Ausgabe 
9.8.1924
 
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Samstag, 9. August 192^

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Ernst Blumschein.-für der Anzeigenteil: Hans Beck

sämtlich in (Ließen.

-ötamabutm, m Kari beiauscht, Datur iÄbst twrta. »cm heiteren Zier-

Mtaven LiertrWick.

feit, daß handelspolitische Fragen und die Frage der Sicherhnt in die Debatte geworfen werden. Bei handelspolitischen Fragen konn e es sich allerdings nicht um dauernde Der- t g e , sondern höchstens um einen m v d u s vivendi während der Uebergangs- zeit handeln. Hinsichtlich der

Frage des Sicherheitspnktes muh daran erinnert werden, dah, soweit völker­rechtliche Verträge in Betracht kommen, die deut­sche Regierung unter Reichskanzler Cuno bereits derartige Verträge anregte, die von Dr. Strese- mann, als er Reichskanzler war, cvieder ausge­nommen, von Poincare jedoch a b g e l e h n t wur- oen. Cs sollte französischerseits dieser Gedanke wieder aufgegriffen und ein Vertrag befürwortet werden, der sowohl Deutschland wie Frankreich Schuh gewährt. So kann deutscherseits hiergegen schwerlich ein Cinwand erhoben werden. Hier allein, nicht jedoch in der Richtung der Zahlung von Obligationen scheinen Möglichkeiten zu liegen. Cs ist zu hoffen, dah auch über diese Frage eine Einigung zustande kommt, vorausgesetzt, dah der Wille hierzu vorhanden ist.

Dr. Marx bleibt in London.

(Eigener Informationsdienst.)

Redaktion.

Verbindlichkeit bet ng.)

r. V. Ihre Anfrage die zur DeväÄuiq nehmen zioei Nög. «e folgt beantwortens

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Mrng bestecht, bezüglich der Sachli?ferungen Dinge mung von Düsseldorf, Duisburg und burchzusetzen, die Deutschland schwerlich zu-- Ruhrort selbstverständlich ist und dah gte st e ch e n kann. Rach dem Versailler Vertrag alle Sanktionsgebiete einheitlich geräumt luden chie Fairbst-offlieferungen im l werden müssen. Andererseits besteht die Möglich-

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Die Derfassungsfeier.

* Die Dersassung eines K'-o-Hlvolkes ist der Rechtsboden, aus dem der Staat als Hüter der Ordnung, als Verteiler von Pflichten und Rechten seine Form erstehen läßt und durch den er gleichzeitig dieser Form einen lebendigen In­halt zu geben versucht. Als im Rovember 1918 das auf den bundesstaatlichen Zusammenschluß deutscher Monarchien von Bismarck errichtete deutsche Kaiserreich von den Fäusten deutscher Revolutionäre" zerschlagen wurde und dieneue Zeit" mit der künstlich genährten Hoffnung auf die Hilfe im bisher feindlichen Lager und der VerheißungFrieden, Freiheit und Brot" gleich einer fata morgana vor die abgestumpften Sinne des zermürbten deutschen Volkes gezaubert wurde, war naturgemäß die dem Boden nüchterner Er­wägungen und geschichtlicher Entwicklung entwach­sene Bismarcksche Verfassung unbrauchbar gewor­den. Uni) eine Zeitlang schien es, als sollte die Anarchie an die Stelle der Ordnung treten, als sollte der Spartakismus das Musterland der Ord­nung in eine von den Furien der Zerstörung be­herrschte Wüste verwandeln. In dieser Zeit war es gewiß ein Verdienst, das keine noch so scharfe Kritik aus der Welt schaffen kann, dah es den in der Rationalversammlung vereinigten Volksvertretern gelang, der nach keiner Richtung hin konsolidier en deutschen Republik eine Verfassung und damit die Möglichkeit der Erhaltung des auseinander­strebenden deutschen Reiches zu geben. Sie war und muhte sein ein mit allen Fehlern und Süwä- chen eines Uebergangsproduktes behaf ette Men- schenwerk, und die fünfjährige Wirksamkeit der Weimarer Verfassung hat gezeigt, wie verbeise- rungsbedürftig sie ist.

Aber alle zur Kritik anregenden Schwächen der Klammern des deutschen Reichsbaus, alle Verbesserungswünsche dürfen und formen nicht den wahrhaften Deutschen davon abhalten, die Ver-

lchrichten.

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August. Voradb.1'«.

1.8.45.

t Sabbatfeia, 9.M norm. 8.00, nacfmU.®. chengottesbienst: vvim» in den übrigen Tagen

Paris, 9. Aug. Der diplomatische Bericht- . , - ----------- --------

erstatter der Havasagentur teilt mit, dah gemacht werden, wenn nicht die deutsche Ministerpräsident Herriot heute Samstag in Be- Iu st izhoheitim beseht en Gebiet wie- gleitung von Kriegsminister Rollet und Finanz- derhergestellt wird. In diesem Falle kann Minister Cläirentel nach Paris reisen werd,». Viel- von deutscher Seite gesagt werden, dah alles, mas leicht werde er ein Flugzeug dazu benutzen. Her- zwischen dem 11. Januar 1923 und dem 16. August riot beabsichtigt, den Ministerrat über die geschahen ist. ausgestrichen wird,

»u dah aber noch tiefer Seit jeder dem deutschen ®e.

beV^toSo --'^werden

ans der Londoner Konferenz einnehmen scül: der ' 9 1 d

Frage der militärischen Räunrung des Ruhr­gebiets und der Frage der Beibehaltung der französisch-belgischen Eisenbah­ner auf den rheinischen Eisenbahnen. Der Mini­sterpräsident und seine Mitarbeiter werden nicht länger als 24 Stunden von London abwesend sein. Unmittelbar nach dem Ministerrat werden sie Paris verlassen, so dah sie Sonntagabend wieder in London sein könnten.

sassung als das Symbol der Dolksgemeinschcfft zu ad>ten und zu ehren. Denn nur diese Achtung vor dem Rechtsfundament des Staates gewähr­leistet ihm und seinen Bürgern das Maß vom Ordnung und ruhiger Entwicklung, das kein Volk mehr als das deutsche braucht, um feinen Platz in der Welt auszufüllen. Und es gib! wohl kaum ein besseres Vorbild für die in ihrer staatsbürger­lichen Pflicht schtoankende.i DoWgenvssen als die Tatsache, dah in der kritischsten Zeit der Geschichte der deutschen Republik ihr? wesentlichsten Belange durch zwei Männer vertreten werden, die in der durch die Weimarer Verfassung gekenn,zeichneten Staatsform nicht das deutsche Ideal sehen. Man wird weder dem Reichsauhennrinister St rese- mann, der noch unlängst ein Volkskaiser, tum propagierte, noch den: Reichsinnenminister Jarres, der sich offen als Anhänger der mon­archistischen Staatsform bekannt, nachsagen tonnen; dah sie nicht ihre ganze Kraft in den Dienst der deutschen Republik, der Gemeinschaft des deutschen Volkes, stellen. Sie sind gewih besser wirkende Patrioten, als jene Berliner Führer der SPD., die ihre ^Beteiligung an der Gefallenengedenkfeier und der Kundgebung des von ihrer Partei ge­stellten Reichspräsidenten mit agitatorischen Grün­den ablehnten, oder als jene Mehrheits­sozialisten, die den Ausschluß des Reichspräsi­denten aus der Partei forderten und fordern, weil ihnen Herr Ebert zu wenig den Gedanken einer sozialistischen Republik zu vertreten scheint. Doch es fällt auf die morgen und über­morgen stattfindenden Derfassungsf e i e r n nicht nur der Schalten parteidemagvgischer Engherzig­keit. Richt nur das Werk von Weimar, sondern die gesamte Gegenwart ist Uebergang. Lind nicht nur die schroffe Haltung Bayerns, das den unitaristischen Charakter der Der-

affung durch die Stärkung söderalisti- cher Tendenzen abzulösen wünscht und die Verfassungsfeiern als solche ablehnt, nicht nur die Haltung des Kölner Zentrums, das erklärte, sich wohl als Verfassungspartei, aber nicht als republikanische Partei zu betrachten, nicht nur die Ablehnung der Beteiligung an der in Anwesen­heit des Reichspräsi denken in Mstnster stattfindenden Feier durch die dortige Handels­kammer und die westfälische Landwirt­schaft gibt zu denken. Sondern auch Beobach­tungen der Presse der stärksten Stütze der Wei­marer Verfassung, der S. P. D., zeigen, wie wenig verankert im deutschen Volke noch die Gedanken sind, mit denen die Verfassung die neue Zeit dem deutschen Volke mundgerecht machen sollte Wenn das<Hessische Organ der S.P. D. vor der Verfassungsfeier seinen Lesern die Herkunft und den Sinn der Farben dies Reichsbanners darstellen muh, beweist dies an sich schon viel. Was aber soll man sagen, wenn das Blatt ge­zwungen ist, folgendes zu betonen:

Aber weile Kreise stehen ihr auch noch ablehnend gegenüber und meinen, es sei ein Zufgeben der Ziele, zu der die reine rote gajjne weist, wenn wir der Flagge des Reiches unfern Gruß darbringen. Hier wird ?. ^vandlung in der Gesinnung notwendig sein Besonders die Arbeitersportler, hier und da durch kommunistische Blödiane verwirrt, täten gut, auf ihren Festen neben der selbstverständ- nchen roten Fahne auch der Fahne der Re- publck ihre Achtung zu erweisen, denn kein Ar« beitersportler wird leugnen können, daß es sein Sport unter dieser Flagge leichter hat als un­ter der alten kaiserlichen Fahne."

-neben" der selbstverständlichen roten Fahne! Fürwahr unter solchen Begriffsverirrun­gen ist es kein Wunder, wenn das deutsche Volk nicht den Weg zur Einheit und Geschlossenheit zu finden vermag. Denn dies deutsche Volk hat keine Sehnsucht nach einer sozialistischen Republik, und es war ein demokratisches Blatt, die

Berlin, 9. Aug. Don unterrichteter Seite wird uns mitgeterlt, dah Reichskanzler Dr. Marx feine Absicht, noch vor dem Abschluß der Londoner Derhandl.mgen nach Berlin zurückzukehren, endgültig ausgeben muhte. Der Reichskanzler wird noch eine Reihe wichtiger Verhandlungen führen müssen. Cs hat sich herausgestellt, dah die Anwesenheit des Kanzlers in London dringend erf 0 rder- lich ist, da die Verhandlungen deuffcherseitS ge­meinsam von Dr. Marx und dem Außenminister Stresemann geführt werden muffen, die sich gegenseitig ganz vorzüg­lich ergänzen. Durch eine Abreise des Kanzlers würde St. Stresemann in eine scha>ierige Situa­tion geraten, da die alliierten Staatsmänner großen Wert darauf legen, dah die deutschen Unterhändler e ndgültige Entscheidungen treffen können.

Deutscher Erfolg in der Anleihe- froge.

London, 8. Aug. (WB.) Der Rat der Vierzehn befaßte sich heute nachmittag mit dem neuen Entwurf des ersten Teils des Berichtes des Zweiten Ausschusses, in dem es ursprünglich hieß, daß die Verantwortlichkeit für den .Anleihekontrakt allein auf Deutschland ruhen müsse. Die deutschen Vertreter haben darauf hingewiesen, dah es nicht billig sein würde, ihnen die gesamte Verantwort­lichkeit aufzuerlegen. Die alliierten Vertreter stimmten zu. den Bericht des Zweiten Aus­schusses in diesem Sinne neu z u entwerfen.

Der Kampf um die militärische Räumung.

(Eigener Informationsdienst.)

Berlin, 9. Aug. Die Lösung der Frage der militärischen Räumung des Ruhrgebiets ge­staltet sich außerordentlich schwierig Wie wir erfahren, ist es bish?r noch nicht mög­lich gewesen, eine Terhandlungsgrundlage zu fin- oen, auf der zwischen Deutschland, Frankreich und Belgien eine Diskussion möglich ge­wesen wäre. Deutschland fordert, daß die militärische Räumung im Anschluß an die wirtschaftliche Räumung stattfinden soll und zwar ohne irgendwelche Bedin­gungen. Frankreich und Belgien halten dagegen an der Auffassung fest, ldaß(be st i m m te Vorbedingungen, wie die re st lose Durchführung der abschließenden Militärkontrolle, der Abschluß eines deutsch-französischen Handelsver­trages usw., erfüllt werden müßten. Die internen Verhandlungen, die bisher zwischen den Hauptdelegierten der beteiligten Regierungen stattgefunden haben, wurden streng vertraulich ge­führt? Ein Communique soll erst dann ausgegeben werden, wenn eine Verhandlungsgrundlage ge­schaffen ist. Man nimmt an, daß die eigentlichen entscheidenden Verhandlungen nunmehr am Sonn­tag stattfinden werden.

Amerikanische Bankiers in Berlin.

(Eigener Informationsdienst.)

B e r l i n , 9. Aug. In Berlin werden Ende dieses Monats mehrere hervorragende Vertreter amerikanischer Banken erwartet, um mit großen deutschen Industriegesellschasten Vorhandlungen über private Kredite zu führen^ Die größten Aus­sichten auf amerikanische Kredite hat die deutsche Maschinenindustrie sowie die chemische Industrie. Rach den in den Berliner Finanzkreisen kursierenden Mit­teilungen dürften die in nächster Zeit zu erwarten­den privaten Industriekredite annähernd 20 Millionen Dollars betragen. Man erwar- t e t, daß der deutsche Kreditmarkt durch das Zu­standekommen amerikanischer Anleihen in den erfaßen 22i.onaten eine wesentliche Erleichterung

Erster Blatt ^4. Jahrgang c

GietzenerÄilzeiger

General-Anzeiger für Ohecheffen

vnick und Verlag: vrühl'sche Ukliverfitäts-Vuch- und Stetaöruderei R. Lange in Giehen. 8chriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7.

Die letzte Krise in London.

Herriot holt sich Rat in Paris. Ein deutscher Bericht über die Lage das Wochenende zu einer r Ichre 1925, die Kvhlenlieferungen 1930 eS Äs^a aus" 5 Hinsichtlich der Kohle handelt es sich um die

to^ie .fluchen, grundsätzliche Frage, ob man ib r den ab­deutschen ÄnihoSinr- hon m r° fle geschlossenen Vertrag in einzelnen Punkten hin-

^sgehen soll. Französischerseits zeigte sich ÄSä des das Bestrehen, chemische Produkte, die na ürlich

^ozugs auch der letzten französisch-belgischen feine Raturalprodickte sind unter den Bearifs oxe -Lvreise des Herrn Bnand von der Konferenz dieser Forderung würde ja Cannes, die beSanntlich mit seinem Sturz x.-. x , D

durch Poincarö endete, zu denken, um in diesem t £te 5®rtbauer Les bisherigen Druckes Entschlich Herriots den Beweis für die Behauv- J!. Deutschlands chemische Industrie und eine lang za sehen, daß die Londoner Koifferenz die Untere Verhinderung ihrer älnabhängigkeit auf letzte Krise durchzumachen hat. Sie war unver- internationalen Markte bedeuten. In der meidbar, da in den Köpfen der französischen Frage der Sachlieferungen kann von deutscher Militärs und alle Dementis können diese fwn»öfif<&en Forderungen auf Holz

Tatsache nicht aus der Welt schaffen noch ^?t'ch^ ^^dutte n i ch t nachg.kommen wer-

heute Wünsche und Ansichten lebendig sind, die ^ese Frage wird, wie zu erwarten ist,

im direkten Gegensatz zu dem Geiste stehen, ui D?n?-^Kdt . vierzehn behandelt werden, weil dem die Londoner Verhandlungen zu Ende geführt Jl<^ um. eine prinzipielle Frage handelt, werden müssen, axmn sie eine neue friedlichere politische Fragen entscheidet letzten Eiides

Epoche ein feiten sollen, ilnb es ist ebenso über- Vollkonferenz.

flüssig. dies ausführlich zu erklären, Es besteht die Aussicht, daß das bisherige Er-

wie die neuen Kombinattonen der Pariser gebnis der Verhandlungen Deutschland keinerlei Presse abzudrucken, die je nach ihrer Ein- Grund gibt, enttäuscht zu sein,

stellung die Zustimmung des Ministerrats zu den da auf alliierter Seite mit bem er ken swer- An- und 2lbsichten Herrwts oder den Abbruch der t e r S a ch l i ch ke i t auf die deutschen Argumente Sa wird die anscheinend eingegangen worden ist. Dies trifft

« rdas amtliche Frankreich sich zu ebensowohl für die Sanktionsfrage a>ie für «S ? 6 a 6 1 e 11 cn Hellen will, die Fi-age derDefini tionderVerfehlun-

als die die deutschen Einwande und Forderungen gen, wie schließlich auch für die Amnestie zu von Der ganze nWelt angesehen werden, wie in der durch die Ausmerzung des unerträglichen' auch der untenstehende, sichtlich nach Fühlung- Satzes, dah nur amnestiert werden solle, fowett die nähme mit maßgebenden Stellen verfaßte Lage- Sicherheit der Besatzungstruppen nicht ge- Bencht des offiziösen deutschen Depeschenbureaus fährdet iperde,

nun sichergestellt ist, daß auch der letzte Deutsche

Herriots Reise nach Paris1 amncrtiert tottb-

Auch in der Frage der Anleihe scheint dem deutschen Standpunkt, daß Deuffchland für ein etwaiges Richtzustandekommen der Anleihe nicht verantwortlich gemacht werden könne, die Anleihe ohne Tlnterstühung zustande kommen könne Rechnung tragen worden zu sein. Es wäre nicht erstaunlich, wenn die auf diese Fragen bezüglichen Erörterungen den Deuffchen Gelegenheit boten,

Londoner Gerüchte und ein bie Anleihemöglichkeiten

amtliches französisches Dementi. und die bisherigen Maßnahmen in dieser Hinsicht

Paris, 9. Aag. (WTD.) Die Morgenblätter ^e vierten zu richtem Eine Deantwor- berichten über das gestern in Llmlauf gesetzte nnd?9«;** <5Td^"lrn

Gerücht über die Rückkehr Herriots nach Paris, foPJ9^ ^VXL, Wahrscheinlich

um mit General Rollet und Finanzminister ni? ^Cr

Clementes an dem Ministerrad teilzunehmen. ^or

Rach demEcho de Paris" hat man das

Gerücht von ernsten Mein ungsverschie- o etner

denhe iten innerhalb der französischen Dele- ILsL' gation kolportiert. Herriot habe unter dem

Druck der Rachrichten aus Paris sich ver- Reichsbank, die Eisenbahnen usw. betreffenden

L-m-m U 5 6« f t e n ® e t n ug »<x U8 t'au[d>

Militärische Räumung des Ruhr-

gebiets vor der Wiederaufnahme der Das Verbleiben der französisch-belgischen Eisen- Militär kontrolle. Rollet habe Herriot er- bahner kann von deutscher Seite nicht zugestanden tritert, unter diesen Umständen könneer nicht werden.

mehr für die Siche rHelt Frankreichs Diese Frage steht im Zusammenhang mit der garantieren. Angesichts des Ernstes des Frage der militärischen Räumung des Ruhr-

Konfliktes habe Heiwiot vvrgeschlagen, den gebiete. Es ist anzunehmen daß in dieser Frage Schiedsspruch des Ministerrates an- zunächst Beratungen zwischen Frankreich, Belgien zurufen. und Deutschland stattfinden werden und daß,

* wenn zwischen dem französischen und dem beut-

Um all diesen Gerüchten ein Ende zu machen, schen Standpunkt eine Verständigung erfolgt, die hat das Quai d'O r s a i in später Abendstunde Angelegenheit in der Form eines Protokolls' vor­der' Presse mitgeteilt: Herriot habe erklärt, es die Konferenz kommt. Der deuffche Standpunkt fei ganz natürlich, wenn er nach einer Abwesen- in der Frage der militärischen Räumung des heil von fünfundzwanzig Tagen von Paris und Ruhrgebiets muß als außerordentlich stark an-» nachdem er im Besitze aller Dokumente der Ver- gesehen werden. Es ist daher kaum Oera>uaber- Handlungen fei, einen Tag der Freiheit ausnutzen lich, trenn das Recht Deutschlanbs, diese Räu- verde, um dem Ministerrat zu berichten, anstatt mung zu fordern, von keiner Seite be» Vffuche in der Umgebung von London zu machen, z weife l t worden ist. Wenn die ganze Welt es Ds käme kein anderer Grund für seine Reise m als selbstverständlich betrachtete, daß Betracht. deutscherseits diese Frage vorgebracht wird, han-

Mit einer gewissen Bosheit fragt dasEcho delt es sich jetzt nur noch um die Frage bei] Paris:Wann darf man das Dementi dieses Modalitäten.

ecmemte erwarten?" Jede Verbindung dieser Räumung mit irgendwel-

(Ein chen finanzieNen Leistungen Deutschlands in Form

ivtjk von kommerziellen oder wirtschaftlichen Konzes-

IlllOt* PflAO fionen muß als unmöglich bezeichnet werden.

In der Räumungsfrage darf es sich keinesfalls

London, 8. August. (WB.) Beträchtlich um eine Frist von zwei oder einem Jahre Han- schwieriger als im Zweiten Ausschuß er- deln, sondern nur um eine nach Monaten be­scheinen die Verhandluiigen im Dritten Aus- stimmte absehbare Zeit. Es fdirn ferner kein schuß, da von französischer Seite die Rei- Zweifel darüber bestehen, daß die Räu­

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