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Berlin

Frankfurt a. M.

In DMonen Prozent

(Dachdruck verboten.)

40. Fortsetzung.

Datum: |

nicht schnell genug machte, w-ohi ihr Kauderwelsch nicht verstund, elend verprügelt und gleich auch Schmiedefeuer auf das Strohdach es im Du hoch aufflammte. Wie

Ewers dorten auch weil er Haben sie ihn die Lohe vom geworfen, das)

UWEDMTMen aus -gxrcre. 2«s engNsche Pftrnd stieg weiter auf 4,5472 bis 4,55. Der Pariser Frank hatte eine Pfundparital Don 80 bis 8OV4 und eine Dollarparität von 18,45. Die Mark ist leicht abgeschwächt bei einer Dollarparität von 4,192 Billionen. Der Freiverkehr zeichnete sich heute durch lebhaftere Umsätze und erheblich festere Kurs« aus. Api 5. Becker-Stahl 2,65, Becker-Kohle 6.13, Benz 23/8, Entreprise 27,5, Petroleum 1972, "fa 6%, Growag 0,625. 3m weiteren Verlauf blieb das Geschäft lebhaft, die Stimmung fest.

Börsenkurs«.

(Ohne Gewähr)

sie noch dastanden und fohlten, ist ein ganzer Pulk nachgekommen, gegen hundert Pferde, mit einem eisgrauen Offizier voran, grad so klein und fast so schmierig wie die anderen, nur kenntlich an ein paar Goldtressen und ein paar Pistolen im Gürtel. Mit großem Hallo sind sie durchs ganze Dorf gejagt, haben sich dann geteilt, je ein Dutzend etwa auf jeder; Hof. Der Rest ist zum Schtvtz geritten.

(Fortsetzuno Mat.)

schienen Schemen nunmehr zu einem MWÄrrV kommen wird. Besonders die einstimmige Zu­sicherung, die der französische Ministerpräsident bei seinem Kabinett fand, hat sich in hiesigen Börsenkreisen einen weitgehenden Optimismus er­zeugt. Dementsprechend tritt auf allen Gebieten der Börse eine kräftige älnternehmungslust her- vor. Das Angebot ist sowohl am Anleihemarkt- wie am Aktienmarkt außerordentlich gering. Mit dem befriedigenden Verlauf der Londoner Ver­handlungen hängen natürlich auch in erster Linie die Vorgänge am Markt der inländischen Anleihe zusammen. Hier gab es heute eine Hausse, die alles bisher Dagewesene übertraf. Am Aktien­markt standen Montanwerte und Kaliaktien im Vordergründe des 3nteresses. Die Tendenz blieb auch im weiteren Verlauf zurückhaltend. Der Geld­markt trug ein ziemlich flüssiges Gepräge, soweit es sich um kurzfristige Anleihen handelte. 3m Devisenverkehr blieben besonders fest Schweiz, Hol­land und England.

Banknoten.

(Ohne Gewähr.)

Oer Alte auf Topper

Roman von Hanns fron Zvbeltih.

*) Vom Rückzahlungswert.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M,

(In Billionen Start Arn»

York, Japan, Mo be Janeiro für eine Linde«. Wim mch Budapest 100000 Eta betreu, alle« tortae für 1® LtuHeittu.» Telegraphische Auszahlung.

(Ohne Gewähr.)

3a . . . nun freilich, wenn der König Herr blieb im Lande. Aber wie stand's um den Großen Friedrich? Wohl hatten die Berliner Gazetten von einem Siege gemeldet, den er dort unten in Schlesien erfochten, muhte aber doch nicht weit her sein, wenn die Russen schon wteder kamen, die Hunde! Und viele Hunde sind nun mal des Hasen Tod! Wer konnte es wissen: wurde es doch wahr', wessen man sich in Paris brüsten sollte, daß der König von Preußen als Marquis de Bvandebvurg enden müsse. . . trotz Roßbach und Leutchen und Zorndorf und Prag?!

Der König unser König! Daß euch die Pest krieg'! (Sin Jammer war's um die Welt! Man durfte gar nicht an die Zukunft denken. Richt über den nächsten Tag hinaus und der konnte wieder des Schweren genug und übergenug bringen.

Wollen heimigehen, Egid."

Der Greis stand und sah in die Sonne. Dlutigrvt sank sie.Guck mal, Vetter . . sagte er in seinem blöden Wohlgefallen.

Komm nur . . .

So gingen sie langsam zurück durch das Dorf.

Beim Pfarrhaus Köpfte der Gestrenge an die Fensterscheibe. Der Magister kam eilends heraus im geblümten Schlafrock, schlappeiche Pan­toffeln an den Füßen.

Er ist nun kleine, Püttner. Komm Er doch lieber mit unS."

Gnädiger Herr, ich sitz' über meiner Predigt."

Morgen war Sonntag. Wahrhaftig! Daß. man das vergessen konnte. Der Tag des Herrn, der Feiertag . . . was würde er bringen?

Ich will 3hm ein ruhiges Plätzchen geben, da kann Er Seinen Sermon wieder traktieren.

Wirtschaft.

Die Königsberger Oftmesse.

Die 9. Deutsche Ost messe ist am Sonn­tag eröffnet worden. Die Beschickung ist trotz der außerordentlich schwierigen Lage ernes großen Teiles der deutschen Wirtschaft wiederum sehr stark. 3nsgesamt haben etwa 3000 Firmen aus- gestÄll. 3n der Lebens- und Genußmittelbranche und in Textil- und Lederwaren sind bereits be­trächtliche Abschlüsse erzielt worden, vor allen Dingen bei Firmen, die besonders günsttge Au­fgebote herausbrachten und günstige Zahlungs­bedingungen einräumten. Allgemein ist die Stim­mung der Käufer noch zurückhaltend. Auch das Ausland ist bisher ebenfalls nicht wesentlich als Käufer aufgetreten. Allem Anschein nach dürfte die Voraussage Recht behalten, die von der Messe höchstens ein mittleres Geschäft erwartet.

Das erste Donau kraft werk. Das erste Kraftwerk an der schiffbaren Donau wird tm sogenannten Kachlet 3,3 Kilometer oberhalb Passau erbaut und bildet die unterste Stausluse der Grohschisfahrts- und Wasserkraftstraße Rhein- Main-Donau, welche 33 Kraftstufen, von denen 15 auf den Main, 11 auf den Rhein, 4 auf die "Altmühl und 3 auf die Donau entfallen, eine Ge­samtleistung von 250 000. P. S. ergeben wird. Die Schiffahrt wird durch zwei je 230 Meter lange, 24 Meter breite Kammerschleusen gewährleistet. DaS Wehr hat sechs Oeffnungen von je 25 Me- !tern und .wird durch zeitweilige Schützen ver­schlossen. Die Bauarbeiten wurden 1922 begon­nen, und das Werk dürfte bereits im Herbst 1924 den Betrieb eröffnen.

e Betriebs st illegungen. Am Sams­tag waren im Ruhrgebiet wegen Absatzmangel 43 Schachtanlagen stillgelegt. Die Zahl der ausgefal­lenen Schichten betrug 62 762. 3n der am Sams­tag abgelaufenen Woche muhten wegen Absah- mangels auf 163 Schachtanlagen 240 370 Feier­schichten eingelegt werden gegen 215 999 in der vorhergehenden Woche. Rach einer Meldung aus Dresden gingen beim sächsischen Arbeits- Ministerium in der zweiten 3ulihälfte 133 An­zeigen über beabsichtigte Betriebsstillegungen ein, davon 41 aus der Maschinen-, Apparate- und 3nstrumentenindustrie, je 14 aus den Betrieben lfcer Metallverarbeitung und dem Ziegeleigewerbe und 12 aus der Textilindustrie.

* Detriebseins chränkungen in der Aachener Tuchindustrie. Die Gage in der Aachener Tuchindustrie hat sich auch zu Beginn 'des zweiten Halbjahres weiter verschlechtert. Rach dem Zustande der Räumung tm Monat Juli ist die Krise offen ausgebrvchen. Zu Beginn voriger Woche war mit Ausnahme einiger Betriebe die gesamte Tuchrndustrie im Aachener Bezirk auf acht Tage stillgelegt. 3n dieser Woche wird die Arbeit in Wechselschichten wieder aufgenommen Werdern.

' Die Schweiz sperrt die Einfuhr von Schlachtvieh aus Deutschland. Die ^Schweizerische Depeschenagentur meldet: Dachdem bei Schlachtvieh deutscher Herkunft anläßlich der mrenzviehärztlichen Untersuchung an der Schwei­zer Grenze kurz nacheinander zweimal die Maul- und Klauenseuche festgestelll wurde, wird ab 11. August die Einfuhr von Schlachtvieh aus Deutsch­land verboten. Rachweisbar bereits rollende und bte dahin an der Grenze eintreffende Transporte gelangen, wenn das Dich gesund ist, in den Schlachthöfen von Basel bzw. Rorschach und St. Gallen zur Abschlachtung. Einfuhrbewilligun- gen werben nicht mehr erteilt.

Frankfurter Dorfe.

Frvnkfturt a. M, 11. Aug. (Drahtbericht Gieß. Anz") Die wirtschaftlichen Hoffnungen, Äss an die günstig beurteilten swlittschen Aus- ffchten geknüpft werden, fanden auch zu Beginn der neuen Woche ihren Ausdrua in größerer Kaufneigung und in einer Kurssteigerung für nahezu alle Gebiete. Anregend wirkte vornehm­lich auch der günstige Verlauf der Pariser Ver­handlungen Herriots mit dem Ministerrrat. Ge­fördert wurde die Höherbewegung durch die an- Lauernde Verflüssigung des Geldmarktes und durch -weitere Käufe des Auslandes, was namentlich Lei^Spekulation Anlaß zu neuen älnternehmungen bot. Die neue Hauff^ewegung nahm ihren Aus- tzangspuntt von dem Mabtt der heimischen An­leihen, der unter dem Zeichen der Aufwertungs- Hoffnungen steht. 'Stürmische Nachfrage und sprunghafte Steigerungen dieser Werte bildeten auch heute die Regel. Dagegen lagen die aus- fländischen Renten etwas vernachlässigt An dem Aktienmarkt war die Tendenz ebenfalls sehr fest. Kursgewinne bis zu 3 Billionen Prozent. Ein regeres Geschäft hatte auch heute der Bankaktien­markt. Der Kassaindustriemarkt bewegte sich gleich- ifatld in aufwärtsgehender Richtung. Der Geld­markt ist leicht, tägliches Gold ist mich weiter zu etwa 1/4 pro Mille und Monatsgeld mit 11/4 zu haben. Am Devisenmarft sind Paris und Lon­don besonders fest im Hinblick auf die günstigen

Das Brieflein ist erst nach langen, langen Wochen in Topper angelangt, sintemalen der Feldjäger, der es mitzunehmen versprochen, von Daurischen Panduren abgefangen wurde, denen dann wieder Zietenhusaren die Beute abjagten: Königsboten unb Post.

indessen aber sind über die arme Reumark, während der König beobachtend in Schlesien blieb, Feinde hereingebrochen, ärger denn die Wölfe, die der harte Winter gebracht. Zum zweiten Wale kamen die Russen ins Land.

Am letzten September ist die albe runzlige Botenfrau, die Mrhanten, mit der Schreckenspvft Lagewesen: die Kosaken hätten gestern in Stern­berg geplündert, wären wie die HerHchrecken hineingefallen mit Sengen, Morden und Schän­den. Darauf hat der Gestrenge wieder in. aller Eile den großen Planwagen rüsten lassen und Weiber und Kinder samt dem besten Vieh und der wertvollsten Habe in die Dachsberge gefcpidt; auch der Stabskapitän hat ungeachtet allen Sträu­bens mitgemuht. Wohl hat Frau Beate die Hände gerungen:Der Herr Vater sollten bei uns blei­ben-" Doch der Gutsherr hat fest beharrt:3ch bleib', wo ich hingehör', bei dem Meinen. Geh' auch ich, treiben sie's noch ärger. Vielleicht, daß sie in mir doch etwas wie eine Auto rite aner­kennen. Gott der Herr Helf' uns!"

Am Rachmtttag, als er sie alle in Sicher­heit wußte, ist er noch einmal mit dem Egid durch die Arnze Wirtschaft gegangen und ins Dorf.

6% Deutsche Reichsanleihe . 4% Deutsche Rcichsanleiye . 3'/»°/° Deutsche Reichsanleihe 3% Deutsche Reichsanlethe . Deutsche «svarprämien an leihe 4% Preußische KonsolS . . . 4% Hessen ........

3W/o Hessen 3% Hessen ...

Deutsche Wertb- Dollar-Ant. dto- Doll.-Schatz-Anwetsvg..)

4% Zolltürken.........

5% Goldmexikaner

Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank. Darmst. und Nationalbank . Deutsche Bank........-

Deutsche Veretasbank .... Disconlo Commandit .... Metallbank........

Mitteldeutsche Lreditbank . . Ocslerreichische Lreditanftalt. Westbank............

Bochumer Gaß .......

BuderuS.......

Caro............

Deutsch-Luxemburg......

Gelsenkirchener Bergweck. . Harpener Bergbau.....

'Kaliwerke Aschersleben. . . .

Kaliwerk Westeregeln.....

Laurahüttc Oberbedars Phönix Bergbau Rheinstabl...........

Riebet Montan.....

Tellus Bergbau........

Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd Eheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann......

Anglo Cont-Guano .... Badische Anilin........

Cbcmische Mayer Slapin . . Goldschmidt........ .

Gries! eimer Electron .... Höchster Farbweck...... Holzverkohlung........

Rütgerswerke ......... Scheideanstalt.........

Alla. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann...........

Mamkraftweck Schlickert......

Siemens <k HalSke ...... Adlerwerke Äleyer ..... Daimler Motoren. ...... Heyligenstaedt......

Meguin......

Frankfurter Armaturen . .. Konservenfabrik Braun . . . Metallgesewchaft Frankfurt. Pet. Union A.°G........

Schuhfabrik Herz Sichel..........

Zellstoff Waldhof.......

Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . .

Gott gebe, daß totr den morgen hören. Hier Laiff' ich Ihn nicht. Gr ist bei mir besser aufge- hoben." Der Magister sah auf seinen Schlafrock, sah auf seine Pantoffeln.3st schon gut. Kleid' Er sich schnell um, so Er's für konvenabler hält, älnd das Altargerät?"

Hab' ich meiner Gheüebsten nritgegdben.

Recht so. Run sput Er sich, wir warten hier draußen."

So sind sie beim miteinander zum Schfeß gegangen. Am Abend, bei der Tranfunzel, hat ihnen der Magister das Gebet gesprochen. Die Rächt ist ruhig verlaufen.

Aber in der Morgendämmerung schon tft der alte Marzanke gekommen:Gnädiger Herr sie sind dal"

War zunächst nur ein Trüpplein, Kirgisen, schmierige kleine Gesellen auf kleinen Gäulen, mit dem Bogen der eine, mit der Lanze der andere, jeder aber mit einem mächtigen Kantschu. An der Schmiede haben sie gehalten, und weil der

Märkte.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M, 11. Aug. (Drahtbericht desGieß. Anz.") Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 20,75 bis 21,25, Roggen, inländ. 17,50 bis 17,75, Sommergerste für Brauzwecke 20' bis 20 50, Hafer, inländ. 18 bis 18 50, Mats (gelb) 17 bis 17,60, Weizenmehl, inländisches, Spezial 6 31,75 bis 33, Roggenmehl 26 bis 26,50, Weizen- und Roggenkleie 10,75 bis 11,25, Erbsen 20 bis 26, Heu 6 bis 6,50 Weizen- und Roggen- strvh 4 bis 4,50, Treber, getrocknet 13,50 bis 14. Stenbenj fest.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 11. Aug. Am Produktemnarkt waren die Preise für Weizen und Roggen be­hauptet, da das Provinzangebot spärlich fft und Rachfrage aus Süd- und Mitteldeutschland, sowie von in- und ausländischen Mühlen besteht. Das noch sehr wenig befriebigenbe Mehlgeschäft läßt indessen höhere Forderungen für Brotgetreide nicht durchsetzen. Sehr fest lagen demgegenüber Gerste und Hafer. Wintergerste bleibt für das Inland und Ausland gesucht, ebenso Sommergerste für Brauereien und E^portzwecke. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märt. 189 bis 194, Roggen, märt. 140 bis 146, Gerste, märt. 180 bis 190, neue 174 bis 180, Hafer, märt. 157 bis 167, Raps 280 bis 285, Leinsaat 400 bis 410; für je 100 Kilo: Weizenmehl 25,50 bis 28,50, Roggen- md>l 21,25 bis 23,50, Weizenkleie 10,80, Roggen- Bleie 10,40 bis 10,50, ViLoriaerbfen 23 bis 27, Heine Erbsen 16 Äs 17, Futtererbsen 14 bis 16, Peluschken 13 bis 14^0, Ackerbvhnen 13,50 bis 15^50, Wicken 14 bis 16, Lupinen, blau 9 bis 10, gelb 17 bis 18, öerabeßa, neue 8 bis 10, Raps- buchen 11,80 bis 12,20, Leinkuchen 20 bis 21, Torfmelaffe 7 bis 7,20, Kartoffelflocken 24 Mk.

Frankfurter Schlachtdlehmarkt.

Frankfurt a. M, 11. Aug. (Drahtbericht desGieß. Anz") Auftrieb: Rinder 1113 Stück, darunter 258 Ochsen, 41 Bullen, '814 Färsen und Kühe, 337 Kälber, 31 Schafe und 2274 Schweine. Es fetteten pro Zentner Lebendgewicht: Rinder: Ochsen: vollst, ausgewachsene höchsten Schlachtwer­tes 50 bis 56, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 43 bis 49, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 33 bis 42; Dullen: vvllfl. ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes 40 bis 45, vollfl. jüngere 32 bis 39; Färsen und Kühe: vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtweries 48 bis 54, vollst, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 42 bis 49, wenig gut entwickelte Färsen 38 bis 47, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 35 bis 41, mäßig genährte Kühe und Färsen 25 bis 34, gering genährte Kühe und Färsen 15 bis 20. Kälber: feinste Mast- kälber 52 bis 57, mittlere Mast- und beste Saug­kälber 45 bis 50, geringere Mast- und gute Saug­kälber 37 bis 43. Schweine: vollfleischige von 80100 Kilo 73 bis 75, unter 80 Kilo 65 bis 72, von 100120 Kilo 73 bis 75, ton 120150 Kilo 73 bis 75, Fettschweine über 150 Kilo 73 bis 75, unreineauen und geschnittene Eber 65 bis 70. Marktverlauf: rege und geräumt

Mit einem grimmen Verzweiflungslächeln hat er überall Umschau gehalten: mochten sie nehmen, was sie fanden! Wenig genug war's! Bares Geld hat er nur noch eine Handvoll Polnischer Groschen im Hause, die formten sie haben. Unb die letzte Ernte erbarm dich die war so miserabel, daß es kaum gelohnt, sie in bte Scheu­nen zu bringen.

Dis zum Ausgang auf Grünewald zu ist er gegangen, ohne recht auf das wirre ©erebe vom alten Egid zu hören. Immerzu hat er die Ge­danken hin und her gewälzt, was alles geschehen,' seit er vor Fahr und Tag zum ersten Male die ungebetenen Gäste erwartet, tote alles gekommen war. Richt ein Tag eigentlich des Aufatmens war dabei getosten, immer nur Sorge, Kummer, Verdruß, im kleinen und tm großen. Hat htn- übergesehn nach Leichholz und an den trauten Lasow gebadet, der nun seit Monaten nichts ton sich Höven ließ, allen Schimpf ruhig hinunterge­schluckt hatte. Hat hinüberaesehn nach den Dachs- bevgen und an den Junker gedacht: der stand nun im Lager. Aber wenn der dereinst wirklich Topper übernehme, tote sich's gehörte: was hatte er von dem verwüsteten Besitz ? Eine große Schalle märkischen Sandes, mehr ptmmer. Alles, was der Vater selig geschaffen, wofür er selber die Hände gerührt, war devastiert. Der arme Zunge! Mochte schon besser für ihn fein, er blieb ganz in des Königs Diensten. Ehedem war's Edel- mannsstvlz gewesen, daß das Lehen vom Vater auf Sohn und Enkel überging, daß ein jeder frei auf seinem Grund und Boden lebte. Run, mochte das anders werden, nun war's vielleicht Rettung für den verpowerten Adel, so er Unterschlupf fand beim König. . .

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser AubrN stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung^ Beschwerde über die Elektrische ileberlanbaulogc

Friedberg.

Grvhen-Linden, 9. Aug. Die Ernte hat begonnen, es gilt jetzt das Getteide aus- zudreschen. Die größeren Landwirt dreschen, wenn alles eingefahren ist, ihr Getreide in ihrer Hof- verte. Der Dreschwagen kommt in die Scheune und die Lokomobile in den Hof. Anders mit den Handwerkern, Arbettern und kleinen Landwirten. Diese dreschen ihr Getreide bei dem Dresch­maschinenbesitzer Watz Hierselbst. Deffen Dresch- Wagen wird mittelst elektrischem Motor in Be­wegung gesetzt. Schon sind die ersten Wagen mit GÄreide am Dreschplatz angefahren, da läßt die lleberlandanlage heute durch die Ortsschelle bekanntmachen, daß vom nächsten Dienstag ab der elettrische Strom am Tage ausgeschaltet wird. In welch große Verlegenheit bringt man diese kleinen Leute, die nicht alle einen eigenen Ernte­wagen besitzen, vielmehr sich einen solchen leihen. Run steht der beladene Erntewagen da und Borat nicht abgeladen werden. Der (Eigentümer möchte gerne fefbft Getteide einfahren, aber.e8 ist thm unmöglich gemacht, sein verliehener Wagen tft versperrt. Genau so erging es uns in der vor­jährigen Dreschzeit. Während des Dreschens wurde von Friedberg aus unerwartet der Strom abgestellt und Dutzende Menschen muhten stunden­lang warten, bis endlich wieder Strom kam. Am 20. IM d. I. sollte hier Kirmes stattftnden, so­mit hatten die Metzger tagsvorher zur Wurste zuberettung elektrische Kraft für die Motvre zu brauchen; was geschah Sammstag, den 19. IM 1924? Stundenlang fehlte der Strom. Ebenso mangelhaft ist die abendliche Beleuchtung. Selbst­verständlich macht man die Leitung rächt verant­wortlich für Streiks und höhere Gewalt. Am Samstag vor dem dtesjährigen Pfingstfest war abends ein Gewitter, und der Blitz zerstörte eine Sicherung im Transformatorenhäuschen, in­folgedessen fehlte das Licht. Obgleich der Bahnhof und die Bürgermeisterei Großen»Linden dies nach Friedberg telephonierten, kam erst am Dienstag- vormittag ein Monteur von Freedberg und brachte die Leitung in einer Minute in Ordnung. Sv fehlte während der Pfingstfeiertage in Grvhen- Linden jedes elektrische Acht. Irn letzten Winter führte der hiesige Kriegerverein in der Turnhalle das TrauerspielAndreas Hofer" auf. Wie ge­wöhnlich bei devarttgen Anlässen, versagte daS elettrische Licht. Wiederholt ging bei Hochzeiten das elektrische Licht aus. Wegen eines Anschluffes an einen Reubau entzog man uns zwei Tage den Sttom. Die Friedberger äleberlandanlage tft bei Gvohen-Lmden mit Gießen und Wetzlar zwar berbunbert, aber umgeschaltet totrb nie. Störun­gen, wie sie hier eintteten, kennt man in Gießen und Wetzlar nicht. Der hiesige Ortsvorfta-nd totrb gebeten, den neuen Herrn Provtnzialdrrekfer um Abhilfe zu bitten und wenn dies nicht wtttt, das Ortsnetz Großen-Linden an die Ueberlanb- anlage Buderus, Wetzlar, anschliehen zu lassen.

Büchertisch.

Erinnerungen an Marle-Av-» totnette von Frau von Eampan. Deutsche Ausgabe besorgt von Hiltgart Dielhaber. Wit 24 Abbildungen. (Verlag Julius Hoffmann, Stuttgart.) Preis geh. 6 Gnu, Leinen 8 Gm. Von Jefjer hat Marie -An totnette leidenschaftliche Verehrer ihrer Anmut, warme Verteidiger itaer Unschuld und heftige Gegner ihrer Lebensführung gehabt. Heute denken tote, daß auch Marie-An­toinette in gewissem ©inne schuldlos-schuldig nur ein Werkzeug des Schicksals gewesen ist. Ihre historische Persönlichkeit interessiert uns darum weit weniger, als die psychologische, die totr nir­gends besser kennen lernen können, als gerade bei Mme Campan, ihrer intimen Hofdame. Dabei ist Frau Campan in ihren Memoiren keine blinde Anbeterin; schonungslos erzählt sie, was den Zeitgenossen genügsam Grund zu Schmähungen und Aufruhr gab. Aber klar wie auS keiner an­deren Schrift geht hier hervor, daß Marie-An- toinette so werden Muhte, wie sie wurde, ihrem Volke zum älnheil und sich selbst zum Verderben. Vorzüglich sind die 24 Abbildungen aller wich­tigen Personen und Oertlichkeiten.

Ernst Zahn: Der Büßer und Der Guet!" Verlag Josef Kofel imb Friedrich Pustet K-G., München. Preis 1 M Eine reine befreiende Bergluft geht durch diese Erzählungen, die aus dem Herzen und innersten Empftichen des Schweizer Dolles emporgetoachfen ftnb und mit lebendiger, eigentümlich reizvoller Sprache ge­staltet wurden. Wie die steil aufragenden (Berge sind die Charaktere, hart, verschlossen, elementar. Ünb doch wieder welche Feinheit und Zarchejt der Frauenfeelen! Den Raturgewalten gleich bre­chen die Leidenschaften über diese Menschen herein Aber im tiefen Glauben an letzte Harmonie läßt der Dichter seine Helden empor wachsen zur inne­ren Freiheit und zum reinen Menschentum.

Berliner Börse.

Berlin, 11. Aug. (Drahtbericht des »Gieß. Anz.") Die neuesten Rachrichten aus London und Paris bestärken die Börse in ihrer Auffassung, daß die Durchführung der Verhandlungen mit

Schluß. Kur»

Schluh» Kurs

Schluß.' Kurs

Schluß. Kur»

8. 9.

11.8.

8 S.

11. 8.

0,750

0,830

0,7625

0,795

1,4

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1,275

1,275

1,3

1,350

1,225

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1,800

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0,500

1,45

i,6)

1,550

1,450

1,3

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1,5

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1.1

1,575

1,3

1 275

1,2

1.1

4,2

4.2

4,2

4,2

83

84,5

83

84,6

18,90

11

12,75 I

12

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30

36,10

31,375

34,50

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6,4

9

10,25

9.1

9,8

10,30

11,75

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11,25

0.4,0

0,445

-

1^,50

13,50

12,2

13 25

14,9

15,25

2,23

2,40

2,40

2,4

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0,470

0.475

0,600

0,325

0,350

0,4

0,4

55

51,60

52

12,6

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12,9

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14,25

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13,40

14,75

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54,5

52,6

52,5

54,75

56

54.40

64,50

61,5

67

63,5

65.5

11,75

13

12.13

13,90

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19,50

17,5

19

7.6

8

7,50

8

12

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13,25

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32 25

31,13

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26

27,875

26,75

20,25

42

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41

41,25

2,2

2,3

30,25

31,80

30,75

30,75

8,35

8,25

8,25

8,20

2,4

2,8

11,90

18

-

4,05

4,50

4,25

4,26

12

15

12,66

14,90

18,75

19,65

19

19,75

1,5

1,5

14,75

15,75

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15 40

17

18,75

17,66

19,25

15,65

16,5

15.9

16,75

8

8,40

w

16,75

19

16,9

18,4

15,75

16,50

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-

9,90

11

9,90

10,50

16,25

17,75

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37,5

40

37,25

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45

45,8

46.75

2,15

2,25

1,90

2,40

3,40

3,50

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3.8

w

13,9

13,9

11,8

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0,7

0,775

1

1

1

1,1

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14,25

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1,7

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3,2

3,2

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13,75

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11,50

11,60

4,4

4,75

335

4,10

3,25

3^5

Berlta. 11. Aug.

Geld

Brief |

Revark. °/n

Amerikanlschc Noten .....

4,1)

4,21

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Belgische Noten. .......

22,04

22,16

voll

Dänische Noten ........

63,43

68,82

Englische Noten. ......

19,14

19.24

voll

Französische Noten ......

24,19

24.31

voll

Holländische '.Voten ......

163,34

164,65

italienische Noten ......

19,10

19,20

voll

Norwegische Noten......

68,75

58,85

voll

Deutsch-Oesterr., ä 100 Kronen

5,90

6,03

voll

Rumänische Noten......

1,92

1,94

voll

Schwedische Noten......

111,82

112,38

Schweizer Noten.......

79,56

79',9 5

voll

Spanische Noten.......

56,21

56,49

voll

Tschechoslowakische Noten . .

1233

12,49

voll

Ungarische Noten......

5,57

5,59

voll

8. Aug.

11. Aug.

RLpart.

Amtliche Geld |

totierung Brief

Amtliche Hiotiermj

8.

11.

(Held |

»riet

Amft.- Rott.

163,04

163,83

164,09

164,91

voll

voll

Brss.-Antw.

21,35

21,45

22,04

22,16 68,95

voll

voll

Christiania.

58^5

68,65

58,65

voll

voll

Kopenhagen Stockholm . HelssngforS. Italien. . .

68,03

68,37

63,56

68,92

voll

voll

111,72

112,28

111,97 10,485 19,05

112,53

voll

voll

10,47

18,80

10,53

18,90

10,555

19,15

voll voll

voll voll

London. . .

18,945

13,035

19,16

19,26

voll

voll

Neuhork . .

4,19

4^1

4,13

4,21

voll

voll

Paris. . . .

23,54

23,66

24,14

24^6

voll

voll

Schweiz . .

7$,-iS

80,65

79^5

79,95

voll

voll

Spanten . . Wien in D^> Oest.abgeft.

&6,36

56,64

E6.38

66,64

voll

voll

5,915

6,935

6,97

5,99

12,52

voll

voll

Prag . . . .

12,36

12,62

12,46

voll

voll

Budapest. . Buen.-AireS

6,45

1,375

5,47 1385

5,57

1,405

6169 1v41F 3,09 1^3

voll voll

voll voll

Bulgarien

3,03

3,10

3,07

voll

voll

Japan . . .

1,72

1,73

V2

voll

voll

Rio de Jan.

0,405

0,415

0,41

0,42

voll

voll

Belgrad . -

5,22

6,24

5^6

6^8

voll

voll

Lissabon .

11,37

11,43

11,47

11,53

»voll

choll