Einzelbild herunterladen

Drache des ^Setgeortmeten yyemrt^i -Sylvranv schloffen die Feier.

Kreis Büdingen.

A Nidda, 14. Oft. Pfandmeister Konrad Stier hierselbst ist infolge eines Schlaganfalles plötzlich verschieden und wurde heute unter grober Beteiligung Mr letzten Ruhe bestattet. Dem Leichenwagen voran gingen der Kriegerverein Nidda und die Mitglieder der Bruderschaft Nidda vom Jungdeutschen Orden. Am Grabe schilderte Pfarrer Köhler den Verstorbenen als pflicht­treuen, gewissenhaften Beamten und echten Da- terlandsfreund. Im Namen des Fiiranzamts Nidda rief Obervegierungsrat D ö l p dem treuen pflichlbewustten Beamten und Mitarbeiter Worte der höchsten Anerkennung unter Kranznieder­legung nach. Ein Vertreter der Ortsgruppe Gie­ßen vom Verein der Reichsfinanzbeamten, Amts- gerichtsrat Muhl von hier namens des Krieger­vereins, Bahnassistent Becker vom Verein ehe­maliger 115er und Bahnmeister Struck als Vor­sitzender der hiesigen Bruderschaft des Iungdeut-- schen Ordens würdigten die Verdienste ihres treuen Mitgliedes durch warme Nachrufe und Kranzniederlegung. Schließlich gab der Krieger­verein als letzten Grub dem Verstorbenen noch drei Ehrensalven über das Grab ab. Pfandmeister Stier war ein offener, gerader Charakter, ein echter Deutscher und erfreute sich hier und in sei­nem ganzen Amtsbezirk großer Beliebtheit. Die Teilnahme für die nun ganz allein stehende Witwe (der einzige Sohn ist im Weltkriege gefallen) ohne nähere Verwandten ist hier allgemein.

Kreis Wetzlar.

* Weh la r, 15. Okt. Die Stadtverord­netenversammlung beschloß, zur Linderung der allerdringendsten Wohnungsnot 2 4 Woh­nungen in Lei chtbauweise herzustellen. Man hofft, die Bauten im Laufe des Winters vollenden zu können, damit sie bei Beginn des Frühjahrs bezugsfertig sind. Die Geldmittel sollen auf dem Anleihewege beschafft werden.

Hessen-Nassau.

S. Frankfurt a. M., 15. Okt. Ein Haus­besitzer, der einen Laden für 2 00 0 Mark jährlich vermietet hatte, der nur 1000 Mark im Frieden gekostet hatte, wurde wegen Leistungs­wuchers zu 100 Mark Geldstrafe verurteilt. Das Gericht nahm dabei Rücksicht auf den Hausbesitzer, der unbescholten und schon betagt ist, es ergibt sich aber aus dem -Urteil, daß auch die Mieten der Nachprüfung durch das Wuchergericht unter­liegen.

* Frankfurt a. M., 15. Ott. Dieser Tage fand im hiesigen Stadtverordnetensitzungssaat eine Konferenz der Vorsitzenden und Geschäfts­führer der öffentlichen Arbeitsnach­weise im Bezirke des Landesärbeitsamtes statt. Am ersten Tage sprach Direktor Dr. Stein­brück vom Stadt. Arbeitsamt in Kassel über Die Durchführung von Nvtstandsarbeiten" und Direktor Margraf vom Stadt. Arbeitsamt in Frankfurt a. M. über denErlaß von Dienstord­nungen und Abschuß von Dienstverträgen auf Grund des § 13 des Arbeitsnachweisgesehes". Am nächsten Sage erstattete Stadtrat Höllein -- Wiesbaden ein Referat überDie Bildung von Gefahrengemeinschaften in der Erwerbslosenfür- sovge", nach ihm sprach Stadtrat P v er s ch - Mar­burg überDie Derwaltungskosten der öffentlichen Arbeitsnachweise". An jeden Vortrag schloß sich dirce eingehende Aussprache. Das zusammenfas­sende Ergebnis der Tagung kommt in der nach- stehei^-en Entschließung zum Ausdruck:1. Die schleunigste Verabschiedung eines Arbeits­losenversicherungsgesetzes durch die ge­setzgebenden Körperschaften des Reiches ist oberste Forderung und Drängendste Nottoendigkeit. 2. Dis zu diesem Zeitpunkte kann nur die Reichs- gefahrengemeinschaft als eine befriedigende Zwr- schenregelung angesehen werden, wenn sie durch dezentralisiertes Deitragseinziehungs- u. -verwaltungsversahren den Erfordernissen der Praxis angepaht wird. 3. Solange die preußische Gefahrengemeinschaft noch in Kraft ist, muh für den Bezirk des Landesamtes für Arbeitsvermitt­lung in Frankfurt a. M. die provinzielle Aus- gleichflelle außer der Provinz Hessen-Nassau auch die Freistaaten Hessen und Waldeck umfassen. Das Landesarbeitsamt wird ersucht, mit allem Nach­druck bei £en zuständigen Landes- und Reichs­behörden für die Durchsetzung dieser Forderungen einzu treten."

bl. Dillenburg, 14. Ott. Der Kreisaus­schuß des Dillkreises hat beschlossen, der­jenigen Gemeinde resp. Genossenschaft, die gewillt ist, eine Motor-Feuer spritze anzuschaffen, eine Beihilfe von 2003 Mark zu bewilligen, und für diesen Zweck 10 000 Mk. bereitzustellen. Man dachte bei der Verteilung der 10 000 Mk. an besonders zentral gelegene Ortschaften, von denen aus ein großes Gebiet im Notfälle geschützt wer­den kann. Der Kreistag schloß sich dem Vorschläge an. Weiter stellte der Kreistag zur Kartoffel­beschaffung für Erwerbslose den Ge­meinden einen Kredit bis zu 10000 Mk. zur Ver­fügung. Unter dem NamenBeamten- W i r t s ch a f t s v e r e i n e. G. m. b. H." wurde hier eine Genossenschaft gegründet, die durch bil­ligen Ein- und Verkauf von Lebensmitteln den (Beamten helfend unter die Arme greifen will

Wirtschaft.

Tie Kohlenproduktion in Hessen.

Die monatliche Statistik der Kohlenproduttion des Dolksstaats Hessen weist für den Monat September 1924 folgende Zahlen nach: An Rohbrauntohlen wurden gefördert 33 535 To, verkauft wurden davon 13 03? To., der größte Teil dec Rohlohle wurde weiter verarbeitet oder war zur weiteren Verarbeitung bestimmt Aus den verarbeiteten Rohloh'en w .rlen neben Schice e-- reiprodutten erzeugt: 16Z5 To. Braunkohlen­briketts, 634 To. Naßpreßsteine. Unter Verück- sichiigung der aus Vormonaten übernommenen Bestände sowie des Absatzes und Selbstve.br uchs verblieben am Monalsichluß absatzfähig 12 916 Tonnen Rohkohlen, 3164 To. Deketts, 4319 Zo Naßpceßsteine, zusammen 23 399 To. Braunkohlen und Draunkohlenprodutte im Gesamtwert von 167 760 Goldmark.

*

* Die deu t fche Anleihe, deren ameri­kanischer Anteil in 16 Minuten aufgebracht wurde, hat auch in London einen beispiellosen Erfolg erzielt: Von 6 Uhr früh an standen die Zeichner vor den Zeichnungsstellen, um 9 Uhr betrug die Zahl der Wartenden etwa 2000. Nach Mitteilung der Dank von England ist die Anleihe vielfach überzeichnet worden. Es stehe noch nicht fest, ob sie vier-, fünf-, sechs- oder zehnmal überzeichnet

sei. Das Gesamtergebnis fröre erst heute feststell­bar. Der schwedische Teil der internationalen Anleihe für Deutschland von 16 Millionen schwe­dischen Kronen wurde gestern ebenfalls in einer halben Stunde gezeichnet. Auch an der Am st er- Samer Börse, wo die Anleihe demnächst auf­gelegt wird, zeigt sich bereits starkes Interesse.

* Amtliche Mitteilungen zur deut­schen Anleihe. Ueber Sie deutsche Anleihe erfährt derDeutsche Handelsdienst" von zustän­diger Regierungsstelle folgende Einzelheiten: Die Provision, die den emittierenden Banken gewährt wird, beträgt bei den europäischen 43/2 Prozent und bei berr-amerikanischen 5 Prozent. Davon müssen diese aber alle Kosten decken, die mit der Emission dieser Anleihe verknüpft sind. Der effek- tive Erlös der Anleihe kann nur geschäht werden. Nach den Vereinbarungen soll der Erlös 800 Mil­lionen Goldmark betragen. Tatsächlich richtet sich die Höhe des Erlöses nach den Quoten, die die einzelnen Länder aufbringen werden. Amerika will 110 Millionen Dollar aufbringen, die euro­päische Quote soll 24V2 Millionen Pfund betra­gen. Unter Berücksichtigung dieser Zahlen und unter weiterer Berücksichtigung eines Dollar­kurses von 4,19 würde der Erlös, wenn man die Abgaben abzieht, die sich durch die Einführung der Anleihe an den Börsen ergeben, 790 Millio­nen Goldmark betragen. .Das ist aber nur eine Schätzung. Für die deutsche Emission würden dann noch 10 Millionen Goldmark übrig bleiben. Eine Konvertierung der Anleihe ist nicht möglich. Die Zurückzahlung erfolgt zu einem verschiedenen Pro­zentsatz. Dieser beträgt bei dem amerikanischen Anteil 105 Proz., bei der europäischen Quote 100 Pwz.

* D i e Großhandels i ndexziffer vom 14. Oktober. Die auf den Stichtag des 14. Ok­tober berechnete Großhandels Indexziffer des Sta­tistischen Reichsamts ist infolge des Nachgebens der P eise ton Getreide, Fleisch und Zucker gegen­über dem Stande vom 7. Oktober (133,7) um 1,1 Dom Hundert auf 132,2 zurückgegangen.

* Neue Wege der Kapitalbeschaf­fung. Die Umstellung der Basalt- A. G., Linz a. Rh. Die Meldung von der Um­stellung des Mtienkapitals sowie von der Aus­gabe einer 8proz. Obligattonsanleihe der Basatt- A. G. in Linz a. Rh. hat die Aufmerksamkeit breiter Kresse gefunden. DieDeutsche Berg­werkszeitung" Erfährt dazu folgendes: Die Gesell­schaft gibt eine 8proz. Obligationsanleihe aus in Höhe von 4 Millionen Maä. Die Antel hebefttzer sind vom 1. Iuli 1925 bis Ende 1929 berechtigt, jederzeit die Anleihestücke in Aktien im Ver­hältnis von 1:1 umzutauschen. Die Aktien, welche gegen die Stücke in Tausch gegeben werden, sind bereits vorhanden. Es handelt sich um 25 Mil­lionen Pm-Attien aus den Iahoen 1922 und 1923, die sich in treuhänderischem Besitz zur Ver­fügung der Verwaltung befinden. Diese Der- wertungsattien sind bei der Umstellung auf Gold­mark auf 4 Millionen Goldmark umgeftellt wor­den, befinden sich also unter dein bereite gemel­deten Gesamtkapital von 24 Millionen Goldmart. Der Vorgang erweckt infofern Interesse, als man hier eine Art von Converttble Bonds geschaffen hat. Dem Geldgeber bietet sich der Anreiz einer langjährigen hohen Verzinsung, bei hinreichender Sicherheit (erststellige hypothekarische Deckung) und ferner die Aussicht, je nach Lage des Geldmarktes und nach Lage dec Gesellschaft Aktien mit vollem Anteil- und Dividendenrecht zu erwerben.

Frankfurter Abendbörse.

Frankfurta. M., 15. Oft (T. U.) Die Börse verkehrte bei sehr stillem Geschäft wieder in luft­loser Haltung. Die meisten Kurse, die heute zur Notierung kamen, bewegen sich auf dem Stande von heute mittag. Etwas reger wurden Bankaktien umgeseht, ohne indes zu nennenswerten Kursver­änderungen zu führen. Darmstädter Dank 9Vs. Dresdner Bank 6%. Mitteldeutsche Creditbank 1,7. Berliner Handelsgesellschaft 233/i plus 0,5. Bayerische Hypothekenbank 2. Rheinische Kredit­bank 2,3. Reichsbank zogen weiter um 0,5 auf 555/8 b-is 3/4 Billionen Prozent an. Kommerzbank 45/8. Oesterreichische Kreditattien 310 minus 5 Mil­liarden. Am Montamnartt kam es zu keinen nen­nenswerten Umsätzen. Es notierten Phönix 40 minus 0,25. Rheiirstahl 341/2 plus 0,25. Tellus 2,8 plus 0.35. Rheinische Braunkohlen 28Vs. Don chemischen Werten wurden gehandelt: Scheide­anstalt 14,12. Badische Anilin 19V4. Höchster 16'/g. Elberfelder Farben 16,9. Holzverkohlung 5,8. GolS- schmidt 12,5. Rütgerswerke 16V«. Sonst gingen noch um: Aschaffenburger Zellstoff 19Vs- Heidel­berg Zement 18,3. Dycrerhoff und Widmann 3,75. Dr. Paul Meyer 0,7. Iulius Sichel 3,15. Neckar­sulmer 5,5. Gummipeter 1,45. Ludwig Ganz 0,2. Badischer Zucker 2,7. Nordd. Lloyd 4,85. Am Elettromarkt waren AEG. mäßig gebessert auf 83/g. Licht unb Kraft 71/2. Main kraft 85/s- Hei­mische Renten neigten zum Nachgeben. öpiwzentige Kriegsanleihe notierten offiziell 590, toaren aber später zu 585 Milliarden angeboten.«, 3teprozentige Preußische Konsols 1175, leicht gebessert. 3prvz. dito 1,1 minus 25 Milliarden. Die Börse schloß nahezu umsatzlos.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger".) Berlin, 15. Okt. Am Anleihemarkt macht die Au'wärtsbew gung weitere Fortschritte. Die gestrige Erklärung des Reichsff a zm.ni 'e s im Unterausschuß wurde verschiedentlich Sahin gedeutet, daß die in Aussicht stehende Regierungs­erklärung doch noch gewisse Wege für eine Auf­besserung d r alten Anleihen fteimachen würde. Tementsprechend schritt die Spekulativ heute wieder zu einigen Käufen. Ganz besonderes In­teresse zeigt sia) immer noch für de Anle.hen ter Länder, insbesondere für Preuß. Konsols, auf die Nachricht, daß an der Londoner Börse in diesen Papieren ebenfalls große Käufe beo battet werden. Der günstige Erfolg der deutschen An­leihe im Auslandr, insbesondere die u-imit'e bar nach der Zeichnung einsetze.rden Kurssteigeru. gen an der Neuyorker Börse, machen hier seh: grol ei Eindruck und wirken ebenfalls in gewissem oinne aut die Bewertung der Anleihen Zurück. Am Markt der Industriepapiere blieb ba3 Ge­schäft ruhig bei verwiegend fester Tendenz. Hier beachtete man vor altem die vorliegenden Berichte der verschiedensten Industtiezw ige über die La ,e ber Arbeitsmärkte. Mit großer Befrie>'gung wurde die Tatsache konstc» tert, daß die Arbeits­losigkeit allenthalben stark nachläßt, nachdem be­reits eine erhebliche Verminderung der Kurz- | ®11 stattgefunden hat. Die günstigen Wirt- ! regten die Unter; eh nungslust

ber Bor e etwas an, zuma! gleichzei ig die G e l d- marktlage sich zusehends tef.ert. Im De­vise n v e r k e hr zeigten sich keine 1 ennenswei ten Aenderungen Im weiteren Verlause der Börse traten die Bedenken wegen der innerpollttschen

Lage in den VvrdergtWtd, so daß die Haltung auf den einzelnen Märkten sich eher etwas ab­schwächte. Am Montanmartt waren die Kurse im allgemeinen gut gehalten. Kaliwerte waren unverändert. Chemisch Aktten hie.ten sich durch­weg auf Dem Stand der gestrigen Schlußkurfe. Elektrowerte toaren eher etwas gebessert. Metall- und Maschinenbauattien waren zum größten Teil völlig umsatzlos. Danken unverändert, Schiffahrts- Werte waren mäßig abgeschwächt. Ausländische Anleihen lagen zum Teil ziemlich fest.

Börsenkurse.

0,590

0,595

12,125

12,13

40

2,8

4,85

18,3

19,40

19,25

12,5

12,50

16,65

17,25

8,40

8,65

2,95

9,1

9,75

1.1

2,7

3,30

8,8

2,7

) Dom Rückzahlungswert.

16.9

5,75

16,25

1.70 0,310

0,18

13,25

16,4

16,9

5,60

16,65

1,45

3,15

8,13

12,9

1,70 0,310

40 25

34,5

12,90

16,8

16,90

27

4,80

8,30 12

0,550

0,960

24,40

4,65 9.13 10,25

1,62 0,3 0,375

1,15

1,05

1,05

4,2

87,5

9

96,5

4,75

18

4,95

23,5

4,65

9

10,13

38,5

44,5

2,1

3

2,65

3,13

8,80

5

9,6 19,50

12,40 17

16,9

10,25 11,25

52,10

55,75

81,50

13,80

16,6

5,4

10.1

40

83,60

35,5

23,75

4,6 > 9,13

0,950 1,45'1 0,449

0,99 1.15

24 4,625 9 10,2

1,70 0,275 0,375

49 10,70 10,5 52,75

6,75 80,25

13,2 16,13

5,13 9,60 39,65

32 35,75

39,25

45,5

2,13

3,13

1,1

4,2

88,5

9,65

5

9.9

19,25

0,699 1

0,97 1,5 0,415

5% Deutsche 9tet(t)6anletbt . <% Deutsche Neichsanleiye . S'/,°/a Deutsche Rcichsanleihe 3% Deutsche Reichsanleibe . Deutsche Svarprämienanlethe <% Preu bische Konsols ... <% Hessen...........

SV.% Hessen..........

3% Hessen...........

Deutsche Wertb. Dollar-Aul. dto. Doll.-Schatz-Amretsug.'I 4% Zolltürkcn.........

5®/o Goldmexikaner Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank Darmst. und Naiionalbauk . Deutsche Bank.........

Deutsche Vereinsbank .... Disconto Commandit .... Metallbau!...........

Mitteldeutsche Creditbank. . Oesterreichische Kreditanstalt. Westbank............

Bochumer Gaß .......

Buderus.....

Caro..............

Deutsch-Luxemburg......

Gelsenkirchener Bergwerke. . Harvcncr Bergbau......

Kaliwerke Aschersleben. . . . Kaltlverk Westeregeln.....

Laurahüttc......

Oberbedarf Phönix Bergbau Ryeinitabl...........

Riebest Montan Tellus Bergbau........ Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann......

Anglo-Cont -Guano .... Badische Anilin.......

Cbemische Mayer Alaptn . . Goldschmidt........ .

Griesheimer Electron .... Höchster Farbwerke ..... Holzverkohlung ........ Rütgerswerke ......... Scheideanstalt.........

Alla- Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann ......

Mainkraftwerke ........ Schuckert......... . ,

Siemens <t Halske ...... Adlerwerke Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt......... Megntn..........

Frankfurter Armaturen . > . Konservenfabrik Brann . . . Metallgesewchaft Frankfurt. Pet. Union A.-G Schuhfabrik Herz ...... Sichel .........

Zellstoff Waldhof . Zuckerfabrik Frankenthal .. Zuckerfabrik Waghäusel . . .

ün DNNoneu Prozent

frankfurta. M.

Berlin

Schluss. Kurs

Schlustk.

Abend­börse

Schluß- Kurs

Schlutzk. Mittag­börse

Datum:

14. 10.

14.10.

15.10,

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

<9n Billionen Mark ausgedrrickt. BuenoS-Atre», London, Wtut hark, Japan, Rio de Janeiro für eine. Einheit. Wien und Budapest für 100000 (Einbetten, alles übrige für 100 Eiuheitrn.)

Telegraphtsche Auszahlung.

14. Oltbr.

15. Okt'ir.

Rurart.

14. 115.

Amtliche Notierung

Amtliche 'Jiotteru r 1

Geld

Brief

Geld

Brief

Am»--Rott.

164,44

165,26

164,44

165,23

»oll

voll

Brff. Antw

20,3.

21,40

20,17

20.27

voll

voll

Chrtsttania.

69,65

59,95

59,55

59,85

voll

voll

Kopeuliagen

73,42

73,,8

72,57

-2,93

voll

voll

Stockliolm . HelsingforS. Italien . . .

111,47

112,03

-.11,37

1)1,93

voll

voll

10,55 18,'2

10,61

18,42

10, 3- 18.33

10, 9 18,43

voll voll

voll voll

London. . .

1Uj8Z

18,92

13345

18,93 i

voll

voll

Rcuyork . .

4,1) J1.93

4,21

4,19

4,21

voll

voll

Poris. . . .

22,11

21,93

12,08

voll

voll

Schweiz . .

80,3)

86,70

8 .,35

80,7 >

voll

voll

Spanien . . Wien In D--

66,16

16,44

tu,26

66,54

voll

voll

Oest.abgest

6,915

5,945

8,915

6,945

voll

voll

Prag . . . .

Budapest. .

12,48

12,-4

12,48

12,55

voll

voll

5,48

6,50

8,475

6,495

voll

voll

Bnen. Aires

1,52

1,53

1,55

1^6

voll

voll

Bulgarien

3,07

3,09

1,635

8,06

9,18

voll

voll

Japan . . . Rio de Ian

1,526

1,65

1,635

voll

voll

0,465

(.473

0,465

0,47!

voll

voll

Belgrad . -

6,985

6.015

5,895

5,925

voll

voll

Lissabon - -

13,72

13,78

13,72

13,78

voll

voll

Banknoten.

Berkt", 15. Oktbr.

Geld

I Britt

Reparr.

°/o

Amerikanische Roten .....

4,1 >

voll voll voll voll voll voll voll voll voll

Belgische Noten ........

20,15

2025

Dänische Noten........

Englische Noten........

Französische Noten ......

72,57

18,825

:2,G4

72^9 !

18.925 .2 1

Holländische Noten.....

164,37

18,33

59,4

5,92

2,31

111,32

80,13

66,12

12,43

6,42

165J9

18,43 59,7

6,94

2.33

111,88 80, 3 56,40 12,62

5,44

Italienische Noten ......

Norwegische Noten......

Deutsch Oesterr ,2100 Krone» Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

voll voll voll voll voll voll

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

Ungarische Noten......

Märkte.

Berliner Produktenbörse.

e r l i n, 15. Ott. Am Produttenmartt war Inlandroggen von neuem fest, Auslandware ruhiger. Die Kauflust in Mehl wird als gering bezeichnet Kartoffeln folgen im allgemeinen der Pendenz für Dootfrüchte, die heutige Preislage ist noch unbestimmt. Es notierten je 1000 Kilo'

Ä 229- 237 Roggen, märf. 230

bls 237 Gerste, mark. 240 bis 270, neue 215 bis 230, Safer, marf. 187 bis 194, pomm. 177 bis 185, Aaps 385 bis 395, Leinsaat 440 bis 450' je 100 5^'^zenmehl 32 bis 35,50, Roggenmehl 31,50 ^'zenkleie 13,80, Roggenkleie 13, Viktorlaerbsen 34 bis 38, kleine Erbsen 25 bis 27 tfuttererbfen 19 bis 20, Peluschken 17 bis Itz' Ackerbohnen 20 bis 22, Wicken 18 bis 19, Lupinen blau 14 bis 15, gelb 16 bis 19, Serradelle, alt 15 big 17, neu 20 bis 24, Rapskuchen 15,50 bis 15,60 Leinkuchen 25 bis 25,30, Trockenschnihel 11, Torf­melasse 9,25, Kairtvffelflvcken 19,50 bis 20 Mark.

Frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger".) Frankfurt a. M., 15. Oft. Es wurden notiert: CEeisen 24 bis 25, Roggen, inländ. 23,75 btS 24,75, Sommergerste für Brauzwecke 25 bis

28,50, Hafer, inländ. 20 bis 23, MaiS, gelb 20,50 bis 20,75, Weizenmehl, inländ., Spezial 0, 35,50 bis 38,50, Roggenmehl 34,50 bis 37, Weizerckleje 12,50 bis 12 75, Roggenkleie 12,25 bis 12,50. Ten­denz: Befestigt. In Weizen und in Roggen fan­den je nach Feuchtigkeitsgehalt Absätze zu ent­sprechend niedrigeren Notierungen statt, da die genannten Notierungen doch auf gute gesunde Durchschnittsqualität sich belieben.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeiger*'.)

Frankfurt a. M, 15. Okt. Auftrieb: 1980 Rinder: darunter 666 Ochsen, 84 Dullen, 1229 Färsen und Kühe, 1 Fresser, 317 Kälber, 407 Schafe. Es wurden bezahlt pro Zentner Lebend­gewicht: Rinder: Ochsen: vollfleischige ausge­wachsene höchsten Schlachtwertes 5258, junge, fleischige, nicht.ausgemästete und ältere ausge- mäftete 4652,' mäßig genährte junge und gut genährte ältere 3644; Dullen: vollfleischige aus­gemästete Färsen höchsten Schlachtwertes 4550, vollfleischige jüngere 4044; Färsen und Kühe: vollst. ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes 4855, vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Iahren 4248, wenig gut entwickelte Färsen 3947, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 3340, mäßig genährte Kühe und Färsen 24 bis 32, gering genährte Kühe und Färsen 1222. Kälber: feinste Masttälber 7078, mittlere Mast- und beste Saugkälber 6069, geringere Mast- und gute Saugkälber 5059. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 4248, geringere Masthämmel und Schafe 3541. Marttverlauf: Großvieh schleppend, Kleinvieh reger. Großvieh hinterläßt llleberstand. Nächster Martt morgen Donnerstag, den 16. Oktober.

Anekdoten.

Einige Zeit vor Talmas, des berühmten französischen Schauspielers, ToSe las ihm ein junger Dichter sein Lustspiel vor. Talma hörte ihm sehr ernst zu und verzog keine Miene. Am Ende des zwetten Attes sagte der Vorleser: Hier lacht der Graf."Er kann von Glück sagen!" rief Talma aus.

*

Ein angehender Schauspieler, der bisher nur stumme Rollen gespielt hatte, verkörperte in Schil­lersRäubern" Sen Razmann. An der ©teile, wo er zu Moor gesagt hatte:Komm, wir wollen uns in den böhmischen Wäldern niederlassen und dort eine Räuberbande gründen!" fuhr ihn Moor hart an mit den Worten:Kerl, wer blies dir Sies Wort ein . . .?" Der Spieler, ganz er­schrocken, antwortete zaghaft, auf den Souffleur deutend:Der da unten!"

*

Der Großvater des berühmten ftanzösischen Romanschriftstellers Alexandre Dumas toat der Sohn des Marquis de la Pailleterie und einer Negerin von Sankt Domingo, namens Tiennette Dumas. Einst fragte ein junger Mann den Dichter, ob es wahr sei, daß er der Sohn eines Mestizen sei.Gewiß", antwortete der darauf,mein Vater war ein Mestize, mein Großvater ein Neger und mehr Urgroßvater ein Affe. Wie Die sehen, fängt mein Stammbaum genau da an, tro der Ihre endet."

*

In Rom lebte vor etwa hundert Iahoen ein Advokat, der sehr geschickt war und viel Geld verdiente, so daß er, als er starb, ein ansehnliches Vermögen hinterlieh. Groß war aber nun das Erstaunen, als man erfuhr, er habe fern gesamtes Hab und Gut dem Irrenhaus vermacht. Sein Testament gab jedoch kurz und bündig die Er- flärung hierüber.Von Narren habe ich mein Geld erhalten," schrieb er darin,und so gebe ich es denn auch den Narren wieder zurück!" >

« *

In einem kleinen rheinischen Städtchen war eines schönen Tages ein Wandertheater erschienen und kündigte auf großen Plakaten Vorstellungen an. Der fteundliche Bürgermeister des Städtchens hatte dem rührigen Theaterdirektor erlaubt, auch an dem Rat hause die Theaterbekanntmachungen anschlagen zu lassen. Am Tage der Eröffnungs­vorstellung prangte unter dem SchilSZum Steuerbureau (zweite Treppe rechts)" ein Thea­terzettel mit den RiesenlettemWeh' dem, der lügt". Darob verstänSnisvolles Schmunzln bei vielen Einwohnern.

Büchertisch.

, Tage in Hellas, Blätter von einer Neise. Don Bernhard Guttmann. Frank­furter Societäts-Druckerei G. m. b. H., Frank­furt a. M. Brosch. 4 Mk. In kurzen, präg­nanten Kapiteln, die formal und sprachlich Mei­sterleistungen der Darstellungskunst bedeuten, führt uns der Verfasser durch Land und Städte, durch Politik und Kultur des modernen Griechen­lands.Griechenland gehört zum Orient." Siefer Sah bildet den Schlüssel zum Verständnis des alten* Landes, in dem Guttmann nicht nur nach den Tleberbleibseln der klassischen Kultur sucht, sondern uns sein neues wenig bekanntes Gepräge zeigt. Orientalisch sind die Verhältnisse auf d«n Lande, die Mentalität des Volkes, die Gasffreund- lichkeit und ruhige Zurückhaltung der Pro­vinzialen. Orientalisch sind auch die politischen Verhältnisse, deren BoSen, wie das Land selbst fast an jedem Tage an irgendeiner Stelle" er­bebt. Das Zentralproblem der heutigen griechi­schen Kultur ist der Sprachen streit, Seffen uner­meßliche Schwierigkeiten der Verfasser in lehr­reicher Weise entwickelt. Ein kleiner Anhang orientiert in vorbildlicher Art über das letzte Iahrzehnt der neugriechischen Geschichte.

Der von dem Literarhistoriker der Darmstädter Technischen Hochschule Professor Dr. A. E. Berger anläßlich der Zweihundertjahr­feier von Klopstocks Geburtstag dort gehaltene Festvortrag ist jetzt unter dem TitelKlop­stocks Sendung" bei C. Hofmann & Co. in Darmstadt erschienen.

Eine Entfettungskur sollten alle Korpulenten vornehinen. Wir rnten Ibnen, in Ihrer Apotheke 30 g Toluba-Kerne zu kaufen, die völlig unschädttche, fett-ehrende Stoffe enthalten.

ffädfcel..

R 1 wP) und doch brauchen Sic ntchtzu verzwet.

v" ' y L 1 telnl Nehmen SteAok<Se«sanb-Man-

ä oi«| belkleie, doS einfachste und natürlichste

/ Ä r \ Mittel gegen alle tzautunreinheilenl «, '/ (". V ( Schon nach kurzem Gebrauch werben z-P V.-jkl Sic merken, wie Ihr Gesicht wieder zart 1 .m \l und blütenrein wirb. Soslenfteie De« -T k /v/L) / ratung und Kosmetische« Hauslexlkvn . W /2I I geg. Rückporto, Sxtecikultur.Kolberg.