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Aufhebung

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M oben leer tote tn emer ausgeraurnten Bvden- kammer.

In der Sauregurkenzett passiert auch leider so toenig. Dah das vor zehn Jahren and dieses Jahr ein bihchen anders ist, bestätigt als Aus­nahme die goldene Regel. Der Mensch liebt in dieser Zeit eben keine Beunruhigung, deshalb dürfen ferne hervorgerufen werden. Wenn es einer dennoch tut, erfährt er das Mißgeschick, dah er mit seinem ganzeir Rummel totgeschwiegen wird.

-es zivilen Ausnahmezustandes?

(Eigener Informationsdienst.)

Berlin, 13. Aug. In den Kreisen der preußischen Regierung verlautet, daß man sich darüber einig sei, in kürzester Frist bei der Reichsregierung die Aufhebung des noch bestehen­den zivilen Ausnahmezustandes für das preu­ßische Staatsgebiet zu beantragen. Die preußische Regierung sehe keinen Anlaß, besondere außer­ordentliche Bestimmungen weiter aufrecht zu er­halten, da die innenpolitischen Situationen sich wesentlich beruhigt haben und der normale Zustand völlig ausreiche, um etwaigen Störungs­versuchen entgegenzutreten.

Einreiseverbot für Sowjetrussen in der Schweiz.

Rach einer Meldung aus Zürich hat der schweizerische Bundesrat ein allgemeines Einreiseverbot für russische Staats­angehörige erlassen.

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 13. Aug. 1924.

Sauregurkenzeit.

Es ist Heuer ein gutes Gurfenjahr und eine sehr ergiebige Sauregurkenzeit. Auf den Beeten zwischen den stachlichen Ranken mit den stark­riechenden gelben Blüten liegen die grünen Früchte und runden sich appetitlich dem großen braunen irdenen Topf entgegen, für den die Hausfrau schon längst den Stein blankgescheuert hat, der ihr Werk krönen soll. Denn das läßt sie sich nicht nehmen, in einem Gurkenjahr ihren Bedarf selbst anzulegen. Wählerisch geht sie über den Markt, an dm großen grünen Haufen vorbei, die an den Kastenwagen herabgeschüttet sind, fragt hier und da nach den Preisen, prüft die Härte und ent­schließt sich endlich für ein halbÄ Schock. Wie Hingt das gemütlich: ein halbes Schock Gurken! Und dann schleppen wir das schwere Retz nach Hause, aus dem oben Dill und Gurkenkraut her- ausschaut, und das Fragen hört nicht auf, ob nicht die Gurken baldgut" sind. Für manche ist das die schönste Zeit des Jahres.

Andere freilich verbinden mit dem Wort: Sauregurkenzeit keinen angenehmen In hall. Sie denken an ihr heißes Bureau, durch das kein kühler Lusthauch weht, an die etoige Langeweile dieser faulen Tage, wo es so wenig Arbeit gibt. Man fängt Fliegen vor Stumpstinn, beginnt dre Eselsohren aus den Büchern zu entfernen, die ältesten Tintenklexse wegzuradieren mit einem Eifer, der einer besseren Sache wert wäre und zanll sich aus Mangel an Beschäftigung mit dem pflegmalischen Papierkorb, der gähnend an dem gewohnten Orte steht.

Die Hundslagshitze hat das letzte bißchen Verstand aus dem Kopfe herausgÄxunstet; es ist

Ausschreitungen gegen England in Aegypten.

Ernste Lage im Sudan.

London, 12. August. Reuter meldet aus Kairo, ein Bataillon äghptischer Sol­daten, die bei Atbara im Sudan mit Eisenbahn­arbeiten beschäftigt waren, griff einen eng­lischen Kavallerieposten mit Stein­würfen an. Die Engländer gaben Feuer, wo­bei sie 10 der Angreifer töteten und 9 verwundeten.

London, 13. Aug. (WB.) Rach hier ein- getrvffeiien Meldungen veranstalteten die Ka­detten der Militärschule in Khartum mit Gewehren einen Zug durch die Stadt. Ihnen folgte eine große Menschenmenge, die von der Polizei rasch zerstreut wurde. Die Kadetten, die sich weigerten, die Waffen abzugeben, wurden von einer Kompagnie briti­scher Truppen umzingelt, entwaffnet und verhaftet. Auch tn Port Sudan ver­anstalteten Mannschaften des ägyptischen Eisen- bahnbatalllons Kundgebungen. Ein britisches Ba­taillon wird nach dem Sudan zur Verstärkung der dortigen britischen Truppen entsandt.

Der(Stoentng Standard" schreibt dazu, eine Reihe von Ausschreitungen und Kund­gebungen, die von ägyptischen Agita­toren organisiert seien, hätten im Su­dan eine ernste Lage geschaffen. In maßgebenden Kreisen sei man der Ansicht, daß diese Entwicklung die bevorstehenden Verhandlun­gen zwischen der britischen Regierung und Aegyp­ten beeinträchtigen werde.

Die Anleiheverhandlungen in London.

(Eigener Informationsdienst.)

Berlin, 13. Aug Die Verhandlungen über die Anleihe an Deutschland in Höhe von Dchr- hundert Mllltonen Goldmark sollen nach Deendr- gung der Londoner Konferenz zum Abschluß ge­bracht werden. Infolgedessen wird Reichsfinanz- Minister Dr. Luther noch bis zur Unferzeich- nung des Anleiheabkommens in London ver­bleiben. In den unterrichteten Berlmer Finanzkreisen wird damit gerechnet, daß der An- leihevertrag bis zum 20. August unterzeichnet ist und dah die Auflegung der Anleihe für Deutschland am 15. September auf den inter­nationalen Finanzmärkten erfolgen wird. Reichs­finanz Minister Dr. Luther wird bei den Anleihe­verhandlungen namens der deutschen Regierung die offizielle Garanlleleistung seifens Deutsch­lands aussprechen. Im übrigen gilt nicht nur die deutsche Regierung, sondern auch die Repko offiziell als Garantiegeber der Anleihe.

die Erhanung von Utiranretien, die innerlich stark genug sind, um den außerhalb der größeren Städte verbleibenden Gebietsteilen die notwendige För­derung des einzelnen und die nicht minder not­wendige Zusammenfassung der Kräfte zu gewah­ren. Darüber hinaus muß das letzte noch rentabel ausnutzbare Stück Land für die Lebensmittelver­sorgung genutzt, muß sich auch jede Großstadt als verantwortlich für eine Steigerung der landwirt­schaftlichen Produktion fühlen.

Zum notwendigen Ausbau der Häfen wer­den dem Reich ost die Mittel fehlen; hier werden die Gemeinden trotz aller Finanznot, schon um ihrer eigenen Existenz willen, ganz anders wie früher zugreifen müssen. Die Dinnenhandelsstädte aber sind auf richtigem Wege, wenn sie trotz aller Kritik dem Gedairken der Ausstel­lungen und Messen immer größeres In­teresse entgegenbringen. In einem Falle wird durch sie der internationale Verkehr gehoben, im anderen Falle das Zusammenfinden von Ver­käufern und Käufern erleichtert und verbilligt: schließlich Tann auch eine solche Messe kleineren Umfangs in landwirtschaftlicher -Umgebung ein wertvolles Instrument agrarischer Produktims- bvlitik fein.

Hier können nur Richtlinien für solche kom- rnunafe Pvoduktivnspolitik angedeutet, werden. Das Leben ist so mannigfaltig, die örtliche Lage so verschiedenartig, daß für die praktische Anwen­dung keine überall gültigen Rezepte gegeben wer­den können. Fest steht aber, .daß jede deutsche Gemeinde die Rköglichfeit hat, hier etwas zu leisten, und auch der kleinste Stein ist für den Gesamtbau nicht entb^rlich.

Der Wohnungsgeldzrrschutz für Beamten.

Die Beamtenfpitzenvrganisa- ti onen hatten unlängst bei der Re ich s- regierung Schritte unternommen, um den Wohnungsgeldzuschuh entsprechend der seit dem Januar eingetretenen Miet­zinssteigerung zu erhöhen. Das Reichsfinanzministerium hat nun­mehr den Gewerkschaften milgeteilt, daß eine Erhöhung des Wohnungsgeldzuschusses nicht in Frage kommen könne. In der Be­gründung heißt es, daß im allgemeinen tn Deutschland gegenwärtig nicht mehr als 62 Prozent der Friedensmiete zu zahlen sind, und daß der Ortszuschuß mit 80 Prozent der vollen Sätze auf eine 60prozentige Friedens­miete abgestellt sei. Eine Erhöhung des Woh­nungsgeldzuschusses könne erst dann wieder tn Frage kommen, wenn eine weitere Erhö­hung der Goldmieten im Reich allgemein Platz greifen sollte.

Die Ausgewiesenen an den Reichspräsidenten.

Kassel, 12. Aug. Der Reichs verband jder Ausgewiesenen und Verdrängten von Rhein und Ruhr, Sitz Kassel, hat an den Reichspräsidenten folgendes TÄegvamm gesändt:

Ihnen, Herr Reichspräsident, feribet der Reichsverband der Ausgewiesenen und Ver- Dvängten ehrerbietigsten aufrichllgsten Dank für die Worte zu Münster. Wir bitten, daß wir mehr denn je in Ihrer Person einen starken Be­fürworter zur Linderung der Rot der Ge­fangenen, Ausgewiesenen uni> Verdrängten sehen dürfen. Zugleich entnehmen wir Ihren Worten Lte' Mahnung, daß kein Opfer groß genug ist, die deutsche Einheit zu wahren."

ZozialdemolratlsHe Hoffnungen

(Eigener Informationsdienst.)

bei den zahlreich erschienenen Feslleiln^mern großen Beifall

Bornottzen.

Tageskalender sürMitrwoch. Rundfunkhaus, Löberstr.: 8V» Mozart- Abend. Lichtspielhaus, Bahnhofftr.:3m Schatten der Moschee".

Der Bund für Haus und Schule hält am Donnerstag, abends 8 Uhr pünktlich, im Jvhannessaale einen Mitgliederabend ab, zu dem alle evangelischen Gemeiadeglieder freien Zutritt haben. Dr. Schnorr- Frankfurt a. M. wird überChristentum und Wirtschafts­aufbau" sprechen. Siehe Anzeige.

Der Artillerieverein ladt im An» zeigenteil seine Mitglieder zu einer Generalver­sammlung ein.

Wettervoraussage

Wolkig bis heiter, tagsüber warm, sonst kühler, noch einzelne Regenfälle.

Die südlichen Ausläufer der Rordsee-Depres- sionen, die sich gestern über unserem Gebiet m Gewittern aus wirkten, sind abgezogen. Auch hat der Kern des nördlichen Tiefdruckgebietes sich abgeschwächt: immerhin wird aber die Wetter­lage in seinem Bereich noch unbeständig bleiben.

Landkreis Gieren.

* Lollar, 12. Aug. Am 3. August fand hier eine außerordentliche Generalversammlung des Hausbesihervereins Lollar statt. Zum ersten Punkt der Tagesordnung, die demnächstiger außergewöhnlichen Gemeindesteuern für den Haus- besitz, gab der Vorsitzende Geißler eine eingehende Erläuterung der Steuergeietzgebung seit dem In­krafttreten des Ermächtigungsgesetzes. Die Dritte Steuernotverordnung gibt den Kommunen das Recht, Sondersfeuer zur Deckung ihrer Bedürf­nisse zu erheben. Die Bedürfnisse der Gemein­den sind gegenüber der Vorkriegszeit gewaltig ge­stiegen. Abgesehen von den Personalkosten, die auf Befehl von oben nach Schema F behandelt werden müssen, bürdet man den Gemeinden früher nicht gekannte Lasten auf, ohne daß ihnen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Wer die Mittel in Lollar aufbringen soll, zeigt folgender Vor­schlag des Kreisamts Gießen. Zu einem ungedeck­ten Umlagebedarf für 1924 von rund 37 941 Mk. follen beitragen: 1. das Gewerbe 4500 Mk., 2. die Landwirtschaft 5600 Mk., 3. der Gebäudebesitz 6800 Mk 4. derselbe als Sondersteuer vom bebau­ten Grundbesitz 27 412 Mk., wovon jedoch schon vom Kreisamt mit einem Ausfall von 6412 Mark im voraus gerechnet werden kann. Diese Vorschlagsätze wurden glücklicherweise schon von der Finanzkommission des Gemeinderats abgelehnt. : Hierauf ist vom Kreisamt ein zweites Schema ein» | gegangen, das, soweit es den Hausbesitz betrifft, | keine große Aenderung erfahren hat. Meser soll von bem Gesamtumlagebedarf immer noch rund drei Viertel auf bringen. Mit aller Schärfe müsse gegen solch ungerechte Verfettung der öffentlichen Lasten Front gemacht werden. Als Protest gegen die von der Gemeinde vorgesehene einseittge Be­steuerung der Hausbesitzer wurde eine entspre­chende Eingabe an den Gemeinderat einstimmig beschlossen.

* G rohen-Linden , 12. Aug. Heutenach mittag wurde die von der Firma Lllagirus Feuer­wehrgeräte G. m. b. H., IHm a. i>. D. gelieferte 12 Meter hohe mechanische Feuerwehrleiter in Anwesenheit des Dürgermeisters und einem Vertreter der liefernden Firma durch Kreisfeuer- wehrinspektor Dickors nach den vertraglich vor­gesehenen Belastungsproben abgeroommen und der Gemeinde übergobm. Die Belastungsproben haben allen Anfordrrungeir entsprochen.

Dg. Gr. - Buseck, 12. Aug. Bei dem in Münzenberg am Sonntag veranstalteten Rennen erzielte die Mannschaft des hiesigen Radfahrer- VereinsEdelweiß" unter starker Mitbewer- bung den 2. Preis.

eu. Staufen berg, 11. Aug. Die dies­

jährige Tagung des V. H. C.-Zweigvereins Lum bat al" begann am Samstag abend in derLiirde" zu Lollar mit einem echten Heimatabend. Der Zweigverein Lumdatal bot in Gesang, Musik, Reigen und Theater,' unterstützt von manch anderen Jugendgruppen des V. H. C. sein Bestes. Begeisternd, zu Herzen gehend, waren die trefflichen Worte des Ob­manns vom Jung-V.H. C., Georg Dender- Frankfurt, der trotz seines Alters voll jugend­lichen Geistes und fest überzeugt ist, daß es mit uns mit unserer Jugend wieder besser a>erben wird, trenn wir es wollen! So mahnte er die Jugend vor allem zur Einigkeit, zur Einigkeit tn jeder einzelnen Gruppe, zur Einigkeit b-cn. Gruppen untereinander und zur Sinigfert im Leben, in der Gemeinde und im Staat. Ein herrlicher Sonnentag war der Sonntag, und Sonne war auch in den Herzen der Teil' nehmer. Eingeleitet wurde der Tag mit einem' Frühgottesdienst im oberen Burghof durch Dekan G u h m a n n. Er betonte, daß Gottesfurcht, Liebe und Demut etwas Bleibendes in jedes Menschen Herz sein müsse. V. H. C.-Druder Professor Helmke- Gießen gab dann in seinen Ausfüh­rungen seine Eindrücke wieder, die er im besetzten Gebiet empfangen hatte. Er empfiehlt den jugend­lichen Wanderern, mit sehenden Augen durch die herrliche Ratur zu wandern und schöne Punkte durch Zeichnung oder Skizze festzuhalten, nicht nur als Erinnerung des Einzelnen, sondern durch Einreihung in em Archiv zur Erinnerung und Förderung für viele zu machen. Bei Wande­rungen müßten historische Orte in ihrer Bedeu­tung gewürdigt werden, anstatt teilnahmlvs vor­beizugehen. Dies leitete ihn über zu einem ge­schichtlichen Ueberblick von Gießen, Gleiberg, Vetz­berg, Badenburg, Kirchberg, Altenburg und Staufenberg. Rach der Mittagspause nahm das Durgfest nach einem Umzug durch die Stadt im oberen Burghof seinen Anfang. Eingeleitet wurde es durch die Wimpelweihe dreier Jugendgruppen, nämlich: Hessenland, Waldlust und Offenbach. Der Obmann weihte die Wimpel auf die Worte: Recht, Einigkei t und Frei­heit. Run folgten Darbietungen der Jugend­gruppenDillsfein" (Friedberg),Hesfenland" undLauterbach". In seinen Schlußworten sprach Obmann Dender besonders den Jugeirdgrupxen seine Anerkennung und Dank aus, und der zweite Vorsitzende vom Hauptverein Link den Dani allen Mitwirkenden und besonders auch der gaffe

I freundlichen Bevölkerung. Mit einem fröhlichen einem Preisschiehen der vberhe fischen (Beil­in Lauterbach schloß Obmann Dender gegen 4 Uhr den 5. Jugendtag.

Kreis Schotten.

* Schotten 12. Ang. In der Staffel- schen Papierfabrik zu Ober-Sckrnitte»

Drauch die Alterskameraden dieses Jahrganges zusammengeschlossen haben, veranstaltete am Montag im Philosophenwald ein gut verlaufenes Sommerfest. Musikalische und gesangliche Dar­bietungen, Kinderspiele und Reigen au fführungen wechselten in bunter Reihenfolge ab und fanden

llnb das ist die einzige, aber wirksame Rache der Sauregurkenzeit! * M. M.

Berlin, 13. Aug. Wie wir von unter­richteter parlamentarischer Seite erfahren, bemüht sich die Sozialdemokratie seit einigen Ta­gen wieder sehr lebhaft, an der Regierungs- kvalition im Reiche teilzunehmen. Gegenwärtig sind bereits die Führer der sozial­demokratischen Reichstagsfraktivn damit beschäf­tigt, mit den Demokraten und mit dem lin­ken Flügel des Zentrums Verhandlungen an- ^ubahnen, um die Wiederherstellung der großen

Koalition anzuregen. Die Sozialdemokraten rech- <£je Ferien-Deputation des Stadt- nen sehr stark auf den Einfluß des früheren tirtrlrttnentd

Reichskanzlers Dr. Wirth, der angeblich bie pariamtriuv

Absicht haben soll, dem Reichskanzler Dr. Marx hat sich in ihrer Sitzung vom 7. August mit emer nahezulegen, sein Kabinett durch Aufnahme Anzahl wichtiger Angelegenheiten beschäftigt. Von der Sozialdemokraten zu erweitern, den Beschlüssen sind die folgenden hervorzuheben: Die innenjwlitische Bedeutung der svzialdemokra- Grund- und Gebäude st euer: Die tischen Demirhungen geht schon daraus hervor, Stadtverwaltung beantragte: Für die Monate dah auch innerhalb des Zentrums August 1924 und folgende sind die gleichen Steuer- Kräfte am Werte sind, um unter allen Umständen sähe, wie sie nach den Beschlüssen der Stadtver­eine spätere Hinzuziehung der Deutsch natio- ordneten-Versammlung vom 20. Juni und 8.Juli na len zur Regierungskoalition im Reiche zu 1924 festgesetzt worden sind, zu erheben. Ge- verhindern. Es wird sich in den nächsten werbe st euer: Antrag der Stadtverwaltung: Wochen entscheiden müssen, ob das Kabinett Marx- Don den zu monatlichen Vorauszahlungen Ver- Stresemann nach links oder rechts erweitert wird, pflichteten als städtische Gewerbesteuer jeweils aber auf alle Fälle.ist vorauszusehen, dah die bis zum 10. der Monate August und September jetzige Basis der kleinen Koalition zwischen Volks- 1924 (Schonfrist 1 Woche) den gleichen Beftag, Partei, Zentrum und Demokraten nicht länger aus- der zu diesem Termin als staatliche Gewerbesteuer reichen wird, um mit parlamentarischer Meh.h it zu entrichten ist, zu erheben. Da die Stadtver- die noch ausstehenden Regierungsgeschäfte durch- ordneten Kling und Horn namens ihrer Frak- zuführen. Honen der Beschlußfassung widersprachen, wurde

:------- die Angelegenheit vertagt und der nächsten Stadt-

Polsn meldel sich. verordneten-Versammlung zur Erledigung Über-

Paris, 12. Aug. (WTB.) Wie der Sonder- Verleihung eines Stipendiums, berichterstatter der Havasagentur aus Lon- £ur Verleihung eines Stipendiums an einen don berichtet, hat der polnische Gesandte weiteren Sinne bedürftigen Studierenden der Skirmunt den französischen Minister- Landesuniversität wurde ein jährlicher Betrag Präsidenten heute um eine Unterredung üon 700 ^Lirf vom Jahre 1924 ab unter Vor­bitten lassen. Der Ministerpräsident wird ihn mor- p^halt jederzeitigen Widerrufs und unter Bereit­gen vormittag empfangen. Rach Ansicht des Kor- Wellung des entsprechenden Kredits bewilligt, respondenten beabsichtigt der polnische Gesandte, §er Freiwilligen Sanitätsko- Herriot um Berücksichtigung der beson- ivnne vom Roten Kreuz wurde für das deren Situation Polens an der deut- Rechnungsjahr 1924 ein Zuschuß von 500 Mark schen Ostgrenze zu bitten, für den Hall, dah gewährt.

zwischen zwei oder drei Regierungen Vereinbarun- Das Stammkapital bei der Kom- geninderSicherheitsfragezustandekvmmen munalen Landesbank. Infolge der Um- füllten. stellung des Stammkapitals auf Goldmark be- I

Die interalliierten Schulden. nuten Land es bank mit einem Geschäftsanteil von Ein französischer Vorftos,

Wie die gestrigen Pariser Morgenblatfer §u beschaffen ist.

aus London melden, hat der französische £uc Wiederinstandsetzung des Wetter- Finanzminister vor vier Tagen Premier- Häuschens in der Südanlage wurden Minister Macdonald ein Memorandum 200 Mark bewilligt.

über die Frage der interalliierten Schal- Der Aufnahme eines Baudarlehens den überreicht, in dem die französische Regie- bon 45 ooo Mark aus Landesmitteln wurde rung im wesentlichen folgenden Standpunkt em- zugestimmt

nimmt: Wenn auch die Erörterung der Schulden- §ür bauliche Herstellunasarbeiten in der frage von der Tagesordnung der Londoner Kon- Mfen Klinik und Mobiliurbeschaffungsn zum ferenz z u r u ck g e ste l l t sei, so habe doch u« Zwecke der Verlegung der Kausmänni-

! englische Regierung m dem Pariser Beschluß schen Abteilung der Fortbildungs- vvm 9. Juli sich bereit erklärt, eine gerechte schule aus dem Kaufmännischen Dereinshaus Lösung des Problems unto Derucklich- ^ach der Alten Klinik wurden 8000 Mark be- tigung aller damit zufannnenhängenden Faktoren willigt

anzustreben. Sie habe sich damit einver- Zuschläge für Steuerrückstände,

standen erklärt, daß sofort Sachver st an- wurde beschlossen: Wird eine Zahlung von

dige ernannt wurden die die, Frage zu (Sterneinbefteuern oder einer öffentlich-rechtlichen prüfen und den Regierungen Vorschläge zu machen 2lbgabe nicht rechtzeitig entrichtet, so ist für jeden hätten. Diese Sachverständigen z 1 ernennen, Ware ,auf p^n Zeitpunkt der Fälligkeit folgenden an- natürlich zwecklos, wenn die gewählten Sachver- gefangenen halben Monat ein Zuschlag von 2 vom ständigen nicht durch eure Entscheidung der Hundert des Rückstandes zu zahlen.

Regierungen darüber uitterrichtet wurden, m *

| Mg. Sinn« fie ihre Arbeit »a Orienten | @icftenEr W-ch-nmarktpr-ise am 12. August. (Händlerpreise.)

Es kosteten das Pfund: Butter 210, Matte 30, Käse 55 bis 60, Wirsing 25, Weihkraut 25, Rotkraut 40, gelbe Rüben 15, rote Rüben 20, Römischköhl 10, Bohnen, 18, 20,, 25, Erbsen 20, Tomaten 50 bis 80, Zwiebeln 15, Pilzen 15, Kar­toffeln 6, Falläpfel 10, Aepfel 30, Birnen 15 bis 30, Heidelbeeren 30, Pflaumen 45, Mirabellen 25 bis 60, Honig 30, junge Hahnen 80 bis 100; das Stück: Eier 14, Blumenkohl 130 bis 150, Salat drei Stück 10 bis 15, Salatgurken 10 bis 20, Einmachgurken 4 bis 5, Ober-Kohlrabi 10 bis 15, Rettich 10 Pf.

*

2.11. Bon der Landesuniversität. Der außerplanmäßige, außerordentliche Professor Lic. Dr. Heinrich Frick zu Gießen wurde als Rachfolger des als Generalsuperintendent nach Breslau gegangenen Professor Dr. D. Schian zum ordentlichen Professor für praktische Theo­logie an der Landesuniverfität ernannt.

* Preisausschreiben zur Verfas­sungsfeier. Auf das Preisausschreiben des Landesamtes für das Dildungswesen zur Verfaf- sungsfeier vom 13. August 1923 wurden von der hessischen Lehrerschaft 13 Arbeiten eingereicht,, da­von 11 vom Standpunkt der Volks- und Fort­bildungsschule und 2 vom Standpunkt der höhe­ren Schulen. Die ausgesetzten Preise für die wert­vollsten Arbeiten wurden dem Lehrer B r u n - n e r, Sandbach i. O. (Volksschule), und dem in­zwischen verstorbenen Oberstudiendirektor Sei­denberger in Bingen (höhere Schule) zuer­kannt. Die Arbeit des Schulverwalters Huf in Gießen wurde lobend anerkannt.

* Jnval iden- und Hinterbliebe- nen-Versicherung. Rach einer amtlichen Wolffmeldung wird die kürzlich beschlossene Er­höhung des Reichszuschusses zu den Ren­ten aus der Invaliden- und Hinterbliebenen Ver­sicherung fett dem 1. August monatlich zusammen mit der Rente ausgezahlt. Die gleick^eittg ein­geführten Sonderzulagen in der llnfall- Versicherung für SchwerbeschcLügte in Höhe von 10 und 15 Goldmark monatlich werden für die Monate Juli und August am 20. August vom 1. September ab dann laufend monatlich aus- gezahlt.

** Vom Jnnnungswesen. Im heutigen I Anzeigenteil gibt das Kreisamt eine Liste der als wahlberechtigt anerkannten Innungen usw. be­kannt.

** Goldene Hochzeit. Die Eheleute Oberbahnassistent i. P. L. K l i n g e l h 5 f e r und Frau feiern am 17. d. Mts. das Fest der goldenen Hochzeit. Beide sind gesund und munter. Herr Kliugelhöfer machte den Feldzug 1870/71 mit und wurde schwer verwundet.

* Die Altersvereinigung 18741924, tn der sich nach einem schönen alten Gießenev