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•rxr<»f eeH*, ci>« Sonn, rnb P rirrtec*, i«lb<TSawe!ac*b«iUy: <i«t een 5<i nulle« b 14 ftrt Dod)te-5<$nr »ireis 70 (Äolbpfenntg ein- schließlich Iriqerte^n, o-ch ei dicht'en »■ ein,einer 9iu*niein m» folge Ubiern 8keelL- 3ern rt«ch»4-n^ lüsse: f6t d>e bd)tift <unng 112; für 1 erlag unb Aelchüfios'elle 51.
lr|d)ri'i li*r Drahinach. ndjrn .XiifigereiefctB. | ottti <-tonte.
(tenlliit e. Ui. UM.
U4. Jahrgang
Mittwoch, 1b. Januar 1924
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
ünd »A- Verla,, vrühllche UntDfrfitäti Be*= »ad Sleinörndcrei R. kann in Kietzei. Zcheistleitan- ua) SeschäftrKele: Sch,lRr«tze T.
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preis u I « n 4H« für .lijeig« ' aon47 mm Sr.-ue r li<h*i,auoa>drLO 10»0lbp|cnni4. |ur -in Klamc- tnzcige it>.70 -i n bueiu Jj vboibpltnnig, VI.1 »oqjjr. i -j . JU|* schlag. - ^«jniajrui, Im .-jluihn. Jeedleion; Dr. Jnebr. UlUQ.daaje: für 0»<i dJ.i^cn ±<u« Itrnfi dlum J)<m, 4t»<n ■jlnjeigcnied. )MSd<4, ,A*d. 4 14 4.»jM
Die Untersuchung in der Pfalz.
Man soll nicht vi früh frohlocken. aber man barl mit einet getoiflm *enugUung s.-ftstellen, bah ber Lob bee psälz.schen Leparatlste »führe s Heinz au» Orbi» zu einem bebeutfamen bi lo- mahlten Äonf.ilt z oischen Pari» un > London geführt hat Dcutltchrr. Dir beiden eiegcr-Xc- gteiuag m sind sich in die Haire a raten, nachdem sich die Spannung zwischen ihnen in der letzten Zeit von Wochr zu Dach: verlchirfte. Der Dang bei Dinar - fahr wi htig für U Beobachtung vom deutsch n Standpunkt aus — war s al» genb t 8 n g 1 a n Ö, bereit» entl4> offen b.n ,r n- zöstschen Machenschaften im besetzten ®ebei genauer au* bie Finger zu s.hen gibt auf das Lttenta: von Sp yer hin fetiizm Generalkonsul in München. (Mitte», die Weisung m die lULS- rheinische bay.rischc Pfalz zu reifen und die vor igen polU sch n D rh iimistr zu wi^rsuchen unb zwar allein un> selbständig und ohne Beg e tung sianzös scher 01 i icre ober Teimt n Li össeetliche 1) grünbuni dieses Geh l ud s hl» brach e bie Lond.n r „Sinei" mit b melkenswert sch rien Werten Die Unterfud>uni ber 3ultdn>e ii der Pfalz sei bring'n > notwend g Die P a z die so merkwürdig von ihrem Mult.r taar Bayern d rch den Rhein getrennt ist. sei der Äus.n erksamk i: des grdhten Teiles Europa» während der Loten umubigt *. Jahr.' entgingen. Doch fk cntg-Oe nicht der 3uf.n rksamkeit Frankreichs, eb ns »wenig wie irgendein anderes deutsche- Gebiet westlich des Ah in v WäKrcnd and.-re Bö k r ni b? b r ws achteten, häf.en die ftitlihei De: tretet der Rhei.n- lan. kvmm.ssion sich anfch inend als besond t» aus- mrrpame Lchä c: era>i s n dir den Rveln a s die beste und < l $lge nalüt ich. Dren ze Fra nk- reichs im Nordost n b.tracht.n Die deutsch m Sondeibünbicr könnten kau n grosten Fortsch itt ohne diese buid.nde oder gar fordernde Un er- ftü .ung erreicht haben Die .Times" beschrieb bann noch .die Strolche, die in französifch.-n Lastauto» und in Eisenbahn;üg n eintrafen, die von ber französischen Regie verwaltet werden." Wie die Pfalz versuchte Frankreich ja auch das Saarg biet m.hr und mehr zu ent lationi.i i ren.
war bcuUich genug. ®» war das erste Mal. baf> tie englische Diplomatie ein wenig aus sich henau-ging. Wie reagierte man In Paris? \Dlan erklärte bart noch deutlicher: Frankreich werde Englands Bestehen auf einer Son- derunterfuchung in der Pfalz als .unfreundlich Handlung ausfassen. Die'er zündende Ausdruck aus dem Völkerrecht war nicht Redakt ivn-ar'xtl iigendeines chauvinistisch m Bou evardb alt s. sandern das Dem französische Austenamt auSge- fl'bene Stichwort I W-ei'.er tturbe am Quay bOr- fvh mit der ausdrückltchm Grlnudnis ber Derös- fentlichung b merkt. Fr n're ch lehre eine emlische Sondern teisuchang k tcgor.sch ab D«r englische Konsul tö;me natürlich nicht körperlich verh'.n ert werden, nach der Pfalz zu reisen, aber man werde alles tun. um feine Tätigkeit zu stören Er werde »keinen Augenbliaalleln" b^iben. Ran. S»eneralkenful iLlives fuhr von München ab mit feiner Londoner Deisu tg zunächst in Heidelberg die aus bet Pfalz auS-ewiefenen deutschen Beamten zu vernehmen und sich dann in da» links- rheinifche Bayer., felb't zu begeb-n Die von ber fvanzös.fchen i5< an tfchaft in München angebo- tcnc offene D-g eitung französifcher Os iziere und Beamte., loh ite er ab Wahrfch-e nlich fi r> sie ihm inoffiziell nachte, h n um ist, zu belauern. .Unb jedenf.ills Hit Frantrelch bereits feine Gegenminen springen lassen. Xitarb, der sranzösUche BefavungSgewaltige im Rheinland lä,-4 in der britischen Zone durch zwei französische Offiziere eine Untersuchung anstelle:, über die angeblich in Köln tätigen dcu fchen Dehelmorganif.,tio- nen. die eine Gefahr für die interalliierten Be- satiungStiuvven seien England hat dielen Gegen- sck«lag F,a- krcichS wiederum sehr aut pariert, in- «m es halbamtlich darauf hinweist. dast in ber eng'.ischen 3tme am Rhein ein Heer französische r Agenten und Spione fitzt, die uster deutsche 8Vb imorgrinikittor.cn genügend Bescheid Wil e mühten Man hnt auf d atlcher Seite mit Recht taS Gefühl, ka' Frankreich den Streit mit Sng'and sucht /nd toeilertr. ibt, um von feiner d Sh-r.gen Haltung in der Separatistenfrage sst mlenken. Aster dies wird ihm nicht gelingen. Eeneaal be Metz bat bei bet Totenfeier in Speyer den erfchoffencm Heinz einen Freund Frankreichs genannt, der für eine .gerechte Sache" ge'korben sei Was daS für eine S,ch< wat. nämlich kie 2 Tnerlonspolitik des Generals de Metz, darüber ist man auf deutscher Seite bereit, dem Generalkonsul Clives jedes gewünschte Material zu liefern.
Die Leiden der Pfalz.
Mannheim. 15. Jan, (WTB) Der englische Generalkonsul Elives. der heute im Park- botcl in Mannheim einactroffen ist. bat dem Wunsche ter piLlzischen Bevölkerung entsprechend bie berufenen Vertreter der Pfalz zu einer Aussprache über die durch bie Separatisten geschaffene Lage empfangen. 2uter den Vertretern fämt ich«r wirtschaftlicher De r- bände der Pfalz, der Arbeitgeber, der Gewerkschaften, sämtlicher politischer Parteien der Pfalz einfchlies>Iich der Kommunisten und den 2krt:etcm der Presse waren das Obe, Haupt bet katholischen Kirche Bischof D r. Sebastian in Speyer und ber Präsident des protestantischen Landeskirchen- rats der P'alz, D. Fleischmann, erschienen. Tte Aussprache er-ab ein erschütterndes Bild der Qualen, bie die Pfalz unter ber Herrschaft ber Separatisten ertragen muh
Die (Eröffnung des britischen Parlaments.
Die Thronrede. - Macdonald begründet den Mihtrauensantrag der Arbeiterpartei.
London. 15. 3an (WTB.> D r König eröffnete da» n ugewählte Unterhaus mit einer Th onrede, in der er u a laqte Meine De- zn Hungen zu den au^wär igen Mächten find nach wie vor freundschaf li-er An Ich freue mit), einen endgültig *n Fortschritt bei der Löf an; der Fragen seststellen zu können die bisher den Weg zu einem gegenseitigen Glnoerftändnis Der- verrt hab n Die R baratirn kommistisn hat zwei Ausschüsse eingesetzt, in denen Sachverständige aus den Vereinigten Staaten mit denen ®ro6- britannicnS. Fran?r.lchs. Italiens un) Belgi ns -usammenarbeiten werden, um die finanziellen Fragen zu prüfen, die mit der
La?e DeutschlanbS
tm Zusammenhini st hm U ber daS zukünft'g' Statut von X a n a c r. ba » seit langem Anl h zu ©thiangen gab, ist zwischen den D rtretern der nächstbeteiligten Macht: etnr Derginaarung erzielt worden, bie für die Errichtunz eines internationalen Regime- zur Fördc- tung def Derk hrswes mi und d S Handel- Do - sorge trägt Es wir) eine Derläge ernzebr.achl werden, durch die der Lausanner "Vertrag mit ber Türkei ratifiziert werden soll Dann werden die freundschaftlichen B zieh «nzen »ur Tü lei toteber b ginnen W it r sagt die Thronrede, in ber Frage des Alkoholverbots stehe mir den V re nigten St raten der Abs chl ist eines Abkomm n5 bevor, w'l cher die alüeklichcn Beziehungen zwischen den beiden Ländern urO Dö.kern noch mehr stärken tDjrbe Der Einfluh des Völkerbundes w rd' mit im Der ich der Mög'lchkeit li gmdcn Mitteln weiter ge ärkt toerben. Rach Erwähnung der Schwi riak.nten t, Afghanistan die infolgi bet an der indi- fchen Grenze verübten Morataten entstanden feien, heiht es in der Thronrede weiter:
Die lebte Reichskonsereuz
bat einen fehr entfcbicbcnen Fortfchritt tm Zu- semmenwirten der Glieder de- britischen Reiche- gebracht. Besonders ist Vorsorge getroffen worden. den Wünschen ber Dominion- durch eine wesentliche Ausdehnung des Grundsatzes der Rcich-vorzug-bchandlung, die von der Konferenz tm Jahre 1917 erklärt wurde und seit 1919 in Kraft ist. zu entsprechen Mit Bezug auf lie innerprlitlschen Schwierigkeiten heistt <4: Ich stelle mit Befriedigung fest, dah die Pläne zur Beschaffung von Arbeit im letzten Jahr die Wirkung gehtbl haben, die Zahl ber Arbeit-- lofenzu verringern Erne aewis'e Zahl Arbeiter ist aber immer noch au^ntanbe, Be«chästi.,un, zu finden Dies verursacht mir grobe Sorge Meine Minister Haden jüngst dem Lande "Vorschläge hinsichtlich der
Schutzzölle
unterbreitet, bie nach ihrer Ansicht wesentlich zur Lösung Ti.f'ü Problems beigetragen h,b n würden und zwar durch eine gröbere Sicherung der Industrie auf dem heimischen Markt und durch bessere Bedingungen für die Ausfuhr nach den Dom nions und dem AuS- lanbc Diese Dorschl'ge sind vom Landenicht angenommen toarten. Unter diesen Umständen wirb Ichre Zustimmung zur Ausdebn ina und Verbesserung der Handelsmöglichkeiten und Au-fuhrplöne erwartet werden. ferner zu den Vorschlägen der Reichskonfe- renz betreffend eine beschleunigte Durchführung und
Subventionierung gewisser öffentlicher Arbeiten
tm ganzen Reich, auch wenn sie unter Aufsicht der öffentlichen Behörden stehen oder von privaten GeseUlchasten vvrgenommen werden Die Thronrede erwähnt bann noch d e Pläne der Arbeit-befchafiung in der Schiffbauindustrie durch den Dau von Kreuzern und Hilfsfahrzeugen und durch eine Vergröberung ber Luftflotte zur Landesverteidigung Schliebllch wird der Plan erwähnt, eine Konferenz von landwirtschaftlichen Interessenten und Angehörigen der
politischen Parteien einzuberufen, um eine bestimmte Poli.ik zu beschließen, durch bie die A n. b a u f l ä d) c England- auf ber g e.chen Höhe gehalten und den landwirtschaftlichen Arbertern ausreichende Löhne zugefichert werden
3m Laufe der auf die Thronrede im Unterbaute rol icnbt Adrehdebatte tagte
Ramsay Macdonald,
die Lage Surova- gl i che derjenigen vom Jahre 1912 mit rieal fierenden Arm -en, einer ritxiU- fierenben national stitchen Po.itik und ei^r.n ungeheueren Avparat Tür destruktive Vvrberei» tu gen Rat lenen die Alliierte feien, bctiab- teten dnanbt mit unverhohlener Feindseligkeit Ter S nfluf) Grchbrita tnten# mü'fe wiederhergestellt werden durch ge'chickl" Handhabung einer Poll! f der Vorau-ficht bl Beachtung der Empfindlich^ t anderer Völker, verbunden mit freundschaftli^er. aber fetter Betonung ber Interessen Grostbrltannien-S Cin europäischer 21u6blii lei erforderlich Wenn dieser gesichert s in würd^ lo zweifle er nicht an Europa. Drostbritannien hit'e ke ne entfchlvls'N', bestimmte oder wirksame Pol tik auf dem Kontinent. Ss sei Znt. berin Wandel zu schaffen. Die Regierung hätte dos V rtraue, bei HauleS und de- Landes verloren. (Lauter Bifall bei der Arbritervarl i.) Mardonal> fd> lb~r c bann die be.taien# 't*rte Lag^, die durch die Rot in Miltel- euivpa herb lg führt worden sei und erklärte: Hier muh Einhalt getan werden.
Großbritannien foHte klar und deutlich erklären, daß es frier Ginhalt tun will.
Es sollte bereit sein, fernen Anteil zu Übernehmen. eine Politik zu beginnen und eine Ma- fchlnerie zu schaffen, bie diese Lage wirksam beenden würde. Macdonald erklärte west er. er bearüße die In ber Thronrede enthaltene B- zugnahmc auf die au-wärtiten Ang l genhesten. Die Lane werbe in besten immer ernster. Eine entschiedenere, wirksamere Politik fei erforderlich. Die Aussichten auf eine Regierung-oeränderang in England habe mehr dazu beigetragen, den Einfluß Großbritannien» bei den Staatsmännern auf dem Kontinent zu erhöhen, al- zwölf Monate Amtsführung der letzten Regierung. Diese Regierung se, des Vertrauen» de- Haufe- nicht würdig. Dte von den Ministern auf der letzten ReichZ- konfe^enz oegebenen D'rstcher'inien bah gewisse Angeleg-mdeiten dem Parlame-,t vvr"e'egt toc'1- ben würden, würde br» auf den letzten Buch- stoben erfüllt w-rden wer auch immer im Amte fei. Die Vvrfchläge der Reich-konferenz würden dem Parlament vvrgelegt werden, welchai freie Han', habe sie anzunehmen ober zu verwerfen Macdonald legte dann dar, bah
bie Wahlen da» Hau- ht einer eigenartigen Lage gelassen
hätten. Keine Partei besitze die Mehrheit Da» Hmis treibe einer Lage gegenüberst eben die e» nvch nie vor sich gehabt habe. Macdonald sagte: Wir müssen suchen eine Grundlage für em gemeinsame- Abkommen zu finken, box voller Aufrechterhaltung der Unabhängigkeit unterer Partei und unserer Grundsätze WaS geschehen wird, liegt im Schol* der Götter, aber wer auch immer die Regierung unter den gegenwärtigen Verhältnissen übernimmt, hat Anspruch auf fair play.
Lloyd George sagte tm Ramen der Liberalen Partei, er erhoff«, dah jede Regierung, die zur Macht gelange, die Autorität und den Einfluß sichern tt-erbe, worauf da- britische Reich durch feine Macht und durch die von ihm gebrachten Opfer Anspruch habe.
E» verlautet, daß Macdonald vor Schluß der Debatte nochmal» sprechen wird. Der Antrag kcr Arbeiterpartei ber zur Antwortadreste auf die Thron ede eingebracht werden fast, stellt einunmlttelbaresMihtrauensvotum für die Regierung bar.
unb zeigte wiederum deutlich, dah die Separatisten ihre Gewaltherrschaft nur dank ber Unterstützung General» d e Metz auf- rechterhaltcn können. Bfonders tie'en Eindruck machte die S,1iöi*inq eines Arbeiterführers, dah 99.9 Pro;, der pfälzischen Deröllei-un, den künstlich, tn das Land getragenen Separatismus auf- schärfste verurteilen und nie und nimmer unlautere Elemente, die sich die Rerierungsgrwalt angemaht haben, als ihre Führer anerkennen würden. Rach Beendigung der Ausle.ache erhoben ji<t die Versammelten zum Zeichen einmütiger Zustimmung von ihren Sitzen, um in einer Kundgebung .im Romen der Meirichen rechte und des Selbstbcstimmungs' echtes von 803 000 treudeutschen Pfälzern den Vertreter der britischen Ration zu bitten, bei seiner Regierung dahin zu wirken, dah die Pfalz von dem Terror der Separatisten und von Versklavung befreit werde".
Der Betuch hei britischen Generalkonsul» hatte schon feine Schalten vorauSg-eworfen. Um 10 Uhr vormittags, also eine Stunde vor dem Eintreffen des General.'vnfuls. wurde bet Verkehr über die TI arm b-? im er Drücke von bei französischen Defatzun sbehörde wieder ftelgegrbeu.
Zugleich wurde die Überwachung da- Id e* phvnlfchc n Derkehrs zwilchen der Pfalz
und dem u B'setzt n Dmitschland an-a>rbnet Der französische Ob erd. k -giert? für die P'alz. General d e Metz, hat ferner eine fhiie Anzahl Pfälzer zu s i ch ,geka den", jedenfalls ht der Erwartung. dah diese unter dem Druck seiner An- u efenU'tt ci en für b e ftanzöfische Poli ik gü i- ftigen Bericht über d e Zustände in der Pfal abgeben tvürden. Am Tage vorher war Genera de Metz vor die Interalliierte Rhetn- lanbtomml ffion berufen trerTen. Rachdem er übet die Luge in ber Pfalz eure Erklärung abgegeben hatte, wurde eine Anzahl von Fragen foa-ol I durch den britischen, als den belgischen ObcrtommifTar an ihr «richt n. die sich direkt auf die Untctsuchung des britisch -n Generalkonsirl- be^ogen. Die Bedeutung der Zusammenkunft der Obertommiffare erb He auS der Tastach^ dah Lord Kitmarn ock verschiedene lange Telegramme an den britischen 5oreign Office sandte.
Unter der Ueberschrist
„Die Pfalz will keine Autonomie!"
nehmen heute die .Pfälzische Rundschau" wie auch ihr Lokalblatt .Generalanzeiger" in schärfster Weife Stellung gegen die Sonderbündler In einem ßeitar'.l'd wird die Gewaltherrschaft der Usurpatoren, die bi» zur Beschlagnahme und Stillegung von ZeitungLbeincben gehen, die Anerkennung der neuen .Regierung" von den Landgemeinden erpressen und die Aus
weisung ber nicht fügsamen Beamten veranlassen vor aller Welt festgestellt und die Wieder- berftellung des Zustande» gefordert, wie ct durch das Rheinlandabkommen unb den Versailler Vertrag garantiert tst. Im Anschluh an diesen Leitartikel erfolgt die Veröffentlichung einer Reche von Protesten. An der Spitze steht ein Protest fämtltcher bfal- ifcher wirtschaftlicher und religiöser Verbände Olde schlre en sl h rückhaltlos dem Protest ber psälzifchen Devkl.erurrg gegen die Separatisten ar, der ber Rhelnlandkrmnnrlsron gestern überrcid): wurde Vie stellen folgeiibc tforberungen auf:
1. Wiederberfiellmrg der deutschen waltuno,»rechte und einer unabhängigen Gerichtspflege,
2. Derfaunnlun^s- und Pressesrrlheit.
3. Freiheit der Perfon und des Eigeu- tums,
4. Rückcäng gmachung aller feparatlsti« fchen Dewaltmaßnahmen,
5. Cnlw'sfnung der Separatisten unb Wiederbewasf lung der deutschen Polizei.
Anschliestend sagt ein Protest des Stadtrats unb ber Be<rmtengewerkfchaft von Landau gegen die am 11. Januar erfolgte Verhaftung von zwei städtischen Beamten Endlich veröl sentit den die Blätter folgende von der .Regierung der autonomen Pfalz" angedrohten Vergeltungs- ma 6 nahmen: .Für jeden an einem Mitglied oder Beamten der .Regierung" verübten oder versuchten Anschlag hasten bie fünf an* gesehensten Bürger bet Pfalz au» dem ©cgenlagcr mit Ijrcm Geben ustb Ihrem gesamten Vermögen Die Separa t ten haben wegen dieser Derössentlichungen mit der V e - seyung des Geschäftshauses der beiden Blätter und der Beschlagnahme der erschienenen Rummern beantwortet Da» gleiche Schicksal tst aus demselben Grunde dem .Pfälzischen Kurier" in Reustadt zuterl geworden.
Der rheinische Sechziger» ausschusz.
Köln, 15. Ian kWTD) Der Sechzigevaa»« schuh nahm zunächst die Wahl des Präsidium» vor. Zum ersten Vorsttzenden wurde Iustizrat Roennlg - Köln (Z.) gewählt, zum stellvertretenden Dorfiyenden Beigeordneter Meerfeld - Köln (O P D.). zu Beisitzern Professor Dr Moldenhauer- Köln (D. V P ). Iustizrat Falk (Dem ) und Rippel - Hagen lDn. Vpt) Auster dem wurde ein auS 15 Mitgliedern bestehender Ausschuh zur Erledigung der laufenden Geschäfte gewählt Der AuSschust trat darauf in bie Verhandlungen ein Iustizrat Falk- Köln behandelte die Frage der BefehungSkosten, dir mit einer Reihe von Anträgen zur Erledigung dem Fünfzehner au »schuh übe w esen wurde Abg HaaS - Köln referierte über bie
Beschranken? der Vers arnrnlungs- unb Presse freiheil in dem besetzten Gebiet
und befürwortete im Hinblick auf die kommenden Reichstags- und Gemeindewahlen Schritte des SechziaerauSfchuffes bei der Rhei 'landkommission und General Degoutte, um die Gewähr- leiftung voller Versammlung»- unb Pressefreiheit bei bi<fen Instan-en zu erlangen Die Versammlung stlmm'e dem Vorschsak zu unb überwies ihn ebenfalls ber Fünlzehner kommiffion Ein weiteres Referat beschäftigte sich mit ber Separatistenbewegung ti Hessen und ber Pfalz. 3n einer Entschliestung fastte der DecstzigerauS'chust einmütig seinen Standpunkt in dieser Frage zusammen
Regie und britische BeseünngSzone.
London, 15. Jan (Reuter » Da» GerüLt, dah die französisch? Refierung da» englisch- französische Ue herein kommen über den D'tri.b der (ttimbabnri tm cn l ch be'etzten Gebiet bmenrien bat. wird bestätigt. Auster dieser Tatsache ist es nicht mö sich, zu erfahren, welch?» der nächste Schritt fetn w rb. toernn auch angenommen wird, dast w^it-r? Verhandlung'N flattfinben werde-,. Der b irisch? 0 anbminft ist vollkommen unv-rändwl Die b i ifch? Re n -ung wünscht, den Eisenbahnbeiri b durch die Kölner Zone völlig unt^r ihrer Obhut und frei von fran?d sischer Ueb-rwachung zu behatten. Demnach soll'M w iterhin d'.e 3üt:, die in die britische Zone einlaufen, ou< der Hand ber frcmzöliichen Re i' durch b< b.iti'che L i- hing übernommen trr/rben, bis ti? b» brllisch? Zone verlassen, worauf sie wieder durch die Regte übernommen würden.
Ein Attentalsplan oeoen General von Seeckt?
Berlin, 16. Jan. (Priv.-Tel.) Die OBot rett blatt er berichten, bast gestern vormittag in dem Berliner Taft- Iostch am Pois- bamer Platz ein früherer Offizier durch bie polrtische Abteiluni des Prlizeiprct- sidtmnS verhaftet wurde, ber unter bem Derbacht steht, ent Attentat gegen brn Thef ber Heeresleitung unb Inhaber bet Dollzu^gewalt, General von Seeckt, replant zu haben. Der Berhaftetr soll mehrere Spietzgesellen haben, bie alle angeblich ben'elben reckrtsrabikalen Kreisen an* eehören, wie bie Mörder Grzberg^rs unb Rathenaus. Ge«-en ben Berhafteten ist I bereits bie gerichtliche Do«nterjuch«ug er-


