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Mittwoch, 25.3uli 1924
174. zayrgang
werden
Neue Vorschläge.
Wachsen ein scharfer
Konferenz zusammen. Lieber die weitere Tätigkeit der Konferenz erfährt man, daß der Llnterausschtch des zweiten Komitees wieder zusammengetreten ist. Man hofft, daß dieses Komitee nachmittags seinen Bericht fertiggestellt haben wird. Morgen wird die Konferenz wieder eine Vollsitzung abhalten. Diese Verzögerung bedeutet keine Stockung der Konferenz, sondern ist vielmehr der Tatsache zuzuschreiben, daß dieser LInterausschuß über einige wichtige Punkte beraten hat, die wegen ihrer Bedeutung nicht in wenigen Stunden entschieden werden können.
Der Dawesplan soll vom Standpunkt der wirtschaftlichen Rotwendigkeiten und Bedürfnisse das Reparationsproblem lösen und alle französisch-belgischen Methoden ausschalten, deren militaristischer und terroristischer Charakter eine Befriedung unmöglich macht. Die englisch-amerr- kanischen Geldgeber, verlangen ausreichende Garantien für die Einstellung der wirtschaftsfeindlichen Sanktions- alias Raub-Politik, und sie machen sich gewissermaßen zum Trager auch der deutschen Einwände gegen die bisherigen in London gefaßten Beschlüsse, indem sie eine stärkere Gewähr für die Ausschaltung der französischen Bergewaltigun gspläne in der Zukunft fordern. als sie der Beschluß des ersten Ausschusses darstellt. Sie kennen ihre Pappenheimer und fürchten mit Recht auf Grund der Erfahrungen der letzten Zähre, daß Frankreich, wenn es ihm beliebt, den famosen 4 des SanktionenprotokollS aus-
I Der Borfloh der amerikanischen Finanz.
| Neue Kompromißvorschläge. — London propagiert zuversichtliche Stimmung
Hoffnung ....
London. 22. Juli. (WTB) Dar. Auffassung hiesiger politischer Kreise über die Frage der Zuziehung Deutschlands za der ßmOon.r Konferenz geht heute dahin, trotz mancher mit der innerpolitischen Lage an den verschiedenen alliierten Ländern zusammenhängenden Schwierigkeiten bestehe immer nach die SS offnung, den unter den Alliierten vorwiegenden Wunsch, di: volle Mitarbeit Deutschlands bei der Durchführung des ^iwes° berichtes zu sichern, bald verwirklicht zu sehen Diese Mitwirkung könnte nach englischer Ansicht in der Gestalt erfolgen, daß der von den Alliierten erzielte Entwurf eines Llebereinkvmmens den deutschen Delegierten in London zur Stellungnahme unterbreitet werde. Durch dieses Verfahren 'wurde es nach englischer Ansicht möglich sein, Deutschland bei de? endgültigen Schaffung emes Llebereinkom- mens zu Rate zu ziehen.
Franko-belgische Regiepläne.
Zugeständnisse ohne Bedeutung für Deutschland.
Peiris. 23. Juli. (WB.) Lieber die Frage der französisch-belgischen Eisenbahnregie glaubt der Sonderberichterstatter des „Journal folgen-
Die Krise im Ruhrbergbau.
Während vorgestern im Ruhrgebiet auf 21 Sechen 34 199 Mann zum Feiern gezwungen waren, erhöhte sich gestern, nach einem Drahtd^ M. die Zahl der Feiernden auf 35 284. Am schlimmsten macht sich der Absatzmaiigel aus Oen ßüLlichen Randzechtzä bemerkbar. ,L. -
Ernte und Steuern.
3m Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft fand — wie wir am Samstag berichteten — unter dem Vorsitz des Grafen Kanitz eine Konferenz der Landwirtschaftsminister der einzelnen Länder statt. Die Berichte der offiziellen Pressestelle geben nur ein sehr unvollkommenes Bild der derzeitigen Lage des deutschen Bauern und der Hilfe, die er von den politischen Behörden zu erwarten hat. Wie steht es mit der diesjährigen Ernte und welche Regierungsmah-- nahmen stehen in Aussicht, um der Landwirtschaft über ihre jetzige unleugbare Rot hinwegzuhelfen? Der letzte, unerhört lange Winter hat schwere
ietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Druck und Verlag- vrühl'sche Univerfitäls-Vuch- und Steindruckerei R. Lange in Kietzen. Schristleitung und GeschSstrftelle: Schnlyratze 7.
fiert.
Berlin. 22. Juli. (WB.) Der Volkswirt- schaftsausschuß des Reichstages hat auch in der neuen Legislaturperiode einen LInterausschuß eingesetzt. der in enger Fühlung mit der Regierung Fragen der Erwerbslosenfürsorge behandeln soll. Diesem LInterausschuß wurden die noch nicht erledigten Anträge zu dieser Frage überwiesen.
Forderungen der Deutschnationalen.
Berlin. 22. Zuli. (WTB.) Die deutschnatio- nale Reichstagsfraktion hat nach langen 'Beratungen in später Abendstunde einen Beschluß gefaßt, in dem sie die folgenden Forderungen a n d i e R e g i e r u n g richtet:
Eine T e i l n a h m e an der Londoner Konferenz soll nur erfolgen, wenn es sich nicht um Entgegennahme eines Diktats, sondern um Verhandlungen als gleichberechtigter Partner handelt, sofortige Freigabe der Gefangenen und Rückkehr der Ausge- wiesenen. unverzügliche wirtschaftliche und militärische Räumung der Einbruchs- und Sanktionsgebiete, Wiederherstellung der wirtschaftlichen und administrativen Hoheit des Reiches im altbesetzten Gebiet einschließlich des Eisenbahnnetzes, Sicher st ellung der Anerkennung, daß die Frist für die Räumungen mit dem 10. Januar 1920 zu laufen begonnen habe. Sicherung gegen zukünftige Sanktionen, keine Anerkennung von Forderungen, die gegen die Würde und Llnabhangig- keit Deutschlands verstoßen und Widerruf des der Wahrheit widersprechenden Schul dbekennt Nisse s.
Der Beschluß erklärt, daß die Deutschnationa. len sich mit allen Mitteln Abmachungen wider« sehen werden, die ihren Forderungen nicht entsprechen.
einer schriftlichen Rote darzulegen. Die französischen Sachverständigen wurden sie prüfen und die französische Delegation werde auf Grund ihv^s Gutachtens dazu Stellung nehmen, ob die Deutschen unmittelbar in London gehört oder spater an die Repar a t i on s k om Mi s s i o n verwiesen werden sollen. Auf alle Falle werde man fcanzösischerseits die Anhörung der Deutschen nicht akzeptieren, bevor die Konferenz zu einer Verständigung über die Entschließungen der dritten Kommission gelangt sei.
Es bestehl immer noch die
Der Ausschuß befaßte sich sodann mit den neu erlichen Pah-und Einreiseschwierigkeiten und nahm ein st immig einen Antrag des Zentrums an. der das Eingreifen der Reichsregierung zur Beseitigung dieser Schwierigkeiten fordert, da diese geeignet seien, die vollständige Abschnürung k«s besetzten Gebietes vom unbesetzten Deutschland herbeizuführen.
Der in der letzten Sitzung des Ausschusses für die besetzten Gebiete gefaßte Beschluß, daß denjenigen Gemeinden des besetzten Gebiets, die besvi^ ders stark unter dem Wohnungsmangel leiden und Ausgewiesene in großer Zahl wieder aufnehmen müssen. Reichskredite zur Derfügung gestellt werden sollen, wurde heute durch den einstimmig angenommenen Antrag der Sozialdemokraten auf eine Summe von mindestens 20 Millionen präzi-
nr.171 Erste; Blatt
Erscheint täglich, außer t Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbeilage: GießenerFamilienb lütter
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Anschrift für Drahtnach-
Die sächsische Wirtschaftskrise.
Wie aus Dresden gemeldet wird, jj ™ * suchten ein scharfer 21bbau in der industriellen Täiig-it u verz ihnen. 3m TeMgeb.et Rk^ian Glauchau-Krimmitschau und Werdau ft f $ die Mehrzahl der großen Spinnereien und Webereien außerstande, selbst die.auf=24 Stunden in der Woche ermäßigte Ar beitszeit au f r echt zu erhaltew M neben geldlichen Schwierigkeiten auch ^mangel hafte Auftragseingang zu möglichster Ein^ran kung zwingt. 3n Zwickau haben die Horchweike von 15^0 Arbeitern 800 entlassen, i
des berichten zu können:
Die Sachverständigen hatten sich über ein Kompromiß geeinigt. Es sei allerdings nicht ohne merkliche Zugeständnisse abgegangen. Die Franzosen und, Belgier Mitten sich bereit erklärt, w e n n a u ch n i ch t d i e Z a h I ihrer Beamten, so doch die Ausdeh- nnna ibres Tätigkeitsbereichs ein- zuschränken. Die französisch-belgischen Eisenbahner würden nicht ständig auf den vorgesehenen Linien beibehalten werden, lindern nur in einem sehr beschrankten Abschnitt
Rehes Verwendung finden. Auch hier solle eine unsichtbare Besetzung geschaffen toerben. Diese Kombinationen wurden heute vormittag Len Delegationsführern und den Kom- missionsvorsihenden unterbreitet werden, um die Vorbereitungen zu der Plenarsitzung zu treffen. Der Ausschuß für die besetzten Gebiete
fordert schärfsten Widerstand.
Berlin. 22. Juli. Der Reichstags- Ausschuß für dbe besetzten Gebiete beschloß gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Kommunisten, die Reichs- vegieming zu schärfstem Widerstand ge- a?n die Belassung ausländischer Eisenbahner im Westen auch unter dem Gesichtswinkel der Wohnungsnot und der Arbeitslostgreit im Westen gufzufvr-
Annahme von Anzeigen für die lagesnummerbis zum Nachmittag vorher ohne jedeVerbindlichkeit
Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlichZ, auswärts 10 Goldpfennig; für Re< Klame-Anzeigen v.70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20% Auf. schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr. Wilh. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck sämtlich in Gießen.
Opfer gefordert, in Süddeutschland wie in Rord- deutschland. 3n Württemberg z. D. sind die Saaten zum großen Teil erfroren. 3n anderen Teilen Süddeutschlands trat der sogenannte Schneeschimmel auf, der die Stärke des Kornes in Zucker verwandelt, ähnlich der Süßigkeit; erfrorener Kartoffeln. Besonders groß waren die Auswinterungsschäden in Ostpreußen, bekanntlich einem Lieberschußgebiet in der Versorgung des Reiches. ®ie_ Hälfte des Wintergetreides mußte um; und, da die Dauern vielfach
Paris, 22. Juli. Wie der Sonderberichterstatter der Havasagentur aus London meldet wird heute nachmittag die Diskussion der aeftern abend von den englischen und cmierrkani- schen Finanzleuten gestellten neue n ® a r <i n - tiefvrderungen zu einer zwischen Macdonald^ Herriot, zösischen Minister der Finanzen Elementel Tbeunis de Stefani und dem englischen Schatzkanzler Snowden, dem Mitdirektor der Bank von England Montagu Rorman, Sir I Albert Kindersleh, Otoen BDung und bem amerikanischen Bankier Lamont im K >b.- nett englischen im Unter-
bius wieder ausgenommen werden. 3n -unter räun^ Me Macdonald am. Vormittag mit den Lelegationsfühiern in Downing Street hatte, sind w e der Berichterstatter mitteilt verschiedene Vorschläge zu der Angllegrnh.nt ge- | macht worden. Sie sollen im wesentlichen darin bestehen, daß der durch den ^«rilani h; n'euen ®ara'Jtinen um-
bCJnl€n>er&en so ll. So wurde man sich S e & mPb?mit der vorherigen Stellungnahme res ?w>ä Vertreters der ausländischen 2mleih^uno I s-SM-Zchi-
hierbei auf den § Bestimmung
b-s für bte ®in-
föÄJW &rftänbismUt^ ab- gegeben. 1 ,
«Reuter beruhigt.
London, 22. Juli. Bezüglich der Schwierigkeiten, die entstunden. sem s°I- B?nNer^über^n'Deschlutz des elften Komitees über die Frag- ^tsthe" Der- f°h-ung *fu«rHe SffÄ kann. 3n Wirklichkeit sich nur um
das Wiederauftauchen g«wi s«r 3»«^ selben auf die 2wtwend>gk->t einer ange
Besorgnisfe Werdert selbst'
Zuversicht der englischen Presse.
London. 22. Juli. (WTB.) 5He Haltung der britischen und amerikanischen Bcmkiersin der Frage der Sicherheit für die geplante Anleiye von 40 Millionen Pfund Sterling findet in der Presse groß e^B e a ch t u n g. Die Blätter heben hervor, daß die Bankiers selbstverständlich befriedigt werden müßten und geben gleichzeitig der Zuversicht Ausdruck daß die pcimuLWiL irycu in | dadurch entstandene Stockung in den Verhand-
"X lang« in befriedigender Weife Überwunden werde. Presse bietet alles auf, um durch Drohungen, I Die Zulassung
aller Art die Amerikaner zur Einschränkung ihrer v
Forderungen zu^tvingen^ Doch^hat.^ den An- ©0Utfd)lGnt)5e
richten. RnzeigerSietzen. Postscheckkonto:
Zrankfurt a. M. 11688.
Angriffe aus die bayrische Justiz.
München. 22. Juli. (WB.) Der bayrische Landtag befaßte sich in seiner heutigen Plenarsitzung mit der sozialdemokratischen 3nterpellativn, was die Staatsregierung gegen die st aats verhetz ende nWirkun- g en der letzten bayerischen Volks- gerichtsurt eile zu tun gedenke.
Der Begründer der Znterpellattvn. Abg. Dr. Hoegner (Soz.). krittsierte besonders scharf die Llrteilsgründebeim Hitlerprvzetz und erklärte, die bayerische Justiz könne nur gesunden, wenn auch die Politische Atmosphäre in Lohern gereinigt werden.
Zustizminister Guertner entgegnete, kein Hustizminister habe die Möglichkeit. auf das Llrteil einzuwirken. Bei der Zusammensetzung der bayerischen Dolksgerichte hatten die Laienrichter allgemetti den Ausschlag gegeben. Wenn auch zugegeben werden müsse, daß die Tat von 1923 an sich zweifellos em hochverräterisches Unternehmen darstelle, müße er doch eine Gleichstellung mit dem Unternehmen von 1918 als nicht angebracht bezeichnen. Der Minister teilte mit, daß wegen der Beteiligung am Hitlerputsch im ganzen 72 Personen verurteilt wurden, davon 6 zu Gefängnis, 48 zu Festungs- und 18 zu Geldstrafen, und daß die Bewährungsfrist nur einem- Drittel der Verurteilten zugebilligt wurde. ,
Bei der Besprechung der 3nterpeNation erklärte Graf von Pestalozza (Bayr. Vp.), man habe rnit Recht an der Prozehführung des Hitlerprozesses K r i t i k g e ü b t und sie als einen Skandal bezeichnet. Der Redner wandte sich weiter gegen den Beschluß des Rechtsausschusses des Reichstags, wonach bei Volksgerichtsurteilen das Wiederausiiahmeverfah- reu zulässig sein soll. Er forderte den Minister in schärfster Form auf, gegen dieses Vorgehen Stellung zu nehmen, und erklärte dann: Wenn die 3iv» stiz schon am 1. 5. des vergangenen Jahres, als sich der Kampfbund aus Oberwiesenfeld mit Waffen zeigte, vorgegangen wäre, hätte der ganze.Hltler- putsch vermieden werden können. Man dürfe sich nicht wundern, wenn überall von guter Qu- stizkatastrvphe gesprochen werde.
Paris, 22. Juli. (WTB.) Rach dem Londoner Sonderberichterstatter der H a v a s a g e n- t u r hat Macdonald in der Unterredung, die er heute vormittag mit Herriot, Theunis, be Stefani und dem Botschafter Kelogg hatte, die Berufung der Deutschen zur Konferenz zur Sprache gebracht. Ern Beschluß sei nicht gefaßt worden Die eng- > •jeeparauon»xouuiiiiiiuu i lische Delegation habe die Rusior ng er
solaen chwissermahen als Gegenleistung für halten, ihren Standpunkt in dieser Frage in KtliÄ Sug^tä» I— .*...«•*.» bargen. ®t«
man gut tun, trotz des Lichtblicks, den die Haltung der Amerikaner darstellt, dem weiteren Verlauf der Auseinandersetzungen mit nicht geringeren Bedenken als bisher entgcgenzusehen.
und. da die Dauern vielfach kein Geld hatten, will und sie haben auch zu
neue Saat zu kaufen, pflanzten sie an was fte RetmMttmskommission selbst nach der Aus- gerade besaßen Lupine, Kartvsfellr, s amerikanischen „Generalagenten" so
auch wenn es sich für den Boden gerade nicht } Ver-trauen daß sie diese bisher rem fran- eignete. Der Hllfskredit der Reichsregierung in orientierte Organisation nach Möglichkeit
Höhe von 22 Millionen^ Maick erwies sich bei ^sgeschaltet sehen wollen.
der Verteilungg als em Tropfen auf einen heißen j uu y^_ s>at die Londoner Konferenz in
Stein. Aber der günstige Sommer dieses Jahres hat bis jetzt vieles in der Güte wieder gut- gemacht. was an Menge verloren ging. Es gibt eine leidliche Mittelernte. Die Getreidesvrten ------
haben sich erholt, die Anbaufläche der Kartoffeln französische Spiel so sehr
hat zugenommen, die Ruben haben überhaupt ££c&fcbaut worden sei, daß man nicht nachgeben nicht gelitten. Es hapert ledoch am Absatz Wo- Trotzdem trägt die Londoner Prelle -runsch-
hin mit dem Lieberschuh an Kartoffeln? An Ge- ^e zuverfichtliche Mime zur Schau, nur
treibe zeigt die Börse em Lieberangebot über - £eV Einladung an Deutschland wird dessen Herkunft man sich den Kopf zerbricht. zurückhaltend behandelt. Fast hat es
Haben die Großabnehmer Behörden und rndu- w v ^^untenstehenden Londoner Meldung den striellen Betriebe sich m der Aaflattonszeu. zu Anschein als sollte diese Einladung erst für stark eingedeckt? Sicher ist daß Deutschland durch 'späteren Zeikpuntt, und , zwar
den Sturz des französischen Tranken mit Mehl ^evarationskommission nach Paris er-
«eradezu überschwemmt wurde. Auch die Einfuhr TOT ~---
der amerikanischen sog. P^tentmehle hat. besonders in Süddeutschland den Mühlen und landwirtschaftlichen Betrieben sehr geschadet Als die Regierung endlich ein Ventil für b:e auf gehäufte deu ts^ Erzeugung öffnete, nämlich du ich die Freigabe der Ausfuhr, war es vielfach schon zu spät. -Unter dem gewaltigen Preisdruck im 3nnem mußte der Landwirt um ;eden Preis verkaufen, weil der notwendige langfristige Kredit zur Zeit ja nirgends zu bekommen ist. Gras Kanitz wurde in der eingangs genannten Versammlung dringend ersucht, die Verhandlung.-n mit Reichsbank und Reichsfinanzmini'e ium uocr die Krediterleichterung für die Landwirtschaft mit Rachdruck fortzusetzen. Doch dami allein r|t tem deutschen Landwirt, der nach amtlicher Feststes lung aus dem Ertrag seiner Erzeugnis e nur noch dreiviertel der Linkosten seiner Betriebsmittel Lecken kann, nicht geholfen. Man muh ferne Rot auch im Punkte des Steuerdrucks kurieren.
Die Reichsregierung versprach den Ministern der Länder, bei der Reuordnung des Steuerwesens auf möglichste Gleichmähigreit bei der -de- ! Wertung des Grundvermögens durch Reich und Länder zu dringen. 'Das ist zu wenig. Man muß den deutschen Dauern sofort einen Teil der steuerlichen Lieberlast abnehmen. Er zahlt immer noch die 2i/,proz. Llmsatzsteuer doppelt, tr^il der Händler an der Börse die ihm selbst wieder zu zahlende Llmsatzsteuer rn fern Preisangebot einkalkuliert und sie so ructzorrkend auf den Landwirt abioälzt. Also schleunigster Abbau der Llmsatzsteuer! Eine gewisse Erleichterung bringt der Runderlaß Les Reichssinanzministers an die Finanzämter vom 15. Juli. Darnach sollen Die Steuern der Landwirtschaft an Terminen einge» hoben werden, an denen ihr neue Einnahmen zufließen. Das soll Wohl heihen: n a ch der Ernte Lurch besagte Verordnung wurden auch die Ver- »^Auschläge für nicht gestundete Steuern mi Wirkungen vom 20. Juli ab von 5 Proz. auf 2 Proz. herabgesetzt. Zu der neuen 3^it>or[age erllär^e der Landwirtschaftsminister des Reiches gegenüber den Angriffen des -vorwärts daß das Gesamtkabinett einmutig S" der Vor- faae stelle und sich der Bedeutung der Vorlage ^wuA sei. Die Agrarzölle coerden also wieder- kommen und der Verbraucher wird sich damit ab- finden muffen. Sie AnchMle । n^t fo groß sein, als wenn man den deutschen Bauern zugrunde gehen läßt.


