Ausgabe 
1.2.1924
 
Einzelbild herunterladen

UL 21

Eriche ».» < e t W, eit« Sonn, tr.b pnrneci, * ♦ibcrSer »tflfl»b»ilccr e>iefc«erT3< wuliret Lner meeetu qrpntli

HO (Bolbmarh em» Wirßlid) Träger loh*. o».ch i et 9.i<i<t|L <n cn ftn.clntrJ.ueeem m- felge gieret tt-realL- 3 <rw prt4)4i|<. Ufr ftr die £ drift euung 1)2; Hr 1 erlag ln!

efd)äfis|irLe 61.

8' Id,d i ur Drohtnach. i.d.ue.ZHjelgfrtiefciB.

| an- eaonic freihnt <. Ui. liess.

174. Jahrgang

Srettogj. Jcbniar 1924

ZietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

dnick U»ö Verla-: vköhl'sche UsiverftäirvUch. «>d 5lel«dn«lerei R. kann in Gießet. Sdfrlftleitiing UV) -eschistrßele: ZchiNkraße 7.

4m>wr -*»i int )« IHM« iDtmare^rr > S |i-w .1 ) n nj j »M»«t 0Mtt rM et» RJU^arU

prtii i: 4 -» » P4< lir Injrige i »oe U n a Br t: r h4)i,a«i»»4U» 10Se!»pteani4. |4i M« liiaier» .inirtge i a.70 n a Wear Ja u*«t^p|<RR*g> Dh oxigr. i u . 4u|» lchla- jmniurui^ |u< jUhMr. leaUeio«: Dr.Jritär. a)ug.t!ue,<; für »ei x --

Q-rnh Jl-in d)«in. .rftrt MljeiäHtled; >A-t* *S«A, ,ä.(. g 14 « ji i

ihm tatlächltch, ben bodptrblentcii :r. Äolrat 'jHuggmtilcr, wegzu-

ätigte 1tj> bort an einem

Ötaat#-

ba» Leben b M>wt toie möglich die vor keiner 'SeleiMgung und

Au ent- Füßen

Msimenschm machen. unb

Slang es I.

ü germdftCT, Kos ekeln. Matthes beti

eine solche Person. um sich ber ©träfe dehnt, ben deutschen ©taub von ben schüitelc unb verschwinde."

Mat he» rächte sich, indem er d?n

Terleumbung zurückschreden Don diesen seinen 3igenschasten tonn der Magistrat in Würz­burg und A I cha ssenbura ein Liedchen fingen, ©chon In jungen 3abren bat Matthes als Kv aktrnr eines lei itelb alieben» dem Ober- germcister von Oberhausen das Leden :> schwer gemach'. 3r hat dart einmal ge­äußert, bah es fein Best reden fei. ben Dürgev- meiftcr wegzuekeln. 3n ber Folgezeit hat er .bas Zur-Strecke-Bringen" von Bürger- meistern als Speztali ät betrieben. 3n Passau

liberalen Blatt. Dach der Devolution tauchte er als Sozialdemokrat wieder auf unb oing .an das dortige Part eibla 11 .Die Dschassen- burger Doliszeitung" ©ein Treiben war jedoch so arg. baß ihn die eigene Partei .aus Gründen der Reinlichkeit" auS der Organisation aus- schloß. Dem Magiüvat von Alchastenburg bitte er Korruption. B stechung unb Amt»mi6brauch ebne jebe Deg.ü düng vvrgeworsen. 3n ber Beweisaufnahme vor dem Schwurgericht in Würzburg suchte er sich kläglich herauszureden. Sein Beweis mißlang vollstündig. Die Folge war eine Bestrafung mit 6 Monaten Gefängni ». Der Staatsanwalt in der Schwurge richt-verhmiMu g kcw z ich« te MatlbeS tn feiner 2In.Tagebcgrünbung mit folgenden drasti­schen Worten:

.Matthes wälze sich wie ein 35er tn ber Zauche, unb es sei nicht schade, wenn

anwalt tveg.m Beleidigung der Presse beim Mini­sterium denunzierte. Die Ihm mißliebigen Zeug'n bedachte er mit Meineidsan^eigen. 3in Wies bad rner Gensttsarzt bestätigte ihm. baß er an einem kranlhasten Hange leide, and.'ve Menschen un'chuiri, zu quälen. Änge eßene poli­tische Persönlichkeiten besch-impfte er in ge­meinter Weise So gtng er gan\ desondersl brutal gegen die katholische Geistlichkeit in Aschaffenburg vor. Diese sente er durch eine B c»s.1§üre .Wenn Kinder beichten" tn gemeinster Weise herab

Bet keiner Partei hielt er es fange aus. Nachdem er sich zuerst, wie vorhin erwähnt, bei einem liberalen, dann bei einem fo hl- demokratischen Blatt betätigt batte, ging er md> Franksurt a. M unb griff von hier aus die 2IfdKilfcnburg*r Sozia.'demotratle tn kommu- nistischen Blättern an. Gr bekam allerbtng < die verdiente Tfbertiqung von feinen frühe ei Parteifreunden. In Franstun rcbiiIrrte er ein Skandal- nrb Re^olverb'asi .Die Fade l". deren Tend.nz bäufig direkt landesverräterisch war. Die einzelnen Hummern bleiet Blattes [fronten von b;n gemeinsten Dorwürfen gegen Preußen unb die deutsch? D'ichtregierunr Schon f ü'izeittg b tätigte sich Mattde) für die französischen Interessen. Mit der größten Offen- heit bekannte er sich als ein Freund der Franzosen und einer Abtrennung der Rhein- lande vorn R sich AIS ihm in Frankfurt a. TEL der Bodrn zu briß wurde, wandte er sich unten französischem Schutz nach Wiesbaden und wurde b-rt wiederholt von der französischen Be- Jiörbe b freit, als die deutsch- Staateanwalt- chgst fein? Tkrb-iftung durchiusefen luchte. Schließlich gtni er offen zum Feindeüber. Für die CNi vih-rlo'hL'Ü diefeS Mannes ist der Umrtanb b zeich end daß er noch zu Kriegs- beihin patriotische Kriegsgedichte ver­faßte. dann aber d?r Ginüebnng zum Militär sich durch Fahnenflucht entzog

Matthes ist auch in sittlicher Beziehung ehre durchaus haltlose Persönlichkeit. brr aber eine große Wallen seneriie nainefaat wird Mattes ist. kurz g hgt. ein Mensch mit rrichn Geistesanlagen, aber ohne tiefere Bi^dunq. charak­terlos. bcmmu,g?loS. seld^ü' erheblich, von un­gemeiner Frechheit des Auftretens rüffub'S- los in d? A twmduna feiner Mittel. dab?i tvandlungslähig je nach Anlaß und Dorteil, eitel bi5 zum Ucbermaß, .wie eine Bre tldiva" dabei rachsüchtig und nachtragend bis zum äußersten. Cük. Gntft-Ilung und Derstellung. Kriech und Schm.'ichrlei gehören zu seinen gewöhnlich­sten Requisiten.

Das ist Joseph F-irdrich MattßeS. Jedes weitere Wor'. zur K nazeistnanq btr'c< Mannes wäre vom il'Sel. ilnb einen solchen Mann will man dem Dhnnlandr als .Führer^ einer neuen Regierung aufoktroyieren.

Separatistenführer.

Bon ben sog. Führern der rheinischen Ab- |allb«io<gung Ist keiner berüchtigter un> mehr ernannt worden, als Joseph Fricd.ich Matthes, d.-r Mann, der den Düsseldorfer September-Putsch in'-eiiiern unb der geäußert hat, baß et die Absalldewegung unter Umständen will Gewalt unb mit Blut zum Siege führen werde. Matthes ist nicht nur ein bruraler, skrupelloser, gewalttätiger and hinterlistiger Dlen'ch. sondern auch ein Mann, der ungezählte 'Vergeben unb ©traltaten auf dem Kerbholz hat. Im Rheinlande kennt man ihn allgemein aU einen politischen Hochstapler ersten Ranges. Wir fand In der U-iie, aus dem be­wegten Dorleden dieses Däuderhauptmanns ein paar Imeressaute Sinzelheiten mt^utellen.

tzoseph Friedrich Matthes gehört zu ber üblen Kategorie von Schriftstellern, die ihren

Die Berliner Beratungen.

Reichsregierunq unb Komitee für Kapitalflucht. Der voraus­sichtliche Dana ber Neparationsveri)an)lunaen.

Berlin, 31. $an. (WTBi Die M tglieder des Äi mittel ber Repa ru ionskomm.st ipn für Kapitalflucht, di.- gestern aderrd In Berim eingetrosten sind, wurdet heute vom Reichs­kanzler Im Bien brn ai d n UrUerfuchungen bsA Kemii-e» be e ligtenRe chsminister empfa.-gen. Der Reichskanzler tvjrüßte bk Herren durch folgende Ansprache:

Meine Heeren l Namens der Deichs­regierung beehre ich mich. Sie -u begrüßen. Die Nep^rationskommisston hat durch ihren Beschluß vom 30. November Ihnen die schwierige Ausgabe -ugrwiesen, zu ermitteln, wie die deutschen Kapitalien im Ausland« ihrer Höhe nach ab geschätzt und ihre Rückwanderung nach Deutschland veranlaßt werden kann. Die deutsch« Ne­gierung hat ein besonderes Interesse daran, baß in dieser Frage, die seit Jahren den Streit der Meinungen der W:lt bildet, von so sachverständiger Seite Feststellungen ge­trosten werden. Die deutsche Negierung erkennt deshalb dankbar an, daß Sie, meine Herren, persönlich hierher gekommen sind, um im Benehmen mit den deutschen amt­lichen Stellen und deustchen Wirtschafts­kreisen die Ihnen zugewiesen« Aufgab« zu erörtern. Seitens ber deutschen Regierungs­stellen wird alles geschehen, um Ihnen Ihre Ausgabe zu erleichtern, und Ihr« Fragen werden mit voller Ostenheit und Beschleunigung beantwortet werden.

Der Dor ihenbe bes Komi «cs.M a c K e n n a, erti>UK-rie hieraus wie folgt:

Herr Reichskanzlers Im Namen des AuSschustes, sowie im eigenen Namen danke ich Ihnen für das Willkommen, das Sie uns entboten haben, und für b.e Zusiche­rung, daß uns von selten Ihrer Regierung bei der Durchführung unserer Aufgaben alle notwendige Uttterstützung zittell werden soll. Wir hosten zuverstchtlich, daß es unS mit Ihrer Hilfe gelingen wird, unsere Untersuchung mit tunlichster Beschleunigung erfolgreich durchzusühren.

Rach dem Brüsseler Korr-svondent'M des .Tem:-s' wird es als höch't wahrscheinlich be­zeichn?!, baß brr M i u igraustaush z visch?n ben alliierten Kanzler?, für efctije Woche, aus - setzen texrrtxr. Die Regier-mgm schienen ent- Id! ffen zu fein, abturpirteia, dis b.c Sachver- stä b g-mlomi es ihr« De ich « unte.b ei e ten, bevor lrgcn2ci x Gatsche cif ig qelroi.ei. oder irgend ein Dorlälig de ückf chti;t w.-rde.

Wie wir er1ahr?n, trat b-r zw.-ite Sach>er- ständiaenausschuy h-udr l achmifa; 3 Uhr unter dem ^Vorsitz Mac Ksanas zu ctxer Besprechung zusammen. Der ©ltzunq wahrten auch di: beiden Direktoren der D?utlch?n Bank. Bergmann und Wassermann bei Zu der öitjimi des ersten Sn<|K''rstündinenkomi:e-s heute mittag v-a e' dr Reichsbankpräsident und ber Dor ihcrnde bc.r Kri gstastenkommisfion Fischer suge». offen.

Der .New Dorf Hrrald" ver-sfentlicht ohne Quell -mngab: so g nde Sarft'Cung b:r vorans- sici'i.ichen Sntrri flung b r alliierten Derhanb- lungcn in ber Reparation strage:

1. Die Sachverstänbigenkom4teeS würden an bi: Rrvaratirn tornml Hon be nch en. die. bevor Ile sth ü>er diese Buchte auzsprichc, Instruktionen von ben Regierungen einholen werd:.

2. Hierdurch würb? der Weg für eine Kon­ferenz zwischen denPremiermini ftem freigemacht werdm. die 3nde März stat:finden und ?wi ber sowohl die Bereinigten Staa­ten als auch Deutschland emgelaben werden

sollten. Di< Derhandiungen zwischm dm Kanz­leien über die Beseitig i >g v.-r k.ein?ren 2Uei- mmgsverfchiebcnhktrcn ben nach ber erst«' lungrabm« Diardona.ds mit dem Parlament sofort bcamien.

3 Ol ichzcitig mit der erwähnten Konferenz ober unarittelbar danach soll der Dersuch ge­macht werden,

Macdonalds Plan einer internationalen Konferenz zur Revision der interalliierten Zahlungsverpflichtungen durch Streichung.

Herabsetzung oder Konsolidierung zu verwirkliche. 3s werde die Hosstrunz aus- gefprvchrn, daß eS Ameriö, möglich sei. im Ingresse des europäischen Friedens hierbei mit- zuwirken.

4. Sobald etnr Derstärdimmi enle!t fei, toü'te Deutschland in d n Dölkerbund ausge­nommen werdcn. vorausgesetzt, baß es sei.» Der- l-flichtungen erfülle.

Das Bl>att g aubt feftleiten zu mm. baß man sich sranzösstcherseits für diesen letzteren Gedanken zu e avärmen beginn?, da man von Icincr Derwirklichung eine gemeinsame Haltung ber Alliierten ui.b Anerikas g?g*ni5er einem etwaigen Dersagen Deutschland» erhoffe.

Die Rusirdesehung.

Brüssel, 31 Can. (Dolst.) Die .Libre Bel- gique" schreibt: Wir ,r.rv in ber Luge, sollendes zu ctOärt.a: Die Aufrechterhaltung kr Ruh besetzung wurde zu einer brennenden Frage, nicht nur tvea^n deS Regieru.igswechstI» in Lrndcn sondern auch w-g-n be8 Sa chver- ständigenau s^chusfe» Dawes Die Mit- g'ie er dieses 2 ussch >sses. deren Au gab? es i t, txulldx Du..« i cmszugleichcn una die deut­sche W>üh ung zu ftabilifteren, sind darin überein- g kommen, baß ihre Arbeit unfruchtbar bleiben müßte, wenn sie nicht die Ginkunft« aus dem Ruhr­gebiet hinzuzählen.

Mit anberen Worten die Sachverständigen txv- langen, daß die Ginnahnren aus Sisenbahren und anderen östentlichen Td.-nften im Ruhrgebiet, die Foan'.osen und Belgier beschlagnahmt haben, wieder In die Aktiva des deutschen Budget- ü berget ü frrt werden 3» ist pe- wi't unmöglich, einem derartig n Verlangen kr Suchverständ.gm Folge zu geb n, d tr.ee die De­en di g u n g der Besetzung ins Auge zu fassen Aus diesen ©r n en erl mglcn die letzten Be hrndlu g n die am Sonntag zw.schm Poin- cat; und Jasper in Paris gcp,log<.n wurden, eine ganz besondere Bebrütung

Die (Bolbnotenbanft.

Berlin. 1. Febr. lPriv.-Tel.) In ber letzten ZentralauSschußsitzu.g der Reichsbank machte btr ReichSbankprälid ent auch einige M tt rlung r über bi* qejeri>lriL er Geld­markt- unb Strebttjerbiltnl f-, wobei er msb?- noteubank zu sprechen ran 3c sprach die Asticht au», baß Me Gol>n)teabank im Interesse de» sondere a f die bcab ich i) e Grricht'mg drr Dvlb- Wi'br raus baue» b.r deu s «en Wi tschast so­bald a I i m ö g l i rnü s? unb

daß die Gründung drr Goldotenbaiaf nicht ab­hängig gemach! werben fann? voa einer spä­teren Klirung kes R para iorSprrblerns Der Reich^bankr-ri ident bett; s ch die 3r.ihtung ber deutschen Gcldnolrnb-nk nach Art ber Ham­burger Goldnotenbank von 1923. unb zwar in her Wei'?, baß sie in irunlttdbarem Zusammenhänge mit der Reichsbank stehen müsse und ihr eoentu f( a r^zli?bert wäre, im übrigen ab r i v? < e l b Tt ä n b ge juristische Person banarlc(km bitte. (3i ic alsdaldi je Gr- rivitung ber D Idnotrib n' sei schan d.-sdalb brln- acnb nottrenbig, wil die ber deutschen Wirt­schaft von ber Rentenbank gowädrlen Ä re- bit e in tunnr Z-it aufgebraucht fein wer­den und in k i »er W.-ise auSreichea. um die K «- bhb?i<M ielrigt der deutschen W.rtschaft aus­reichend zu löserr.

Dcrmaltungsabbau.

Berlin. 1 F br. (Priv.-Tel s Da» Reichs- kabinctt bat br<ch osten, baß ber 3rholunqS- urlaub ber Sea tn te n für 1924 gleichmäßig um sieben Tage gekürzt werden soll unb daß in Krankheitsfällen von bei Beamten nach dreitägiger Krankheit»dauer ein ärztliches Zeug, ni» cinzureichen ist.

Im Versauf« einer Besprechung ter Mit- gsieter der Derwaltungsabbaukommis- f i o n mit dem Sparausf^ß im Reichsrage bat Minister Saemifch Gelegenheit getommen. dir In der Press« lenthin w.ede.holt aufreridltc.3 Behauptungen, laß sich di« D. A K. bei ihrer Arbeit von parteipolitischen Gesichts- txi::ftcn leiten lall«, zurückzuwei'en. Unter Hm- wei» auf di« Konstruktion und ArbeitS.net Hobe der V. A Ä. unb die Verantwortlichdnt der Kabinett« sagte'Saemifch,

jeder parleipol trsche Geftchlspunkl sowie jede Grörlerung über Per'onen, bi« infolge der Besch üstr der D. A. JL in Wegfall zu kommen haben, scheiden bei der Tätig eit der Kommission von vornherein aus.

Der Minister erklärte schllefstich unter Verwah­rung gegen einen diesbezüglichen B.wicht bn .Vorwärts', daß eine endgültige Stellungnahme der B A St zum Fragenkomplex ber Sozial- Versicherung iwch nicht Vorliebe.

Im SparauStchuß be< Reichstag» wurde ber Pe-fonalabbau im ReichSmini'tL-ium für Me besetzten Gebiete behandelt, ton die Verminderung ber Zahl ber Daa.m:et und Angestellten bis 5nbe Iaiwar d» I» um 18.7 Prozent erfolgt ift Der der unter

dem Vorsitze des Reichstagspräsidenten Loebe zu dem 3toedc gebildet ist, die Mözlich7eit von

Grsparnisten im Reichstage

xu brüten, beschäftig'.« sich auch mit dem Srfuchen de» Rrichsfinanzmi.nistes. da) die Abg«rdne en. die jetzt da» Recht haben, in jeder 'Sa enLaffc auf der Hafenbahn zu fahren, auf die Be­nutzung ber ersten Wagen klasse ver­zichten möchterr. Die» haben alle Parteien abgelehnt. Sie erklärten sich mit der Besei­tigung der «dien Wagen klaffe übe Siu?! ein­verstanden. glaubten aber, solange bk e bdtehe. auf da» Rech! zu ihrer Benutzung nicht ver­zichten zu können.

Bayern und Pfalz.

München 31. Ian iWoksi.» In der Ple­narsitzung des ftinMaff,*» tokOie Hb der Präsi- bent Königsbauer, mit eit».r la vyiv-i An- sprach? an da» Haas, in ber er zu<rft tcu l - -m für ib.ni H-fdeamut geffenüd/r dem Dr.,ck der Besetzung und fex S paoatist -n Dank .» i stp och unb gleichzcit g bebawrte. daß sich das G^tvisten der Krsturvölker gegen biete V-r!e'>ung aier bürge I 4>.m Rechte nob nicht au|g*t>Jumt habe Man tvllle, sagte der Redner, daß die Be>üster der Pfalz mit wenig Aus7»hm Sei»' Pfäl^r.

Ion>crn herbeigezoge ne» Derbx.cher- g es i n b« l s i?n. man w s e daß sich diese» nicht aus eigener Ä.utt hallen ksm». sondern Xch di« Besatzrmgsb.'härl«n und In l.ater Lt t« die fran­zösisch- Regierung f idst es f« en. die vor brr die S!'ll> an bl-fen u x> bk Verantv»rtung für diese Zu tändr trag-n. 3t i* h Illg* Psiich! ber -l.-oi.soerir.tung fei es. vor der ganzen Welt gegen diesen Mißbrauch der Gewalt unb gegen diesen Bruch rechtskräftig abgeschlossener Verträge fexerlichft zu protestieren.

Unmittelbar darauf erhob sich

Ministerprästdent Dr. v. Zdnilling uitb erflär.*«, wa» In den letz «n Woch n an G^- tral:taten unb schamlosem Va e la id.r vr it sei­tens b-» separatistilchm Ge inbclS unb der es schützendm Desatz.-ngsi».hötl«, vor sich gegangen sei. überfldg? alle» la solch m Miße daß e» zu einem neuen Protest zwänge Die Reichs­und ßant>e-»r\ff et ungea trüiten wir bi.'b.r auch weiterhin ihre Stimme g.-gen diele Ge^stttaten unb Rech.Sbrüchr ^rbrben. In brr Pfalz b-ibe ba» gepeinigte Volk zur Seldsthstse qcgnf- I n. Die Verrä er habe ihr Schidial er.eicht. ba< sie sich selbst berci el . JeneTal in Speyer sei zugleich ba» 6lg vil für einen Brand gewe­sen, ber enlstehen müsse, wenn man ein sreies Volk seiner heiligsten Red» e beraube unb un er ein Sklavenf och zu beugen ve.suche. Ausrich ig zu beg-üßm sei «S. haß ilch bie englische Re- gierung enstchiossen habe, barch einen be o iberen Kommisiar sich über Mr Lage In der Pfalz zu unterrichten. Dem englischen General­konsul dürfte es trotz Der verfch edenen Hinber- niste. Mr ihm en gngengestellt wo, den sebrn, mög­lich geworben sein, ein wahr hei saetreres Bald über bi« wirllichen Zustände zu gt'.Dinnen.

Erfreulich fei es, daß vor allem eins haß« feflgeflellt werd«» können, daß bl« über» toältlgenbe Mehrheit der Bevölkerung der autonomen Regierung der Pfalz feindlich gegenübersteh:. Di« sogenannte autonome Regierung der Pfalz würbe scfrrt ver­trieben werben, sobald Vie französische älnterstützung aufhöre.

Der Minl'rerprc.si ent danße s-'lies-lich b*n Vev» t etern b?r psülzischen D.völk ramg. büß sie trotz t«» unc.b rten Drucke» sich n ch! ffr'ch-ut hatten. In brwu, emSwerter G schlosseith it 1r Imätlj ihr B« «tntn S zum Deutschum ab ulcg-n und ibre Absi hnung g- g n iber i«r anff-ma .ten Gewult- icg eiuig auszudr cken Der h n er den Separa­tisten stebrnd« Mr.n i schstne seine Rolle noch nicht ausgeben zu wvll-n Frankreich» Spiel cm Rbstn 'chstneort'ua \> n ' el i 'n soll« bild offene Gewalt das machen, was tückische Li't nicht (.uaxgv btagste. Dec ai(i n ierprali ent hab« Me feite Ueaeracugi ng, bat) die PsLlzer tarchhtlten werden Alle Parteien Ichlos'en sich den G'kläru-g n des Landtagspruside.aten und des Mi-lsterprasi>rnt n an

AIS der fommunlfhf j)« Adgevr^e'e Aen - derl davon sprach daß die Sevaratl'tea un) di« Franzosen nur Mosel >e THetb^« aiwmben. wie ixr Geaeralstaatskommifsar m 'c' t.u »b'inifiea Bayern erfob sch ohven'>rtauhrnk«r Lärm und Irbhafter Wid-rsornich bet den bargrr- lldien PaNeien Der Präsid.nt gab unter lebhafter cuftintmung drr Mchrl».-it b^s Hcus-.-s ber 3nt- r ü ft u n g ! arübr Au Abgeorb-

neter tn c ntm AugenMick der elnb itlitb n natio­nalen Kun i'e'-urg eine solch« Gefchmackio- flglelt begehen könne

Die Derfelbftänblgung ber Reichsbahn.

Berlin. 31. Ian. (WTB.) DaS ReichSkabh nett genehmigte d n Gat Wurf der Verordnung durch welche unter brr B «stch vanz .De utfch« Reichsbahn" em fei)ft n ff», ei*« judftb fdx Pcakvn iarft^l enb?6 w rt'cha VAt^eS Un er- ^nehmen gefchafs n wer ea soll, knarch da» das Deutsd/- Reich d e in s.r rem 3ig n:am st-h-nlen 3ifenfrabncn be reist unb y« ar. Lei. Auch ber Cn toud de» Pvstsinan »gefetzeS raub b:< Billigung des ÄaNnett» Durch diesen De'en- enttr-urf soll ter Reichfpost» u ab lLeleffraphen- betrieb als ein felb tänbigr» Un rrebm n un er >er B^'elch^u g .Drutsche RelchSvost" von Reich-Sp^ hnl ai'ter unter dec Milwirkuna eine» T< aoaltung r it» verwaltet toerXm. Wie Me TLatter melten, ist

ber gesamte Lohntarif für di« rund 400000 deutschen Eisenbahnarbeiter durch den

Reichsverkehrsminister gekündigt rvor-en. Wie eine D.-rl arrr Starrcfpanben) hierzu erfährt, wird in dem neu n Ab' rnrne,. über da» f-rm in nächster Zeit die D-^vrechun'.ei im I Rerc^SverkehrSmiai terium bxii nei. de Frage der Arbeitszeit ei Hill- gr-gelt werden. Ss drsteht auch Me A>licht. de Lohnrege­lung nicht mehr wie bisher miuxxiI für das ganz«