Wirtschaft.
Die deutsche Anleihe. Deutschland und Frankreich.
Der Darrn ift gebrochen. Die Auflegung der Deulschlandanlcihc hat zu einem vollen Erfolg geführt. Schon nach wenigen Minuten mutzten in Amerika die Danken ihre Schalter wieder schließen, da der amerikanische Anteil bereits vielfach überzeichnet war. 3n England war der Gang der Ereignisse fast ebenso. Man schätzt die Höhe der amerikanischen Weich' nungen auf 500 Millionen Dollars. Wenn die Deutschland-Anleih»- zu einem fo großen Erfolg wurde, dann hängr das zu emem guten Teil auch mir der gegenwärtig in Amerika herrschenden Zebvelin-Degnsterung zusammen. Der Hauptgrund der äkeberzeichnung des amerikanischen Anteils liegt aber darin, datz für deii in Amerika herrschenden Geldüberfluß heute keine Möglichkeit besteht, ihn g2wimibringend anzulegen. Man schätzt die in den Gewölben der einzelnen Danken untätig und fruchtlos tiegendg Summe auf ungefähr 4Vs Milliarden Dollar. Wenn man weiter bedenkt, datz. die amerikanischen 'Danken heute gar keine Kapitalien mehr annehmen, weil einfach keine Möglichkeit zur gewinn bringenden Anlage besteht, so ist es verständlich, datz sich das amerikanische Publikum jetzt auf die deutsche Llnleihe stürzt.
Die Lieberzeichnung der grotzen Deutschlandanleihe ist aber nicht nur deshalb wichtig, weil toir von ihr eine Erleichterung unseres Wirtschaftslebens und unserer Fmanz- wirtschaft erwarten, weil wir annehmen können, datz die nun folgenden Abschlüsse über Privat- tretnte an deutsche Firmen leichter vonstatten gehen, sondern viel wichtiger ist die Aeberzeich- nung, weil sie ein schlagender Beweis dafür ist, datz Deutschland nach einer Zeit unbeschreiblicher Sorgen, die die französische Gewaltpolitik auf unser- Land häufte, trohalledem an seiner KrÄfit- fäh gleit nichts eingebüßt hat. Der deutsche Unternehmungsgeist. für den es ferne bessere Illustration als den Flug des „3. R. III“ gibt, der Fleiß des deutschen Volkes wird sich durchringen. Die kleinliche Hetze, die die Poincare und Mrllerand nahestehende Pariser Presse zusammen mit U)ven Londoner Gesinnun^genvssen ins Werk gesetzt hatte, hat feirren Erfolg gehabt, die Anleipe ist unter Dach und Fach. Deutschland wird seine alte Wirtfchaftekraft aus veränderten Grundlagen Wiede rg ewi nn en.
Wenn dieses das eine grotze Ereignis auf tvirtschasilichem Gebiet in dieser Woche war, so ist das andere der Abschluß der Vorverhandlungen über den zukürrftigen deutsch-französischen Handelsvertrag. Auch hier bemüht sich die Pariser Presse bestimmter Fär- 5ung, die hinter uns liegenden Verhandlungen als für Frankreich besonders günstig hinzu- sfellen. Wahr ist lediglich, datz dre beiden Verhandlungspartner ein Protokoll unterschrieben haben, das den Gang der wiederaufzunehmenden Verhandlungen über dir.- Detailfragen festlegt. Eine einseitige Dindung Deutschlands, besonders in den elsaß-lothringischen Fragen, rst nicht erfolgt; und wir glauben, datz eine solche Wendung auch nicht beabsichtigt ift. Vielmehr wird man nach Aufnahme der Verhandlungen Position um Position der deutschen und französischen Liste vergleichen und Zug um Zug über die einzelnen Positionen verhandeln. Daneben werden die Handelsvertragsverhandlungen mit Belgien und Italien eingeleitet werden, wobei sich de Verhandlungen mit Belgien deshalb schwierig gestalten dürften, weil die belgische Regierung anschein eLd die allgemeine Meistbegünstigung der deutsch«? Waren nicht anerkennen will, jedenfalls iff dies der Wunsch der belgischen Schwerindustrie, die politisch sehr ernflutzreich ist. Außer» dem wkrd man sich mit Polen über den Abschlutz eines auf fünf bis sechs Monate sich erstreckenden Meistbegünstigungs.iblomniens unterboten, nach kurzen Borverhanvlungen werden d.eHaupi- verhandtungen im Rovember in Berlin stattfinden. 51nS schließlich wünscht die Schwerz ebenso ane wir, datz die beiderseitigen Em- und Ausfuhrverbote emer Revision unterzogen werden
*
’ Amerikanische Kreditgesell- fchaft für die deutsche Industrie. „Reüvort Herald" erfährt, datz soeben in Reuhork eine Gesellschaft gebildet worden ist, die sich zum Ziel setzt, der deutschen Industrie finanziell zu Hilfe zu kommen. Die Gesellschaft besteht aus der International Acceptante Corporation, Kuhn, Loeb u. Co und Ditlon, Read u. Co. Sie verfügt über ehr Kapital von 25 Millionen Dollar.
D i e Verbandsbildung in der Stahlindustrie. Unter den matzgebenden Stahl- und Walzwerken fand in Essen eine eingehende Aussprache statt zum Zwecke der Bildung eines allgemeinen Rohstahlverbandes. Der vorgelegte Entwurf eines Verbandes wurde als Geeignete Grundlage angesehen, um die Destre- aungen zu fördern. Die Verhandlungen werden in der nächsten Woche ihren Fortgang nehmen.
* D i e Zahlungsschwierigkeiten im Rihau-Konzern sind nunmehr in den Konkurs der Mvwr Un ou Vers cherungs A.-G. und der Rekord Feuerversicherangs A.-G. in München ausgemündet. Die Konkurse sind vom Reichsaufsichtsamt für Privatversicherung genehmigt worden, nachdem diesem von unbefriedigt gebliebenen Versicherungsnehmern der Rächweis der Richterfüllung fälliger Schadensoerpflichtungen durch die beiden Versicherungs-Gesellschaften gebracht worden ist. Die von den Versicherungsnehmern eingezahlten Prämieubeträge dürften, ber „Frks. Ztg." zufolge, verloren sein.
Frankfurter Abendbörse.
^..Franks iirt a M, 16 Oft. Die Abend- pörfe bet lief still und farblos Die Umsatztätig- keit war wieder äutzersl bescheiden und Kurs-
oeranöetangcn Dtm -zmng nxtuen gagemner Der Mittagsbörse nicht zu verzeichnen. Etwas lebhafter umgefetzt wurden nur Deutsche Anlechen, von denen Kriegsanleihe auf 550 Milliarden nachgaben, wähvend Z^prozentige Preutzifche Konsols auf IISZ1/» anziehen ko-mwsn. 4prvzentige Preutzifche Konsols 780 minus 55 Milliarden, Zprozentige dito 1250 plus 50 Milliarden. Preu- tzenschätze notierten 340. Am Montanmarkt kamen zur Rotierung. Rheinische Doaunkohlen mit 28' 2 plus etwa 13 Milliarden, Tellus 2,55. Am chemischen Markte gingen um: Echeideanstalt mit 14 minus Vs. Th. Goldschmidt 12^2 minus 0,1, Holzverkohlung 6V« plus 0,3, Rütgerswerfe 17 plus 0,1. Unter den Elektro werten konnten AEG. mit 8' 2 0,1 gewinnen. Elektrisch Licht und Kraft 7 Vs, Mainkraft 8,6 plus 0,1. Am Bankenmarkt ist der Rückgang der Reichsbankaktien bemerkenswert. Das Papier erlitt eine neue Einbuße um 1 Billion auf 54Vs Billionen Prozent. Sonst gelangten noch zur Rotierung: Kommerzbank 45/8, Darmstädter Bank 9, Dresdner Dani 6,7, Diskonto 121/4, Rheinische .Kreditbank 2,3, Oester- reichische Kreditaktien 0,315. Don Maschinen- aktien wurden Karlsruher mit 3Vs und Reckar- fulmer mit 5,5 notiert. Sonst gingen noch um: Aschaffenburger Zellstoff mit 19, Gement Heidelberg 18i/2, Holzmann 5,2, Inag 1,3, Chsnische Mainz 9,8. Der Freiverkehr war umsatzlos. Gro- wag 0,170. Die Dörse schloß unter starker Zurückhaltung zu behaupteten Kursen.
Börsenkurse.
Sn Simonen Prozent
ffranffurtn- M.
Berlin
Schluß- ^ur»
Schllchk. Abendbörse
Schluß- Rur»
Schllchk.
Mittag- bbrse
Datum:
15.10.
16. 0.
15. 10.
16. 10.
0,590
5% Deutsche RetchScmleth« . <% Deutsche ReichSanleiye . SV,"/.-Deutsche Reichsanlethe 3% Deutsche Reichsanleihe . Deutsche Sparpramienanlethr <°/o Preußische «onsolS . . . 4% Hessen ..........
3'/,°/o Hessen..........
3e/o Hessen...........
Deuüche Wertb. Dollar-An l. dto. Doll.-Schatz-Smretsus.tz
<elo Zolltörken......... -I
5% Goldmexikaner...... — j
r.s
4,85
18,3
19,25
8,40
8,65
2,7
•) Dom LuckzahlungswerL
40,25
84,6
23,75
4,63 9,13
1,70 0,310
12,50
16,9
5,60
16,65
1,45
3,15
Berliner HandelSaesellschaft. Commerz- und Pnvat-Bank Dannst. und Naltouakbank . Deutsche Bank.........
Deutsche DereinSbank . . . . DiSconto Commandit .... Mctallbank...........
Mitteldeutsche Credttbank . . Ocsteeretchtsche Lredttanstall Weslbank............
Bochumer Gaß .......
BuderuS Caro Deutsch-Luxemburg...... ^clsenltrchener Bergwerke. . Harvcner Bergbau......
Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln. . . . . Laurahütte......
Lberbedarf Phönix Bergbau.......
Rheinitabl.......«...
Riebeek Montan........
Tellus Bergbau........
Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llopd.....
Eheramische Werke Stbtn . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann......
Anglo-Tont -Guano .. *•. . Badische Anilin........
Chemische Mayer Llapkr . . Goldschmidt.......
Griesi eimer Electron .... Höchster Farbwerke......
Holzverkohlung . . ...... Rükgerswerle ......... Echeideanstalt ........
Allg. ElektrizitätS-Gesellschast Bergmann...........
Mamkraftwerke.....
Schultert......
Siemens & Halske Adlerwerke Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Heyltgenstaedt ........ Äieguin........
Frankfurter Armaturen . , . Konservenfabrik Braun . . . Metallgesclvchaft Frankfurt. Pet Union A.-G Schuhiabrtk Her; Sichel .........
Zellstoff Waiohof...... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .
0,55(i
0,595
0,680
1
0,995
—
0,950
0,975
—
1,450
1,606
—
0,449
0,45
0,780
0,99
1,055
—
1.15
1,2
—
1.1
1,203
—_
1,1
1,125
—
4,2
4,2
—
88,5
88,5
9,75
9,65
9,625
—
—•
_
24,40
24,6
4,65
4,61
4,626
9
9.13
9
—
10,25
10,125
■■
—
12,25
12,13
12,2
—
—»
■■
—
1,62
1,626
6,315
0,3
0,3
—
0,375
0,4
—
—
10,25
10
—
11,25
10,50
—
52,10
61,60
55.75
S5.62
—
8',SO
81.90
13,80
13,20
—
16,6
16,13
—
5,4
6,40
—
10,1
9.6
—
40
39,78
—
33.60
34.75
—
35,5
35,25
2,85
—
—
—
26,5
26
—
4,75
4,625
—*
18,50
—■
—
5,2
5
5,20
—
99
9,60
—
19,25
19,67
■w
12,50
12,40
12,6
—
17
16,80
—
16,9
16,75
6,13
■■
—•
17
17,25
17,13
14
—
—
8,5
8,30
8/.
—
12
11,75
8,6
—•
—
—
39.25
38,9
—
45,5
45,5
2,13
2,2
—
3,13
3,2
—
■■
—
9,1
9
——
—
—
—
1,1
1.1
—»
——
—
1,4
—
2,7
2,7
—
3j5
3,25
—
8,8
8,70
■*
*•
—
——
—•
Berliner Dörse.
(Eigener Drahtbericht be6 „Gießener Anzeiger".)
Berlin. 16. Oft. Weder der überraschend starke Zeichnungserfolg der Reparationsanleihe, noch die Begeisterung ftn In- und Aus lande über die glücklich vollendete Fahrt des Zeppelin- Luftschiffes vermochten heute die Llnternehmungs- lust der Dörse anzurcgen. Irn Gegenteil, das Geschäft war noch geringer, wie an den Vortagen und die Haltung war am Anleihemarkt erheblich nachgebend. Die Hoffnungen, die man nach der vorgestrigen Erklärung des Reichs- sinanzministers hinsichtlich eine gewissen Bestärkung der Regierung in ihrer Stellung zur Aaswertungsfrage glaubte hegen zu dürfen, erwiesen sich als hinfällig, zum Bedauern der Spekulation: Das Reichsfinanzministerrum haft an seinem Standpunkt fest. Diese Enttäuschung brachte abermals erhebliche Mengen Anleihen auf den Markt, so daß sich hieraus Kurs drucke ergaben. Auch Industriepapiere blieben weiter sehr vernachlässigt. Die Börse ist verstimmt darüber, daß trotz des guten Gelingens der Reparati0nsanleihe die privaten Kreditverharrdlungen, insbesondere diejenigen der Großindustrie, im Auslande nur sehr langsam fortschreiten. Bisher sind die meisten Meldungen über derartige Privatkredite ausschließlich wieder dementiert worden. Die Hoffnungen auf eine durchgreifende Besserung der Geschäftslage sind dementsprechend gering, obwohl die Berichte über den Beschäftigungsgrad
der Induftne eine kleine Besserung ertemten lassen. Man befürchtet jedoch, daß dec vorläufig noch sehr zaghafte Konjunktur-Aufschwung durch das Ausbleiben der privaten Kreditgewährung wieder illusorisch werden könnte.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
(In Billtonen Mark auSgedrückt. BuenoS-Atre», London. Reu« York, Japan, Rio de Janeiro für et ne Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Einheiten.)
Telegraphische Auszahlung.
(Ohne Gewähr.)
15. Ottbr.
16. Ottbr.
Report.
Lmllich, Rotierung
Amtliche Rotieriin,
Geld
Brief
Geld
Brief
15.
16.
Nmft.-Rott.
164,44
186,26
164,09
164,91
voll
voll
Bckr.'Antw
20,17
20,27
20,15
20,25
DOll
voll
Christiania.
69,55
59,85
58,60
58,90
voll
voll
Kopenhagen
72,57
72,93
71,72
72,rv
voll
voll
Stockholm .
111,37
111,93
111,37
111,93
voll
voll
LelsingforS.
Italien. . .
10/3 18.33
10,59
18,43
10,52
18,32
10.58
18,42
voll voll
voll voll
London. . .
18,845
18,93 7
18^2
18,91
voll
voll
Neupork . .
4,19
4,21
4.D
4,21
voll
voll
Paris....
Schweiz . .
21,98
22,08
21,84
21,94
voll
voll
80,35
80,75
80,40
80,80
boii
voll
Spanien . . Wien in D.«
66,26
66,64
55,96
66,24
voll
voll
Oest. abgest Prag .... Budapest. . Buen.-AireS
s
W
6,92
12,49
5,95
12/5
voll voll
voll voll
6,495
8,475
6,495
voll
voll
1,55
1^6
1,64
1,55
voll
voll
Bulgarien Japan . . .
Rio de Jan
S
Ä-°
s
1JB35
voll voll
voll voll
0,465
0,47k
0,465
0,476
voll
voll
Belgrad . .
L'ffaboo . .
5,925
13,78
W
5,945 13.78
voll voll
voll voll
Banknote«, (Ohne Gewähr.)
Berlin. 16. Oktbr.
Geld I Briet
Re^are.
Lmcrtkantsche Roten .....
Belgische Noten........
4,1)
20,05 71,69
18,8)
21,94
164,04
18,32 SS
111,32
80,33
55,96 12,4.
6,42
4,21 20,16 72,05 18.90
22.0 i
U4.86 18,42 59,90 5,945
111,88 80,73 56,24 12,51
6,44
s
Dänische Noten ........ Englische Noten........ Fraittösische Noten ...... Holländische Noten...... Italienische Noten......
Norwegische Noten......
Deutsch-Oesterr., ä 100 Kronm Rumänische Noten......
Schwedische Noten.....
Schweizer Noten.......
Svantsche Noten.......
Tschechoslowakische Noten .. Ungarische Noten......
voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll
Märkte.
Rindviehmarkt in Gießen.'
h. Gießen, 16. Oft. Der heutige Rind- v i e h m a rf t war insgesamt mit 760 Stück Großvieh und Kälber beschickt. Es wurden bezahlt: Für gute Milch- und Zuchttiere 450—550 Mk., weniger gutes Material 250—460 Mk., Schlachtkühe mit 120—200 Mk., Kälber mit 30—60 Mk das Stück. Der Handel war bis zum Ende schleppend.
Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".)
Frankfurt a. M., 16. Oft. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 24.25 bis 25.25, Roggen, inländ. 24 bis 25, Sommergerste für Drauzwecke 25 bis 28,75, Hafer inländ. 20 bis 23, Mais (gelb) 20,50 bis 20.75. Weizenmehl, inländ., Spezial 0 36.50 bis 39. Roggenmehl 35,50 bis 37,50, Weizenkleie 12,50 bis 12 75, Roggenkleie 12,25 bis 12 50 Mk. Es fanden je nach Feuchtigkeitsgehatt Abschlüsse zu entsprechend niedrigeren Preisen statt, da sich die genannte., Rotierungen auf gute handelsübliche Qualitäten beziehen.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".) Frankfurt a. M., 16. Oft. Auftrieb: 93 Rinder, darunter 44 Ochsen, 53 Färsen und Kühe, 602 Kälber, 622 Schafe, 1190 Schweine Es wurden notiert: Kälber: feinste Mastkälber 73 bis 80. mittlere Mast- und beste Saugkälber 64 bis 72, geringere Mast- und gute Saugkälber 55 bis 60. Schafe: Mastlämmer und Masthammel 40 bis 45, geringere Masthammel und Schafe 33 bis 38, mäßig genährte Hammel und Schafe (Merzschafe) 25 bis 30. Schweine: vollfleischige von 80 bis 100 Kg. 75 bis 79, vollfleischige unter 80 Kg. 60 bis 75. vollfleischige von 100 bis 120 Kg. 76 bis 80. vollfleischige von 120 bis 150 Kg. 76 bis 80, Fettschweine über 150 Kg. 76 bis 80, unreine Sauen und geschnittene Eber 65 bis 75 Mk Kälber lebhaft, Schafe und Schweine ruhig Bei Schweinen Lieberstand. Nächster Schweinemartt Montag, 20. 10., nächster Rinder- und Kleinvieh- marft Mittwoch, 22. 10.
Berliner Produktenbörse.
‘Berlin, 16. Oft. Am Produttenmarkt ließen die neuen Chicagoer Kurssprünge hier ferne neue Häufte aufkommen, weil fast dec gesamt.' Handel reichlich versorgt ist und die Preisbefästigung zur Abgabe nütze. Welzen soll mit 14,75 Gulden genügend angeboten sein. Die amerikanische Aufwärtsbewegung wird erklärt mit der Erteilung größerer Kaufaufträge Rorw.gens für Roggen und Weizen Italiens. In Deutschland hält sich der noch immer gut befriedigte Konsum zurück. Die amtlichen Preise überstiegen nirgends dte gestrigen Rotierungen. Es notierten pro 1000 Kilo: Weizen, mark. 229 bis 237. Roggen, märt. 230 bis 237, Braugerste, märt. 240 bis 270 Futtergerste, neue 215 bis 230, Hafer märt’ 187 bis 194, pornm. 177 bis 185, Raps 385 bis 395, Leinsaat 385 bis 395; pro 100 Kilo: Weizenmehl 32 bis 35.50, Roggenmehl 31 50 bis 35,50 Weizenkleie 13,80. Roggenkleie 13 Dil- toriaerbsen 34 bis 38. kleine Erbsen 25 bis 27, 'Futtererbsen 19 bis 20, Peluschken 17 bis 19 Ackerbohnen 20 bis 22, Wicken 18 bis 19, Lu- pmen. blau 14 bis 15, gelb 16 bis 19 Serradelle alt 15 bis 17, neu 20 bis 24, Rapskuchen 15 80 bis 16,60 Leinkuchen 25 bis 26. Trockenschnitzel 11, Torfmelasse 9.25, Kartoffelflocken 19 50 bis 20 Mart.
Hochschulnachrichten.
Bon der Landesuniversität Gießen.
2.-11. Das Wintersemester unferct ilniöerf i tä t beginnt am 2 0. Oktober. 3» ber Zeit vom 20. Oktober bis 18. Rovember wer» lfen Reuanmeldungen von Studierenden auf dem ^Iniversitäts-Sekretariat (Zimmer 9) entgegen- genommen. Die Kartenabstempelung (Umtausch) erfolgt in der gleichen Zeit auf Zimmer 16. Dte erste feierliche Immatrikulation frndet am 1. Ao- venrber, mittags 12 Uhr, in der -Untoerfität statt. Die Vorlesungen beginnen am 1. Qlo* D c m b e r. Räheres darüber ist an den Schwarzen Brettern zu ersehen. Ferner gibt das Vorlesungsverzeichnis. welches vorn Aniversttats-Sekietariat und den Buchhandlungen zu beziehen ist, Auskunft.
(In einem Teil der Auflage wiederholt.) Die demokratischen Landtags» Kandidaten.
Darmstadt, 16. Oft. (Eigener Bericht.) DK Demokratische Partei hatte kürzlich beschlossen, Provinzlisten für die Landtagswahl aufzustellen. An der Spitze der Starkenburger Äste werden stehen: Finanzminister Henrich Abg. Reiber und Frau Balser. Auf der rheiahe s s i s ch e n Liste stehen: Oberbürgermeister K ü l b - Mainz, Landwirt Eberle- Wolfsheim und Abg. Schreiber. Die oberhessische Liste ward mit folgenden Ramen beginnen: Aba Dr. Bücher und Turn- Lauterbach (Hessen) Kriegerische Friedensversammlung in Hagen.
Hagen, 16. Oft. (TU.) Die Frir-densge- sellschast hatte gestern abend zu einer Versammlung eingeladen. Die Hagener nationalen Verbände veranstalteten abends um 8 Uf>t nochmals Protestkundgebungen in den Hauptstraßen. Als General von Schönaich in der Versammlung das Wort ergriff, kam es zu einem Tumult, ber in Schlägerei überging. Schließlich hob die Schupo die Versammlung auf und räumte den Saal, wobei zahlreiche Verhaftungen vor» genommen wurden. Auf der Straße setzten sich die Auseinandersetzungen fort.
Branting mit der Kabinettsbildung betraut.
Berlin, 16. Oft. (SU.) Die Morgenblättec melden aus Stockholm: Der Führer der Sozialdemokraten, Branting, wurde vom König mit der neuen Kabinettsbildung betraut Branting hat den Auftrag angenommen.
Tillessen verhaftet.
Preßburg, 16. Oft. (Tsil.) Ein hier verhafteter Reichsdeutscher, der sich den Ramen Wi« schofsky beigelegt hatte, g stand, daiß er als Mitglied der Geheimorganisatton C von dem Attentatsplan gegen Erzberger gewußt hätte. Rach langem Zögern gab er schließlich zu, mit dem Er z bergermörder Tille s s e n identisch zu sein.
Geschäftliches.
Zirkus Krone.
Das allgemeine Interesse nimmt das kolossal und aufs modernste eingerichtete- ilnternebmen in Anspruch, das nun vor einer Woche in Frankfurt a. M. auf dem Platz des Landwirtschaft!. Vereins in der Ostendstraße sein Riesenzelt auf- geschlagen hat. Unvergeßlich bleibt ein Abend in Krones weltbekanntem Drei -Manegen-Zirkus. DaZ allabendlich ausgezeichnet besuchte Haus wartet stets mit Deifallssalven nach jeder Rümmer auf. Der Zirkus Krone seht tatsächlich allen ilnter» nehmungen dieser Art die „Krone" auf.
*
Damenhandtaschen sind häufig noch ohne Fehler, aber ihr Leder ist schäbig und glanzlos geworden, sie werden verärgert f^rtgetegt. Dabei wäre es ein leichtes, ihr Aussehen hübsch zu erhalten. Mit Erdal in Dosen mit dem roten Frosch weiß oder farbig behandelt, wird die Farbe erhalten, abgeschabte Stellen verschwinden und das Leder bleibt weich, glänzend und färbt nicht ab.
Der Kenner verlangt
die Marke erlesenen Geschmacks
I
Mercedes Wolnbronuercien Fetmbaoh-Stuitgart.
-STAATSRAT-
DIE MILDWEICHE 5PF.-ZIGARETTE
II II
FÜR DEN VERWOHNTEN RAUCHER


