SS scheine« sich BODct weitere für Den Minister Hermann belastenden Tatsachen ergeben habe«, denn auch Dieser wurde fest- Seuovrmeu.
Bei den mxh eingestellten Beamten soll es sich lediglich um sozialdemokratische Parteimitglieder gehandelt Haban.
Die dem Dolfs-Bureau von unterrichteter Seite mitgetetÜ wird, wird die LeichSregie- r u n g zu den Ermittelungen der nach Weimar entfanbten Reichs beauftragter erst Stellung nehmen. nachdem das thüringische Staats- mintfterlum sich zu diesen Feststellungen ge- Suher t hat. Die 2üi6lDrad)e mit den thüringischen StaotLministern wird voraussichtlich am nächsten Samstag in Berlin stattsinden.
Der Berliner Metallarbeiler- streik.
Berlin, 3. Ian. (Priv.-Tel) Der Lvhn- tamxA in ber Berliner Metallindustrie, der infolge der Herabsetzung der Löhne durch die Arbeitgeber ausgc-brvchen ist, und bereits am Montag zu einigen Arbeitsniederlegungen führte. Hat sich weiter ausgedehnt, Sem .Bor- urarts' zu folg? wurden in allen Betrieben, wo die Arbeiter passive Resistenz übten, die De° tegschaflen ausgesperrt. Bisher ist bied in 20 Betrieben g^chehen. Auch bte grvh» Werke der Berliner Me'wllindastrte sind in Mllleiden- (cchast g2'J>7,en So liegen bei der X 6. G das DynvmowLrk und die CofonwtiD- und QEftumuIa- tvrcnfabrik ftifC Auch bet Bv rsig unb den Bergmaanwerkeu wird iricht gearbeitet. Dec Siemens-Konzern ist gietchsolls zum g ötzten Teil In die Bewegung einb^ogrn worden. 3m Laufe des Mittwoch nachmittag ist in der Streikbewegung eine gewisse Entspannung etn getreten. 3n einer Anzahl von Betrieben wurde die Arbeit ganz, in anderen zum Dell wieder ausgenommen. Der Schtichtungsausschuh hat Die beiden Parieren der Metallindustrie für heute nachmittag zu Verhandlungen eingeladen.
Für eine bürgerliche Koalition in England.
Loudon. 2. Ian. (Reuter) Die Mion der Leitung der konservativen Bereinigung der Londoner Gllh für eine Zusammenarbeit drr Äon ter- -vativen mit der Liberalen Partei g^gen die Arbeiterpartei wird fortgesetzt. Der M^schuh der Bereinig na rerösfra. licht eine Wit'ellung, in ber erklärt wird, dah die Bildung einer Ar- bet terre g t eru ng dem BolkSwillen widersprechen würde. Es würde sich als schädlich erwiesen, wenn die konservative Regier rang in den fetzigen schwierigen Zeiten ihre Arbeit Unerfahrenen üEe;lassen mühe. Der Ausschuh tritt für et e konservative Regierung ein, die von den Liberalen un.ersrützt würde, oder um- «Lehrt für eine von den Konservativen unterstützte liberale Regie.u.'.g
Amerikas Wirtschaftsblüte.
Paris, L Ian. (WTB.) 3n der Erkürung Des Staatssekretärs Hoover ?nm Aaqahr t:ge .heiht eS, int Jahre 1923 hatten die 3ter einigten •Staaten den höchsten Produktion s stand leit dem Kriege arrfzuwrfm gehabt Die B^- Ichüfiigung sei restlos getotf ji, di; R;al ohne hoch und die xapitallrrrsamnrümg Hub: sich vermehrt. Der Wohnungsbau H b; Fottschr tt gnnach' uid daS Eisenb-thnwtse^i habe di; stärksten B rbes'e- rangen seit dem Kriege erfahrm. Das ganz: f:t Hand in Hand gegangen mit ein m bemettras- werten Rachlassenver Spekulation und der gefährlichen Kr^ditüberspannunz
Amerika Habe niemals in der Gesch'.ch.: rlnen jp hohen Standard of life trab einen so hohen Grad kourmerzteller und induftrirll-rr TLigk;ll * erlebt, wie jrtzt.
Die n^rtschrft'ichm Auisthtmr für Amrika. seien glänzend und die Lag: in der De't fei hoffnungsvoll, allerdings nur auf Gr md der Aussichten, die die auf genommenen B?rhindlnn- qen über eine Regelung der deutschen Frage boten. Selbst tontr biete letzt w; Rege- Lmg zustande Eo.nme. so gchr es noch genüzend andcr? wichtige Pc blcm; im Zusamrn n an1 tri1, der Dich? h rst l imi brr int m tnymlra Hrn° delSb^i hang:n auf Zrund bea Wirderein- trittS von deutscher Kohl: und deutsche mStahlin dm Wettbiwnca auf de r Del - mä'-tten und im Zusarmu rrh:ng mit de e'waigen Rückkehr wri Kapit-all'.n ra h Turvpi. di- n ch den Bereinigten Staaten aaög führt worden Mat.
Das neue
amerikanische Einwnndernlrgsgesetz.
Washington. 2 Ian (WTB.) Der 2r- bettsmmisler hat dem Kongreß feine Borschläge zur LuSwanderunosgetetzgeburg übermittelt. Darin wird die Entscheidung über die Zahl der
zuzulastenden Einwanderer dem Konyrey überlassen. Auch der Plan der Registrierung der Ausländer ist aufgegeben worden. Die neuen Borschläge sehen eine Abän derung der EinwanderungSqtwte vor. falls stch Mangel an Arbeitskräften zeigen sollte, andererseits eine Sperrung der Einwanderung für den Fall von Arbeitslosigkeit, ferner die Verteilung von Quoten der Rationen über ein Jahr in der Weise, dah jeden Monat der zwölfte Teil der Gesamtzahl zu- gelassen wird Das bestehend« Gesetz läuft mit dem 30. Juni 1924 ab. Dis dahin muh der Kon- greh neue Bestimmungen erlassen
Rußlands internationale Lage.
Moskau. 2. Jan. (WTB.) Rach einer Meldung der Russischen $ctegro i? benag er. tur betonte Tschitscherin, der Dollskvmmissar für auswärtige Angelegenheiten, in einem Roujahrs- UTterrteto mit den 'Sertreiem der Moskauer Leitungen eine merkliche Festigung der inte r n at i on ale n Lage der Sowjet- uni v n. Tschllscherin wtes auf das steigende politische und wirtschaftliche Intemsst englischer Geschäftskreise a t den Sowjetrepublile.t so'aie aus di; jüngsten Erklärungen Mussolinis über die r^htllch; Atertranung und die erstarkenden ruhlandsreundlichen Tendenzen in Amerika ufa>. bin.
Der Doikdkormnisfar stellte dieser Erfchednm^ jette mrveränderttch sowjrtferndliche Politik Frankreichs gegenüber, welch« die Festigung des Friedens im gesamten Osteuropa bedrohe. Tschitscherin zählte ferner Beispiele des sowjetfeindlichen Borgcchens i>;r franzoiiichru Diplomatie auf, und zwar in Polen, in den Staaten der Kleinen Sntente, im Heijingsras Qtiga und Kabul. Doraasschung für- jedes Ablo.nmcn mix Frankreich fei nach Tscüttschrains Erklräaeag der Ber- zicht auf eine solche Haadlungswna Die Einschränkung b fieber-ber Dirticha'tsderbiadun- gon mit Fraakr.ich sei auf i>zr Lagesord:rung, Des Bollskommisie-rs für Handel, Krassin, ReujahrSwünsch; sind folger^;: Konfeguente Durchführung des Auhe'ch^chelsmonopols, un- verLnderliche n5tii>? Handelsbilara-.. weitere er» fT>Igr.-id>2 Eroberung v»t europäische;' Getreide- Märkten und Steigerung der Wtsfuhr rufsischrr Rohstoffe und Hölzer.
Kleine politische Nachrichten.
Die dem bayerischen Landtag zugezangen-e Regierungsvorlage über die A e n d e l u n g des Landtagswahlg e setz es sieht eine Ber- Minderung der Zahl dar Abgeordnete auf 114 vor. Statt der bisherigen 8 Wahllrelse sollen mir noch. 4 Dabttreife weikerbestehen, nämlich der Wahlkreis Oberbavern-Schwaken, der Wahl- kceis Rtederbatzecn-Oberpfalz, der Dahlkrais Pfalz und der Dahlkxeis Franker. Die füv Ko - bürg bisher geltend^ Sonderregrchmq mit zwei Abgr ordnet en wurde im neuen »SnOrurf fallen gelassen. Koburg soll nur noch einen Abgeordneten bekommen. Die neue Dahllr eismntLilung entspricht der Reichstagswahtk.eL-Einteilung.
Der fo-ialdemvkrattsche Parteivorstand hat beschlossen, den ^Zarteitag der Svzial- Lemakratifchen Partei auf den 30. März nach einer mitteldeutschen Stadt ernzuberusen. Der Ort der Tagung ist noch nicht befttrnmt.
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Der Parteiausschuh der Demokratischen Partei tritt am Sonntag, den 27. Januar in Berlin zu einer Tagung zusammen, die sich u. a mit den Ausgaben des nächstjährigen Parteitages beschäftige wird. Am heutigen Bormittag hält der ParlLivorftanL eine' Sitzung ab.
Der Bund „Öberianb" ist vom schlesischen Militärb;fc:hlshaber verbotLn und au f g? - löst teerten. Das grsnmte Derarögrn Lti Buntes ist beschlagnahmt werden.
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Admiral > D. Biktor von Balois ist im 63. Lebonsjah.e gestörten. Der Derstsrbenc war tev ä 11 e ft 2 Admira! de»r deutsch en Flotte.
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Aus die Rachricht von dem g^en den Prinzregenteu von Japan verübten An- schktg hat der Reichspräsident an den Pcir^reyenten svlgendes Telegramm gesandt: Eurer K^r seclicheu Hoheit spreche ich anlählich der glücklichen Errettung von dem verabscheuungs° toütbgen Attentat meine aufrichtigen Glückwünsche aus.
Der TaEo mpser .Wericau Eagle" ist in Tampico eingetroffen, nachdem er zuvor durch ein Kanouenl-oot der Aufständischen nach Deracruz glliracht und dort gezwungen worden war. 8000 <Hah Rohöl an die AufstLndifchen zum Betrieb der Eisenbahn aus,aleem.
Zwei Freunde.
Roman von Dilhelm Hegel« r.
SS Fortsetzung (Rachdrall azefoten.)
Auf kern Hnmwcg f»ite fi; ihrer Mutter, sie wollr noch <tn.n A rg nblill in dem Krankenhaus in dem ’i? als Hilfsichw-ster gearbeitet, bei b'r Obrrsch rester vorsprechrn.
Sol -El) Annie b:n Parlllon betreten hatte, der imm:r noch mit ccTDunie m Soll en belegt h-f.T. atmete sie wir twas DertrauleS die mit Lysol gcschwängette Last rin. Da gerade der Kasf« verteil: turbe. setzte sie sich zu diesvn und jenem Berv-und et. n an» Bett und plauderte wie hi frühem Inten, um sich dann von Len Vchtv.'strrn die l tz! n Er ü-nisse erzählen zu Mfen.
Ein Dorsal! beschäftigte deren Gemüter 6c- svnderL. iSin? Schr rstL. von eiiec «tlere.i Station hatte sich aus ungLllklichn Liebe zu dem Hikssar^ch mit Dervrial zu vergiften rertucht. war abzr gerettet trorben. und jetzt waren die beiden verlobt.
Dir b.Oen Schwestern rrxxm sich dcnnn einig. M dieser Selbstmord nicht viel mehr als die Komödie einer Hysterischen getreten sei. Während ober die eine das Benehmen deS 2lrzt« sehr schön und edck fand, vertrat die andere die An- sicht, er auS übertriebenem Anftandsgefüht in fein Unglück renne.
Annie batte xircrft nach verschiedenen Einzct- beüen gefragt, schrra abrr auf enrmak gar nicht mehr ,uizuhören. sondern furnierte bläh vor sich hin, währen') die bet er Schwestern sich ziemlich ereiferten. Schli b-llch fiel der e «en ihre Tell- inahmLofigkeit auf. imd sie dachte, Amiie stände
ja selbst kurz vor der Hochzeit, und wahrscheinlich wäre ihr das ganze Gelvrach nicht sorl'-rckich an- genchm. Darum brach sie ob. und gseich boranf ging Am ie zum Instrumentenzimmer.
Auf ben ®-vrg b gegnzt-.-r. ihr zwei Stranfen- träger mit cfc-cc Bahre, unt *r de en Pferdedecken sich die ilmri fr eir.es nrmschl'chm StörperS ab» hoben. Der eine b-r Träger eef vcitc sie
^Qlud) mal wieder hier, Schwester Anna? Wie geht -?-
_Danke. Und Ihnen?" darf nicht klagen."
.Tot?.'
,.S itus. — Ra, auf Wiedersehen, Schwester. Hop. Kamerad!"
3m Instrumenten’ immer traf Annie eine jüngere Schwester. Wieder gab es eine Begrünung und viele Fragen zu Dearrtir orten, indes cut Annie doch nur die Gegenstände in dem treiben Raum mit sonderbarer Gewalt rindrangen, vor allem der Medi'.inschrank an der Wand, wo die Glasröbrchm mit Boronal wtd Sublimat- Pastillen und fci' Flalchm voller Lhkol und Morphium aufbetoabn wurden. Gewöhnlich stand der Schrank trotz dem ftrmya Der bat offen. Heute war er gerade geschlossen. Annie verabsch^dete sich und ging zur Oberschwester Hedwig.
In dem winztgen, bis zur letzten Ecke hell erleuchteten Zimmer fienben eine Unmenge Phvto- grcSrbicn, Rirpessachra. künstliche Bttrnrra und 'örtlicher KrimSkrixns umher, aber in gut Teil des Raumes nahm ein höchst nüchterner Schrur - tisch am Fenster ein. mi: Ieitzordnern und Skriv- turen daraus Uebrrraschc sprang das hagere, fpitzmr'ige FrSukrin fehter teci T eÄch aut Während sie ihrer Freude über dea unerwarteten
Aus Stadt und Land.
G i e h e n. den 3. Ioraurr 1924.
Die Reichs-TeuerungSzisser-
Dir ReichSindexziffe' ü: die Lcbens- haltungskvsten (Ernährung. Dvh.:ung Heizung, aclvu^. tuiig und Bellell rag beläuii sich nura Öen Feststellungen des Statilnschra ReichsonUes für den 29. Dezember 1923. den wegen des Jahreswechsels an Stelle des Montag gewähl.en Ebhebungstag auf das lllTmiltiarhcn- fache ber Borkriegszeit Gegenüber dem 22. 12. (1150 Milliarden) ist demnach eine Abnahme von 0,3 V.H. zu verzeichnen.
Für btii Durchschnitt des Monats Dezember berechnet sich die Reichsinderzifser auf daS 1217williardenfache gegenüber den 65tmil- liardenfachen im Durchschnitt des Monats Ro- vember: das entsprich einer Steigeren; von WL v. Sy Die Lebenshaltungs.ostcn ohne B-llechung sind für den Durchschnitt des Deze.nber auf das 1182milltarden'ach.. die Ernährungskosten all i; auf das 1512milliarbcnfache dec Borkriegszell gestiegen.
Giefteuer Wintcrnothilfe.
Für kos Hilfswepk yim Besten unserer notleidenden Mitbürger sind weiter folgende Spenden bei uns eingegangen:
Ungenannt 12, Loge Ludewig zur Treue (Iahrcsabschlustfeier) 45, Prof. Dr. P. 25, S.-R G.M. 5, W. W. 5, Pcvf. H Kr. 5. R. R. d Bio
Den Gebern herzlichen Dank! Weitere Spenden werden in unserer Geschäftsstelle angenommen
*• Don bei Angestelltenversicherung. Heber die Derncherungs- und Deitrags- pfllcht der Lehrlinge wird uns von mafogeben- der Seite folgendes mitgetetÜ: Lehrlinge deren Berufszweig der Angesttlltra redlicher ong utetenrorfen ist. sind nur daun ve rfiche- rnngspflichtig, wenn die ihnen gewähr e mo- mttlichc Sntsch-ödig^ang mindestens dem fünffachen MonaksbÄtrag der jeweils niedrigsten Gehaltsklatie zur Angestelllenversicherung gleichkomm^ Bleibt ter Barbettag darunter, so wird er lediglich als Taschengeld angesehen, bei u;m dir Bersicherungrpflicht entfällt.
,e Die Hmsatzsteuer-Hmrechnungs- fähe. Eine Bellmntmachung des Rcichsfinanz- mtnifleriums tm >Reichsan,zeiger" setzt die Hm- satzsteuer°-älmrechnungsfähe für Umsätze im Dezember auf 1 Billion Mark, für tlmsätze tm vierten Kalendervierteljahr 1923 auf 500 Milliarden und für Umsätze im Kalenderjahr 1923 auf 125,5 Milliarden Mark fest
Di c neuen Kanal-, Strahenrei- nigungs- und Müllabfuhrgebühren toetiien im Anzeigenteile unseres heutigen Blattes ausgeschrieben. Die Bezahlung her Gebühren muh bis zum 15. Januar erfolgt fein.
” Personalien. Bett erst wurde <nn 27. Dezember 1923 der Forstmeister der Oberförsterei Treis a. d. Lumda, Fvrstrat Gust. Schnei- d e r zu Treis, in gleicher Diensteigenschatt in die Oberförsterei Schissenberg. — Aus dem Staatsdienste entfalten wurde: am 27. Dezember 1923 die Lehrerin Ottilie Fried an der höheren Dür- Srschule zu Alsseld auf ihr Rachluchen mit Wir- ng vom 15. Februar 1924 an. — 3» bar Ruhestand versetzt wurde: am 22. Dezember 1923 der Qbntdobergcbilfe Kaspar Herdt bei der chirar- a'schen Beterin5rklinik ber Landesuniversität Gesten auf sein Rach suchen unter Anerkennung feiner dem Staate geleisteten treuen Dienste mit Wirkung vom 1. Januar 1924 an.
♦♦ AuS dem Giehener Standes- amtsregister. Es starben in der Zeit vom 24. bis 30. Dezember: 24. Luise Bergener, 28 Jahre alt, Steinstrahr 61: Marie Wetz, 66 Iihrr alt, Goethestraste 18; Amalie Spitz, geb. Schmidt, 75 Cat -c alt, W;terstr. 6; Lotte Kairis, 25 Iah-e alt, Bisrnarllstrastc 20 25 Ernst Eberhard
Merlau. 1 Jahr alt Lrednrr'trahr 16. 26. Katho- rinc Müller, g;b. Horn Witwe 59 Iahro alt, Reuen weg 10. 27. Heinrich W bnr, 62 Jahr; al, Licher Strahe 74. 29. Elise Meyer. a;5. Plock, Wwe„ 66 Jahre alt, Rordanlage 27. Elise Butt, geb’ Barth, Wwe.. 83 Jahre all, Marburger Sttaste 56 30. L-idwig Dellmete, Kupferschmied, 70 Jahre alt, Liebigstraste 72.
’* Jur Richtigstellung. In der ge- fhigen Bedai'eras°Krradgebung der Gllh nei'^an- delskammer über der Danlenschluh am 24. Dezember muh cs richtig heisten, dah der Stauinuum- schäft grobe Zins Verluste (nicht Kursverluste) entstanden sind.
Dornoti,;cn.
— Lageskalender für Donnerstag. Lichtspielhaus Dahnhofstrah;: »Der Leidensweg der Eva Grünewald '. - Palast-Lihtlpi' e. ..Eine Brautfahrt mit Hindernissm". — Aftor^r- Licht - fpiete: .Buffalo Bill" and .Zwischen Flammen unö Nuten".
Besuch Ausdruck gab, sagte sie, dah sie oft an Avnie gedacht und schon gefürchtet hatte, diese hätte sie gorrz vergessen.
„Qfcrg^'en? Rein Das heiht, ja Ein bih- chen. Aber die Hauptsache mar doch meine Krankheit"
„ilnft dann das andere grobe Ereignis!"
.Ja. es kam ko viel Schoeres Msammen."
»Rein, ich meine das Glück Aochmals meine berxlid/t?n G.ückvünsch;! Ach Kiidchen, und das alte Fräulein küh e Dn 'ie auf b ide Backen, .ich bab's Ihnen ja so voa Herzen gegännt Aber nun legen Sie ab. Der wundervolle Rerz! Gewist cai ihrem Verlobten. Wann fall denn die Hochzeit sein?"
.Dir Hochzeit? Bald. Am Donnerstag."
Schon! Aber das ist wirklich doppelt lieb, dah Sic dann noch mal kommen."
,3ch must koch adieu sagen."
Die Oberschwester pllrrd:rtc noch fort, während sie An-tf aus htm P k> half, und fragte nach diesem und jenem, was auf B-rkobung und Hochzeit Bezug hatte, mit zärtlicher und zugleich ctn as lüsterner Betulichkr'tt. Da aber Annie mir zerstreute Antworten gab, wvch'elke sie daS Thema und fragte, nachdem iie Tee etagegoftea. wie Annie ihre cJte Umgebtrag denn wiekersinde.
Ich finde — ich fühle jetzt erst. Die glücklich ich hier gewesen bin So glücklich, tote fönst nur einmal in rneiiwm Leben."
.Rein, wirklich? War es nicht doch ein bißchen schrarr?"
.Das lagen alle. Aber eß toar nicht schwer. Bielleicht in den ersten Tagen. 5>a_ brannten einem die Füha, <^>er sonst — sonst lübkte man sich wunderbar leicht."
-- Giehener Konzertvereln. 2tad)e ft en Sonntag nachmittags 5 lU>r in ber Aula Konzert 2lnna Hegner. (Siehe gestrige Anzeige.)
Latidkrets Gictzcn.
rt Rieder-Beffingen. 31. De^. Der gestrige letzte Sonntag desIahres nxxr der E i n w c i hung deS Kriegerdenkmals giwidm t das mb n dem altehrwürdigen Kirchturm st.hl. beschattet von der Luthrreichc Regierung Zbaumetster S ch n c i de r- Giehcn übergab Im Auftrag dcr Kreisbaubehörde das Drnk.ual ber Gemeinde. Rach dem Bortrag eines Gemischten Lhors unter der Leitung von Lehrer Graulich hiell der Orlsgeistfichc. Stistskfarrer Schorle rnrncr- Lich die Weiherede, die ausmündete üt die Ra- mensverlcsung der 10 Gefallenen und B?r- mieten unterer Gemeinde; währenddessen ertönten die Glocken, und Mädchen legten für jeden Gefallenen einen Kranz nieder. Bürgrr.neilter Steuernagel übeim^hm das Denkmal in der. Schih der Gemeinde und legte in bcren Hamer. einen Kranz nieder. Auherdem sprachen noch Lehrer Graulich dessen Schüler fast alle S - fallenen waren, Georg Hau als Hauptmann der Feuerwehr, Herr Petri im Ramm bc> Radfahrvereius, Gemeinderat Roth und Gemeinde rechner Pein. Den Beschllrh macht n ^nxi von Schülern tm Wechsel vvrg tragen: G.chichtc und die Ehrensalve des KriegerverrtnS. Rach einem Dank:swort des Bürgerm.-ifteoL- und dem Gesang des Seul schlandi iedrs begab sich der Trauerzug zum Friedhof, wo P ar.er Schor- Icmmcr Erinnerungswvrte an die bereits in zwischen gestorbenen Krieg zteittt?hmer und den 126. Psalm sprach Eiue D.schre bang des Denk Wals, das von einem Biedec-Bei'inger in AmerUa Herrn KlöS, gestiftet worden ist, hat der .Gieh Anz." bereits vor einigen Wochen gebracht.
etartenbura uud Jil)iiui)cnc:u
Mainz. 2. Jan. (Wolfs.) Heule morgen ist der von Wieddaden kommende Schnellzug vor dem Stellwerk IV in einen von Bingen kommenden Personenzug hinein- gefahren. Es werden etwa 20 Verletzte gemeldet. Das Unglück soll auf ein Richtfunktto, nieten her Signalapparate, verursacht durch di« Schneefälle und den Frost, zurückzuführen fein
Hcsicu-SLasia»t.
fpd. Frankfurt a. W. 2. Ian In Da Frankenallee stürzte am Reujahrsabend ein alter Mann zu Boden und starb unter Den Händen rasch hmzueilender Passanten. Es stellte sich heraus, dah der Greis an Entkräftung gestorben war. — Der stellenlose 21jährige Staub mann Grnst Otto aus Hersseld überfiel am Hippodrom einen Herrn und schlug ihn nril einem Seitengewehr nieder, um ihn bann zu berauben. Durch hinzu kommen de Passanten wurde Otto fe ft genommen. Der junge Mann gab als Beweggrund feiner Tal an, dah ihn lediglich her Hunger zu dem verzweifcllen Schritt getrtebe habe.
Fulda. 2. Ian (WTB.) Auf Anordnung der Regierung in Kassel wurde die Technische R o t h i l f e auf ber Kaligrube bei Reu » bof eingesetzt, nachdem infolge von Differenzen über die Arbeitzeit der Betrieb still gelegt worden war. Die Rothilfe übernahm die 2lufr«ht- erhalluna der Kesselanlage« und deS Bettiebs- kraftwertt
vermischtes.
Erdbeben ie Trier.
Trier, 2. Ian. (Wolff.) 3n der Rächt vorn 31. Dezember auf den 1. Januar gegen 2 llhe 45 Mw. wurde hier ein Erdbeben verspürt, kaS mehrere Sekunden andauerte. Rach einer minutenlangen Pairte wurden noch wettere Stöhe wahrgenommen. Schaden ist anher einer zersprungenen Fensterscheibe nicht angerichLet worden
Hungertod eines alten ManneS.
Berlin, 2. Ian. In einem Hause in 6er Kurzestoahe in Spandau fand man den 62 Jahre allen Zimmermann IohanaeS Müller tot auf, nachdem man ihn teil dem 26 Dezember nicht mehr »;sehen hatte. Sin herbe, geratener Arzt stellte fest, dah Müller den Hungertod gestorben ist. Wie die Hausbewohner erzählen, hatte der alte Mann nur noch von Küchenabsüllen besonder-S Kartoffel- fSxtfen. gelebt und Unterstützungen seiner Rach- b-arsleute abgellhnt mit Lern B;merLn. er wolle nicht betteln.
Starke Dehtnderwrz der Ostsee-Schissahrt durch Treibeis.
Lübeck. 2. 3m. (Priv-Tek.) Infvlgs deS anhaltenden Froster w.rd Der Schiffsverkehr nach den dmtfchen Häf.« Immer schwieriger. Das Treib.is beginnt Küsten und Häfen immer m:h. zu blockieren. Der Schiffsverkehr Schweden und Dänemark steht vor der Esilstcllung, nachdem noch am Svn ttag d nilche Diehdampfer mit fchvcrer Kruft den Lübecker Hafen erreichm konnten.
„Aber das ist hübsch, dah See das sagen! Das freut mich wirklich zu hören. Das sollte sich ein gewisses jurne? Ding nur maf merfen. Wir hoben hier nämlich Sachen erlebt, Kleinchens - Aber besser spricht man gar nicht davon."
.Die anderen Schwestern haben s mir schon erzählt."
.Run — alles waS recht if!T begann die OkwschD?ster Plötzlich höchst energisch^ .Da mache ich entschiede» nicht mit. Wenn man schon solche Mittel anwendet —"
„3a,“ unterbrach Annie sie erregt, .wenn man Wittlich raus will aus dem Geben, dann darf man aud> vor dem Sterben keine Aigst haben Dann muh man reelle Mittel an wenden. Sic hätte jo Gift nehmen ßftnea/*
.Um GvtteS willen! Ducken wir Gott, bah ihr die Sünde erspart geblieben ist."
.Ach. Sünde - das ist doch so 'ne Phrase."
Die Oberschwester wollte schon etwas Heftiges ewidern. aber 3n ite hatte biete letzten Wott« so irtnig heransfordrrnd, lonbern eher telchthto u-ib sirr sich geäuf ert, d.»h ite, ein bihrchm sonderbar berührt, eine harmlosere Un:e"baIf»M für .mgcTTLefcner hielt und ihren Gast au) ten Königskuchen aufmerksam machte, den eia früherer Patient gespendet hatte.
Annic ah ein Bröckchen, legte bann aber das abgebrochene S:üd zurück und trank gierig den Tee. Sob-old sie den P-chz adgelagt ha tt. kroe sie obgleich rS im Zimmer recht ttzmn war. Ader sie fror nicht von außen, sondern innerlich
Foafetzung soigt^


