Einzelbild herunterladen

<tlK

M

' ü «möglich

; ab.

5? Midi

i*«'.

Uirttt b'

IMS*

* e

bet. bei von

Schütz« Nnwu vai v «pMrak dot MNeL vvrdv N ab tlntir * aW-M

Dab Nauheim. 25. Jan. Die M« - 21. ®. Butzbach hat bem Tlkcfrouen-

guin 21. D Buy verein für Mittel ft andshtlfe In ban» fenSUKrter Weife 100 Zentner Kote-

5 Jtljgwma'

*4 He 1? IhXff & M

***ktr

5«?

8^14^

Heutiger Stand des Dollars

10 Uhr vormittags

Berlin 21 500. Irankfurt a.M. 22 200.

r 64mld

c feit*

Äupfj ei fr druch Vc «flirt« i

an am N - frt f**

1^-kl.rc ii Munfl 1 m-r-tlich Iftf Wl

ÜÄr^

M ifl 6

* in

<>*5

Wy pcÖ

frühere Burenkommanbant Koos Joste aus ; Friedrichroda in Thür, einen Dortrag hielt j über das Thema: »Das Schicksal und Leben bee Burenvolkes in Vergangenheit und Ge- aenwart, und tone bas beutfche Volk daraus 1 lernen kann." Mit den In drei Abschnitten Ge­botenen Ausführungen wechselten Craelfpld, | gemeinsame Lieber und Dedtchworttag Der OnSgeistliche leitete die Feier mit einer Ansprache ein unb schloß mit einem herzlichen

«Afi puroen ;><« dehat K^Iervtdn«!

br Helte überwiesen.

ch. Münzende rg, 23. Ian. Am Sonn­tag fanb in unserer Kirche ein aut besuchter Gemeindeabend statt, bei dem bet

atmet oom ubnaen Deutschland M tre men, Mas ax-u Kaitmmer alS die Wtoenmrng Oie.-schiesiens in. A>ie lange wollen DtcUbtlflen (X n t e n t e- maa>te Dem noch tatenlos wlem? Will die XcpatailonerommtfTton nicht etnarrfen, vever der TttlttartSmus iede Re>araltvnSfSvtg- tot zerschlägt? Die Kritik des AuSlankeZ richtet n<v iefit aeaen den sranzöfifchen Mili­tarismus. Sie würden sich sofort gegen unS wenden, wenn Herren wie Ludendorss oder Heltferlch an die Solde der Wwchr- aktion treten würden. SS ist Bernat an der nationalen Sache, wenn setzt von der Rechnen geför­derte Elemente die Zerklüftung unseres Volkes be­treiben. Darum ist es bedauerlich, bah zwischen Batirmalsoiialisten und qetmffen S eilen der Reichswehr Beziehungen befef:en. Die F i'dichast geaen die Republik wirb von den pensionierten Offizieren gefördert, die von der OUbnbdf 50 Mil­liarden als Pensionen beziehen. Diese Volks- Vergiftung mit den von der Republik aufgebrach­ten Mitteln muh aushören. Gegen den Wucher unb die Preistreiberei muh auf gefehce5ertfdbem Wege rücksichtslos eingeschritten werden. Mit bl oben Appellen des Wirtschaftsministers ist nichts getan. Der Redner schließt mit einem Grütze an Sie kämpfenden 2lrbeitsbrüder an der Ruhr

Adg. Koch- Weser (Dem ) gibt im Hamen des Zentrums, der Deutschen Volks­partei, der Demokraten und der B a h e r i - schen Volkspartei folgende Erklärung ab: An der Gesundung des Staates zu arbeiten, isi in einem Augenblick unmöglich, wo eme der ar­ten durch einen rechtswidrigen Hebet- fall zerfleischt wird. Roch mehr ist Zurückhaltung in Inneren Gtrei fragen geboten, da wohl mehr denn se die Rotwendigkeit Innerer Geschlos­senheit besieht In der Mlswärtig«m P (Itif ist eJ ichri i t. reinmüt g z > han e n als zu eb: . .r< r ist die Regierung b.T tu, zu führen, aber niemand sonst. Die Haltung der Regierung In bet auswärtigen Politik bat unsere Billigung. Allein in der Kraft unb Eintracht des deutschen Volkes liegt seine Ho'fnung. (Qebbaf:er Deisall )

Gegen 5 Ubr nachmittags vertagt sich das Haus. Weitetberatung morgen nachmittag 2 Ubr.

s

Der Redner widerfegi nochmals die Dcrtoun- bong, bah Deutschland künstlich bvi MaMuts b<rabbru je, und das Märchen vom bösen Willen Deut'chands. .--i- deutschen Ersüllungs- anqebote lind zu.ü-gew^llen utb M<Jt flar nicht mehr beantwortet wotven. GecDewal.poii ik konnte et»rDcrs:L»dig«»gS- polink nicht pasf«.

Es ist eine Herme*U na wenn Poincar^ der Well glauben machen will. bah er mU bem Ruhr- ein lall Uneczwingbarcs crzwingbar machen wnne Wir toolkn XO>aratloMleiftungci bis des Möglichen to'ten, ate. nicht unter dem Drucke franiölt chcr Bajonette Die bisherige 2rsüllunqS- poll-ik Hai den Erfolg gezeitigt, dach ^7anLc?ich jetzt allein stebr und das ganze latsch« Roll in bet Abwchc der franzöflschen GewalWv ittk einig ist. Der Redner ba..(le Dann den Beamt en für ihr tapferes Der hallen.

Sobald die DeWalt dem Recht gewichen ist, sind wir zu Verhandlungen über eine ver­nünftige Regelung der Repaealionsfrage

* DiebNahl. In der Rache zum 23 b TL jeiiben aus einem unverschlossenen Vorplatz ein fall neuer ®iknbatrerman.el. cuw Naue Litewka unb etn grauet >rnabenüderz e >et entwendet. Vce Qüdaut wirb gesamt. Sachdienliche Mll- tnlung nimmt die Kriminal-Abteilung entgegen.

Vornokize».

Tageskalender für Freitag. Ciabtlbeater, 7 Uhr: -5rubling#Ufie. Ölnqlaal bet Oberreal schule, 8 Uhr Vortrag über .Die Aus­lösung der Wellreiche in Vergangen heil. Gegen­wart und Zukunst tm Lichte der Bibel* Hopfeld. 8 Uhr Versammlung des Gewerklchafts- dundes der Angesiellten. Lichtspielhaus, Bahn- »ofstrahe. ab beute: .Konf.'.f:' unb .Das Kind muh doch 'nen Vater baden*. Palast-Lichtspiele .Zum Parab.es der Shimen*

Landkreis l^ictzen.

" Gtohen-Linben,28. Jan. In «dem Gemeinde wurden für ba RuHrdevölkeruna 33 Zentner Roggen. 20 Zentner Kartoffeln und

Es acht jetzt um Vein oder Richt sein bet Ration Geschlossenheit ist jetzt das Ge- bot bet Stunde Lassen wir uns *u feinem Putsch oder zu UnbehrnncnbeLei btnrdhen, berat Wirkungen unsere würdige 2lowe)t vermindern aütben Je besonnener wir auftreten, um fo ftär- fer werben wir sein hi dem Brw.-ts. dah B-io- nette unb Maschinengecre/.e als Bethandlungs- Infttument tn winschafUichen Sr<to«t von uns ein für alleriKU abgeleb.it aerben, lLebhafter Bei­fall unb Händeklatschen, auch auf den Tribunen.)

Dir Aussprache.

Aba Weis (S ): Die Schuld, bah wir heute mehr denn je vom Frieden entfernt sind, trifft die militärische Gewaltak­ts on Frankreichs. Mitschuldig Ist aber auch unsere verbraucherfeindltche Steuervolllik, welche mir von den Lr/H.t- unb Gehalts rmofangern pünktlich hohe Steuern etnzvg. während die Be­sitzenden erst zu zahlen brauche.,, wenn das Geld entwertet wat. Dadurch wird Im Ausland .der Eindruck h.'rvctaerusen, bah Deutschland nicht ^i.'/lungswlllia ist. Die Erfassung der Sachwerte ist der beste Weg zur Ce undung der Reichrfinan- zcn. Der Redner re.liest eine Anweisung für die sranzöst s che Propaganda im Ruhr­gebiet, in welcher antejeben wird, sich unter Ausnutzung der ungerech en 6:eucrpo[ttil Deutsch­lands an die Gewerkschistssek e äre h.-ranzu-

1 T dot ®ld Ss

«ctMr er uni s ttiM bon Wi Sv rurbt

VH w^eöt Ingab- blut da ab «rurtnlM

16 Itratö W

I Qnto.1 $t : * 'sicher Mich eb 5000 ®. ihntfl Durbe

Sans» aber aul lerf MöfTMf

Der Wif4 ab ba ; W 1922 von | M-a und eli soci-of aiftob «fr Zritö-ei NftoM 5 «irshaft tour ab 2 Sonai»

-Rar Dr Walger 3000. BibeLtottttchen für I w xader höh. Lehranstalten 3000. KornjcrtPavin 26*0, G. H. 10 000. R. R. 3000. KoUtJuim der Höh. unb Erweit. Mädchenschule 57 *, G W.

ISO Sin Kränzchen vom 24, Jan. 3^20. M. Sch.neckenixcher 1370 Rech. xmwiU $ 1000. Erich Beyer 10 703. Stadu m < er Wellch 1000, Fri^ Boim 500, Beam.« -nd Ange»ielllL dar Ti.ij ^txmr':en< Diesten 85OX Mark.

Dc Gebern herzttchltcn Dank! Weitere Spen­den werden in der Geschi^e'.e.le des .Gic be­ne r Anzeigers", sowie durch Einzahlung auf die BankLonten des ,®iebcncr Anzeigers" unter de Bezeichnung .Ruhrhilfe" angenommen. Quittung über diese Zeichnung erfolgt täglich im .Gietzener Anzeiger^.

Von bet Landes-Unive.rsität wlld uns berichtet: In der gestrigen Sitzung bes Ge- samtfenats haben sich die 50 anwesenden Sena­toren bereit erklärt, bis aus weiteres aul minde­stens 2 Prozent ihres Gehaltes yi verzichten, um sie der in Rot Mmbii^cn Bevölkerung d^Ruht- gebietcS zur zu stellen Bon den nickÜ

annxrfenbcn PrvsZ'vten, sowte km Beamten unb 2Knrienten bet Univetsllät steht das gleiche zu ertDortcn.

Die Beamten der M i t t e l de u t s chc n E re- b i t b a n k ha.en zugunsten der Ruhthllse 250 000 Mart gesammelt.

Die Angestellten ber Firma I. B Roll ha­ben 2 Prozent ihres Gehalles für die Ruhrspende zur Verfügung gestellt.

Einem B.-schluh des Verbände- deutscher Hui- Händler svlgeitd, werden die hiesigen H u t d ä n b ler von bem monatlichen Gesamtumsatz 1 Prozent zur Unterstützung ber Ruhrbevöllerung abführen.

Aus S'abt und Land.

® leben, den 26. Januar 1923.

Dir Ruhrhilfe-Lammlunq.

In ber Geschäftsstelle des .Giehener An­ze i a e r s" gingen für unsere bedrängten Volks- genossen im Ruhrgebiet weiter ein:

Zagdge'ellschas, Lirbigshöhe 50XX Dtze Schwe­stern bet Obrenninti 4002, G. Rade 1020. Zean Ruckes 200) Cafä Krämer 5000. K Wcidig 2000, Verwaltungsinspektor Dicheme^er 1020. 2Irb~i er der 5a. S. H Muller 11 702. 5a. E H Müller 15000. R. R. 1020, Theodor Ruckes 20 000. Son- bermann 500. Aug. Kling 2000, Feldwebel Fischer 1000. Sa. Agita u. Erhard, lluirbarger 6trabe 500). A S. 1020. Forstmeister a. D Sames 3000. Frau B. B 500. Pferdemetzger Kehler 20020 Ma. 1002 Karl tfrrünetoalb. Arbeiter- BeNeirmngshaus 10 OX Kdroe.-De^tn K'etn-Lin- den 3002. Hcin Sah 3X0. Berthold Löwenberg. Reiskirchen 10 OX, 2 Kramer Rach'. 30X. Adoss Ab?adam !OX>. Schuhmachermeister Henkel 20X. Ewald Paul 500. Sin Spietfvnds 250. Stabt- knabenfchu'.e Giehen 2 Prozent bis 4 Brvzmt vorn Gehalt 8 5000. 6caLiu±-tk-Ucr Stoll 2200, Die Beamte des Poli^eiamts Stehen 82 815. Die Angestellten der Äa. Schunk u 3tx Windhof 60 250. Aus ber Sparkat e des Schülers Rudi Schtckebanz !O0. Donner «tags fr ünzchen auf der Beschenke 10X W. Ha-le 1X0. Fcl. M. und 3 Schrick 30X. Rechtsanwalt Albrecht 10 000.

muhle unentgeltlich Dermab'.tn werden.

Kreis Lauterbach.

Lauterbach. 24 Jan. In ber Sä­gerei von Henkel am Bahnhof hantierten heute norgen einige junge Leute an bem Gewehr )eS RachuvÜchrers. Durch Unvorsichtia- eit eines Lehrlings entlud sich die Wafe, und einer der jungen Leute wurde getötet

KreiS Büdingen.

X Stockhe i m . 25. 3an. Am Dienstag nachmittag tagte im hiesigen Bahnhof eine von der Reichsdahndi. rktion einberufene Ver­sammlung zur Entgegennahme und Bespre­chung der verschiedenen Fahrplan­wünsche. GS waren erschienen Vertreter des KreiSamtS Büdingen, der verschiedenen Han­delskammern, der Gemeinden Gtchen, Lauter­bach, Ortenbtrg u. a. Die Versammlung wurde von OberregierungSrat Kra st aus Frankfurt a. M. geleitet, der aus den verschiedensten Ge­genden eine aroste Anzahl von Wünschen ent­gegennahm, deren Erfüllung allerdings nicht immer in Aussicht gestellt werden konnte, da der Direktion für ihren Bezirk nur eine be­schränkte Zahl von Zugkilomeiern zusteht und der derzeitige Verkehr vor allen 'Dingen dem Berufsverkehr der verschiedenen Stünde die­nen must. Für die Sttecke Frankfurt VilbelLauterbach wurde sobaw wie möglich eine neue 3ugtxrbirü)ung am Vor­mittag, ähnlich wie schon jetzt an Sonntaaen, in Aussicht gestellt, ebenso soll ber Schüler- verkehr Heloenbergen Friedberg eine Verbesserung erfahren. Dagegen konnte für den Sonntagsverkehr keine wesenlliche Verbesserung In Aussicht gestellt werden. Alle vorgebrachten Dünsche sollen noch einmal aufS sorgfältigste auf ihre Erfüllung hin ge­prüft werden.

«reis Friedberg.

(Fine Kundgebung der Wiener Hochschulen.

Bei einer Reichsgründungsfeier haben dieWienerHochschulen folgende Sntschliehung gefostt:

Di« Rektoren ber Wiener Hochschulen find mit ber beuHeben Studentenschaft am Tage ber Gründung des Deutschen Reiches ;u einer ge- mrinfamen Trauerkundgebung zufammergetrelen. ©le empfinden das Leid, das dem deutschen Volke in bl.-len Tagen widerfahren ist wir ein eigenes unb geben dieser Empfindung &f entlich Ausdruck. Sie (eqm feierlich Verwahrung ein gegen die Militärsche Besetzung deutschen Landes die gegen Me Fll^msverttäge verstostenb. einen Rechts- d uch und eine Vergewaltigung batfteUt Dieses Unrecht wieg« um so schwerer, als es bem Deut­sch.-n Reiche in einem Zeitpunkt zugefügt wird, in bem alles vermieden werden sollte, was die Wle^rgefunbung seiner Verhüllnisse verhinbert, an ber alle Kulturvölker interessiert sein müstten.

Rektoren unb Studentenschaft ber Wien« Hochschll«-,» geben ber Hoffnung Ausdruck, dast bi -fe neuen, baden Schlage ba s Gefühl bet Reichseinbett nur noch stLrker festi­gen werben. Bei dieser Gelegenheit wieder­holen sie feierlich das Gelöbnis der 3ugc(>6ng- feii unb ber Treue zum deutschen Volkstum.

machm. Die Sozialbemvkratte ue.de an einer rkbtig verstandenen E.lüllungspolltik sesihvl Lt und lehnt jede Getneinschrft mit Parteien oder einer Regierung ab. die aus bem vertragswidri­gen Einbruch der Franzosen die Befreiung von allen Lasten des FttedenSV-rtrageS folgern will Diesmal bedarf es nicht der Ce fnung von Ar­chiven. um anzuzeigen, bah die alleinig S chu ld an dieser neuen Kaiastroph blc Regierung PvlncarS trifft Frank­reich versucht, durch eine Zollgrerze daS Ruhr-

♦♦ Orntnnuna. Durch Verfügung des Reichsministers der Fincmärn wurde Staats­anwalt Dr. Eckert zum Stellvertretenden Retchsbevollmüchtigten bei der Dar- lehenskaffe Diesten ernannt.

Die feierliche älebergabe des DolkSbadeS an bl« Stadtverwal­tung fand am Dienstag vormittag statt In der Vorhalle des Hauses begrüstte der erste Vorsitzende der Aktiengesellschaft Diestcner Dotksbad, Architekt Meyer, die geladenen Gäste. 3urfl ' Q dankte er allen, die zur Grün­dung und Förderung des so übe u? wichiig.n sozial-hygl....f^n Institutes mitgeholsen ha­ben. Er gedachte der schon verswrbenen und noch lebenden Gründer des Werkes, das vor nunmehr 25 Jahren als erhebendes Zeichen bürgerlichen AeisteS und Gemeinsinnes erbaut wurde. Besonders der Stadtverwalmng sei Dank zu sagen, dast sie in den letzten Jahren durch namhafte Zuschüsse die Weitererhaltung deS im Interesse der VollSgesundheit so wich­tigen Instituts ermöglicht h-rtte. Darauf gab der Redner einen kurzen äleberblick über die Geschichte des DadeS, das sich aus [leinen An­fängen stets erwei.ert und Derbe s-.rt hatte, und dessen finanzielle Lage Immer günstiger ge­worden war, bis das Jahr 1914 mit dem Kriegsbeginn dieser AufwärtSbeweaung ein Ziel setzte. Die Frequenz der Badegäste nahm ab, und es wurden immer gröbere Zu­schüsse aus der städttschen Kaffe nötig, bis nun das Werk mit einer grosten Be­lastung der Stadtverwaltung zur Weiter­führung übergeben werde. Mit den besten Wünschen für den Fortbestand des Werkes übergab Architekt Meyer, der selbst einer der Gründer ist, die Protokollbücher des Vereins an den Beigeordneten Dr. Seid, der als Vertteter der Stadtverwaltung damit das Werk übernahm. Auch er dankte in seiner An­sprache nochmals allen, die das DolkSbad ge- fördeN haben, und drückte die Hoffnung aus, dast es doch möglich fein werde, das Werk trotz der größten Schwierigkeiten durch diese Zeit der wirtschaftlichen Rot hindurchzubrlngen. Die Stadtverwaltung werde jedenfalls alles tun, was in ihren Kräften stehe, um die Still­legung des Babes zu verhüten. Ein Rundgang durch sämtliche Räume, der die Gäste von der hochwertigen Beschaffenheit unseres Dolks- bades überzeugte, beschlost die Feier.

Eine öffentliche Aufforderung vom Finanzamt Ift Im Anzeig-nteil uniert* heutigen Blattes enthalten. ES bandelt sich um die Abgabe einer Steuererklärung für die Veran­lagung zur Einkommen- unb KaDiLileriragflcuer für das Kalenderjahr 1922. iowie für die erste Veranlagung zur Vermögenssteuer unb für bie Veranlagung zur Zwangsanleihe.

* Reue Schlachthofgebühren- sätze werden irn Anzeigenteile unseres heu­tigen Blattes zur öffentlichen KenmniS ge­bracht. Die neuen Gebühren kommen von heute ab zur Erhebung. Interessenten seien hiermit auf die Bekanntmachung besonders hinge­wiesen.

Keine Erhöhung ber Eisen- bahntarifeaml.Februar? Darmstäd­ter Blätter berichden aus angeblich zuverlässi­ger Quelle, die ReichSregieruna trage sich mit der Absicht, am 1. Februar die beschlossene Tariferhöhung der Eisenbahnfrachten unb sonstige Erhöhungen mit Rücksicht auf die gegenwärttae Lage nicht in Kraft treten z» lassen. Angesichts der neuen Teuerungs­welle, die die Kosten der LebenShalmng un­geheuerlich ansteigen lästt, wäre es gewiß zu begrüßen, wenn diese Absicht der RcichSregie- mng zur Tat werden würde. Einstweilen ist aber amtlich noch nichts bekannt ge­worden.

Einstellung des Abrufens der Züge In den Warteräumen. In vielen Bezirken der deutschen Reichsbahn wird in den Warteräumen nicht mehr abgerufen, unb diese Reuerung hat fast überall zu einer schnelleren Abferttgung an den Sperren ge­führt, da die Reisenden nun nicht mehr stoß­weise auf ber. Bahnsteig stürmen; außerdem wurde dadurch eine Personalersparnls crxiclt. Aus diesen Gründen hat der Rrichsverkehrs- minlfter verfügt, daß das Abrufen all­gemein eingestellt wird; die mecha­nischen oder elektrischen Abruf-Einrichtungen I sollen jedoch vorlLuflg beibehalten werden.

Aus dem IRctche, Di« Erhöhung der Beamten- unb Arbeiter- bezüge.

Berlin, 25. Jan. (WTB.) Bei den heutigen Verhandlungen im RelchSfinanz- ministerium mit den Sp i tz« n org a n i- la Honen über die Angleichung der Be­züge der Beamten, Angestellten und Arbeiter der ReichSbehörden und ReichSbettiebe an die Geldentwertung Ift eine Verständigung erzielt worden. Danach werden die bisherigen Gesamtbezüg« vorbehalt­lich der Genehmigung von ReichSkabinett, Reichsrat und Reichstag für di« zweite Jan uarhälfte um rund 25 Prozent erhöht.

Aus Hessen«

rm. Darmstadt, 25. Jan. DaS Hess. Gesamtministerium bat nunmehr dem Land­tag «Inen etwa 60 Artikel enthaltenden Ge­setzentwurf bett. Abänderung des Feld- oereinigunaSgesetzeS vorgeiegt. Wei­ter« Vorlagen betreffen die Vorauszahlung der Dienstbezüge an die Beamten, die Ueber- nahme von 75 Prozent der Aufwendungen für die Beamten der Landeshypothekenbank durch die Regieruna, eine zweite Aenderung des Gesetzes über Die Wohnungsbauabgabe. Hierfür sind 25 Millionen Mark für Hefsen eingestellt.

DankeSwort. Di« Gemeinde wohnte mit gro­ßer Aufmerksamkeit den zweistündigen Dar­bietungen bei. Eine freiwilliae Sammlung ergab oen Benag von 1246^0 Mark.

Starkenburg und Rheinhessen.

wd.Mainz.25 Die Handelskam­mer Mainz unb Der Verein Mainzer Kaufleute veröffentlichen durch Anschlag fol­genden Aufruf an die Mainzer Kauf- Mannschaft: Die gegenwärtige krisssch« ßaat und bie Schwierigkeit Der Verlorguna ber Bevöl­kerung legt uns bie Pslicht auf. an bie KausleuM tXe tvtngenbe Aufforderung zu richten, bei ber PtoSbe.'echnung für bie n o t tt>e n b l g fl en Le- bensbebürfniffe. insbe'onder« Lcbek^nntt< keinerlei Pretserhöhungen oor^uneh-1 men.

wd. Bingen, 25 Ian. Das HauptroSt ber Wasserleitung ist bei ber H^denburg- > brücke in Gaulsbeim gebrochen Dadurch 9 bie ID a f feriuleltung nach B unb bie Elnwoynerfchaft ist In schwre

Hessen-Rassau.

fpd Frankfurt a. TL. 25 Ian. InfolW Mangels an Betriebsmitteln muß ber Palmen- garten mehrere seiner Schauhluser f 4> l i t h« unb beven BeNänbe. soweit sie nicht ganz selten« Pflanzen beherbergen, ben allgemeinen Verlauf zuführen.

spb Frankfurt cl TL. 25. Ian. flR-i rijclbatcr Fall von S i t t i i chke i t s ver­brechen bcschüttlgt gegenwänig die K-tmln* Uolljet unb bie 2UcM«: Ein junge- Mädchen ans Eberstadt wurde auf ber Fah^t von Gernshet». wo es tn Stellung war. von einem etwa 35jtb* gen Mann s cha r f filiert, so bah es schließ' sich in willenlosem Zustanbe bem THarei vom hiesigen Hauprb.dntzofe in eine Wodmmß folgte Hier würbe bas Mädchen von bem Manne | unb drei weiteren Personen Mißbraucht unb olF handelt Es wurde später in ber Elbestraße m bittnihllofam Zutzanbe aufgefunben unb nach ve» Kranltnbaule übetlübrt. Als es nach lag» ur Besinnung tarn, beschrieb es genau das 3i®* ! tmr unb Idne. Einrichtung, ohne aber den Wes . nach der Wohnung beschreiben zu können. Drs

Deutscher Reichstag.

290. Sitzung. 2 Ubr nachmittags.

Berlin, 25. Januar 1923.

Präsident Löbe verliest tel Eröstnung Sym­pathie tetegramme tes Tiroler Landtages, der Ctabnxr jxiltung Graz unb ber deutschen Ab- gecibnelcn im itallenische-r Parlament aus An­laß ber sranzbslschen Ruhrbesetzung.

Das beut sch-amerikanische Ab­kommen über Einsetzung eher Kommission zur Prüfung ber amerikanischen Ansprüche | aus bem Versailler Vertrag a4rb tn I allen brti Gelungen ansenommen, desgleichen der Desenentwurl über bie Eintragung von Schlsss- pfandrech:en in ausländischer Wuh.-ung.

Rach Erledigung einer Reise kleinerer Vor­lagen aiirb bie erste Beratung bes Etats für 1 923 burch eine Rebe des Jirmnzminlsters Hermes eingeleitet

Finanzminister Hermes:

Der Hauichall bes Reiches steht unter bem Druck, bah blt Ausgabeposten ber Marke iLdct- tung viel schneller sollen, als die Einnahmen, unb leibet weiter durch die llnsicherheU ber Zahlen. Da» Ertraorvinarium schließt mit einem Defizit von 66 THlllarben. Die Post hat trotz aller Ersdamtsmahnahmen einen Anleihe bedarf von 82 Tltllkirben. Die 3tlenbi&n hrfst ihren Fehlbetrag ausaleichei zu können. Die Erhöhung ber Ausgaben für bie Beam eibefol- bung ist eine Folge bes Markstur'e- unb blefev cvieder eint Fol^,e ber Ruhr besedung Der Grunb für bas Vorgehen Frankreichs slnb die Plöne ber f ranzöi is chen Wirtschafts- Imperialisten. mit Gevalt ei re Vereini­gung von Eisen, Erz unb Kohle unter fvanzösischor Führung zu erzwingen.

Wir werden diesem Gewaltakt mit alle» Mit­tel, unsere» Widerstand eutqezens-tzeu.

Die Regierung wird bem Reichstag demnächst eine gröber« KreMUorbrrung unterbreiten <ar Tch-ttigunq ber wirtschaftlichen vchiben der Ruhr- kxseoung. Die ohnedm knappen Ürben*miittl sinb vom sranzösifchen Militär tm Ruhrgebiet viel­fach bescht^nudml worben. Unfer Voll wirb »u einer Einschränkung ber Lebensbai- tu n q zurückhyren müssen. Dieser Rolwenbigtttt wirb blt Regierung durch ein Rotgeietz Rtchnrng tragen. Wir werden auch ben zufammenbrechon- ben Kleinrentnern Hilfe leihen muf en. Ruc bu sran » ösische Gewaltpolitik, welche alle Derfuche zu einer vemün'ttgen Lösung des Re- pamtionsrrvbiems vereitelt hat. ist schuld da­ran, baß wir in bteten Zustand bimiiwitrn sind.

türkischen Abordnung offiziell überreich« werden. Die Schtußfitzuna über bieTZeerengenfrage würde Dann erst nach Ueberreichung des Ver- tragspcvjektes am 1. Februar in Gegenwart ber Russen flaUfinben. L.-n 2. Februar wird Lord E u r - o n auf jtben Fall Lausanne verlassen. Es heißt, bah gleitetlig aul) bie anderen Dele­gationen abrdlen werden, falls bie Türken sich bis zum 2 Februar nicht über ben Vertrag ge­äußert haben In Lausanne würbe bann nut noch je etn Vertreter ber alliierten Delegationen au- rudbtrtben, um gegeben en fallt ben Türken bie wünschenswerten Auskünfte zu geben. Die Kon­ferenz wäre damit prakttlch am 2 Februar bten- Die Rückkehr bet ersten Delegat Ion-führet, weiteren Formalitäten ber Unterzeichnung Vertrags ufw hängen bann ausschließlich ber Haltung bet türkischen Abordnung ab.