Donnerstag, Februar 1923
173. Jahrgang
Gewalt. - Fernsprech. Anschlüsse: für die Schrift.
General-Anzeiger für Oberhessen
vrvS Md Verlag: vröhl'sche Univerfitätr-Vuch. und Stemdruckerel B. Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulfttahe 7.
Die Lage im Ruhrgebiet
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oylottmaßnahmen gegen
Teilung 112; für Verlag enb Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. nchten: Anzeiger Giehen. poftfd)cdtonto:
firanffurt a. M. 11686.
Diphth: irpavillrm d r sür die Essener Verhältnisse ohnehin zu klein ist, muhte ohne Rücksicht aus das Schicksal der darin untergebrachten kranken Kinder sofort geräumt werden. Ebenso wurde die Hautklinik beschlagnahmt, was zur Folge hatte, dah die dort untergebrachten Kranken un^r- schiedslos entlassen werden muhten. In gleicher Weise muhten auch die Stationen für Scharlach, Masern, Keuchhusten und Typhus geräumt werden. Die Mitteilung der Kranlenhausverwaltung, dah sie für den Ausbruch einer Epidemie die Verantwortung ablehnen müsse, fand keine Beachtung. Die deutsche Regierung protestiert aufs nachdrücklich ste gegen diesen neuen Gewaltakt der französischen Besahungsbehörde, der die einfach st en Gebote der Menschlichkeit verletzt und nicht nur die Gesundung einzelner Kranker gefährdet, sondern auch die Bevölkerung allgemein mit der Ausbreitung gefährlicher Seuchen bedroht. Sie fordert die unver- zügMhe Räumung der beschlagnahmten Teile der Krankenanstalten und behält sich vor, volle Genugtuungzuverlangen.
Der Streift der Eisenbahner.
Mainz, 31. San. (WTB.) DerStreik der Eisenbahner im Reichsbahndirektionsbezirk Mainz, soweit er besetzt ist, besteht auch heute noch vollständig. Verhandlungen über die Beilegung des Streiks haben noch nicht stattgefunden. Die französischen Eisenbahner versuchen, einen notdürftigen Verkehr herzustellen; überden Versuch ist man aber noch nichthin- ausgekommen. Dabei sind einige Entgleisungen von Wagen und Lokomotiven an verschiedenen Orten des Bezirks zu ver-
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aufgehoben.
Weitere Roheiten.
B e r l i n, 31. Jan. (Wolff.) Von Augenzeugen in Trier wird in den Blättern gemeldet: Ein hoherBeamter wurde innerhalb einer Stunde aus dem altbesetzten Gebiet in brutalster Weise ausgewiesen, unter schwerster militärischer Bedeckung verladen und im v-Zug fortgeschafft. In Koblenz erschien der Oberpräsident und andere Herren der deutschen Regierung auf dem Bahnhof. Die Herren wurden einschließlich einer großen Ansammlung von deutschen Arbeitern d u r ch Schwarze abgedrängt. 3m Zug wurde der Verhaftete von 15 schwerbewaffneten Schwarzbraunen mit aufgepflanztem Bajonett, vielen Offizieren und mehreren Zivilbeamten bewacht. Er wurde in L i m b u r g ausgeladen.
Düsseldorf, 31. Jan. (WTB.) Heute fiel eine französische Kavalleriepatrouille über mehrere Leute her, die aus einer Wirtschaft herauskamen, und griff die Ahnungslosen mit Säbeln an. Dabei erlitt der Kassierer der städtischen Gaswerke, Koch, eine schwere Verletzung. Koch wurde von der Kavalleriepatrouille mitgenommen und vom Bahnhof aus mit einem Panzerauw weggeschafft. Wohin er gebracht worden ist, weih man noch nicht. Die Franzosen sind ferner dazu
Fünf französische Beschwerde- noten.
Berlin, 31. Jan. (WTB.) 3n fünf Roten hat die französische Regierung der deutschen Regierung Vertragsverletzungen tt)rge= warfen. Dagegen erhebt t>i?fe in einer durch den Geschäftsträger in Paris übergebenen Rote Einspruch, da das von der französischen Regierung beanstandete Vorgehen der deutschen Behörden die unvermeidliche Folge des von Frankreich durch die Besetzung des Ruhrgebietes begangenen Rechtsbruches ist.
So 1. Wenn die deutschen Mitglieder des deutsch-französisch gemischten Sch ieds- g e r i ch t s erklärten, daß sie angesichts der gegenwärtigen politischen Lage bis auf weiteres an keinen Sitzungen mehr teilnehmen können. Die Reichsregierung steht auf dem Standpunkt, dah nach dem Einmarsch ins Ruhrgebiet eine dem Sinn und Zweck der Schiedsgerichtsverfahren entsprechende Zusammenarbeit nicht erzielt werden kann. . t , ,,
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über gegangen, sich auf eigene Faust Quartiere zu verschaffen. Sn dem Evangelischen Hospiz beschlagnahmten sie eine Reihe von Zimmern; die Insassen wurden ausquartiert.
Paris, 31. San. (WTB.) Rach einer HavaSmeldung aus Koblenz hat die 3ntcr= alliierte Rheinlandkommission gestern erneut 34 Beamte wegen Gehorsamsverweigerung ausgewiesen.
K ö l n, 1. Febr. (WTB.) Der »Köln. Zeitung" zufolge ist gestern abend der Bürgermeister von Cleve, Dr. Wulff verhaftet worden. Weitere Verhaftungen stehen bevor. Der Bahnhof von Cleve wurde von den Belgiern besetzt. Die deutschen Eisenbahner wurden vom Bahnhof vertrieben.
Dortmund, 1. Febr. Wie aus Do- cf)um gemeldet wird, wurde der Autofabrikant L a m e g und zwei Beamte seines Werkes, weil sie sich weigerten, Reparaturen für die Franzosen auszuführen, verhaftet.
Essen, 1. Febr. (WTB.) Wegen Be. folgung des G r u h v e r b v t e s des Ministers des 3nnem sind bereits mehrere Beamte derhiesigenPolizeifestgenommen worden. Rach Feststellung ihrer Personalien wurden sie wieder entlassen.
Besetzung der Zollämter.
Düsseldorf, 31. San. (WTB.) Die Zollämter Hubertus und Hafen, sowie die dazu gehörigen Unterstellen sind heute von den Besatzungsbehörden militärisch besetzt worden. Ferner wurden die folgenden Zollämter besetzt: Hauptzollamt Reuß, Zollamt Reuh-Hafen, Hauptzollamt München- Gladbach, Zollamt Krefeld-Hafen Zollamt Duisburg - Parallelhafen. Sämtliche deutschen Zollbeamten haben darauf ihren Dienst eingestellt, so daß der Betrieb völlig stilliegt.
Die Kohlenzufuhr nach dem unbesetzen Gebiet.
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Aus dem Reiche.
Der süddeutsche Senat beim Staatsqcrichtahof.
Berlin, 30. Jan. (WTB.) Rach einer Mit- beä Reichsjustizmrnisters Dr. Heinhe IM LüvLMchuh d°s «-ichst-gS sind in den süd- h? h t f d) e n Senat beim S t aa t s g e r i ch t s- 5 n l Ium Schuh der Republik berufen: für Bayern:
Mllalieder Dr. v. Ealler, älniversitätsprv- i/München, Klemm, Oberlandesgenchts- Sbent in Rürnb^rg und Wächter, Oberbürger- in Bamberg Als stellvertretende Mit- Üii»b^r Dr Allfeld, Llniversitätsprvsessor in Er- Ln^r Iustrirat Dr. Michel, Ludwigshafen am Rbkw und Dajetan Freund, Schriftleiter inMün- tiir Württemberg: als Mitglied Dlos, Z^'^äsident a. D., Stuttgart, als stellver- ^nK Mtglied Fezer, Regierungspräsident
SmänaCT; für Baden: als Mitglied Feyren- bncE R^chskanzler a. D. in Freiburg i. B, als n^ttvertrÄndes Mitglied Frey, Rechtsanwalt und LiÄ^nat in^rlsruhe; für Hessen als Mitglied ni n a CÖÜrgermeifter in Mainz, als stell- vertretendes Mitglied Iustizrat Dr^Reh, Rechts- und Rotar in AlsfeL. Der Vorsitzende die
RÄaerichtsräte und deren Stellvertreter sind dieMn wie beim norddeutschen Senat.
Die Dersicheriüigspflicht der Angestellten.
Dem Reichstag ist eine Verordnung zuge- aanaen, wonach die V e r s i ch e r u n g s- pflicht der A n g e st e l l 1 e n vom 1. Febr. ab bis zu einem Einkommen von 4,2 Millionen Mark heraufgesetzt werden soll.
sahungsbehörde übermitteln.
Essen, 1. Febr. (WTB.) Die Besahungsbehörde teilt mit, daß der Erlaß, der den Verkehr aus der Straße von 10 älhr abends bis 6 Ll'hr früh verbietet, nicht beach et zu werden braucht, da sich seine älndurchführbar- k e i t infolge der eigenartigen Verhältnisse im Industriegebiet ergeben habe. Dementsprechend fahren die Straßenbahnen ab heute wieder nach dem alten Fahrplan.
* * *
Berlin, 1. Febr. Rach einer Meldung der „Voss. Ztg." aus Mülheim a.d.R. sollen sich zwei weitere französische Armeekorps aus dem Wege nach dem Ruhrgebiet befinden, wo berefts zwei Armeekorps sind. Aus den Anmarschwegen wurden auch 'Motvrbatterien feidgestellt.
Rach einer weiteren Meldung des Blattes ist den Beamten der Eisenbahndir ektion Essen von dem französischen Ches des Feldeisenbahnwesens erllärt worden, daß eine Abschnürung des Verkehrs nach Berlin nicht erfolgen soll. Es sollen auch keinerlei Lebensmitteltransporte für das Ruhi-gebiet behindert werden.
Reichstagspräsident L ö b e ist in Essen gewesen und hat sich persönlich bei seinen Partei- gencffen über die Lage und die Stimmung unter der Bevölkerung unterrichtet.
Die neuen Verordnungen des Reichs- v e r k e h r s m i n i ft e r s, die aus alfe~i Bahnhöfen angeschlagen worden sind, sind Gegenstand einer Besprechung zwische i den Gisenbah lerfunk- tionären und dem Regierungspräsidenten Dr. Grützner gewesen. Dr. Grützner reifte geilem abend nach Berlin, um den zuständigen S!eilen von t>cm Ergebnis dieser Besprechung Bericht zu erstatten. Auch Reichsemäh.ungsminifter Dr. Luther, der sich in Essen aufgehaften hat, hatte eine älnterrebung mit den Eisenbahnern und dürfte heute nach seiner Rückkehr nach Berlin seine Wahrnehmungen dem Kabinett vortragen.
Einer Korrespondenzmeldung aus Bochum zufolge sind dort die Franzosen, an die in der gesamten Stadt keinerlei Waren verkauft werden, dazu übergegangen, aus einzelnen Geschäften Waren mit Gewalt zu nehmen. Eine Bezahlung der Waren ist nicht erfolgt. Zahlreiche Geschäftsleute sind mit Verhaftung und Ausweisung bedroht worden.
Essen, 31. San. (WTB.) Post und Telegraph arbeiten noch nicht wieder. Die Fordermngen der Beamtenschaft werden von der Besahungsbehörde nicht anrenotnmen, weis in der älnterschrift. nicht die ein*einen Ramen der jetzigen Führer ange-eben sind. Würden die Führer mit Ramen hervortre^en. so wäre ihre sofo- tige Ausweisung unausbleiblich
Herne, 31. San. (WTB ) Der Oberbürgermeister von Herne, Dr. Spvrleder, ist verhaftet worden. Des weiteren wurde yvn der französischen Desahungsbchwde der ..Herner Anzeiger" wegen einer Lokalnotiz auf vier Tage verboten.
Gin erneutes Trengelöbnis.
Die Bevölkerung achtet nicht auf den verschärften Belagerungszustand.
Berlin, 31. Han. (Priv.-Tel.) Rach einer Meldung des „Lokal-Anzeigers" aus Essen wurde gestern abend die in Kraft getretene Verordnung über die Verhängung des verschärften Belagerungszustandes von der Bevölkerung nichtbesvlgt. Fast die gesamte Einwohnerschaft war nach 10 Ahr abends noch auf der Straße und strömte zum Bahnhofsplatz. Dort wurden vor den Augen der ftanzösischen Wachen vaterländischeLiedergefungen und in Ansprachen wurde zum weiteren Durchhalten aufgefordert. Die Franzosen wagten es nicht, gegen die Menge vorzugehen. — Das „D. T." meldet aus Oberhausen, dah dort die Polizei- beamtenesablehnten, die ihnen auf Grund des verschärften Belagerungszustandes von derBesahungsbehörde zugedachten Ausgaben zu übernehmen. Sie wollen weder die Ramen von Personen feststellen, die sie nachts auf den Strahen treffen, noch die von den Deutschen abgegebenen Waffen der Besahungsbehörde ausliesern, noch em Verzeichnis der deutschen Polizeibeam.en der De-
Der neue französisch-englische Gegensatz in Lausanne.
Paris, 31. San. (WTB.) Dem »Echo de Paris" wird aus Lausanne berichtet, Lord C u r - 1 D n habe gestern eine Unterredung mit dem französischen Delegierten Bompard gehabt. Man habe über die Mitteilung gesprochen, die die französische Regierung nach Angora gerichtet habe. Curzon habe dem französischen Delegierten mit» geteilt, daß die französische Regierung nicht mehr die Freiheit besitze, sich von der von den beiden Regierungen gemeinsam festgelegten Prozedur zu entfernen. Bompard habe a b- geleugnet, daß eine derartige Verpflichtung Übernommen worden fei
Lausanne, 31.San. (Wolff.) Die heutige Vvllsihung der Konferenz in Form einer gemeinschaftlichen Sitzung der drei Haupt- ausschüsse fand um 10 Uhr 30 vormittags mitt. Eine amtliche Mitteilung wurde noch nicht t«r- ausgegeben, doch erfährt man über den Verlauf der Sitzung folgendes:
Curzon. Bompard und Garr 0 ni wiesen in längeren Reden eingehend und nachdrücklich auf die zahlreichen Konzessionen hin, die die Alliierten in ihrem Friedensprvjekt den gurken gemacht haben und betonten, welche große Verantwortung die Türkei durch die Ablehnung auf sich nehmen würde. Curzon streifte dabei die Verantwortung der Türkei am Kriegsausbruch Ismet P a s cha antwortete in eh er längeren Rede deren Inhalt eine große Ueberrafchung hervorrief, weil er gegen das gesamte Mandatssystem protestierte und als Wortführer aller Mandatsvolker und auch der Aegypter zu sprechen schien. Er beantwortete die Ueberreichung der Friedensbedingungen mit dem Ersuchen, ihm eine Frist von acht Tagen zu gewähren. Hierauf wurde die Sitzung geschlossen.
Gegenwärtig ftndet zwischen den drei alliierten Delegat io nsfühvern eine Besprechung statt, in der versucht wird, ein Einvernehmen über die Ismet Pascha zu erteilende Antwort zu finden. Don französischer Seite versichert man, daß eine achttägige Frist bewilligt werden wird, und -aß die Debatte sich vor allem um die Fruge Liecht, tb die drei alliierten Führer während die- ser Frist in Lausanne bleiben sollen oder, wie ursprünglich beschlossen wurde, afcvefen werden unter Zurücklassung von Vertretern. Die Franzosen treten lebhaft für die erste Lösung ein, wahrend die Engländer offenbar auf dem früheren Programm bestehen wollen. Rach den bisher zur Serfügung stehenden Informationen trat gestern zwischen den alliierten Delegationen der entftan- tene Konflikt in der Vollsitzung nicht in Erscheinung Er beherrscht dagegen die gegenwärtigen Verhandlungen unter den drei Delegationssuhrern.
AmerikanisckeRegierunqsaeider für Lebensmittel in Deutschland?
Washington, 31. San. (Wolff.) Schatz- fefretär Mellon richtete an den Vorsitzenden des Finanzausschusses des Senats ein Schreiben, worin er W i d e r s p r u ch gegen einen Gesetzesantrag erhebt, dereinenKredit von einer Milliarde Dollar gewahren soll, um es D e u t s ch l a n d zu ermöglichen in den Vereinigten Staaten Lebens- mittel zu kaufen. Mellon erklärte, die Politik der Regierung gehe dahin, ^aß auswärtige Regierungen, die finanziellen Beistand m den Vereinigten Staaten zu erlangen wünschten, M an das kapitalanlegends Publikum und nicht an die 'Regierung wenden sollten.
Dortmund, 31. Jan. (WB.) Die Arbeitsgemeinschaft sämtlicher Beamten- und Staatsangestelltengewerkschaften im Einbruchsgebiete mit 200 000 Mitgliedern erhebt im Verein mit den Arbeiter- und Angestelltengewerkschaften schärfsten Einspruch gegen die wahnsinnigen Gewaltmaßnahmen der Franzosen. In einer Kundgebung heißt es: Die Haltung der Beamtenschaft ist trotz allen Drohungen und Ver- Haftungen unerschütterlich treu zum Deutschen Reiche und Volke, denen ihr Treueid gehört. Rie- mals wird es den Eindringlingen gelingen, die Beamtenschaft von diesem Wege abzubringen. Einig in gemeinsamer Front mit den übrigen Arbeitnehmerverbänden steht die Beamtenschaft hinter ihren Führern, und an dieser eisernen Mauer wird der Angriff des Feindes zerschellen.
Die deutsche Regierung über die Beschlagnahme von
Krankenhäusern.
Berlin. 31. San. (WTB.) Der deutsche Geschäftsträger wurde beauftragt, der französischen Regierung folgende Rote zu überreichen: Die französische Besahungsbehörde inEssenhotvon I 1000 Betten der städtischen Kranken- > Häuser etwa 300 beschlagnahmt Der
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Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Stets für 1 mm höhe für nzeigenv 27 mm Breite örtlich 40 Mk., auswärts 50 Mk.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breitel 80 MK.Dei Platz. Vorschrift 20"/» Ausichlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Bietzen.
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die französischen Staatsangehörigen trafen und behaupten, daß die Polizei die Hotelbesitzer za diesen Maßnahmen verpflichtet habe. Tatsäch-
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1 MW nit Original-Figuren. Vortrag: Prof. Kahle zu SO und 150 Mark bei Abendkasse; Studenten- Ik. Eltglleder der Uteru. er Hochichulgesellschaft ür Erd- und Völkerkunde ro Platz 50 Mark Preis iiiMigiing.___________719t
Paris, 1. Febr. Wie Havas meldet, tritt die Einstellung der Kohlen-undKoks- l ief erungen aus dem Ruhrgebiet nach dem übrigen Deutschland noch heute Mitternacht in Kraft. Don 12 Uhr ab wird nur mxh Brennmaterial nach Italien weiter durch das unbesetzte Deutschland gehen. Bei Abgang und Ankunft der Züge wird Kontrolle ausgeübt, um älnregelmäßigkeilen, die Vorkommen könnten, festzustellen.
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fpd. Franksur ta.M., 31. Jan. Der Eisenbahnverkehr von Frankfurt nach dem besetzten Gebiet ist seit Dienstag infolge der Arbeftsnteder- legung der Eisen ba hnbeam e r völlig unterbroch^u Es fahren nur einige Züge von Frankfurt bis an die Vorstationen von Mainz bzw. Wiesbaden. Von diesen Stationen aus aber muß der Weg nach Mainz oder Wiesbaden zu Fuß zurückgelegt werden. Auch der Güterverkehr ist eingestellt werden. Diesen ihnftanö macht sich nun di« Auw- mobilwelt in ausgiebiger Weise zunutze. Eine Fahrt von Frankfurt nach Mainz kostet pro Kopf 75 000 bis 80 000 Mark. Trotz dieser gewaltigen Preise sind in Frankfurt gar nicht genug Kraft- axtgen zu derartigen Reifen aufzutreiben.
L u d w i 9 s h a s e n a. Rh , 31. 3<m. (Wolff.)
en ten der hiesigenE i senbahn- 1 im
direktion wurde«Kestern durch die Besahungs- VergarVelterftretN IM
behörden die AusiMing seines Amtes unter- SaargcbiCt.
Paris. L5.br. (WTD) M- M amte Personal der Eisenbahndirektion sich unter- „Oeuvre" aus Metz meldet, hat m oaat * christlich verpflichten sollte, den Befehlen des gemünb eine Versammlung der ranzösischen Generals unbedingt Folge zu leisten. Bergarbeiter des Saargebietes Das Personal der Reichsbahndirektion hat jedoch stattgefunden, in der beschlossen wurde, zwi- das Ansinnen einmütig abgelehnt und so- ^em i.und 5. Februar in den Aus-
fort den Dienst eingestellt. Rm Rach- Ichen De ^as Blatt kündigt den Aus,
mittag verlangten dre Vertreter derOrgamsationen I M 7 5 00C
äTÄ ÄVÄ Se? SibSÄ' werden, für Direktion, die Zurücknahme des Requi- heute an.
sitionsbefehls und die Zurückziehung -----
der militärischen Wachen von den Dahn- in Aachen,
anlagen. Diesen Forderungen ist heute morgen Siriert5flCrtCl)Teuririi 1 von der Besahungsbehörde entsprochen wor- Aachen, 31. San, (WTB.) Vor dem den mit der Erllärung, das Personal könne unter gen Kriegsgericht fand heute die Beryano den alten Bedingungen Weiterarbeiten. Das Per- [Ung gegen mehrere Zeltu n g s r eda k t e u r e sonal ist daraufhin von den deutlchen zuständigen n>egen der Derofsentlichung.des A"'r"ses zur
Stellen und den Organisationsvertretem aufgefor- i/»stündigen Arbeitsruh? und des Ultimatums cer dert worden, den Dienst nach den Befehlen der politischen und wirtschaftlichen Organisationen, deutschen Regierung weiter zu versehen. Der Anllagevertreter beantragte Gefängnis und
In gleicher Weise haben sich auch die Dor- Geldstrafen. Das Gericht erkannte auf G e 1 d- gänge auf den übrigen pfälzischen Dayn- strafen. Lennard-Erkelenz, ber an tarn fernen h ö f e n abgespielt. Infolge des geschlossenen Montag die Kirchenglocken geläutet hattt, erhielt Widerstandes der Eisenbahner wurden überall die acht Tage Gefängnis. Gleichzeitig. courde französischen Posten auf den Bahnhöfen wieder eine Anzahl S tudenten wegen der Zeitnahme ' > an der Arbeitsruhe mit einigen Tagen Gefängnis
belegt Das Gerichtsgebäude vor und während der Verhandlungen war mit Maschinengewehren, Panzerautos und Gendarmen umstellt.
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