Tonnten sich Vie Kurse auf ihrem AnfcmgSnivs«
halten.
Berliner Dorfe.
Berlin
Frankfurt a. M.
ün Dlllionen Prozent
Datum:
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Re^arr.
5772a
voll voll Voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll
Banknoten.
(Ohne Gewähr.)
Prinzeßröcke
in Trikot und reiner Seide Viele A usföhrungen in allen Modefarben Nur beste Qualitäten zu mäßigen Preisen Fritz Nowack Wäschefabrik und Ausstattungshaus
Blutarme
trinken am besten täglich 1-2 Gläschen
Sagitta Blut-»ms Nervenlikör
In allen Apotheken. Stets vorrätig: Univ.-Apotheke zum gold. Engel, Gießen, usw. Flasche M. 3.50.
Sagittaroerk, V.m.b.H., München SM. 2. MTJa
Berlin, 18. Juli. (Drahtbericht des „Greß. Anzeigers".) Die heutige Börse stand wieder vollkommen unter dem Eindruck der Drrhand- tun gen in London. Während an den beiden vorhergehenden Tagen eine freundlichere Stimmung zu beobachten war, machte sich heute eine skeptische Ausfassung der allgemeinen politischen Lage geltend. Man verweist auf die wachsenden Schwierigkeiten bei den Konftvenzberatungen und auf die Haltung der französischen Vertreter. Wie an dec heutigen Börse verlautet soll es zwischen den Vertretern der englischen Bankwelt und den politischen Persönlichkeiten in London zu einer Spannung gekommen sein, da die Finanzleute za erkennen gaben, daß das Zustandekommen der großen internationalen Anleihe von ganz bestimmten Doraussehungen abhängig sein werde, denen sich auch Frankreich fügen müsse. Der Ausgang all dieser Verhandlungen ist natürlich im Augenblick noch höchst zweifelhaft. Dementsprechend bewahrt auch die Börse heute wieder Zurückhaltung. Das Geschäft war heate auf dem Aktienmarkt nur ganz geringfügig. Die Kurse bröckelten eher etwas ab. Lebhafter^ging es nur am Anleihemarkt zu. Hier entwickelte sich ein etwas regeres Geschäft in Kriegsanleihen, die mit 285 gehandelt wurden, während Schutzgebiete vernachlässigt lagen. Auf dem Devisenmarkt lag das Geschält vollkommen still. 3m weiteren Verlaus der Börse gestaltete sich die Tendenz gegen Ende etwas freundlicher, so daß an verschiedenen Märkten sogar noch kleine Kursgewinne zu verzeichnen waren.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
(In Billionen Mark au-gedrückt. BuenoS-AfteS, London, Neu» hort, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alle- übrige für 100 Einheit»».)
Telegraphische Auszahlung.
(Ohne Gewähr.)
veS gesamten Stosswechsels. Ts kann sowohl ein Zuviel wie auch ein Zuwenig an Wasser dem Tiere schaden. Aun ist zwar die Verabfolgung einer gut temperierten Wasser-menge durch Tränken oder durch Selbsttränken recht angebracht, weit besser aber ist es trotz alledem, die Tiere täglich eine Tränke im Freien aufsuchen zu lassen, damit sie wenigstens für kurze Zeit während des Tages sich außerhalb des Stalles bewegen und frische Luft schöpfen können. DaS trägt sehr viel zum Wohlbefinden bei, von dem auch in hohem Grade die Absonderung der Milch abhängt. Dieser kleine tägliche Spaziergang vom Stall zur Tränke und zurück gibt auch Gelegenheit, rindernde Kühe ausfindig zu machen, insbesondere solche, bei denen das Bindern im Stall ohne deutlich wahrnehmbare Kennzeichen auftritt. Beobachten wir die Tiere während des Saufens draußen vor dem Tröge, so bemerken wir, daß ihr Wasserbedürfnis doch recht verschieden ist; die einen brauchen mehr, die anderen weniger Wasser. Vielfach werden aber auch die schwächeren Tiere von den stärkeren vom Wassertroge abgedrängt und erhalten somit nicht genug Wasser. Hier muh dann auf gepaßt werden, dah alle Tiere genügend Wasser zu sich nehmen. Zur Winterzeit hat aber das Tränken da draußen insofern seine Bedenken, als dann das Wasser zu kalt ist. Würden die Tiere dann im Stall temperiertes Wasser erhalten, so würden sie mehr davon aufnehmen. Die Tiere fühlen eben instinktiv, daß ihnen kalteS Trinkwasser schädlich ist.
Fragekasten.
Frage 36: Meine Frau Hai frühzeitig Ober- kohlvabi gesetzt, der im Mistbeet herangezogen worden war. Die Pflanzen waren kräftig und gingen gut voran, aber jetzt sind die Köpfe sämtlich aufgeplatzt. Was ist die älrsache?
Antwort: Das Platzen mancher Gemüse, wie Frühweihkraut, Frühwirsing, Karotten und auch Oberkohlrabi tritt häufig ein, wenn die Pflanzen die Höhe ihrer Entwicklung überschritten haben, ohne dah inan sie verbrauchte. Bei Kohlrabi kommt das Platzen auch schon eher vor, und zwar dann, wenn vorübergehend ein Stillstand im Wachstum eingetreten war. Anlaß zu einer solchen Stockung geben kalte Dächte, Verkrusten des Bodens nach schweren Gewitterregen oder Trockenheit. Bei Kohlrabi sollte deshalb mehr als bei anderen Gemüsearten der Boden durch fleißiges Behacken locker gehalten und dasWachs- tum durch flüssiges Düngen und Bewässern bei Trockenheit gefördert werden. Dennoch ist die früher allgemein verbreitete Meinung, Kohlraben platzten vor Aerger über die Nachlässigkeit ihres Gärtners, nicht ganz richtig, weil auch die Sortenfrage dabei eine Nolle spielt. So sahen wstr im diesem Jahr, wie die Sorte Prager Treib durchweg regelmäßig ausgebildete Knollen hatte, während aus einem Beet daneben der Erfurter Dreien- brunner zum Teck geplatzt war.
waren, haben für diese Vermutung den expert- । i tnentcHen Nachweis erbracht.
Für die Bekämpfung des Kolovidokäfers 6er- . wendet man zweckmäßig nur solche Bielarsen- - Präparate, die gang oder wenigstens zum ^eii aus dem wirksameren Dibleiorthoarsenat bestehen. Werden 2 Teile Bleiazetat und 1 Teil Dmatrium- vrthoarsenat in Lösung zusammengegossen, dann fällt ein Gemisch von Bleiarsenaten aus, das etwa die gleiche Zusammensetzung hat wie die amerikanischen Präparate. 3n 0,5- bis Iproz. Aufschwemmungen wurden damit ^-ötungszisfern I erreicht, die schon bei Käfern 70 bis 100 Proz. betrugen.
3. Desinfektion des Erdbodens.
Während man in Amerika das Hauptgewicht auf das Spritzen des Blattwerks mit Arsengiften logt, handelt es sich für Deutschland und all* noch nicht verseuchten Staaten vorerst noch ,darum. jede Einschleppung des Koloradokäfers, jeden Infektionsherd radikal auszurotten. Dies ist nur in der Weis« möglich, dah alle bffallenen oberirdischen Pflanz enteile durch Feuer, Petroleum und ähnliche Mittel vernichtet werden, während gleichzeitig der Erdboden einer gründlichen desinfizierenden Behandlung unterworfen wird.
Benzin und Petroläther sind brauchbar zur Desinfizierung der oberen Erdschichten, in denen di« Puppen ruhen, also nur zur Soin- m erbe Handlung des Bodens. Da die Larven sich stets dicht um die Staude herum im Boden! verpuppen, genügt es, die Pflanzen auszureißen und in die Stellen, wo der Boden nun etwrs aufgelockert ist, je i/* Liter Benzin oder Petroläther emulgiert in Seifenlösung, einzugießen. Das 'ausgerissene Kartoffelkraut muß selbstverständlich gesammelt mit Petroleum übergossen und verbrannt werde,:. Ist man sicher, daß sich nur Puppen im Boden finden, nicht aber auch Käfer die zur Winterruhe in die Tiefe gewan- der sind, so Tann diese Art der Bodendesinfektion genügen, um einen Infektionsherd völlig zu säubern. ,, ,
In Deutschland ist zur pratttschen Durchführung des Ausrottungsverfahiens bisher mit Erfolg das Rohbenzol verwendet worden. Das Verfahren stellt sich insofern sehr teuer, da je Quadratmeter nicht weniger als 5 Liter Benzol in den Boden' gebracht werden müssen. Dadurch werden nur bis zu einer Tiere van 25 Zentimeter alle Insekten vernichtet. Die im Rohvenzoi enthaltenen schwerflüchtigen Stoffe wirken aber im allgemeinen so lange im Boden nach daß die aus der Winterruhe erwachenden Käfer wcht mehr zur Erdoberfläche auszusteigen vermögen. Man hat versucht, die Menge des Benzols aus 2 Liter und weniger je Quadratmeter zu ermäßigen; die Wirkung der Benzolbehandlung ist dann aber ganz unzureichend.
Als ein sehr geeignetes Mittel zur Bekämpfung des Koloradokäfers im Boden hat sich ferner der Schwefelkohlenstoff erwieien. Schwefelkohlenstoff verdampft leicht, und seine Dämpfe sinken infolge ihres hohen spezifischen Gewichtes auch in die beferen Schichten des Erdbodens hinab. Um eine gleichmäßige Durchdringung mit Schwefelkohlenstoff zu erzielen, werden in Abständen von 25—30 Zentimeter schnitte Rillen von ettM 8 Zentimeter Tiefe gezogen, die mit soviel Schwefelkohlenstoff beschickt werden, daß auf 1 Hektar Dodenfläche 750 Liter bzw. 1000 Kg. davon zur Anwendung kommen. Noch | zweckmäßiger ist es, den Schwefelkohlenstoff, genau wie bei der Reblausbekämpfung, in regelmäßig ungeordnete Löcher einzugiehen, oder unter Verwendung von Spritzpfählen in den Boden zu injizieren. Die insektizide Wirkung einer solchen Abhandlung erstreckt sich bis in Tiefen von 6(r Zentimeter. Die Kosten der Schwefellvlsten- stEbchandlung sollen geringer sein als die Kosten dW Denzolverfahrens.
» Aehnliehe Ergebnisse wie mtt Schwefelkohlenstoff können auch durch Anwendung von Chlorpikrin (750 bis 1000 Liter je Hektar) erzielt werden. In der Tiefenwirkung ist indessen Chlorpikrin dem Schivefelkohlenstoff unterlegen. Lästig ist überdies der Umstand, daß em Arbeiten mit Vieser sehr giftigen Substanz nur unter Benutzung der Gasmaske möglich ist. Aus diesen Gründen verdient die Anwendung von Schwefelkohlenstoff den Vorzug, obwohl auch dieses Mittel jeiner I Fmergesährlichkeit wegen nicht ganz unbedenklich ist.
Es sei noch erwähnt, daß auch Kalzium» karbid, wenn es in Mengen von i/i—Vr Kg. je Quadratmeter in den Boden gebracht wird, gute Wirkungen gegen den Koloradokäfer entfallet.
Die Beschaffenheit des Tränk-1 waffers
ist nicht ohne Einfluß auf den Stoffwechsel des tierischen Körpers, und bei der Kuh sogar von erheblichem Einfluß auf die Milchergieb.gleit. Zunächst ist zu kaltes Tränkwasser, das unter 10 Grad Celsius hat, schon deshalb nachteilig, weil der Tierkörper zur Erwärmung des zu kalten Tränlwassers die Wärmequelle liefern muh und hierzu natürlich einen Mehraufwand an Futter benötigt. Pferde bekommen nicht selten nach zu kaltem Saufen schwere Koliken, aber auch Rindvieh ist in dieser Beziehung nicht unempfindlich. Weil ober zu kaltes Wasser dem Tierkörper nicht bekömmlich ist, soll daraus nun nicht etwa der Schluß gezogen werden, daß das Wasser nunmehr recht warm verabfolgt werden müsse; das wäre gleichfalls verkehrt. Versuche, die nach dieser Richtung angestellt worden sind, haben ergeben, daß zu kaltes Wasser ebenso wie zu warmes, mit 20 Grad Celsius, dem Tiere nicht bekömmlich ist. Das Brunnenwasser erlangt die zum Tränken geeignetste Temperatur von etwa 10—12 Grad Celsius dadurch daß man es in den Ställen in einem Wasserbehälter stehen läßt, der nach jedesmaligem Tränken sofort wieder gefüllt wird. In den meisten landwirtschaftlichen Betrieben ist dieses Verfahren auch eingeführt und praitisch erprobt. Noch praktischer nach jeder Richtung ist die Anlage einer Selbsttränke, die es ermöglicht, zu jeder Zeit und nach Belieben gut temperiertes Wasser auszunehmen. Die Tiere nehmen bei der Selbsttränke das Wasser immer nur in kleinen Mengen auf, sie saufen es dann nicht so haufenweise wie beim Tränken aus dem Eimer oder der Krippe nur zu bestimmten Tageszeiten.
Was die aufzunehmende Wassermenge anbelangt, so richtet sich diese nach der Milchabsonderung, der Hain- und Darmentleerung und der Hau Ausdünstung, und diese Menge muß nottven- digerweise ersetzt werden, sonst läßt der Milchertrag nach. Eine genügende Wasseraufnahme ist eben unerläßlich für ben geregelten Verlauf
•) Dom Auüzahlune-'rert.
Frankfurter Dorfe.
Frankfurt a. M., 18. Juli. (Drähtbericht des „Gieß. Anz.".) Die Börse, die in den letzten Tagen etwas Unternehmungslust zeigte, eröffnete heute wieder ziemlich ruhig und unter weitgehender Zurückhaltung. Die Tendenz ist im , allgemeinen als behauptet zu bezeichnen. Verschiedentlich waren neue Kursbesserungen zu beobachten, die aber bescheiden blieben. Wenn die bessere Strömung nicht voll zur Auswirkung kam, so lag das im Mangel an Kaufaufträgen und der Neigung zu den üblichen Wochenglattstellungen. Auch Der Geldmangel dürste an dem sehr stillen Geschäft großen Anteil haben. Da die Spekulation ihre Engagements bei Wochenschluh abzuschließen nicht für gangbar hält, zumal der Ausgang der Londoner Konferenz noch als höchst ungewiß erscheint, ist der Verlauf des Geschäftes äußerst still. Am Geldmarkt wird der Zinsfuß für Mo- natsgeld mit l3/8 Prozent genannt, auch Tagesgeld ist unter i/4 pro Mille angeboten. Der Da- lutenverkehr liegt vollkommen still. Pfund, Frank und QHart" halten sich unverändert. Am Aktienmarkt waren zum Teil leichte Kursbesserungen festzustellen, doch im großen und ganzen blieb das Kuisbild das gleiche wie gestern. Am Montanmarkt traten neue Kursänderungen nicht ein. Der Dankaktienmarkt war still- Für heimische Renten hat das Interesse nachgelassen. 5prozent. Kriegsanleihe 277,5 minus 51/? Milliarden. Ausländische Renten lagen ruhig. Der Freiverkehr war ziemlich gut gehalten. Man hörte: Api 187, Becker- Stahl 1,37, Becker-Kohle 3,5, Drown Boveri 0,7, Krügers hall 2, Petroleum 10, Rastatter Waggon 1,25, Ufa 4, Growag 0,1. Im weiteren Verlauf
terytn begründete Aussicht, daß die Reichsbahnverwaltung auch auf die halbe Abfertigungsgebühr an der Grenze des besetzten Gebietes, die sie jetzt noch erhebt, Verzicht leisten werde.
* Deutsche Kabelwerke QL-®., Berlin-Lichtenberg. In der v. G.-V. waren 10 Aktionäre mit 171176 Stimmen vertreten. Die Jahresabrechnung für 1923 wurde gegen h Stimmen genehmigt und beschlossen, den rechnungsmäßigen lieberschuh von 562 556 Mk. auf neue Rechnung vorzutragen. Wie auf Anfrage mit» geteilt wurde, befinden sich aus der letzten Emission von September 1923 noch 12 000 Stück Aktien im Portefeuille des Konsortiums. Aus dem vereinnahmten Erlös des anderen Teils der Emission wurde das Werk Ketschendorf fertiggestellt. Die Gesellschaft war während des vergangenen Jahres gut beschäftigt, besonders dein inneren Ausbau und dem der Export-Organisationen gewidmet. Im laufenden Geschäftsjahre liegen noch Qlufträge für eine Reihe von Monaten vor.
* Die französische Ein- und Ausfuhr. Der Wert der französischen Einfuhr aus fremden Ländern stellte sich in den ersten 5 Monaten ds. Zs. auf 15 023 Mill. Frcs. gegen 10 980 Mill, im gleichen Zeitraum des vorigen Jahres, war also um etwa 37 Prozent höher als im vorigen Jahre. Die Ausfuhr hatte einen Wert von 16 360 Mill. Frcs. gegen 10 176 Mill. Frcs. in der gleichen 3eit &e£ Vorjahres, ein Mehr von 60,7 Prozent. Im vorigen Jahre wies die Außenhandelsbilanz einen Fehlbetrag von 804 Mill. Frcs. auf, in diesem Hahre ergab sich ein pleberschuß von 1337 Mill. Frcs. Die Einfuhr aus franz. Kolonien hatte in den 5 Monaten einen Wert von 1671 Mill. Frcs. gegen 1409 Mill, im Jahre 1923. Die Ausfuhr stellte sich auf 2000 Mill. Frcs. gegenüber 1 409 Mill. Frcs. im Vorjahre. Frankreich führte für 2626 Mill, aus den Vereinigten Staaten, für 2118 Mill, aus England, für 1058 Mill, aus Belgien und Luxemburg, für 830 Mill, aus Deutschland, für 738 Mill, aus Algerien, für 658 Mill, aus Italien, für 598 Mill, aus Argentinien, für 461 Mill, aus Holland und für 403 Mill, aus Brasilien in den 5 Monaten ein.
Börsenkurse.
(Ohne Gewähr.)
• Keine Verhandlungen in der Frage derSchuhgebietsanleihen. Entgegen den Nachrichten, nach denen die deutsche Regierung Vertreter zu 'Verhandlungen mit der afrikanischen Regierung über die Fragen der SchuhgebietSanleihen entsandt habe und diese Verhandlungen bereits aufgenommen seien, erfahrt der „Deutsche Handelsdienst" von zuständiger Stelle, daß zur Zeit weder Verhandlungen zwischen der deutschen und afrikanischen Regierung stattfinden, noch von feiten Deutschlands Abgesandte zu solchen Verhandlungen bestimmt sind.
* Regie rungsm aßnahmen zur Hebung des RuhrkvhlenabsaheS. Wie die „Deutsche BergwerkSzeitung" meldet, beabsichtigt die preußische Regierung die Einführung eines Wasserumschlagtarifes für Kohlen von den Rheinhäfen nach Süddeutschland. Dadurch soll die pol» nisch-oberschlesffche Kohle aus Süddeutschland zugunsten der Ruhrkohle verdrängt werden. Ferner würden durch den Verzicht der Reichsbahnverwaltung auf Erhebung einer zwei- bis dreifachen Abfertigungsgebühr im Durchgangsverkehr Härten beseitigt, über welche der Ruhrkohlenbergbau mit Recht Klage geführt hatte. Cs bestände wei-
Wirtschaft.
Börse und Geldmarkt.
Die Augen der Börse sind nach London gerichtet. Mögen die deutschen Finanzleute je nach ihrer politischen Einstellung auch zum Sachverständigengutachten ganz verschieden stehen, so sind sie sich doch darüber einig, daß ein langes Hinaus zögern der Entscheidung oder gar ein Scheitern der Verhandlungen katastrophale Wirkungen für die deutsche Wirtschaft haben muß. DaS Sachverständigengutachten ist der letzte HoffmmgS- anker, an dem sich die deutsche Geschäftswelt in ihrer beispielskosen Bedrängnis klammert. Gibt es auch da eine Enttäuschung, so find die Folgen unübersehbar. Selbstverständlich ist man sich gerade in Finanzkreisen darüber klar, daß dieses Gutachten das ersehnte Allheilmittel auch nicht bringen kann, da es von Voraussetzungen aus- geht, die, besonders im gegenwärtigen Moment, nicht mehr zutreffen. Der einzige VorteiL den sich die Wirtschaft von der Annahme der Vorschläge des Herrn Dawes verspricht, ist eine Verflüssigung des Geldverkehrs im Inlande und bestenfalls das Hereinströmen größerer Kapitalien aus dem Auslande, vor allem in industrielle ilntcmefymungen. Niemand Farm heute sagen, ob diese Träume in Erfüllung gehen werden. Olllein die Hoffnung ist es, die der Geschäftswelt noch einigen Mut verleiht und sie vor völliger Verzweiflung bewahrt. An der Effektenbörse ist die älnternehmungslust außerordentlich gering. Man verlegt sich auf Geschäfte, die keinen großen Kapitalaufwand fordern und hier und da doch bescheidenen Nutzen abwerfen. Hierher gehört vor allem die Spekulation in Anleihepapieren verschiedener Art. Das Kleinrentnerpublikum draußen im Lande leistet hierbei der Börse in ge- "ßoissem Umfange Gefolgschaft und seht den kümmerlichen Rest seiner Kapitalien nicht selten auf eine Karte. Was tut man nicht, um in dieser schweren Zeit, die dem durch die Inflation zugrunde gerichteten Bürgertum so wenig Existenz- möalichleiten bietet, noch ein paar Groschen zu beratenen I Am Geldmärkte ist eine relative Erleichterung — soweit es sich um kurzfristige Gelder handelt — eingetreten. Die Stillegung zahlreicher grobindustrieller Betriebe hat natürlich eine Verminderung der Ansprüche an den Geldmarkt zur Folge. Trotzdem sind langfristige Kredite nicht zu erhalten. Etwas flüssiger sind nur diejenigen Institute, die als Geldgeber für die Börse in Frage kommen. Die Wirtschaft aber steht noch weiter im Zeichen der Geldknappheit j und Kreditnot. ,
6% Deutsche ReichSanleibe . 4e/0 Deutsche Reichsanleihe . 8'/,'/° Deutsche Reichsanlethe 3% Deutsche ReichSanleibe . Dciilsche Sparprämtenanleihe 4% Preußische KonsolS . . .
4°/o Hessen.......
M?“:::::::::: Deunche Wertb. Dolla^Anl. dto. Doll.-Schay-Anwetsng.') 4% Zolltiirkcn ....... 6% Äoldmexikaner......
Berliner Handelsgesellschaft. Commerz und Privat-Bank. Darmst. und Nationalbank . Deutsche Bank.........
Deutsche VeretnSbank .... DtSconto Commandit .... Metallbau!...........
Mitteldeutsche Tredttbank. . Lcsterreichische Kreditanstalt. Westbank............
Bochumer Guß ...... Buderus...........
Caro..........
Deutsch-Luxemburg......
Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpener Bergbau.....
Kaliwerke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln. .... Laurahütte..........
Obcrbedarf Phönix Bergbau ...... Rhcinstadl......
Riebeck Montan.....
TelluS Bergbau.......
Hamburg-Amerika Paket. .. Norddeutscher Llohd ... .
Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg .. . Philipp Hohmann......
Anglo-Eont-Guano .... Badische Anilin........
Chemische Mayer Alapin . . Goldschmidt ......
Griesheimer Electron .... Höchster Farbwerke......
Holzverkohlung.......
Rütgerkwerke.........
Scheideanstalt Alla. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann...........
Matnkraftwerke ........ Schlickert............
Siemens & HalSke Adlcrwerke K le her ..... Daimler Motoren. ..... Hehligenstaedt......... Mcguin.............
Frankfurter Armaturen . . . Stonservenfabrik Braun . . .
Schuhiabrik Herz Sichel...........
Zellstoff Waldhof.......
Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel .. .
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 18. Juli. (Drahtbericht des „Gieß. Anz.".) Es wurden notiert: Weizen. Wetterauer 19,50, Roggen, inlänb. 18—1825, Sommergerste für Drauzwecke 17,50—18,50, Hafer, inländ. 18—18,25, Mais, gelb, 16,75—17, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 31—32,50, Roggenmehl 25,75—26,25, Weizen- und Roggenkleie 10—1025. Tendenz: Grundton fest, jedoch kein Geschäft, da Käufer zurückhalten.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 18. Hali. Am Produktonmarkt cvar das Geschäft wieder ruhiger als gestern, die Preise nicht wesentlich geändert. Weizen Hamburg war mit 196 umgefetjt Die Weizenaas führ' dürfte die leichteste und größte fein, während andere Getreidearten noch wenig über die Grenze kommen. In Futtermitteln ist kaum etwas abzu- setzen. Die Geschäfte beschränkten sich meistenteils auf solche spekulativer Art, meistens Deckungen. Welzen märk. 172—178, Roggen, märk. 140 bis 147, Gerste, märk. 160—170, Gerste, neue 155 bis'160, Hafer, märk. 142—147, Weizenmehl 24,50 bis 28,' Roggenmehl 22—24,50 Weizenkleie 9,60 bis 9,70, Roggenkleie 9,60—9,70, Raps 260, Leinsaat *330, Viktoriaerbsen 20—22, kleine Erbsen 14—15, Futtererbsen 14, Peluschken 14, Acker- bohnen 14—15, Wicken 15—16, Lupinen, blau 9,50 bis 10, Rapskuchen 11, Leinkuchen 19 bis 20, Trockenschnitzeln 8,80—9, Kartoffelflocken 21 bis 21,50.
Briefkasten der Redaktion.
L. in Äl.*ß. Ihre Frage können wir nicht beantworten. Sie müssen sich damit an einen; Rechtsanwalt wenden.
17. Juli
18 Juli
Revart.
Amtliche Notierung
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17.
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Brief
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7,5
7,25
7.75
0,41
0.4
—
—-
0,61
0,62
0,66
0,65
0,5
9,75
—
—
1,05
1,05
1,9
1.1
2,2
2,3
2
2,80
2,85
3
3
7,12
7,10
7,25
7
2,70
2,65
<—
—
1,85
2,1
1,9
1,9
Berkin, 18. Juli
Geld
Brief
Amerikanische Noten .....
4,N
4,21
Belgische Noten........
19,00
67,33
19,10
67,07
Dänische Noten ........ Englische Noten........ Französische Noten ......
18,26
21,40
158,’0
18,00
18.38
21,50
159,00
18,10
Holländische Noten......
Italienische Noten ......
Norwegische Noten......
Deutsch-Oesterr-, ä 100 Kronen
56,16
36,44
5,98
6,02
Rumänische Noten......
Schwedische Noten ......
1,61
1,83
111,12
111,68
Schweizer Noten.......
76,21
65,26
12,37
76,69
55,44
12,43
Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten ..
Ungarische Noten......
4,94
4,96
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