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8 THatarben u. 800 Mill Mark Irägerlo^n, auch b 5U4terld:einex tiR3«ln. 3him»tm infolgeböberc ®«»oh. Jeon sprech- »nschlüss« fütdieSchrist. letiimg >12. für B«log eb 51.

Anfchrift für Drahttmch. iich»«. leieiget eitite.

frrtwttwrt e. W. 1188t.

Erst« Blatt

U3. Zahrgaug

Samstag, 27. ©ttobtr 192»

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Gberhessen

vnickd vrrl«ß: vrLhl'fch« UetBaHtäts-Bedi' ewö Stdi6ni<eret B. tauge Iw Gletzen. LchrffllettUMg Oeschäflrftele: 5ch»Iftratze 7.

lo«b*t MB ÜBJtlgtB ftrbl«lagtsiamec bi« gern Nachmittag oort)«i oljnt|tb« SerttnbUdjIirü. Dreis für 1 mm W Ui 3njttg«n o.27 mm öteut drtL ®runboal)1 &S Mk_, antm.70'01; |. Reklame-

Anzeigenv 70mmSreii« 22501 xl8Mill.SchlüI>eI piotzvorfchnft 20'/,A»i- lchlaa. - Derantworttich für -podtUi u. Jeuilleton Dr Jrtebr Will). Lange, für ben übrigen Teil. Ernst Blumlchein; f ür ben Anzeigenteil: Han, Leck fämtli ch in iS. «gen

Baldwins Neparationsrede.

Der neue Äonferen$plan. Amerikas Bereitwilligkeit. (Eine ernste Mahnung an Poincarö. England gegen eine gertrümmerung Deutschlands. - Britische Industrie und Reparationslast.

London. 26 Oft (Wolff > 3m Rerlaule ferner bedeutsamen 'Rei* In Plymouth nahm der brtttldx ^rcmtermintflcr Stanley Baldtvcn Bezug auf ben gegenwärtigen Stand der Verhandlungen über bte internattxxuile Konferenz, über das Re- pamttDn#pmblem, an der Olmert fa teilzunchmco bereit sein würde Baldwin sagte, seit der Beile Bvaar Lawü vom 6 Januar habe die britische (Re­gierung jederzeit eine seltumgrenzte Politik in der TjtnQt der AeparaÄonen, der Schulden und der Samntie für die künftige Sicher beit der 30 i irrten, sowie für die Erfüllung der deutschen Berpslichtu-i- gen verfolgt Die britische (Regierung habe za di- reiche Anregungen gegeben, ohne dabei die Qfren- z«i des Friedens Vertrages zu überschreiten ober etwas M tun. was mit ihm nicht im Sinklang stände.

GS sei gefragt worden, warum nach der bri­tischen Bote vom 11. (August die darin als möglich angekündigte Sonderaktion nicht unternom­men werden sei. Die Antwort darauf sein ein­fach Man hatte damals die Ueberzeugung. das) bi« zum Empfang der alliierten AntwoNen der passive Wiberstanb von Deutschland ein- gettell t sein würde Au Herdern seien zu dieser Zeit die Prem.eiMinister der Dominion« unter- weg« gewesen Endlich habe er damals eine Zu- fananarfunft mit Poincare In Aussicht gehabt 3n einer Ueberficht über die (Aeichichtc der letzten Wochen nahm Baldwin Bezug aus

die erfiänrag de« Präsidenten Eoottdge, daß die amerikanische 'Regierung noch immer bereit sei, such an einer internationalen Erörterung zn beteiligen.

Amerika habe weiterbin die britische (Regierung verständigt, dah, wenn eS von allen Alliierten etnaela ben werde, e« sich bei der Untersuchung von Sachoerstänbigen unter ben Auspizien der (Xe- paratioiuzkommission vertreten lassen würbe Grvtz- britonrrien habe die Alliierten eifrig aufgefordcrt, sich ihm anzuschllehen und eine Einladung an Amerika zu richten

Zur Frage der deutschen (Reparationen sagte der Premierminister. Deutschland müsse eine ge­rechte Buhe für ben Kring bezahlen Aber um die (Reparationen zu bezahlen, müsse feine Wäh­rung stabilisiert und seine Finanzen unter Kvntrvllegestellt werden 3m Hin­blick aus die Ereignisse der letzten zwei Jahre müsse der Gesamtbetrag der (Reparationen von neuem feftgeftellt toerben Aus ben Appell, ben Grotzbritaamien an die europäischen Alliier­ten wegen der vorgeschlagenen Konferenz gerichtet bat. erwähnte der Premierminister, seren die bis­her emgegangenen Antworten alles andere als entmutigend.

Baldwin gab werter die Erklärung ab bah England bic LoSreitzung irgendeines Teile« Deutschland« nicht in Betracht ziehen könne Die Lage fei heute ernft. ©« sei für ihn daher unia'ilich day. wenn sich wie augenblicklich die Auslich! auf eine 'Regelung biete. eS jemand g.-ben Bnne. der sie ablehne Der Premierminister wandte sich hieraus «u dem Hauptthema

bet ArbettFlofigkeit de« englifchen Dolle«.

Gr sagte, es werde Lange dauern, bevor der wirt­schaftliche Wiedevausbau Europa» vollendet sei. und tnäbrenb dieser Zeit müsse Arbeit für ba» englische (Volk gesunden werden VS durse nicht vergesfim werden, bah Deutschland durch fen Frieden Sv ertrag beträchtliche Teile seine« indu­striellen Gebiete» oertooen und ein betrachtllcheS Dobcet feine« Ackerbaues etngebüht habe Die ^olge sei. bah, wenn Deutschland w.rtlchr tlich zu funf- tionieren beginne, e« wahrscheinlich mehr Le­bensrnittel und mehr Rohstvsse al» vor dem Kriege einzusühren haben würde Darau« folge, bah die deutsche AaSluhr zunehmen müsse, um für diele Einfuhr, cbeno wie um (Reparationen ui bezahlen, Geld zu schaffen. Sr toetf# daraus h,n. um zu zeigen, bah wenn England (Reparationen erhalte, diese nur au» einem riesig vermehrten A u tzen- handel kommen lönnlen. Die notwendige Aus­fuhr müsse irgend wohin gehen. waS ibn. Baldwin, aus den Gedanken bringe, dah e» im irUcmatio- naten (Verkehr e# nicht notwendigerweise vorteilhaft fei, ®läu biger zu lein.

Denn keine genügend« AnSLehnang de« Welt­handels da sei. nm diese überschüssige Au«, fuhr rasch aufMnehmen. werde diese Ausfuhr jedem Industrieland in der Well zum Aach, teil gereichen. Da« Hauptiodnstrieland sei England, und England werde der Stohauf.

fanget für die gesamte Wett sein.

Der erste Markt, der den Anprall dc.« Angriffe« erteben werde, sei der englische Markt. Man habe noch vor kurzem gesehen, bah mit dem Sturz de« F r.a n k e n ein biSher in England unbekann­ter Wettbewerb Frankreichs tüc englischen Wa- ren auf den eigener, englischen Merkten verdrängt habe Der 5)nid der Steuern laste schwer auf bet -nglischen 3nbuftne Aber je gröber die ArbeitS- tofkrfnt sei umlo gröber sei dieser Druck, weil «ehw Last auf die falle, dir noch an der Arbeit set«, und für die .-S immer schwi raget werde, auf bet Märkten der Welt in Wettb.werb zu treten Seine Schuld an die Vereinig ' Staaten fönne »näland nur bezahle:,, wenn c» seinen Au «- suyrhandel vermehre o'er de., «i o- fuhrhundelvcimicid.t. 'iXr beide« Der Weg. um die Arbeitslosigkeit zu bdamp-

f«t, lei der Schutz de« HeimatSmarkteS. Die Regierung werde alle« tun, um die Hilss- guellen dc« Aeichc« zu entwickeln Der augenblick­liche Kampf gegxn Armut und Arbeitslosigkeit sei schwieriger al« der Kampf gegen die Deutschen in. Kriege 3c nach seinem Ergebnis werde Eng­land stehen ober falten.

3n einer ebenfalls in Plymouth gehaltenen Aede erklärte

der Schatzkanzler Aedille Lhamberlaro, . infolge der WährungSentwertung In ben auswärtigen Ländern fliehe ein Strom von Waren nach England zu Preisen, die manchmal schweige der Arbeit feien und die daher da« unter den Kosten deS Material», ge- Brot au« dem Munde de« englischen D.ikkeS nehmen Aoch eine andere Gesabr müsse sich Eng­land vergegenwärtigen, und d.ibei spreche er nicht Von Deutschland allein. Dieselben 'Rationen, treldje erklärten, dah sie noch nicht die Zinsen ihrer Schulden an England zahlen könnten, feien trotzdem in der Lage gewesen, ihre Fabriken mit modernen Maschinen ausuirüsten Sie wurden in Zukunst derartig in Wettbewerb mit England treten, wie eS sich die« noch nie habe träumen lassen Der Premierminister kt ebmo wie die Partei gebunden durch da» Versprechen, da» Bvnar Law bei den letzten Wahlen gegeben habe, dah keine 'unbamentalcn Veränderungen Fiskalfyftem wäh end b i Vcb.n« der cu<,c i- biicklichen 'Parlament» slatlsinden sollten Wen>> die ArbcitSlosensiage angenxllen be hand.lt wer­den solle, werde eS noituenbig sein, von die - fern Versprechen b e f reit zu werden

Frankreichs Antwort.

Pari«, 26 Oft 3n seiner (Rebe in Ply­mouth bat Baldwin Poincarö autgesordert, er möge den Vorschlag des Präsidenten der Ver­einigten Staaten, eine Äonfercn) elnzu­dem s e n, die hie Zahlungslähigleit Deutsch­land« bestimme, an nehmen Der diplomatische (Re­dakteur der HavaSagentur glaubt bemerken zu können, bah Poincarö namens der französischen (Regierung schon in Washington mit geteilt Hal, bah er bic Bildung einer Sachver - ständigenkommislion an nehmen wird, und dah er sich beglückwünsche, bah die ameri­kanischen Vertreter mi'arbeiten Aber an diel' Annahme müsse er eine Bedingung knüpsen, die er wiederholt ausgesprochen habe

Sie dürfe dem JteebenAKrrtiag von (Berfaif. lr« Fernen Abbruch tun. Die Sachverständi^n mutztet, also in toller Freiheit von bet Ae. patationSko.i-Mission bestimmt werben.

Aur wenige Panier Blätter besprechen die "Rebe Stanley BalbwinS Der .GaulviS" nennt bic Rebe eine bringliche Aussordeiung an Poin- carö. sich zu einer inlcmaitonalcn Koiilcrcnz zu begeben, an ber Amerika tcilnehme Man dürfe sich fragen, ob Baldwin lich nicht über die Dirk- famkeit de» von uhm vorgebiachten Verfahrens Illusionen hingegeben habe Sei er in Wirk­lichkeit genügend aulgeklärt über den praktilchen Autzen einer solchen K^nserenz. die niemals zu einem Ende kommen, und die meist noch mehr Verwirrung anrichte dadurch dah sic die Hauptprobleme so zurüdlalle, wie sie sie vor- gefunben habe? Die englische Regierung habe e« eilig, zu einer Lösung zu kommen, Frankreich ebenso

AVer biefe Lösung kötrne nur von Deutsch­land kommen.

Da« wolle man immer noch nicht verstehen DaS .Oeuvre" sag'. Poincar^ hätte vielleicht dielen Trommelwirbel verhindern können, wenn er unaulgesordert die von ihm eingegan- genc Verpllichtung. zu verhandeln, gehalten hätte Da« sei zu bebauen* aber man müsse gleichzeitig erklären bah tn dem Au gen bück wv Deutlchland in Anarchie versinke, und die Pländer. die man in die Hand genommen habe. In Staub zerfielen, nicht mehr Zeit sei, sich bei Fom.ensragcn auf- ^uhalten Dke .Sre Rouvell« schreibt, tnele Verschwörung könne Frankreich nicht gelten lallen Die Londoner Politik auf dem Feltlande habe ftetS darin bestanden, den Stärkeren zu bekämp. sen, und

Ritter dem Schutz« Frankreich« trat rhemische Aepubllk «rrichteu bedeut?, Mi Gleich;«wicht «nifhebeo, da« Grotzbrrtennien bi« jetzt eifer-

sSchti« gehütet hab«

WaS bedeutet, so fragt da« Matt, bas geftern von Baldwin au «gesprochene Jeto? önglinb kommt bet beuts chen Einheit zu HUsc. cS ctllän sich al« ben offiziellen Beschützet unb nimmt badutch Stellung gegen Frank­reich. wenn cS lich allzu t*fen al« Feind diefer Einhell erweisen sollte

.Journal be« ®ebat» meint. Bald­win scheine immer nvd) nicht zu ahnen, dah die AU netten eS nicht imt einer 3iffernfr»ge. sondern mit einem Wtllen«konslikt zu tun hätten Tic Ergrünknmg neuer. Ziffern kl gegenItand«lv«. weim der Schuldner rady gutwillig bezahlc.> wolle und abfichllich Bonkero't mache Andeverleit« nähmen die Vorbehalte der "Bereinig­ten Staaten einer Zeitnahme jede, Wert «m kocrs ultaqp, t*e teuxrid. Sarfr

ttonen verlangen konnie. würde den allgemrlntn Wiira>art nur oeDgröfcm, anstatt ihn zu beheben Auf er dem habe Italien manchesmal erflärt, bof es die Frage ber >ntevalliierten Schulden für unouslöSlich mit der 'Reparattonflfraq? für oer- bunten e>achte Schl>efUich behauptet Strefemann. bexf» Deutlchland nach Auffüllung de« deul- lchen Volke« beittu» mehr gezahlt habe, al« c« im ganzen bezahlen solle, und bah e» keine neuen Leistungen ou«sühre. solange da« Ruhrgebiet besetz! heil*? Unter diesen Umstän­den sollte B-rldwin 'At>jn einmal die Ve, einigten Staaten. 3talien und Deutschland selbst eine« befkren belehren

®er Fehler, der fest FriedenSsthlutz OHfebian- drrsolgend von der engltfcheu Aegierrrng be» Zangen werd«, bestehe darin, batz c« ständig De sch werden an da« auS^eplünderte Frank- reich richtet«, anstatt dem schuldigeu Deulsch- land zu bedeuten, datz die Allüertrn kein Au«.

weichen von ft hier Seite dulden würden.

Strefemann zeige im Augenblick dieselbe Main sides wie scinc Vorgänger Sr habe den soge- nannlcn passiven Widerstand eingestellt, nicht um Deutschland zu Zadlniigen instand zu setzen, son­dern um Frankreich die Kosten der Wie­deraufnahme der Arbeit in ben besetzten (Schielen auszuerlegen Ißjrum wenden bic eng­lischen Minister sich nicht an Deuilchland und for- dem e» seierlichs, auf, die Aussäffigkeit gegen ben Detiailler Vertrag tatsächlich einzustetlen?

Der .Ternp»" schreibt Wenn eS ein Mit­tel gebe, bic grundlegende Ursache der deutlchen Krise ins rechte Lichl zu rücken und ?>"* allerer.'te VoiauSsctzurg einer Sanierung Ilar-uftellen. rr ü b: man Baldwin mühclo« nachwetsen können, bah baS 3nteicl|c be« englischen Hanbcls und die Bezah­lung ber Reparationen nicht unvereinbar mitein­ander seien, sondern einander ergänzen. Man würde dann in England jene absurde Politik de» Misttiaucu« um ihren Kredit bangen Jene Po­litik. die sogar au« bei Rebe BalbwinS bur®- la'Xtnc, an ber Stelle, wo er von dem (Rhein- lande gesprochen habe Der Verfall DeutschlanbS sei durch die deutschen Hinterziehung, derrn Untcidrückung allein die Begleichung der 'Re­parationen sichern werde, und durch die englischen Fehler veatr-acht, für die die englische 3ndustiie heute die Kosten bezahle.

Die Behandlung der deutschen Note.

Pari». 26. Oft >WZB, Der Mitteilung, dost der sranzösische Delegierte in der 'Repa- iotion«fjmmiHion in der am bmmmtc.i Dienstag ftattfinöcnben Sitzung den Vorschlag unterbreiten werde, die deutschen Vertreter über bi tt>irtfdx»itlid)en und sinanziellen Fragen zu hö­ren, bat die HavaSageutur folgende erliuterude Begründung d.-S Standpunkte» der französischen (Regierung beigefüqt: Selbstverständlich werd* eS sich nur um eine ein'ache Anhörung konsultativen EhaiakterS handeln über die deutsche ZahlungS- sähigkei:, und

e6 kömic noch Auffassung der franzöftfchen Aegie rung keine Aede davon fern, mit Deutsch­land in Verhandlungen «rnzulreten, solange d«r passive Widerstand im Auhrgrbick prak» lisch nicht völlig aufgehort habe.

De» französische Delegiene werde der Verneh­mung der deutschen Delegierten über die Zah- Irrngslähigkeit Deutschland« sich nicht Midersctzen. Zcdoch sei e» wnhiicheintich dah er formelle (Re­serven hinsichtlich de» schlechten Willens m<Ahen werde, von dem Deullchlond bis jetzt bei der Sanierung (einer Finanzen und der Er­füllung seiner Verfslichtungen den Beweis ge­geben habe

Der ..Tcmp« ' berichte! bah nach ber Rückkehr Sir Zohu Bradburys bic Mi:girier ber Re- ta,ationSkemmission heute vormittag offiziös über bic deutsche Rote txibr.nfcelt haben Die ossiziell« Sitzung lindet, wie Hooas bereits mltgeteill hat, oni kommenden Den »tag statt AuS einer Brüsse­ler Meldung de« .Ternr»' ergibt sich bah auch die belgische Regierung bicVorschläge be« Präsibenten der Vereinigten Stuten anntmmt. durch Sachverständige die Zahlung«säbigkett Deutschland« bestimmen zu lallen vorau«aeletzt, br-h bic Rctan,tion«L>mminion diese Sachver­ständigen berufen werde

Amerikanischer Weizer für Deutschlaad?

Reu York. 26 Oft. (WTB Funkspruch > Eine Gruppe ®rtre'.bcfcänbler unte-btcilete bem Präsldemen Loolidgc den Plan de» Verkaus« oon 50 Millionen Bushel « Weizen an Deutschland, um cineHeit« den ameri­kanischen Weizen dauern einen Verdienst zu ver­schossen. anbeiedr. Deutschland in fernen Er- nähiung«scha*terigkeiten zu helfen Die ®etmbe- händler befürworteten, bah der Kaus dicker SO Millionen Bushds durch Wechsel g^lchirhi, di« von der Kncgsfinonzkarpvoarrm ausgestellt werden sollen Deutschland werde «ine Zahtung«- srist Don zwei Zähren unb mehr eingeräumL Dem Wmeihmen nach bringt ttoofibpe ben Plan mwl 3*eexefle entgegen.

Querelles allemandes.

An bet Westmark stehen alle Bevölkerung«- Ichichten tm harten Kamps gegen Hunger unb Verelendung An allen Ecken unb Enden de» Reich« züngeln die Flammen der kommunistischen WelUevolutton empor Die ReichSrogieiung ist um die Völung schwierigster Itnanz- und lozial» pvlitilcher Ausgaben bemüht, um dem Hunger und Ehao« zu steuern Einer i>skpunkt. tn dem neben all diesen Sorgen ' .lgenlchwerste Ent­schlüsse in unserer Politik c, gen über Frankreich mehr denn je ein einige« dcntt'cheS Volt, fordetm. hielt man in Bayern sür geeignet, einen Ver- .sassungSkonslikt In» Weik zu setzen, der bereit« die verhängnisvollsten Folgen gezeitigt hat Die Münchener Regierung hielt den 21ugcn- blick für gckominen, die Weimarer Berfasfung übci deren Zweckinätzigkeit sich gewih zu an­deren Zeilen streiten löhg einer Rcvifion tn partikularistifchem Sinne zu unterziehen .Los Don dem unitaiististhen Berliner Rtamtnru«' bich die Paivle Herrn von Saht«, auf den sich der feit der Verhängung de» bahcrildyn 2luS- nadmezuftandeS latente Konflikt mit der ReichS- icgitruiig zufpitzte De Ausgangspunkt de« Kon­flikt» ifl eine MeinungSi^ilchiedenhelt über Höhe und Art der Beftiasung des .Völlifchen Beob­achters" wegen mahlofct Anpöbeleien de« Ehefs der Heeresleitung Generals von Seeckt, Din­gen, bic dem Blatte selbst nachträglich so hane­büchen erschienen, bah e« seine Beleidigungen zurückzog. Die Reichsregierung Halle den banc- iilcheci Eencralstaatskommilfer um sein Einschrei­ten ersucht Dellen blohe Retinanwnq genügte ihi aber nicht Sie sprach durch den ReichSwxbi- miniftcr ein zeitlich unbegrenztes Rcichsverbot aus. mit dessen AuSsühiung nach einer Ablage Heim t*on Kahrs, der Militärbesehlshaber Eene- lut von Lollow beauftragt wurde Der ®ene- ioi lehnte bic AuSiuhrung bcS Befehls ab unb weigerte lich. überhaupt etaxi» zu tun, waS ihn In einen Konflikt mit ben Müiichencr Regierungs­stellen bringen könnte Der Ehcf ber Heeresleitimg entzog bem General sein Vertrauen unb erlruhte ihn um Einreichung feine« Enllallungsgefuches (General von Los/vw lieh ben "Brief unbeantwortet unb übergab bte ganze Angelegenheit ber bape- rilchen Regierung Während der RrichStagSver- banblungen über baS GmiächliaungSgeletz nun rersichcric sich ber Reichskanzler ber wohlwollen­den Haltung ber Baperilchcn Volkspariei burd) bte Zusicherxing, bah er sich sür ein Verbleiben LoIlowS aus seinem Posten einsehen werbe Der Re ich« wehrmini fier suchte herauf durch die Ver­mittlung de« nächst ältesten bayerischen Ofslzier«. General« Kretz von Krefsenstetn, die Sache In einer persönlichen Rücksprache mit General von Colloto in AugSdurg au« der Welt zu schassen Aber Lossow lehnte telephonisch Rücktritt wie Untrrrcbung ab unb teilte Dr. Gehler« Eri'ichen dem Gencralslaatskommillar mit Die Münchener Regierung sah in Dr (Behler« in Augsburg aue- gespioche.ier Warnung vor einem Bruch mit dem Reich eine Art Ultimatum brach ben Ver­kehr mit dem RcichSkr*ehrmi nistei ofstziell ab, nahm den bayerischen Teil der Reichswehr .als Treuhänderin des deutschen Volk«" in Pslichl und setzte den vom Reichspräsidenten seines Anne« enthobenen General von Lossow ihrerfeii« al« bayerischen Landeskommandanten ein Gehar­nischte Ausiuse der Retchsregterung unb be« (5bei« ber Heeresleitung einerseits, der bayeris^m Regierung, de« GeneraIstaatSkommtfsars unb be« General- von Lossow anbcrerielt« jagten einan­der. ihre gegenteiligen Aiisiass mgen mit mehi Krast als politischer Geschicklichkeit verteidigenb Gin letzter DermittlungSveriach de» Retchsarä^t«- minislerS Dr B ria u n S Ichiug schl Die ganz« Sach? war so Derfahren wie nur irgend möglich, al« der iDÜrttemb*ta'ld< Staatspräsident einer Konscrcnz der Olk i n i ft e r p r ä f i b c n t c n ben bayerischen Konflikt vorlegte Die Länder pflichteten einstimmig der Reid^rcg-erung bei ur.S empfahlen, auf dem Boden eines Ausbau« de« FöderaliSmu« in der RcichSr^erfalsung eine Wni- gungöformel zu finden Praktisch Ist also fo gut wie nicht« dabei herausgekommen

Beide Teile werden sich nun alle erdenkliche Atü he geben muffen, ben fo wenig iciqemäbn Konflikt mti gröhter Beschleunigung be zulegen Beide haben Anlah dazu, denn beide haben gleich schwer gesündigt War e« schon gelinde gesagt eine taktisch« Uiigeschickllchkcit in 2Inbe- !iicht der gespannten innerpvlitischen Situation sich nicht mit den MatznaHmcn Kahrs gegen d«n .Völkischen Beobachter" zu begnügen. so war es geradezu ein schwerer Fehler den nun entstan­denen Lall Lvflow Pvn dem rein militärischen Gleis auf da« politische zu schieben und den Genei .. zu einem Tau schabtest für die wohl­wollende Haltung bet Bayern gegenüber bem Ermächtigungsgesetz zu machen Die mehrfachen ganz unmöglichen Berfuche ber 'Berliner Regic- i-ungSstcllen. ernt militärisch« Diszaplinloligkcit durch ein Kompromih Wieber cinzurenken, ent- sprangen birier inneren Unsicherheit gegenüber Bayern Datz dabei ber Reid)« toebrm ui hier einen Untergebenen be« General S von Lossow, ben Artilleriekommandeur General von Kretz, alt Mittelsperson verwandte, war eine mlliiärilchc Unmöglichkeit, bk <ari der anderen Seite nicht versöhnlicher stimmen konnte Der Fall Lossow an siich ifl auch tn seinem Ursprung schwerlich nach rein muuärilchen Gesichtspunkten z-, beur­teilen. tote bat Blatter ber Linken, früher hie lau teilen Rufer tm Streite gegen Militarismus unb Kadavergehorsam. rair zoarrn zu tun geneigt sind E« war ein offenbarer Mi harrst, dem Gene­ra. einen Befehl zu geben, helfen Au«s ichrun-, aller Bvt«rstchl nach schwer« vn»«voüttfi-e 3t- lchütterungen tu 'Rapern nach ftch ziehen nmSfe. Der towtÄe dauttr vor etwa