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Sffwet Word«. Di« Blätter betotta M Vieser Meldung, daß sich erst nach Abschluß ber ®r» mÜieZunjen beurteil« taffen werdr, ob «S sich bei dieser Drrhafttmg um ein ernstes Kom­plott gehandelt habe.

bll< W.

darin vielmehr eine schwere Gefahr für bie tarcr Verfassung Die bayrische Regierung eine Reform dieser Verfassung angeregt. Die

sächsische Regierung halte zwar eine grundsätzliche Neuregelung deS gegenwärtigen Finanz- shstews

für geboten, glaube aber, daß dieses Ziel im we­sentlichen auf dem Doden der g.-g-mwärsigen Ver­fassung erreicht werden fönite. Sie werde sich mchl durch Die Förderung parsikularistischer Tendenzen von dem gn aden Wege abdrängen lassen, der auf eine allmähliche Errichtung des deutschen E l n - heitSstaateS hinziele. Zum Wehrkreiskom- manbo habe die Regierung die Beziehungen auf- aenommen und hofw. solange der Ausnahmezu- stand noch bestehe, Im Wege der Verständigung mit dem WebrkretSkommando die Härten des Aus- TNthmezustandeS auf ein Minbsstmast herabzu­brücken und zugleich seine Aufhebung zu beichten- nigen.

Rach ber R g'erungser'lirung. bie wiederholt von komm mistischen Zwilch nrufen un'e brocken wurde und lebhaften Beifall In der Mitte des gauseS erzielte, vertagte sich das Hau» auf zwei tunben.

Die sächsische Regierungs­erklärung.

Dresden, 15. (Jan. (Wolfs.) 3m sächsischen Landtag stellte te: neue Ministerpräsident Held t dem Haufe das neue Ä ab i ne t t vor, das sich wie folgt zusammensetzt.

Müller (Soz.) Inneres,

Kaiser (Deutsche Dol Svartci) Volksbildung, Dünger (Deutsche Dol.svartci) Justiz, Reinhold (Demokrat) Finanzen,

ElSner (Soz.) Arbeit

Dis zu der noch ausstehenden Ernennung eines Wirtschaftsmini st erS werde der M i n t sterpräside n t lelbst dieses Portefeuille über­nehmen. Die Regierung fei bat erste Ka­binett der Mitte, da« für Sachsen gebildet wurde: aber es sei In Verkennung der tatsäch­lichen Verhältnisse bereit- von den verschiedensten Seiten angegrfif n worden. De auS einer zwa-gsliiu i e> Entwicklu-g gblete Regierung werde das ihrige dazu beitragen, dah dir so be» aründete Ardeitsgcm inschaft länger Zusammen­halten werde, als die Regierungen der letzten Zeit. Allerdings fei versucht worden, den Be­stand der Regierung dadurch in Frage zu stellen, dah die

Reuwahlen auf dem Wege eines Volks­begehrens

betrieben würden. Die Regerung werde hier­bei pflichtgemäss nach den gesetzl chen Drsilmmun- gen verfahren. Im gegenwärtigen Äabtaett seien Atm ersten Male Vertreter aller Parteien zu- fammena?fabt, die auf dem Boden der republika­nischen Verfassung stehen. Darin lege die sichere Gewähr dafür, dah die versassungsmähigen Ein­richtungen Sachsens von ebiem neuen Kabinett peinlichst gewahrt und geschützt würden. Zugleich Dürfe aoh-ofst werden, dah es durch gemeinschaft­liche Arbeit aller wirtschaftlichen Kreise ge­lingen werde, die w rtschastlichr Rot des Volkes fo weit zu lindern, we es angesichts der gegen- v-ärtigen Lage überhaupt möglich sei. Die säch­sische Regierung I-ge besonders wesen ber ($ r - werbSlostgle it in Sachsen Wert darauf, von der Reich-regi erung unterstützt zu werden. Sie glaube, diese- Ziel aber besser durch mündliche Verhandlungen zu erretten, al« durch einen Federstieg Gs fei zunächst eine dringende Aufgabe, ben Staatshaushalt auf Gold- basiS umzustellen. Eine

Gesundung der Finanzen

würde in erster Linie davon abhängen, ob es ge­lingen werde, die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen und damit eine gesunde Grundlage für eine Ausgleichung des Haushalts zu schaffen. Die sächsische Regierung glaube, dah es mit dem von der R< ichSregieruna aufgezwungcnenP c r f o n a t- abbau allein nicht getan sei, sondern vielmehr damit Hand in Hand der Ab- und Umbau des DerwaltungSorganismus gehen mülle. Man könne leider nicht behaupten, bab die Beziehungen zwischen der Reichsregierung und der sächsischen Regierung im verflossenen Jahre er­freulich gewesen seien. Auch die Verhältntsse der einzelnen Landesregierungen zueinander seien viel­fach durch eine allzu scharfe Betonung der parteipolitischen Gegensätze ge­trübt worden. Die bayrische Regierung fet soweit gegangen, dah sie zu Sachsen die Beziehungen ab- gebrochen habe DaS Kabinett könne nicht glau­ben, dah diese Entwicklung dem deutschen Ansehen und der deutschen Einheit förderlich sei. Sic er-

Reickswehrminsiter Dr Dehler stattete dem sächsischen Mi'sitcrpräfi>nlen Heldt cin-n Besuch ob Der Ministerpräsident erklärte, dah die Stellung seiner Pirixt in b?r Koalition und damit ttc g or.e Koalition in Sachs n selbst eine wesentlich« St he erfahren werde, wenn der m i- lit5 rischc Ausnahmezustand aufge­hoben werde. Der R^ichSweh.Minister versicherte Darauf, dah der milttärifche Au«nabme.zustand der r! gemildert würde, dah von cl~en Oin- g df n itr Rei Swch in di.' Der.rxx'tuni des FrcistaateS Sachsen teilte Rebe mehr sein könnte.

Hessische Städtekonferenz.

Darmstadt, 15. Ian (Wolfs) In Darm­stadt fand eine hessische Städtekonferenz statt, um die gegenwärtige Finanzlage der Städte zu erörtern und Richttinien für die Aufstellung der Haushaltspläne zu vereinbaren. Uebeteinstim- mung herrschte darüber, dah äuh « rste Spar­samkeit auf allen Dichteten unerlästlich sei, dah aber trotzdem ohne Erschliestaag neuer Dtnnahmeguellen und vor allem Erhaltung ber bisherigen Steoergebiete bie Haushaltspläne nicht ins

Gleichgewicht gebracht werden formen. Den schärfsten Widerspruch ries daher die Mitteilung hervor, dah der hessische Staat die ureigenste gemeindliche Steuerquelle, die Real steuern (Grund- und Gewerbesteuern s, für sich In Anspruch nehmen will, und zwar in einem Mähe, dah eine Ausgleichung der Haus­haltspläne zur Unmöglichkeit wird, ein Zustand, tot den die hessischen Städte den Landtag und die ©taaHrcgicrung verantwortlich machen mühten.

Prästoent Schacht nach Paris geladen.

Daris, 15. Ian. (WTD.) Drr erste SachverständigenanSfchuh hat heute Vormittag beschlossen, ben Reichsdankprasi. benten und WährungSkommissrr Dr. Schacht anszuforderA, einer der nächst?« Sitzungen beizuwohnen, nm Auskunft übet verschie­dene, auf bie Währungsfrage bezügliche Fra­gen zn erteilen, die noch der Aufklärung be­dürfen.

Kleine politische Nachrichten.

Oberleutnant Ä r t e b e I. der militärisch« Leiter des Hitlerputsches ber sei: tcm 9. Rovernber flüchtig ist. wird sich dec StaatS- anwalifchast beim Volksgoricht in München stellen, damit die Verband ung geg n di: Haupt- teilnehrner des Umwälzung-verluches ein qe° schlvsseneres Bild der Vorgeschichte der Ereignisse des 8. Rovernber geben.

*

Rachdem die Versammlung der Vertrauens- männer der MagdcburgerMetallarbei- tc r den Schiedsspruch abgrlehnt hat, sind die Metallarbeiter ohne Abstimmung in den Streik getreten. AIS Grund für. die Ablehnung des Schiedsspruchs wird b.r unzurcich n)e Loh t und die grobe Spanne zwischm den Löhnen dec ge­lernten und ungelernten Arbeiter angegeben. Auch aus Halle und Dessau wird die Ab ehnu-.g des Schiedsspruchs gemeldet.

Infolge von Meinungsverschiedenheiten zwi­schen der Regierung und dem Präsidenten der Republik in ter Frage ber Auflösung des finnischen Reichstages, ber sich Uc Re­gierung widersetzt hat, hat die Regierung ihr Rücktrittsgesuch eingereicht. Der frühere Ministerpräsident Talander wird mit ber Bil­dung eines interimistischen (Beamten tabinett» be­auftragt werden.

Der großbritannische Geschäftsträger Den- tinck hat Dem griechischen Außenminister erklärt, tast die grobbritannische Regierung volle- Vertrauen in die unter VeniseloS ge­bildete Reg eiung sehe und gern die diplomati­schen Beziehungen wieder aufnehme. Drotztritan- nien hoffe, bald einen Gesandten in Athen er­nennen zu können. Inzwischen bitte er die griechi­sche Regierung, ihn als Geschäftsträger anzuer- fennen und die diplomatischen Beziehungen als vom Datum der Rote an toteberaufgenom­men ansehen zu wollen.

Aus Stadt und Land.

Gießen, ben 16. Januar 1924.

Ttadt-Theater und 18. Januar.

Der 18. Januar, ber Tag der Reichsgrün­dung, wird von ber Lantesimiversität durch einen akademischen Festakt feierlich begangen. Garnison und Kriegervereine vereinigen sich zu einem mili­tärischen Appell. DaS Stadt-Theater seht zur Feier deS TageS eine Operette an. Wie weiteste Kreise der Bürgerschaft über di"se eigen­tümlichen Dispositionen ber Thvaterdirekiion den­ken. geht aus zahlreichen bitteren Beschwerden hervor, von denen wir hier nur die folgende eines hochangesestenen Diebener Bürger- der Di­rektion zur Kenntnis bringen wollen.

Das Dtadttheater hat auf den 18. Januar, der nun doch einmal der Tag der Gründung des noch immer bestehenden Deutschen Reiches ist, eine alte, abgedroschene Operette angeseht. Must sich die Dtehener Bürgerschaft das von ihrer Theaterleitung bieten lasten? Wird sich die Studentenschaft daS ohne Einspruch ge­fallen lasten?

Man findet eS in dem bcSher so geduldigen Tbeatcrpabllkum doch mehr al« erstaunlich, dast iichl die Spielleitung die Gelegenheit eines natio­nalen Feiertags für die Ausführung eines ernsten, vaterländischen Stückes entgehen liest, daS wirk­lich bester einem Tage nationaler Erinnerung und nationaler Selbsteinkehr zu Gesicht gestanden hätte, als eine hier bereits zum ilcberbruft gehörte Operette.

Die Höchstsätze der ErwrrdSlosenfürsorqe.

Rach der D kcnntmachung des Reichsarbe'ts- ministcrs über die Höchstsätze In der 6r werbSloscnfürsorge vom 11. Dezember 1923 geltrn vom 10. Dezeber 1923 ab bis auf weiteres für die Demel nden deS Kreises G ie he n (Wirtschatt.'gebiet II) folgende Höchst­sätze ber GrtocrbSloscnunterstützung.

in den Orten der OrtSll.

ABC Du.E

1.

2.

3.

Milliarden Mark

520

310

650

390

600

360

480

290

550

330

440

270

in für männliche Personen: z) über 21 Jahre 7JO

b) unter21 Jahren 420 für weibliche Personen: a) über 21 Jahre 560

b) unter 21 Jahren 330

als Familienzuschläge für:

a) den Ehegatten 190 180

b) die Kinder und

sonstige unter» stühungSberech-

tigteAngehörig 140 130

170 160

120 110

Die Familienzuschuste (Rr. 3) dürfen infc- gefatirt bie H^iuptunterstü mag (Rr. 1 und 2) nicht übersteigen

Die s.'lbstänb'gen Unters ützung m bie meh'Ve in einem gemsinschas sich n Haushalt l. b nd? Fa- mtltcnmitglkber erh.r ten dürfen in ihrrSumme daS Doppelte der Uni -rftü um ntht überft Jg n die bvm höchstuntcrstü ten Mit stieb der Fimll e für seine Person zusteht. Der Vorstand be. Fr- milie gilt im Sinne dieser Bestimmung als ihr Mitglied.

(Siebener Wochenmarkkpreisc

am 15. Januar 1924 (Händlernreise)

ES kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt- Butter 1.20 bis 1.63 Mk. Matte 16 MS 17 Pf.. Käse 0.80 biS 1 00 Mk. Eier 20 .-iS 25 Pt.. Weist- tvaut 3 Pf., Gelbe Rüben 20 Pf, Rote Rüben 30 Pf.. Sinter-Kohlrabi 6 bis 8 Pf Grünkohl 40 Pi. Lauch 10 bis 30 Pf. Meerettich 1 00 Mk.. Sellerie 40 bis 60 Pf., AepicI 15 bi« 25 Pf.. Birnen 20 bis 25 Pf.. Dörrobst 25 Pf. Honig 20 bis 25 Pf ., Gänse 1.00 Md

Zum Versand von Ware« nach dem besetzten Gebiet. Bei der Versen­dung vv.i Waren vorn unbesetzten nach dem bt> fe.len Gebiet wurde bisorr Li per Zollsätze deS Interalliierten Zolltarifs (bei im allaemeinen dem deutschen Zolltarif entsprich!) von ber Be fatzungsbeh^rben bet Erteilung dec Zulaussgench- nilgupg erhoben. Die Handelskammer Frankfurt a. M -Hanau weist darauf hin, baf" seit 8. Ja­nuar 1924 bie vollen Zollsätze deS in: ralliiecten Zolltarifs zur Erhebung gelangen. Diese Zoll­sätze kommen nicht in Frage bei dem Postpaket» versand nach dem befehlen Gebiet. Die Postpakete tccr.e.i bekanntlich zu einem EinbTttsfatz verzollt, der bis um Gewicht von 5 Äg. 40 Pf . bis 10 Kg 30 Ps.. bis 15 Kg 1.20 Md. diS 20 Ka. 1.60 RL beträgt. Au^ die Liste der Waren, die nicht im Postpaketverlehr nach dem b_fcr ten Gebiet ver­schickt werden dürfen und bie bisher Edelmetall« n^er Erieugnisse daraus. Edelsteine. 5*>a[bebe(- steine. Kunstwerke, Seiden und Seidenfabrikate. Tabak. Zigarren Zigaretten. Pelze un> Kürsch- nertoaten, Elfenbein und feine Rachahmungen. Fell, optische und Präzisionsapparate. ülhroi und ülh.werke umfasst, find jetzt auch noch Schuh­waren gesetzt worden.

Gefälschte norwegische Zehn- kronen-Rvien. Dom KreiSamt wird unS mitgeteilt: ES ist festgestellt worben, bast gut nach- gemachte falsche norwegische Zehnkronen-Roten im Dezember auS Deutschland in Rorweaen im ZahlungSwege «ingekvmmen sind. Kennzeichen ber betreffenden falschen Roten: Glattere- und fette­res Papier, in welchem die dunklen Fasern wenig hervortretend sind. Der fila Druck auf der Vor­derseite ist stärker, mehr rötlich und grober in allen Detallen. Die falschen Roten haben 160 gelbbraune Querlinien über die Fläche anstatt 280 auf den echten Die biS jetzt gefundenen haben Litera J und 1922. Die wellenförmigen Quer­linien über die Fläche auf der Vorderseite laufen in den unteren Teil wesentlich rechts ab auf den falschen, während sie auf ben eckten in die Rich­tung links ablaufen. Die Detailsn der Rückseite sind etwas verwischt. Die auf ber Rückseite stehen­den Worte: 10 Kronen befinden sich zu nahe dem Medaillon mit dem Wappen. 2s wird die Meinung vertreten, bah das Aussehen der fal­schen Roten auf ein DroduktivnSversah.^n für Produktion gröberen SttlS hindeute.

* D i e Anmeldung der Schüler für dieVvlksschule bat am Montag und Diens­tag nächster Woche zu erfolgen. Räheres in der heutigen Bekanntmachung

** Die Unterstützung der Soztal- und Klcinrentner. Die Inb?xzahl zur Be­rechnung der ^Interstützunzen ber Äosial- und Kleinr ntner für bie zwette Ianuar-Hälite beträgt 1130 Mi liarbea

"DieZahlungderMilitärrenten für die zweite Hälfte des Monats Hanuar erfolgt am Freicag. ben 18., bei den Postanstalten.

Die grüne Uniform der Schutz­polizei muh auf Verlangen der Entente durch eine andere ersetzt werden. Die Anfertigung der neuen Monturen ist bereits so tocit gek dehen, bah sie voraussichtlich am 1. April in rerf Jyte- benen Bezirken aufegegeben werden können. Die neue Uniform besteht aus einem Rock auS dunkel­blaumeliertem Stofs, schwarzen Tuchhosen und Ledergamaschen. Der Mantelstoff ist von blauer Farbe. In ber sonstigen Ausrüstung der Schutz­polizei treten Aenderungen nicht «in. AuS dem Stratzenbilde wird die charakteristische grüne Uni­form vorläufig noch nicht verschwinden, da sie noch im Dienst auf getragen wird und die neue Delleidung zunächst nur als sogenannte erste Gar­nitur zur Ausgabe gelangt

< Ausfallende Züge Ab Sonntag. 20. Januar, wird toegn unge rügenden Verkehrs bie Strecke Stra Hebers dachDillenburgWalla i Sonn- und Feiertags ftillgelegt. Die Pz. 3166/ 3173 und 3172 3195 fallen auf bei Strecke Bie­denkopfWallau vom gleichen Tage ab ebenfalls Sonn- und Feiertags fort

** Aus oem ©(ebener StanbeSamtS- r e g i ft c r SS starben in der Zeit vom 114. Ja­nuar: 1 Ian.: Jos. Gckel, Kausm., 57 Jahre alt, Rovnstr 20; Albin Robert Kaspar Keil. 2 Mo­nate all. Schlostg. 14. 2. Jan.: IuliuS Adolf Wagner. Schlosier, 75 Jahre alt Bergstr. 22; Karl Emil Lenz, Kaufmann. 32 Jahre alt Am Riegelpfad 32. 3. Jan.: Adelihllb Dolores Klein geb Kichler, Witwe, 68 Jahre alt Ostanlage 29. 4 Ian.: Minna Schneider geb. Eimer, Witwe, 64 Jahre alt. Stephanstr. 30. 5. Ian.: Wilhelm Harnet 1 Jahr alt Am Steg 14: Peter Bruck, Pförtner. 50 Jahre alt Klinikstr. 32. 8. Ian.: Hilde Waldschmidt 1 Monat alt, Reuen Bäu« 7 7 Jan.: Georg Paul, Bäckermeister, 67 Jahre alt, Grabenstr. 3. 9. Jan. Wilhelm Barthel, Kunstmaler. 54 Jahre alt Kaiser-Allee 36; Fer­dinand Biedenkopf. 2 Jahre alt Sonnenstr. 3. 10. £an.: Karl Appel, 5 Monate all. Asterweg 22; Dorothea Ritsert geb. Müller. 56 Jahre alt Licher Str. 73, 11. Jan.: Heinrich Hellmold. Pri­vatmann. 78 Jahre all, Steinstr. 31. 13. Ian.: Friedrich Fabel, Schm ed 53 Jahre alt Reuen Baue 7. 14. Ian.: Friedrich Schächer. Portier, 65 Jahre all. Friedrickstr. 8; Minna Siem, La­borantin, 35 Jahre all. Franksurier Str. 85.

* Zur Richtigstellung. In der gestri­gen Veröffentlichung über ben Maler W. Dar - t h e l must eS richtig heisten statt: .Er war ein ae- borener Giestener" flebovener Ober Hesse. Er war ein geborener Scho ttener, kam aber schon in frühester Kindheit nach Diesten und hat sein ganzes Leben, abgesehen von den Stu­dienjahren tn Düsseldorf, in Diesten verbracht

* Sin praktische» Heftchen mit Dol- larfurö S:and der Goldmtrk, Reich«-. Drohhan- delS- und LebcnShaltungSinder in ihrer önttouf- lung während deS verflosienen InhrcS gibt die (Siebener Filiale der Direkiion derDiSconto- Gesellschaft heraus

Tir'rnotizcn.

Tageskalender für Mittwoch. 5,abttbeater: 7 llbr .Die Frau vom Meere". Amend 32 Öonbeit n ^rt Lichtspielhaus, Brhnhrrfstrafe und Palast-Lichtspiele. .Die Kö­nigin von öaba".

Vortrag in der Llniverf i ts- Aula. Man schreibt uns: Der Vortrag über da» Thema .Laien und Frauen als Rich- t«r", den Prof. Rosenberg am Donnerstag ben 17. b. Mts 81 i tlhr in ber Aula brr Uni­versität zum Besten ber Winterhilfe unb berCtu- bentenbufe hallen wird, hat ein« schn wich»ige und gerade gegenwärtig bedeutsame Frage der De- richtSversitsiung zum Gegenstand«, nämlich nach der Zusammensetzung des im Zivil- und im Siraf- prvzesie erlernenden Gerichts Schon nach gelten­dem Recht sind neben dem rech'.sgelehrten Bemf-- richter in gewtsien Grenzen Laien zur Recht­

sprechung berufen. Soll bei der bevorstehende« Reuordnung unseres Gerichtswesens daS Latem- richterrum noch Weiler ausgedehnt ober beschränkt werden? War es zweckmähi^. dast im vorigen Jahre den Frauen der .percke Antell tote Den Männern an der Reck-'prechang einaträuml wurde? Diese grundlegenden Fragen der Gertch^- rraanisation sollen in dem angekündig'.ea Vortrag« behandelt werden; sie können nur verstanden und beantwortet werden aus der Kenntnis der 6td» luna und Tätigkeit, die ber Richter bei der Ent­scheidung m Zwil- oder S rafProzessen hat. Der Vortrag dürfte daher gerade in der heutigen Zell auf ein allgemeines Interesse rechnen.

Stadttheater. Die gdtrtge Ankün­digung der Frei.ag-Ausiührurg .Schwarzwald rnädel" bedarf einer Richtigstellung. In der An­zeige must es richtig heisten. dast bie Dor- ftcliung außer Abonnement bei Gültig­keit von Gutscheinen gegeben wird.

' Landkreis Gtesten.

Garbenteich. 15. Jan. Der Oberfeld­webel a. D Friedrich Seng erbt dl gemäst Dertogrirg d:sReichSwehr-Minisleri. mS den e ha roller als Leutnant mit der Erlaubnis zum Tragen b.r Uniform bc« 15 Infanterie-Regimen'S

Queckborn. 15. Ian In einrm benadh barten Dörfchrn verkündete ein Fremb-r eine Schafherde auf der Durchreise nih.-« ^ch dr Ortschaft, er brauche für sie Futter und werd- j einen Zentner Heu und Stroh mir einem Schrf bezahlen. Das Geschäft schien llhnend De BÜTtde. wurden bereit gelegt, der Mann ab unb trank ich satt, meinte nach einiger Zeit, er'k doch einmal sehen, ob die Herde nicht ba b komme und verschwand. Auch in einem anderen unto it gelegenen Dorf sollen die Heu- un) Ctrobbänbl zum Abhottn vor den Haustüren gllegnt haben. Man glaub: in dem Schwindler ein*n f über in der hiesigen Gegend bediensteten Schsfer er­kannt zu haben und hofft auf feine Festnahme.

Ärcie tvticöhctfl.

- Bad-Rauheim, 15. Jan Von Der Stadtverwaltung ist beabsichtigt. benGasvrei» vom 1. Januar 1924 an von 26 Pf auf 23 Pf für da» Kubikmeter Hera bzusetzen. Eine ®r- rnästigrmg der Strompreise wird in dem gleichen Ausrnaste vorgesehen, wie b:t Bad- unb Kurverwaltung die von der Stadt zu zahlenden Einkaufspreise herabletzt.

Kreis Büdingen.

< Dettz-Ridda. 15. Ian. Sin Pferde- DerficherungSverein ist hier g-gründet worden dem fast sämtlicke bieflien Pf? d be izer (etwa 40) betfletreten find. Di- Höstvrrsich-runaS summe beträgt 1200 Golbmark für b.n Kopf wofür jedoch nur erstklassige 46jährige Ctutei in Be­tracht kommen Fürs erste wird 1 Prozent bei Versicherungssumme als B.itrag erhoben

Alrcio Schotten.

trg. Gedern, 16. Ian. Die hi-sige durch ben Tod des Forstmeisters ÄIt*g?Ihöifer erledigte Fürstliche Oberf ör f:t rei-Stelleww de m l Wirkung hont 1. Januar dem Focstiat Kott- m eie r. bisher in Ilsenburg (Harz) übertragen.

Hessen-Nassau.

fpd. Frankfurt a. M, 15. Ian Di« grobe Kuppel der Frankfurter Sternwarte ist eingefroren und tes- hall> vorläusig unbenutzbar. Die Ster>rguckerei kamt erst wieder binnen, wenn warmes Detter die eingefrorenen Drehscheiben und Achsen auf­getaut hat.

-lntz dem -lmtsvcrkündisinusibblatt.

* Da» Amt»verkündigungShlatt Rr. 4 vom 15 Januar en hält ^rh chun, de» Uikundenstempcls. Thr.äjfig: Unterbr ngang AuSgewicsener Gebühr n^rdnuni d r Hck- ammen - Wertbeständige Wertzetch« i d-r Reichsbahn. Pslegegeldsätze tn den L indes- Heil- und Pfleae-tnstalten. Unentgcü ih Au»^ stellung von FührungZ»-ugn'sien zu.n Eintritt in bie Wchi macht. - ilnt r -uni von Sozi^rl- und Kleim mtnern. - Höchstsätze der Sr oe ckS- losenfüisorge Srrichstin; einer Buchdu 1er- zwang-innung für bie Provinz Oberhesse i Dienstnachrichten.

Turnen, Sport unb Spiel.

S«Wettläufe am Schisseuberg.

Die selten günsttaen Schneeverhältnisie ge­statteten e» dem Siebener Skiklub Win­tersport. sein die»jährige» Remteo in un­mittelbarer Räbe GiestenS abzuhallen Am Sonn­tag morgen versammelte sich eine stattlich« Schar von Läusern am Forstgarten, verstärkt durch Mitglieder der Skillubs Grünberg. Wetzlar und Mannschaften der hiesigen Garnison. Al»bald begann der Start zum Langlaus mit ber statt­lichen Zahl von 29 Läufern Leider haue ber Rennleiter in letzter Stunde fein Erfchetnen zu den letzten Vorbereitungen abgesagt, so dast auf dec improvisierten Strecke sich die Mehrzahl ber Läufer verirrte unb auf einer neu abgesteck:en Strecke ber Langlaus wieberholl werben muhte Tr^tz der erh blichm 2 iftrcngungei be» eiten Lause» ftanben wieder 24 Konkurrenten

am Start El» Erster ging Walker- Diesten durch» Ziel, nur zwei Se­

kunden später folgte Wieser-Wetzlar, al» dritter Kappe»-®vünberg. An vi-rkr. fünf;er unb sechster Stelle folgten Spring. Blum unb Wagner vom Ötulub Wetzlar ES folgte der Dame« l ruf mit ber erfreulichen Airzahl vor 13 Teilnehmerinnen. Den 1. Preis gewann F.l Libau-Dieben, den 2. Sri. Iöckel-Drun berg, den 3. 5rau E n g el - Di.-ston Den 4., 5. und 6. Platz befeftten Frl. Vaubel, Frau Pro» Toll in und Frau Schmidt, fämtl ch vom Ssisiub Dieben. Im Ventovealauf traten sechs Teilnehmer an. Erster wurde D Schmidt- Giebrn, zixiter Kuhn e - ® eben, drit er Wal­ther» Drürb'rg, rierter Werth ei m-D ben. Im Geschicklichke tslauf gewann Walker-Die- ben den 1. Proi». D S chm i d t -Eiesten und Z e ru dt-Wetzlar bet gleicher B^vertung den 2. Preis Darauf füllte A 2« al e r - Diesten. Don allgemsi em B i all be,rübt. «tsisig ea sich auch Tarnen an dieser Konkurrenz Preisträge­rinnen trurNm Frl Jäger. Libau und Ro­senberg vom S.illub Dirst-n. 3m Sprunglauf e Tang Gcrster-Gi st m ?en 1., D S ch m 15 t- Diesten den 2. unh 1 Legler-^sten den 3. Preis Den 1. Platz in Kampf um boi kühn­sten S rung b ^tztc -berfrer bc.\ ben 2. Schmidt-Di bm. ten 3. Kavpe »-Srün- b-rg Im Misi ärlauf war bie Reihenfolge der Preisträger: Weer th, Walther. Schmidt