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Verdachts fret-

tiefprod>0n worden; insoweit wurde die ^Berufung bestätigt.

241. Fortsetzung.

(Nachdruck verboten.)

-nrNllssÜtU nfrf$ ücser Zett unb in diesem Lande, das halb fran- (QL, 25. ^Ilsch war und halb deutsch, die Gerechtigkeit

r 1 .^,[n muh der Vu jo hün- und hergerrssen wurde wie ein Hampelmann?

«*rtubiuler l-llv Was heute Gesetz war, wurde morgen wieder um-

riner °Hie nl^ 9 ak&' osten. Verbesserungen?! Er lachte bitter. Hab !, sover ' ngeincinen to !> konnte eine Justiz durchgreisen, die in jedem _ UUy ....__aaXa,.» Xa...___L . ____

Friedberg.

eim, 25. Jan. MD- achhalöem Aliceftam- stanöShilfe in to- 100 3<ntntt ^oir« en.

Vesonders wichtig ist, dah von beiden In- fierten wegen der Diebstahle auf D t e n st e n t -- lassung erkannt wurde. DaS Reichsheer müsse dvn Leuten, die ihre Offiziere oder Kameraden be- sl-chtan, freigehalten werden.

ineis womöglich noch verstärkt und danach dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprechend bie

Der Friedensrichter runzelte die Stirn und !«fzte tief auf: war es nicht trostlos, dast zu

Strecke Frankfurt- tbach lvurde sobald lvir Zugverbindling am lot« schon jetzt an Sonntagen, ebenso soll der Schill«' irgen - Friedberz Achten. Dagegen konnü

Gietzeuer Strafkammer.

Sieben, 16. Ian.

Unter dem Hreiheittbaum

Roman von Clara Dlebig.

? anton eine andere war, bcüu noch abhängig von ber Laune des jeweiligen Oberstkommandier'enLen.

Eriche Gecechltgteit für alle - so hieb es in .7l Wäldern knallten die französischen Herren a3 Wild herunter, aber der arme Bauer, der ich, getrieben vom Hunger, ein Häslein in der 'chUnge fing, wurde gleich in Ketten gelegt. Hs schaffte Erbitterung, und auS der Grbitte- mng wuchs der Trotz: jetzt nehm ich mir auch,

2«s ich kann und wo ich kann. Was war weiter )»bei: Ketten, Kopf ab man hatte nicht mehr althergebrachte Furcht vor dem Tode. Deut­liches Zuchthaus, französisches Fallb.il, das Kom- tAQndo Feuer!" hinter der Stadtmauer, das bac jetzt alles etn6. Lind aus dieser Gering- Ichetzung des Todes erwuchs die allgemeine Zügel­losigkeit. Geniehen, rasch noch das Beste vom Lag sich nehmen, plündern, wo eS -twas zu rlündern gab! Die Schule des ÄaubenS war der Krieg gewesen. Oh, es war jetzt eine Zeit, die tlrecn Menschen, der die Ordnung liebte und die Mittung, verrückt machen konnte!

Der Fri^>ensrichter fuhr sich über die Stirn,

lh^en. 9

Der Schmied Ivh. Wilh. L. von Rödgen hatte in der hiesigen Eisenbahnwerkstätte nach und nach 22 Kilogramm Kupferabfülle entwendet und mit nach Hause genommen. Er behauptete, der Alt- Händler H. Sch. von Gtehen habe ihm seinerzeit: «sagt, er habe doch in der Werkstätte Gelegen­heit, sich Kupfer zu verschaffen', andere täten es >ruch. Er sprach dann bei Sch. wieder vor und dieser erklärte ihm, er wolle das Kupfer abhvlen lassen. Am 10 August 1922 fuhr der Althändler 2. W. von Gtehen, der damals das Geschäft mit Sch. zusammen betrieb, nach Rödgen. Dort ver- crbvedeten er und L., sich im Walde nach (Sieben zu zu treffen; dort solle das Kupfer übergeben wer­den. Do wurde es denn auch gemacht. L .war geständig. Sch. und W. bestritten dessen sie be­lastende Angaben. Auf .Grund der Beweisauf­nahme hielt daS Gericht auch sie für überführt und verurteilte L. zu 4, Sch. zu 8 und W. zu 6 Monaten Gefängnis.

«Qdchen tonrtfce ran von ttnen 21 rite <xba> "AS bs Hh Pn otischen Zustand versetzt und führte letzt den Arzt und mehre« Polizeibcamte ohne weiteres in die Wohnung uno das Labo- oatortum eines Dentisten in der Kaiser- flrahe. Die Räumlichleitan stimmten haarscharf mit der früher gegebenen Beschreibung überein. Der Den list bestreitet bie Tat, scheint auch alS Täter nicht m Frage zu kommen, da er ein bis b-ht nicht widerlegtes Alibi nachweisen formte. Dagegen scheint es nicht ausgeschlossen, dah der im Hause wohnende Bruder des Dentisten als Täter in Frag« kommt. Das Mädchen will ihn mit Beslimmthrft alS die Person wiedererkennen, bte eS In die Wohnung gebracht und zuerst mist- biaucht Hut. Der Beschuldigte leugnet jedoch d!e Tat unb verdächtigt einen Gehilfen seines Dru-- d«rS sowie die Freunde deS Gehilfen. Weitere Ermittelungen sind im Gange.

fpd. Frankfurt a. 24. Jan. Die Stadtverordneten-Versammlung nahm am Dienstag einstimmig einen Antrag an, der die Redezeit der einzelnen Frak­tionsredner auf 15 Minuten be­schränkt. Das war die Theorie. In der glei­chen Sitzung gestaltete sich die Praxis aber wesentlich anders; denn die Sitzung dauerte von fünf bis zehn Uhr, also geschlagene fünf Stunden, und gar mancher Redner überschritt )ie ihm festgesetzte Zeit um daS Mehrfache. Dabei wurden In der Sitzung ganz belanglose Sacken behandelt. Die Drucklegung eines Stadtvervrdnetenberichtes erfordert jetzt etwa eine halbe Million Mark.

Vermischtes«

Raubmord?

Berlin, 25. Jan. (Wolff.) Rach einer Meldung derReusn Berliner MittagSzei- ümg" wurde heute nacht in einem kleineren fotel ein Mädchen durch einen Schuh in

* t ß SNiuh*

weriehr keine wesentlichr Ssicht gestellt loerden. M nsche sollen noch einmal iif ihre Ecfüllmig hin gt«

Das Schöffengericht Büdingen hatte den Landwirt Fr. M. von Mlttelgründau we.^en vor» 1 sätzlicher Milchfälschung zu 5 Tagen Gefängnis und 5000 Mk. Geldstrafe verurteilt. Seine Be­rufung wurde als unbegründet verworfen, die Strafe aber auf eine Woche Gefängnis und 10 000 Mark Geldstrafe erhöht.

Der Postschaffner Wblh. B von Ober-Rvs- bach und der Wagner I. D. daselbst hatten im Herbst 1922 von dem Verwalter D. einen Zentner Weizen und einen Zentner Erbsen, die auf dem Löwenhof gestohlen waren, gekauft. Das Schöffen­gericht gnebberg hatte sie mangels Beweises ioeigesprochen. Auf die Berufung der Staats­anwaltschaft wurden sie zu Gefängnisstrafen von 4 3 und 2 Monaten wegen Hehlerei verurteilt.

G i e h e n. 23. Januar.

Der Schütze A K. vom hiesigen Infanterie- Regiment war vom Schöffengericht zu einer Ge- tngnisslrafe von 3 Monaten und einer Woche yerurteitt worden, weil er einem Leutnant einen Ring und einem Rittmeister aus dessen Koffer einen erheblichen Geldbetrag gestohlen hatte. Er verfolgte dagegen Berufung und behauptete, unschuldig zu sein. Durch die Beweisaufnahme vor der Strafkammer wurde aber der erbrüdenbe De»

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tg, 23. Fan. Am SvM Kirche ein gut besucht» d statt, bei dem btt ianbünt KooS Jvsteaill tchür. einen Dvrttag hm DaS Schicksal und Lebe» ii Vergangenheit und Ge. daS deutsche Doll barad denindttiAbschmttenf. naen roechselten VrgelsPta ?Md Gedichworttage --------------------- --------------

u" hi r=,ieI mit einet Berufung verworfen. Don der An laie, e n.' Reihe

leitetk öie o r.-jjAy txilerer Diebstähle begangen zu haben, war der

schloß Mit el hsi Angeklagte trotz erheblichen Verdachts fret-

Semeinde wohnte .

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9 Bietzen. ! V1 26.3an. 3n ti (

Rentner Äürtnu (CUn9 Ibeiteie Ul" ^b'.en

U'terbach.' 88 susS Edingen.

2an. Am Dienst ' eine von I °8n u nberufene D»,: Mnahme und Despre. tedenen Fahrplan, l ebenen 2ertteterdes ' ^r verschiedenen Han- Minden Eichen, Lauter. Die Versammlung lvurdr Kraft aus Frankfurt 5 den verschiedensten Ee- nzchl von Wünschen enb Erfüllung allerdings nicht gestellt tverden konnte, da »ren bezirk nur eine be- ZllgkiivEern zusteht und hr vor allen Dingen dem rerschiedenen Stände die«

die Sttrn getötet. Der unbekannte Be­gleiter des Mädchens wurde als der Tat dringend verdächtig der Mordkommission übergeben. Da eine große Geldsumme, die das Mädchen bei sich hatte, im Besitz ihres Be- gletterS gefunden wurde, wird Raubmord angenommen.

Eine ganz« Familie von Ginbrechern ermordet.

Hirschberg, 25. Jan. (Wolfs.) Ein« o r e cp 1 drangen nachts in die bei Hohenlebe im Rtesengebirge gelegene Kasperbaude ein, e r s ch l u g e n den Besitzer Konstantin Erben, dessen Frau und den dreijährigen Sohn und raubten alle Wertsacken, sowie Wäsche und 500 Kronen Bargeld.

Das älteste germanische Klei­dungsstück. Unter den Moorfunben, die in Skandinavien gemacht worden sind und auf die germanische Geschichte em so überragen- beS Licht werfen, befindet sich auch ein Wetter Wvllmantel mit einer Pellerine, der sich von den heute getragenen Mänteln nicht sehr unterscheidet, per aber als das älteste germanische Kleidunas- stück bezeichnet werden muß. Wie inlieber 2anb. und Meer" erzählt wird, stieben torf- stechende Landleute in dem Moor von Gerum bei Skara in Schweden ll/s Meter unter der Oberfläche auf diesenUrmantel. Ginaehende Untersuchungen hervorragender Prähistoriker ka­men zu dem Ergebnis, dah das Kleidungsstück 30004000 Jahre an der Fundstätte geruht haben mag. Der schwedische Geologe von Dost errech­nete nach der mikroskopischen älntersuchung der Torfschichten dasselbe Alter. Moorgas und Moor- wasser haben den Wollstoff, wie so viele andere Gegenstände, die im Moor gefunden wurden, vor Fäulnis und Verfall bewahrt. 3n seinem Schnitt wirkt der Mantel überaus modern, und wer mit ihm bekleidet bei Schneewetter Unter den Linden in Berlin spazieren ginge, würde nicht auffallen. Lind doch war ber ursprüngliche Träger dieses ehrwürdigen Stückes ein Zeitgenosse des babylo­nischen Herrschers unb Gesetzgebers Hammurabi und des Erzvaters Abraham. AlS dieser Woll­mantel gewebt wurde, gab es noch kein Rom und noch kein Karthago, und die Germanen, die sich in solche Mäntel hüllten, hatten ihre Wanderungen noch nicht über die skandinavische Halbinsel hinaus ausgedehnt.

Bückiertisch.

Margarete Böhme, Roswitha. Geschichte einer Glücklichen. Verlag: Dr. Ehsler & Ev. A.-G., Berlin SW 68. Eine ergreifende, fast tragische Wucht liegt über dem Eingang deS Werkes. Aus der schweren Introduktion steigt aber ein wundersühes Klingen und Singen, wie ein Menuett von Mozart, wie Geigen- und Flöten­fingen, Harfen- unb Eellostirnmen. Sommerfonne, Dienensummen, Heideduft funkeln, tönen und at­men in dem lieblichen Buch. Die Verfasserin wid­met diesen Roman ihrer einzigen Tochter. Das ist vielleicht die beste Empfehlung des Werkes. DaS Buch eignet sich zum Feftgeschenk, das der jungen Haustochter genau soviel Freude bieten dürfte, wie der reifen Frau.

Hölderlin, Gedichte. Ausgewählt und eingeleitet von Prof. Dr. Philipp Wi tkop. Mit 4 Bildern. (Verlag von Strecker & Schröder, Stuttgart)

Tafel, Dr. Paul, DieTeuerung, ihre älrsachen und ihre lleberroin- bung. Gemeinverständlich dargestellt. (Leipzig, Verlag von Theodor Weicher.)

Brunner, Prof. Dr. W,Von Stern zu Stern (Aus Ratur und Technik"). Leipzig, Rascher & Cie. A.-G.

11 t>e Jens Kruse: ßin Kompast zur Menschenkenntnis. Felsen-Verlag, Buchenbach in Baden.

Richard Baerwalb: Das weib­liche Seelenleben und daS Problem seiner Gleichwertigkeit. Felsen-Verlag, Buchenbach in Baden.

Die Meggendorfer Blätter be­weisen dem Leser mit jedem Dtttrag, dah es doch immer wieder neue, lustige Einfälle gibt. In Reim und Prosa bringen sie die Früchte behäbi­gen Humors, stimmungsvoller Gedanken, witziger Betrachtungen unb glossierenden Spottes. Und alle Texte wieder sind der würdige Rahmen für die Reproduktionen künstlerisch wertvoller Ge­mälde, humoristischer Zeichnungen und treffsiche­rer Karckaturen. Da jede politische Stellungnahme vermieden wird, ist es ausgeschlossen, dah sich ein Leser verletzt unb gekränkt sühlen kann.

Handel.

B e r I i n 25. Jan. 3m Devisenverkehr machte sich am Vormittag eine leichte A^chwächung gel- tend, die aber bei Festsetzung der amtlichen Äv- ttjen wieder ausgeglichen wurde. Die älmsätze sind nach wie vor gering. Für Effekten zeigte

Echweist war auf sie getreten. Unb dah man selber so ohnmächtig war, wie ein einsamer Daum da­stand und sich an einen Pfahl stützen muhte, der faul war. Denn faul war dieser Hans Bast, faul! Der gleiche Argwohn stieg wieder in Adami auf. Hätte er den Mann nicht lieber hinauswerfen sollen oder jhn in einem eingehenden Verhör fest halten? Ieht machte er sich Vorwürfe. Wie widrig war es doch für ihn. den Mann der Justiz, sich mit einer solchen zweideutigen Persönlichkeit einzulassen. Aber freilich, der Rich er. der etaxis heiausbringen will und mast, darf nicht zu wäh­lerisch fein. Dem Rich er kam plötzlich der ganze Beruf, den er doch liebte, charakterverderbend vor. Oder sollte wie eine Befreiung kam ihm der abenteuerliche Gedanke sollte es wahr- fein. was die Leute der ganzen Gegend sich er­zählten? Dieser Mann, der Schmied oben zu Krinkhof, sah unb hörte in Monölicht, Herdrauch und Windeswehen Dinge, die stumm and leblos waren für anderer Leute Augen unb Ohren. Aber­glaube! Lächerlicher Altweibertratsch in aufge­klärteren Zeiten!

Es war nicht gerade die geeignete Verfassung, in der sich Adami jetzt daran machte, endlich den Drief an seine Braut fertig zu schreiben, den der Postübcrfall damals jählings unterbrochen hatte. Immer noch war er unvollendet, an Zeit hätte es wohl nicht gefehlt, äber an der Lust dazu. Wenn man so ins Blaue hinein schreibt, der Antwort wenig gewist ist und so wenig weih, wie die Antwort ausfällt, war es dann wirklich noch am Platze, ihr die Hochzeit für den dritten Fruktidor vorzuschlagen? Sie mutzte ihn vergessen haben; feil vielen Wochen hatte er kein Schreiben von Suschen bekommen. Wenn sie krank wäre, dann

stch zumcitz auf dem gestrigen Schkuystrap für die meisten führenden Papiere ein Anhalten ber Aach frage.

Frankfurt a. M, 25. Jan. Dörfen- stimmunosbilb. Trotz der verworrenen Lage im Ruhrgebiet hält die feste Stimmung an den Effektenmärkten ai^ Es traten verschiedentlich in den stark gestiegenen Industriepapieren Reali­sationen ein. welche auf die Kurse einen Druck ausübten, während andererseits wieder Käufe die Deranlasfung sind, dah verschiedene Spezialwerte Steigerungen erfuhren. Die ausländischen Kauf- orbreS für deutsche Wertpapiere zeigen eine Der- minberung, wodurch bad Geschäft etwas ruhiger geworden ist. Devisen tagen behauptet. In den DormittagsstundLn nannte man den Dollar mit 20 400 bis 20 600; später zog der Kurs auf 21 000 an, an der Börse 21 250. Der Effektenverkehr von Bureau zu Bureau war wenig umfangreich. Die Werte des Anilinkonzerns sind gesuchter und zwar im Zusammenhang mit Gerüchten, wonach die Anilingruppe neue Kapitaltransattionen be­absichtige. Montanaktien waren vernachlässigt. Um 1 Ähr wurde der Dollar 21 400 genannt.

Frankfurter Devisenmarkt.

(Telegraphische Auszahlung.)

Datum: 24. Januar 25. Januar

Amtl. No lern. Amtl. Notiera. («elb Brtt! Goto «rief

Antw.-DrUffel . 1216,95 1213.05 123190 1238,10 Holland 9458,80 6501,20 8453.80 8496,20

Vonbon 99399,751OOW,Ö5 99375,95 09-<74.05 Bari- 1384,05 1390.95 1367,55 1374,45

chweiz 4029.90 405), 10 3990,- 4010,-

Svanlen 3311 70 3328,30 3341,60 3358,40

Jialien 1037,40 1042,60 10:4,95 1030,05

VnmbortDporto

Dänemark.... 4249,35 4270,65 4189.50 4210 50

d.orweaen .... 8990 - 4010 - 8990,- 4010.

Schweben .... 5748,10 5776,90 5797.95 5827.05

OetstnnforS. . . . 548,60 552.40

Nennork 21546,- 21654, - 21546.- 21654,-

Deulfch-Oesterr. 29.67 29,83 29,43 29.67

Budapeit 785-50 789,50 831,- 837,-

Praa........ 602 % 605 50 605.- 009,-

Aaram 197- 198,- 149,60 150.40

Banknoten.

Frankfurt a.M., 25. Januar. Brief Gelb Schweizer Noten 4010, 39'0

Iran höfische Noien 1375 13 5

Dänische Noten 4180, 4120,

SrOwebifche No en 5785.- 5715.

Hollänbifche Noten 8500, 8420,

Denifch-Oe'terreich ä 100 Kronen 2)55 29.05

Amertk mifche Noten 218'0.- 21750.

Enatifche 9lo-e>i 101250,- 100750,

Jialieujsche Siotcn 1015, 1005,

Belgische Noten 1235, 1225,

Unnnvif.tte No en,

Tschechoslowakische Nolen .... 607, 599,

Norwealsche Noten 3080, 39 0 -

Nlimäntsche Noten 10150O,- 100500, Cvanische Noten..........

*

Märkte.

Berliner Probuktenmarkt.

Berlin, 25. Ian. Bei Cetnen Umsätzen war der Produktenmarkt im Preisstand heute nur wenig verändert. In Roggen hatte die gestrige Kauflust der Aufkäufer für die Reichsgäreide­stelle aufgehört, so dah das Gefchäst hierin, ebenso wie In Weizen, recht still war. In den sonstigen Artikeln ist in der Geschäfts- und Preislage kaum eine Veränderung eingetreten.

Frankfurter Schweine- unb Klcinvlehmartt.

Frankfurt a. M. 25. Han. (Amtlich) Marktverkauf: Geschäft ruhig; bei Schweinen Lieberstand. 3m einzelnen ist zu bemerken: Auf- getdeben waren 590 Kälber, 198 Schafe und 316 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebendgewicht: Kälber, beste Qualitäten 103 000 bi3 120 000 Mk., mittlere Qualitäten 90 000 bis KO 000 Mk., geringe Qualitäten 80 000 bl3 93000 M.' ; Schafe 63 000 bis 110 000 Mk.; Schwttne unter 80 Kilo Lebendgewicht 163 000 bis 170 000 Mk., von 83 bis 100 Kilo 175 003 bis

190 000 Mk., von 100 bis 120 Kilo 190 000 bis

200 000 Ml., von 120 bis 150 Kilo 190 000 bis

200 000 Mk., Ftttschweine über 150 Kilo 200 000

bi8 210 000 Mk.; Sauen und Gber 160 000 bis 190 000 Mk. Auherdem wurden 33 Rinder ohne amtliche Preisnotierung gehandelt. Die Preise liegen um soviel über den Stallpreisen, als sie dir nicht unerhrblichrn Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinn in sich schllehen.

(In einem Teil der Auflage wiederholt.) Die Franzosen raumen das Postgebaude in

Recklinghausen.

Recklinghausen, 25. Jan. (WTB.) Den Bemühungen des Persvnclls des Post- und Telegraphenamtes in Recklinghausen ist eS gelungen, die Haftentlassung ihres Postdirektors Scherbaum zu errei­chen. Zwischen dem Postdirektor und dem französischen General fand unter Hinzuziehung der Arbeiter- und B^amtenvertreter eine Be­sprechung statt, die zu dem Ergebnis führte.

vatz die Franzos« das Postgevtwve zu tat» men versprachen.

Protest-Streik der Telegrapheubeamten iu Bochum.

Bochum, 25. Ian. (WTB.) Gestern abend 7 LIhr haben die Fernsprech- gehllfinnen deS hiesigen Telegraphen- amteS wegen der Lleberarife der Besatzungs­behörden die Arbeitniedergelegt. Die­sem Vorgehen Haden sich sämlliche Angestell­ten deS Telegraphenamtes angeschlossen, so dah jeder Verkehr ruht.

Kundgebungen in Mainz.

Mainz, 25. Jan. (WTB.) 3m Anschluh an die Verdrängung der Menschenmenge vor dem Zentrathvtel durch fvattzösische Kavallerie d u r ch- £og die Menge in g r oben Trupps die Strahen der Stadt unter dem Ge­sänge vaterländischer unb anderer Lieber. Leiter ist es dabei wiederholt zu 2lu6- schreitungen gekommen, die zum Einschreiten nö­tigten. Kavalleriepatrvuillen durchzogen während der ganzen Rächt die einzelnen Stadtteile. Ver­schiedene Verhaftungen von Ausschreitenden, hauptsächlich junger Leute, sollen vorgekommen sein. Der Platzkommandent in Mainz macht durch Maueranschlag bekannt, dah infolge der aeftrlgen älnruhe, bei der sich die Polizei ihrer Aufgabe nicht gewachsen gezeigt habe, der Polizelprästdent der fianzöfifchen Militärbehörde unterstellt worden sei. Die Truppen hätten Befehl erhalten, evtl, von ihrer Waste Gebrauch zu machen.

GugUsch-franzosische AuSeinaudersetzmig Über die SanttionSpolttik.

London, 25. Ian. (WTB.) Reuter. Iw folge ber gestrigen Besprechungen zwischen Lord Grewe und Ministerpräsident Poincarä in Paris ist das Derhällnis zwischen den englischen unb französischen Behorchen im Rheinland, wie eS sich durch die 3nbaftlerung deutscher Beamten ge­staltet, beträchtlich geklärt worden. GS ist nicht wahrscheinlich, datz jetzt irgendein MihversiändniS entstehen würde. G« ist klar gelegt worden, dah Grostbritannien nicht in ber Lage ist, bei ber Anwendung irgend einer Art von Sanktionen ImbritischenBesahungS- abschnitt mitzuwirken und datz die bri­tischen Truppen nicht dazu verwen­det werden könnten, den französi­schen Behörden hierbei Unterstüt­zung zu gewähren. Ss wird jedoch auch nichts getan werden, die Franzosen bei der Aus­führung irgendwelcher Maßnahmen, die sie» nötig halten, zu hindern.

Reuter fügt hinzu: Die Instruktionen, die dem französischen Oberkvmmissar im Rheinland gegeben worben sind, gestalten die Lage für die britischen Behörden so leicht wie möglich.

Regelmässige Verbindung von Bremen über Southampton, Cherbourg nach New York durch die prachtvollen amerikanischen Regierungsdampfer der

United States Lines NÄCHSTE ABFAHRTEN«

America 7. Februar II. April President Harding .....14. Februar 21. MÄrt

George Washington 21. Februar 28 MÄrt President Roosevelt 28 Februar 4. April Von Southampton und Cherbourg 1 Tag später

Vtrlangtn Sie Prospekt und Scgellisten Nr 152

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& Unter den Linden 1 Th. Loos, Kirchenplatz

General-Vertretung;

Norddeutscher Lloyd, Bremen

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hätten ihre Eltern es ihn doch wissen lassen. Aber Trier war ja nicht aus ber Welt, er konnte das geliebte Mädchen mit Extrapost in zwölf Stun­den erreichen jetzt zur guten Jahreszeit. Ss war eine Torheit von ihm, dah er sich mit dieser Schreiberei, bies-er nutzlosen, plagte. Längst hätte er statt dessen persönlich mit ihr sprechen sollen. Diewerte Demoiselle", dasvielliebe Dräut- chen", ber ganze Bries wurde in Stücke gerissen, in den Pap ierkorb geworfen; sich an ben Entschluh hallend, ben er, wie er sich jetzt vorwarf, längst hätte haben müssen, rief Adami nach seiner Wirt­schafterin: Mantelfack packen, Extrapost bestellen!

Diesmal muhte der Beruf doch ber Bca tt nachstehen. Sowie am nächslen Morgen die Sonne ausging, fuhr ber Friedensrichter nach Trier.

8.

Adami hob ben Klopfer am Patrizier Haus in der Simevnstrahe. Weih und stattlich stand das in der Reihe ber niedrigeren Häuser. An den Fenstern des Erbgefchosses bauchten sich starke Eisengitter, durch schön geschmiedete Rosengir­landen verbunden; die schwere eichme Eingangs­tür zeigte den gleichen Schmuck in kunstvoller Schnitzerei. Laut dröhnte das Anschlägen des Klop­fers innen im wüten hallenden Steinflur nach. Die Ma»>o7r7m in der Reinen Rische üW der Haus­tür schaute lächelnd auf den Ungeb dbtgen nieder. Jetzt hob er noch einmal den Klopfer: Herr des Himmels, dauerte das lange, bis man aufmachte!

Gestern war eS zu spät gewesen, die Fahrt hatte doch länger gebauert, Denn die Strahen, nur für Holzabfuhren und Ochsengespanne ge­eignet, und die Weinbergwege über schiefrige Puttten waren geradezu miserabel; lange nach

Mitternacht war Adami erst in der Stadt ein- getroffen. Aber nun, kaum auSgeschlasen, war er herbeigeeilt.

Ob Suschen noch schlief? Der fietne Faul­pelz! Früher, wenn er um diese Morgenstunde zum Amt Docbeigegangen war, hatte ihr schönes Köpfchen sich schon über die Blumentöpfe deS Fensterbretts geneigt, und sie hatte lhm errötend xug-cktinz:lt. Eine plötzliche älngewitzheit überfiel ben Mann: wenn sie jetzt am Ende gar nicht in Trier wäre! 3m Kloster, in dem fte erzogen worden, war sie noch dann und wann zu Gast. Das wäre aber ein Mißgeschick! Sine Sehnsucht, wie er sie vorher in allen Berufsgefchäften gar nicht so stark empfunden hatte, überkam ihn nun der Geliebten so nahe. Er hätte die Tür ein- stohen mögen, sie in die Arme reiben: geliebtes Mädchen, nun taffe ich dich nie, nie mehr!

Endlich schlorr*e drinnen im Flur ein Schritt, der Riegel wurde zurückgeschobm.

.IesseS, ber Herr Friedensrichter!" Die alte Christine schien mehr erschrocken ata erfreut

»Ist der Maire zu Haus? Die Demoiselle? Wo ist SuSchen?" Er wollte schon an der iMagd vorbeieilen, die breite Treppe hinauf; ihm, dem Bräutigam, war es ja ertaubt zu so früher Stunde einzutreten. Da sagte die Alte verlegen:

Excusez, ich muh et erst unferm Herrn melden." Unb dann noch verlegener: .Lins' Fräd» lein leit noch Im Bett, ich will rasch bei fe gehen." Unb fort war sie und lieh den Besucher stehen.

«'Fortsetzung folgt)