Seltsame Werwochen
Roman von jrn >Q) Fredericks.
22. Fortsetzung
(Nachdruck verboten.)
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hatte eS auch schon beyenve w Bet orttaw Wagen geworfen.
Sr sah sofort, wie eS richtig darin nieser- fiel und drückte gleichzeitig mit dem Fvh auf den GhrmnüboIL Einen Augenblick später war der Wagen schon vorbeigefcchoen und txnTschvxmd in der Richtung auf Paris.
Stapleton beugte sich vor und befahl Fvnr- tzvis mit vor Erregung bebender ©imune: »Fahren Sie sofort nach Hausei"
Kurz darauf folgte er dem ersten Würgen der Stadt zu
Als er die dunkelnde Strahc hinabfuhr, nahm er keinerlei Notiz von dem Wagen, der ihm auf dem ganzen Weg von Paris h.-r gefolgt war und in der Richn«g aus Versailles weiter fuhr. 3n dcm^elben sahen zwei Leute. Am Steuer ein Mann, der im Halbdunkel eine sta-r'e Aehnlich- keit mit Francois, StapletonS Chruffeur. bitte, während im Wagen eins Eeftalt in- tu iklein Anzug und Panamahut sah, die alle Welt für den Bankier selbst genommen hätte. Sin zufälliger Beobachte!-, der Stapleton nicht gegen Paris hätte umkehren seh.m, würde geglaubt lxlben, er fahre noch weiter gegen Versailles.
Die in diesem zwei en Wagen Sitzenden schienen scharf auf die verschiede.cen Kraftwagen zu achten die vorüberfuhren, als wenn sie irgendein Signal ein Erkennungsz.nchrn zu sehen erwarteten; trotz iöres scharfen, umsichtigen Suchens waren sie offenbar enttäuscht.
Endlich waren sie in Versailles. Der Mann im Wagen gab einen kurzen Befehl, sein Führer kehrte den Wagen um, und sie rasten nach Paris zurück. Auf der Versailler Strafte ereignete sich nichts weiter. ____________________________
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Dm VenaMer Tvr hielt er narr 7v lange, Vis er Richard Duval! gesehen hatte, der im Schatten der Durchfahrt stand. Dann fuhr er jenseits der Lknwallung weiter.
Es fuhren da viele Kraftwagen und andere Gefährte auf der Otrabe Es raarc ein schöner Abend, und ganz Paris schien da drauhen Lust zu schöpfen. Die meisten Wagen fuhren derScadt zu. Er bemerkte einen Wagen hinter dem feinen, in bem nur ein Fahrgast sah. ein Qltarar mittleren Alters, achtete jedoch nicht weiter darauf. Seine Augen waren den entgegen!c mmen?en Wagen zu- gewandt, um das blaue Licht zu entdecken, das ihn zu raschetn Handeln vevanlassen muhte.
Er beobachtete, dah Frc>n<.-ois, wie er selbst, sorgsam jeden Wagen musterte, der sich ihren näherte. Er stagte sich, ob der Chauffeur eine Vermutung über den Zweck seiner Ausfahrt habe, verwarf jedoch den Gedanken als ganz unmöglich und blickte aufmerksam auf die durchfah- renden Kraftwagen
Er hatte vielleicht vier bis fünf Meilen auherhalb dos Festungswalles zurückge'egt, als er einen schweren Wagen langsam aus der Richtung von Versailles herankommen sah. in dem nur zwei Personen sahen: der Wagenfühi-er und eine dicht verschleierte Dame.
Der Chauffeur, der Stapletons Wagen scharf beobachtete, schwenkte gegen die rechte Seite der Strafte ein, um möglichst nahe an Stapletons Wagen vorbeizufahren. '3m selben Augenblick flammte ein glänzender Strahl blauen Lichtes in dein Wagen auf, in dem die Frau sah.
Stapleton war schon aufaefprungen. Die zwei Wagen näherten sich einander rasch Er muhte in gröhter Eile handeln. Er nahm das Päckchen, das das Geld enthielt, in die rechte Hand und
am Versailler Tor mit kleinlicher öoegjatt bta verschiedenen .Kraftwagen, die durch bk TUrch» fahrt in die Stadt fuhren. Mit einer starken elektrischen Taschenlampe untersluchte er Seiten« wände und Räder und sah nach der vcrrätonschen roten Farbe, mit der der Wagen der .Kindsräuber gezeichnet sein würde. Neben ihm stand Bernet, ein Vertrauter des Präsekten, mit dem Duvall von seiner früheren Tätigkeit in Paris her gut bekannt war
„3a, Herr Duvall," bemerkte Bernet, »ein sehr ersinderischer Einfall — 3hr Plan. 3d> bin gespannt darauf, ob er gelingt"
„3d> bin dessen sicher."
„Hossentlich haben Sie rech ! Gr sah nach der llhr „Halb neun. Etwa die Zeit, glaub' ich, die Sie angaben. Hier kommt ein schwerer Wagen. Tein Ausf.chrn nach ein Posqaet. Wohl ein Sechszylinder."
Duvall sah dem einfahrenden Wagen ent» gegen. Ein Lastwagm suh. vor ihm durch das Tor Der schwere Pasguet fuhr langsam heran und hielt beinahe.
Der Detektiv zündele mit seiner Taschenlampe nach der Seitenwand des Wagens und sprang mit einem Ausruf des Erstaunens zurück Don einem Ende zum anderen war der tmntelgnmc Lack der Seitenwand und der Räder mit der grell- roten Farbe bespritzt und gestreift Stellenweise, besonders an den Rädern, von Staub bedeckt, aber sonst, an den Türen, war sie hell und untrüglich. • , „
„Bernet!" raunte er freudig erregt dem Beamten zu, „das ist er! Rasch! Lassen Sie ihn nicht weiterfahren I"
(Fortsetzung folgt.)
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Bekanntmachung.
Mit Rücksicht auf die eingetretentz Fahrplanänderung der Staatsbahn verkehrt der Wagen 9«o llhr ab Bahnhof der grünen Linie 7 Minuten später, außer- dem wird um 822 Uhr ab Bahnhof ein weiterer Wagen der grünen Linie eingelegt.
Gießen, den 16. Oktober 1924.
Direktion der Stadt. Straßenbahn.
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Am nächsten AÄnd punkt acht Uhr verlieh 3ohn Stapleton injrinem groben französischen Tourenwagen sein Huis in brr Avenue Kleber. Francois sah am Steuer.
Der Wagen war keineswegs auffallend, er war wie tausend atbere, die man allabendlich auf den Straften von Paris sehen kann: breit, dick gepolstert und dunkelgrün, beinahe schwarz lackiert.
Stapleton sah frtrin, in dunkelblauem Serge- Anzug und mit Pa»amahut. 3n der linke x Hand hielt er ein kleines Päckchen in brr Gröfte eines Zigarrenkistchetts, das die Banknoten im Betrage von hunderttausend Dollar enthielt.
Neben seinem rechten Fuft lag ein Gummi- ball, von dem aus ein kurzes Rohr durch ein Loch ging, daS in die Seitenwand des Wagens gebohrt war. Am Ende des Röhrchens war ein kleines Mundstück ans Messing angebracht. Es stand nur ganz toenig hervor und war im abendlichen Dämmerlicht nicht wahrnehmbar
Stapleton wieS seinen Wagenführer an, die Strafte gegen Versailles hinauszufahren. „Ich will ein wenig frische Luft schöpfen," fügte er bei, „es ist heute abend ziemlich heih." Innerlich brannte er vor Angeduld.
Don Paris nach Versailles sind es ungefähr vierzehn Meilen. Stapletons Wagen fuhr langsam. Er wollte den Wagen mit dem blauen Licht nicht verfehlen.
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