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5.1.1924
 
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ltt. 4

Clie nt tägH», ee^tt Sonn, tnb JTdtnogs. rilbrrSomstagebrilagr efefecner^amdicnb lütter Woche«.vezgarprei» 70 Goldpsennlg ein- »chlteblich T-Lgerlohn, aid) Lei 91 i^ltria einen einzelner Nummern iw« folgt t,öt ertr CttrolL- 3em|pred)-ln|d,lünt; |tt die Schrift eilung 112; für l erlag tnb EelchLfioslelle 51.

Zridriu für Drahlnach- ik4hn;3«jelgetUfce»- rttlteclouto:

(rntlirt *. U.. 11688.

Erster Blatt

Samstag, 5. Januar 1924

U4- Jahrgang

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

üred mb vnl°r: Briblfdie Uni-erftlilr^uch. »nd Steintnidtrtl R. £«n?e in Sieben. Sdirifileltintg und 6efd)5fts»e8e Schnltenb« T-

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Prell if 1 mm Q>|t |8c Snjfig»n aon 2T mn Srrtu jc hd>8,a»*»ari« lOMbpftamg; |Är -^e* fclamc- .1 iri4#i o-7O n n Beeilt X> ibolbplennig, pia ,yor> Hnft 2J . *«M- schlag. - Jerani»3rih$ suk palinMn. Jeeilelon: Dr. Jeiebr. iBilb.ilanit; für den nortgt« XtiU (tml! 3lam d)cm; urbte Injeiacnlcd; >)ano 4tX ch 14 » < j:

Aussöhnung?

2m heiligen TTbcnb beS vergan zerren Jahres (ft (n Parts unb Brüssel der zweite deutsche Schritt erfolgt, um in den besetzten Gebieten mir den SinbluchZmächlen w einem nroduS vi­vendi zu kommen, der eine Wirderaufrichlung de« gehlen teutschen Winschattszentrums zuläht 0la4> Par fer Dlättermeldung-m ist die f r a n z ö - fische Antwort am Quap d'Orsay festgestellt, vom Ministerpräsidenten untertekbr-d und zur Kennt« rSnahme dem Brüsseler Äabinclt zu gestellt worden. Wo« bisher über den Inhall der 2Lit- tPortnDle verlautet, klingt bei aller Derwarrerr- heit der geäuhertrn Meinung m Im ganzen wenig hoffnungsvoll. Es i t aber immerhin an-u- nehmen, dah die Bote mit Rücksicht auf die für Focrnkrxich wenig freundlich: Stimmung in Eng- land. Amerika und 3tollen, in dec Form wenig­stens von der bisher üblichen brüsken Tonart ab- weichen wird und damit die Tür für weitere Ver­handlungen offen labt.

Aber in der Dache selbst wird - soweit die Andeutungen der offiziösen Havasagentur schon Schlüsse zulassen schwerlich ein Erfolg zu buchen sein. Frankr-ich wird betonen dah eine Reihe deutscher Wünsche b.reit$ vorweg durch dieJHicum -ertrage u id das Ar- kornmen mit der Regle ihre Erfüllung gefun­den haben, im übrigen sich aber hinter sein angeb­liches Recht aus dem Versailler Vertrag Vorschau- zen und erklären. MB die In der deutschen Rote angebotenc Mitarbeit der deutschen Regierung bei der Wieder Herstellung des normalen Wirt- fchastS lebens in den besetzten Gebieten den Wert des PsandeS herabmindern und die Sicherheit der Besatzungsmächte gefährden könne. Man werde also nicht verlangen können, dah Frankreich durch Annahme der deutscher Boischläge die leitenden Grundsätze der französischen Rrpavationspolllik über den Haufen toerfe. Sollte die französische Antwortnote diesen mit grober Bestimmtheit kund- gegebenen Verlautbarung cm der Havasagentuc entsprochen, woran feinen Augenblick zu zweifeln ist so würde sie ein neues Glied in der endlosen BeweiSk tte dafür f?tn, bah F an reich gar nichts an der Schassung eine« moduS Viroioi an Rhein tmb Ruhr liegt, bah cs keine Reparatio­nen will, fonbern die An ne Livn.

Ginfühtige französische Wirtschaftskreis« wis­sen. baf) das normale Wirtschaftsleben in den besetzten Gebieten nur in engster Verbindung mit den anderen Reichsteilen w.ederhccrgestellt wer­den Tarnt, bah baxu alle bisherigen VerkrhrS- schranken zwischen dem besetzten und unbesetzten Deutschland fallen müssen, wie die deutsche Rote eS vor allem forderte. Sie wissen auch, dah ohne diese Beseitigung der Der kehrsschwierig- Tciten und ohne Lösung der Währungsfrage, dev zweiten überragenden Problems für die rheinisch- trestfälische Wirtschaft, man niemals daran denken kann, die Pfänder produktiv zu ge st al­ten, wie es PvincareS angebliches Reixirations- Programm Vorsicht. 211 lein die Durchführung de. minirnixiträflc au.f. daS wer-den die fvanzösi- lchcn WirtschastSpv'it k r zug b?n müsse t ist für die rheitrilch-westfätische Industrie unmöglich solange der Qkilauf in das unbesetzte Deutschland mb in das Ausland durch die Sin- und Aus- iu(nlUen?en und andere untragbare Abgaben völ­lig abgedrvsselt ist. Hätte man sich also am Quay d'Orsay entschließen können, die deutschen Dvrschläge. die ja die rein wirtschaftliche Seite des Rrrhrproblems zur Diskussion gestellt haben, vor allen Dingen auch von wirtschaftlichem Standpunkt aus zu prüfen, und nicht wieder, toic nun schon die ganzen fünf 3abrc hindurch, rein politische und militärische Interessen in den Vor­dergrund zu rücken, dann hätte sich aus Grund der deutschen Vorschläge unschwer ein nwdus vivendi finden lassen.

Dah auch in Frankreich gewisse Kreise den Wunsch nach einem Einvernehmen haben, dafür fprechcn die verschiedensten Anz.ichen Das tritt besonders traf) in Erscheinung, wenn man die Reujahrsbotich.ft des sranz-fischen Etuatsoler- Hauptes an das Pariser dtp o nat.fche KvroS intb die Kundgebung -mit der QHinift rpr.ifibcn 'Pri car£ daS amerikanisch? Voll zum Jahreswechsel beglückte, in bkfem Zusammenhang b trachtet. Mille rand erklärte in s inet 2Int vo.t an den apostolischen Runtius M r Eeretti. cs fckei'.e, dah man jetzt die Morgenröte der Ver­söhnung und des endgültig-.-n 5 r i c - denv begrüben dürfe und in einen rv:n,Matir" veröffentlichten Kommentar zu di.s n Wort n di? im Aus and gräbt? D acht ing gefunden haben cr- rärt der Präsident der Republik Frankreich wünsche ein? .Aussöhnung" lebhaft... fei natürlich und nützlich datz Franke eich nach dem R"hrerftln und angeftchts der deutsch-n Kav-tn- tition crllär?. birt es feine Anficht». n ge­wechselt hab? und dah c« als unerläßliche Ve- Nngung für die wir schaft.iche Wied rhertcllung der W?lr die Rückk.hr der beiden Länder zu nor­malen Bedingungen ansehe Es sei bereit dabei nritjuarbeiten.

Auch Pvincar^ betont In fcn*r Dotschrf: an die Amerikaner. Frankreich werde nunmehr nach dem Sieg an der Ruhr auch semersetts zum wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas d rch praktische Mittel und versöhnlich' Mastnahr en beitragen. Er begrübt die Teiln'hme h-rwr- ragender amerikanischer Bürger an den Arb.llen der Eachverstündigenausschüfle und meint, das Urteil dieser M nner werd? für Fre.nkreiib äure st wertvoll sein 2lber Hand weg von? V er - failler Vertrag! 21 ir wenn di- <cachver ar- bigen diesen uneng-taste' lasse r, dann n u r darrn .werden sie Fran'reich allen vernünftigen 2n- pcgitnacn ;agängllch finden."

Deutschland und Frankreich.

Millerand, PoincarS und die Politik des Aufbaus. - Der Frankenfturz und die Frage einer Wirtschaftsverständigung mit Deutschland.

Paris, 4. 3an. sWDB.) Haves ver­öffentlicht fol3tnbt offiziöse Rote: 3n btplo» malischen Äitifen wurde h-rut.» vormittag er­klärt, datz die in bet auslanbischen Presse er­scheinenden Welbungrn, bi benen bi? französi­sch« Antwort auf bi« letzte brutsche Denk­schrift als rein negativ bezeichnet wirb, keinerlei Text zur Grundlage hab.'. Ter MeinunasauStausch über die Antwort zwi­schen Paris und Brussel sei kaum ehtjelcitct und werb« wahrscheinuch noch mehrere Tage dauern, bis der enbgüttig« Text festfiehe.

Deutschland anftrrben. da England rerfage. und cm: Armuherung an di: deutsche i Zndusir ei­len angesichts des Verl gars der Verl ne? R-- gierung. W-lch: perl nlid>c Po tik aber auch MiUcrand tr.'ttxm mege man müsse wo,! ober übel ann hrnen. dah bi f? Pali.i! verschieden genug t-on d rj mig n Poincar4s fein müf c di der Präfidertt d r R pub i drs Be)ürfnis emp­funden bibc si.' s e l bst zu i Au druck u bringe i, ohn: sich d?sjenigcn m.nilter!?Il?n Eprachr:-. rs zu brbicncn, bau d:c Verfassung ihm vvr'chreibc.

Hierzu ist noch die Meldung der dem £oraitA des Forges nahestchenben Wochenschrift .1? Dpi- nion' interessant, wonach Poincarö am 29 De-

schaster in 2Lom. Baron Reu rath hier einge» troften. der die Gelegenheit benutzt, um sich auf halbem Wege zwischen 2Um und Beriin mit bem Aufumminister zu treffen, dem er zweifellos über die Lage in Italien *SeAti erstatten wird, wobei er die Bedeutung Italiens im europäischen MächteL»nzclN berrerbeben und dem deuIschen Allfenminister den itaftenifchen Standpunkt in bcuifl auf die Probleme, die Deuischland Inter- cUtcrcn. au-cinanderfeyen wird. Der deutsch« 'Bät­sch aller ist vor feiner Reife nach Lugano von Ministerpräsidenten M u f s v l l n i e npfangen worden. Tr Stresemann ist heute nach Berlin zurückgekcbrt

Die Umorganifation der Reichs» bank.

Berlin, 5. 3nn lPriv -T'l> Zu den in den letzten Tagm o rbr..t t. i Ovrü < n di' R i s- bnnk habe wi'drr e.nen crh blich n Tel' ihres Goloe» nach Am-rika erporti rt crfl j t bi? .D ff. Zig.". nrittetlCTi zu tönn n bah bl: R ich bmk übe Haupt lei i Gold nach Amerika geschi t ha e 3utr ffcnb fei nur. Sah Ans m D ze ub r zw? Millionen Vo'.b.mark auS D tfchkan ntch 2 t- rill abgegaTig:n fe en, aber ni > au den R IM- bankdestand Dte bas Blat' üb.-r d ii ber Be­ratung b fin^lichr n ue Acn »erung bei R ichs- baukg fe. es härt, b.treff bi s - bte Amt b uer des Prüf d nten des Vizepr sdmtn un) b i Mitglieder des Reich b inld re turtum Der R ich.'btnkprLlldm! soll nicht me ir le n Nrg- lich fond rn nur für fi b n ,>rhr ern inni w rdeu An b?r Ait^nomi' der R i >.banr n>: b abt dadurch in kem r W?is' geritt ll 3 n V gnttcil würden bk B fugnisf: d-s PristdmtTN nr> > in« sofern erweitert.. als ihm mchgeben^er Einfluf' auf die Ernenn ing des Viz-pr ll-derki ui*» b*i Dlrektion-mitglud'r g llcher! wertz n s ll b r n Bestellung auch weiterhin auf Leden-zeU gelten soll.

' Licht d-r Versöhnung und des Frieden; erstrahlen zu lass m Dah er tu W i'rbck U'it entf rn! i i durch c i taftallllck-5 6inlnt!n auf bi: Bahn einer v-rnünfrlgrn Rege- [u g dcr Reparattonsfrage und d.rs Ruhrpro- kllems ci :< Grfund^ a Mitteleurovas und damit eine wahrhafte B friedang b:r Welt zu ermbg- hd .betpeift s llne Halttmg zur deutschen Rete vollauf. . , , .

Diefe hat in Brüssel einen wesentt'w freundlicheren Widerhall gefunden, als am Qual b Odat). wie ja übrrfKmbt in der Halvang Bei- gienS trohl unter «glifch-m Sinfluh und dem g lindem Druck wirtschaftlicher Rvtwendigkeiten sich leit mehreren Wochen schor eine bemerkens- r>*rt ' AendTrung heraus-?eb ldet hat. die dte So­lidarität der Ei nbruchsmäch^ n-ch mehr ganz [üdmfo.t crt'frAn -' läht. Man fch-rtt ii Bru'sal geneigt, trotz be* mrg g mst h nden Gutachten der k Ii idy*r ftrnrntkr i, Ao l n> und Düf e^dod. Deulfckllan^ die Wie^ -raukahme ker wirt chaft- llchcn zachen ton besetzten unb un»

Lebhafte Sorg: macht der Pariser P esse aller Schattierungen der ftarT: Franken- «Finanzm nistei de

stürz, der b?reit8 den ...

La st ehrie veranlatzte mit 'Vertretern b* frun- zösifchen Finanzweli .^üh'uni zu suchen. Di Bbt- ter sind bemüht, das Publikum von der groben

Während bei Mtllerand her all: Gegensatz ru Pvincare und fetaer Politik vermutlich stark müfldt-rota- bat. aU er Wr ra t;

tr'rtm Auditorium, wt: es daS divlomnt'.sch trörvs darstcll t feine t>:röbnlidf> k'^oende >2 ub:- lal in in Poincarc-s Fried^»kchalmet.

ETttSi fL nicht durch ihren Ra-Vatz odnehtn widerrufen wurde, das takti'ch: Manor« unv«- ^uch^Pvincarö batte eSm innen, toi' au^mpvlllische ne^ionspolltik m-.t dem Mantesa-cn des nungsrrille'S »u vedchlet'rn.

sind bi« fch?! b?ret:Ä hmlärullich ^rgct.gt d« Frage d« am«ikanisch'n Schuld, d: d-ohen^ torrSc od« gar Labourr:gt«ung tn Zusammen rücken fallens und ^pantras^ %n-mtvl;iifd) rrt-a-n dir am morgtg'n Sonntag

«utra dl.-n r-r IIS ter 214 & -at-.-n b^mTi^k'crrräfi^xtm. de - rorrehmk chen Grn.-o N<r-kn<turs ir»

Syxtiartfiil* 2UßcU.-;uJ 6cn

xember Tkrtrcter der verschiedenen französischen 5ndustriegruppen empfangen habe, um persönlich zu erfahren, wie sie sich eine

Wirtschaf sverslLr.di -ttMg mit Teutfchlanb norfleilen. DaS Blatt bemerkt dazu, bah die Auffassungen innerhalb der sranzöfischen Indu­striekreise voneinander abwcichen Polr.carö habe die verschiedenen Anregungen, die ihm vvrge- tragen wurden, auhnertlam angebört Er hat nach dem Bericht der .L'Qpinion" keine dieser Anregungen von vornherein abgelehnt, bedielt sich aber ausdrücklich vor, die Wunsche der fran­zösischen Industriellen nur insoweit zu berück­sichtigen, als sie .vollständta mit den allge­meinen Interessen bei Landes im Einklang sind."

Die Revision b:r Weimarer Verfassung.

München. 4. Oan. lW B) Die Denkschrift der baocrlfctcn Regier ng zur Revision b.r Wer­nrarei Vc.fassurg wurde am Frei ag in Berlin bem RcickS a.rzler durch dm Grs mb c ; v Preger überreich:. Die nach 'Lrsich: der baherifchen Re­gierung noiwrndigen Amierunara an der Reichs- Verfassung gehen nach zwei Rich!ungen:

1. Reubenrenzung der Zuskanbigkett zwi­schen bem Reich und ben Em ekstaas'T« mit b«m Ziel, bic ftaaMche Sekbstandi k it der Einzelstaaten in ihrem frührren Umfange.

2. Einräumung d s RechlS dersiärklrr An« teilnahme an her Willensdlldung des Rei­ches den Emzeiftaaien gegenüber.

DaS Äemprcblem sieh! Me Dmfchrif! In der Ae- l ing der verfassungSrech lich m 6 e lu g oeS ReichSratS zur Ste Lmg b S f ü reu Bun beträte. Die Denkschrift stellt im en l en du wich.iigsien Punkte zusammen. Ne a f bem GcMet« der Gesetzgebung, der Inneren Dernrnllung. deS Verfassung.wefcnL, der Justiz, deS Finanrw.-fkm« der .«Kulturpolitik, der Äulturpflege C-e* Mlljtär- uub V-' '«ch-ü»ves<LL. bei »«uswäi izcu llXziehuiv gen und der Wirtszift alS abänderungSbebürf st erscheinen. Zum Schlust wird in der Denkfchnft verlangt, dah auch dte der De eichnung .Län- d c r" zugrrurde liegende Absicht. Ne Degrubrerunf bis zur ReichSprovlnz werter zu tr thm tnb- gültig verzichtet unb u ill>er »um vollgiil rgr« Bundes st aal der f.üi.eren Rr-i t^versafsung zurückgekehrt wird, wieder he-.-zustellen.

Gefahr zu überzeugen und zur

«nerk,isch«n Derleibigung- des französischen Franken

aufjuforbern. Die Ansichten über bit wrhv n Urfad)cn doS Frankensturzes und beste M tt l zum Schutz des F».a<ilm g.hm aber stark aus­einander Der .Eclair" m?tnt, Me Hauptfach« fei. dah die Regierung sofort etwa« zum Schuh deS Franken tue. Sie müsse gleich nach B.gin r der ParlamentSverhandlung.'N neue 6teu rn aus i-h- mcn. und Poincaru dürfe selbst vor revolutio­nären Mitteln zur Rettung deS Franken nicht zurücksckir tck.m. Die .Repub ique franclfc ' ver­langt sck«arseS Dorgt-b n gegen g'wifs? Pariser Banken ki: zur Befch eunigun, deS Franken- sturzeS beigetr ifl.n hät.m

Hervö fuhrt bagegen tm ßcitarttfcl der .Tu- toire auS. man täusche sich, wenn man den Frankensturr durch Spekulationsmanöver erkläre In Wirklichkeit falle der Franken, weil man im Ausland trotz des französischen Siege« im Ruhr­gebiet den Eindruck habe, bah der Augenblick ter deutschen Zahlungen noch nicht gekommen fei. Di? Wiederherstellung b"< DerkrauenS zum Frankrn könne hauptsächlich dadurch erreicht werden, bah Frankreich sich unter virr Au-;n mit Deutschland über die Reparationssraee verständig«, eventuell auf einen Teil feiner Forderungen verzichte unb eine folibc Okrftänbigung ver­einbare

Die Organe der Linken benutzen die Ge­legenheit zu scharfen Angriffen gegen die Regie- rungSpolitik. Die .Sre Rouvekle- fordert den sofortigen Rücktritt de« Finanz- Minister«, der ble Hauptschuld am Franken­sturz trage Das .Peuple" erklärt, alle Mah- nahrnen gegen den Frankensturz unb gegen die Teuerung blieben erfolglos, solange das Äabinett Toincare die Geschicke Frankreich« leite Einige offiziöse Blätter heben offenbar zur 2lblenlung de« Publikums stark hervor, bah bas eng­lische Pfund in Reutzork zurückgegangen ist unb bezeichnet biese Erscheinung al« den .Be­ginn einer Panik".

Dr. Stresemann in Lugano.

Lugano. 5. Ian (©dtod-er. Dep.-2g. Ser deutsche Reichsminister deS Xietoätilgen Dr. ßtrefemann. der fett mehreren Tagen zur lärho'ung hier w ilt. erhielt am Donnerstag den Best.ch des deutschen Gesandten in Bern. Dr. Müller Am Freitag ist der heutige Bot-

Das neue Dresdener Kabinett.

Dre«ben. 4. Ian lWvlsf.» Irr B?gimr der Larrdtagssitzrrrg t U c der Mb isterpräs ident Fellifch mit, dah in 2Litrag ehn langen sei. ern Dol kSb.'gehren üb-r bic Auslösung de« Landtage« b?rb?v.ufüf)rDir Re in-ung toerbe diesem A"trag entfpreckxm In der nächsten lumme: der sächsischen .Staat« ittmg" werb« eine cntfpr ll-o-.de B'kamrtmn^ ,ng er'chcinen. Darau' v-ur?c uWahldeSMinisterprä­

besetzten Gebiet durch grj?i |c3 Stt'e, ^kommen au erleichtern, warn- man auch auf Me Pfän- berv litrk cbcrfaU« nicht veez-ch.e zu können glaubt 5>ir- ,[n. 3tg greift mit Recht den tn der b lchscher Pr/fe laut getoricri Wunfch au* bah an £! I'.e der biSheritzrr Methode Le­bst l^matikben RvtenLech'ei« bie k,nt rabik- torische Berhan dluna zwi'cher d-utlchen, d Igischen und frar ö ikchei Sach^-r tän'i en tre­te. möge, die am erfle i einen für alle Trlle ga-bjrai W g ök^ner Ist c vci Straf«- kitrrn brr franz- s fchen Re.rnbllk ernst ml ihren Brr'öh'V^ ' t e . dienen t r- ir ertschab mden zur Iakresa>.-n*e nicht allein dazu, bew Hall franrüsifcher R-zinetter zu üdertöft ist ifmen hier g-Tugkam D l-arxbe't geboten, ihren Aussöh-rungSanllen tn M? Prari« -im'u'etzr« unb den Bew-iS »u erfyrtnTm, bah ISnen alles an ben Reparationen, richt« an ber mllltä- rifchen Hegemon i e und «V-r: fchl ^hllchrn Ann« r ton ter deutschen LanLe an Rhein unh Ruhr gelegen ist.

Die Frage einer beutfch-franzöfischen Wrn- fchaftsverstänbrgung wirb in ber Pariser Presse lebhaft erörtert. DaS .Journal de« DebatS" macht unter ber Ueberlchrrst .Die Politik be« Auf baue«" folgende Ausführungen: ES fet un höchsten Grade wünschenswert, bah in den ersten Monaten deS Januar 1924 zur Wieder­herstellung bei früheren Inbu st ne­un b Handelstätigkeit in den besetzten Gebieten unter ständiger französischer und belgi­scher Kontrolle komme. Die Wiederausföhnung deren Morgenröte der Präsident ber Republck am 1. Januar begrübt habe, sehe eine Entwicklung in den Gemütern voraus, auf deren Wirckung man nicht im voraus rechnen dürfe. Einige fran­zösische Blätter erteilten den Kabinetten von Pari« unb Brüssel den Rat. sich in ihrer Ant- wo ist an Berlin auf tfz Erklärung zu beziehen, bah sie bereits gewisse, den deutschen Boifchlägrn entsprech rnde Mahuuhmen getroffen hätten, unb was das übrige anbelange, nicht in ber Lage seien, bic Ergebnisse ber Politik vom 11. Januar zu gefährden. 'Das Blatt erklärt, gegentei­liger Ansicht zu sein. Die Politik vorn 11. Jan. habe die Beschlagnahme ber sog. Produktion Pfänder zum ®eqcnftanb gehabt. Der passive Widerstand habe diese Pfänder unproduktiv gemacht. Die Einstellung dieses llbiderst-nnde« müsse ste dauerhaft unbunprvduktiver geftaltch.

LS handle sich also für Frankreich darum, die Handels- und Industrietätigkeit, auS der «S feine Eingänge für die ReparationSkaffe zieh«, mit aller Kraft zu erleichtern.

Man wende dagegen ein, bah das System ber Ausfuhrpolitik erhalten werden müsse. Gut! Aber bic Ausführung dieser Methode sei keines­wegs unvereinbar mit der Wiederauf­nahme normaler Arbeit und ber Wiedereinfüh­rung eines regelmähigen Tran«pvriverk?brS.

Im gewe.kschaftlicken .Oeuvre" bespricht Robert b? Iouvenel im Zusammenhang mit ber Ruhrfrag? bi; vomQKatin O2r5ffentlidbte Erläuterung zu b?r Re ujahrSansp rache beS Präslbcnten Millerand an da« diplomatischr Korps unb f gt: G« f*i unmögltb, nicht em? Parallele zu ziehet zwischm ber H l» tung P oinear6s, b r d irch fei i A nt . er- pslichtet, mit Deuischlanb zu rerhandeln sth b?- rnühe, Me Verhandlungen auf daS kleinste Ausrnah einzufchränkca un> erk.ärc rast er sich weder bereit finden w.rd:, diefe Gegenstand' zu berühren, noch jene auch nur zu streifen noch vor allem das Kapitel der R^>arat onen an\u- fchneiden, unb auf b?r anderen Seit ? d r Ha.tung Millerand«. der für fc.nm Tei na. ver­pflichtet fei stillzufchw.'igcn der aber näht zog.re eine Grlrciterung der Dcrh^ndlung >n bi« zu einem all emeinen Wirtschaf'Sadkommen, und eine restlose Aussöhnung

vorzusch'agcn Don mancher Seit.' werde aller­dings unterstellt, dah. wenn Mi lerand fich auf tiefe Weife in das Getü.nmri stürze, b 1 Vor­schläge Rechberg« «des deutschen Halitnbj- strietten. ber in P.ns kürzlich perhan>elte d-r. as nicht ohne G-inluh g'W-esm seien An>ere fugten tinzu bah Mi I r n>. wenn ec auch französischer sozial'ist.scher Minister gewesen f i r.ich.sdesto- toeniger einer srzial.stischen R gi runt ki Eng­land mit B sürchtuna (ntgeg.nl h unb m dem ©ebanfm b:f ng.n fei eme Icgenannte .Um­gruppierung ber A 11 ianzen ber? t u- führen, solange öS noch Zeit fet. Er wurde ntch dieser Annahme eine Annäherung u u