15.)anuar
llllllllllllllllllllllllllllllllllll
Ul 2242
Astoria-Lichls^le
VERSTÄRKTES ORCHESTER
•jcR.
W
'.M-'V .
D
fei/8
Der verehr!. Einwohnerschaft von Gießen und Umgegend zur Kenntnis, daß ich die Palast-Lichtspiele an den Theater-Besitzer Herrn FRANZ H ELMS aus Siegen verpachtet habe. Ich danke für das mir entgegengebrachte Vertrauen und bitte,dies auch auf Herrn Helms übertragen zu wollen. JOH. JOCHEM.
__
Nr.
Sofia. dmmei Ausste
A teil tu lReg.-^ rungbi 3uli 1!
§ Gesche nuar ' 27. 0! 6.4«
bi c)
d) e)
Maufi
Zu fes töl^r
zum q zeichn« aMse .Mark sähe bl « Di Tolöun . f; des änberte stempel 9ab? tri
•fünffad
A»s gßufi
Sorgen i
•ftc Hkssil (A* MgÄi
In der g» gsSÜ
f”b {eben M um _ryn yi ßnnen. le Kleiligten Dri fische Dauer hmtc. in einer M'chostSgruPpk e,rf Nm »ht“
W-
jtirt«1 *•
Zwei Freunde.
Roman von Wilhelm Hegeler.
E. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
,3a, mein Lieber, just den. — Aber sprechen toir von dir. Also es war afLei so, wie du gebotst hast?"
.Ach, es war über die Mähen schön, Hans." । ,UnZ> alle gesund?"
.Alle gesund, vergnügt —"
,ilnZ> der Schwiegervater? Hat er wirklich flefagt —T
.Ach, der gute alte Mann! Er war ja so auS dem Hänschen! 3ch hatte wahrhastig Angst, er tut sich vor Freude was an. Unö der Junge! Hans, Mensch! Da setzt man so was in die West und weih 71 ich!, dah man sich das schönste Glück schafft. So ein Menschenleben geht doch über alle Kunst."
„Ra, immerhin . . . alles zu seiner Zeit Oder willst du nur noch Kinder zeugen und das Malen ganz sein lassen?"
Ast lachte.
„Wenigstens hast du noch deinen Humor."
Eine lange Weile sahen die beiden einander schweigend gegenüber. Ast hatte sich eine neue Pfeife gestopft, und durch die vorgesehenen Wolken betracht te er von Zeit zu Zeit seinen Freund. Endlich sagte er sanft:
„Vier Jahre. . . eS waren immerhin vier Zähre Lind sie war noch so jung!"
„Ich geb? ihr auch keine Schuld. — Aber" — Hansens Stimme klang ganz dünn — „rühr nicht dran. Heute nicht. Morgen."
„Gut, morgen."
Alt schob die Pseife wieder zwischen die Zähne und flieh den Rauch aus dem Mundwinkel schräg in die Höhe und konnte nicht hindern, dah er immer wilder an sein Zuhause dachte und dabei von Glück und Dankbarkeit und Llngeduld förmlich übertroff, und blickte dann wieder den Freund an, das scheinbar ruhig nachdenkliche Gesicht, dessen Züge doch so verfallen, gramvoll und ast waren, wie er ihn auch in den schlechtesten Zeiten nicht gesehen halte. UnZ> dachte dann an dunkle Rächte in Lazaretten, an Rächte in Baracken voll Angezieser, an Rächte, wo sie, aneinander gekauert, int Freien gesroren hatten... an ihre Unterhaltungen, wie immer zu tief ft der Trost geklungen hatte: noch sind wir ja da! Lind der elendeste Fetzen des nackten Daseins kann wieder $um bunteften Teppich des Lebens werden . . . . lind andere Worte sielen ihm ein — aber was halsen hier Worte? Das lindeste Wort, noch so sanft an die Wunde gelegt, muhte sie nur wilder brennen lassen. . . Lind er litt mit ihm, fühlte das Kratzen und Graben des Schmerzes, litt unter dem Schweigen und unter den verworrenen Geräuschen, wenn ein Geldstück aus die Tvnbank siel, wenn das Bier aus dem Hahn rauschte und in bestimmten Intervallen eine Faust dröhnend die Karte auf den Tisch Vars, ilnb sagte plötzlich:
„Dein Freund ist ein Schuft!"
„Ein Schuft?" fragte Hans, als wäre er aus fernsten Träumen ausgeschreckt. .Ach, weiht du, wenn man bedenkt, dah es noch gar nicht so lange . . . . nur ein-, zweimalhunderltausend Jahre her ist, dah das geschickteste Raubtier sich zu dem entwickelt hat, was man Mensch nennt, dann wundert man sich wieviel verfeinerte, über den
Hoben Tgoismus hrnausgehende 3nfimte schon vorhanden sind. — Man muh bei Klaus feine Entwicklung bedenken. Er hat eure sehr harte Jugend gehabt. Ein Schuft? Rein. Rur ein ziemlich gewöhnlicher Mensch und nicht gerade das, was man einen guten Frewrd nennt."
.Ein Schuft! Ein ganz gemeiner Schaft!" wiederholte Alt.
„Eins ist mir rätselhaft," sagte Hans. ,Er war doch immer ein armer Teufel. Damals, als wir uns zuletzt sahen, pumpte er mich noch an, um seine Schulden zu bezahlen."
„Mir ist das gar nicht rätselhaft," erwiderte Ast. „Er hat dich angepumpt und deine Gutgläubigkeit mißbraucht, um seine Geschäfte zu machen. Mit deinem Geld hat er sich ^reichert, ilnb als er ein gemachter Mann war, da hat er das Mädel herumgelriegt."
„Glaubst du, dah die Dinge so einfach liegen?"
„So liegen sie. Du kannst dich drauf verlassen."
.Möglich. — Aber ich denke, ich gehe zu Bett. Für dich ist es auch Zeit."
Sie bezahlten. Alt brachte feinen Freund noch hinauf, stellte fest, dah das Bett wenigstens lang genug trat, bat, da das Zimmer ungeheizt war, den Kellner, eine Wärmflasche zu bringen, erilärte, er würde morgen um zehn älhr wieder bei Hans erscheinen, und lieh sich bann, da b efer einen Besuch bei seinem Rechtsanwalt vorschützte, das Versprechen geben, dah Hans bei ihm zu Mittag essen würde, wünschte gute Rächt, drehte sich jedoch noch einmal um und sagte, des Freundes Hani ergreifend:
„Du kommst drüber weg! Glaub mir, Hans, du kommst drüber weg l"
34 waren nicht diese Worte, es war ihr dunkel warmer Ton, der ihn wunderbar tröstete und ihn einen Augenblick lang empfanden steh, dah das Leben nicht ganz Ixr und kalt und mcht ganz ohne Güte sei.
Aber nachdem er kurze Zeit auf und ab gegangen war, setzte er sich und versank tn Rach denken. Lind beinah sein ganzes Leben, alles, was irgendwie auf Anni: Bezug hatte, drängle sich an ihm vorüber, alle die sehnsüchftgen, leidenschaftlichen, schmerzlichen oder g.ücstichen Stunden, die von ihr erfüllt waren. U.ib er fühlte, dah er ihr ganz gehört hatte, mehr als irgendeinem anderen Menschen, so wie sich selbst. Wenn da drauhen die ganze Vergangenheit versunken und grau geworden war, irgendwo unter der tiefsten Asche hatte noch ein Fünkchen geglüht, und es war eine Erinnerung an sie. Wenn je die Sehnsucht an ihm gezerrt hatte, so war es die Sehnsucht nach ihr geuxfen, und wenn je das Lachen eines russischen Mädchens ihn gefreut hatte, so war es, weil es wie ihr Lachen geklungen hatte.
Und auch er glaubte, sie besessen zu haben, wie nur ein Mensch einen anderen besitzen kann. Es war sein höchstes Glück aewe en, sie mit feinem Geist erfüllt zu haben, der beste Teil seines Glaubens an sich, dah er meinte, in ihr zu leben und das Zarteste und Tiefste in ihr geweckt unb sie umgeschaffen zu haben zu dem Menschen, als den er sie geträumt und ersehnt hafte. Unb das wat das hunfdi'tc in diesen schwarzen -Sünden, dah er sich sagte: wie armselig war ich wie schwach und ohne Kraft der Seele, dah ich sie nicht halten konnte, nicht über die paar Jahve des ZweiftLs hinaus, dah sie mich verlor und sich an Klaus. (Fortsevung folgt J
Lindenplatz
noch bis einschließlich Mittwoch
234c
Kinder haben zu diesem Film zu ermäßigten Preisen Zutritt. Nachmittags vor 6 Uhr können Erwachsene je ein Kind f -• e i einführen.
MulMM E Das alte Nest
Ein sensationeller Abenteurerfilm in 5 Akten. 231c
Ab Donnerstag, den 17. Januar:
Ab Montag, den 14. Januar:
Das Brandmal der Rache
Der große fünfaktige Paramountfilm.
frei
öerr ob. Dame mit
Premiere
Heute Montag
Heute Montag
Das
iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Bahnhofstr. 34 lllllllllllllllllllllllllllllllllllll
Zum 1. April Lehrstelle
Frau Kratz, ednilftrnne 11 II. iiiiiiiiiiiiiiiiiliiiiiiiiiiimim
BkMelMigt zumliWe I fertiiiferiii für bald flcfiitht.
»W x
gesucht. oi?24O .. , „ , —
Peltaapolheke Carl Born
.^rrnzvlatz 2. Mimsllktllr.
❖ %
Stellenangebote) iiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Ordentliches
große gesellschaftliche Ereignis des XX. Jahrhunderts. Der gewaltige Fox-Film ist da!
von Saba“
LICHTSPIELHAUS E Bahnhof str. 34 ______ ■iiiiiiiiiiiiiiiiniiililllllllllllll
aturum. 208V
| Kaufgesuche |
Statt Karten.
Gießen, den 14. Januar 1924
oiitsa
Hannover, den 12. Januar 1924.
01116»
TfifllW TPÜhflliPr hausstanduhren, Auszieh- tW*7 tische, Regiftraturfchrante, mit 10—15000 Goldmark zwecks 1 1 ’ . ’ ' '
und Schreibtische
1B9D
Prof. Dr. Rosenberg
229V
Laien und ZranenalrRichter
Studentenkarten 0.50 Mark.
Eintritt 1 Mark.
Gründung einer noch nicht hier am Platze befindlichen Großhandlung Schriftliche Angebote unter 012235 an den Gießener Anzeiger erbeten.
Ihre Vermählung geben bekannt Dr. Tart Boller, Chemiker und Frau Caritas geb. Graes
zu verkaufen, gute Arbeit, billige Preise-
ttrewinkel, Kiegelpsad 50.
Die Beisetzung findet am Dienstag, dem 15. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Stöckener Friedhofes aus statt.
Tölri'Lhrenfeld (Everhardstrahe 651), im Januar 1924
Gessentliche Vorträge in der Aula der UniversM zum Vesten der Winterhilfe und der StudentenlMe. 2. Dortrag
Donnerstag, den I?. Iamiar, 87. Ahr abend;
Elisabeth Sack Hermann Elges
Verlobte
jVerschiedenes] Als 1. WM! 25-30000 toöMti auf hiesiges doch- weriiaeS Fabrik» «ruHDitütf aufru- nehinen gesucht.
Schrift l. Angebote unter G8D an den Mosten. Anzeig, erb. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiHiiiiiiinl 1 kompl. Weilen* and Bogg.'Mfthlem.fämtL Inv.i-Oberb o.Umg. alsb. a. kauf gef. Evtl, kann e.Äohntiauo in Frankfurt a. M. und ein BZodnb.tn Mainz «Tausch gegeti.werd. Qss. unt. W. 16781 an A.in.-Erved D.Frenx G ulb.£>.Heinz. Iwnz llllllllllllllllllllllllllllllllllö
Statt besonderer Anzeige.
Heute nacht verschied nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im blühenden Alter von 39 fahren mein innigst- geliebter Mann, der treusorgende Vater seiner Kinder, unser herzensguter Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel
Hans Blaß
Regierungsrat am Landesfinanzamt Hannover.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Traude Blaß geb. Rupert Hans Wilhelm, Ellentrude
Familie Wilhelm Blaß, Alzey Familie Alb. Rupert, Gießen.
Metzelsuppe
MrlleiMmöos
Dienstag iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiii
Verloren
goldene Damen» Armbanduhr von Moltkestraße bis zur Ostanlage. Wirderbringer erhalt große Belohnung. Abzug. •»*» jnol(f?ftra6e 20 N. r-HÄrShra rXTlTtl'llXU Ö l I IM 11 ■ ■ 11? Stadttheater DienStaa, i.. Ian. 12.dien«*iaq-1llj.-Bri[.
von 7—u . llbr:
©eöilöeleülenfdiea
Volkshochscliule. Wiederbeginn | 00Ü heute llionlog. 14.1., nö. eeeeeeeeeeee M.T.V.
Die regelmähiaen Turnstunden beginnen wieder »»v DienStarz den 15. I. *24 abends vünkll.8Ubr.1
Ankauf wertvoller Bücher und I226A ganzer liNiolkeken Bücherstube u. Antiquariat Salier Schaizki Frankfurt a. M.
Goolhestr. 32.
Der rote Handschuh


