am
an
Selbst vcrständfich sind derartige Ru:en dicht Dvd-en wegzuschneiden und zu verbrennen.
Die Himbeeren nach der Ernte.
Die Himbeeren haben ihre Ernte gebracht und liefern gegen Ende des Monats nur an vereinzelten Sorten noch Erträge. Gute Pflege bis zum Herbst sichert zum großen Teile reichliche nächstjährige Ernte. Die abgetragenen Ruten können schon jetzt herausgcfchnitten Werdern fehlerhaft aber ist es, auch schon die schwachen Jungtriebe zu entfernen, wie man es vielfach empfohlen findet. Sie tragen erheblich bei, den Wurzelstock zu kräftigen, dessen höchste Arbeits- und Erregungskraft im Sinne eines guten nächstjährigen Ertrages liegt. Wohl aber ist es empfehlenswert, diese schwachen Triebe durch Auskneifen der Spitzen zu verhindern, die von ihrer Belaubung erzeugten Bäumst offe im eigenen Interesse zu verwenden. Durch das Entspitzen zwrngt man fte, ihre Erzeugnisse auf dem Umwege über den Wurzelstock den nicht entspihten Ruten zuzuwenden, also jenen fünf bis neun kräftigsten Schößlingen, die als Tragruten für das nächste Jahr beide haft en werden, wenn es wahrend des Herbstes oder Frühjahres an das Ausschneiden der überzähligen, schwächeren Ruten geht.
Bei dieser Gelegenheit achte man auf solche Ruten, deren Spitze krankhaft entwickelt ist, die Verkrümmungen eigen, knotige Anschwellungen und ähnliche Mißbildungen. Schneidet man sie der Länge nach auf, findet man stets in ihrem Mark eine madenartige Raupe mit dunklerem Kops, jene des oft in großen Mengen und darrn sehr schädlich auf tretenden Himb-erblattflüglers.
Fragekasten.
Frage 42: Bei meinen Wanderungen
deutschen Flachseen kam mir der Gedanke, ob es nicht möglich märe, diese beträchtlich großen Flächen irgendwie landwirtschaftlich auszunützen, indem man geeignete Pflanzen als Waisserfuftu- ren an baute. Eine Maispflanze kann man in einer Nährlösung zur Entwicklung bringen. Wäre das im großen wohl möglich und ist das Wasser der Seen ohne wefteres als Nährlösung zu betrachten?
Antwort: Hm Landseen und Teiche für die Dolksemährung nutzbar zu machen, kommt eigentlich nur rationelle Fischzucht in Frage. Wo man Seen und Teiche in großem -Umfange, wie in Ungarn, trocken legte, um Ackerland zu ge- winnen, hat sich dieser Eingriff durch Abnahme von Dau und Regen bitter gerächt, so daß, gairz abgesehen vom Verlust land chaftlicher Re ze und einer Verminderung des Tierl bens. mehr der- lvren ging, als gewannen wurde. Wasserkuftur n, wie sie in den Laboratorien zu wissenschaftlichen Zwecken ausgeführt werden, liehen sich auch bann Hicht ins Große übertragen, toeiut das Wasser der Landseen aus Nährlösung bestände, was durchaus nicht der Fall ist, weil unsere landwirisch-a't- lichen Kulturpflanzen keine Sumpf- und Wasserpflanzen sind. Man hat zwar versucht, die Wassernuß ihrer großen, mehlreichen Früchte w-gen wieder anzusiedeln, nachdem sie in Deutschland längst ausgerottet ist. doch hrt man von nennenswerten Erfolgen nichts vernommen.
Turnen, Sport und Spiel.
Das Rationale Schwimmfest des Gießener Schwimmdereins.
Glänzende Meldungen.
Zu den am 17. August in der Müllerschen Dadeansta't zu Gießen stattfindenden ve^bands- offenen Schwimm Wettkämpfen hat der Gießener Schwimm verein ein hervorragendes Meldeergeb- rns öu verzeichnen. Haben doch nicht weniger als 27 Vereine aus dem ganzen Deutschen Reiche zahlreiche Meldungen abgegeben. Vor allen Din- gen ist aber das Meldeergebnis nicht nur em qualitativ gutes, sondern auch aualitativ erstklassig. Es seien hier besonders Die Teilnehmer von „Poseidon"-Köln, „Jungdeutsch- l a n d"-Darmstadt und »Mo enus" - Lftenbach erwähnt. Köln wird allein mit einer 14köpftg starken Mannschaft erscheinen. 3m letzten Fahre hat es sich bewiesen, daß gerade die Kölner Vereine dabei sind, die Spitze im deutschen Schwimmsport einzunehmen! Und wiederum in Köln selbst kämpfen um die Sieg es Palme ..Poseidon" und „Rhenus". Aber auch Darmstadt erscheint mit großer Mannschaft. Die Darmstädter sind im festen halben Jahre zu großer Form aufgelaufen. aJor allem ist es der Rekordmann und deutsche Meister im 400= und 1500-Meter-Schwimmen, Friedrich Berges, der feinen Verein zu immer neuen stolzen Siegen verhalf. 3hm zur Seite die übrige bestens bekannte Rennmannschaft Als Würdiger Drifter im Bunde ist „Moenus"-Offenbach, unter der hervorragenden Leitung des Gau- schwimmwarts Fritz Becker. Auch diese Mannschaft ist in diesem 3ahre von Erfolg zu Erfolg geeilt, noch größere Leistungen werden im kom- ment>en 3ahre von dieser Mannschaft erhofft Außerdem kommen noch Vereine mit größeren Mannschaften aus Frankfurt. Aschaffenburg Koblenz, 'Wetzlar, Hanau, Rheydt usw.
Nun zu den Wettkämpfen selbst: Das 1 Se- niorfreistil-Schwimmen 100-Meter hat vier Meldungen erhalten, und zwar: Treis-Köln, Berges- Darmstadt, Kinzius-Essen und Becker-Ofsenbach Bei diesem Rennen kann es nur heißen kreis' oder Berges. Da Berges den ganzen Sommer schon in großer Form ist, so glauben wir, daß es ihm möglich sein wird, Treis zu schlagen. Jedoch wird der „Poseidoner" ihm den Sieg nicht leicht machen, es können nur zehntel Sekunden die beiden
Frühjahr mit Stallmist gedüngt sein und wenigstens drei Fahre lang keine Erdbeeren mehr getragen haben. Da es stark und schwachwachsende Sorten gibt, läßt sich die Pflanzweite nur ungefähr angeben. 3n der Regel bringt man auf ein Beet von 1 Meter 20 Zentimeter drei Rechen in Verband, d. h. so, daß die Setzlinge der ersten und dritten Reihe sich rechtwinklig gegenüber, die der mittleren aber dazwischen stehen. Der Abstand innerhalb der Reihen betrage 35 bis 40, bei staickwachsenden Sorten 50 bis 60 Zentimeter. Man verwendet nur die stärksten, der Mutterpflanze am nächsten stehenden Pflanzen mit reichlicher Bewurzelung von diesjährigen Ranken. Aelteves Pflanzmaterial ist wertlos. Wenn man im August bis spätestens Anfang September gepflanzt hat, ist die Bewurzelung bis Eintrttt des Winters eine solche, daß sie gut durch den Winter kommen und im nächsten Frühjahr bereits einen mäßigen Ertrag bringen. Als beste Sorten haben sich bewährt: Flandern, Zuckeriönigin, Königin Luise, Sieger, Laxtons Noble und die sehr stark wachsende Mad. Moutvt, mit besonders großen Früchten.
Kämpfer voneinander trennen. Kurz dahinter wird Becker-Offenbach vor Kinzius-Essen an dem Zielbalken schlagen I
Das 400-Meter-Schwimmen muh leider ausfallen, da Berges hier nur allein gemeldet hat. Eine sportliche Delikatesse verspricht das 2. Senior-Brustschwimmen 200-Weter zu werden. Treffen doch in diesem Rennen „sechs der bekanntesten Brustschwimmer zusammen I“ Pacsoe - Gießen, Herkrath - Poseidon-Köln. Krämer - Rhenus - Köln, Dorfmüller - Rheydt, Kalbfleisch- Darmstadt und G e n n e s - Aschaffenburg. Ein heißes und durchaus offenes Rennen! 3mmerhin glauben wir, daß es diesmal Pascoe- Gießen, im eigenen Wasser, zufolge seines glänzenden Endspurtes gelingen wird, Herkrath und Krämer zu schlagen. 2. Senior-Freistil ist mit sechs Nennungen belegt. Einen wunderbaren Kampf wird auch dieses Rennen bringen. Das Ende werden Marx - Köln, Bürvenich -Köln und Grützner - Offenbach unter sich ausmachen. 3e- doch ist auch eine äleberraschung nicht ausgeschlossen. Das Junior-Brustschwimmen hat 24 Meldungen erhalten. Hier den Sieger im voraus zu ermitteln, dürfte wohl sehr schwer sein. Fmmerhin werden voraussichtlich Eck-Gießen, Dauer-Offenbach, Gils und Orientalin- Darmstadt, S t eine n b a ch -Köln unter den ersten zu finden sein. 3edoch kann auch Heilbronn oder Hanau äleber- raschungen bringen. Das Ermunterungs-Rücken- Schwimmen hat 7 Meldungen erhalten: hier sehen wir in Berges- Darmstadt den Sieger, vor Grützner -Offenbach, Pascoe und Eck-Gießen. Das 3ugend-Rücken-Schwimmen ist mit neun Meldungen auch gut besetzt, desgleichen das Kna- ben-Brust-Schwimmen mit 22. Eine Rekürdbe- setzung ist das Junior-Schwimmen, beliebig, mit 24 Teilnehmern. Vollkommen offene Sache. Desgleichen das 100-Meter-Schwimmen für Vereine ohne Winterbad sowie das Ermunterungsspringen. Das 3unior-Seite-Schwimmen hat 15 Nennungen erhalten. Auch hier ist der Sieger noch nicht zu bestimmen. Er dürfte aber unter Rü11 - Köln, © t r u ck°Offenbach, Petr y-Darmstadt, W e i h- ,Hanau, und G a e b l e r - Gießen zu suchen sein. Das erste Damenbrust- und Rückenschwimmen hat nur je 2 Teilnehmer gefunden: in diesem Rennen ist in Frl. Arndt- Gießen jedesmal die Siegerin zu erblicken. 3m Damen-3ugend-Drustschwimmen 100-Meter werden 11 Damen um den Lorbeer streiten. Wir glauben an einen Sieg der vorzüglichen Offenbacherin Frl. B a ck o f f vor Frl. Schüler-Gießen und Frl. Herrmann- Offenbach.
3etzt zu den Staffeln: Die 2. Senior-Freistilstaffel bestreiten Poseidon-Köln und M o e - n u s - Offenbach. Voraussichtlicher Kampf Kopf an Kopf. Poseidon wird wohl der Glücklichere sein. 2. Senior-Lagenstaffel. Vier Mannschaften: Köln,Darmstadt, Offenbach und G i e» 6 en. Durchaus offen. Die Seite- bzw. Rückenleute werden dieses äußerst interessante Rennen entscheiden. Junior-Freistilstaffel 3X50°Meter und 4X50-Meter-Lagenstaffel erhielten 7 bzw. 10 Meldungen. Damen-3unior-Lagenstaffel: Gießen und Offenbach. Die Offenbacher dürften hier als erfahrenere Sportlerinnen den Sieg pro- grammähig an sich reihen. Als letztes steigt die Sensation des Tages. Ein Wasserballspiel zwischen Darmstadt I. und Poseidon-Köln I. Gerade „3ungdeutschlan d"-Darmstadt scheint das Wasserballspiel in letzter Zeit sehr gepflegt zu haben, denn ihr Sieg über die 1. Mannschaft des 1. Frankfurter Schwimmklubs war durchaus überzeugend. Lieber die Kölner ist auch nur Gutes zu berichten. Der Ausgang ist somit ungewiß. Hoffen wir, das der Bessere den Sieg davon trägt.
Reu für Gießen wird ein von 16 Damen des Rheydter Damen-Schwimmklubs. geschwommener Reigen sein, welcher sicherlich beim Publikum großen Anklang finden wird.
Wirtschaft.
Börse und Geldmarkt.
Die Börse trug in der vergangenen Woche hinsichtlich der Londoner Verhandlungen einen Optimismus zur Schau, der sich weder mit den Auffassungen der führenden politischen Kreise Berlins, noch mit dem tatsächlichen Verlauf der Konferenz in London recht in Einllang bringen ließ. Man ging dabei von dem Gedanken aus, daß sowohl die internationale Politik wie die Finanzweft ein positives Ergebnis der Londoner Konferenz bereits als sicher in alle Dispositionen eingestellt hatten und daß hiernach ein Fehlsck^ag der Beratungen eine beispiellose Verwirrung auf politischem und weltwirtschaftlichem Gebiete Hervorrufen müsse. Die Verschärfung der Gegensätze in der Räumungsfrage hat aber gezeigt, daß die Konferenz sich durchaus nicht wie ein beliebiger Film programmäßig abwickelt und daß die Gegensätze beim besten Willen aller Beteiligten nicht so leicht überbrückt toerben könne. Die Börse betätigt ihren Optimismus hauptsächlich wieder am inländischen Anleihemärkte, der schon zu Beginn der Woche im Zeichen neuer Rekordkurse stand. Die Schar der Mitläufer bei dieser Bewegung ist offenbar so groß, daß Positionslösungen der Derufsspekulation einen nachhaltigen Rückschlag nicht mehr herbeizuführen vermögen. Am Aktienmärkte fehlte es nicht an Lichtblicken wirtschaftlicher Art. Der Fortschritt der Verhandlungen über das Kohlensyndikat, die amerikanischen Kredite für die deutsche Kaliindustrie, das für die 3ndustrie immerhin günstige Ergebnis der Enquente über die Textilwirtschaft und nicht zuletzt der befriedigende ©tanb der meisten privaten Kveditver- handlungen mit dem Auslande sind immerhin Safloren, die zu gewissen Hoffnungen auf eine Besserung der allgemeinen Wirtschaftslage berechtigen. Tatsächlich hat ja schon in Erwartung eines neuen Konjunkturaufstieges seit kurzem eine lebhaftere Tätigkeit im Warenhandel eingesetzt. Selbst bei der 3nbuftrie bemerkt man verschiedentlich einen etwas regeren Eingang von Aufträgen. Einzelne Schwalben machen natürlich noch keinen Sommer, aber man glaubt doch, daß die schlimmste Depression bald überstanden sei. Die Börse zeigte gerade im Hinblick auf diese Besserungsfyrnptome in der Wirtschaft auch an den kritischsten Tagen der Londoner Konferenz eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit.
*
* Kündigung des Syndikats. Die Kündigung des Syndikatsvertrages erfolgte mit der forderlichen ^-Mehrheit. Die Anhänger des neuen Entwurfs verlangen prinzipiell nicht nur einen einheitlichen Zusammenschluß der einzelnen Gruppenauhenseiter, sondern sämtlicher Syndikats- intereffenten. Es ist eine Kommission gebildet worden. die die Verhandlungen mit den Parteien auf» nehmen soll. Angesichts der alternativen Schärfe,
ün DMonen Prozent
Datum:
Da nkn ot en.
Meld I Briet
2i,9l) 68,23
19,085
24,11
164,14 13,925
68,57
5,96 1,925
111,42
79,10 56,2.3
12,52 6,50
mit der der 3nlcrndsblvck eine universelleBejahung des neuen Shndikatsvertrages verlangt, ist es wohl angebracht, über die Geburt des neuen Syndikats recht pessimistisch zu denken.
* Deutsch-elsässische Kaliber- han dl ungen. Zwischen Vertretern des deutschen Kalisynöikates und solchen der elsässischen Kaliindustrie sollen laut „Deutscher Bergwerks- Zeitung" in Berlin Verhandlungen geführt worden sein, wobei eine Konkurrenzregelung für den Welt markt erzielt worden sei. Man erwartet, daß der Vertrag, vorbehältlich eines befriedigenden Abschlusses der Londoner Konferenz sofort unterzeichnet werden wird.
* Aufwertung bei der Beamten- hank in Kiel. Als vierte Kieler Dank geht die Deamtenbank an die Aufwertung der Spar- und Geschäftsanteile heran. Die Spareinlagen werden zu 15 Proz. aufgewertet und bleiben 1924 unverzinslich. Von 1925 an steigt der Zinsfuß, beginnend mit 2 Proz. jährlich, um 1 Proz. bis zum Höchstsatz von 5 Proz. Die Anteile ftnb um 20 Proz. aufgewertet worden.
Börsenkurse.
4,21
22,00
68,57
19.163
24,26
164,96
19,025
58,87
5,98
1,94
111,93
79,60
5X51
12,58
5,52
5% Deutsche Reichsanleibe . 4°/o-Deutsche Rctchsanleiye . S'/?/» Deutsche Reich-lanlethe 3% Deutsche Reichsanleibe . Deutsche Sparpramiciianleihe 4% preußische Konsols ... 3y/Vo Hessen . ‘ 1 ‘ ‘
3°/o Hessen...........
Deutsche Wertb. Dollar-Anl. dto. Doll.-Schatz-Anweting.') «% Zolltürten.........
5% Goldmcxikaner......
Berliner Handelsgesellschaft. Commerz, und Pnvat-Bank Darmst. und Nationalbank . Deutsche Bank Deutsche BereinSbank .... Disconto Commandit .... Metallbank...........
Mitteldeutsche Creditbank. • Oesterreichische Creditanstalt. Westbank............
Bochumer Guß ....... Buderus Caro .............
Deutsch-Luxemburg......
Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpener Bergbau......
Kaliwerke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln Laurahüttc..........
Obcrbedarf Phönix Bergbau.......
Ryeinstahl...........
Riebeck Montan........
Tellus Bergbau Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd.....
Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann......
Anglo-Cont -Guano ..... Badische Anilin........
Chemische Mayer Alaptn . . Goldschmidt.........
Gries! eimcr Electron .... Höchster ä-arbwerke.....
Holzverkohlung.....
Rütgersiverke ......... Echeideanstalt ........
All«. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann Mainkraftwerke . Schuckert......
Siemens <t Halske ..... Adlerwerke Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt ........ Meguin. . •.......
Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgesell cbaft Frankfurt. Pct Union A.-G Schuhfabrik Herz . . .... Sichel .........
Zellstoff Waldhof.......
Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . .
Berliner Börse.
Berlin, 15. Aug. (Dvohtbericht des „Gieß. Anz.") Die Hoffnungen, die man sich besonders in deutschen Finanzkreisen auf die Hal ung Amerikas und Englands auf der Londoner Konferenz machte, haben durch die Ereignisse der beiden letzten Tage einen schweren Stoß erlitten Einen besonders ungünstigen Eindruck machte neben den politischen Vorgängen die Wiedereinführung der 26prozentigen Exportabgabe durch die englische Regierung. Da heute die politische Spannung ihren Höhepunft erreicht hat, so war es an der Dörse äußerst schwer, eine klare Orientierung zu finden. Cs kursierten die widerspruchsvollsten Gerüchte, so wollte man gegen Mittag bereits wissen, daß Deutschland die französischen Forderungen angenommen habe. Das Ergebnis d?r Beratung des Reichspräsidenten mit den Parteiführern wird schwerlich vor 3 älhr nachmittags zu erwarten
*) Dom Ruckzahlungswert.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
(In Billionen Mark auSaedritckt BuenoS-SireS, London, Neu« York, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alle« übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung.
Nepart. "/.
voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll
TfrU". 15. Aug.
Amerikanische Noten . . . . . Belgische Noten......
Dänische Noten Englische Noten ...... französische Noten......
Holländische Noten ..... Italienische Noten......
Norwegische Noten Deutsch-Oesterr., ä 100 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten Schweizer Noten .
Spanische Noten Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . . . ,
Frankfurt a. M
Berlin
Schlich
Schlich«
Schluh.
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—
—
—
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—
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1.05
1.1
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86
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—
11,12 |
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32
34
30
31
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5,25
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—
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49,13
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52
52 13
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8
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13,5
13
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31,75
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31,5
27,50
27.75
27
26,50
38,50
38,5
39,50
39,5
2,25
2,1
—
—
30,12
28,75
29,50
29
7,33
7,45
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7,20
1,9
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—
—
13
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--
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13,13
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—
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14. Aug.
15 Aug.
Repart.
Amtliche Notieruna
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Geld
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Brief
14.
15.
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voll
sein, bis dahin bleibt auf jeden Fall alles noch in der Schwebe. 3m Geldverkehr ist die Lag- unverändert. Es kamen nur Abschlüsse in täglichem Geld in Betracht.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M. 15. Aug. (DrahtberichL des „Gieß. Anz.") Die Börse ließ sich auch heute gegenüber der Zuspitzung der Verhandlungen auf der Londoner Konferenz in ihrer Ruhe nicht stören. Die Verstimmung, die über das Fortbestehen der Krise bei den deutsch-französischen Verhandlungen über das Räumungsdatum des Ruhrgebiets die Börse belastet, zeigt sich in der Verminderung der Umsätze, da die Spekulation starke Zurückhaltung übt. An der Dorbörse kam es, tote dies immer am Wochenende üblich ist, zu einer starken Abgabeneigung, die die Kurse teiltoeise weiter abbröckeln lieh. Trotzdem war die Sttm- nrung nicht unfreundlich. Der Markt war widerstandsfähig und die Tendenz läßt sich als überwiegend behauptet bezeichnen. Das herausgekommene Material wurde glatt aufgenommen. Bei Eröffnung des offiziellen Verkehrs konnte sich eine leichte Erholung Bahn brechen, einte große Anzahl von Werte notierten wie gestern, teilweise hatten sie aber auch gute Aufbesserungen zu verzeichnen. Damit war auch eine leuchte Belebung des Geschäfts verbunden, das vornehmlich an dem Anleihemarkt zum Ausdruck Eatrr, dem sich besonderes 3nteresse wieder zuwandte. Am Geldmarkt beginnen sich die Sähe etwas zu versteifen. Monatsgeld P/s bis l5/8 Prozent, tägliches Geld bleibt auch noch weiterhin mit 1/4 pro Mill angeboten. 3m Devisenverkehr hat sich das englische Pfund voll befestigt mit einem Kurs von 4,54 Dollar. Auch der Pariser Frank hat sich gebessert. Die Dollarparität ging am heutigen Frühverkehr auf 17,80, die Pftrndparität auf 80,30 bis 80,50 zurück. Die schwierige Lage der deutschen Delegation bei den Londoner Verhandlungen führte naturgemäß zu einer Abschwächung der Mark von ihrem seitherigen Stand von 4,166 Billionen auf 4,20 Billionen in Dvllarparität. Der Aktienmarkt tag im großen und ganzen nicht einheitlich. 3m Freiverkehr- herrschte ruhiges Geschäft. Api 4,85, Becker-Stahl 23/8, Becker-Kohle 5%, Petroleum 19,5, Ufa 67/8, Entreprise 26. 3m weiteren Verlauf konnte die einsehende Erholung weitere leichtere Fortschritte machen.
Märkte.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 15. Aug. (Dvahtberichz des „Gieß. Anz.") Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 20,75 bis 21,25 Roggen, inländ. 17,50 bis 17,75, Sommergerste für Dvauzwecke 21,50 bis 22,50, Hafer, inländ. 18,50 bis 18,75, Mais (gelb) 17,50 bis 17,75, Weizenmehl inländ. Spezial 0 32,50 bis 33,75, Roggenmehl 26 25 bis 26.75, Weizen- und Roggenkleie 10,75 bis 11,25 Ml. Tendenz fest.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 15. Aug. Getreide still. Bei ®erffe verlautet, die Reichsgetreidestelle werde die Ausfuhrbewilligung einstellen, weil der Export hiesiger guter Ware Ersah erheische in ausländischer Futtergerste, die mehrfach bereits abgeschlossen sei, und zwar zu Preisen zwischen 195 bis 205. Es wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen, märf. 195 bis 200, Roggen, märt. 140 bis 146, westpr. 137, Gerste, märf. 200 bis 210, Hafer, märf. 159 bis 169, Raps 295 bis 300; für je 100 Kilo: Weizenmehl 26 bis 28,75, Roggenmehl 21,50 bis 23,75, Weizenkleie 11 bis 11,20, Roggenkleie 10,70, Viktoriaerbsen 25 bis 30, kleine Erbsen 16 bis 18, Futtererbsen 14 bis 16, Peluschken 13 bis 15, Ackerbvhnen 13,50 bis 15,50, Wicken 14 bis 16, Lupinen, blau 9 bis 10, gelb 17 bis 1.8, Rapskuchen 12,20 bis 12,40, Leinkuchen 22„ Trocken schnitzel 10 bis 10,20, Tvrf- melasse 7,60, Kartoffelflocken 24,50.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der
Schriftleitung.)
K. R. Wenn Sie mit 3hrer Firma einen Vertrag auf vierteljährliche Kündigung hatten, ist die Firma zur Gehaltszahlung für das laufende Vierteljahr verpflichtet,'wenn sie die vertragliche Kündigungsfrist nicht eingehalten hat.
Kirchliche Nachrichten^
Evangelische Gemeinden.
Gießen. Sonntag, 17. August. 9. Sonntag n. Trin. Stadtkirche. 8: Zugleich Christenl. f. d. Neukonfirm aus der Markusgem. Pft. Becker. 91/,: Pfr. Mahr. 11: Kinderkirche f. d. Matthäusgem. Pft. Mahr. — Zohanneskirche. 8: Zugleich Christenl.f. die Neu. konf. aus d. Lukasgem. Pfarrass. Hertel. 91/,: Pft. Ausfeld. 11: Kinderkirche f. d. Zohannesgem. Pft, Ausfeld. — Kirchberg. 10: Kollekte f. innere Mission: 11: Christenl. f. d. konf. männliche Fugend. Daubringen: 1%; Lollar: P/,. — Wieseck. 91/,: Pft. Groth, Rödgen.
Katholische Gemeinde«.
Gießen. Samstag, 16. August. 4'/, u. 7 Beichte. Sonntag, d. 17. Aug. 10. Sonntag n. Pfingsten. 61/, Beichte, 7 Messe, Kom. d. Iungft. u. Hausangestelltz 8 Kom., 9 Hochamt m. Pr., 11 Messe m Pr., 2V,: Saftament. Druderschaftsand., 4 Versammlung der Fungftauen-Kongregation u. Hausangestellten.
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3m Kinde liegt die Zukunft. Darum ist eS notwendig, das Heranwachsen einer gesunden Jugend zu fördern. Schon bei den Säuglingen mutz der Grundstein zur Straft und Gesundheit gelegt werden und weitblickende Eltern wählen deshalb bei unzu- reichender Stillfähigkeit oder beim Entwöhnen das altbewahrte und ssets zuverlässige Nestle'S Kinder- mehl Viele der jetzigen Eltern sind in ihrer eigenen frubeUen Jugend mit Neftle's Kindermehl ernährt worden und zu tüchtigen Menschen herangewachsen,- aemttz Beweis genügend für den hohen Gesund- heitSwert des Nestle'schen Kindermebles. 1 Original- dose ist in allen Apotheken und Drogerien zum Einheitspreis von M. 1.50 erhältlich. Illustrierte Broschüren überSäuglingsvstege kostenlos durch: „Linda"- Gesellschaft m. b. H., Abt. 6, Berlin W 57.
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