Heute morgen 5 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden meine mnigstgeliebte Frau, unsere treusoreende Mutter, unsere liebe Tochter, unvergeßliche Schwester, Schwägerin und Tante
FrauHeleneMüller
geb. Jung
iw Alter von nahezu 36 Jahren.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Georg Müller und Kinder Familie Wilhelm Jung I. Wwe.
Lützellinden, Kldn-Unden, den 25. Januar 1923.
Die Beerdigung findet Samstag, den 27. Januar, um 2’/, Uhri vom Sterbehause in Lützellinden aus statt 684D
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vehördliche Anzeigen SeUMU Aufforderung aur Abgabe ein« Steuererklärung für die Veranlagung zur Ginkommen- und Äa- pttalertruaftcuer für daß Kalend«jahi 1922 sowie für die erste Veranlagung zur Vermögenssteuer und für die Veranlagung zur ZwangSanleih«.
I.
Zur Abgabe einer Steuererklärung sind verpflichtet hinsichtlich der
A. Einkommensteuer
l.alle in den Bezirken der unterzeichneten Finanzämter wohnenden oder sich dauernd ober nut vorübergehend auf- haltenden selbständig steuerpflichtigen Personen (Deutsche ob« Vichtdeutsche>. wenn sie im Kalend«jahre 1922 ein steuerbares Einkommen von mehr als 400000 Mark bezogen haben.
2, Steuerpflichtige, bei deren Veranlagung auf Grund eines regelmähigen TDirt- schaftS-iDeschäftS-lAdschlufses das Er- gebniS eines vom .»ale-iderjahr abweichenden Wirtschaftsjahres zugrunde Ju legen iß;
_ Steuerpflichtige. die Handelsbücher nach den Vorschriften deS Handelsgesetzbuches oder über den Betrieb d« Landoder Forstwirtschaft geordnete Bücher führen, und deren Geschäfts- oder Be- triebSgewinn unter Berücksichtigung ihres DeschäftS - (Wirtschafts - »Ab - schlusieS zu ermitteln ist:
4. sämtliche Versonen. die. ohne im Deutschen Reiche zu wobnen ob« sich auf- zuhalten. in den genannten Finanz- amtSbeziikei' Grundbesitz haben, ein Gewerbe betreiben oder eine Erwerbs- tätigkeit auSüben.
B. Kapitalertragsteuer alle in den Bezirken der unterzeichneten Finanzämter wohnenden oder sich dauernd ober nut vorübergehend aufhaltenden selbständig steuerpflichtigen Personen (Deutsche oder Aichtdeutsche». wenn sie im Kalenderjahre 1922 ob« in dem tn diesem Kalenderjahr endenden WirtschaUS-iGeschäftsjahr. soweit eS für die Sin- kommensteuervetanlagung an dessen Stelle tritt, bezogen haben a)DiSkontbeträge von Wechseln und Anweisungen einschließlich der Schatz- Wechsel. soweit eS sich um Äapltalan- lagen handeU.
b) Erträge aus ausländischen Kapitanlagen (insbesondere Dividenden. Zinsen von festverzinslichen Wertpapieren, von Dar- leben, Hypotheken usw ». und zwar auch bann, wenn diese Anlagen zum Be- tried «vermögen gehören.
Inhaber ob« Mitinhab« der der An- Schaffung und bet Darleihung von Geld dienenden Unternehmungen, bie au’ Grund des z 76 des Rcichssteinpelgeletze« angemeldet ob« ein« anaemelbeten Unternehmung gleichgestellt sind, haben, soweit eS sich um Erträge handelt, die d« Unternehmung »ugeflosten sinb. nut bie Erträge auS ausländischen Wertpapieren iin#be- sondere Dividenden. Lnieihezinsen usw» anzugeben
C. Vermögens steuer und ZwangSanleihe
1. alle in den Bezirken d« unterzeichneten Finanzämter wohnenden ober sich dauernd oder nur vorübergehend aufhaltenden selbständig steuerpflichtigen Personen «Deutsche oder Vichldeulsche)-
2. juristische Personen deS öffentlichen und des bürgerlichen Rechts sowie alle Berggewerkschaften nicht rechtsfähige Personenvereinigungen, Anstalten, Stiftungen und andere Zweckvermögen, sofern sie den Sih ober den Ort der Leitung im Inland haben, also insbe'ondete Srwerbsgesellschasten (wie Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien. Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Kolonialgesellschasten). Erwerbs- und Wirischaftsgenoffenschasten, .eingetragene Vereine, nicht rechtsfähige Pe> sonenvereinigungen. die Erwerbszwecke verfolgen lauster Gesellschaften, bei denen die Gesellschafter als Unternehmer des Betriebes anzusehen sind, z. D offene Handels- und Kommanditgesellschaften,. Stiftungen,Anstalten und Zweckvermögen,
wenn sie am Stichtage ein Vermögen von mehr als 200 000 Mark besitzen. Stichtag ist der 31. Dezember 1922; für Betriebe, bei denen regelmästige jährliche Abschlüffe stattfinden, tritt auf Antrag des Steuerpflichtigen. an den dies« auch für künftige Veranlagungszeiträume gebunden bleibt, der Schlust des letzten Wiitschafts-lGe- schäfts-lIahres.
Zur Abgabe ein« Steuererklärung sind ferner verpflichtet ohne Rücksicht auf bie Höhe de» Vermögens und ohne Rücksicht auf die Staatsangehörigkeit. Wohnsitz. Aufenthalt. Sitz ober Ort der Leitung alle natürlichen und juristischen Personen sowie Personenvereinigungen und Vermögen v- mafsen. die nach § 3 des Vermögenssteuergesetzes mit ihrem inländischen Grund- und Betriebsvermögen steuerpflichtig sind (beschränkt Steuerpflichtige).
II. '
Die hiernach zur Abgabe ein« Steuererklärung Verpflicht ten werden aufge- forb«t, die Steuererklärung unter Benutzung deS vorgeschriebenen Vordrucks im Laufe des Monats Februar 1923 bei dem zuständigen Finanzamt einzureichen. Vordrucke für bie Steuererklärung können von bem betreffenden Finanzamt bezogen werden, daselbst werden auch Vordrucke während der Dienststunden abgegeben D'e Steuererklärung ist schriftlich — zweckmästig eingeschrieben — einzureichen oder mündlich vor dem Finanzamt an den bekannten Amtstagen abzugeben. In Abschrift sind beizufügen unverkürzte Bilanzen mit Gewinn- und Derlult- rechnuna. und ferner bet juristischen Personen Geschäftsberichte. Rieders cd ritten über Mitgliederversammlungen und ähnliche Belegstücke.
Die Pflicht zur Abgabe der Steuer- crklärung ist vom Empfang eine« Vordrucks der Steuererklärung nicht abhängig
Die Abgabe ein« Steuererklärung bei dem zuständigen Finan^mt ist nicht erforderlich. foweit die unter A. H und C genannten Personen die Steuererklärung bei einem andere» Finanzamt abgegeben haben.
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111.
Wer bie Frist zur Abgabe der ihm obliegenden Steuererklärung versäumt, kann mit Geldstrafen zur Abgabe der Steuererklärung angehalten werden - auch kann ihm ein Zuschlag bis zu 10 vom Hundert d« festgesetzten Steuer auferlegt werden. Die Hinterziehung ob« d« Versuch ein« Hinterziehung der Einkommen-, Kapitalertrag-, Vermögenssteuer od« der Einnahmen aus Zwangsanleihe wird mit Geldstrafen biS zum zwanzigfachen Betrage der hinterzogenen Steuer oder bis zum fünffachen Betrage der hinterzogenen Zwangsanleihe bestraft (§ 53 des Sin- kommensieuergeseheS, tz 12 des Kapital- ertcagsteu«gesehes, §33 des Vermogcns- steuergesetze^. § 23 des Gesetzes über die Zwangsanleihe, §§ 359 ff. der Reichsabgabenordnung». Auch ein fahrlässiges Vergehen gegen die Stcuergesetze (Steuer- gefährdungi wird bestraft.
„Die im Druck noch nicht fertig- gestellten SteuererklärungSvordrucke für Vermögenssteuer und ZwangSan- leihe können voraussichtlich erst anfangs Februar von dem Finanzamt abgegeben werden." 654B
Giehen, Butzbach, Grünberg, Hungen, den 25 Januar 1923.
_________Die Finanzämter._________
Bekauutiuachuug.
Drir.: Aenderunq der Ortsfatjung für den städtischen Schlachthos in Giehen vom 29. Mär; 1910.
Auf Beschluh der Stadtverordneten-Der- fammlung vcm 21. Dezember 1922, nach Anhörung des Kre s usschufles und mit Genehmigung de» Hessischen Ministerium» de» Dnnern vom 18. Januar 1923 zu Nr. M. d. 3. II 561 wird auf Grund der Bestimmungen in Art. 15 der Siädteordnung die Ort»satzung für den städtischen Schlacht- Hof in Gieh-n vom 29. Mär) 1910 hinsichtlich der Gebührensätze wie folgt geändert:
A. 1. Schlachtgebuhren.
Für ein Stüdt Dro^v.eh ohne Unterschied 500 Ulk.
Für Pferde, Fohlen, Esel usw.. . 350 , . Kälber............ 100 .
. Schafe oder Ziegen..... 60 .
. Lämmer,Zickleinu. Spanferkel 20 , , Schwein«......... . 200 .
Die Höh« der Ausgleichsgedüdr richtet sich nach dem Fehlbetraa, der sich beim Monat»adschluh ergibt; sie wird ^eweil» von der Schlacht hokdeputation festgeletzt und unterliegt der Genehmigung durch da» Ministerium de» Innern Die Ausgleich»- gebühr beträgt z Z. für jede» Dfund Schlachtgewicht 5 Mk , und zwar für Groh, vieh, Schweine, Dferd«, ohne Rücksicht, ob «* sich um Schlachtungen im hiesigen Schlacht- Hos oder von auswärts eingesührtem Fleisch handelt.
(Eine Verwiegung von Kleinvieh findet für die Ausglelchsgedühr nicht statt, die Abgabe berechnet sich nach einem Durch, schnttt-gewicht, da» für Kälber mit je 25 ke, für Hämmel, Schafe und Ziegen mit ie 20 k angenommen w rd. Ferkel, Zicklein unb Lämmer find von der Gebühr aasge- nommen
Die Erhebung der Gebühr geschieht auf (Brunk der amtlichen Feststellung de» Schlacht.
gewicht» fÜr Grohoieh, Schweine und Pierde tWiegescheine durch die Kaffe de» Schlacht- Hof» unmittelbar nach beendeter Schlachtung ob« Gewichtsfeststellung.)
8 r.
Für Notschlach'ungen an Sonntagen oder gesetzlichen Fei rtagen wird für jede angefangen« Stunde ein Zuschlag von 100 Mk., für Schlachtungen autzerhalb der Schlachtzeit ein Zuschlag von 50 Mk. für jede angefangene Stunde «Hoden.
2. Stiillgebllhren.
§ » Für ein Stück Grogvieh 20 Mk. pro Tag „ w , Kleinvieh 10 , „ .
3. Futtergeld.
Bleibt unverändert.
4. Wiegegebühren.
8 r.
Für Grohvieh, lebend.......20 Mk.
, ausg. schlachtet. . . 25 ,
„ Kleinvieh, lebend.......10 ,
, . ausgeschlachtet. . . 10 ,
, Felle, Häute, Fieijchteile... 10 , für je 50 Kilo.
5. Freibankgebühren.
8 S- Für ein Stück Drotzvieh..... 350 Mk.
„ , , Kleinvieh.....175 .
B. Fleischdeschaugebühren.
Die durch Verfügung de» Hessischen Ministerium» de» Innern vom 15 August 1921 zu Nr. M. b. 3. II 7022 festg-setzten Fleischbeschaugebühren werden wie folgt geändert-
Für ein Stück Grohvieh......50 Mk.
, . Pferd...........60 .
, Schweine, Käld«, Schafe,
Ziegen und Fohlen......30 ,
, ein Spanferkel.........15 ,
, Ziegenlämmer.........15 „
C. Trichinenschaugebühren.
Für ein Schwein..........30 Mk.
, , Spanferkel .......15 ,
. . Stück Fletsch .......10 .
Die Beschaugebühr bei Einfuhr und Durchfuhr von frischem Fleisch:
Für 1 Kilo Fleisch ... ... 4 Mk.
. Eingeweide von Grohv'eh . 100 „
• , Kleinvieh . 20 ,
Die vorgenannten Gebühren kommen ab 26 Januar 1923 zur Erhebung.
Ziehen, den 25 Januar 1923. [683B
Der Oberbürgermeister. I. D: Kliagspor.
Bekanntmachung.
In uns« Handelsregister Abt. A wurde eingetragen: Am 3. Januar 1923 die Firma Magnus & Ev.. Sieben. Gesellschaft« sind Kaufmann Wilhelm Magnus in Diehen und Annemarie Blaurock da- selbst Die offene Handelsgesellschaft hat am 1. Januar 1923 begonnen
Am 16. Januar 1923: «j Die Firma Klaus & Ditzel. Diesten Gesellschaft« find die Kaufleute Christian Klaus und Xlfteb Ditzel, beide zu Dtehen. Die offene H indelsgcsellschaft hat am 15. Januar l°23 begonnen, h) Bezüg Grr-tzbcrwg von Hessen, Giehen: Die Firma ist «loschen.
Dietzen, den 20. Januar 1923.
Hessisches Amtsgericht. 65TB
Bekanntmachung, bett, die Erhebung einer Zuschlag»aebüht für die Benutzung du städtischen Kanäle. Nach Beschluh b« Stadtverordneten- Dcrfammlung vorn 8. Dezember 1922 wirb mb Genehmigung de« Ministerium» be» Innern, zu Nr. M. d. 3. 37766 vom 18. Jan. 1923 mit Wirkung vom 1. pannar 1923 für die Benutzung der städtischen Kanäle in (Bleuen eine Zulchlag»g,dbhr erhoben. Sie beträgt 800 o. H der m 8 2 be» Ort«- Itatul», enthal end die Gebührenordnung für die Benutzung d« städtischen Kanäle in Giehen vom 25. Januar 1906 bestimmten I Beträge. 6898
Dietzen, den 25. Januar 1923.
Der Oberbürgermeister. Keller.
Bekanntmachttlig.
Der Im Jahre 1923 24 Im städtisch«» Echlachthof anfallende Dung ist meist- bittend zu vergeben. 6908
SchriftlicheAngebote sind bi« Donnerstag, den 1. Februar 1923, vormittags 11 älhr, bei uns einzurrichen.
Besichtigung und Einsicht In die Bw dtngungen kann vorh« während der Dienststunden aeschehen.
Giehen. den 18. Januar 1923.
Die Schlachthofdirekttvn. ■
In unser Handel»regifter Abteilung A wurde beute emgettagen Firma Zohaa» V Georg Steul IL, Seitenbculen. Inhaber:» Johann Georg Steul II., Händl« und Land» » wirt in Bettenhausen 667D H
Lich, den 23. Januar 1923.
__________Hessische» Amtvgericht._______ W
Zagdverpachlung.
Die Feldjagd der Gemarkung der Stadt ffl Alsfeld (Oberheffen) wird Montag, bet 5. Februar 1923, vormittag» II Uhr, bem Nathause ;u Al»seld auf bir DauM - von sech» Jahren, und zwar für bu ZeA vom 1. Februar 1923 bi» 31. Januar 1929 in 4 Abteilungen öffentlich verpachtet. Die (Bemerkung ist etwa 7000 Morgen grotz. Zur Abteilung IV gehören <a h 0 Morgen Daldjagd im Stadtwalb Dümmling vie Jagd weist einen guten TD Ibtelia-■> auf Jede nähere Huekunft erteilt die unter zeichnete Stelle. 666D
Al»feld, den 24. Januar 1923.
Heff ®ürgenurip«ei Al»leld Dr. ”«!» I Holzvcrstcigciiiiig in dem ^retherrlich von Rabenau Ich« Distrikt Ampel Mittwoch, ben 31. Januar.
Versteigert werden Rutz scheit«: 3 ich» 3 Rm. 1.80 Mtr lang. 1 Am 2 Mtr. lang. Vutzknüppei: Eiche 4 Rm 2 Mtr. laag. Scheiter: Buche 1 KL 156 Rm. 2 Kl 15 Rm . Fichte 2. KL 2 Am . Eiche 6 1» Knüppel: Buche 1. KL 136 Rm. 2. Kl. 2 Rm., Eich« 91 Rm. Aloe 2 R»- Fichte 43 Rm Reisig: Buche 344 Rm Eich,- 106 Rm StLeke Buche 16 Xm. Eich« 16 Rm. Fichte 63 Rm
Beginn d« Versteigerung 8'. Ufr vormittags Kreisstratz« Rüdbinas^aui«« - Dedenbach, Waldeingana. Auskansi durch Herrn Först« Ka .berlah, Rüddin^s» Hausen Zerstreut sitzendes Holz wird nicht borge zeigt.
Sondori 23 Januar 1923. Töt) Hessische Ob«fDrft«r Rabenau. Löber.
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