sitzung des Auswärtigen Ausschusses.

Berlin, 22. Juli. (Wolff.) Der Auswärtige Ausschuß nahm heute mittag in Anwesenheit fast aller Ausschußmitglieder längere Ausfüh­rungen des Ministers des Aeußern über die außenpolitische Lage entgegAr. Die Verhand­lungen. bei denen u. a. Graf Westarp, Mül­ler-Franken und Dr. Wirth das Wort ergriffen, waren reicht öffentlich.

Eine weitere Meldung besagt, daß nach den Ausführungen Stresemanns der Reichsbankprä­sident Schacht Darlegungen über den Dankgeseh- entwurf, Staatssekretär Trendelenburg über das

slowakei zu der ihr gebührenden Macht im Staate auf allen ©ebieten. Ohne die Arbeit der 31/? Millionen Deutschen gäbe es keine Tschecho­slowakische Republik. Die Deutschen würden sich auf die Dauer nicht mit einer zweitklassigen Stel­lung begnügen. Die Deutschen in der Tschecho- slotoakei suchten ihre Rechte auf dem Wege der Vernunft und der parlamentarischen Verhand­lungen zu fördern; wenn aber durch Verhand­lungen und Leistungen nichts zu erreichen sein werde, würden die Deutschen in der Tschecho­slowakei ihre Rechte auch anders ver­treten.

Industrieobligationsgesetz und Reichsverkehrsmi­nister Oeser über das Reichsbahngesetz gegeben haben.

Nachklänge zur Separatiftenzeit.

Duisburg, 22. Juli. (Wolff.) Ein Nach­spiel der Separatiftenzeit hat das hiesige Schöffengericht beschäftigt. Der Wächter Müller hatte im Rovember einen Stadtsekretär derart mit dem Sabel mißhandelt, daß der Verletzte in das Krankenhaus gebracht werden mußte. Der separatistischeOberbürgermeister Engel, der als Zeuge geladen war, sagte aus, daß er sich auf Einzelheiten nicht mehr besinnen könne. Der Staatsanwalt beantragte gegen den achtzehnmal Vorbestraften eine Ge­fängnisstrafe von einem Jahr und drei Monaten. Das Gericht ging über den Antrag hinaus und erkannte auf ein Hahr sechs Monate Ge­fängnis. '

Zum Schutz der deutschen Arbeiter.

Berlin, 22. Juli. Der Volkswirtschaft­liche Ausschuß des Reichstags hat den deutschnationalen Antrag angenom­men, der die Beschäftigung ausländischer Arbeiter nach Möglichkeit einschrän­ken will. Ferner wurde dem sozialdemo­kratischen Anttag zugestimmt, der eine Be- schäfttgung von Wanderarbeitern in der Landwirtschaft nur zuläht, wenn keine einheimischen Arbeitskräfte zur Verfü­gung stehen.

Forderungen der Deutschen in der Tschechen.

Prag, 22. Juli. (Wolff.) Der deutsche Ab­geordnete Krepek forderte in einer Rede die Zu - lassung der Deutschen in der Tschecho­

Eine neue Hetzpropaganda Poincarss.

Paris, 23. Juli. (WTD.) Dir Pariser Ausgabe derDaily Mail" wird nach decIn­formation" heute einen Propagandaarti­kel Poincarss über die Vorbeveitangen Deutschlandszur Zerstörung des an g - lischen Handels" veröffentlichen, die nach Poincarö beginnen wird, sobald Deutsch­land das Ruhrgebiet wieder in der Hand haben wird.

ist die Iulimrete, Zusammenstellung Friedensmiete:

30.- Mb

7. , .25

vorletzt worden. Wenn der Antersuchungsrichter Vogt tatsächlich von der Justizbehörde als tüch­tiger, fähiger Beamter betrachtet wird, dann bleibe für sein Verhalten nur die Erklärung, daß er bewußt die Verfassung und Strafprozeß- vrdnung verletzt hat. Aus dem Vorgehen des Antersuchungsrichters Vogt spreche der Haß gegen die Republik und den Reichstag. (Ruse rechts: und ßdnert ?) Der Landtagspräsident Leinert sei vom Antersuchungsrichter Vogt ebenso ge­täuscht worden wie Präsident Wallrafs.

Präsident Wallraf w'.derpricht der Mei­nung, daß der Reichstagspräsident nur mit den Zentralinstanzen zu verkehren hätte. Ich habe mich des alten deutschen Rechtssatzes erinnert, daß man dem Angegriffenen die Freiheit in der Ver­teidigung lassen soll, und habe es darum für eine vornehme Pflicht gehalten, alle gegen mich ge­richteten Angriffe zu überhören. Das bedeutet aber nicht, daß ich künftig weniger schwere An­griffe gegen Beamte und Behörden durchgehen lasten würde.

Abg. v. Graefe (Nat.-Soz.) äußert große Bedenken gegen das hier von Justiz und Polizei eingeschlagene Verfahren. Der Präsident habe vielleicht im guten Glauben gehandelt. aber seine Zustimmung zu der Durchsuchung sei bedauerlich. Es sei ein Hohn auf die Verfassung, trenn Reichs­kanzler und Reichsminister des Aeuheren nicht das ganze Parlament, sondern die Parteiführer unter Ausschluß bestimmter Parteien über ihre Politik informieren. (Hört! Hört! bei den Rativnalsozia- listen und Kommunisten.) Die Rativnalsoziallsten würden sich bei dem Mihtrauensantrag gegen den Präsidenten der Stimme enthüllen und d.n übrigen' Anträgen zustimmen.

Rach einem Schlußwort deS Abg. Katz (Komm.) wird der Antrag auf Vers assungs- änderung dem Rechtsausschuß über­wiesen. Der Mißtraue nsantrag gegen den Präsidenten. Wallraff soll dem Geschäfts- vrdnungsausschuß überwiesen werden.

Abg. S ch u l z - Dromberg (Dntl.) beantragt dagegen sofortige namentliche Abstimmung. Die Mehrheit entscheidet sich gegen Sozialdemv- Irakn und Kommunisten für sofortige Abstim­mung. Darauf erllärt Abg. Levi (Soz.), daß die Sozialdemokraten sich der Sttmme enthal­ten würden.

In namentlicher Abstimmung wird der Miß- trauensantrag mit 196 gegen 49 kommunisti­sche Stimmen bei 106 Stimmenthaltungen ab­gelehnt.

Abg. Graf v. Westarp (Dntl.) berichtet dann namens des Auswärtigen Aus­schusses über die Frage, ob im Interesse der Wahrung der Vertraulichkeit der Ausschaßver- handlungen eine Aenderung der Ge­schäftsordnung nötig sei. Im Auswärtigen Ausschuß wurde mit Rücksicht auf die An Wei­sung der Moskauer Kommunisttschen Internatio­nale an die kommunistischen Abgeordneten die Frage gerichtet, ob sie die Vertraulichkeit der Verhandlungen wahren würden. Darauf er­klärten die Befragten, sie würden die verfas­sungsmäßig gebotene Vertraulichkeit wahren. Diese Erklärung hielt die Mehrheit des Aus­schusses nicht für ausreichend. Sie be­antragt die Aebeiweisung der Frage an den Ge- fchäftsordnungsausschuß, ob eine Aenderung der Geschäftsordnung nötig sei.

Abg. Rosenberg (Komm.) wendet sich scharf gegen den Ausschußantraa.

Abg. Dreitscheid (Soz.) halt den Stand­punkt der Mehrheit des Ausschusses für falsch und erklärt, seine Freunde würden sich im Ge­schäftsordnungsausschuß dagegen wenden.

Abg. Fehrenbach (Ztr.) bezeichnet eine Beratung der Frage im Ausschuß als nötig.

Die Angelegenheit wird dem Geschäftsord- nungsausschuh überwiesen.

Rach debatteloser Erledigung einiger kleiner Vorlagen vertagt sich um 8 Ahr das Haus au Mittwoch 2 Ahr.

Am Freitag politische Aussprache.

Der Aellestenrat des Reichstags hat sich heute vor den Plenarsitzungen nochmals mit den Dis­positionen über den Beratungsstoff in dieser Woche beschäftigt. Am Freitag wir d im An­schluß andenRotetateineallgemeine politische Aussprache auch über die Außenpolitik stattfinden.

erhobenen Sondersteuern des Landes oder der echten Scheinen nicht der Fall ist. Die Reihen- G-mÄni>-n v°m b-b^utM Dese fini> bezeichnung lautet H «-34, 6er Unterbind

von dem Grundstücksbesitzer ntuh-tn.i«« l 0 J ö J

Rußland sucht Anschluß in der Tscheche»

Prag, 21. Huli. (Wolff.) Der neue Prager Svwjetvertreter AntonovOwsejenko sprach sich in einer Anterredung mit dem Vertreter des Prager LegionsorgansRarod.ry Oswoboshenie" sehr entschieden für eine t schech i sch- russi - sche Annäherung aus. Als Voraussetung für die feste politische Annäherung betrachtet ec die innige Fühlungnahme zwischen b:n russischen tschechischen wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und künstlerischen Kreisen. Owsejenko regte zu diesem Zwecke die Gründung einerGesellschaft der tschechisch-russischen Freundschaft" an. Das wirt­schaftliche Interesse müsse, die Völker, auch die tschechischen, die soviel litten, in jenen rechtlichen Formeln suchen, welche dir Sowjets befriedigten. Die Moskauer Regierung beschäftige sich mit keinerlei Propaganda wie Die kommunistische Par­tei. Die englische Regierung, in der sich jetzt Sozialisten befanden, sei für die Propaganda Der zweiten Internationale ebenfalls nicht ver­antwortlich zu machen. Owsejenko leitete das Ge­spräch mit einigen sehr starken Komplimenten die tschechischen Legionäre ein, mit De.ien er wäh­rend der russischen Revolution mehrmals in Be­rührung gekommen ist.

Berlin, 22. Juli.

Als Präsident Wallrafs um 3^4 Ahr die Sitzung eröffnet, rufen die Kommunisten: Heraus mit den politischen Gefangenen, Amnestte, Am- neftie! Rach einigen Minuten Lärm werden die geschäftlichen Mitteilungen of^ne weitere Störung angehört. Der Reichsminister des Innern ersucht ;iu. a. um Genehmigung zar Verhaftung und : Strafverfolgung des kommunistischen A b- geordnetech Katz wegen Hochverrats. Die Angelegenheit wird dem Geschästsordnungs- ausschuß überwiefen.

1 Aus der Tagesordnung steht zunächst die In­terpellation der Kommunisten, die sich gegen die Durchsuchung der kommunistischen Frakttons- Rimmer wendet. Die Reichsregierung hat dazu erklärt, daß sie eine Beantwortung Der Interpellation ab lehne, da es sich um eure richterliche Maßnahme handelt. (Rufe der Kommunisten: Frechheit!) Außerdem liegen zu dieser Angelegenheit kommunistische An- träge vor, die dem Präsidenten das Mißtrauen aussprechen und eine Ver­fassungsänderung dahin verlangen, daß Artikel 38, Absatz 2 der Reichsverfassung sol- gende Fassung erhält:Eine Durchsuchung oder Beschlagnahme darf in den Räumen des Reichs­tags oder eines Landtags nicht vorgrnommen werden.

r Präsident Wallrafs

gM zur Einleitung der Debatte eine Darstel­lung des bekannten Schriftwechsels und der Ver­handlungen, die der Durchsuchung der Fvaktions- zimmer vorausgrngen. Als er erklärte, er habe dem Anters uchungsrichter die Zustimmung erteilt, brechen die Kommunisten in stürmische Pfuirufe aus. Präsident Wallrafs rechtserttgt sein Ver­halten und erllärt zum Schluß unter großem Lärm der Kommunisten, ein Staat, der sich nicht gegen gewaltsamen Amsturz wehrt, gibt sich selbst auf. 1

Abg. Katz (Komm.) wendet sich bei Be­gründung der kommunistischen Anträge scharf gegen den Präsidenten Wallrafs. Dieser habe geflissentlich mtt seinem Rechts- und Berfas- sungsbruch gewartet, bis der Reichstag nicht mehr Äufammen war. Den Verfassungsbruch habe der Präsident bewußt verfügt. Der Präsident habe in leichtfertiger Weise ine Kommunistische Partei verleumdet und beleidigt.

Abg. 5j5I fein (Komm.): Der Staatsanwalt sei mir das ausübende Organ der heutigen Schie­berregierung, die politischen Mörder seien bei den Deutschvölkischen und den Deutschnationalen zu suchen. Das von Spitzeln gegen die Kommunisten zusammen getragene Material habe sich als eitel Schwindel erwiesen. In der Partei habe noch niemals SpihelgesindÄ stärker fein Wesen ge­trieben wie unter Jarres und Severing. Der Antersuchungsrichter beim Stacttsgerichtshof zum Schuhe der Republik, Landgerichtsdirektor Vogt, sei ein abstrakter Deutschnationaler, der aus seinem Haß gegen die Republik nie ein Hehl gemacht hat. Vogt hat die Durchsuchung ohne jeden Qhiftrag und jeDe Kenntnis des Reich sjustizministeriums ober des Staatsgerichtspräsidenten aus seiner eigenen politischen Leidenschaft heraus vor gen Im­men. Der Präsident des Staatsge- gerichtshvfs hat das Verhalten Vogts bei Der Durchsuchung durchaus mißbilligt. Präsi­dent Wallraff habe bewußt die Verfassung ge­brochen und das Gesetz verletzt. Präsident Wall­rafs habe gezeigt, daß er unfähig sei, Gesetze zu lesen. Er sei unbrauchbar und gehöre vor den Staatsgerichtshof.

Abg. Gras Westarp (Dntl.) bezeichnet die Rede des Abg. Katz als einen total mißglückten Verteidigungsversuch der Kommunisten. Den Miß­trauensantrag gegen den Präsidenten würden die Deuffchnationalen sofort ablehneni. Die übrigen Anträge Knuten dem Geschäftsordnungsausschaß überwiesen werden.

Abg. Levy (Soz.) beantragt A^rrweisung der Anträge an den Gefchäftsordnungsausschuß. Der Präsident sei bei dieser Gelegenheit leider m- sofern von der bisherigen Hebung abgewichen, als er mtt dem Antersuchungsrichter direkt in Verkehr trat, statt die Verhandlungen mit der zuständigen Zentralinstanz, dem Reichsinnen­minister, za führen. (Widerspruch und An­ruhe rechts.) Der Präsident habe offenbar den Artikel 38 der Verfassung mißverstanden. Die Immunität der Abgeordneten sei hier tm Wider- i sprach zur Verfassung und Stvafprozeßordnung

ermitteln: wurde zu gleicher Zeit derselbe Stoff unter

Iulimtete: gang gleichen Bedingungen diktiert. Das

12 G.-Mk. Wettschreiben fand eine Beteiligung von » 10 942 Bereinsmitgliedern und stellt damit das

----------- bei weitem größte Wettschreiben dar, das bis

$ 14.90 G.-M jetzt überhaupt stattgefunden hat. 9432 Ar--

. beiten konnten mit Preisen ausgezeichnet wer-

Dornotizen. Den. An diesem erfreulichen Ergebnis waren

~ <T e 81 ? V n«? CutJ Urm die Vereine des Kreises Gießen mit 95 Prei-

RadclubGermania : 8 Ahr Monatsversamm- - hing. Rundfunkhaus Löbersttaße: 8l/2 Ahr | !en detemgt. Kammermusik. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: "DieöffentlichehöhereHandels-

,So sind die Männer". schule ist, wie man uns schreibt, von einer neun*

Reichsbanner Schwarz-Rot- tägigen Studienfahrt an die Rvrdsee unter Füh- Gvld. Zur Gründung einer Gießener Orts- rung des Leiters der Schule, Dr. Feld, zurück­gruppe wird in unserem heutigen Anzeigenteil gekehrt. Reisezweck war das Studium der Han­aus Freitag abend in das Kath. Vereins Haus ein- dels- uni» Derkehrseinrichtungen des deutschen geladen. Roheres in der Anzeige.. Außenhandels. Dank dem Entgegenkommen ciniaer

Abonnements - Konzerte Der Reichswehrkapelle. Man schreibt uns: Für das 7. Abonnementskonzert morgen abend auf der Liebigshöhe hat Kammervirtuos Küm­mel-Darmstadt feine künstlerische Mitwirkung zugesagt. Das musikliebende Publikum wird der Kapelle hierfür sicherlich dankbar sein und durch starken Besuch dieses Konzert unterstützen. Außer der FantasieLucrezia Borgia" wird Herr Kümmel die VariationenDer Karneval von Venedig" auf dem Kornett ä Piston bringen. Aus dem übrigen Teil d's Programms ist die Bce.hooen-Ouve.t ire von E La scn l,e .v)r. useben. Das Programm hat Obermusikmeister Suber wieder sehr geschickt gewählt, so daß jeder Be­sucher voll auf feine Rechnung kommen wird.

G. S. C. von 1900. Samstag abend bei Boller Jahresversammlung. Siehe Anzeige.

Dom Wartburg-Verein. Der an­gesagte Lichtbildervvrtrag wird verlegt, dafür finbet ein Ausflug nach Runkel statt. Siehe Anzeige.

Wettervoraussage

Noch wolkig, westliche bis nördliche Winde ohne Niederschläge von Bedeutung, mäßig warm. -

Die Tiefdruckstörungen ziehen langsam nach Osten ab, eine Besserung des Wetters stehl bevor.

*

* Erleichterung fürden Zahlungs­verkehr durch die Po st. Wie die Berliner Zeitungen erfahren, wird gemäß einem Beschlüsse der leitenden Stellen mit Ende der Woche die Vorschrift aufgehoben, daß auf Zahlkarten und Reichsmarkpostanweisungen nur mit Ren­te n rn a r k gezahlt werden kann. Es sollen fortan bis zum Betrage von 50 Mark alle zugelassenen Zahlungsmittel angenommen werden.

** EineMedaillesürdenZ. August. Im Auftrage der Reichsregierung wurde eine . , _ r. . Medaille zum 3. August 1924 aus Anlaß der

Gießen, den 23. Iuli 1924. 10jährigen Wiederkehr der Tage des Eintrittes Deutschlands in den Weltkrieg geprägt.

* ** Die Hundstage beginnen heute,

Nach Anhörung von Intevefsentenverlretun- 23. Juli, und Dauern bis zum 23. August. Sie gen und Sachverständigen hat das Hess. Mini- I ihren Namen nach dem Sternbilde des terium für Arbeit und Wirtschaft für die De- großen Hundes, Der ostwärts v>m Orion steht rechnung der Miete für Den Monat Juli fol- un£> siebzig Sterne enthält. Der Landwirt schätzt gendes bestimmt: es, teeren das Wetter während Der Hundstag«

Die Miete für Den Monat Juli beträgt in vorwiegend trocken ist, und eine Wetterregel lau« ämtlichen Gemeinden des Landes, einschließlich tet:Hundstage hell und Har, zeigen an eir Derjenigen des besetzten Gebietes, 40 v. H. der gutes Jahr." Rach einer anderen Wetterregel Friedensmiele. In dieser Summe sind 12 sollen hie Hundstage ausgehen, tote sie ange- v. H. für laufende. 8 v. H. für große Instand- sangen haben. Die Hundstagehitze, Die wir vor ehungskosten, sowie 20 v. H. für Betriebskosten einigen Tagen schon tüchtig zu spüren bekamen, und Ztnssteigerung enthalten. ist im Volksmund nicht gerade beliebt, namentlich

Im übrigen wird an Dem Inhalt der Br- ptcke Leute betrachten sie als eine Zeit des be« kanntmachung vorn 28. Mai 1924 über die Fest- sonderen Anbehagens.

Aach " Weitere falsche Eisenbahn. Dem Schlußsatz dieser amtlichen Bekanntmachung I Dollarscheine. Neben den Ende Mai m bleiben also folgend» Bestimmungen in Kraft: der Presse bekanntgegebenen Fälschungen von DLtriebskosten sind Steuern, Gebühren unD off ent» i/2> 2 und 5 Dollar sch einen der Reichsbahn

IW Abgaben also insbesvnbc« Sruadsteu-rn. jft . it ^niger Zeit eine neue Art von Fäl- s-hung der 2 Dollarnoten in größerem Arn. Pflichtversicherung, Treppen- und Flurbeleuchtung fang in den Verkehr gekommen. Sie weicht usw. und Deraxrltungskosten. Wassergeld ist je- von den früheren wesentlich ab. Die Stücke sind doch mir bis äu2^/»v. H. der^ Friedensmirte in auf Papier mit Wasserzeichen hergestellt, das dem Sah für Die Betriebskosten enthalten. In

Denjenigen Gebäuden oder Gebäudeteilen, in denen denen Der echten Scheme in dorm und Au^ Der Verbrauch 2V2 v. H. der Friedensmiete über- führung gleicht. Die Schrift ist jedoch schwach steigt, kann die Mehrausgabe auf Die Ruhangs- jm Druck, in dem WortGedeckt" unter der berechtigten nach den bisherigen Grundsätzen um- Zahl 8,40 fehlt dase vor demck", und in gelegt werden. Richt einbegriffen sind ferner in ~ .f. ..

Dem oben genannten Sah für die Betriebskosten $cr Anterschrlft Oeser ist dass Mit dem die auf Grund der dritten ©t>uernott>erori)-nang nachfolgendene" verbunden, was bei den

mit dem Wertausdruck2 ist schwächer, als bei den echten Scheinen.

RDV. Besucht das Rheinland! Wäh­rend der Rhein früher das Ziel Taufender war, läßt der Fremdenbesuch jetzt viel zu wünschen übrig. Das infolge der langen Besetzung schwer geb lüfte Land erleidet dadurch weitere wirtschaft­liche Schäden, die um so mehr zu bedauern sind, weil, wie die ..Reichszentrale für Deutsche Der- kehcswerbung" mitteilt, die Reifen an den Rhein zumeist aus unnötiger Besorgnis unterlassen wer­den. Der Bewohner des unbesetzten Gebiets be­gegnet bei einer Rh-rinreife keinerlei Erschwer­nissen. Er kann sich dort bewegen: wie zu Hause und bedarf neben dem Perfonalaustveis nur eines Geleitfcheines für die Einreise, der auf leichteste Weise durch die Köln-Düsseldorfer Rhrindampf- schiffahrtsgesellschaft in etwa ein bis zwei Tagen beschafft wird. Der Antrag ist an die Direkttvn der Preutzisch-Rhcinischen Dampffchiffahrtsgesell- schaft in Köln, Thurnmarkt 26, zu richten Ihm sind beizufügen: a) für die englische Zone: ein Personalausweis mit Lichtbild (ausgestellt von der Polizeibehörde deS Wohnorts), zwei Paßbil­der (Brustbild), eine Gebühr von 5 Goldmark <ausschl. Porto und Spesen), b) für die fran» zösische Zone: Personalausweis und Paßbilder wie vor, eine Gebühr von 7 Goldmark (ausschl. Porto und Spesen) und eine schriftliche Grllärung, haft der Antragsteller aus dem besetzten Gebiet nicht ausgewiesen,ist. Bei Beantragung eines Ge­leitscheines für die englische und französische Zone zugleich genügt die Einsendung nur eines Per­sonalausweises. Für Vereine und geschloffene Meisegesellschaften sind die vorerwähnlen Anter» lagen gesammelt mit einer namentlichen Liste, enthaltend Vor- und Zunamen, Wohnort. Staats­angehörigkeit und Ort der Einreise einzureichen.

Ist der genaue Tttetbetrag, MUMM« I ** D" deutsch« Stenographen-

37,25 Mt., in Der Tabelle nicht enthalten, so bund Gabelsberger veranstaltete im "' " " wie folgend erläutert, durch Mai ein Fernwettschreiben. An allen Orten

Monatliche

Fliedensmiete:

Hulimiete:

Mk.

G.-Mk.

-.25

.10

.50

.20

-.75

.30

. 1

.40

2.

.80

3.

1.20

3Vs

1.40

4

1.60

5.

2

6

2.40

62/3

2.70

7

2.80

8

3.20

9.

3.60

10

4.

15.

6

20.-

8.

25.

10

30.

12.

35

14.

40.

16.

45.-

18.

50.

20.

55.

22.

60

24.

65.

26.

70.

28.-

75.

30.

80.

32.

85.

34

90

36.

95.

38

100.

40.