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Donnerstag, 22. Mai (924

Erstes Blatt

V4- Jahrgang

beit

den Behörden überlassen

ten. Es würde sonst eine Kellerer oder ein Blut»

dem man nach Herzenslust die gewerkschaftlichen Cmad>t= und Kampsrni.tel antoanjtee; es war eine Lust, sie immer wieder in Bewegung zu setzen bis sie allmählich stumpf tourten; die Stvtzbe- wegung löste bei den Unternehmern unD Artei l- gebern eine heftige Gszensivtztetoegu -g aus. Und weil man all uoft Th ater spielte, anstatt wirklich za fechten ward die öffentliche Meinung bald den Gewerkschaften feindselig gestimmt. Man txrlor sich zu sehr an die Masse, und damit ward Die notwendige straffe Führung gelockert. Man ging von der eigentlichen Aufgabe, der Regulierung des Ärbeitsmarktes, ab und rollte alle sozialen, rechtlichen und kulturellen Probleme auf. Man trieb große Politik mit allen Künsten und ver­lief) dabei den Weg des einen Notwendigen: der Beeinflussung der Wirtschaft und der Standwerdung der Arbeiterschaft.

Damit war die Krfte da:DieCharakter- und Wesensveränderung der Gewerk- schäften, gleichsam eine schwere innere K ank- heit. Diese Krankheit bedarf W sachkundigen Arztes und einer heilenden Medizin. Gs bedarf der Rückbesinnung auf Wefen und Ziel der Ge­werkschaftsbewegung, um die Kri.se zu lösen. Die Gewerkschaften sollen Standrsbewegnng s.in, und durch die Gewerkschaft soll die Arbeiterschaft Stand werden; der Gewerkschaftler muh heraus wollen aus dem Proletariat, denn dieses ist Masse ohne Lebensform und Lebensinhalt. Beides zu geben ist Sinn der Gewerkschaft. Die Lvhnfrage

kräfte sind nicht in dollem Umfange eingesetzt wor­den, um ihn zu zerstreuen. Es muh aber der Le­gende entgegengetreten werden, als hätte die Po­lizei mit zweierlei Mah gemessen. Die Kommunisten haben trotz ihrer riestgen Propa­ganda nicht annähernd eine so große Teilnehmer­zahl für Halle zusammengebracht, tote die Deutsch- nationalen. (Stürmische Zurufe bei den Kommu­nisten: Sie haben sie ja nicht nach Halle gelas­sen. Sie haben sie ja festgehalteu!) Bielen im Volkspark wird es nachher lieb gewesen fein, dah

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DerDeutsche Tag".

Berlin 21. Mai. (Priv.-Tel.) Im preu - ßischen Landtag stehen zur Beratung die Interpellationen über die Vorgänge in Halle anläßlich der Wiederaufrichtung des Moltkedenkmals und über das Verbot von Umzügen bei öffentlichen Feiern.

Abg. Dr. Waentig (Soz.): Wie die Ge­nehmigung zur Abhaltung des Deutschen Tages in Halle gegeben werden konnte, ist meinen politi­schen Freunden ein Rätsel, nachdem der Arbeiter­schaft solche Kundgebungen am 1. Mai verboten worden waren. Die Teschränkungen, an die die Genehmigung gebunden war, sind von den Veran­staltern nicht eingehalten worden, es gab stunden­lang geschlossene Llmzüge mit fafzistischen Fahnen, und entgegen der vorherigen Ankündigung liest die Eisenbahn Dor- und Rachzüge gehen. Die Po­lizei hat offensichtlich- mit zweierlei Mast gemessen. Der Kredit, den der Innenminister nicht nur tn den Kreisen meiner Parteifreunde genießt, 'bat durch diese Vorgänge eine erhebliche Einbuße er­litten. Wird nicht eingegrrffen, so stehen wir un­mittelbar vor einem faszistrschen Putsch und damit vor dem Zusammenbruch. Wir verlangen Stärkung der Staatsgewalt, und als deren sicht­baren Ausdruck ein Verbot an alle Behörden, sich an solchen Auszügen zu beteiligen.

Abg. von Lindeiner-Wildau (Dn.) Der preuhische Minister des Innern habe in letzter Zeit in völlig unerträglicher Weise Umzüge be- öffentlichen Feiern der verschiedensten Art ver­boten.

Das sei geschehen bei der völlig Überpartei» lichen Kundgebung in Halle,

bei der Veranstaltung von Trauerfeiern für Schlageter, bei der Tleberführung des in französischer Gefangenschaft zu Tode gequälten Dreher, beim illanentag in Fürstenwalde und bei vielen gänzlich unpolitischen Sportveran­staltungen. Weil die Kommunisten Gegen­demonstrationen androhten, kapitulierte der i Minister vor ihnen. Er verbot die von den Kom­munisten bekämpften Kundgebungen und erklärte damit den vollständigen Bankrott seiner und der Autorität des Staates. Durch solche Verbote läht sich eine so starke Bewegung nicht zurück drängen. Ein Staat, der mit derartigen Mah­nahmen Vorgehen muß beweist damit, dah dies« Republik nicht als Dolksstaac zu betrachten ist Das vom Minister des Iranern angewandte Sh-

Mittelpa rtei em vorbereitete sachliche Plattform I ist in der gestrigen Besprechung überhaupt nicht verhandelt worden, nachdem die Deutsch-nationalen die Personenfrage in den Vordergrund gestellt hatten. Heber die Haltung des Zentrums, das gestern nachmittag noch zu einer Fvaktionssitzung zusammengetreten war, teilt dieGermania" mit, dah es für das Zen­trum ausgeschlossen sei, die teutschnatio- na le Taktik, bestimmte Persönlichkeiten an den I Vordergrund zu schieben, mitzumachen.

DieDeu tscheTageszeitun g" schreibt: Die Verhandlungen waren von Anfang an dadurch erschwert, dah in der außenpolitischen Frage des Sachverständigen-Gutachtens die Par­teien der bürgerlichen Arbeitsgemeinschaft mit einem starren Programm erschienen, das im wesentlichen den Standpunkt der Geschäftsregie­rung vertritt und lediglich in den sogenannten Ehrenpunkten, wie z. B. in der Frage der Ausgewiefenen, der Bedrückung der Ruhrbevöl- terung ufto., dem deutsch-nationalen Standpunkt entgegenEommt. Da die Deutschnationalen diesem Roli me tangere gegenüber natürlich ebenfalls an ihrem Programm festhielten, so wurden kurz nach 12 Tlhr die Verhandlungen vorläufig ergeb­nislos abgebrochen. Man will sie aber bal­digst forbsetzen. Obwohl die Verhandlungen zwi- fd>en den Deutschnationalen und den übrigen Par­teien noch nicht über das Anfangsstadium hinaus­gediehen sind, schwirren bereits die verschieden­sten Kombinationen über angebliche deutsch- nationale Mini ft erlist en umher. Richtig ist, daß von ihrer Seite für den Kanzlerposten Großadmiral von Tirpih in erster Linie in Vorschlag gebracht werden wird. Ebenso würde es nahekiegen, für das Innenministerium den Ab­geordneten W a l l r a f in Aussicht zu nehmen, der bereits während des Krieges vorübergehend Staatssekretär des Innern gewesen ist. Wie dasDerl. Tageblatt" wissen will, soll sich Tir- p itz mit Luden darf f ins Benehmen gesetzt und ihn gebeten haben, eine Koalition s- regierun g der Deutschnationalen und der bür­gerlichen Mittelparteien mit seiner Fraktion wohlwollend zu behandeln.

m. 120

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Berlin, 21. Mai. (WTB.) Wie aus parlamentarischen Kreisen verlautet, sind gestern die bürgerlichen Parteiführer im Reichstag zu einer Konferenz zusammengetre- tfen, um über die Frage der Regierungsbildung zu beraten. Don den Deutschnationalen nah­men an der noch andauernden Sitzung die Ab­geordneten Hergt, Schiele, Wallraf, Graf Westarp und Behrens; vom Zen­trum Dr. Peter Spahn, Dr. Brauns, Stegerwald, Giesberts und Decker- Arnsberg; von der Deutschen Dolkspartei Dr. Scholz, Dr. Kemvkes, Dr. Curtius; von den Demokraten Koch (Weser), Erke- le n ; von der Daher. Dolkspart. Abg. Leicht teil. Die Besprechung der Führer der bürgerl. Reichstagsfraktiouen wurde kurz nach 12 Ahr unterbrochen, ohne daß es bisher zu einer Einigung gekommen ist. Wie verlautet, werden die Verhandlungen voraussichtlich schon heute fortgesetzt. Inzwischen haben die Deutschnationalen eine Einladzmg an die nationalsozialistische Freiheits­partei ergehen lassen, die angenommen wurde.

Neber das Ergebnis der Besprechungen der Deutschnationalen mit den Parteien der Mitte und der heute nachmittag abgehaltenen Frattionssitzung der Deutschnationalen gibt die deutschnationale Presse st elle fol­genden amtlichen Bericht aus: Die Deutschnationale Dolkspartei hat in der heu­tigen Besprechung mit den Vertretern der Mittelparteien den Vorschlag gemacht, die Lösung der für die Regierungsbildung be­stehenden Schwierigkeiten in einer Doran- stellung der Persvnenfrage zu suchen. Eine nach Ansicht der Deutschnatio­nalen Dolkspartei zur Führung hervorragend geeignete überparteiliche Persön­lichkeit ist; den anderen Fraktionen be­nannt worden. Die Verhandlungen darüber haben eine Wendung genommen, auf Grund deren die Deutschnationale Dolkspartei ihre Initiative in dieser Richtung zunächst ein­gestellt hat.

Parteien und Regierungsbildung.

Der deulschnationale Vorschlag einer Kanzlerschaft des Grotz- admirals von Tirpitz von den Mittelparteien abgelehnt.

*

In Ergänzung dieses von der Deutschnatio- nalen Volkspartei veröffentlichten parteiamtlichen Berichts teilen die Blätter mit, daß die Frak­tion der Deutschnationalen Volkspartei gestern nachmittag nach längerer Aussprache beschlossen hat, die an die Mittelparteien ergangene Ein­ladung zu Verhandlungen, die heute vormittag stattfinden sollten, zurückzuziehen. Wie die Blätter betonen, wird es nunmehr Sache der Mittelparteien sein, tn den Parteibespre­chungen über die Regierungsbildung wieder die Initiative aufzunehmen. Aus dem Verlauf der gestrigen Besprechungen hebt dasB. T." folgen­des hervor: Die Deutschnationalen stellten den Antrag, eine gemeinsame Entschließung dahin zu fassen, dah als voraussichtlicher Reichs­kanzler der Großadmiral v. Tirpih tn Betracht komme. Dieser Antrag der Deutschnatio­nalen wurde von den Mittelparteien abgelehnt, und zwar teils aus persönlichen Bedenken gegen den vorgeschlagenen Kanzler­kandidaten, teils mit der Begründung, man würde durch dieses Verfahren der Entscheidung des Reichspräsidenten vorgreifen, dem verfassungsgemäß allein die Ernennung des Kanzlers obliege, lieber die von den

ft em macht es auch den Deutschnationalen auf die Dauer unmöglich, die nationalen Kräfte auf dem Wege der Ordnung zu erhalten. (Hört, hört! links.) Wenn der Innenminister feine Autorität gegen die Kommunisten nicht durchsetzen kann, dann mag er seinen Platz einem anderen einräumen. (Beifall rechts. Zischen bei

SietzenerAiyeiger

General-Anzeiger für Gberhessen

Vrvck vnd Verlag: vrllhk'sche Univerfitatr-Vnch- mtö Ztein-rnckerei R. Lange in Gießen. Zchristlettung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7.

Die Krisis der Gewerkschaften. , Von Dr. Johannes Dierkes-Berlin. Man kann die Volkswirtschaft eines Landes Und ihre verschiedenen Gruppen und Berufe mit einer großen runden Platte vergleichen, an deren äußerstem Rande sich die Arbeiterschaft befindet. Kommen nun Erschütterungen und Krisen über fdie Wirtschaft, so wirken sie sich an diesem Rande am stärksten aus. Die Arbeiterschaft lauft am ehesten und stärksten Gefahr, von der Platte ins Leere zu fallen, d. h. die Folgen der Wirt- schastskrisen und Wirtschaftserfchütterungen: Ar­beitslosigkeit, Lohnausfall und Einkvmmensver- mtnterung treffen sie am schärfsten und greifen bei ihr unmittelbar ins Dasein ein.

Hm nun solche Krisen nach Möglichkeit zu hindern und Depressionen, die über die Wirtschaft eines Landes kommen, zu entspannen, hat sich die Arbeiterschaft organisiert und gegliedert in. der Gewerkschaft, die ein Organ der Volkswirtschaft ist jedenfalls sein muß. Um im Bilde zu bleiben: vorn Rande der Platte gehen von allen Seiten Verbindungslinien aus, die durch andere Berufe und Gruppen hindurchstreben zum Mittelpunkt; tn den Prozeß der Wirschaft übertragen heißt das. die Gewerkschaft soll die gegebene Ordnung der Produktion bejahen, weil sie selbst daraus wieder »Kraft und Leben saugt; jtt sie muh sie nach Möglichkeit fördern, um auch so ihre Lage zu bessern und ihre Daseinsberechtigung in ihrer Tätigkeit für die Volksgesamtheit im allgemeinen wie für einen Stand im besonderen zu rechtserti- igen; daneben aber muh sie überall und in jedem fgalle darum kämpfen, dah die Ertvagsvertellung der Wirtschaft- auch der Arbeiterschaft so zugute kommt, dah diese neben Magenkultur auch noch Familienkultur treiben kann. Dieser Kampf muh sein, weil der Arbeiter, auf sich allem gestellt, im ökonomischen Prozeh immer den Schwächeren spielt er hat nur die Arbeitskraft und weil die Wirtschaftsform des Kapitalismus die Tendenz hat, diese Arbettskraft zu benutzen, auszubertten und wie ein Kraftfeld abzuernten nach dem Grundsatz deshier und heute". Denn die moderne Wirtschaft hat die gründlichste Umtocrtung aller Werte vollzogen; sie hat die Lebenswerte unter die Ruhwerte gestellt, und damft ist ihr der Mensch, vor allem der arbeitende Mensch nicht mehr das notgeschasfene irdische Sein, nicht mehr der Trägerdes Ewigen", sondern Faktor ftn Produktionsprozeß, Kraftfeld, das man ab­ernten muh, und zwarhier und heute", denn morgen sind andere Kraftfelder da, und morgen tft eine neue Ernte Hier soll die Gewerkschaft darum kämpfen, daß die Lebenswerte wieder vor die R u h we r t e gestellt werden, in jedem Falle müssen sie wenigstens neben ihnen Mitgeltung und Beachtung finden. So liegt ein Dualismus in der modernen Gewerkschaft, der gut und not­wendig ist, und solange er herrscht, ist die Ge­werkschaft in sich lebendig und nach außen akttv.

Man spricht und redet heute nun viel von einer Krisis ter Gewerkschaften; mit Recht. Sie ist verständlich weil die ungeheure Inflation des letzten Spätjahres die Gewerkschaften enteignet und damit ihrer Stoßkraft beraubt hat; weil die Arbeiter in dieser Zeit nicht die Opfer für ihre Standesbewegung gebracht haben und nicht bringen konnten, die notwendig waren, um ihre alte Kampfkraft zu erhalten, well der Abbmch des passiven Widerstandes eine nie gekannte Ar­beitslosigkeit über die deutsche Wirtschaft brachte, und weil endlich die Arbeitgeber diese Zeit und Lage und die Ohnmacht der Gewerkschaften dazu benutzten, um den Arbeitnehmern von neuem zu diktieren. Das hat Gewerkschaftsmudigkeit ge­bracht, Gewerkschaftszerfall, und über Rächt be­fand sich die Gewerkschaftsbewegung mitten in der Krise drin.

Das sind äußere Grünte; es sind gleicham Funktionsstörungen, die darauf b.nteaten, dah im Innern organische Veränderungen und Erkran­kungen vorliegen, dah es innere Quellen sind, denen die Krise mit Raturnotwendigkeit ent- ! springt. Sie ausgeteckt zu haben, und zwar in ihrer ganzen Schärfe und mit bewundernswerter Genauigkeit, ist das Verdienst eines bekannten Fachmannes auf dem Gebiete der christlichen Ge­werkschaftsbewegung: Prof. Brauers.

Erster Grund: GewerkschaftundWirt- ichoft hängen eng zusammen. Der Auf­wärtsentwicklung der Wirtschaft entspricht der Aufstieg ter Gewerkschaften an Mitglied rzahl (unb Finanzkräften. Die Ungunst der Wirtschaftslage wirkt dagegen in jeder Hinsicht nieterziehend für die Gewerkschaften. Aus der Krise der Wirtschaft kommt die Krise der Gewerkschaft.

Zweiter Grund: Von Einfluß auf die gewerk­schaftliche Entwicklung ist die P v l i t i f cheLag e. Sie spielt jedoch gegenüber der Wirtschaft eine Untergeordnete Rolle; sie ist, für sich genommen, ein sekundäres Moment. Aber gerate in tem Bewußtsein ter Massen und der meiste-n Ge­werkschaftsführer hat sich dieser Zusamn^nhang genau umgekehrt: man ha t s i ch zu f e b r um Sie Politik und nicht genügen Dum ldie Wirtschaft gekümmert. Aber bl.'.hte denn diese Wirtschaft nach dem Kriege nicht neu au ft Gewih, aber es war eine Scheinblüte; sie tarn nicht ter Wirtschaft als Ganzem, sondern nur einigen Wirtschaftlern zugute Das sah man nicht, noch viel weniger, daß diese Wirtschaft, je mehr sie sich konzentrierte in den Händen we­niger, ihr Recht behaupten würde, auch gegen­über den Gewerkschaften und notfalls selbst gegen die Gewerkschaften. Wer hätte such daran denken können: dieseBlüte" der Wirtschaft spiegelte sich wieder in einem glän- $CTiten Wachstum der Gewerkschaftern Ihre Zahl ^uchs ungeheuer; man kam in einen Rausch, in

DasB. T." teilt ferner mit, dah die Be­handlung der Personenfrage die demo­kratischen Vertreter sofort gänzlich a b g e l e h n t haben sollen, während des Zen­trum eine gleiche Ablehnung in ihrer folgenden Fraktionssihung beschlossen haben soll. Beite Par­teien hätten verlangt, dah über ein sachliches Programm in allererster Lime verhandelt wer- den müsse. Auf diesem Punkt angelangt, muhten ten Soz.) die Verhandlungen abgebrochen werden. Am $tbg ©ibnetter (Komm), -ie Feier in mittag gegen 6 älhr traten auf Einladung von Halle fei eine Heerschau von abgetakelten Ge- deutschnationaler Seite die deutschnatto- neralen, Etappenhengsten aus dem Hause Hohen- nalen Abgeordneten Gras Westarp, Wallraf und zvttem und der vom Großkapital gedungenen Schiele und als Vertreter der R a t i o n a l - foszistischen Schuhgarte der Deutschnattonalen ge- sozialistischen Freiheitspartei die toesen. Der Deutsche -^g in ^lle ist nur der Abgeordneten Wulle, Henning und Graf Auftakt zu einem neuen vergrößerten Hitler putsch R e v e n 11 o w zu einer Besprechung zusammen. Minister des Innern Severing:

Diese Besprechung war nur unverbind- ' . ,. ,

lieber Ratur und diente wesentlich dem Zweck, Im kommunistischen Antrag wird behauptet, die Vertreter ter Rationalsozialistischen Frei- die Polizei habe schon am 10. Mai Schutzen- heitspartei durch die Deutschnationalen von der gräben ausgeworsm und damit bewiesen, daß 9aae ÄU unterrichten sie ein Blutvergießen unter der Arbeiterschaft

Lage zu unierriajien. beabsichtige. Gegen die Vorbeugungsmaßnahme

Die Haltung des rheinischen Zentrums, könnten sich die Kommunisten nur bann ent- v ~ , x rz rüsten, wenn sie leugnen wollten, daß sie ihre An-

K ö l n, 22. Mai. (Priv.-Teft) In einer gestern K^ger mit Eichen knüppeln, Schlagringen und abgehaltenen Konferenz der Vertrauensleute und anteren Waffen ausgerüstet haben, also Ge - Vorstandsmitglieder usw. der rheinischen Zen- walttaten vorbereitet hatten. (Lärm bei trumspartei wurde eine Entschließung einstimmig ^en Komm.) Ich habe niemals versucht, die Ver- angenommen und telegraphisch an den Reichskanz- anttoortung für die Vorgänge in Halle tem ler gesandt, -in der es heißt, daß die Wählerschaft Aeichsminister des Innern zuzuschieben. Die Ver­des rheinischen Zentrums erwartet, dah die Zen- anttoortung habe i ch zu tragen und ich trage sie trumsfraktion die bisherige Auhenpoli- komm. Abg. Wolffstein ruft: Arbeiter-

t i k beibehält und für jene Politik eine Mehr- mörder! Vizepräsident Garmich ruft die Zuruserin beit sucht. Das besetzte Gebiet sähe in dieser Po- ,ur Ordnung.) Die große Anfrage der Deutsch- litik die Möglichkeit einer Rückkehr ter Gesänge, nationalen ist eine so stümperhafte Arbeit, dah sie nen und Ausgewiesenen und einer Wiederher- &ie Bote 5 c verdient. Der Verfasser vergiht ganz, stellung seiner wirtschaftlichen und politischen Frei- | ich überhaupt keine öffentlichen llmzüge ver­boten habe, solidem dah sie vom Reichs- _______ Minister des Innern verboten sind und muh als Kulturfrage gedeutet und gelöst werden; teß ich nur Ausnahmen zulassen konnte. Das der Lohnarbeiter soll geselffchafttiche Wertung Verbot tourte zunächst bei den Arbeitslosen- nnd soziale Ehre erringen. Der Mittelpunkt aller Demonstrationen in Berlin vom Berliner Po-lizei- GewerkschaftsHaftung und -Arbeit muh die De- Präsidenten für Berlin erlassen. (Rufe bei den rufsfrage sein; sie allein stellt die Ordnung ter Komm.: Auch ein Sozialdemokrat.) Die Deutsch- Werte toieter her; sie allein rückt wieder Den nationalen haben damals nicht protestiert. Du Lebenstoert vor die blvhe Rützlichkeit. Daß ter Genehmigung für Halle ist auch nur unter Mensch eine Funktion ausübt im Dienste einer ganz bestimmten Bedingungen erteilt irgendwie beschaffenen Gemeinschaft, das ist Stern worden. (Rufe hei den Komm.: Lim die sich und Kern aller Arbeit, die den ganzen, Menschen niemand gekümmert hat!) Wenn die Kommu- sassen will. Von hier, und nur von hier, k)mmt nisten es das Einleben in die Familie und das Vaterland. . - . ....

©inn ter ©etoe^fd^if^etoegungj^ater^^ift aud> I würden, mit der fafzistischen Gefahr fertig zu Wee­der schwerste Doch soll diese reife Frucht er- ten (Ruse bei ten Kommunisten: Dann waren Sie -Een M sie Schwertz es ^wert: Geweckschafts- nicht mehr Minister.!), dann käme etwas besseres arbeit ist Erziehungs.irbeit, und die Gewei-ffchafis- heraus. Derbotwidrig ist allerdings von den Renn- fühcer müssen Erzieher und Bildner sein, Die ge° | bahnwiesen em llmzug erfolgt und die Polizei- toissenhaft heimKleinsten begimievtz um G e- f i n n u n a zu wecken, tenn sie macht den Rlen- schen zur Persönlichkeit. Das mutz ter Gewerk­schaftler werten wollen, sonst bleib1, er eine leere Kummer in einer großen Masse. Diese Gesinnung allein fordert die Bewegung, nicht ter Kultus Der großen Zahl. Sie regelt die engeren Fragen gewerkschaftlicher Beziehungen z B. die Lohn- fraae und löst sie in einsichtigster Weise. Sie aibt die teste Kraft, über sie in die Weite zu wachsen in Die Desitzanteilnahme an der .... . .

Wirtschaft und die Mitbeteiligung sie Nicht nach den Rennbahnwlesen kommen tonn an der politischen Führung hinein. T?