Ein Protest der Gastwirte.
(Eigener Bericht des „Gieß. Anz.")
D a r m st a ö t, 5. (Hob. Der Rhein-Mai n- Gasttoirteverband hielt gestern in Darmstadt eine Protest Versammlung gegen die hohen Steuern ab. Der Vorsitzende des .Verbandes, Gastwirt und Stadtverordneter Schnauder -Darmstadt, verlangte m seiner De- grüstungsansprache freie Entwicklung für das Gastwirtsgewerbe, das fast nicht mehr lebensfähig sei wegen der Steuern und behördlichen Maßnahmen. Der eigentliche Redner der Veranstaltung tixxr der Präsident des Deutschen Gastwlrteverbandes Emil Köster- Derlin, der sich als Thema seines Vortrages „Die steuerlichen Belastungen, Sonder-Doppelbesteuerungen des Gastwirtsgewerbes in Reich, S tackt und Gemeinden sowie S^rnkstättengeseh und Polizeistunde" gewählt hatte. Er wies auf die starke Zunahme ausländischen, namentlich amerikanischen Kapitals hin, das im Gefolge des Londoner Abkommens unsere Wirtschaft beherrschen werde. Als Gegengewicht hiergegen sei die Reubildung von Kleinkapital anzustreben und das Wie derer starken des Mittel st andes, zu dem auch das Gastwirtsgewerbe gehöre. Dies diene der Erhaltung der Lebensmöglichkeit und der Lebensannehmlichkeit. Der Redner wies den Vorwurf zurück, die Gastwirte seien nur Alkoholverkäufer, daß dies nicht der Fall sei, beweise die Tatsache, dah sie auch alkoholfreie Getränke verkauften. Die Polizeistunde habe als moralisches Erziehungsmittel ihren Zweck verfehlt, denn in den Grobstädten, in den sog. Kaschemmen, sei ein ununterbrochener nächtlicher Wirtschaftsbetrieb gerade für die Elemente, die einer moralischen Erziehung bedürften. Der Redner wandte sich dann der Erörterung der Konzessionsfrage zu und stellte die Forderung auf, dah bei Prüfung der Bedürfnisfrage das Gastwirtsgewerbe nicht nur gutachtlich gehört werde, sondern entscheidend mitwirken müsse.
Erzbevger habe mit seiner Steuerpolitik dem deutschen Volke einen schiech en Dienst erwiesen; den Gemeinden müsse wieder wie in früherer Zeit das Recht verliehen werden, Zuschläge zur staatlichen Einkommensteuer zu erfjeben. Die Be° iHerbergungssteuern indessen, namentlich die der Gemeinden seien unbedingt abguschafsen; sie seien mit am meisten schuld^ dah der Misländeiwerkehr in Deutschland zurückgegangeu ist. Schwer laste auf dem Gastwirtsgewerbe auch die Umsatzsteuer; nicht der Umsatz, sondern der Ertrag müsse steuerlich ersaht werden. Weiter wandte sich der Redner gegen die Erhebung von Getränkesteuern durch die Gemeinden, dies dürfe ausschliehlich Sache einer Reichssteuer fein, auch sei sie bei dem Erzeuger zu erheben. Bei der hohen Sektsteuer gingen die Erträge immer mehr zurück. Die Vergnügungssteuer mühte von den willkürlichen Bestimmungen der Gemeinden befreit werden, ebenso sei es ein einzig dastehendeo Zustand, dah in Hessen musikalische Darbietungen genehmigungspflichtig sind. Zum Schluh seiner Ausführungen kündigte der Vortragende an, dah das Gastwirtsgewerbe den Kampf für die hier entwickelten Aufgaben und für die Erhaltung seiner Existenz aufnehmen werde. Rach einer lebhaften Aussprache teilte der Redner noch mit, dah das Reich nicht beabsichtige, das Bier höher zu besteuern. Grundsätzlich fei die Abschaffung der Polizeistunde zu erstreben. Bei den Wahlen •träten die Gastwirte für die staatsbejahenden Parteien ein.
Wirtschaft.
Die neue Rohstahlgemeinschaft. 3n den in Düsseldorf geführten Verhandlungen wegen Bildung einer Rohstahlgemeinschaft wurde eine Einigung über die Beteiligungsziffern erzielt und ebenso über sämtliche Bestimmungen des Vertrages. Aach den Verhandlungen soll die Förderung des Stahlgewerbes durch Zusammenfasfen der beteiligten wirtschaftlichen Kräfte der Zweck sein und die Rohstahlerzeugnisse der Gesellschaft dem jeweiligen Bedarf des Marktes angepaht werden. Die Rohstahlerzeugung umfaßt sämtlichen von den Gesellschaften im Inland« nach dem Thomas-Bessemer- und Siemens-Martin-Verfahren hergestellten Rohstahl.
Baroper ÄLalzwerk — Hugo Dtinnes Eisenhandel A.G. Heber den zwischen dem Daroper Walzwerk und der Hugo Stinnes Eisenhandel A. G. abgeschlossenen Verkaufsvertrag macht die „Deutsche Bergwerkszeitung" folgende authentische Angaben: Cs handelt sich bei dem Abkommen um einen einfachen Vertretungsvertrag, der nach den Satzungen vom Vorstand des Baroper Walzwerkes allein abgeschlossen werden kann. Da der Vertrag aber auf 25 3ahre bemessen ist, hat es der Vorstand für zweckmäßig gehalten, vorher den Aufsichtsrat zu befragen, der seine Zustimmung gegeben hat. Die Stinnes Eisenhandel A. G. übernimmt die Alleinvertretung für den Verkauf der Walzerzeugnisse
des Daroper Walzwerkes und erhäU dafür eine mäßige Provision, in die gleichzeitig das Delkredere eingeschlofsen ist. Die Festsetzung der Preise liegt beim Daroper Walzwerk. Diese zieht aus dem Vertrag den Vorteil, für seine Erzeugnisse jederzeit sofort bares Geld zu erhalten, so dah also das finanzielle Risiko der Stinnes Eisenhandel A. G. verbleibt.
* Das Auslandpaket der Commerz- und Privat-Bank. Zu der Meldung der „Dossischen Zeitung", eine ausländische Finanzgruppe habe einen ansehnlichen Posten Aktien der Commerz- und Privatbank erworben, erfährt das „Hamburger Fremdenblatt", daß es sich dabei in der Hauptsache um erste englische Privatbankkreise handelt, neben denen auch amerikanische Finanzkreise eine gewisse, wenn auch geringe Rolle spielen. Die Transaktion dürfte den schon in den Rachkriegsjahren erfolgten Aktienkäufen entsprechen, d. h. also, die ausländische Gruppe wird die Aktien voraussichtlich im Portefeuille bcholten, um Dedeutung für das ausländische Kredit- und Provisionsgeschäft zu erlangen; ein Eintritt in den Aufsichtsrat dürfte kaum in Aussicht genommen sein.
Börsenkurse.
ei) Dom Rückrahlungswert, Frankfurter Abendbörse.
Frankfurt a- M.
Berlin
5« ««Menen Prozent
Schluß Kurs
Schiuhk. Abend» börfe
Schluh. Kurs
SchlUhK.
Mittag. bSrse
Dntnnn
4.11.
5. 11.
4. 11.
5.11.
6% Deutsche RetchSnnleth« . <®/o Deutsche ReichSaiileiy« . 8^/,°/, Deutsche Reichsanlethe 3®/o Deutsche RefchSanlelhe .
0,580
0,680
0,56 >
0 610
1,10
0,95
1,037
—
,930
1,025
1,42
1,475
1,570
1,450
Deutsche Sparprannenan leihe
—
—
0,449
0,463
4°/o Preußische KonsolS . . .
4% Hessen . , .......
—
—
1,190
1,275
1.25
1,35
4,2
1,193 1,37
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3% Hessen...........
1.43
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Deutsche Wertb. Dollar-Ant.
--
bto. Doll-Schatz-Auwetlua.')
—
—
89
88,8
<•/» ttolltllrlen.........
9,70
39
9,50
31,6 | 24
_
35,25
24
Berliner HandelSaesellschaft
Lommerz- und Pnvai-Bank
23,5
24,5
4,60
4,6 i
4,75
4,75
Darmst. und Nationalbank .
8,20
8,13
8,49 la,39
8,30
■r
10,15
10,13
Deutsche BeretnSbank ....
—
—•
—•
Disconto Lommandii ....
—-
11,75
11,90
Mctallbank...........
13,25
13,25
—■
Mitteldeutsche Ereditbank . .
1,65 0,3375
1,60
1,63
1.6
Oesterreichische LreditanstaU
0,335
0,325
0,320
■■
0,3
0,3
Bochumer Guß
—
—
48,50
48,65
Buderus............
_
9,30
8 9
—
9.4
9,40
Deutscb'Lnremburg......
_
53,61
5 25
53 2
63
Geisenkirchener Bergwerke. .
—
—
Harpencr Bergbau......
—
—
82 25
81,9
Kaliwerke Aschersleben. . . .
12,65
—
12,60
12,30
Kaliwerk Westeregeln. ....
15,5
15,75
6,10
15,75
Laurnhütte...... . « « .
-
5,40
8 25
6,4 b
Oberbcdarf...... • « .«
—
—
Phönir Bergbau .......
Ryeinilahl...........
—
37
36.75
37,50
■
32 60
33,125
32 30
52,50
Rieben 1l)tontan........
Tellus Bergbau........
2^8
2,30
Homburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd .....
25
3,90
23,9 3,9
Cheramische Werke Albin . .
•—
—
Zementwerk Heidelberg . . .
19,6
—
Philipp Holzmann......
5,1
—
5
4,8
Anglo-Tont -Guano . . . . ,
—-
—
9,6
9 23
Badische Anilin........
18,50
18.4
18,25
18,40
Tbemische Mayer Slavin . .
—-
—
—■
—
Goldschmidt...... .. . .
13,4
13,13
13,50
13
GrieSleimer Electron ....
1M0
—
16,60
16,40
Höchster Farbwerke......
16,65
16,65
16,60
16,60
Holzverkoylung ........
—
—-
RülgerSwerke .........
■w.
14,6
14
Ccheideanstalt .........
—
—
Allg. Elektrizitäts-Gesellschast
7,9
7,80
7.8
7,75
©erpmann
11,25 8
11,60
11,40
Mainkrastwerkr ........
—-
Schuckert .........
—
36.23
37
Siemens 4 Halske ......
—
43
43,50
Adlerwerke Aleyer ......
—
—
1,8
1,75
Daimler Motoren. ......
—
2,8
2,75
Heyligenstaedi.........
Meguin............
—
—
7,75
7,8
Frankfurter Armaturen . . .
Konservenfabrik Braun . . .
—
—
0,85
0,8
Metallgeselvchaft Frankfurt.
_
1,4
1.4
Schuhfabrik Herz......
Sichel...... ........
2^9
2,5 3
2.2
2,9
Zellstoff Waidhof.......
—
—
7,60
7,65
Zuckerfabrik Frankenthal . .
Zuckerfabrik Waghäusel . . .
—
8,10
—
—
Frankfurt a. M., 5. Rov. (TU.) Die Abendbörse stand völlig unter dem Eindruck der Anleihehausse, die das volle Interesse aller Dörsenbesucher in Anspruch nahm. Die Rach- frage nach diesen Werten war wieder so groß, daß es erneut zu ganz bedeutenden Steigerungen kam. Das Geschäft war überaus bewegt und teilweise geradezu stürmisch. Die Spekulation, die aus der Aufwertungsfrage auf die verschiedenen Auslassungen in der Wahlagitation neue Hoffnungen schöpft, kaufte in starkem ülm= fange. 5prozentige Kriegsanleihen sprangen auf 675 bis 680 Plus 55 Milliarden, 4prozentige Reichsanleihe stiegen auf 1070 bis 1100 plus 80 Milliarden, Zprozentige Reichsanleihe notierte unverändert 1475. 3,5prozentige Preußische Konsols stiegen von 1390 auf 1450, 3prozentige Preußische Konsols von 1300 auf 1325, 3,5prozentige Bayern
Seltsame Mierwochen.
Roman von Arnold Fredericks.
39. FvrtsHung. (Rachdruck verboten.)
Sie fuhren in einem Einspänner zum Ti.iirmphd.gul und spazierten lang E die Avenue du Bois Doulogne hinaus. An der Kreuzung mit der Avenue Malakoff bli.ben sie ftejen und sahen sich um, indem sie sorgfältig daraus achte en, teine Aufmerk.amkeit zu erregen. Rasch fatalen sie feststellen, daß alles stimmte, was Duvall gesagt ha te. Da- Fenster an der Hinterseite von * Stapletons Haus konnten sie nicht sofort ausfindig macken, es gelang ihnen jedoch binnen kurzem, und sie fah.m, daß es freien Ausblick auf den Platz gestattete, an dem sie standen.
Bernet war sehr befriedigt, als sie treg= gingen. Sie hielten es nicht für nötig, dah er in des Chauffeurs Zimmer mitging uno sie sich dabei der Meglichk'it aus en en, 52im De r.'te l des Hauses des Bankiers bcii/mmei ce < en zu werden. Ber>e. ging, um seine Dorlereilungen für den Abend zu tr.s'en, naf>3em ihi ’ein C e führte bestimmt angew.e ei hatte. Lefevre nicht in das Geheimnis cinzuweißen.
„Es handelt sich um eine Wett," sagte Tuvall zu Ten.:t, als er wegging „Ich Hofe, wir werien ’i gewinnen."
Rachdem J; Bernet terla'fen, gin i Du . f( ins Haus, um -ttdttwn -u 'pre-ch -i. Cr ■ s faß dieser m f ir.ev Gattin in dv,s D i q ■ fab.cn war, f ( in ihre nie ergeb, cf c 1 Stimmung s i c Luft zur >n Haltung b" 1 v. < sundh i. -:h. v.nnöten war S. boach untc der Span, u -g beinahe zusa-lmnven.
Duvall ging hinauf, um noch einen Blick in das Zimmer des Chauffeurs zu werfen. Er batte am vorigen Abend der Dunkelheit wegen keinen ganz klaren Begriff von der Aussicht aus dem Fenster bekommen.
Er fand alles, wie er es ve lassen hatte: die Taschenlampe auf dem Waschtisch; der farbige Glasschmuck hing an den bunten Bändern. Drm nördlichen Fenster übersah man v l.kommen genc u die Kreuzung der zwei Straßen, tote er und Bernet von dort aus gesehen hatten. Das andere Fenster bot eine viel ausgedehntere Aussicht. Zn der Rahe war sie durch Dächer und Kamine unterbrechen, af>?r dazwischen sah man die Dillen und Häuser von Passy in der Sonne leuch en.
Der Ausblick brachte Duvall ii? Geriebe H it der Gauner, die cr zu fangen gedachte am meisten zum Bewußtsein. 3rg ndwo in die er Unmenge von Häusern — diesem weiten Ausblick auf Häuser, Bäume und Ländereien — war Stapletons Kind versteckt, und es bedurfte nur eines Strahlen b'auen Lich s zu diesem Fenster hinaus, um cs zu b freien.
Duvall ließ seine Finger lässig über- die Fensterbrüstung ql.i'.en, da fahle er plötzlich zw.i parallel Kra.er in der tveißen Farbe, die ansch i >end mittels inet Me serspitze gezogm worden waren. (Sr ’ ; nieder und sah zwisc' en den fein-11 Linien C .aus. Die Seh ich ung den e e fl-nau üb’ j rab 1 Dächer und Kanine ceien Passy Der Detek.lv wandte sich, ein Lach ln au den L drei, 00m Fenste' weg und b’gann, n T£<i'i r :n< u t ausfeurs foig äl:ii zu 1 uiJ-.'u. n. Hier drin w ll.? r auf der Lauer ■ g- war fit r, daß der Chnufsrur das Lich' in sei - n jim u n nicht anqüubert würde, seicht nur, um die Lichtzeichen selbst besser zu
auf 1625 bis 1700 Plus 65 Milliarden. Agiv- Schätze notierten 525 Plus 35 Milliarden. 24er Schätze 420 plus 30 Milliarden. Zwangsanleihe notierten 13,38 plus ca. 90 Milliarden. Preu- ßtfche Schätze von 24 420 bis 425 bis 420. 4prozen- tige (8/14) Baden 1,6 plus 100 Milliarden. 24er K-Schähe 625. Die Industriemärtte waren infolge der Abwanderung nach dem Anleihemarkt stark vernachlässigt. Am Mvntanmarkt kamen zur Rotiz: Mannesmann 3,5 minus 0,2, Phönix 37 minus 0,5, Tellus 2,3. Don Kaliwerten waren Westeregeln um 0,75 auf 15,75 gebessert. Don chemischen Werten waren badische Anilin unverändert 18,4 bis 0,38. Don Elektrotoerten gingen um: AEG. zu 7,8, Licht und Kraft 6,5. Am Dankaktienmarkt schwächte sich Berliner Handelsgesellschaft auf 23,5 ab minus 0,6, Kommerzbank 4,63 minus 0,1, Darmstädter Bank 8,13 minus 0,1, Deutsche Dank 10,15 plus 0,15, Dresdner Dank 6,88, Metallbank 13,25 plus 0,25, Mitteldeutsche Kreditbank 1,6 plus 0,1, Oesterreichische Kredib- aktien 0,335, Rheinische Kreditbank 2,2. Don Transportwerten gingen Schautungbahn zu 1,5 um plus 0,2, Alte Lombarden 7,5. Sonst wurden noch notiert: Iunghans 9, Miag 1,55, Rheinisches Metall 7,25 minus 0,25, Frankenthalzucker 3,1 plus 0,2. Am Schluß der Abendbörse hielt die Aufwärtsbewegung der deutschen Anleihen an bei unverändert lebhaftem Geschäft.
Devisenmarkt Derlin—Frankfurt a. M.
(9n Billionen Mark auSgedrückt. Bucnoe-BtrtB, London, Neu» York, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien, und Budapest für 100(XX) Einbriten. aHeB übrtae für 100 Einheiten.)
Telegraphische Auszahlung.
__________(Ohne Gewähr.)__________
Dan knote«. 3 (Ohne Gewähr.)
4. Novbr.
5. Nov''r.
Rrpari. %
Amtliche Geld |
iotieruna Brief
?lnitli Q: Botier 111
ti)e(ö ]
Brief
4
5.
«mN.'Rott
165,98
166.82
166,28
167,12
voll
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20,15
20,25
20,13
20,28
voll
voll
Christiania. Kopenhagen
60,15
60,45
60,25
60.5-
voll
voll
72,74 i
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72,745
73,10
voll
voll
Stockholm . HelsingforS.
11'1, 7
112,13
111,62
112,18
voll
voll
10/25
10,585
10,50
10, 6
voll
voll
Atollen. . .
18,25
1t>,3>
18,27
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19,1 5
voll
voll
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9?cutior! ..
19,05
19,12
19,055
voll
voll
4,1 J
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voll
voll
Pari3. . . .
21,95
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12,495
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voll
voll
8,52
8,64
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voll
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Buen.-AireS
1,53
1^4
1^3
1,64
voll
voll
Bulgarien
8,05
3,67
3,05
8,07
voll
voll
Japan . . .
1,60
1,61
1,615
1,615
voll
voll
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0,46
0,47
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1,47
voll
voll
Belgrad . .
6,075
6,106
16,64
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6,105
voll
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Lissabon . ■
16,60
16,66
16,64
voll
voll
Frrffw, 5. Novbr.
Geld
Briet
Repart. '/.
Amerikanische Noten .....
4,11
4,21
voll
Belgische Noten ....... .
Dänische Noten........
20,10
72,02
70,20
73,98
voll
Englische Noten. .......
19,02
19.12
voll
Französische Note« ......
Holländische Noten ......
11,56
165,98
72,08
116,82
voll
Italienische Noten ......
18,27
18,37
voll
Norwegische Noten......
60,12
60,42
voll
Deutsch Oesterr-, ä ioo Krone«
5,90
6,925
voll
Rumänische Noten......
2,38
2.40
Schwedische Noten ......
111,48
1’2,04
voll
Schlveizer Noten.......
80M
81,00
voll
Spanische Noten.......
56.33
86,64
voll
Tschechoslowakische Noten ..
12,45
12,51
voll
Ungarische Noten......
5,49
5,61
voll
Berliner Börse.
(Eigener Draht bericht des „Gießener Anzeiger".) Berlin, 5. Rov. Die Börse bietet zu Beginn dasselbe Bild tote gestern: Vollkommene Verödung der Aktienmärkte und lebhafte Bewegung auf dem heimischen Anleihemarkt. Die Versprechungen, die von feiten der verschiedensten Parteien in bezug aus die Austvertungsfrage gemacht worden sind und noch gemacht werden, dürften bei der Spekulation genügend anregen; außerdem sollen in den ganz kleinen Werten, tote ZtoangSanleihe und K.-Schähe, für amerikanische Rechnung wieder Käufe ftattgefunben haben und weitere Käufe ftattsinden. Gegen Mittag handelte man Kriegsanleihe mit 590—595, Schutzgebiete mit 6,12, 3Vr" prozentige Kreutzen 1367, 23er K.-Schätze mit 230—235. Auch in 24er K.-Schätzen hat das Geschäft wieder gewonnen, der Kurs stellte sich auf 550. Die Zurückhaltung an den Aktienmärkten ist teilweise auf die Verzögerung der Herabseh ung der Dörsen-Ülmsah steuer, teilweise auch auf den beginnenden Lohnkampf in den verschiedensten Industrien zurückzufühvsn. Das Geschäft in Kolonialtoerten ist ruhiger geworden. Die Lage am Geldmärkte ist etwas leichter. Tägliches Geld 3/8 Pro Mille. Am Devisenmarkt zeigte sich keine wesentliche Veränderung.
Frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".) Frankfurt a. M., 5. Rov. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 21,50 bis 22,25, Roggen, xnländ. 20,75 bis 21,75, Sommergerste für Drauzwecke 23,50 bis 25,50. Hafer, inländ.
sehen und damit die fernen deutlicher sichtbar wären, sondern auch um zu verhüten, von unten gesehen zu werden.
DaS würde es ihm, schloß Duvall, leicht machen, verborgen zu bleiben, bis das Zeichen, das die heile Auslieferung des verborgenen Kindes veranlassen würde, gegeben war. Rachher wollte er ohne Zeitverlust entschlossen über den Chausseur hersallen. Sollte der Mann seinen Helfern das richtige Zeichen nicht geben, so wollte er selbst es tun.
5er Wandschrank war nahe beim nördlichen Fenster, und die Türe ging so auf, dah Duvall fie im unerleuchteten Zi nmer toeit genug öffnen konnte, um hinreichend alles zu sehen, was Francois tun würde, ohne ernstlich eine Entdeckung befürchten zu müssen.
Etwas später verlieh er das Haus, um zum Mittagessen in ein bekanntes Restaurant des Boulevard des Italiens zu gehen. Er war vam S'and der Dinge sehr befriedigt. Wenn er nur mit der Sache zu Ende käme, um zu Grace auf fein Landgut zurückkehren zu kön en, so wäre er äußerst glücklich. Er war dermaßen in G.dank n versunken, daß er nicht femerfte, wie ein Herr lid) auf dem Stuhl gegenüber an dem Tische niederlttß, bis der letztere sich vorbeugte und seinen Arm berüh _t>.
Da sah ct auf. Es war Lefevre.
Fünfzehntes Kapitel.
Die wenigen Stunden, die Grace in dem einsamen Atelier auf das Eintreten der ^erfon toartete, die die Treppe hevaufkam, erschienen t?1, wie eine Ewigkeit, so sehr war sie von Schrecken erfüllt.
Was sollte — was konnte fte wirklich tun?
18 bis 21, Mais (gelb) 20 bis 20,50, Weizenmeytz inländ., Spezial 0 32,50 bis 35, Roggenmehl 28 bis 32, Weizenkleie 11, Roggenkleie 10,75 QH&u Tendenz etwas besser.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 5. Rov. Am Produktenmarkt faxd; eine Erholung ein, dementsprechend auch die Preis« anzogen, zumal sich seit gestern und heute bei! den ermäßigten Preisen etwas fleißigerer De-' darf in Mehl zeigt. Der Getreideterminhande5 wird kaum vor dem 1. Dezember beginnen können^ Cs notierte die Tonne Weizen (märt.) 194—200, Roggen (märt.) 193—200, Gerste (märt) 220—250,, Gerste (neue) 195—207, Hafer (märt.) 168—175, Hafer (pomm.) 157—167, Raps 390—400, Leinsaat 390—400; der Doppelzentner Weizenmehl 28—30,25, Roggenmehl 27,50—30,50, Weizenklei« 11,80—12, Roggenkleie 11,70—11,90, Dittoriaerbfen 33—35, Kleine Erbsen 22—25, Futtererbsen 19 biS 21, Peluschken 16-16,50, Ackerbohnen 21—22, Wicken 17—20, Lupinen (blau) 14—14,50, Lupinen (gelb) 15—18, Serradelle (alt) 14—-15, Serradelle (neu) 20—23,Rapskuchen 15,80—16, Leinkuchen 24 bis 25, Trockenschnitzel 9—9,40, Torfmelasse 8,50 bis 8,70, Kartoftelflocken 18—18,25.
Büchertisch.
— Ein literarhistorisches Werß aus Flaischlens Rachlah. Cäsar Flaisch- len, der verstorbene feinsinnige Dichter, hat seine reifen Mcrnnesjahre in ununterbrochener Arbeit einem Wert gewidmet, in dem er alles, was von deutscher Dichtung in Vers und Prosa von 1500 bis etwa 1870 noch wirklich lebendig und über- liefenmgswert ist, sammeln wollte, um so eine monumentale Anthologie unserer Literatur zu schaffen. Dieses groh angelegte Rachlahwerk toirb nun im Verlag von Wilhelm Andermanft zu Königstein i.Taunus unter dem Titel „Das Buchunferer deutschen Dichtung dem-- nächst in vier Bänden erscheinen.
— D i e Weltliteratur der Gegenwart dem Publikum zu erschließen, ist eine Aufgabe von unschätzbarem Kulturwert. Sie ist das um so mehr, wenn dem Leser Gelegenheit gegeben wird,, die Autoren anderer ßänber an der Qualität und dem Charakter der besten deutschen Autoren zu messen. „Die Große Welt" und „Der Die Das" erfüllen die Aufgabe, Wellliteratur zu verbreiten, in vollem Maß. Rainen wie Jack London, Frank Heller, Thomas Moly, Martin Andersen Rexö, Mac Cooge, A. Dock, G. T. Wegener und Marcel! Benedek gewährleisten daS Recht, zu behaupten: Hier im besten Sinne des Worts wird Weltliteratur erschlossen. „Die Große Welt" ist für 1,50 Gm., „Der Die Das" für 50 Pf. überall zu haben. Verlag: Sechziger Verlagsdruckerei G. m. b. H., vvrm. Fischer & Kürsten, Leipzig. 1332-
Kirchliche Nachrichten»
3fr. Religionsgemeinde. Gottesd.i. d. Synagoge (Südanl.). Samstag, den 8.Rovember. Dorabd. 4.45,: morg. 9.00, abds. 5.00 u. 5.40.
3fr. Religionsgefellfchaft. Sabbatfeier, 8. Rov. Freitag abd. 4.25, Samstag vorm. 8.30, nachm. 3.30,, Sabbatausgang 5.40, Wochengottes dienst morgens 6.45, abends 4.30.
VkM ZkM MM hilft sich die Hausfrau schnell aus jeder Verlegenheit, wenn sie
Spritzgebackenes
nach folgendem
Oetker - Rezept
herstellt: i832ss
375 g Margarine, Pfd. ca. 0.90 . . . M. 0.68
250 g Zucker, Ptd. ca. 0.45.....„ 0.23
2 Päckchen von Dr. Oetker’s Vanillin- Zucker ............ 0.12
125 g abgezogene und gemahlene Mandeln, Pfd. ca. 2. -......„ 0.50
1 El...........ca. „ 0.19
250 g Weizenmehl, ca. Pfd. 0.24. . . ,, 0.12
250 g Dr. Oetker’s Oustin oder feinstes Stärkemehl, Pfd. ca. 0.64..... 0.32
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7l ihpnAitl inn • RQhre die Bu,tcr schaumig, gib Z-UUei Gl L Uny . aiie Zutaten nach der Reihe daran, fülle die Teigmasse in eine Butter- oder Oebäckspritze und spritze kleine Kränze oder S, die man bei mäßiger Hitze bäckt. Verlangen Sie vollständige Rezeptbücher in den Geschäften, wenn vergriffen, durch Postkarte gratis und franko von Dr. A. Seiler, MnnilMMil, Bielefeld
• Eingetretene Preisschwankungen sind zu berücksichtigen.
Ein Dutzend Pläne schwirrten ihr durch den Kopf und verwirrten sie — höhnten sie durch ihre ülnaussührbarkeit.
Sie wußte, daß der vermißte Knabe in Hörweite ihrer Stimme war. Eben als sie vor den verwünschten Fußtritten auf der knarrenden Treppe zitterte, konnte sie das lei e, bekümmerte kindliche Klagen hören, das förmlich aus der Luft vor ihr zu kommen schien, jedoch nicht den geringsten Anhaltspunkt für das Versteck des Knaben verriet.
Verzweifelt sah sie sich in dem Zimmer um Räher und näher erklangen die Tritte auf der Treppe. Sie konnte jetzt das Zimmer nicht ver» lassen und mit dem Ankömmling auf dem Treppen- absatz zusammenstoßen; blieb sie, wo sie war, so mußte sie irgendeine Entschuldigung für ihre Anwesenheit verschätzen und gehen, wenn der Mann das Zimmer betrat.
Eben darauf konnte sie nichi rechnen. Der Kerl, zweifellos ein verwegener, gewissenloser Rohling, konnte aus sie losi.hen — konnte sie gefangen halten, bis das Kind anderswo sicher untergebracht wäre, was alle Hoff' u g auf Wiederauffindung zuschanden werden ließ Die garrc Mühe der letzten zwölf Stunden wäre uinsonst gewesen, ülnd ließ er sie auch ruhig ihres We'es ziehen so konnte er doch dem Grurde ihee Anwesenheit miß rauen und seine Gefährten warnen.
Es war klar: der einzig mögliche Ausweg war, sich hier im Zimmer zu verstecken. Es gab jedoch nur eine Gelegenheit, die Aussicht bot, sich sofortiger Entdeckung zu entziehen — der Wandschrank. Doch auch dieser bot nur augenblicklichen Schutz; der Qltanin würde ihn ziemlich sicher aus irgendeinem Grunde öffnen und it> Tasein entdecken. l Fortsetzung folgt)


