Frankfurt a. M.
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ün emionen Prozent
’Neviirt.
18. Fortsetzung.
(Nachdruck &?rboten.)
Datum: | 1 >. 7.
Schluß Kur»
0,265 0,525
0,950 0,190 0,410
0,550
voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll
19,00 67,6/
16.33
21, C 159/5
18,0 i>6, '9
6,02
<.99
111,7
76,71
5,61 12,44
4,96
ringdS Angebot gegenüberftartb. Auch '-Koggen* Anleihe wurde in Anbetracht der steigenden Getreidepreise lebhafter gefragt
Börsenkurse.
(Ohne Gewähr.)
19, o 67,34 18,23 21/0 157,8i 17,9 55,11
5, 8
1,8
111,17 78,41
56,36
12, 8 4.94
Fritz Nowack
Wäschefabrik und Ausstattungshaus 87iea
Geld | Brie'
4,2 80,20
6,26
21
3,30 8
7,62 0,350
7,90 lÄ 0,300
0,2
5,25 7,62
40,60 42 47
6,1
8 3,62 6,62 21,5
16,75 28,25
1,20 18 62
3,75 7^5 2,50
10,70
7.5 10,75
8,20 4,80
8,8 10,10
6,40
6,5 26,5
1 1,70
1,8 7,5 0,4
0,61
9,65
1
2,85 r,i2
2,75 2,50
Macco-Tuche
für feine Wäsche
Meter Mk. 2.10, 1.35 und
Mk. 1.15
ging mit dem aus die Feldhühner. Hatte ja einen guten Dorwand: das ftische Fleisch war rar, und Feldhühner gaben gute Krankensüppchcn. £em Hunker, natürlich, dem war das Herum- stieichen lieber, als das Hocken bei den Büchern. Konnte auch den Karo halbwegs ersetzen, den kte Muffen massakriert: scheuchte und 'trieb die Hühner dem Herrn Großvater vor die Flinte. Stundenlang streiften sie so das Revier ab. Lind wenn lie dann b.utereich nach Haus zogmt. dann sangen und pfiffen sie beide des Alten L eblings- lieber. Etwa Las vom Prinzen Cugenius. dem eblen Ritter —, der lieh schlagen ei..en Drucken, bah man hinnl hinüberrucken mit der Armee wohl für die Stabt, — ober bas neue Lieb:
»2lls die Preuhen marschierten vor Prag, Wohl nach der Lvbchitzer Schlacht,
Auf dem Weihen 'Berge das Lager ward öe chlagen,
Dahin man tonnt mit Stuck, Roh und Wagen: Die Mörser wurden aufgeführt, Schwerin, der hat sie kommandiert."
Der Alte fang alle Verse,- aber am Schlutz pfiff er nur mit. Einmal hat ihn der Junker gefragt: »Herr Großvater, warum fingen Sie nicht den letzten Ders, der ist doch grab der schönste — Triumph, Triumph, Viktoria! Cs lebe der Gröhe Friedrich alldaI" Da hat der Gestrenge gegrobt; »Muht nicht soviel fragen. Merk dir bad Sprichwort: Mehr kann fragen ein Geck vhn' Verstand, denn zehn Weisen zu antworten hantl"
Das ging so ein paar Sage, bas ging eine Woche.
Dann kamen die Sorgen.
(Fortsetzung folgt)
errichten. Es ist der Betrieb einer Telephon- unb Telegraphenwerksta11 in Aussicht genommen.
*
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M, 16. Juli. (Drahtbericht des „Gietz. Anz.".) Auch der heutige Dörsenver- kehr unterschied sich in seiner Lustlosigkeit and Stille kaum von dem der letzten Zeit. Äe Stimmung ist weiter gedrückt, das Geschäft äußerst beschränkt. Durch das immer wieder in den Markt drängende Material wurden Kursrückgänge verursacht. Reben dem ungewissen Aasgang der Londoner Konferenz sind es auch die 'Betriebseinschränkungen und Arbeiterentlasfangen, die aas das Börsengeschäft stark hemmend einwirken und selbst die berufsmäßige Spekulation zu scharfer Zurückhaltung veranlassen. Die Stimmung war nicht unfreundlich. Die einzelnen Marktgebiete lagen nicht einheitlich. doch waren neue leich.e Kursrückgänge überwiegend. Der Geldmarkt ist weiter für Tagesgelber fluffig. Der Sah hält sich auf y4 pro Mille. Auf dem Aktienmarkt waren die ilmfätye fthr gering. Am Montanmarkt, für den sich die an der gestrigen Rachborse hervorgetretene bessere Stimmung auSdehnen konnte, waren Buderus gut erholt, auch einzelne andere Werte wiesen Besserungen auf. Der chemische Markt war nicht einheitlich. Auf kaum verändertem Kurs hielten sich die Glektrowerte. Auch Bankaktien hielten sich zumeist auf geftrig/m Stand. Am Reichsanleihemarkt blieb die Haltung behauptet. öprvzentige Kriegsanleihe gebelfert um 5 Milliarden. Sehr still lag der Freiverkehr. Api 3%, Becker-Stahl 1%, Decker-Kohle 31/4, Benz 2, Petroleum 9 75, Äfa 37/8, Krügers hall 2,5, Grvwag 0.120. Im weiteren Berlauf blieb die lustlose Haltung bestehen.
Berliner Dorfe.
Berlin, 16 Juli. (Drahibericht des »Vieh. 2lnz.".) Im Dordergrunde des Interesses der heutigen Börse stand wiederum die auhenpvlitische Lage. Roch immer sind die Verhältnisse reichlich verworren. Dis jetzt glaubt man in Dörlen- krei'en, keine Hoffnung auf K ärung erblicken zu können. Eine gröbere Ge^chäs:s elebung lan 1 um so weniger aus kommen, als die wir.schriftliche Situation noch immer eine äuherft ungünstige ist infolge b?r Bet iebs instellu' gen und A b its in- schrä ।tu-gen, besonders in Süodeutschl.in> unb Im Ruh gebiet. Die Fl ssifteil d s Ce.bmar't s hält noch an. Man scheut sich allgemein in Eeidge. ergreifen, der Industrie Geldmittel zu übergeben. Das Kuisniveau ha! im aLg m inen nachg geben, nur der Montanmarkt konnte einige BJkrungen aufweisen. Etwas Interesse war auch für Kriegsanleihe vorhanden, dem allerdings ein recht ge-
| der Umlauf an Reichsbanknoten und Renten- bankfcheinen zusammen um 16,2 Tritt. Mk. zurück. Zwar dehnte sich der Bantnotenumlauf noch um 8,2 auf 1 105,5 Trill. Mk. aus, bagegen| senkte sich der -Umlauf an Aentenbankscheineni um 24,4 auf 1747 Mill. Renten mark. Ent
sprechend den Rückflüssen' an Rentenbankscheinen erhöhte sich der Bestand der Reichsbank an solchen Scheinen von 278,2 auf 302,6 Mill. Reift ra- marf. Die Girogelder zeigten nach den starken Abhebungen wahrend der Dorwoche wieder eine Zunahme um 37,4 auf 811,3 Trill. Mk., die Vermehrung entfällt lediglich auf die ausgewiesenen Privatguthaben. Dem Goldbestände wurden durch Verwandlung eines Devisenbetrages in Gold weitere 4,2 Mill. Goldmark zugeführt: er stellte sich danach am 7. d. Mts. auf 466.4 Mill. Gold- mark. Der Goldbetrag floh wiederum dem unbelasteten D«>ot im Auslande zu. Die Scheidemünzenbestände veränderten sich diesmal nur geringfügig, sie nahmen um 0,9 auf 24,4 Trill.
| Mark zu.
* Detriebseinfchränkung bei Opel-Rüsselsheim. Däe Opelwerke haben tum vorgechriebeiwn Termin 2000 Arbeitern gekündigt.
* Westbank A - G., Frankfurt «Sichelkonzern). Die G.-D. der Gesellschaft, in der 7 Aktionäre 398 Millionen Mk. vertraten, genehmigte die Regularien und beschloß, den Dortrag des Reingewinns von 218963 Dill. Mk. auf neue Rechnung. Die Verwaltung wurde entlastet.
"Reue Auslandsgründungen des A. E. G.-K 0 n 9 e r n s. 3n Amsterdam wurde von der holländischen Behörde die Errichtung einer Akt.-Ges. Internationale A. E. G. in Amsterdam genehmigt, die ein Kapital von 10 Mill. Gulden hat. Die Gesellschaft wird nicht selbst fabrizieren, sondern sich dem Handel mit elektrischen Einrichtungen, Maschinen und Instrumenten widmen, von dem sich die A E. G. eine starke Belebung ihres Auslandsabsatzes verspricht. — 3n Belgrad wurde neben der jugoslawischen AG.G. eine neue 21.=®. des Konzerns gegründet, die die Interessen von Linke-Hoffmann-Lauchhammer, — Silesia-Mix und Genest-Carv-Archimedes usw. in ganz Jugoslawien vertreten wird. Die neue A.-G wird den Barnen „Technische Hanbels- 21=®.“ mit dem Hauptsih in Belgrad führen und Filialen in den Haaptplähen des Landes
„I ... ja — das Lvttchen.“ Der Toppe sche schluckte ein paar Male. Dann mutzt' es doch heraus. „Was mein Christian ist, der da d übe 1 ... wie er so schwer blessiert gelegen, au d m Schlachtfeld, und Wohl gedacht hat. die Russen stechen ihn ab, da hat er nur immer gesagt: .Lvttchen . . . Lvttchen.' Hat mir seine Ordvrnanz erzählt, unseres Vogts Junge, der Gottlieb Marzgttke —"
Worauf Bernhard S?art>to fein fröhlich listigstes Geacht machte, wie ein alter Kat r dem das Fell g kraut wi d, den Schnauzbart zwirbelt' und meinte: „Ja, mein Lotichen kann die Blanndleute toll und verrückt machen.“
Da kriegte der Toppersche einen toten Kopf und probte: „Will hoffen, datz sie an dem einen genug hat —"
„Ohi! Ohvl Bruderherz, hxrrum ft> hitzig? Weiht doch: neue Weine müssen gären, wer kann denn der Jugend wehren? Oaß sie toben. Most wird Wein, Ile wird endlich klüger sein. Haben wir's nicht beide mal so in dem lobesamen Apop- »hegmata gelesen? Damals, als wir selber Most waren. Lust'ge Jungfern werden die besten Ehefrauen. Das lehrt das Leben . . . Run aber will ich noch einmal nach meinem lieben Schwiegersohn ausschauen."
Sie gingen hinüber, der Toppersche klinkte leise die Tür auf, und da sahen sie etwas Wunderbares. Dor dem Bette kniete Frau Beate, hatl« beide Hände gefaltet auf dem Linnen, den
Gerichtssaal.
Berlin, 16. Juli. In dem Prozeh gegen den früheren Vorsitzenden der Berliner Hnrowerfs- kammer, Karl Ra Hardt, beantragte der Staatsanwalt gegen den Angeklagten wegen schwerer Untreue, aktiver Bestechung, Betrug« und Kettenhandels eine Gesamtstrafe von vier Jahren Gefängnis und 25 000 Mark Geldstrafe, und gegen den Sohn des Hauptangeklagten, Erich Ra Hardt, wegen der gleichen Delikte eine Gesamtstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten Gefängnis, fünf Jahren Ehrverlust und 120 000 Gow- mark, und gegen die übrigen drei Angeklagten Gefängnisstrafen von vier Monaten bis zu zwei Jahren und sechs Monaten. In feinem Plädoyer stellte der Staatsanwalt fest, daß bei dem Ge- fchäft, das die Danziger Werft betraf, die Angeklagten einen unrechtmäßigen Gewinn von 7 Millionen Goldmark erzielt hätten. Wenn diese Summe dem Handwerk selbst zugeflossen wäre, dann hätte es die Wirtschaftskrise besser überstehen können.
Messer diente, die Mark auszuschalten und an ihrer Stelle den Roggen einzuführen, vbschon auch der Roggenpreis aus verschiedensten Gründen Schwankungen bekanntlich unterliege. Ferner anerkennt das Kammergericht, datz bei bei’ von der Roggenrentenbank A°®. gewählten Methode, den 'Wert auf Grund eines Durchschnittspreises wählend einer Schlüsfelperiode vor dem Fälligkeitstage zu bestimmen, die Gefahr der Geldentwertung vom 2lblauf der Schlüssel-, Periode bis zur Fälligkeit dem Gläubiger zur Last gelegt worden sei, und datz nicht nur die Getreidepreise, sondern auch die Markbewegung nach dem Durchschnitt der Schlüsselperiode berechnet werden mühten. Demgemäß habe auch nicht der Kurs am Endtage der Schlüsselperivde für die Umrechnung maßgebend sein sollen. Der starke Markderfall seit dem Herbst 1923 und die Einführung der Goldmarkrechnung, sowie die seit dem 26. Oktober 1923 vom Börsenvorstande eingeführte Gvldmarknotierung hätten keine 2len- berung des Dertragsverhältnifses hervorgerufen. Wenn die Rechtsprechung in steigendem Matze die Aufwertung früherer Geldschulden anerkannt habe, so sei das nicht in 2Tb» änberung des vereinbarten Dertragsverhältnisses geschehen, sondern in Würdigung des wahren Sinnes des Vertrages und in ergänzender Aus- i legung des vermutlichen Willens der Vertragsparteien. Die Roggenrentenbriefe seien aber nicht bereits vor Eintritt der Geldentwertung geschaffen worden, sondern das Problem der Geldentwertung sei gerade die ilrfad>e und der Gegenstand ihrer Einrichtung gewesen: wenn die Aufgabe, eine der Geldentwertung standhaltende neue Kreditform zu schaffen, zunächst nur unvollkommen gelöst werden sei, so rechtfertige dies nicht, im Wege der Rechtsprechung auf ®runb der seitherigen Ereignisse und Erfahrungen mittels Vertrags-Auslegung dem Vertragsinhalt eine verbesserte Gestalt zu geben, die nicht im Sinne der Beklagten war. Die Roggenrentenmark habe es an bessernden Bemühungen nicht fehlen lassen, habe aber vermiedetz, sich auch nachträglich den Standpuntt des Gegners zu eigen zu machen: bei der Eigenart ihres Unternehmens erscheine dies ihr Verhalten durchaus begründet. Blan könne nicht die Lage, wie sie sich am Ende der Schlüsselperivds ergeben habe, rückschauend aus den Verhältnissen der seitherigen Zeit beurteilen. Den Aenten- bt ief gläubigem werde durch das Ver- fahren der Beklagten nichtsälnbilliges an- gesonnen,- sie hätten das Verfahren an dem Zins- termin, dem 1. Juli 1923, gebulbet und damit bekundet, daß sie es nicht als vertragswidrig angesehen hätten. Rach a liebem sei mit der Roggen- rentenbank anzunehmen, datz die Festsetzung des Durchschnittspreises sowohl die Schwankungen des Rvggenprei ses, wie die Veränderungen des Mark- wertes berücksichtigt habe und datz die Gefahr der nach Festsetzung des Durchschnittspreises ein getretenen Geldentwertung den Gläubigern auferlegt worden sei. Wenn diese unbollfDmmene Berechnungsü^ise nicht nur, wie der Kläger geltend mache, die Zinsen, sondern auch die ausge- losten Stücke betreffe, so hätten die Gläubiger auch diese Llnvollkommenheit nach dem Inhalte des Vertrages mit in Kauf zu nehmen.
Der Kläger hat gegen das Urteil be3 Landgerichts Berlin I Berufung eingelegt, über die wieder das Kammergerichl zu entfdjeiben haben wird, und derselbe Kläger beabsichtigt, auch gegen das vorliegende Urteil des Kammergerichts Revision einzulegen.
Kops tief gesenkt, lang hi-gen ihr die dicken blonden Zöpfe über den Racken he unter, und der Körper schütterte. als ob sie weinte. CH iftian aber lag ganz stille, mit geschlo Jenen Au,ei. Er schlief. Wahrhaftig, er schlief ganz ruh g er, den noch vor einer Stunde das Fiever wild hin und her geschüttelt. Der Leichholzer griff am Rachbar vorüber und drückte die Tür ohne Geräusch ins Schloh. Räusperte sich „Gratulor. Bruder! Bruder! Hast wohl selb r gtzs hm, das Wunder. Mein Burbrian! Ein Hexenm ister ist d r Kertt Ja . . räusperte sich noch einmal: .Was die Beate noch für schönes Blondh rar hat. Wie ein junges Ding. Unb gewitz sanfte Hande, recht zum- Gesundpslegen.“
Dem Vater waren die Augen feucht geworden. „Gott geb’, datz du recht hast, Lasow ...”
^Ob ich recht habe! — Ist wohl immer um den Christian, deine liebe Schwieger? Kann es mir denken —"
„Ja, Bernhard, die Beate ist in.diesen schweren Tagen ein wahrer Segen für uns gewesen. Hat ja den Christian auch lieb wie einen Bruder.“
„Versteht sich . . . Run soll aber Krause Vorfahren. Muh noch nach Sternberg, zum Juden, wegen der Ernte. Elendes Geld will der Kerl zahlen, liefert drauf nach Berlin und kriegt das Vierfache. Der Halsabschneider!"
Als sie dann drautzen standen und die Halbchaise vorgefahren war, der Leichenhvlzer auch bem alten Egid Lebewohl gesagt und dem Junker Kaspar einen fteundschaftlichen Jagdhieb ver'etzt hatte, meinte er, schon im Aussteigen: „Also, Bruberhrrz, dem Lvttchen geb' ich Bericht. Werd' auch schreiben, datz ihr (Lhristian in guten Händen ist —-
Frankfurter Getreidedori*.
Frankfurt a. M„ 16. Juli. (Drahtve^ richt des „Gießener Anzeigers".) Wetzen, Wetterauer 18,50—19,25, Roggen, inlänb. 17,50—17,75, Sommergerste für Brauzwecke 17,50—18 50, Hafer, inlänb. 18—18,50, Mais, gelb 16,75—17, Weizenmehl, inlänb., Spezial 0 31 -32, Roggrn- mehl 25—25,50, Weizen- unb Roggenkleie 9,75 bis 10. Tendenz: Leicht abgefchwächt, Futter- artikel behauptet.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 16. Juli. Rach der festen und lebhaften Steigerung erfolgte heute ein Tendenz- umfchwung, der sich in einen kleinen Rückschlag umtoanbelte. Durch die flauen amerikanischen Kurse machte sich am Markt auf allen Gebieten eine schwächere Haltung bemerfbar, die mit einer - starken Zurückhaltung verbunden war. Weizen, märf. 170—180, Roggen, märt. 142 bis 148, Braugerste, märt 160—170, Futtergerste, neue 155—160, Hafer, märf. 143—150, Weizenmehl 24,50-28, Roggenmehl 22-24,50, Weizen- tleie 9,50-9,60, Roggenkleie 9, Raps 250 bis 255, Leinsaat 325—330. Bittoriaerbfen 20—21, kleine Erbsen 14—15, Futtererbsen 14, Peluschken 14, Wicken 15—16, Lupinen, blatt 9,50—10, Lupinen, gelb 16—17, Rapskuchen 10,50, Leinkuchen 19—20, Trockenschnitzeln 8,70-9, Kartoffelfkcke-n
5% Deutsche RetchSanlethe .
^eulche RetchSanlethe . b/,Deutsche Reichsanleihe 3% Deutsche RetchSanlethe . Deutsche Dvarprümtenanleihe 4°/o Preußische KonsolS . . .
tzeffen ' I ' ' ' ' 3% Hessen...........
Deutsche Werth. Dollar-Slnl. dto. Doll -Schatz-Anwetsng.') ♦®/o Zolltürlen.........I
6% Goldmeftkaner .... . . | Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank Darmst. nnd Naltonaldank . Deultche Bank.........
Deuische BeceinSbank .... DiSconto Commandtt .... Metallbank...........
Mtiteldeutsche Creditbank. . Ocsterretchtsche Credttanstalt. Westbank............
Bochumer Guß.....
Buderu-
Caro .............
Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke. . Haroener Bergbau.....
Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeül.....
Laurahütte.......
Oberbcdarf Phöntr Bergbau Rbeinftahl......... .'
Riebeu Montan........
Tellus Bergbau Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd.....
Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Hokzmann......
Anglo Cont -Guano .... Badische Anilin........
Chemische Mayer Alaptn . .
Goldschmidt........
Gries' eimer Electron . . .." Höchster Farbwerke...... Holzverkohlung........
Rütgerswcrke Scheideanstakt Alla. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann..........
Mainkraftwerke........
Schuckert
Siemen« L HalSke Adlerwerke Kleher ..... Daimler Motoren. •««*.. Heyligenstaedt......... Meguin........... .
Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metangesell>chaft Frankfurt. Per. Union Ä--G.. Schuhfabrik Herr . . . . Sichel..... ......
Zellston Waldhof......'
Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Wagbüufel . . .
Vermischtes.
Die Wiederkehr des großen HuteS.
Der Hut der Dame war in den nrnrsten Modeschöpsungen j-a solcher Winzigkeit zusammen- geschrumpft, datz er manchmal nur noch wie ein etwas groß geratenes Ei auf dem Köpfchen sah. Dieser kleine krempenlose Hut war aber die einzige Kopsbekleidung, die sich für die Köpfe mit kursgeschnittenen Haaren eignete. Run ist man doch dieser ebenso lächerlichen wie einförmigen Mode überdrüssig geworden. Der große Hut hält wieder im Reich der Mode feinen Entzug, unb Zwar gleich, da „die Gegensätze sich berühren“, in gewaltigen Dimensionen. Wir erleben eine Renaissance jener Hüte mit breiten Krempen, von denen Spitzen, Früchte und Federn in üppigen Gehängen herunlernicken and die man früh« mit dem Ramen des „luftigen Witwen"-HutrS bezeichnete. Für etn> solche Kopfbedeckung aber ist eine volle und große Frisur notwendig. Auf einem „Bubikopf" fitzt fern großer Hat. Deshalb werden sich die Damen wohl obe; üb»! entschttehen müssen, die kurzgeschnittene L^artracht axiiber aufmgeben, aber diejenigen," die bereits ihre Lückenpracht der Schere geopfert haben, können so schnell nicht arieber die vorschrtstsmätztge Haarlänge erreichen. Sie müffen zu dem Ausiveg der künstlichen Haarlocken greifen, unb die Friseure, die die Haare so eifrig abschmtten, sorgen nicht minder eifrig für den Ersatz. Die neu Haarmode bevorzugt beim auch alle möglichen Haarpuffen and Haarlocken, bis zu den langen Korkenzieherlocken, die tief über die Wangen herunter hängen.
„Das tu du nur,“ gab der Zabeltitz zurück „And hab' Dank!"
* . *
Es war wahrhaftig gleich einem Mirakel. Hatte es Beatens liebevolle Pflege getan ober das Kräuterträ klein Burdrians ober des Hexenmeisters Splchchlcin: mit dem Stabskapitän ging es aufwärts. Richt, datz sich die Blessur schloh, das konnte man auch billig nicht verlangen, aber die Schmerzen muhten nachg lasen haben Richt, datz er, schnell zu Kräften kam, er blieb sogar ll-w eine Stubenfliege im Spät he. bst: doch das Fieber war gebrochen, er war bei voller Besinnung. Sprach freilich nur ganz weniges, bitte aber für alle ein ganz kleines dankbares Lächeln, und einmal, als sich Beate zu einer Hilfeleistung über ihn neigte, griff er mit feiner gesunden nach ihrer Hand und kützte sie. Da schotz ihr das dunkle Blut in das lichte Angesicht.
Der Gestrenge war in diesen Tagen schier glückselig. Ordentlich jung war er geworden. Alle Augenblicke guckte er durch die Türspalte, wollte zu sehen, wie eS stünde, wollte wohl auch Beate helfen bei der Pflege, hatte aber dafür ungeschickte Hände. Wollte auch manchmal mik dem Sohn sprechen unb vermochte gar nicht recht einzusehen, datz das noch nicht ging. Rur, datz er ihm immer wieder fein: „Bist doch ein mords- braver Offizier" wie einen Pour le 2116rite auf die Bettdecke legte. Ost genug mutzte die Schwieger ihn halb mit List, halb mit Gewalt aus dem Krankenzimmer drängen. Dann stieg er brummelnd die Stiege hinauf ins Stübchen des Informators, holte sich trotz allen Protestes von feiten des wackeren Cerisius seinen Junker und
Steigen der Großhandelsindexziffer.
Die auf den Sttchtag vom 15. Juli berechnete Grotzhandelsindexziffer des Sta- ttstischen Reichsamts hat gegenüber dem Stande byn 8. Juli (112,0) im wesentlichen unter dem Etnftuh der höheren Getreidepreise auf 1)7,3 um 4,7 Proz. angezogen. Bon den Hauptgruppen stiegen im gleichen Zeitraum Le- bckismitttl von 96,5 auf 104,7 ober um 8,5 Proz., davon die Gruppe Getreide und Kartoffeln ton 82 2 auf 94 2 ober um 14 6 Pro-.: 3nbtfftrie- ftoffe sind dagegen mit 140,8 (Vorwoche 1410) nahezu unverändert, ebenso die Gruppe Kohle j’nb ©Hen mit 122,9 (134,0). Jnlandwaren erhöhten h<9 von 102,1 auf 109,1 ober um 6,9 Pro-., während Einfuhrwaren von 161,3 auf 158 1 o,er um 2 Proz. nachgaben.
*
* Der Reichsbankausweis vom 7. ^u li. Rach Abwicklung des U'timobe'-arh erfuhren die von der Reichsbank zu befriebren ei Aniprüche, wie aus dem Bankau.weis vom 7 >. Mts. hervorgeht. wieder eine Entspannunp Die g cf amte Kapitalanlage ging um 44 3 au 2 030 9 Sriu. Ml. zurück. 3m Papierrnarfge chäst verminderten sich die 'Wechsel- und Lo nbard r'btte um 29 auf 833,2 Trill. Mk., während r >len- knmaiffrebite um 15,2 auf 1 129.4 Millionen Rcntenmarl abnahmen. Dabei erma^i t s ch die Summe der von der Bank toeit rbeg?b e 1 Rm- ienmarfwechsel von neuem von 35 au, 25 9 Milt. Renten mark. — 3m Zusammenhang damit gi g
Der Alte aus Loppcr.
Roman von Hanns von Zobelti tz.
Banknoten.
1 *) Dom Rückzahlung str eck.
Devisenmartt Berlin—Frankfurt a. M.
fyn Vtlllonen Mart au-gedrückt. BuenoS-Atres, London Ihn. hork, Japan. Rio de yanetro für eine Cinhett. Wien und Budapeil für 100000 Cindenen, alle« übrige für lob Eüibeitrn.) Telegraphische Auszahlung.
k>r"-. 16. ^Uli
AirrrikanNchc ^oten . . . belgische 'Jlotcn ‘
Däniiche Noten ...
Cngli'skde Noten
Fran<öfifchc Noten Hottändifcye Noten . . Üt lienffche Noten
Norwegische Noten . ' *
IA100 Kronen
Nninantlche Noten . . schwedische Noten . . Schwei,er Noten . .
Spanische 'Noten ....*** Tfch'chofloivnsifche Noten . . Ungarische lltoien
Schlus- fturs
Schluß flUr»
Schluß flure
1 IS. 7.
| 15. 7.
16. 7
0,265
C.265
0,260
0,560
0,525
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0,400
0,395
0,950
0,9d0
C.95O
0,19t'
0,180
0.180
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0,560
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0,550
—
0,460
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4,2
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80,26
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6,25
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—
36
36,1
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20,73
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3.30
3,25
3,50
5,75
6,25
6,10
- 7'A
7,25
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0,340
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1,60 0,3
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0,3
■
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41
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46
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29
30.90
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3,8
»—
_
_
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10,4
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6,5
—
27,2
27
27
38
85
36,63
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1
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1,75
1,80
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*
—
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0,6'
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—
1
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2
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2,90
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15. Juli
16 Juli
Repart.
15- 116.
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168,40
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Brss. Antw Chriftionta. Kopenhagen
19,15
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Slollbolm .
HelsingforS. Italien. . .
111,47
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111,37
111,63
voll
10,47
18,05
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18,15
10,48
18,00
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18,16
voll
voll voll
London. . . Neuyprk . . Baris. . . . Schweiz . .
18,32
4,13
21,76
76,41
11,41
4,21
21,35
76,79
18,275 4,1 J
21,53
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21,60
76,79
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Spa fen . Wien in D-»
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65,61
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Cffi. obgest Prag . . .
Budapest . Buen- Aires Bul arien Jovan . . . ’Hlo 6e Jan Belirad .
Lissabon
5,92 12,40
5,04 1,343 8,05 1»7i
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10,97
5,91 12,46 6,08 V65 3,07 1,74 0,395 4,9
H.03
8,92 12,<<8 iW 3,01 1,73 0,385 4,95 10,97
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4,97 11,03
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