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GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Neue Schwierigkeiten in London.
Die amerikanischen Geldgeber gegen die französisch-belgischen Pläne.—Bon der Einladung an Deutschland war nicht die Rede.
Sachlieferungen an die alliierten Mächte auf Reparationskonto von diesen wieder aus- geführt würden, z. B. nach Rußland. Doch seien in dieser Beziehung beruhigende Bersicherunngen abgegeben worden. Im übrigen verbiete der Sachverständigenplan selbst die Wiederausfuhr dieser Materiallieferungen. Bon der Berufung der eutschen Bertdreter zur Kvnn - ferenz sei heute vormittag nicht die Rede gewesen. Die nächste Plenarsitzung soll nicht vor ittwvch stattfinden.
Reue Schwierigkeiten.
Die Bankiers gegen die französisch-belgischen Pläne.
Paris, 22. Juli. (WTB.) Ueber die neuen Schwierigkeiten, die aus der Londoner Konferenz aufgetaucht sind, meldet der Sonderberichterstatter des „Echo de Paris": Im Laufe der Besprechung des belgischen Finanzministers mit dem Teilhaber Morgans L am on t und dem englischen Fi- nanzmann Robert Kindersletz wurde die Frage der Garantien, die den ausländischen Änleih^eichnern bewilligt werden sollen, besprochen. Der Finanzminister hat den Bankiers die geplanten Reformen der Repko, die die französische Borherrschaft beseitigen, mitgeteilt und auch über die Priorität auf alle deutschen Zahlungen gesprochen. Lamont habe erklärt, daß die Repko bei der Masse des amerika- Nischen Volkes nicht das geringste Vertrauen besitze.
Rach dem „Matin" hat auch Ministerprast- dent Herriot mit denr Teilhaber der Bank Morgan, Lamont, eine längere Unterredung gehabt. Der Berichterstatter glarbt vermuten 3'1 können, daß Lamont Entgegenkommen gezeigt habe. Heute, Dienstag, werde man erkennen können, ob dieser Geist des Entgegenkommens so weit gehe, das zu versprechen, was Herriot noch bewilligen könne, ohne dem Versailler Vertrag Abbruch zr tun. Es scheine, daß Herriot in seinen Konzessionen soweit gegangen ist. wie das französisch« Parlament es gestatten werde. , 1 .
Der Sonderberichterstatter des „Echo de Paris" beurteilt die Lage wie folgt: Gestern abend fei man so weit gegangen zu behaupten, daß Owen Young amerikanischen Pressever- tretern gesagt habe, die Verständigung mit der französischen Politik sei wirklich nicht durch- zuführen.
Däeser Umschwung mäste wohl von dem Telegrammen herführen, die seit Sonnabend mit den maßgebenden amerikanischen Fmanzlcuten gewech- elt wurden. Am gleichen Abend habe Srr Eyre Crowe sich zu Herriot begeben indes sei nicht schwer, das Gespräch slch vorzustellen. Die französisch-belqische Gegenwehr.
Der Sonderberichterstatter der Havas- agentur meldet, der französische und der belgische Finanzminister hatten natürlich mit aller Kraft gegen die Ansichten der Bankiers Stellung genommen und auseinandergeseht, daß diese dem Versailler Vertrag zuwiderlaufen, auf dessen Aufrechterhaltung Belgien keinen geringeren Wert lege wie Frankreich. Man müsse sich daher u m andere Möglichkeiten bemühen, um die von den amerikanischen Bankiers verlangten w e v teren Garantien zu bieten. Es verlautet, daß man daran gedacht habe, der Repko zwar die Feststellung der Verfehlungen Deutschlands »u übertragen, aber dem Finanzausschuß des Völkerbundes die Beurteilung d/r Konsequenzen dieser Feststellung zuzuweisen. Auch soll der Gc> danke erwogen worden sein, ob man nicht das Sachverständigenkomitee das den D a w e s b e r i ch t a u f g e st e l l t fr « t, to eiter bestehen lassen soll, um ihm in dieser Eigenschaft die Aufgabe za übertragen. nach einer Verfehlung Deutschlands gegen seineneuen Verpflichtungen z i bestimmen. was geschehen soll. Angesichts der Verschiedenartigkeit all dieser Stand- punkte sei gestern kein Beschluß gefaßt worden und es werde heute eine neue Zusammenkunft stattfinden. In frauzostschen und belgischen Kreisen habe man unter wenig günstigen Eindrücken gestand^. Man hoffe jedoch daß der Wille, zum Ziele kommen, bei den verschiedenen Delegationen es möglich mache eine übereinstimmende Losung zr fmten die sämtlich in 'Betracht kommenden Interessen wahrt. '
Beschlüsse in der Räumungsfrage.
Paris, 21. Juli. (WTB.) Der Unterausschuß der zweiten Kommission (Freigabe der Pfänder) ist, wie Havas aus London berichtet, heute vormittag in längerer Sitzung zu folgendem grundslichen Beschluß gekommen: „
Deutschland hat zunächst die 5 B e d i n g u n g e n z u e r f ü l l e n, von denen die Reparationskommission In ihrem De-
3n der Nacht vom vergangenen Sonntag auf Montag wurde in Berlin bekannt, daß die Londoner Konferenz endlich an dem Punkte angelangt sei, wo man Deutschland gnädigst und huldvoll zu den Verhandlungen zuziehen könne. Außenminister Dr. Stresemann, der gerade in Swinemiinde bei der Hundertjahrfeier des See- ,bades weilte, eilte im Flugzeug nach Berlin, raste im Auto zum Auswärtigen Amt. um — die Einladung der Entente nicht vorzusinden. Die Alliierten hatten es nicht so eilig. Die großen Fünf, Macdonald. Herriot, Theunis, Stefan i und Ke Il og traten erst am gestrigen Montag vormittag zusammen, um Vorschläge für die ZZvllkonferenz über eine allenfallsige Einladung deutscher Vertreter zu beraten. Die Dolltonferenz, die am Mittwoch zusammentritt, wird über die Einladung entscheiden. Vorausgesetzt, daß die neuen Schwierigkeiten, über die die untenstehenden Drabtberichte Näheres besagen, bis dahin behoben sind. Die in diesen Meldungen 'hervorgehobenen Gegensätze zwischen den amerikanischen Finanzleuten und den französisch-belgischen Methoden dürften inzwischen auch die englische Presse belehrt haben, die sich sehr erstaunt darüber stellte, daß „die Zeit", das Organ Stresemann s, die Beschlüsse des ersten Ausschusses tn der Sanktionsfrage als „für Deutschland unannehmbar" bezeichnete. Die englische Presse erklärte fast übereinstimmend, dieser Beschluß des ersten Ausschusses sei doch in Geist und Wortlaut das Werk des amerikanischen Sachverständigen Vvung, und der amerikanische Delegierte Logan habe doch in der Schlußsitzung der ersten Kommission die Genugtuung der Amerikaner über das Ergebnis der Beratungen dieser Kommission zum Ausdruck gebracht. Endlich sei diese Feststellung ganz im Sinne des in England eingetrostenen Staatssekretärs Hughes gewesen, der sich während der Tleberfahrt .nach England auf drahtlosem Wege genau über die Bindungen der Amerikmer in der ersten Kom- mstsion habe unterrichten lassen. So wurde von englischer Seite der Versuch gemacht, die deutschen Vertreter einzuschüchtern und ihnen mit amerikanischer Ungnade zu drohen. Die Umgebung Herriots läßt inzwischen beharrlich die Meldung verbreiten, Frankreich werde nicht nur auf den 4000 französischen und belgischen Regieeisenbahnern in Rheinland und Westfalen, sondern auch darauf bestehen, daß die Deutschen, wenn man sie in London reden laßt vor das Tribunal der Reparationskom- Mission gestellt werden als vor den allem zuständigen Richter. Ha, Herr Peretti della Rocca, der Alba des Londoner Dramas, soll den Wunsch geäußert haben, daß es der deutschen Delegation nicht möglich sein dürfe, offizielle Formabänderungen des von den ANiierten gemeinsam festgelegten Programms zu erreichen. Wenn sich Herriot und Macdonald diesen diplomatischen Rat zu eigen machen sollten, wäre die Diktat- und Ultimatumspvlitik
schluß vom 15. Juli die Feststellung abhän- ' gig gemacht hat, daß der Sachverständigen- )lan als ausgeführt zu betrachten sei. <
Bon den Alliierten werden demgegenüber folgende Maßnahmen getroffen werden:
1.Die deutschen Behörden werden wieder in die Funktionen eingesetzt, die sie hinsichtlich der Steuer- und Zollerhebung, sowie allgemein hinsichtlich aller wirtschaftlichen und steuerlichenAngelegenheiten der zur Zeit besetzten Gebiete vor dem 11. Januar 1923 ausgeübt habe. Diese Wiedereinsetzung hat im Rahmen des Versailler Vertrages durch Entscheidung der RheinlandkvmMission und unter Berücksichtigung der Bedingungen des Sachverständigenberichts zu erfolgen.
2. Die von den französisch-belgischen Behörden beschlagnahmten Bergwerke, Kokereien und industriellen Betriebe werden zurückerstattet.
3. Die Micum wird zurückgezogen.
4. Der Personenverkehr wird wiederhergestelltund die requi- riertenGüter werden zurückerstattet.
Der Berichterstatter fügt hinzu, zu einer längeren Diskussion sei es auch wegen der Rückgabe der Eisenbahnen gekommen. Die englischen Sachverständigen hätten darauf bestanden, daß die Einheit des deutschen Eisenbahnnetzes v o r der Zeichnung der Anleihe wieder hergestellt werden müsse. Die französischen und der englische Eisenbahnsachverständige würden beute vormittag in dem Unterausschuß die technischen Voraussetzungen für das Verschwinden der französisch-belgischen Ersenbahn- regie und für die Wiedereinsetz ing der deutschen Msenbahnbehörde auseinandersetzen. — Die „Anempfehlungen" des ersten Ausschusses.
Der amtliche Wortlaut.
London, 21. Juli. Der Wortlaut des Berichtes des ersten Konferenzaussch rsles ist, wie an- gekündigt heute abend veröffentlicht worden. Don amtlicher britischer Seite wird dazu bemerkt, daß dieser Bericht nur Anempfehlungen and keine endgültigen Besch lüsse darstelle. Der Bericht lautet:
Das Komitee hat die Ehre, der Konferenz zur Prüfung und Entscheidung folgende einstimmige Anempfehlungen bezüglich des Absatzes C und des § 5 des englisch-französischen Memorandums vom 9. 7. 1924 zu unterbreiten:
1. Die in der Reparationskommission vertretenen Regierungen werden, indem sie sich auf § 22 des Anhangs 2 zum Teil 8 des Dusailler Vertrages berufen, den Anhang durch Einfügung des folgenden § 17 abändern:
Wenn die Reparationskommission zu beschließen hat. ob Deutschland in Ausführung irgendeiner Verpflichtung unter diesem Teil des augenblicklichen, am 10. 1. 1920 in Kraft gesetzten und darauf gemäß den Destim- mungeir dieses Anhangs abgeänderten Vertrags von Versailles oder unter dem vom 9. 4. 1924 datierten Sachverständigenplan in Verzu g gerat e n ist. so soll ein amerikanis cher Burger der in der nachstehend vorgesehenen Weise ernannt worden ist. an der Erörterung terlneh- men und seine Stimme abgeben, als ob er unter &em § 2 dieses Anhanges ernannt worden wäre. Der amerikanische Bürger wird durch einstimmige Entscheidung der Reparationskommissron innerhalb von 30 Tagen nach Annahme dieses Abändcrungsantrages ernannt werden.
Falls die Reparationskommission zu keiner einmütigen Entscheidung gelangt, soll die Ernennung durch den jeweiligen Präsidenten des ständigen internationalen Gerichtshofs im Haag erfolgen. Die ernannte Persönlichkeit soll fünf Zähre den Posten bekleiden und kann wieder ernannt tixrten. 3m Falle einer Vakanz tritt dasselbe Verfahren zur Ernennung eines Nachfolgers ein. Voraussetzung bleibt, dah^ wenn die Vereimg- ten Staaten von Amerika amtlich durch einen Delegierten in der Repavationskommrssron vertreten sind, irgendein unter den vorgenannten Bedingunggen ernannter amerikanischer Bürger aufhören soll, Mitglied der Kommission zu fein, und keine neue Ernennung unter diesen Bedingungen erfolgen soll, solange die Vereinigten Staaten amtlich vertreten sind.
2. Wenn die Reparationskvmmission eme Verfehlung seitens Deutschland feststem, so werden die interalliierten Regierungen mit der Gewissenhaftigkeit eines gemeinsamen Treuhänders für ihre eigenen Finanzinteressen wie für die Nnanz- interessen derjenigen Personen handeln, die in
Verbindung mit dem in Frage stehenden Plane Geld leihen und sogleich über die Natur der anzuwendenden Sanktionen und über die Methoden einer schnellen und wirkungsvollen Anwendung beraten.
3. Um auch die im Dawesbericht vorgesehene Anleihe von 800 Millionen Goldmark sicherzustellen und um die Unterbringung der Anleihe zu erreichen, erklären die Mächte, daß, falls Sanktionen infolge eines Verstoßes seitens Deutschlands angewandt werden müssen, sie alle besonderen Sicherheiten respektieren werden, die dem Anleihedienst gewährt werden. Die alliierten Mächte sind weiter der Ansicht, daß der Anleihedienst absolute Priorität genießen muß hinsichtlich aller Hilfsquellen Deutschlands, auf welche das allgemeine Pfandrecht zugunsten der Anleihe gewährt wird, ebenso hinsichtlich aller Einnahmen, die sich infolge der Anwendung von Sanktionen ergeben. Die alliierten Mächte stimmen ferner darin überein,
daß sie wahrend der Laufzeit der Anleihe nicht zu Sanktionen greifen werden, sofern nicht die Repko eine Verfehlung gemäß Abschnitt 3 des Teiles 1 des Dawesberichts festgestellt hat und zwar durch eine begründete Entscheidung, nachdem sie die Ansicht des Generalagenten für die Reparationszahlungen und des Vertreters der auswärtigen Anleihegläubiger eingeholt hat.
4 Sofern nicht etwas anderes in den vorstehenden Paragraphen festgesetzt wird, bleiben alle bestehenden Rechte den Signatarmächten desDer- sailler Vertrages Vorbehalten.
Die französisch- belgischen Regiepläne.
Ein Urteil aus deutschen Fachkreisen.
Berlin, 21. Juli. (WTB.) Zu dem französischen Plan, bei der Rückgabe der Strecken des besetzten Gebiets an die deutsche Reichsbahn trotz sonstiger Liquidation der Regie 4000 französische und belgische Eisenbahner im Betriebe der rheinischen Eisenbahnen zurück- zulassen, wird uns aus Eisenbahnfachkreisen erklärt:
Ein solches Verlangen geht nicht nur über die Bestimmungen des Versailler Vertrages undden Plan der Sachverständigen hinaus, sondern widerspricht direkt dem Geiste des Da- wesgutachtens, das die wirtschaftliche Souveränität Deutschlands wahren, die Reparationsfrage auf rein wirtschaftlichem Wege ihrer Lösung zu führen und dazu die Einheit ber deutschen Verwaltung wiederherstellen will. Die deutsche Reichsbahn kann die ihr zugedachten Reparationslasten auch nur dann voll tragen, wenn ihr Gesamtnetz wieder wie früher eine wirtschaftliche Einheit bildet und nach den Grundsätzen höchster Wirtschaftlichkeit betrieben wird. Vorbedingung dafür ist, , daß Reibungen und Störungen des Betriebes gerade in dem rheinischen Verkehrszentrum ausgeschlossen werden. Solche Störungen sind aber unvermeidlich, wenn dort 4000 Franzosen und Belgier als Fremdkörper in dem Personal der deutschen Reichsbahn sitzen. Die in dem Bahnbetrieb geradezu unerläßliche Einordnung und Unterordnung sowie das dienstfreudige Zusammenarbeiten aller Personalgruppen wären unerreichbar, wenn in einem Teile des Netzes ftemd- ländrsche und ftemdsprachige Beamte im Dienst mittoirften. Aus dem Bedürfnis der Praxis ist der französische Plan sicher nicht entstanden. Da die Delmige der alliierten Truppen durch das Rheinlandabkvmmen und die Orbon* nanzen der Rheinlandkommission sichergestellt sind und Schwierigkeiten für die alliierten Truppen vor der Ruhrattion ftch nie gezeigt haben, wie auch während der passiven Resistenz die Versorgung der englischen Truppen durch Abmachungen mit den Eisenbahnergewei-kschaften durchaus sicherge stellt war. würde sich unschwer auch jetzt ein Weg für entsprechende Sicherungen finden lassen. Schon aus wirtschaftlichen und finanziellen Gründen heraus ist deshalb der französische Plan unannehmbar.
Heute Neichstagsbeginn.
Heute nachmittag 3 älhr beginnt der Reichstag wieder seine Plenarsitzungen. Soweit es sich bisher übersehen läßt, wird der Reichstag nur Arbeitsstoff für einige Sitzungstage haben. Wann die zum Sachverständigengutachten gehörenden Gesetze den Reichstag beschäftigen werden, hängt von dem Verlauf der Verhandlungen der Reparationskommission und von dem Ausgang der Londoner Konferenz ab. Es wird damit gerechnet, daß der Reichstag in den ersten Tagen des August eine längere Sommerpause eintteten lassen : kann.
wieder einmal fertig.
Dies scheinen auch die amerikanischen Fmanz- märnier erkannt zu haben. Mit welchem Erfolg, dürfte bald bekannt werden. Jedenfalls wirb der deutsche Reichstag, der heute zusammentritt, vor den schwierigsten Aufgaben seit der Verhandlungen über das Versailler Diktat stehen. Die Regierung will nach allem aus parlamentarischen Kreisen an uns gelangenden Meldungen in iprer Ablehnung aller für Deutschland untragbaren Beschlüsse ber Londoner Konferenz festbleiben. Die Betonung dieser Haltung und Stellung scheint uns um so notwendiger, als eine gewisse französische Presse erklärt, daß die deutschen Vertreter kaum in die Lage kommen würden, zu Verhandlungen zugelassen zu werden.
Die gestrigen Beratungen Don der Einladung an Deutschland war nicht die Rede.
Paris, 21. Juli. (WTB.) Heber bie gestern abgehaltene offi3iellc Be- ratung der alliierte nn Ko mm iss r- vnsführer einschließlich des amerikanischen Vertreters berichtet Havas aus London, daß sich die Beratungen fast ausschließlich auf die Verhandlungsergebnisse der ersten Kommissioonn (Verfehlung- aen und Sanktionen) bezogen haben. Das Protokoll sei grundsätzlich gebilligt worden. Die Auseinandersetzung habe vor allem die Mittel zur erfolgreichen Auslegunng der 8v0-Millionen-Anleihe zum Gegenstand gehabt, auf der der ganze Sachverständigenplan beruhe. Von mehreren ^Delegierten seien weitere Garantienn zugunsten oer Anleihezeichnner gefordert woorden.Die fünf ersten Delegierten haben nach dem Berichterstatter ferner beschlossenn, der dritten Kommission (Sachlieferungen und Deportte- runaen) die weitergehenden Vollmachten zu erteilen, die sie erbeten hatten. Macdonalo hat dem Vorsitzenden der Kommission, Str Robert Kindersleh nneue Onstruk- tionenn erteilt. 3n englischenn Kreisen habe man befürchtet, daß die deutschen


