Ausgabe 
18.3.1924
 
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Wirtschaft.

Jur Ablieferung ausländischer Vrmögensgegenftände.

Der Kommissar für di« Devisen Erfassung teilt mit:

Frankfurter Dorfe.

Frankfurt a. M., 17. Mär-. Tendenz: Schwacher. Die heutige Börse entsprach nicht Den Erwartungen. 3m vorbörslichen Verkehr standen Wohl vereinzelte Spezialwerte in reger Nachfrage. Don den Spezialitäten, die man hier nannte,. seien Gewerkschaft Deutschland genannt, für welche ein Kurs von 625 bis 630 Mllisnen geboten wurde. Heimische Anleihen waren be­gehrter, doch gestaltete sich di« Kursbewegung un- einheitlich öproz. ReichZanleihe im Freiverkehr

Für die Restablteferung ausländischer Der- vtögensgegenslände auf Grund der Verordnung des Reichspräsidenten vorn 25. August 1923 ist durch die fünfte Durchführungsbestimmung zu die­ser Verordnung die Frist bis zum 2 5. März 192 4 gesetzt worden. Soweit die Ablieferung bis dahin nicht erfolgt, kommt das Zwangs- dollstreckungsverfahren gemäh §§ 11 bis 13 der zweiten Durchführungsbestimmung vom 11. September 1923 zur Anwendung. Di« restie» renden Beträge werden vom Kommissar für die Devifenersassung aus Grund der Drotversorgungs- abgobelisten der Finanzämter fest gestellt. Es liegt daher im dringenden Interesse, die säumige Ab­lieferung bis zum 25. März 1924 zu bewirken. Die Ablieferungsstellen sind nut Reichsbank und die Reichsbanknebenstellen. jeder Ablieferung ist ausdrücklich darauf zuweifen, dost es sich um die Erfüllung Verpflichtung aus der Verordnung vom 25. gufl 1923 handelt.

*) Dom Rückzahlung-wert.

Märkte.

Berliner Produkienbvrfe.

_r Berlin, 17. März. Bei dauernd schwachem ""gebot des Inlandes und erhöhten Forderun- »en die aber nur schwer durchs setzen sind, war aueb^ate der Verkehr am Produktenmarkt ruhig. Dir Witterung mit ihrem ständigen Wechsel von Rach frost und LagrSwärme macht die Abgeber vorsich.ig. An Nachfrage zu verhältnismästig nied- rlgem Angebote fehlt es für Brotgetreide nicht Ansätze von Bedeutung kamen aber nicht zustande. Sur Gerste besteht nach wie vor Nachfrage für

Drausorten. Hafer ist in guten weihen Qualitäten gesucht. Auch für Mehl und Kleie überwog die Nachfrage das Angebot. Gs no­tierten: Werken, märt. 165 bis 173 (fest) Roaaen 133 bis 142 (fest), Braugerste 166 bis 1L Mr-

Megu in A. -G., Butzbach. Wie bcn der Verwaltung hören, hat die Firma die bn Besitze der E. Posseyer G. m. b.H, Essen (Ruhr)-Dredeneh befindlichen Patente erworben uni> eine neue Gesellschaft unter dem Namen Posseyer-Meguin A.-G. mit dem Sih in Butzbach errichtet. Das Kapital des jungen Unternehmens beträgt 5 Millionen Mark. Zweck ist die Ausbeutung der Patente, die grundlegende Aenderungen hinsichtlich der Wasserwirtschaft in bei Kohlenaufbereitung darstellen. Dem Aussichts» rat gehören an Berg Hauptmann Dr. Scharf, Halle als Vorsitzender, Generaldirettor Spind­ler, Essen, Generaldirektor Brenner, Essen Vergwertsdirektor Dergassesfor Sachfe. Q3at>- Salzbrunn, Direktor Dögler, Essen, General- birettor Dr. Möhring, Butzbach Den Dor- st ans bilden Generaldirektor Dr. Schlapper Butzbach und Direktor Posseyer, Essen.

6em Saft von drei Apfelsinen, etwa« femabge- riebener Apfelsinenschale und 200 Gramm Zucker kocht man einen dickflüssigen Sirup, gibt den Deis hinein und läht ihn an einer Herdstelle so lairge ziehen, bis er alle Flüssigkeit vollständig aufaesogen hat. Dann rührt man 4 bis 5 Blatt Wethe, mit wenig Apfelwein aufgelöst« Gelatine darunter, füllt die Speise in eine kalt ausgespülte 5orm und Iaht sie erkalten. Der Apfe.sinenrels Ü> r c lV? mit gut vorher ein-

gezuckerten Apfelstnenscheiben belegt, auf die man

wieder abgetropfte eingemachte Kirschen verteilt.

2 ananenfuppe. Mehrer« geschälte reife Bananen streicht man durch ein Sieb, gibt an dem erhaltenen Brei eine Flasche Apfelwein, den Saft Don zwei und die abgeriebene Schale v^n einen Diertel Apfelsine und süht die Mischung nach Ge- ^Eck. Man bringt sie zum Kochen und bindet Die Suppe mit glattgerührtem Mondamin, worauf man sie über Mandelklötzchen annchtet. Sur diese muh man 4'0 Gramm gehäutete Mandeln fein reiben, mit 50 Gramm Zucker, etwas Apfel­sinenschale, zwei Eigelb und einer Prise Salz yxuunig rühren, dann einen Teelöffel zerlassene Dutter und soviel geriebene Semmel hinzurühren, bab ein guter Klotz teig entsteht, unter den man Den steif geschlagenen Schnee der Ei weih zieht. 2lan sticht kleine Klötzchen davon ab und kocht sie Im Salzwisser. Dies« ,sühe" Suppe ist einmal "was Neues I

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90 biS 93 bis 95, erste amtliche Notiz 93 NllUtar- bne. Deutsche Petroleum zirka 20. Deutsch« Erdöl 70 bis 69, Api 7 bis 67/8. Öebhafter waren Benz, 5 bis 43/4- Gonst b.ieb das Geschäft mangels Auf­träge Im Freiverkehr eng begrenzt. Becker Stahl 9 5 Beier Ko l - 9-/°, G owag 0,350 Ha 's 1 Lloyd 1,9, Ufa 8,5 Me; Söh.i« 5. Ludwigsburger Por- -e-lan 3,5, Krugershall 10, uintvc^ i,e 44. Die Umiäfa am Mo.:tanaltie:imarkt waren bescheiden, sowohl zu den ersten Kursen, als auch im axi- teren Verlauf sind nur wenige Aktien um gesetzt worden. Die Tendenz war auf diesem Gebiet ge­drückter. Obe.bedarf buhten 7 Billionen ein. Norddeutscher Llnyd und Hapag wurden realisiert. Dankenwerte hielten sich bei gemäßigtem Ge­schäft vorwiegend behauptet. Ab,«schwächt Dis­konto, Darmstädter. Das Gebt st der Elekt e izitäts- trerte zeigte kaum Ku.sveränderungen. A. E. G. erfuhren mäßige Rückgänge. Lahmerer, auch Aeilrrvwerte gaben leicht nach: schwächer auch Hol'iverkvhlung Maschi enok i m nicht g mz ein­heitlich Daimler und Adlerwerke abg« chwächt, Karlsruher besser gehalten. Für Ludwig Gans bemerkte man Käufer. Intere's« bestand auch für Julius Sichel, Pokorny u. Wittekind. Zement Heidelberg bei erster Notiz iy8 Dill, niedriger.

Derkiner Börse.

Berlin, 17. März. (Wolfs.) An der Börse haben die seit längerer Zeit bestehenden uner­freulichen Verhältnisse hinsichtlich ter geschäft­lichen Zurückhaltung and Unlust wegen der über­all bestehenden Kredit- und Kapitalnot auch zu Dsginn der neuen Woche keine Veränderung er­fahren. Aus allen Marktgebieten zeigte sich An­gebot, das aber nicht zu einer erheblichen Herab- drückung des Kursstairdes genügte. Man bracht« die Verkäufe in Verbindung mit angeblich bei der einen ober anderen Metallfirma b.-st h.-nden Schwierigkeiten, die aus den starken Schwankungen ter Fvankenwäh ung entitanben fern sollen. Da es sich dabei aber zumeist um Termingeschäfte handelt, können eventuelle Differenz n hieraus erst später geltend gemacht werden, so dah die Degrü :dnng der Heu igenVerkäufe nicht zutreffend fein dürfte. Jedenfalls war aber bei der überall herrschenden Unlust die Stimmung ziemlich ge­drückt. Der Kursstand senkte sich durchschnitUich um 12 und für schwer« Papiere auch 3 bis bereii^elt 6 Dill. Proz. Letzteres gilt Haupt- sachlich vom Monto^vmarkte, aber auch von P«. trvleumwerten, die in der Vorwoche stark an* Sogen. Es erfolgten umfangreiche Glattstellungen mit dem Ergebnis anseh ckicher Kurseinbutzen für Deutsche Gr öl- und Petioleumaktien Allgemeine Geschäftsstille bestand auch am Renlenmartt. Reich^inlelhen lagen etwas fester mit Ausnahme von Kriegsanleihe, die ihre spekulative Höher- betper ung ber Vorwoche ziemlich wieder verlor Der Kursstand erfuhr weiterhin bei kleinen Um- fallen nur unbedeutende Veränderungen Der Geldmartt blieb unverändert leicht. Am Devisen- martt sind im Kursstand und den Zuteilungen Veranterungen von Bedeutung nicht eingetreten Die Besserung der Frankenwähcung erhielt sich jedoch

Dedife«m«tt Derl'«Frankfurt a. M.

(ftn Mkkionrn Mart aatoebriteft. Bueno-'AkreS, London. Neu* 6ort, Japan. etro für eine Ltnbrii, Wien tmb

tzudapeit nur 100000 Etudeiken, alles übrige füt 100 Liu heften.) Telegraphische Auszahlung.

(Ohne Gewähr.)

1 «erste 150 bis 160 (stetig), Hafer, märt 116 Bt» 124, poimn. 114 bis 122 (stetig), Weizenmehl 25,25 bis 27, Roggenmehl 21 bis 23,50 (fest), Wrtzenklete 10,50 bis 10,80, Roggenkleie 8,60 bis 8,70 (fest), Raps 300 bis 310, Leinsaat 410 bis 415, Dittortaerblen 28 bis 29, kleine Erbsen 18 bis 18,50, Futtererblen 14 bis 14,50, Peluschken 12 bis 13, Ackerbohnen 16 bis 17, Wicken 14 bis 15,50, Lupinen 13 bis 14, Seradella 16 bis 16,50. Mais 14 biZ 15. Rapsluchrn 11,70 bis 11.80, Leinkuchen 23 bis 24, Trockeischnihel 8,70 bis 8.80 Mk.

frankfurter Getreidebörse.

* Frankfurt a. M.. 17. März. Der Gr- treidemartt liegt nxitcr ruhig aber Die Preise stellen sich glötztenteils gut behauptet, in ein- zeluen Fällen etwas fester. Weizen und Roggen

' ist infolge des schleppenden Mehlgeschäftes nur wenig beachtet. Etwas begehrter stellte sich Brau­gerste und Hafer. Laplata-Mais wird etwas gehandelt. Für Futtermittel besteht Nachfrage bei anziehenden Preisen. Es wurden notiert für je 100 Kg in Goldmart: Weizen, Wetterauer 18,50 bis 18.75, Roggen 16 25 bis 16,50. Sommer­gerste für Drauzwecke 21 bis 22, inländ. Hafer 10,50 bis 16, Weizenmehl, südd. Spez. 0 27 bis 28, Roggenmehl 24 bis 24,75, Wei^N- und Roggenkleie 9.75 bis 10 75. Laplata-MaiS 19,50 bis 20. Speise-Erbfen 25 bis 35. südd. Heu 8,50 bis 9. Weizen- und Roggenstroh 4,50 bis 5 Treber, getrocknet 15,50 bis 16.25. Tendenz: ruhig

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

fpd. Frankfurt a. M, 1t März. Auf­trieb: 286 Ochsen, 48 Dullen, 778 Färsen und Kühe. 269 Kälber, 37 Schafe und 1982 Schivein«. Gs wurden bezahlt für einen Zentner Lebend­gewicht: Ochsen, vollfl. ausgemästete 48 bis 54, junge fleischige und ältere ausgemästete 40 bis 47, mäßig genährte 33 bis 38; Dullen vollfl 40 bis 45, vollfl. jüngere 35 bis 39; Färsen undKühe. vollfl ausgemästebe 46 bis 52 vollfl ausgemästete Kühe 40 bis 48. wenig gut ent­wickelte Färsen 38 bis 45, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelt« jüngere Kühe 35 bis 39. mätzig genährte Kühe und Färsen 28 bis 36. gering genährte Kühe und Färsen 10 bis 20; Kälber: feinste Mastkälber 57 bis 62 mittlere 50 bis 56, geringere 40 bis 48; Schafe: 35 bis 40; Schwei n e unter 80 Kilo 60 bis 66 von 80 bis 100 Kilo 67 bis 70, über 100 Kilo 68 bis 71. Der Markt verlief ruhig.

<Berid)tsfaaL

1[ Marburg, 15. März. Das Landgericht ^nirktllc einen schon vielfach vorbestraften jun­gen Mann, der sich hier als Berliner Ds- visenkommisfar ausgegeben hatte zu 1 I a h r Zuchthaus. 30 Mart Geldstrafe und 5 Jahren Ehrverlust. II. a. war es ihm geglückt bet einer Dame die ihm zur Kontrolle t»rg* legten Münzen zu .beschlagnahmen".

Kirchlich? Nachrichten.

Oft. ReNgionSgemetnde. Gottesd. i. d. Synagoge (Sud-Anlage). Donnerstag, den 20. März. Dor» abd. 6.30, morgens 7.00.

(3n einem Teil der AnNage wiederholt.) Der Kamps um den Neunstundentag.

Höchst a. M., 17. März. (WD) 3m An- fchlutz an Me Ludwigshafener Vorgänge wurde Ende der vorigen Woche auch in den H och ster Farbwerken von einem Teil der Arbeiterschaft der Versuch unternommen, die be­reits eingefü&rte neunstündige Arbeit-- 8«it wieder zu beseitigen. Freitag früh fatzte «ine von 20003000 Pertonen besuchte Versamm­lung den Deschlutz, am Nachmittag um 4 Llhr die Arbeitsstätte zu verlassen. Trotzdem sich Der Arbeiterrat gegen dies« vom Industriever- banb einberufenc Versammlung gewandt und die Wertleitung durch Anschlag veröffentlicht hatte, kxw diejenigen Arbeiter f r i st l 0 s entlassen würden, die den Detrieb vor Schlutz der Arbeits­zeit verlassen würden, geschah dies um 4 Ufa wch von etwa 200 Arbeitern. Diese nahmen r»r dem Haupllor mit den Erwerbslosen deS Kreises Höchst Aufstellung und mitzhandel- ten die nach dieser Zeit herauskvmmenden Ar­beiter zum Teil schwer, so datz ein Teil der Ver­letzten in das Krankenhaus gebracht werden mutte. Die Haupträdelsführer fonnlen von der Polizei in Haft .genommen werden.

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