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Veschüflosleüe 61.
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l»M|a ecfoelo: trcaitlKrt a. Ul 11684.
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Erster Blatt
l?4. Jahrgang
Dienstag, 15. Januar 1924
GiehenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Vr-S mi» vrrla,: SrLHI'schr Unietrfitäu-Bn<f>. und SkmtnMterti R. tanie in «iefctn. S^riftietteng und 6e|d)ift*ftele: SAiIWrn^t I.
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|e* la4)nirtag vorher b‘int ehe derbiebli^luu. Preis 4r i n n ipt< fit Snjeigen jon 21 mm Brrri.- r hd>S,au*»Aru 10®01bpfe*nig, |ut Xt- klame>.Injetgcao.70m n tbtea: X> <Mlbp|cnmg, pla iooq^ri|i -j , 3Uq- schlag. — 4.»eranl«ariUch für ^»hiifcu. «jtetlltion: Dr.Jnebr. Wag. Uange; sirr öen uangcii 4..ur tfnilt dlum d)tin; ur bei Snjeiatmed. zaa» dex, 'Anil, ch i« 4>. < jt i
Sorgen des Handwerks.
Die Hessische Handelskammer in 1> rmstadt bittet uns um Aufnahme folgender Ausführungen:
3n der Jett vom 3 —4. Hanuar 1924 fand In channftadt eine hessische la ndwirtfchafl siche Dcche fcü. die als eine machtvolle Kundgebung deS für Uc Vollsemährung so überaus wichtigen Beruf s- AckdeS angefprvchen werten darf. Harmonisch »ch auhen und innen Verliesen die Teran ftal tu n- Ei. Sie bewiesen, wie stark sich die aut organl-
rtc Tauemfdxift fühlt und mit welcher Energie fr vorwärts strebt, alle Teuerungen sich zu eigen machen sucht, um ihrer groben Ausgabe gerecht Wichen zu kSnnen.
Um so bedauerlicher aber ist eS, bah ein Zweig ötr beteiligten Organisationen, und zwar der hessische Bauernbund, sich nicht Verlagen frinte. in einer seiner "Versammlungen anderen BirtlchaftSgruppen. darunter auch dem Hand- ttt r t. den Feh'^lxindschuh hinzuwerfen Zn einer lernen Gn schlie'lung, in der gegen AbsplittcrungS- brstrebungen der Tfreintanbc, insbesondere aber gegen die Finanz- und Steuerpolitik des Teichs uiD der sozialen und berusSständischen Einrich- tir<m Stellung genommen wurde, findet sich sol- gmDcr Sah:
.Reichs- und Landesregierungen müssen mit allem Nachdruck dafür sorgen, bah ent- Iprecheird der Senkung der Preise der landwirt- schasUichen Erzeugnisse auch die Preise aller Bedarfsartikel entsprechend e r m ä h i a t werden. Der künstlichen Hochhal- tung der Preise durch Kartelle im @rt>t-cn unb Innungen im Kleinen ist mit Entschiedenheit eMgegenzutreten. nötigenfalls sind bie ZwangS- innungen aufzuh den. Verminderung der Aus- tlben muh an die Stelle bei Vermehr ung der innahrnen treten.“
Vergeben- sucht man in dieser Auslassung rwb einem Verständnis für die Bedürfntsse an»
5ervr Berufe, die doch auch ein Recht zum Leben haben, viel stärker wie die Landwirte unter der Aol der Zeit und den drückenden Steuern leiden, unb sich gemeinsam mit Fragen ihreS Standes 5tfd)äftiyn müssen Eigenartig muh eS berühren, iii ter h sieche Bauernbund, da». waS er durch 'eine Organisatwu in erster Linie anstrebt, die DirischasUiche Stärkung seines Standes, anbei en Selben untersagen will. Bedauerlich ist der Tlan- jri an Einsicht, wo doch gerade in heutiger Zeit -Lwerste Rot die einzelnen WirtschastSzweige un- eigennühig zusammenarbeiten und sich bemühen lullen, gegenseitig für die jedem Beruf eigenen, tkr stets verschiedenen LebcnS- und Existenzbe- Dhgungen DerstündniS zu gewinnen.
Oder &at der Bauernbund allein daS Recht, einen Beruf zu organisieren, mit allen Mitteln. Dk eine ft raffe Organisation gewährleistet, auch 3ü materielle Lage sener Mitglider zu bessern. 34 Dürfte dach auch dem Bauernbund nicht un- bckmnt fein, wie die Preispolitik der Landwirt- -chalt, an bet bie Verbände doch sicher nicht unbe- ciligt sind, bei älneingewelbten. und b.aS ist wohl x grShtc Teil der Verbrauch r, stärkstes Mih- amen und Kopsschüt.'ein erregt. Auch er wird mit dem Richtveisiehen der breiten Massen in dieser Hinsicht zu lämpsen haben Dill sich der •Bauenibunb wirllich dem Dvrwurs auSsehen. bah er daS Verständnis für seine Handlungen bei der bttiten Masse als selbstverständlich vorausseyt, während er selbst dieses Verständnis für die Belange anderer Berufe vermissen lähl?
Dazu darf bemerkt nx-r en. bah man a ich Mer wieder der völlig abwegigen, wenn nicht so- <nr tentenziösen Autt^f.a g vefleflnet, als oo bie handwerklichen Org.n sativnen. insbesondere die --ang» •3i nungen lediglich gebildet warten, am leigcmefknc PreiSfestsehungen zu treff en. Dieser ÜluffaHung ist schon wiederholt von berufener <5tdLe cntgegcngctrctcn worden. ES dürfte auch im Taucimbunb nicht unbekannt sein, dast es den ,^angs-3nnungen aesehlich untersagt ist, ihren Äilg'.iedern in der Preisbildung Brschränkunge:i euhuerkgen. Dagegen haben sie nicht nur daS Ruht, svntern auch die Pflicht, sich unauSgeseht ntt diesen Fragen zu befassen und auf ihre Mit- Sder erzieherisch im Sinne einer gesunden iSpolitik einzuwirken. Dieses Recht ist allmüh- Dvtt sei Dank ©emcingut aller gut geleiteten HÄdwerkUchen Organ sativnen geworden.
Am -Randwert hat sich ter seit Zähren be- "-ehende Mangel ordnungsmäßiger Kalkulation nt? inblicb gerächt Richt weniger wie 4000 Hand- ^erfSbetriebe sind in Hes en bereits der Rot der '•ycn Jahre und besonders der letzten Monate Opfer gefallen. Das Handwerk hat es leid« ii^t so verstanden, mit seinen Vorräten und Sr- ^uflniffca zu wirtschaften, wie gerade die Land- rinschast, sonst wären solch betrübende Vorgänge licht zu verzeichnen.
Das sich daS Handwerk auS der KriegSzeit tnb den ruinösen Rachkriegsoerhältnissen her- il5trgerettet hat, ist die Einsicht, bah nur durch <u,diimenfteben aller unb du ich schärfste Kalku- Ictirn ein Diederaufblühen möglich ist. Die Er- rungenschaft. die in den neu aufstrebenden Organi- fetirnen gehegt und gepflegt wird, wird baS Handwerk trotz aller Anfeindungen zu erhallen int Ad verteidigen wissen. Auch die Vertreter deS Hessischen Bauernbundes sollten diesen Derhält- nfsra Verständnis entgegenbringen. Hm so mehr, aJ in diesen Reihen auch Reichs- und Landtags- ad-cordncte an führender Stelle tätig sind. Verehr diese Personen als Sendboten des DolleS, htrtoigcgangen aus freier Dahl, haben die Pflicht, an mahgebenden Öttflen nicht einseitig zu U.7teiten. sondern sich auch in die Verhältnisse cibcrcr Berufe hincinzaarbeiten.
Das gesamte deutsche Handwerk hat mehrfach uittr Führung seiner Verbände und Spihcn- CTgcmUatienen in machtvollen Kundgebungen sich
(Eröffnung des Sachverftändigenkomitees.
Die Begrühungsreden Barlhous unb General Dawes'. - Der Beginn der Verhandlungen.
Paris, 14. Zan iDolff ] Der Vorfitzende der ReparalionSkonnnilson. LouiS Barto au. hat heute vormittag bas eilte Sachverständigen- fcmitec, das sich büamttlich mit der Stabilisierung der deutschen Dährung und der Sanierung de» deutschen Budgets befchättigen wird, installiert. Er begrüßte in seiner (LiaenIchaN als Vorsitzender die verschiedenen Sachverständigen unb sprach feine besondere Befriedigung barüber aus. bah die Amerikaner an den Beratungen teilnähmen. Er hab: volles Vertrauen in die Kompetenz der Sachverständigen. Er fuhr dann fort: Dir erwarten von Ihnen nicht k-aS Dunder cin.T unvarhergelehenea Lösung der ReparatlonSsiage, aber wir erwarten mit aufricht gern Vertrauen, hast 3brc Sachkunde. Ihre Erfahrung und 3hre Autorität dazu beitragen wer dm. jenes Ergebnis zu beschleunigen, um da» wir uns bemühen.
Der Dersalller Vertrag ist unsere Magna Charta, er wird auch die Ihrige fein. 3n seinem Rahmen werden 6tc gemäß dem Rrt. 234 deS Versailler Vertrag- Ihr? Arbeiten in voller Hnabhängigkeit und Unparteilichen durchführen.
Da» Dleichgew-icht be» brutschen Budgets unb die Stabil ftcrung dcr deutschen Dährung - zwei PrvblLine, He miteinander zufammenhängen — sind d i e wesentlichen Vorbedingungen für die Reparationsregelung s e l b st. Sie n«den Ihre A bniSmethode selbst au bestimmen haben. D.utsclllind steht nach dein Versailler Vertrag das billige Recht zu, gehört zu a-erben. Si: werden Deutschlan d hören in der Form, bi: 3 „nm am zweckmähig- slen scheint, unb wir wünschen im Desamtlnterrsse, bah die deutsche Regierung und ihveDeraxillu igs- fteTlen 3br? so schauerige und nerto ctdlc Aufgabe erl.ichtern Dir müssen endlich zum Ziel kommen. Di: Gläubg.-r DnitschlandS und Deutschland selbst sind nicht allein an der Reglung der ReparationSsraze i rtcrcflieil. E-S ist nicht übertrieben, zu sagm. bah von ihr das friedlich: Gleichgewicht der ganzen Delt abhängt. Rehmen Sie sich Zeit, aber nehmen Sie sich nicht mehr Zeit, als nötig ist. Die Reparat onskommrs'im begrübt ohne Vorbehalte bie Hnterstützung, die von amerikanischen Bürgern den alliierten Sachoerstä.ndigvM zuteil wird. Die Schluhfolgerungen deS Sach- lerständigenkvmit<^S tret? en dadurch einen schätzenswerten Zuwachs an Autori!ät erlangen. Bart Hou schlug vor, den amerikanischen Sachverständigen,
Deneral DaweS, zum Vorsitzenden deS Aus« schussc-
zu ernennen. Der General nahm das Amt an und erwiderte Darthous Ansprache rü folgenden Ausführungen: Der Durchschnitlsbürie'- f?i stch in allen Ländern nicht über die Hiab raifs: flar, die einer Regelung der Reparation^frage im Dege ständen Diese Hindernisse hätten ihren ilrfpvung im nationalen Hochmut in b?r äleberhcblichkeit und dm egoistischen 3nt:reTen der verschiedenen alliierten Deam- ten, deren Vollmachtm durch jedm mit Gewalt burchgesey^en interalliier en Ak vcr räher würden. Sie hätten ihren Urft)rum desg'eich?n in d n unaufhörlich n Sntst l'ungen der Dahrheit und dem unerträg ichen Geschr l jener wid.rllchrn Aasgeier der natlo« 111II ischen S ma g • al lei Länder, die in d:m gemeinfam?n Un» glück ein Mittel sähen, ihr: eigen: traurig* Persönlichkeit in ein besseres Licht zu setz n Der Erfolg deS Dachverständigenkomite?r hänge mr allem davon ab. bah in b:r öffcmt'ich n M i- nuna unb in dem Gewissen der Alliierten unb der Dell
eine genaue Vorstellung von dem Unglück vorhanden sei. von dem icb*r einzelne der Alliierten in ga-*z Europa bedroht fei. wem d r gesunde Menschenverstand stch i Ib* bu-ch- fehc. Das Sra bniS der Sach>erständigeaar''eit n und das Mah. in dem die Reparationskom- missivn es sich zunutze machen w:rde. um danich zu handeln, wird rielleicht -- fuhr General Dawes fort — die endgültige Antwort auf diel: Frage
liefern. AlS amerikanischer Bürger kann ich tpeb-r im Rarnen der Regier ana noch im Hamen bei ameiilanischcn Do k S sondern n u r a a f meine persöntiche Verantwortung sprechen. Rehmen mit unser: gemeinsame Arbeit am mit dem eegenfeingen Her trauen. baS wir wahrend deS Kticflei zueinander hegten und mit dem Glauben, bah wir dank b:r göttliche:' Vorsehung bessere Tage erleben werden Fünf 3abre hindurch bat unter den Alliierten nicht j.n^ S n- vernehmen g herrscht, bas für bei F.ied n und den wirk.ich n Fortschritt wefent.i d i L Dir sind soweit g lommen, dah wir heute wissen:
Diese Unfähisich über rin: gemeinsame Haltung zu einigen, hat ganz Europa in e'me äußerst kritische Lage geführt.
rvaS haben wir zu Beginn unserer Arbeit in diesem Sachverständig:na".^ schuh norgefunben ? Zunächst ein und .rchd ing t Ijce k lois »les Durcheinander wirtschaftlicher Ansichten, beruhend auf Tatsachen, die so schnell sich geändert haben, bah die Gesamtheit der AuSgangSpuntte selbst dann nichts wert wäre, wenn sie miteinander in Einklang ständen Die Sachverständigen standen der Rotwendigleit gegenüber, stabile Schlustfolgerungea zu ziehen, wahrend es keinerlei stabile Doraueietzungen gab. Denn sie die Marl zur Grunblag: nahmen, so war die Doche darauf die Marl etwas ganz anderes ae- werden. Ha-id:ltc es sich um den Dollar, daS Pfund, den belgischen oder französischen Franken, so bc’ah jede dieser Währungen einen bestimmten Dort auf dem internationalen Dechsclmarkt und einen anderen Dort binsichtlich ihrer inneren Kaufkraft. Handelte eS sich um Berechnungen um Gold, so galt es, Goldwerte auS dem Zeit vor dem Kriege zu berücksichtigen. Während der fünf Zahre, die dazu verwendet worden sind, mühevoll jene ungeheuerlichen Bibliotheken — anders kinn man sic nicht nennen von mehr oder weniger veralteten ©tatifliCen unb wirtschaftlichen Auseinandersetzungen zusammenzubringen, find nach unb nach
die wirtschaftlichen Grundlagen Deutschlandzusammengebrochen
unb mit ihnen bie beutsche Produktionsfähigkeit. äleberdieS hat der Kredit sämtlicher europäischen Alliierten, als daS DirtschaftSieben Deutschlands allmählich erlosch, einen Stotz erhalten: denn die Dell begreift sehr wohl, bah Deutschland, wenn daS deutsche Volk seine Ar- beitLsähigkeit verliert, selbst seine Fähigkeit einbützt, jene Reparationen zu zahlen, die ein so wichtige- Element der europäischen Zahlungsfähigkeit barftcl'en.
Die ReparationSkommislion hat bann auch begriffen, daß Feuer im Ha u se ist. und ist auf die Suche gegangen nach Dasser, um es zu löschen. Dabei will sie künftig auf bie mathema- tilgen Berechnungen der vierten Dim^n'ion verzichten. Die 3nftruMetten der Repavatlonskom- milsrcn setzen uns in den Stand, an unsere Arbeiten auf der Grundlage eines StatuS quo heran- zutreten. Man verlangt von uns nicht, bah wir uns über die Rcchtmähigkeit der Ruhr- besehung auSsprech-en. M n verlangt von unS nicht, dah wir die politischen Resultate bl s.-S oder jene- xufünft g n Mtes deS gesunden Menschenverstandes verkanben.
G6 ist Sache ter ReparationSkommifston. nicht die unsrioe, sich mit den positischen Wirkungen deS Berichts zu beschäftigen, den wir ihr erstatten werden hinsichtlich eines Planes zur Stabilisierung der deutschen Wahrung und zur Herstellung deS deutschen Dudgetgleich- gewichtS.
He mehr ich mit denjenigen rede, dir in unmittelbarster Ft hlung mit der Lage stehen, um so bester verstehe ich. wie klug bie Reparationskommission taran getan hat, als sie den ®egcnftanb unserer Terufurg dahin de'inierte: .Um qemäh Art. 234 des Frieden.SvertraaeS die Hilfsmittel und die Zahlurg-sähigleit Deutschland zu prüfen." 3n dem Ma'c wie die wirtlchafllichen Funktionen Deutschland- unter der Di ckung einer stabilen Däh.u^g unb eineS auigegli Jenen Bupgets sich wie>r bdeben, wird die deutsche Zah.u gssähig-
für die gesetzliche Gtnführung einer ZwangS- prganifation des Handwerks ausgesprochen. ES geschah dieS in der Erkenntnis, bah nur aas diesem Dege eine Diede c.Hartung dieses groben. für unsere Vollswi .ckschaf! ebenfalls an entbehrlichen Berufes herbcig^sührt werden kaim. Diese Frrderung wird das Sanbtixr! rer.et'hgen, wie eS auch bei den Preisabbaaxrhandlunzen mit den Behörden feinen Standpunkt und feine Preispolitil trotz gebührender Rücksicht auf btc Rvtlage der Bevölkerung jederzeit zu vertreten und zu rechtfertigen wissen wird.
Rückgang der Arbeitslosigkeit.
Berlin. 15. Jan. sPriv.-Teb, Der .Vorwärts" meldet, die Deruhiguiag der Dahrang habe bereits einen f!ein er. Rückgang ter Qlr* beitslosigkeit herbeigeführt. Eine Gesanttül-er» fid.t fehle zwar noch, doch lägen bereits die 3r- g.bnisie der Zählung über den DeschästigunaS- g ab im Xeptilgetoerbe vom Deutschen Ter- tllarbeiteroerba.nd vor. der g-wöh'-llch ein U)Di- scher Sradmcs er unserer gesamten Dirttchaft 'ei, vom Ende Dezember vor. Dährend die Zahl der
A ' itslesen und der Kurzarbeiter im Rovernber roli 73 Prozent aller Mitglled'er betragen habe, sei L-.ele Zahl auf 50 Prozent trrabgegangen Die Zahl der Brllarbeiter fei gegenüber dem Vormonat auf mehr a 1S daS Doppelte gestiegen.
Die Streikbewegung im Rheinland.
Köln. 14. Han (DTB.. Der .Äöln. Ztg." zufolge lehnen die sozialistischen Dewerstchaltrn an ganzen D'sten d n Generalstreik ab Die christlichen Gewerkschaften s.n) nach wie v:r weder für einen Kampf der Metallarbeiter noch für einen Generalstreik zu haben: ausgenommen einige tomige Orte, tote Ärcf.IÖ, Benrata und Hild widerit..n> die 2~- bnie fäxift bi her allm Lockungen und Drohungen der Kommanllten.
Der Düsseldorfer Kampf hat so aut wie gar »ichi auf daS engere Industrie gebiet über- g-gtisfru.
3n Düsseldorf dagegen versuchtot heute
leit tn Erscheinung treten Dann ipcr'cn sich zvm erstenmal grunNcgcnbc und em scheibende Jot- suchen zeigen Hel en wir zuna^> i. Deutschlands Heilung zu crl^mgen. Dte cr'ten Matz- nahmen, die wir treffen musicn. ip.tv nach meiner Ansicht ein System zur Stad.lilierung der deutschen Däh.ung C4 gilt bae Dal e, zu linden. piS die M.^hie deS tK-utldje t Budgets toeib n feil Bauen wir bie Müh^c er t bann wenn wir das Dasser gefunben hoben, baS ihre Räder drehen lann.
Rach der Ansprache BarthvuS und der Er- tr-iberung deS General Da wer. haben die Mit- gÜcbci deS Ersten SachverstänblgenauslchusseS unter sich ihre ArbeitSmetdobe vereinban Es iriirbc vor allem der Vorschlag des Generul Dawes angenommen, zunächst bie Stabilisierung der Dährung In den KrelS der Deratangen zu ziehen. DaS Komitee tritt in seiner Ra-hmittags- lihung, die um 3 ilbr beginnen soll, in die lentevi F agc ein. Ferner ist noch heute vormittag beschlossen worden, bah der Presse nur in auhergewöhnlichen Fällen (Xomma- niquefl übergeben weiden sollen Die Sachverständigen haben sich verpflichtet auch piina- tim keinerlei Mitteilung über ihre Beratungen zu machen.
England und der Pfälzer Separatismus.
Berlin, 15. Jan. (Priv.-Tcl) 3n etiter Unterredung mit dem He b Iberger Korrrfpon- beiitcn des .‘Berliner Tageblattes" Itetonie b.*r englische Generalkonsul EliveS. bah England in der psälzisch n Angeleg nbe t durchaus unparteiisch und korrekt rorg hen werde. Er hibe bereit« am Sonntag mit D rtrttcm der Pf lzischen a r t c t c n ges rochen um iüber di: Zustände zu unterrichten: er we d> ab?r auch die Separatisten biren 3n QlLittnbd n werde ei ein: i!nt:rrrl>iinfl mit sehen Ktrche haben 3n Sp:ver werde er b.*m General de Metz einen DZuch ab Litt n LlireS b tonte. Cmlanb stch: auf dem Stand unkt bah da- separatistische Prob'em tn der Psal, eine inner pallllschc Angelegenheit Dcutsch'a bs ist und nur auf Grund b r Deimarer Decf-asfung gelöst werden kann. EliveS sch oh.
England sei bereit, den wahren Dillen deS pfälzischen Volkes in respektieren, soweit ei sich auf verfasstm smätz'gnn Degr auSwirke ES lie'-.e England durchaus fern, Frankreich zu diskreditieren, aber Drostbritannien könnt dem illegalen Separatismus nicht daS Recht zuerkennen, sich als rechtmatzi^c Regierungs« gewalt aufzufpielen.
Rach einer Havasmcldung hat der französische Oberkommillar in den Rl^inlanbcn, XI* rard, seinen Kabinettsches F i l l i o l zum Begleiter deS englischen ©r.wralfonlula bei seiner Enquete in der Psal,z bestimmt. Auherdem Hai Tirard den Oberstleutnant Richter ersucht, tn Köln Erkundigungen über bie angeblichen Geheimverbänd^ cttjujl b^n. auf deren Umtriebe die englische Behörde bereits aufmerffam gemacht worden sei. und deren Tätigkeit in der französischen Zone, namentlich tn Düren und Honnef, blutige Unruhen beroorgerufen habe. Das Reuterfche Bureau erfuhr hierzu, datz die britische Regierung der französischen Regierung mitgcicilt habe, bah sie f e i n er lei Einwände gegen die
Entsendung von zwei französischen Beamter nach dem Kölner Gebiet zur Untersuchung bet dortigen Verhältnisse
erbebe, vorausgesetzt, bah bie gleichen Erleichterungen dem britischen Generalkonsul in München gewährt würden, der sich in einer ähnlichen Mil ion nach der Pfalz begebe. Die britische Ansicht ist. bah eS bullfommei natürlich ist, bah Generalkonsul EliveS diese Mission übernimmt. da er Generalkonsul für Bayern unb die Pfalz ist und ba die per odischen 3n* formationen nur in den Rahmen seiner Psi ich- t e n fallen würden Die Franzosen Hütten ander-
gemäh der wilden ®eneralftr/if,-jro-e die Arbeiter die Strahenbabncr .u .: Str.-ifm zu zwingen, was voi bi s n cbg l hat trur c Auch tn and. reu städttschen D:trirb n butt: rr.ai m.: ber Öticrlaflitatton keinen Erfolg An einer Stelle trurb.n bie Strahenbavnschienen auf- gerissen. so bah ein Stritz/nb bn vag-n entgleiste Heut: nnttag wurde di au bem Hdmwcge befindlicher Polizeibeamter to cn. Rotte junger Burschen ang grff n unb .als e. sich zur Dehr setzte, dar chzw.i Schüsse verletzt. Die Burschen entf.oh:n.
3m allgemeinen gelang es der Polizei, die Ruhe schnell Wiederherzustell^i unb die 211* beilswilli en zu schützen.
Zah'reiche Erwerbs'öl ' verlud;ten in bas Derk Rheinmetall in iül tb rf-Sere box, et zu- bnng:n, um bie Arb^ttrwi.li^.'i $i rertrei «. Die Poli.z i zerstreue die Ruh.'rö-e dah haben die 3rbeiter aus Furcht vor Terrorakten den Betrieb verlassen. Aach bei der ZoenSgen A G. in Rath wurde durch AaS-tän^g un> Erwerb-lose die Arbeitsaufnahme gewattsam bet» hindert.


