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immvoty, 21. Mai 1924
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberheßen)
Kr. ti9 Zweites Blatt
von 20 Mk. erhalten unter der Beschuldigung,
metz zu Recht verworfen wurde. Die Strafkammer
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Geld
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Berliner Produktenbörse.
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Tendenz:
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2 voll 20
4 10 voll
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2
1 voll
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0.470
6.?7
12,64
amtlich in Gau-Algesheim, verurteilt, weil sie aus der Waldgemartung ihres Wohnortes Stau-
(3n einem Teil der Auflage wiederholt.)
Der Ausstand in der badischen Metallindustrie.
Mannheim, 20. Mai. (WD.) Bei bei gestrigen LIvabstimmung über die Annahme oder Ablehnung des gefällten Schiedsspruches in dem Konflikt in der Mannheim-Ludwigshafener Metallindustrie haben 88 Prozent der Metallarbeiter für seine Annahme gestimmt. Da aber die Arbeitgeber den Schiedsspruch abgelehnt haben und seit gestern die Betriebe geschlossen halten, ist der Streik auf. einen toten Punkt angelangt.
Der königstreue schwedische Landtag.
Stockholm, 20. Mai. (Priv.-Test) Der schwedische Landtag hat das Ansinnen der Sozialdemokraten auf Absetzung des Königs und Errichtung der Republik mit grober Stimmenmehrheit abgelehnt.
Streikrecht in Sowjetrußland.
Moskau. 19. Mai. (Priv.-Test) 3m Zusammenhang mit der Aufruhr-Bewegung gegen die Räteherrschaft im „ Fernen Offen“ war auf der Amur-Eisenbahn ein Streik ausge- brochen. Dieser Streik ist nunmehr beendet. Das Streikkomitee ist gefangen gesetzt worden, und seit dem 20. April arbeitet auf den verschiedenen Stationen der Amur-Buhn ein Kriegsgericht. welches kurzen Prozeß mit den angeklagten rebellischen Eisenbahnern macht. Das Tribunal spricht frei oder verurteilt zum Tode. In Chabarvsk sind 6 Lokomotivführer und 15 andere Eisenbahner erschossen worden. Die Amur- bahn wird für die nächste Zeit von Rotgardisten bewacht. Die in leitenden Stellungen gewesenen Eisenbahnbeamten in Blagvvelsjensk sind nach China geflohen.
•) Dom RuckzahlungSwert.
Frankfurter Börse.
Amst»Nott.
Brss.-Antw. ßbrtftianta. flopenbaar« Stockholm. HelsingforZ. Awlien. . ■ London.. .
Vicubott . - Pari» .... Schweiz . ■ Spanien . .
Wien in D- Oell. abgeft Prag . . . ■ Budapest. • Buen.-AireS Bulgarien . Japan .. - L>io de Jan. Belgrad . . Lissabon ■ -
Der vergebliche Welfensturm.
Der 18. Mai 1924 wird ein Ehrenstag in j der Geschichte des Hannoverlandes sein. An ! diesem Tage hat sich ergeben, dah der jahrelange Sturmlauf und die Minierarbeit des Welfentums gegen den preußischen Staat vergeblich geblieben sind. Wohl haben rund i 450 000 Stimmberechtigte die Frage, ob Hannover einen eigenen Bundesstaat bilden soll, mit „ja" beantwortet, zu dem für eine erfolgreiche Borabstimmung nötigen ersten Drittel fehlen aber noch 140 000 Stimmen. Bis zu der nach dem § 18 der Reichsverfassung zu einem Ausscheiden erforderlichen Dreifünftelmehrheit ist noch ein Weister und für die Welfen hoffnungsloser Weg.
Die Gegner des Welfentums sind die Abstimmung zum allergrößten Teile ferngeblieben. Da die Zahl der Stimmberechtigten 1768 800 beträgt, ist diese Gegnerschaft 1 320 000 Stimmen stark. Rur in fast ganz wel- fisch gesinnten Distrikten, wo aus geschäftlichen oder anderen Gründen ein Fernbleiben von der Urne für den Einzelnen nicht möglich war, haben auch Gegner des selbständigen Hannover an der Abstimmung steilgenvmmen, aber mit „nein“ gestimmt.
Die ganze Unruhe, die durch die Abstimmung in das Land getragen wurde, beruht auf bem § 18 der Reichsverfassung, der für das Ausscheiden von Provinzen und Bezirken aus ihren bisherigen Ländern das Recht der Abstimmung geschaffen hast. Während die föderalistisch gesinnten Teile des Rheinlandes beschlossen haben, für die Dauer der Besatzung von dem Rechte dieses Paragraphen keinen I Gebrauch zu machen, haben die Deutsch-Han- rwveraner sich nicht dazu aufzuschwingen vermocht, eine ähnliche Zurückhaltung zu üben. Dies, obwohl die Mahnungen aus dem besetzten Gebiete, jetzt über keinerlei Gebiets- Veränderungen zu streiten, laut und deutlich genug nach Hannover hinüberklangen.
Es ist zu hoffen, dah durch das Ergebnis vom 18. Mai der welfische Spuk für lange Zeit erledigt ist. Bisher haben 5000 Unterschriften genügt, um eine Borabstimmung zu erzwingen. Rach den Bestimmungen des Gesetzes vom 8. Juli 1922 kann aber die Reichsregierung für einen solchen Bezirk, in d?m die Borabstimmung ergebnislos war, in Zukunft verlangen, daß mindestens 25 Prozent aller Wahlberechtigten den schriftlichen Antrag da- gu einreichen, falls eine neue Borabstimmung gefordert werden sollte. Diese Bestimmung gilt für die nächsten zehn Zähre. Roch besser wäre es freilich, wenn der ganze § 18 der Reichsverfassung gestrichen würde. Er hat ein Clement der Unruhe in unsere staatlichen Ber- hältnisse hineingetragen, das in unserer an Krisen so reichen Zeit wirklich überflüssig genug ist.
Der Stoß der Welfen ist ins Leere gegangen Der Reichsgedanke erwies sich als mächtiger, wie ein überspannter PartikulariSmus, der ein gesundes Stammesgefühl, das auch unser volles Berständnis findet, nur diskreditieren kann. Die großen Massen der Wähler haben erkannt, daß der Schlag, der sich gegen Preußen wenden sollte, im letzten Ende gegen das Reich gerichtet war, ob die Urheber das nun zugeben wollen oder nicht. Das ganze Deutschland wird den Mißerfolg dieses Treibens mit Freuden begrüßen.
Berlin, 20. Mai. Am Produkienmartt den für Roggen etwas höhere Preise gefordert, weil die Reichsgetreidestelle nicht als Käuferin auftrat. Don anderer Seile kommendes Angebot hinderte eine nachhaltige Anregung für das Geschäft. In Weizen fanden nur geringe Umsätze statt, da die Preisforderungen und die Preis- gebo'te zu weit auseinandergingen. Gerste und Hafer waren gleichfalls ruhig, das Mehlgeschäft erfuhr keine Besserung. Oelkuchen und Kleie konnte noch gestern nachmittag ziemlich reichlich abgeseht werden. Mais wurde in vermehrtem Umfange von den Genossenschaften gekauft. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen märkischen 154 bis 157 (matt), mitteldeutsch 152 bis 155 (matt), Roggen märkischen 128 bis 132 (stetig), Somm'.rgei-ste 158 bis 168 (matt), Wintergerste 145 bis 15 (matt), Hafer märkischen 127 bis 134 (stetig): für je 100 Kilo: Weizenmehl 21,25 bis 24,25 (still), Roggenmehl 18,50 bis 20,50 (still). Weizenkleie 9 20 (matt), Roggenkleie 9,10 bis 9 25 Raps 300 (still), Leinsaat 400 (still): für je 50 &ilc: Diktoriaerbsen 20 bis 22, kleine Erbsen
verworfen. Die Behauptung, dah sie die Stangen aus dem Wald? eines Bekannten geholl hätten, der ihnen die Genehmigung hierzu erteilt habe, konnte als unwahr zurückgewiesen werden.
Der Bergmann Gottlieb Friedrich und eine Ehefrau in Weitershain hatten im Juli 1923 einen Zusammenstoß mit dem dortigen Feld- chühen, der sie wegen Grasentwendung zur Rü)e letten wollte. Die Ehefrau Fr. sprang auf diesen zu. erfaßte ihn am Hemdkragen, drückte ihm die Finger wider die Kehle und beleidigte ihn durch gemeine Schimpf Worte, dabei den Rechenstiel Hoch- Heb end: der Ehemann Fr. ging mit dem Messer auf den Feldschüh los und beleidigte und be° drängte ihn derart, daß dieser, um sich vor Messerstichen zu schützen, einen Schuh aus einem Revolver abgab, der den Friedrich leicht streifte.
Frankfurt a. M, 20. Mai.
Schwach. — Der Abbröckelungsprozeß konnte H ute an der Börse weitere Fortschritte machen. Anlässe dazu bieten die neuerlichen Rachrichten, daß der Sanierungsplan bei den Stahlwerken Decker A-G. sich nicht so leicht durchführen la sen werde, wie zuerst angenommen wurde, sowie die Befürchtung, daß unter Umständen noch weitere Krei e davon in Mitleidenschaft gezogen würden, denn es ist ein offenes Geh.'imnis, daß noch manches andere Werk in ähnlicher Lage sich befindet, wenn dort auch die Lage noch nicht so akut geworden ist. Da alle diese Schwierigkeiten mehr oder weniger mit der Ruhrbesetzung zusammenhängen, kann erst dann eine gründliche Besserung erwartet werden, wenn einmal das Ruhrgebiet geräumt sein wird. Das Fortdauern der Arbeitsruhe im Ruhrbergbau fällt auch sehr nachteilia für die Börse ins Gewicht. Mußten doch verschiedentlich Feierstunden wegen Kvh'.enmangels eingelegt werben. Unter all diesen Umständen nimmt es nicht Wunder, daß das Angebot wieder in der Heber» zahl war und auf allen Gebieten ziemliche Kurs- einbuhen zu verzeichnen waren. Diese betrügest durchlschnittlich 1—2 Billionen Prozent, erreichten aber verschiedentlich vereinzelt auf dem Montan- martt bis 4 Billionen Prozent. 3m freien Der»
Wirtschaft.
• 4prvz. Gießener Stadtanleihe n. Don der Frankfurter Börse wird gemeldet: Mit Wirkung vom 20. Mai 1924 werden 4prozentige Gießener Stadtanleihen vom Zahre 1920 getrennt von den übrigen hier eingeführten Emissionen notiert , , ,. „ . ,
* Rückgang der Erwerb slosigkert im Ruhrgebiet. Auch in der letzten Zeit hat die Erwerbslosigkeit im Ruhrgebiet Wetter ab- genommen; während am 30. Januar d. Zs. im Handelskammerbezirk Essen noch 104 612 Personen erwerbslos waren, waren Ende April nur noch 34 814 Erwerbslose vorhanden. Kurzarbeiter wurden überhaupt nicht mehr gezählt. Zu den Erwerbslosen kamen allerdings noch 28 363 Familienangehörige so daß Ende April 7 Prozent oer gesamten Tevölleinng von Erwerbslosenunter- stühang lebte. In Essen allein lebten 36 045 Personen von Unterstützung, in Oberhausen 10 460 Personen usw. Wie der Brrgarbeiterstteik auf dte Erwerbslosenziffer sich auswirlen wird laßt sich jetzt noch nicht übersehen. Immerhin ist damit zu rechnen, daß die günstigste Gestaltung der Er- werbslosigkett für einige Zett vorbei fein toiro.
* Veruntreuungen beim Stahlwerk Decker. Gegen den bisherigen Generalsekretär des Stahlwerks Decker, A.-G. in Willich, Heuer, wurde, wie die „Köln. Dolksztg. melbet, sowohl seitens des Stahlwerks Decker, als auch von der dieser Gesellschaft nahestehenden Industriellen Dankgesellschaft G. m. b. H, Düsseldorf, Anzeige wegen (Betrüget und ähnlichen Vergehen erhoben. Heuer wird 'beschuldigt, Gelder, die den beiden Gesellschaften gehören und über die er im Interesse dieser beiden Gesellschaften verfügen sollte, für Privatzwecke in bedeutendem Umfang verwandt zu haben.
* ZurückziehungderGeschäftsauf- sicht bei der Tiag. Da sich die Verhältnisse bei der Textilindustrte-A.-G. in Barmen so gestartet haben, daß die Hoffnung auf Behebung der finanziellen Schwierigkeiten besteht, ist der Antrag auf Veschäftsaufsicht zurückgezogen worden. Die
rächte und Befürchtungen um, die offenbar an- . , . . .
berechtigter Weise sich teilweise auf erstklassige 2 Pfund Garn unterschlagen zu haben. Hiergegen Unternehmen bezogen. Hierdurch wurde das E«- AS:-r*—“,x:-
fühl der Unsicherhett weiter gesteigert und die Käufer abgeschreckt. Verstimmend wirkte auch der bei der gestrigen Tagung der deutschen indu- triellen Vereinigung offenbar yewordene Zwie- pUt in den ixahgebenden Kreisen unserer Industrie. Man hegte die Besorgnis, dah solche Erscheinungen die Erlangung von ausländischen Krediten, auf die unsere Wirtschaft angewiesen ist. erschweren werde. Auch die immer noch nicht geflärte Lage im Metallhandel bildete einen Gegenstand der Besorgnis. Das bei Beginn vorliegende Angebot druckte daher empfindlich aus den Kursstand. Montanwerte, Kaliaktien, Elektrizitätspapiere, Maschinenfabrikaktien und Textil- werte büßten bis zu 3 bis 4 Billionen Prozent ein. Schissahrtsakiien waren anfangs kaum widerstandsfähiger, erholten sich später aber etwas. Danken bröcEeUen ab. Im Verlaufe war das Geschäft außerordentlich still. Vereinzelt bewirkten Deckungen unbedeutende Kursbesserungen. Die Stimmung blieb gedrückt. Am Levstenmartt waren die Derhällnisse unverändert. Paris und Drüssel im Einklang mit der Internationalen Bewertung etwas niedriger. Die Zuteilungen wurden zum Teil erhöht, für Christiania auf 50, Kopenhagen auf 10 Proz. gegen 20 bzw. 4 Proz. gestern.
entstellen das schönste Antlitz. Udler Mundgeruch wirkt ab stoßend. Beide übel werden sofort in vollkoinmen unfdjäbL Weise beseitigt d. d. bewähtte Zahnpaste Chloro-dont.
legte er Einspruch ein, erschien aber zu dem darauf an beraumten Schöffengerichtstermin nicht, so daß sein Rechtsmittel verworfen werden muhte. Die heutige Berufungsverhandlung drehte sich nicht um die Sach? selber (ob Unterschlagung oder nicht), sondern darum, ob der Einspruch des Stein-
Das Schöffengericht Ober-Ingelheim hatte die inzwischen ausgewiesenen Bahnarbeiter Gg. Müller, Gg. Wald und Philipp Kölsch,
4,21 22,86 74,94 68,75
6,02 12,54
4,62 U 85
9,11 1,695 0,465
6,27 12,64
Gießener Strafkammer.
Gießen, 13. Mai. Der Althändler Hrch. Zell aus Wetzlar und die Helen? Röser von Gießen waren vom Schöffengericht wegen Diebstahls zu je 4 Wochen Gefängnis verurteilt worden. Sie hatten nut einem Ingenieur eine sogenannte „Spritztour" von Wetzlar nach Gießen gemacht, und dabei waren die goldene Uhr und der goldene Zwicker des Ingenieurs verschwunden. Das Schöffengericht hielt den Zell und die Röser für die Täter und verurteilte sie. Die Strafkammer hob aber dieses Urteil auf. Bei her allgemeinen Angetrunkenheit und Ausgelassenheit, die unter den Beteiligten herrschte — sie übernachteten in einem hiesigen Hotel — konnte nicht mit Sicherheit festgestellt werden, wer gestohlen hatte. Die Uhr hat sich übrigens später vor der Wohnung des Bestohlenen gefunden: dort war sie von dem Dieb hingelegt worden, aus Angst vor einer Anzeige.
Verworfen wurde die Berufung des Kaufmanns Ernst Karl Steinmetz von ©rün- berg. Er hatte durch Strafbefehl eine Geldstrafe
Büchertisch.
— Das Liebesleben t n deuts cher Vergangenheit schildert Max Dauer ir einer umfangreichen Monographie, die der Der log Dr. P. Langenscheidt, Derlin, verschwenderisch mit gutem Dilderrnaterial ausgestattet hat. Auf Grund eines sehr gründlichen Quellenstudiums bespricht der Verfasser in sehr klarer und übersichtlicher Weise die markantesten Erscheinungen eines der wichtigsten Zweige der Kultur- und Sittengeschichte von der germanischen Urzeit bis in unsere Sage. Von Werbung, Hochzeit, ehelichem und außerehelichem Brauch, von Klerus und Kloster, von Frauenhäusern und fahrendem Volk, von Badefitten, Tanz und Spiel, von Schön- hettsidealen und Mode, von Liebes zauber und Hexenkunst wird in fesselnder Form erschöpfend berichtet, so dah das Werk eine wertvolle Ergänzung zur allgemeinen Kulturgeschichte darsteltt.
— Allgemeine Volkswirtschaftslehre. Don Professor Dr. R. Liefmann. Kart. 2,20. (D. G. Teubner, Leipzig.) Diese Einführung in die Volkswirtschaftslehre ist für »wettere Kreise bestimmt, für alle, die in möglichst gedrängter Form einen Einblick in die heutige Organisation des Wirtschaftslebens und Verständnis für seine grundlegenden Prinzipien gewinnen wollen. Sie geht dabei nicht, wie manche derartige Kompendien. allen Schwierigkeiten der Theorie aus dem Wege sondern sie geht aus von den Bedürfnillen der Menschen als der Ursache aller Wirtschaft und führt in möglichst vereinfachter Darstellung in den Mittelpunkt der heutigen Wirtschaftsordnung, den Tauschverkehr, den Geld-, Preis- und Ernttommenmechanismus. Don da aus wird ein umfassendes erläuterndes Bild der volkswirtschaftlichen Erscheinungen gegeben, der Organisation der Produktion nach ihrem äußeren wie ihrem inneren Aufbau, der Unternehmungsformen und der Spezialisierung, ferner des Handels und des Bankwesens, dä Währungsshstems und des Zahlungsverkehrs, der Märkte und Börsen, ferner der Maßnahmen zur Regelung des Tauschverkehrs seitens des Staates, insbesondere der Steuern und Zölle. Den Abschluß bildet ein Ueberblick über die Entwicklung und Aufgaben der Wirtschaftswissenschaft, sowie ein fleines Repetitorium, dessen Fragen der Leser beantworten kann, um sich davon zu überzeugen, wie weit er den Inhalt des Buches in sich aufgenommen und verarbeitet hat.
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voll voll 15 60
vollvoll voll voll ooll^voll voll voll voll voll voltzvoll voll! -
Brici '
158,10 20,30 58,95
71,78
112,53 io,cs 19,03
18,445 4,21
24,08 74,79
68,75
6,0? 12,54
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
fo-n Billionen Mark ausgednistt. DucnoS-AireS, London, Neu« vork fiapan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Gtnbertcn, alle« übrige für 100 Einheiten.)
Telegraphische Auszahlung.
bejahte diese Frage, da ec fein Richterscheinen am Schöffengericht nicht genügend und vor allem nicht rechtzeitig entschuldigt batte.
Die Eheleute Friedrich erhielten vom Schöffengericht wegen Beleidigung und tätlichen Angriffs auf einen Beamten eine Geld- und Ge - ängnisstrafe. Ihre Berufung wurde zurück- getolefen.
der Gesellschaft nahestehenden Danken in Derlin und Frankfurt sollen der Gesellschaft bis zu einer Million Kredite gewährt haben.
* Englische Anleihen für den tsche' Städte. Wie der „Deutsche Handelsdienst" zuverlässig aus Dresden erfährt, hat ein englisches Konsortium erhebliche Deträge bereitgestellt. um deutschen Städten Anleihen zu gewähren. Der Zinssatz beträgt außer einer einmaligen Abschluß- Provision 8 Prozent. Es sind deutsche Dertrcmeas- leute bestimmt worden: Anträge deutscher Städte auf Gewährung von Anleihen entgegenzunehmen, au prüfen und weiterzuleiten. Bis zur Gewährung der Anleihen sind irgendwelche Beträge seitens der Antragsteller nicht au leisten. Wie der»Deutsche Handelsdienst" werter erfährt, sind bereits von einer Reihe deutscher Städte, darunter mehrere sächsische, entsprechende Anleiheverhandlungen in die Wege geleitet worden.
* Die Wirtschaf tskris ein Po Inisch- Oberschlesien nimmt nach einer Meldung aus Konigshütte immer größeren Umfang an. In ter letzten Sitzung des Betriebsrates der König s h ü 11 e ließ die Direktion erklären, daß das Werk binnen vier Wochen wegen Mangels an Aufträgen und an Absatz vollständig ftillgetegt werden muß and daß umfangreiche Kündigungen schon zum 1. Juni bevvrstehen. Auf der nur noch zum Teil arbeitenden Laurahütte wurden jetzt auch sämtlichen Beamten einschließlich den Direktoren Kündigungen zagestellt. Die traurigen wirtschaftlichen Verhältnisse in Polen haben eine ungeheure Abwanderung zur Folge. Rach Mittel- (ung der Abwanderangsstelle Mhflowitz sind vom 15. April bis 15. Mai nicht weniger als 6000 Arbeiter ausgewandert, and zwar hauptsächlich nach Frankreich, Belgien und Südamerika.
*
Börsenkurse»
-jen entwendet hatten. Ihre Berufung, die wegen :er Ausweisung der Angeklagten vor der hiesigen Strafkammer verhandelt werden muhte, wurde
15 bis 16, Fatteverbsen 13 bis 14, Peluschken,11 bis 12, Ackerbohnen 14 bis 15, Wicken 11 50 chis 13, Lupinen blau 11 bis 11,50, Seradella alt 14,50 bis 15 neu 11 bis 13, Rapskuchen 9.50, Leinkuchen 21, Trockenschnrtzel 8,80, Kartofeln (Weiße) 3 20 (rote) 3.20, Werzen- und Rogc.enstroh, draht- gebunden 1,20 brs 1,30 Haferströh, drahtgepreßt 1 brs 1,10 Gerstensttoh 1 bis 1,10, Häcksel 1,45 bis 1.65'. Wiesenheu, gut gesund und trocken 2,40 bis 2.70.' handelsübliches Heu 1,70 bis 2,00 Mark.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 20. Mai. Es notierten je 100 Kg. Weizen, Wetterauer 16,30 bis 16,75, Roggen, inländ. 14 50 bis 14,75, Sommergerste für Drauzwecke 17 vis 17,50, Hafer, inländ. 14,25 bis 14,75, Weizenmehl, füdd. Spezial 0 25,75 bis 28, Roggenmebl 21,50 bis 22,50, Wetzen- und Roggenkleie 9,25 bis 10, Erbsen, je nach Qual, für Speisezwecke 20 bis 30, Heu, südv., gut, gesund, trocken 8,50 bis 9, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepr. 5 bis 5,50, Treber, getrocknet 13 bis 13,75. Tendenz ruhig.
Geld
157,60 19,55
58,65 7',42
111,97
10,62 18,85
18,365
4,19 22,74 74,16 58,45
6,98 12,46
4.58
1,375 3,03
1,681 0,455
5,23 12,56
kehr lagen naturgemäß Becker-Werte außerordentlich schwach. Becker-Stahl 2SZ«, Becker-Kohle 53A, Äpi 33/r, Krügershall 3^2, Petroleum 12*/2. Gvowag 0,2125, Hansa Lloyd 1, Ufa 4%. Auf dem Devisenmarkt ist das weitere starke Fallen des französischen Franken beachtenswert. London gegen Paris erreicht jetzt 82.
Berliner Börse.
Berlin, 20. Mast (Wolff.) Der Fall der Stahlwerke Decker hat von neuem an die trostlose Lage unserer Wirtschaft gemahnt. Im Atfammcn- hang hiermit liefen an der heutigen Börse Ge-
157,60
20,20
68,6 >
71,42
111,97
10,62 18.95
18,355
4,13
23,9» 74,41
68,45
5,93
12,45
4,53
1,375
3,03 1,685 0,460
6,23
12,56 I
19. Mai
Sinnliche Wottcrinta
20 Mai
Pnniltrt).' '.Uotkr m ,
20.
2 voll
50 10 10 voll voll
2
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2
Brief
158,40
19,65
58,95
71,78 112,63
10,68
■■
Billionen Prozent
Frankfurt a- M.
Berlin
Schluh. Kurs
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Schlich« Kurs
Datum:
19.5.
20. 5.
19. 5. |
20. 5.
5°/.> Deutsche ReichSanleihe .
0,0 f6
0,074
0,075
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0,425
0,425
0,430
0,4.0
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0,20)
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Deutsche Svarpramicnanleihc
*■
0,100
—
0,104 0,209
4% Preußische KonsolS . . -
—
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77,20
76,9
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4.5
4,63
4,97
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-
47
Berliner Handelsgesellschaft.
28.25
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—
—
Commerz- und Privat Bank.
4,5
4,26
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Darmst. und Ncuionalbank .
7,7
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7,6
Dcutiche Bank.........
Denlschc Bcreinsbank ....
8,75 0,535
8.4 0,575
9
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DiSconto Commandit ...
8,75
8,8
9,2
8,75
Mctallbani...........
14 1
13,5
—
—
Mitteldeutsche Creditbank. .
1,75
1,7
1.7 0,370
1,0 0,375
Ocsterreichische Kreditanstalt.
0,380
0,375
Westbank............
0,400
0,400
0,550
0,450
Bochumer Guß........
—
- -
48,5
46
BuderuS............
11,37
10, 3
11,75
10,1 14,1
Caro .............
16
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16
Deutsch-Luremburg......
Gelsenkirchener Bergwerke. .
46,5 48
44,75
•46
46
48
46,25
Harpener Bergbau......
Kaliwerke Aschersleben....
65
9,75
54 • 9
55
10,75
53,25 9.3
13,37
Kaliwerk Westeregeln.....
14,25
13
14,25
Laurahutte...........
7.75
7
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7
Oberbedarf...........
15,5
13,25
16,1
13,75
Phönix Bergbau.......
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27,25
25,5
21,25
23,25
25,5
25,9
23,25 22
Riebest Montan........
38
37
40,25
37
Tellus Bergbau........
2
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—
—
Hamburg-Amerika Paket. . .
Norddeutscher Llovd.....
22,5 5,1
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Chcramische Werke Albin ..
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—
Zementwerk Heidelberg . . .
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—
Philipp Hoßmann......
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3
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21
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1.3
——
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Goldschmidt..........
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10,37
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11
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Hichster Farbwerke......
11,75
11
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10,75
Holzverkohlung .......
| RütgerSwerke.........
7
12,75
6,75
11,75
12,63
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—
Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft
7,87
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12,25
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Mamkrastwerke........
5
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1,5
1,6
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2,9
2,6
3,1
2,8
I Hehligenstacdt.........
Meguin........ « -
2,8
14,5
2,75
14
15,5
14,25
frankfurter Armaturen ...
0,760
| 0,650
—
—
| Konservenfabrik Braun . . .
—
—
| Mctallgesestschast Frankfurt-
13,5
13,13
-
—
Per. Union A.-G.......
1,25
1,2
1,37
1,13
1 Sst nhfabrik Her» .......
2.5
2
2,5
2,25
| Sichel..............
5,6
5.37
7,97
—
| Zellstoff Waldhof.......
7
6.9
6,75
| Zasteriabrik Frankenthal . .
2,1
3,1
2
•
Zuckerfabrik Waghäusel .. .
2,8
2,7
—
—
Berlin. 19. Mai
Geld |
Brief |
Revart. °/«
74,56
74,94
20
Französische Noten........
Dänische Noten..........
Schwedische Noten........
Holländische Noten........
Deutsch<Oesterreich, ä 100 Kronen Amerikanische Noten.......
Englische Noten..........
Italienische Noten.........
Belgische Noten..........
22,69
71,42
111,97
167,60
5,86
4,19
18,35
18,85
19,20
22,81
71.78
112,53
158,40
5,88
4,21
18,45
18,95
19,30
4,6
voll
5
50
20 voll
10 voll voll voll
llnnnrifrfie ........
4,59
voll
<3'frfrrAnffnfrnnfifrfw> Entert. ....
12,47
58,65
12,53
voll
68,95
40
. ........
2,01
2.03
voll
Spanische Noten..........
68,45
68,75
voll


